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 AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"

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katha

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BeitragThema: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mi Dez 26 2012, 20:16

das Eingangsposting lautete :

Hallo ihr Lieben,
ich wollte euch ja eigentlich die Vorweihnachtszeit mit einer kleinen Geschichte versüßen. Aber das hat leider mal überhaupt nicht funktioniert. crying
Und mein Plan, die Story zu beenden, bevor ich beginne sie zu posten, funktioniert leider auch nicht, denn dann kommt die Weihnachtsgeschichte zu Karneval. Evil or Very Mad
Also fange ich jetzt einfach mal an, und hoffe, dass ich die letzten Teile schnell geschrieben bekomme. Wink

Wie der Titel schon sagt, geht es um Anna und Tom und eine turbulente Zeit. Aber lest einfach selbst...

_________________
Manche Dinge brauchen einfach keine Worte ...


Zuletzt von katha am Mi März 20 2013, 15:07 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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katha

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BeitragThema: "44"   So März 03 2013, 22:37

So, auch hier gab es eine schwere Geburt, die schon vor einiger Zeit begonnen hat. Aber immer wieder gab es Komplikationen. So hoffe ich, dass jetzt alles gut ist. Was sagt ihr dazu?
********************************

Tom hatte auf seinem kleinen Ausflug in die Küche arg mit sich gerungen, ob er wirklich die richtige Taktik gewählt hatte, um Anna seine wahren Absichten und Gefühle klar zu machen, aber jetzt war die Frage gestellt, und er musste schnell klar kriegen, wie er reagieren würde, wenn die Antwort wider erwarten anders ausfallen würde. Er kam zu dem Schluss, dass er auch mit dieser Alternative gut leben könnte, aber trotzdem hielt er gespannt die Luft an, ob sie sich so entscheiden würde, wie er eigentlich dachte. Anna saß im Schneidersitz vor ihm, und nahm erst einmal einen Schluck aus einem der Gläser, um noch ein wenig Zeit zu schinden, ehe sie sich selbst in den Hintern trat und Tom entschuldigend anschaute. „Ich würde sagen, dass ich hier bleibe,“ sagte sie mit leiser Stimme. Sie senkte ihren Blick auf das Glas in ihren Händen und rang wieder einmal um Worte. Sie wollte diesen Mann nicht verletzen, nicht verlieren, ... aber sie konnte diese Frage nicht mit „Ja“ beantworten. Dafür hatte sie zu lange dafür gekämpft endlich ihren eigenen Weg zu gehen, und den konnte und wollte sie jetzt nicht einfach aufgeben, um sich erneut in eine Abhängigkeit zu begeben.
Hätte sie Tom weiterhin angeschaut, hätte sie sein erleichtertes, mit einem liebevollem Lächeln kombiniertes Kopfnicken gesehen, mit dem er auf ihre Antwort reagierte. Er hatte nichts anderes erwartet, und vor allem, nichts anderes gewollt.
Tom legte seine Hand unter Annas Kinn und zwang sie sanft ihn anzusehen. „Siehst du, und genau das ist es, was dich von den anderen unterscheidet.“ Jetzt war Anna völlig verwirrt, denn sie hatte gelaubt, dass er enttäuscht sein würde. Was will er mir denn jetzt damit sagen? fragte sie sich. „Du magst vielleicht in einigen Dingen unsicher sein, aber wahrscheinlich ist es genau das, was dich die richtigen Fragen stellen lässt.“ Er löste seine Hand von ihrem Kinn, griff nach ihrer und streichelte in sich gekehrt über ihren Handrücken. Anna schaute auf ihre verschränkten Hände, und fühlte die wohlige Wärme, die Tom ihr mit dieser sanften Berührung sand, und die sie ein wenig beruhigte, denn sie war gerade reichlich verwirrt. „Du hast eben von Carla Rhonstedt gesprochen … . Ja, sie ist recht erfolgreich, und schön anzusehen ist sie auch, aber vor allem steht sie tatsächlich sehr gerne in der Öffentlichkeit." Er lachte sarkastisch auf. "Sie würde keinen Moment zögern mit mir zu gehen.