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 AnTom - Der Weg ins Licht

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Sonnenschein
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BeitragThema: AnTom - Der Weg ins Licht   So Okt 21 2012, 14:08

Hey, ihr Lieben
Ich habe nach einer langen Ideenpause mein Vorhaben meine FF "Verlust..." noch einmal neu zu überarbeiten verworfen und mich stattdessen dazu entschlossen diesen Beginn als eigenständige, neue FF weiterzuführen!
Liebe Grüße Tastentante



Anna sitzt auf der weißen Ledergarnitur ihrer Schwiegermutter in deren Penthouse. Ihre Beine hat sie angewinkelt, ihre Arme um die Knie geschlungen und den Kopf auf jene gestützt.Ihr Blick gleitet zur überdimensionalen Fensterfront, die den Raum morgens mit Sonnenlicht fluten soll. Bei einem flüchtigen Blick über ihr Gesicht würde man lediglich meinen, dass ihre Pose der optimalen Aufnahme der letzten Sonnenstrahlen für diesen Mittag dienlich ist, doch bei genauerem Betrachten erkennt man schmerzlich, dass sie Augen kein Ziel haben, sie hängen einfach achtlos in ihrem Gesicht, denn sie sind nicht nur leblos sondern auch noch gerötet und haben sich tief in ihrer Höhle verkrochen, fast so als wollten sie vor etwas Schutz suchen. Schutz vor der Welt da draußen, die sie so verletzt hat und von der sie wünschten, dass sie sie niemals mehr sehen müssten. Doch leider war das Leben kein Wunschkonzert sondern ein Gebilde, das sich nicht um die Risse seiner Bausteine kümmerte.
„Anna“, hallt es plötzlich aus weiter Entfernung an Annas Ohr, die Stimme klingt hohl und viel zu schrill, denn die Verzerrung lässt wenig Raum für die Erkenntnis, dass diese Stimme Natascha gehört.
In Annas Gehirn beginnen sich unzählige Wirre Gedanken zu tummeln, wie ein Fliegenschwarm, den man von einem Rossknödel aufgescheucht hat. Die Chance, dass sie aus ihrer Umnachtung in die Realität zu findet ist klein, doch liegt es nicht zuletzt an ihrem eigenen unvorhandenen Willen. Anna hält das irreale fest um das reale nicht anerkennen zu müssen. Natascha ist der Verzweiflung treuester Gast, denn die Tatsache, dass nun ihre beiden Söhne eine Audienz beim Himmelvater hatten nagt hartnäckig und schwer an ihr, doch fast noch mehr schmerzt ihr Annas Zustand, die nun schon seit zwei Monaten vor sich hinvegetiert ohne wenigstens ein Stück weit die neue Situation anzunehmen, schließlich gibt es kein Zurück mehr. Tote können nicht mehr lebendig werden und deshalb hat Anna sich aus der Realität sozusagen „ausgeklickt“, aber das Kind in ihrem Bauch ist es…noch, mein einziges Enkelkind. Nervös rauft sich Natascha durch ihre Haare, die wallend über ihre Schultern hinabfallen. Und ich sehe dem hier zu? Was bin ich eigentlich für ein Mensch von selbst wird Anna doch nie mehr etwas, so wie die sich in ihrer Trauer und nicht zuletzt ihrer Fantasie vergräbt. Sachte tritt sie an ihre Schwiegertochter heran, setzt sich neben sie und legt Anna ihre Hand auf den Rücken, während das Leder sich unter ihrem Hintern in Falten legt.
„Anna“, sagt sie erneut. Diesmal ist ihre Stimme nicht mehr als ein flüstern.
Langsam hebt Anna ihren Kopf und wagt einen saghaften Blick auf Natascha, der in diesem Moment ein hartes, trockenes Schlucken die Kehle hinunterrollt. Meine Fresse Kind siehst du Sche.iße aus?, rollt ein Gedanke behäbig durch ihren Kopf während sich auf ihren Armen die Häarchen aufstellen. Annas Anblick ist in gewisser Weise gruselig, denn die fröhliche Anna die die einmal gekannt hat, ist in diesem Gesicht nicht mehr zu erkennen.
„Ich schaff das alles nicht“, presst sie leise zwischen ihren Lippen hervor, während sie ihren Kopf auf Nataschas Schulter fallen lässt und ihre Hand fahrig ihren Bauch berührt.
„Doch, Anna, du schaffst das“, sagt Natascha mit ruhiger Stimme.
„Ich krieg doch nicht mal mein Leben auf die Reihe, schau mich doch an“, Tränen treten aus ihren Augenwinkeln und rinnen stumm über ihre Wangen herab. Ihre zittrigen Hände deuten in ihr Gesicht. „Sieht so jemand aus, dem es gut geht, der glücklich ist, der stark ist…“. Mit jedem Wort gewinnt Annas Stimme an Kraft, sie schreit es nur so aus sich heraus. Ihr Hals brennt und schließlich überwältigen sie die Tränen, was sie dazu veranlasst in Nataschas Armen zusammenzusinken.