“ In Anna verkrampfte sich alles, Was soll das denn jetzt wieder heißen? Dann soll er sie doch mitnehmen, meldete sich eine frustrierte Stimme in ihr, denn der Sinn seiner Ausführungen hatte noch nicht so recht Eingang in ihr Hirn gefunden. Tom sah sie an und lächelte spöttisch. „Sie würde genau deshalb mitgekommen, ... um zu präsentieren, dass sie zu den Lanfords gehört,“ Seine Brauen zuckten bei der Erwähnung seines Namens ironisch in die Höhe. „Sie würde jede Chance nutzen vor eine Kamera zu springen und sich mit mir zu zeigen, um den Schein der erfolgreichen Designerin zu forcieren, …“ Er macht eine kurze Pause und seine Stimme wurde wieder völlig ernst, „ ... während du Anna, dich fragst, wer du bist und was in dir steckt, um damit deine eigenen Ziele zu verfolgen.“ Anna sah in seine Augen, die ihr zeigten, dass er jedes Wort ernst meinte, und sie spürte wie sich ihr Unbehagen langsam in Luft auflöste. Tom realisierte das mit wachsendem Optimismus. Er holte noch einmal tief Luft, und hielt sie kurz an. Irgendwie war er ein wenig verlegen, bei so viel Liebesbekundungen, aber sie kamen aus den Tiefe seines Herzens. Er stieß leise die Luft aus und drückte sanft Annas Hand. „Auch wenn nicht alle Frauen da draußen sind wie Carla, und mich manche von ihnen auch faszinieren mögen ...," er schüttelte fast verschämt den Kopf, "es gibt nicht eine, die ich jetzt lieber hier bei mir hätte, als dich. ... Und Anna, um auf deine Sorgen zurück zu kommen, es gibt nicht eine, die ich in Zukunft lieber an meiner Seite hätte, wenn ich diesen privaten Bereich hier verlassen muss, in dem ich mich übrigens viel wohler fühle, als da draussen.“ Annas Puls schoss katapultartig in die Höhe, und ihr Gesicht bekam plötzlich eine sehr intensive Rotfärbung. Oh Mann, er liebt mich wirklich, ging es ihr ungläubig durch den Kopf. Sie wusste vor Verlegenheit gar nicht wo sie hinschauen sollte. Ihr Körper wurde von einem Glücksstrom geflutet, und sie beschloss, endlich ihre Bedenken über Bord zu schmeißen, ... aber ehe sie ein Signal an Tom senden konnte, ging es schon weiter. Tom war offensichtlich nicht mehr zu bremsen. Wahrscheinlich dachte er sich, wenn ich schon mal dabei bin meine Gefühle vor ihr auszubreiten, dann auch richtig. „Anna, du hast heute Morgen dieses Lied gesungen … du weißt schon, von Adele glaube ich.“ Annas Kopf schoss in die Höhe. „Du warst wach?“ Tom lächelte entschuldigend, „sagen wir, du hast mich damit geweckt.“ „Oh Gott, ist mir das alles peinlich …,“ stammelte Anna, und als sich ein weiterer Hitzestrom aufmachte, um ihr Gesicht einzunehmen, hatte sie das Gefühl, dass ihr Kopf gleich explodieren würde. Aber ehe sie sich weitere Gedanken machen konnte, sprudelte es weiter aus Tom heraus, der sich nichts mehr wünschte, als dieses Thema zu einem glücklichen Ende zu führen. „Du weißt gar nicht, wie sehr mir der Text dieses Songs aus dem Herzen spricht." Tom spürte plötzlich nur noch sein von Liebe erfülltes Herz, und seine Worte wurden immer inbrünstiger. "Wenn du bei mir bist, fühle ich mich Zuhause, ... es ist plötzlich alles klar und meine Prioritäten sind wieder gerade gerückt. Und ich kann dir sagen, die waren in der Tat im letzten Jahr ziemlich verschoben. Anna, …“ er wartet, bis sich ihre Blicke trafen, „Ich liebe dich! ... und alles andere, mein Gott … ." Er blickte sie beschwörend an, und ließ seine Hände auf seine Oberschenkel fallen, während er den Kopf schüttelte. "Ich möchte dich an meiner Seite haben, egal ob du eine erfolgreiche Designerin wirst, worauf ich übrigens wetten würde, oder ob du weiterhin als Bedienung in eurem Restaurant arbeitest.“ Annas Herzschlag überschlug sich mittlerweile, und ihr standen Tränen in den Augen, denn waren seine vorhergehenden Worte schon sehr eindrucksvoll gewesen, diese letzten Sätze, die er voller Überzeugung gesprochen, und mit einem Blick untermalt hatte, der all das Gesagte unterstrich, ließ sie einfach überquellen vor Glück und Aufregung.
„Also bist du dir sicher?“ fragte sie für eine letzte Bestätigung nach, auch wenn sie mittlerweile keine Zweifel mehr an der Ernsthaftigkeit seiner Absichten hegte. Und Tom? Der war mittlerweile etwas ungehalten, hätte sie am liebsten gepackt und mal ordentlich durchgeschüttelt, aber das hätte ihn wohl auch nicht weiter gebracht. Energisch antwortete er ein weiteres mal. „Ja, verdammt, du gehst mir nicht mehr aus dem Kopf seitdem ich dich das erste Mal gesehen habe. Und ja, ich bin mir absolut sicher, dass ich mit dir zusammen sein will, ….“ Er verdrehte gequält seine Augen in Richtung Decke und hob flehend seine Hände in die Höhe, bevor er mit Verzweiflung in der Stimme weiter sprach, „…und wenn du nicht willst, dass ich gleich dieser Wohnung verlasse und Amok laufe, dann spann mich nicht länger auf die Folter.“ Er war zuversichtlich, dass er Anna überzeugt hatte, denn ihre ganze Haltung hatte einen erstaunlichen Wandel vollzogen. Sie blitze ihn jetzt wieder mit dieser gewissen Frechheit an, die er so sehr an ihr liebte, aber trotzdem war ein letztes Glimmen seiner eigenen Angst noch immer vorhanden. Er wollte sie nicht wieder verlieren, bevor er sie wirklich für sich gewonnen hatte. „Annaa!“ sagte er nochmals mahnend.
Anna saß ihm jetzt, äußerlich völlig gelassen, gegenüber, und zuckte unwissend mit den Schultern. „Was erwartest du von mir?“ Ihre Stimme hatte einen gewollt harmlosen Ton angenommen, und auch ihre aufgesetzte Mimik zeigte ihm, dass sie ihn ärgern wollte, zappeln lassen wollte, und er griente erleichtert in sich hinein. So nicht, meine Liebe, dachte er, und jeder auch noch so kleiner Funke Angst war wie unter einer plötzlichen Dusche erloschen. „Du sollst es mir sagen.“, antwortete er mit einem kleinen Drohen in der Stimme. Annas Augenbrauen zuckten fragend in die Höhe, „Was?“ frage sie mit Nachdruck. „Du weißt genau, was?“ knurrte Tom leise, und Anna konnte sich ein Grinsen kaum noch verkneifen. „Ich habe wirklich keine Ahnung was du meinst,“ sagte Anna unschuldig und schaute Tom von unten herauf an. Tom bohrte seine Augen in ihre und nahm langsam das Tablett mit den Gläsern und stellte es auf seinen Nachttisch. Er blickte nur kurz hinter sich, bevor er Anna wieder ins Visier nahm, und Anna überlief ein erregender Schauer, als er ihr langsam näher kam. Er hatte etwas von einer Raubkatze, die sich ganz langsam seinem Opfer näherte, nur um dann mit einem Sprung zuzuschlagen. „Na warte,“ murmelte er leise. „Ich werd es schon aus dir rauskriegen.“ Anna versucht schnell die Decke enger um sich zu wickeln, als Tom aber schon bei ihr war, ihr die Decke wegzog und begann sie in die Seiten zu zwicken. Anna, die unglaublich kitzelig war, fiel hinten über und quiekte laut auf, ehe sie sich schon kichernd unter seinem Griff wand. Aber Tom dachte gar nicht daran von ihr abzulassen, also griff sie sich das erstbeste Kissen und schlug damit in Toms Richtung. Sie traf seinen Kopf, hatte aber nicht bedacht, dass es ihm jetzt gleichsam als Waffe diente. Und so entbrannte eine wilde Kissenschlacht. Entspanntes Lachen hallte durch den Raum, und wurde von leisen Drohungen und Racheschwüren durchbrochen, bis Tom sich irgendwann auf Anna stürzte und sie unter sich begrub. Anna schaute atemlos in sein amüsiert grinsendes Gesicht. „Und, gibst du auf?“ fragte er nach. Annas Mimik hatte einen entschuldigenden Ausdruck angenommen. „Ok, ok, ich gebe mich geschlagen.“ „Und?“, fragte Tom sogleich nach. „Was, und?“ antwortete Anna wieder völlig arglos. Tom grinste sie überlegen an, denn gerade war er doch definitiv in der besseren Position. „Sag es!“ forderte er erneut, aber Anna zuckte wieder fragend mit den Schultern, so gut das halt ging, mit der Last seines Körpers auf sich. „Na gut, ... dann halt anders,“ entschied Tom spontan. Er würde sie schon dazu bringen ihm zu sagen, was er hören wollte, und die Methode, die er nun wählen würde, gefiel ihm trotz seines errungenen Sieges noch besser, als die vorherige. Anna durchfuhr schon wieder ein erregender Schauer. Sie war ihm gerade total ausgeliefert, aber es gefiel ihr, ihn zu spüren, und sie hatte eine ziemlich konkrete Ahnung was folgen würde, und alleine der Gedanke daran, ließ ihren Körper schon wieder auf Hochtouren laufen. Und schon kam ihr Toms Gesicht immer näher, um sie mit einem leidenschaftlichen Kuss niederzuringen. Nach einiger Zeit lösten sie sich schwer atmend voneinander, und sahen sich tief in die Augen. „Ich liebe Dich,“ flüsterte Anna leise, und das Strahlen, das sich spontan auf Toms Gesicht ausbreitete, hätte ganz Berlin erhellen können. „Na also, geht doch,“ wisperte er frech, ehe er sanft seine Finger über ihr Gesicht gleiten ließ, nur um im Anschluss ihren Mund erneut mit seinen Lippen einzunehmen.