Zuletzt von Tastentante am Mo März 25 2013, 21:15 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   So Okt 21 2012, 15:58

Hey Tastentante,
ich freu mich über deinen Entschluss. Bei den FF´s im AudL-Forum, weiß ich meist den Anfang und die Entwicklung schon nicht mehr, das es doch so einige auf einmal waren, die ich gelesen habe und noch lese, und zudem ist schon so viel Zeit vergangen, seit dem ich die Anfänge gelesen habe. Ich blättere zwar immer mal wieder zurück, aber trotzdem vermischt sich da manchmal was. Wink Rolling Eyes
Also, ich freu mich, deine Story hier noch einmal von Beginn lesen zu können. Very Happy

LG, katha

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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Mo Okt 22 2012, 10:54

Ich kann dir nur recht geben, Katha, mir geht es manchmal genauso, vor allem aber weil ich ja soviele Pausen eingelegt habe - auch beim lesen.

Freut mich, dass es dich freut

Liebe Grüße
Tastentante
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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Fr Okt 26 2012, 17:35

So jetzt kommt mal der zweite Teil


Teil 2:

Sanft strich Natascha ihrer Schwiegertochter, die gut und gerne ein Testimonial für eine Bestattungskampagne sein könnte, über ihren bebenden Rücken hinab. Es tat ihr jeder Blick mit dem sie Anna bedachte im Herzen weh, so viel Leid sprach aus ihren jungen Augen. Jeder Augenaufschlag Annas war mit einer stummen Klage an das Schicksal oder viel mehr den lieben Gott verbunden, den sie dafür verfluchte, dass er ihr das liebste entrissen hatte, was sie besaß und ohne das sie nicht wusste wie sie den Atem in ihre Lungen pumpen sollte und täglich einen Fuß vor den anderen setzen, geschweige denn ein Kind großziehen.
Natascha fühlte sich schlecht, mal abgesehen dass es ihr ziemlich dreckig ging, denn schließlich war es ja nicht nur Annas Mann sondern auch ihr Sohn gewesen, der nun nicht mehr unter ihnen weilte, denn Anna schien sich einfach nicht mehr zu erholen. Den ganzen lieben Tag hängt sie hier rum wie ein Schluck Wasser in der Kurve und das schon seit zwei Monaten. Schön langsam mache ich mich ja strafbar, wenn ich nichts unternehme.
„Ich weiß wie weh das tut, wie es sich anfühlt, wenn das Herz berstet und eine klaffende Wunde seine Stelle einnimmt…wie es ist wenn man versucht etwas zu begreifen, das unbegreiflich ist.“ Natascha fuhr sich zur eigenen Beruhigung mit der rechten Hand durchs Haar, während sie eine kleine Pause einlegte. „Wir können nicht mitbestimmen wie oder wofür sich das Leben entscheidet, aber was wir können ist, der Situation in der wir uns wiederfinden, meist auch ungewollt, zeigen, dass wir keine Puppen sind, sondern Menschen, die um ihr Glück kämpfen…es zurückerobern wollen…Menschen denen etwas daran liegt zu leben und zu lachen, auch wenn das Leben uns zum Weinen gebracht hat. Es ist vielleicht jetzt unpassend, aber du weißt sicherlich auch so gut wie ich, dass das Wetter immer nach einem kräftigen Gewitter am schönsten ist.“
„Aber ich bin nicht das Wetter und ich will nicht wieder schön sein. Ohne Jonas macht es einfach keinen Sinn.“
In Annas Stimme schwang untergründig etwas Aggression mit, es störte sie einfach maßlos wie ihre Schwiegermutter sie zum vergessen anstiftete. Jonas war kein Spielzeug, das man zur Seite legt oder es gar weg wirft, wenn der Spaß vergangen ist, nein, Jonas war der Teil des Spielzeugs ohne den es einfach nicht mehr funktionstüchtig war, der der ihm den Sinn raubt und so fühl ich mich momentan auch. Des Sinns meines Lebens beraubt und so sitze ich hier auf diesem Sofa, wo wir so viele glückliche Stunden verbracht haben, wie ein Körnchen Sand in der Wüste, dass sich einsam fühlt, obwohl es nicht einsam ist, denn nur ein einziges Sandkörnchen konnte es fröhlich stimmen, doch eben dieses wurde vom Wind davongefegt. Ja, so geht es mir, aber wieso versteht Natascha das nicht. Sie müsste doch wissen wie ich fühle, immerhin hat sie ja auch ihren Mann verloren und ihre beiden Söhne. Anna versuchte ich mühevoll dem drohenden Weinkrampf zu entziehen, doch sie unterlag chancenlos.
„Anna, du wirst Mutter. Du hast verdammt noch mal eine Verantwortung gegenüber deinem Kind, du kannst dich nicht immerzu hängen lassen wie ein Mehlsack.“, versuchte Natascha Anna wachzurütteln.
Anna hielt in ihrem Schluchzen inne, wischte sie einige Wasserbäche aus dem Gesicht, sodass sich der Schleier vor ihren Augen etwas hob und holte tief Luft. Es ärgerte sie unermesslich wie Natascha mit ihr umsprang. Was glaubte sie eigentlich?...das alles nur ein Show von mir ist
„Das weiß ich selber, aber ich kann nicht anders. Mit Jonas, da war alles so einfach, doch jetzt jetzt weiß ich nicht mehr wie vorne und hinten ist. Natascha ich hab doch keine Ahnung, aber vor allem keine Kraft ein Kind großzuziehen. Kannst du das verstehen. Ich bin am Limit. Ich schaff das alles nicht“, Annas Stimme bebte und ihre Worte klangen abgehackt, da ihr Atem von der Weinerei viel zu kurz und flach kam.
Sie wollte sich aus Nataschas Umarmung befreien, doch ihre Kraft untersagte ihr diesen Schritt. Zu lange schon hatte sie nichts mehr richtiges gegessen oder getrunken.
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Sa Okt 27 2012, 07:21