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mo März 04 2013, 09:46

Hihihi ... wie süß die beiden. Da musste Tom aber mächtig Überzeugungsarbeit leisten, bis Anna endlich nachgegeben hat. Ach die beiden, schön, sie so entspannt zu sehen ...

Was kommt als nächstes? Ich bin ein wenig ungeduldig ...

Liebe Grüße
Mini

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ist manchmal der beste Weg,
um zu sich selbst zu finden.“
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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mo März 04 2013, 23:12

oh man die beiden sind sowas von süüüß Ilikeit
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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Di März 05 2013, 14:33

@Mini
So, so, du bist also ein bisschen ungeduldig ... Ich glaube, da kenne ich noch jemdanden, der sehnsüchtig auf Nachschub wartet, also warum soll es dir besser ergehen Wink
Scherz beiseite, ich befürchte, du musst tatsächlich noch ein bisschen warten. Ist grad ein wenig eng bei mir.
Aber da es den Beiden so gut geht, ist das ja vielleicht nicht ganz so schlimm Embarassed

@ Nicky
finde ich auch. Geschäftsführer hin oder her, Chef und Angestellte pfff, was solls. Hier sind sie einfach nur verliebt. Cool

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BeitragThema: "44"   Mi März 06 2013, 22:39

So ihr Lieben, da die nächsten Tage bei mir vermutlich keine Zeit sein wird , hier noch eine Fortsetzung ...
*******************************