Die Beide haben es ja echt nicht leicht. Und so leid mir Anna tut, Natascha ist meiner Meinung fast noch schlimmer dran. Sie hat selbst so viel zu ertragen und versucht sich trotzdem dem Leben zu stellen, muss aber gleichzeitig zusehen, wie Anna fast zu Grunde geht. Und der kleine arme Wurm in ihrem Bauch... Hoffentlich behält er durch und bekommt keine bleibenenden Schäden...
Da muss auf jedenfall irgendwas passieren... Rolling Eyes
Und was das ist, erfahren wir hoffentlich bald!
LG, katha

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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Mi Nov 07 2012, 11:58

Schön, dass du die Story nochmal überarbeiten willst. Ich liebe deinen Schreibstil, so schön melodramatisch, mit einem seichten sarkastischen Unterton. Gefällt mir und ich freu mich, wenn du weiterschreibst ...

LG, Mini

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ist manchmal der beste Weg,
um zu sich selbst zu finden.“
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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Fr Dez 07 2012, 15:07

Teil 3 kommt heute Abend oder sonst morgen.
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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Fr Dez 07 2012, 21:20

Lang hats gedauert, aber es is doch noch was wordn. Wink

Teil 3
Stattdessen trommelte sie mit ihren Fäusten gegen Nataschas Brust. Nein, Brust klingt in diesem Fall zu männlich und das wiederrum klingt idiotisch. Konnte eine Brust jemals ein Statut für das starke Geschlecht sein? Womöglich sind High Heels auch etwas männliches und wir haben in unserer anglisierten Gesellschaft die deutsche Übersetzung noch nicht erkannt...möglich wärs. Wie auch immer in Nataschas Fall war es wohl wirklich eher die Vorderseite ihrer Schulterblätter, die hier den Airbag ausfahren musste um nicht ernsthafte Blessuren zu erleiden, denn wenn man Anna so zusah könnte man fast glauben sie versuche den Tod zu verprügeln um Jonas Weggang zu rächen. Eine interessante Idee ist es auf jeden Fall, auch wenn der Realist in einem sagt, dass die Umsetzung unlebbar ist.
Erschöpft ließ sie ihren Kopf schließlich auf eben jene Stelle fallen, wofür sich der Knochen stumm jaulend bedankte. Erst schlägst du mich und weil du mich damit nicht umbringen konntest, versucht du mich jetzt zu erdrücken oder was? Langsam wurde auch der Tränenstrom mehr ein Rinnsal und ihre Gedanken begannen sich auch wieder zu ordnen. Brav stellten sie sich in zweier Reihen symetrisch hintereinander auf und warteten geduldig bis sie am Zug waren.
"Wie hälst du das alles nur aus?", fragte Anna schließlich. Ihre Stimme war immernoch verstellt, die Tränen hatten sie irgendwie getunt, ganz fremd drang sie in Nataschas Gehörgänge ein. "Bist du es denn nicht auch manchmal leid zu leben, wenn alle die du geliebt hast bereits..."
Anna brach ab, sie konnte es wiedermal nicht...dieses Wort es ist so böse, es verfolgte sie bis in die Träume, stand auf Mauervorsprüngen und grinste sie dreckig an, behandelte sie von obenherab, spielte seine Überlegenheit ihr gegenüber offen aus. Diese verdammten drei Buchstaben wieso kann ich sie nicht ausprechen? Sie sind doch ein Wort wie jedes andere, trinken zum Beispiel. Ja, trinken war ein gutes Beispiel, sie hatten ja sogar eine Gemeinsamkeit. Beides müssen wir, denn beides gehörte zum Leben und doch ist das eine mein Feind. In Annas Magengegend machte sich ein übles Gefühl breit. Sie hasste dieses Wort und wie, alles in ihrem Inneren streubte sich gegen es. Eine waschechte Verschwörung sozusagen. Diese drei Buchstaben sie riefen in ihr Verabscheung hervor, weil sie dazu dienten etwas zu beschreiben, dass sie nicht akzeptieren wollte.
Natascha lachte traurig auf.
"Wenn ich ehrlich bin, NEIN, bin ich nicht, denn Menschen wie Gerrit, Jonas, Richard, Robert, sie sind unsere Begleiter, aber niemals unser Leben. Sie verhelfen uns zum glücklichsein, treten ungefragt in unser Leben und manchmal verlassen sie uns auch wieder." Natascha musste sich zunehmend bemühen, dem Wünsch ihrer Augen nicht Einhalt zu gewähren. Ein Opfer der Trauer war schlimm, doch zwei wären eine Katastrophe, deren Ausmaß vermutlich in die Geschichtsbücher kommen würde, ein Umstand den Natascha auf jeden Fall verhindern wollte, denn sie zog es vor ewig zu leben und dafür nicht geschichtlich relevant zu sein.
"Aber weist du Anna, vor allem Robert und Jonas haben mich nicht verlassen und DICH auch nicht, denn in deinem Bauch wächst ihre Ewigkeit heran. Das Kind das du in dir trägst, ist ihr Freischein für die Unsterblichkeit. Unsere Hülle und unsere Namen verblassen, doch unser Wesen bleibt, solange bis sich jemand gegen das Leben entscheidet, aber eines sage ich dir. Du willst dieser Mensch nicht sein. Du kannst es mir ruhig glauben, denn dem Leben beim gedeihen zu zusehen ist das allerschönste das es gibt. Vergiss nicht, diese Erfahrung habe ich schließlich auch gemacht."
Natascha sah ihre Schwiegertochter eindringlich an, doch ihre Blicke fielen matt und ungesehen an Annas gläserner Fassade herab. Trotzig verharrte sie in ihrer Stellung und entgegnete ihr.
"Du warst auch keine Witwe." Ihre Stimme klang wie die eines trotzigen kleinen Mädchens, dass eine Puppe aus dem Schaufenster nicht bekommen hatte.
Natascha holte tief Luft. Was sollte sie darauf antworten. Mit Vernunft und guten Ratschlägen konnte sie höchstens ihre Zunge brechen, aber keinesfalls Annas Haltung zum Leben. Der folgende Schritt fiel ihr schwer, aber Anna ließ ihr einfach keine Wahl. Wenn ich jetzt nicht handle, mache ich mich strafbar. Nataschas Herz pochte laut und ihr Atem kam schnell.
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Mi Jan 23 2013, 01:24