Am frühen Abend betrat Anna, in Gedanken noch bei den erfüllten letzten Stunden, die elterliche Wohnung, und lief sogleich Armin in die Arme. Och ne, jetzt bitte keine weitere Standpauke, dachte sie genervt, danach stand ihr ja jetzt nun gar nicht der Sinn. Und es schien, als wäre sie erhört worden, denn er zog sich gerade seine Jacke über und rief Susanne, die sich wohl im Wohnzimmer aufhielt, einen kurzen Gruß zu. Dann stapfte er wortlos an Anna vorbei zur Wohnungstür. Sein abwertender Blick sprach zwar Bände, aber die wüsten Beschimpfungen, die definitiv in seinem Kopf herumspukten, behielt er für sich. Vermutlich hatte er einfach keine Zeit, sie ihr entgegen zu speien. Anna sah ihm erstaunt hinterher, da sie tatsächlich mit einer ganz anderen Begrüßung gerechnet hatte, nachdem sie ihn morgens ja doch ein wenig hatten auflaufen lassen, aber umso schöner war es, dass ihr dieses erwartete Streitgespräch erspart blieb. Zumindest im Moment. Das muss heute wohl mein Glückstag sein, dachte sie amüsiert, ehe sie einen kurzen Blick ins Wohnzimmers warf und ihre Mutter begrüßte, die gerade einen riesigen Berg Bügelwäsche beseitigte. Dann ging sie gut gelaunt in ihr Zimmer, nur um sofort im Bad zu verschwinden und sich frisch zu machen. Die heiße Dusche konnte sie nach dem aufregenden Tag gut gebrauchen, um sich wieder ein wenig zu erden und ihr Dauergrinsen auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Danach sprang sie, voller Vorfreude auf den Abend, schnell in eine enge Jeans und ein einfaches Shirt. Aber als sie sich im Spiegel betrachtete, verzog sie unwillig das Gesicht. Ne, das geht ja mal gar nicht. Langweilig!!! Bin doch keine Klosterschülerin. Also zog sie das Oberteil schnell wieder aus und öffnete erneut ihren Schrank. Lange stand sie davor und überlegte, was sie anziehen sollte. Sie wibbelte nervös vor sich hin, zog genervt das ein oder andere Shirt aus dem Schrank, nur um es nach einer kleinen kritischen Begutachtung wieder zusammen zu knüllen, und auf ihr Bett zu pfeffern. Ich glaube, ich brauche dringend mal ein paar neue Klamotten, grummelte es in ihr, als sie schließlich ein Teil in die Finger bekam, dass sie in die hinterste Ecke des Schrankes verbannt hatte. Sie zog es heraus und unterzog es einer kritischen Musterung. Es war einige Monate her, dass sie es selbst genäht hatte, und dann war es im Schrank gelandet, weil sie sich nicht getraut hatte es anzuziehen. Ob es heute das richtige war? Sie zog es also an und begutachtete sich kritisch. Es war eine Mischung aus einem etwas tiefer ausgeschnittenen Longshirt und einer Überziehweste, in einem silbrigen Baumwollgemisch. Also um genau zu sein, ein figurbetontes und etwas tiefer ausgeschnittenes Langarmshirt, in das in den Seitennähten aus einem etwas dunkleren Stoff eine Weste eingearbeitet war, die sich als legerer Schalkragen im Nacken verband. Sie musterte angespannt, wie sie darin aussah, und weil sie sich einfach nicht entschließen konnte, es gut oder auch nicht gut zu finden, ging sie zu ihrer Mutter hinaus. „Mama, sag mal, was hältst du davon?“, fragte sie skeptisch, als sie ins Wohnzimmer trat, und Susanne stellte das Bügeleisen beiseite, um sie einmal zu umrunden. „Das ist schön, Anna. Ist das von dir?“, fragte sie mit anerkennender Stimme. Anna nickte zögerlich. „Aber ich bin nicht sicher, ob ich es anziehen kann?“ Susanne musterte das Shirt nochmal genauer, „Warum denn nicht? Es ist ausgefallen, aber nicht so völlig spinnerd. ... Also mir gefällt es gut.“ Dann beäugte sie ihre Tochter einen Moment intensiv. „Wo willst du eigentlich schon wieder hin? Und, wie war es heute mit Herrn Lanford. Du hast noch gar nichts erzählt.“ Aus ihren Fragen klang heraus, dass sie ihre Ahnung des Morgens bestätigt sah, und somit die Antworten eigentlich schon kannte. Aber sie wollte es aus dem Mund ihrer Tochter hören. Anna schallte sich innerlich ein Schaf. Warum hatte sie auch Susannes Meinung zu Rate ziehen wollen, aber gut, sie würde es sowieso nicht vor ihr verheimlichen können, schließlich hatte diese einen siebten Sinn dafür, die Schwingungen zwischen zwei Menschen zu erkennen. Aber auf einen Versuch kam es trotzdem an. „Es war nett. Na ja, wir haben uns dann doch entschieden frühstücken zu gehen, und dann haben wir uns einfach ein bisschen verquatscht,“ versuchte sie von dem Tatbestand abzulenken, dass sie ihre Vorhaben, von wegen Vertrag durchsprechen und Atelier anschauen, nicht in die Tat umgesetzt hatten. „Und gleich treffe ich mich mit Paloma, du brauchst auch nicht auf mich zu warten, es wird bestimmt spät, … vielleicht schlafe ich auch direkt dort,“ redete sie schnell weiter, aber da hatte die verlegene Röte ihre Wangen schon erreicht, und als sie Susanne ins Gesicht sah, wusste sie, dass sie ihren Versuch auch hätte bleiben lassen können. Diese stand nämlich mit einem Blick da, der zu sagen schien. „Hmmm, und dein Gast gestern Abend war der Weihnachtsmann.“ Anna verdrehte die Augen, ehe sie reuig zugab, „Ja, ja, ist ja gut. Du glaubst mir sowieso kein Wort.“ Susanne schüttelte mit stoischer Ruhe den Kopf. „Ja, du hast recht. Tom und ich, na ja … „ Susannes Lippen verzogen sich zu einem breiten Lächeln, ehe sie Anna aufgeregt unterbrach. „Ihr seid jetzt zusammen? Ach Anna, das ist ja wunderbar.“ Sie zog ihre Tochter in den Arm und drückte sie einen Moment fest an sich. „Also ich finde, da hast du einen guten Griff getan. Er scheint doch sehr nett zu sein, und gut aussehen tut er noch dazu.“ Sie zwinkerte ihrer Tochter anerkennend zu, und Anna verdrehte erneut die Augen. „Mamaa!...“ unterbrach sie ihre Mutter. Ihr war dieses Gespräch total unangenehm, auch wenn sie eigentlich ein sehr gutes Verhältnis zu ihrer Mutter hatte, aber sie war und blieb nun mal ihre Mutter, und nicht ihre beste Freundin. „Ja, er ist verdammt nett,“ sagte sie ausweichend, und lächelte verlegen. Dann drehte sie sich auf dem Absatz um, und ging schnell zurück in ihr Zimmer um sich fertig zu machen. Eine halbe Stunde später verabschiedete sie sich von Susanne, die ihr einen wunderbaren Abend wünschte. „Pass auf dich auf, und grüß Paloma von mir!“ rief sie ihr noch hinterher, und Anna quittierte ihre Anspielung mit einem kleinen Kopfschütteln, ehe sie sich auf den Weg machte.