Hey, ich wollte mal lieb fragen wann es hier mit deiner Geschichte weiter geht?
denn ich muss sagen ich brenne darauf zu wissen wie es weiter geht, denn sie gefällt mir sehr gut Very Happy
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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Mi Jan 23 2013, 18:19

Hallo erstmal, schön das dir meine Geschichte gefällt. Freut mich.
Tja, aber um deine Frage zu beantworten, kann ich nur an deine Geduld abelieren und dir versprechen, dass ich mich beeilen werde.Smile

Liebe Grüße
Tastentante
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Do Jan 24 2013, 02:28

Hey Tastentane, =)

ich muss ehrlich sagen dass ich im AudL-Forum einbissl zu faul war, deine Teile nachzulesen als ich deine FF mit Verspätung entdeckt hatte! Rolling Eyes

Ich habe mir nur im groben von jemanden der deine FF verfolgt hatte (weiß aber nicht mehr wer), erzählen lassen worum es geht und dachte "Mensch ... hört sich nicht schlecht an ... bei Gelegenheit AUF JEDEN FALL nachlesen!" Tjaa ... und irgendwie ... keine Ahnung ... wurde irgendwie nix mehr draus! Mad

Umso besser finde ich das du deine FF neu überarbeitest denn manche Teile werden bestimmt wie bei Mini und Katha viel besser sein! Wink

Ich finde deine Geschichte echt interessant und werde sie auf jeden Fall mitverfolgen!

LG
*~Butterfly~*
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Do Jan 24 2013, 17:56

Tastentante schrieb:
Hallo erstmal, schön das dir meine Geschichte gefällt. Freut mich.
Tja, aber um deine Frage zu beantworten, kann ich nur an deine Geduld abelieren und dir versprechen, dass ich mich beeilen werde.Smile

Liebe Grüße
Tastentante


da bin ich gespannt wie es weiter geht *-*
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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Mi Feb 06 2013, 18:42

Ich habs euch echt verdammt lang versprochen und jetzt hab ich endlich einen neuen Teil zustande gebracht. Nicht perfekt, aber die Wartezeit war schon so lang, dass ich nicht noch länger warten wollte-
LG

Teil 4

„Damit hast du wohl recht“, Nataschas Blick richtete sich auf den Boden, sie schämte sich für das was sie dachte und doch umhüllte sie eine Sicherheit, dass es der richtige Weg war.
„Anna“ die Worte bröckelten vorsichtig und unentschlossen aus ihrem Mund. Nataschas Magen zog sich zusammen. Für gewisse Dinge gab es einfach keinen geeigneten Moment oder Tonfall. Nein, sie zerstörten alles egal, wann man sie auf den Weg schickte.
Anna für ihren Teil war zu sehr versunken in ihren extaseähnlichen Zustand um den Kommunikationsansatz ihrer Schwiegermutter überhaupt zu bemerken und so starrte sie weiter ziellos vor sich hin. Ihre Augen waren wie tiefe Höhlen die sich in einem Berg vor dem Licht versteckten, ihr Blick wie ein Schleier der sich über alles schöne im Leben legte , es verdeckte und vor Anna bewahrte. So gesehen könnte man meinen der Blick wolle nicht, dass sie sich wieder dem Leben widmet und sich an seinen liebevollen Seiten Kraft für die dunkle Wolke in ihrem derzeitigen Abschnitt holte. Es schien als gefiele ihm die Rolle als Träger ihres Trauerschleiers. Anna blickte auf ihre zittrigen, von ihrer seelischen Verfassung knochig gewordenen Finger. Plötzlich begann sie mit dem Daumen der linken Hand den Ehering an ihrer rechten zu streicheln, ganz sanft und ohne den Blick auch nur eine Sekunde lang abzuwenden. Der Intensität nach zu urteilen, könnte man meinen sie wäre an einem Porzellangefäß zu Gange und eigentlich war sie das ja auch, nur das dieses einen kleinen Fehler hatte. Es ist schon längst zerbrochen, lediglich der Schein einer Ruine die achtlos in der Landschaft steht, ist noch über.
„Wer hat eigentlich gesagt, dass Witwen immer alt sind“, durchbrach sie die gespenstische Stille ohne den Blick zu heben.
Natascha schluckte hart während die Tränen in ihre Augen stiegen. Der Schmerz brannte durch ihren Körper wie ein laufendes Feuer, breitete sich aus und loderte immer stärker.
„Wer hat eigentlich gesagt, dass Eltern vor ihren Kindern sterben?“, sagte sie mit tränenerstickter Stimme und legte ihre Arme fest um Anna.
In diesem Moment suchte sie wohl den Halt, der ihr mit dem Eintreffen des Todes in ihrer Familie verloren gegangen war in Annas Armen, wo sie doch wusste, dass sie ihn dort nicht finden konnte. Nirgends würde sie ihn finden, denn im Außerhalb lag es ihn nicht, sondern nur in ihrem Inneren wo er als schwereloses Atom durch den Äther schwebte, währenddessen Anna dankend und unendlich schluchzend in Nataschas Armen versank.
„Was hältst du von einem Termin bei Dr. Seyersbach?“
Annas schluchzen stockte. Wo habe ich diesen Namen schon mal gehört? Annas müde Gehirnzellen begannen zu rotieren, aber es wollte und wolle ihr einfach nicht einfallen. Hellhörig hob sie ihren Kopf von Nataschas Brust und stützte sich mit der Hand am Sofa ab, welches sich dadurch unter ihrem Gewicht in Falten legte.
„Wer ist Dr. Seyersbach?“
Die Skepsis schwang in ihrer Stimme überlaut mit und ihre Stirn legte sich zur Untermalung ihrer Ratlosigkeit in Falten.
„ Mar…äh…Dr. Seyersbach ist Psychiater…und ein alter Freund der Familie“
Annas Gesichtszüge entgleisten. Was kann doch nicht Nataschas Ernst sein? Ich bin doch nicht verrückt. Was soll das?
„Natascha, was soll ich das? Ich bin nicht verrückt!“
„Das habe ich auch nicht behauptet…Anna versteh doch“
Nataschas Stimme klang behutsam und sie versuchte Anna erneut in eine Umarmung zu ziehen, doch diese riss sich widererwarten von ihr los, fast so, als wäre Nataschas Haut eine brennende Fackel und baute sich vor ihr auf. Vergleichbar mit einem Bären der sich auf die Hinterfüße stellt.
„Wieso tust du das?...ich mein…das ist…Vertrauensbruch…ich hab mich schließlich bei dir ausgeweint, weil ich dir vertraut habe, meinte du würdest die Ausläufer meines Schmerzes verstehen, mich trösten, für mich da sein, schließlich hast du ja damit Erfahrung, aber nein, was macht die gnädige Frau Broda, sie möchte mich an den nächstbesten Vollpfosten verschachern, der sich in seiner eingehirnzelligen Erdenbürgerschaft mit Vorliebe fürs Strebertum zum Nudelaug gemausert hat, das sich im Namen der BRD staatlich geprüfter, vereidigter Psychokrüppel mit Patent zur legalen Beihilfe zum Selbstmord an seelisch heruntergewirtschaftete Mitbürgern nennen darf. Das würde dir so passen, dass ich da hin geh. Ich bin ja nicht bekloppt.“
Annas Stimme war während ihrer Schreirede immer wieder höher und tiefer sowie lauter und leiser geworden um sich in den letzten Zügen ganz der Heiserkeit zu verschreiben.
Natascha saß nur noch da und sah Anna vollkommen entgeistert an. Sie war so perplex von Annas energiestrotzendem Auftritt, dass sie kein Wort der Entgegnung zu Stande brachte.
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Mi Feb 06 2013, 20:21

Ja, meine liebe Tastentante,
es gibt wohl Momente im Leben, in denen man einfach keine Hilfe haben will, und sich mehr oder weniger gerne, oder mehr oder weniger ängstlich trifft es wohl eher, an sein eigenes Leid klammert. silent
Und genau da sehe ich Anna gerade. Ich finde, du bringst das sehr gut rüber.
Mal davon abgesehen, dass ich diese Panik vor Psychiatern und Psychologen ja total bescheuert finde. Aber gut.
Natascha hat sicherlich recht mit ihrem Vorstoß, und was Annas Reaktion angeht, man könnte es zumindest als positiv werten, dass sie so aus sich raus geht. Auch wenn man jetzt skeptisch abwarten muss, was sie für Schlüsse daraus zieht. (Ich muss gestehen, ich weiß es nur noch ansatzweise...) Embarassed

Ich warte also gebannt auf die Fortsetzung.

LG, Katha

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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Do Feb 07 2013, 09:16

Endlich gehts hier auch weiter. Ja, Annas Ausbruch ... okay, das liegt wohl im Moment in der Natur der Sache an sich. Aber wie Katha schon geschrieben hat, ist diese Hysterie, was Psychiater betrifft, doch vollkommen überzogen. Aber gut, nicht jeder steht darauf, sein Seelenmoder vor dem nächst besten auszubreiten. Ich hoffe nur, dass Anna irgendwie einen Weg finden wird, mit diesem ganzen Chaos klar zu kommen ...

Toll geschrieben, freu mich auf eine Fortsetzung, auf die du uns hoffentlich nicht gar zu lange warten lässt.

LG, Mini

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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Do Feb 07 2013, 12:45

Ich danke euch beiden, dass ihr meine FF überhaupt noch lest, so lang wie ich euch hab warten lassen. Tut mir echt Leid. Ich war zu beschäftigt mit Gedichten zur Entregung meiner Person Smile
Ich werd mich bemühen in Zukunft die Wartezeiten geringer zu halten, aber versprechen kann ich nichts, das kommende Semster wird ziemlich hart.

Annas Reaktion auf Psychiater is völlig übertrieben und ich persönlich kanns auch nicht verstehen, aber ich fand den Gedanken, damals wie heute einfach zu verlockend um diese Passage rauszulassen...wo doch der Großteil den Beistand von Psychologen und Psychiachtern dankend abwimmelt mit der Begründung, dass sie ja nicht verrückt seien. Smile

Liebe Grüße von Eurer Tastentante, die sich um die baldige Fortsetzung bemüht. Smile
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Do Feb 07 2013, 19:06

wuhu ein neuer teil Smile es geht wieder weeeeeeiter Smile
ich stimme den beiden vorschreibnerinen zu ...

freue mich wies weiter geht Smile
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Di Feb 26 2013, 15:24

Hallo, liebe Leser!

Ich hab euch nicht vergessen, aber ich bekomme in der letzten Zeit einfach nichts brauchbares auf die Reihe. Ich bitte daher um euer Verständnis und bemühe mich um eine baldige Fortsetzung.

Bis bald, Liebe Grüße
Tastentante
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Di Feb 26 2013, 16:24

Hey Tastentante,
es ist tatsächlich schwer ruhig um dich geworden, was ich sehr schade find. crying
Aber ich kann das gut verstehen. Manchmal hat man ja echt so Phasen wo gar nichts mehr zusammenpassen will. lesemist

Ich hoffe jedoch, dass du dich da bald raus reißen kannst.
Übrigens würde ich ja auch deine andere FF "Wahre Liebe ist unverwundbar" irgendwann gerne weiterlesen.

Und nochmal übrigens, meist finden die Leser, das was man selbst so grottig findet, trotzdem recht gut. Manchmal lohnt es sich einfach was zu posten und sich über ein oder zwei positive Rückmeldungen zu freuen Wink

LG, Katha

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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Mi Feb 27 2013, 22:34

Hey Katha!

Danke für dein Feedback! Ja, du hast wohl recht, selbst ist man immer kritischer als es dienlich ist, aber in meinem Fall, ist echt der absolute Stillstand eingetreten. Ich hab letztens eine geschlagene halbe Stunde vor meinem Laptop gehockt und versucht etwas aufs Papier zu bekommen, heute in meiner Freistunde ebenfalls, nichts rein gar nichts. Ich werd noch wahnsinnig. Ich hab so viele Ideen in meinem Kopf aber ich kriege sie einfach nicht aufs Papier. Ich hab mir jetzt sogar schon ein Diktiergerät gekauft.

Liebe Grüße
Tastentante
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Mo März 25 2013, 21:16

So habs endlich mal zu einer Fortsetzung gebracht...Sorry für die lange Wartezeit Sad

Ein brennender Schmerz jagte ihren Rachen hinab und ihre Glieder versuchten sich gegen die Ohnmacht der Situation zu erwehren. Doch vergebens. Annas Körper glitt zwischen Explosion und Kapitulation auf und ab, ohne die Absicht in sich zu tragen, sich für eine Variante zu entscheiden. Es war hundsordinäre Enttäuschung über einen Menschen dem sie vertraut hatte, die sie empfand. Wie konnte Natascha ihr so in den Rücken fallen? Psychiater, wie kam sie auf die Idee das ihr so einer helfen könnte? Das sind doch auch nur verletzte Kinder, die erwachsen geworden, versuchen ihre eigenen seelischen Deformationen mit Hilfe ihres Berufes zu beheben, jedoch scheitern, weil Eigentherapie unmöglich ist. Wie also will ein Irrer einem Irren erklären, das die Welt eh nicht irr ist. Wo meine Welt noch dazu gar nicht irr ist sondern einfach nur eine Sonnendiät macht. Ist es überhaupt möglich den Willen eines Menschen zu brechen und neu zu positionieren, wenn dieser an seinem Willen festhält wie ein Ertrinkender an einer Rettungsboje? Anna ließ sich erschöpft zurück auf das Sofa fallen und griff sich ratlos mit ihrer rechten Hand an ihre Stirn. Sie befand sich in gewisser Weise in einer Zwickmühle. Nataschas Verhalten verletzte sie maßlos und doch loderte in ihr eine Flamme des Zweifels, ob eine so starke Vehemenz entgegen einer Therapie wirklich angebracht war, denn wenn sie ehrlich war, konnte sie seit…Anna hielt einen Moment inne. Bedächtig ließ sie ihre Augen über die Zimmerdecke schweifen, während sich ihr Köper mit Schmerz füllte. Ihr Hals verdickte sich, plötzlich befiel sie ein Gefühl der Beklommenheit, eine Art Luftsperre während des Atemvorgangs, ihr Herz pochte in ihrem Kehlkopf und in ihrem Hinterkopf zu gleich. Sehnsuchtsvoll wünschte sie sich an eine andere Örtlichkeit, wo auch immer das sein möchte, Hauptsache ist für sie, dass dort das Glück noch Kanzler ist…und ihr etwas schenkt, dass ihr die normale Welt nicht bieten kann…Jonas sie verlassen hatte, ach wie das Klang, verlassen, so verwerflich, dabei konnte er doch gar nichts dafür. Nein, es war das böse Leben oder der zornige Gott dessen Haus in den Wolken gerade einen Sturmschaden erlitten hatte, er mir Jonas entrissen hat. Einfach so und nichts konnte ich tun.
Natascha wusste nicht recht, wie sie sich jetzt verhalten sollte. Die zusammengesackte Anna, die mit nach vorne gebeugten Schultern am Sofa hockte, entfachte in Natascha eine Art Muttergefühl. So zerbrechlich wie sie gerade erschien, hätte sie Anna am liebsten in den Arm genommen und sie solange gehalten bis die Welt sich wieder zum Guten gewendet hat. Doch wusste sie, dass dies ein Versprechen wäre, das sich nicht halten lässt. Wer weiß schließlich schon wann bzw. ob sich die Welt wieder einer anderen Facette zuwendet? Sie konnte sich doch nicht wirklich der imaginären Welt verschreiben und sich Annas Wunsch des Wartens ergeben, oder war ihr Pfad das Verbrechen? Natascha wusste es nicht, wenn sie ehrlich war, wusste sie überhaupt gar nichts mehr. Sie fühlte sich als würde sie in einem Schleier leben, manchmal musste sie sich sogar zusammenreißen um überhaupt das aktuelle Datum zu kennen.
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Do März 28 2013, 08:13

Puh Tastentante, die beiden Frauen tun mir so leid.

Aber darf ich mal was sagen?
Ich finde deine Vergleiche und Umschreibungen sehr kreativ, und häufig auch amüsant. Wobei das bei der aktuellen emotionalen Lage, wohl nicht ganz das richtige Wort ist.
Aber manchmal stehen sie meiner Neugier im Weg. Dann möchte ich gar keine Vergleiche und Vertiefungen der Gefühle mehr, sondern bin ganz ungeduldig wie es weiter geht, bounce warte darauf, dass die Handlung endlich voran geht.
Sorry, ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, dass ich das sage.
Wie gesagt, vermutlich ist es einfach nur meine Ungeduld.

Ich bin auf jedenfall gespannt, wie es weiter geht. Vor allem, weil du ja geschrieben hast, dass es einen neue Entwicklung gibt ....

LG, Katha

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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Do März 28 2013, 21:46

Hey Katha!

Erstmal Danke für deinen Kommi und für deine Offenheit und natürlich darfst du etwas sagen. Ich begrüße es sogar sehr, das du dies tust, denn anders bekomme ich keinen Blick dafür wie gut bzw. manchmal unpassend etc. mir fällt gerade kein gescheites Wort ein, meine Texte sind.
Und ja, ich kann dich sogar verstehen, denn ohne mich jetzt bei dir irgendwie anbiedern zu wollen ist mir der Gedanke doch beim Schreiben schon manches Mal durch den Kopfr gegeistert, aber Gewohnheit bleibt Gewohnheit, doch will ich mich für die Zukunft bessern, seis nur dadurch das ich längere Texte schreibe und somit deinem Wunsch nachkomme.

Liebe Grüße
Tastentante Smile
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   Sa Apr 27 2013, 15:22

hahuuu, wann gehts den hier weiiiiiterr ??? Habenwollen
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BeitragThema: Re: AnTom - Der Weg ins Licht   So Mai 12 2013, 14:01

So ich weiß die Pause war lang und wieder einmal hoffe ich, dass sie nicht zu lang war, aber diesmal verspreche ich keine Besserung vielleicht ist das ein besserer Weg um wirklich Besserung eintreten zu lassen.
Liebe Grüße
Tastentante

Zwei Wochen waren seither vergangen.
Langsamen Schrittes ging Anna auf das Hochhaus zu. Groß und bedrohlich lag es vor ihr. Zöglerlich trat sie in den Schatten, den es warf, blickte fragend hinauf. Soll ich wirklich? Unweigerlich glitt ihr Blick über ihre Umgebung, Menschen wohin sie auch sah, die träumerisch oder stilstrebig über den weiten Platz liefen. Anna selbst stand wieder einmal einfach nur da und fragte sich traurig, wann sie eigentlich aufgehört hatte Teil dieser Welt zu sein. Ratlos, nein viel mehr traurig blickte sie auf das Hochhaus und dann wieder auf die Menschen, ehe sie sich schnellen Schrittes auf die große Flügeltüre zu bewegte. Ein letztes Mal sog sie tief die warme Luft ein und betätigte schließlich die Klingel. Zwei Minuten später stand sie in einem hellen Zimmer, das mit gemütlichem Interieur für gute Laune sorgen wollte, eine Absicht die an Anna abprallte wie ein Ball, der eine Betonwand zu durchschlagen versuchte. Es wollte ihr einfach nicht warm werden in diesem Raum, denn keine Einrichtung der Welt konnte die Tatsache verändern, dass sie sich in der Praxis eines Psychiaters befand.
„Frau Broda, möchten Sie einen Kaffee?“, fragte die zierliche, blonde Frau aus dem Vorzimmer mitten in ihre Grübelein hinein.
Anna zögerte einen Moment, eigentlich wollte sie nichts trinken, den Annahme eines Kaffees bedeutete für sie die komplette Aufgabe ihrer Vorbehalte, die Verwaisung ihrer Resignation, ein Umstand den sie hier keinesfalls zu einem Zustand machen wollte, denn Anna assoziierte Kaffee immer gleich mit Wohlfühlatmosphäre, Heimatgefühl etc. und all diese Dinge wollte sie an diesem Ort keineswegs verspüren und so lehnte sie höflich, aber entschieden ab. Fragend begann sie die vielen Bilder die diesen Raum schmückten zu mustern. Alles samt Exponate der Generation „Moderne Kunst“. War sicher nicht billig, dachte Anna. Von Irren lässt es sich halt nobel leben, denn es traut ihnen niemand zu, dass sie von selbst wieder auf Spur kommen.
„Guten Tag, Frau Broda“, ertönte es plötzlich hinter ihr.
Schnell fuhr Anna herum und erblickte einen großen, hageren Mann um die 55, mit leicht gewelltem, aber schon stark ergrautem Haar, der sie milde anlächelte und ihr die Hand entgegen streckte.
„Martin Seyersbach“, sagte er mit heller Stimme.
„Anna Broda“, Anna wusste nicht ob sie lächelnd sollte, konnte es sich aber letztendlich doch nicht verkneifen.
„Bitte nehmen Sie Platz“, sagte er freundlich und deutete mit einer einladenden Geste auf einen weißen Ohrensessel, der seiner Sitzgelegenheit gegenüber lag.
Anna setzte sich unsicher auf die Kante des Sessels und in ihrem Magen breitete sich ein mulmiges Gefühl aus. Wieso war sie eigentlich hierhergekommen? Natascha sah es als einzigen Ausweg für sie und ihr Kind, aber sah sie es selbst ebenso? Anna kannte keine Ahnung wie oft sie sich diese Frage in den letzten zwei Wochen gestellt hatte, aber es musste öfter gewesen sein, als die Quadratwurzel aus Einsteins IQ lang ist. Konnte sie es als ein gutes Zeichen werten, dass sie trotz des Bombardements der Fragezeichen hierhergekommen war.
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