Und nun stand sie vor Palomas Haustür und wartete ungeduldig und frierend auf ihre Freundin, die sofort da sein wollte. Und Gott sei Dank hörte sie da auch schon das eilige Klackern von Absätzen auf der Treppe, ehe hektisch die Tür aufgerissen wurde.
„Hey, da bin ich Süße.“ Paloma nahm Anna zur Begrüßung in den Arm, ehe sie Annas Gesicht aufmerksam musterte. „Was ist denn los, dass du mich unbedingt sehen wolltest? Ist was passiert?“ Die Spanierin war die tiefe Besorgnis anzusehen, die sie zur Eile getrieben hatte. Anna stieß angenervt die Luft aus. „Ob was passiert ist? ... Ja, so kann man das wohl sagen.“ Sie warf ihrer Freundin einen gepeinigten Blick zu, während sie gemeinsam die Straße hinunter gingen. Die Spanierin schaute erneut zu Anna und wartete ungeduldig, dass Anna zu sprechen begann. „Jetzt sag schon, immerhin habe ich meinen Abend mit Enrique für dich geopfert.“ Annas Kopf schoss herum, „Ach ja, was ist denn jetzt mit euch? Seid ihr zusammen, oder wie?“ Ihr kam das Thema Enrique mehr als gelegen, um ein wenig Zeit zu schinden. Sie beobachtete ihr Freundin aufmerksam und grinste. Paloma wird tatsächlich rot, realisierte sie, Das ist ja wohl ein sehr eindeutiges Zeichen. „Na ja, ja … . Ich weiß nicht …“, stotterte die Brünette verlegen vor sich hin, und warf Anna nur einen kurzen Seitenblick zu. Sie war seit ihrer letzten Beziehung, die vor fast zwei Jahren in die Brüche gegangen war, absolut überzeugte Single-Frau gewesen. Zwar immer offen für Bekanntschaften und eine Portion Spaß, aber auch immer darauf bedacht, sich nicht zu binden oder irgendwelche Verbindlichkeiten einzugehen. Und nun gab sie tatsächlich zu, mit Enrique zusammen zu sein, na ja zumindest fast.
„Wow, der muss dir ja gehörig den Kopf verdreht haben.“ bemerkte Anna bewundernd, und fügte schmunzelnd hinzu. „Na ja, ist ja auch ein netter.“ Für ihre Worte bekam sie sogleich einen wütenden Blick zugeschmissen, der sich aber, als er auf Annas verschmitztes Lächeln traf, in ein verlegenes Grinsen wandelte. „Anna, es ist so schön verliebt zu sein.“ schwärmte die Spanierin aufgeregt, „Ich wusste gar nicht, dass ich das noch kann. … Mich hat es tatsächlich voll erwischt.“ Paloma seufzte sehnsüchtig, und Anna konnte ihr eigenes zustimmendes Lächeln nur mit Mühe unterdrücken. „Mir ist es richtig schwer gefallen, mich für heute Abend los zu eisen," gab Paloma zu, was Anna veranlasste stehen zu bleiben, und sie schmunzelnd zu betrachten. „Sollen wir den Abend abblasen? Ich will doch deinem Glück nicht im Wege stehen … „ Aber da riss Paloma die Augen auf, und sah sie entgeistert an. Was wäre sie denn für eine Freundin, wenn sie solch einen Notruf, wie Anna ihn gestartet hatte, ignorieren würde. „Ach Quatsch, mach dir keine Gedanken, ich werde später noch zu ihm gehen, … und ein paar Stunden ohne Enrique werde ich schon aushalten,“ sagte sie beruhigend, schließlich war Anna ihre beste Freundin, die es sowieso nicht so wirklich leicht hatte. Und irgendwie war es ja eh unfair, dass sie hier auf Wolke sieben neben Anna herschwebte, während Anna, die sich ja ebenfalls Hals über Kopf verknallt hatte, damit leben musste, dass sie sich Tom wieder aus dem Kopf schlagen musste.

Sie strich Anna über den Arm und hakte sich bei ihr ein. „Wir beide machen uns jetzt einen schönen Abend. Scheint ja, als könntest du den gut gebrauchen. Jetzt erzähl endlich mal was mit dir los ist.“ Anna lächelte ihre Freundin dankbar an und begann langsam zu erzählen. „Ich hatte heute einen riesigen Streit mit Armin …“ Paloma legte ihren Arm um Anna und drückt sie an sich. „Oh nein, was war denn jetzt wieder?“ Anna spürte wie die Wut wieder in ihr hoch kochte, als sie an den Morgen zurück dachte. „Und warum sind deine Eltern eigentlich schon wieder hier, wollten die nicht erst Morgen wiederkommen?“ hakte Paloma nach. Anna nickte mit völlig genervtem Gesichtsausdruck. „Hmm, genau. Aber Mama hat sich wohl Sorgen um mich gemacht, weil ich ja ganz alleine war, und das an Weihnachten.“ Sie verdrehte genervt die Augen, und dachte sich, Wenn sie gewusst hätte, wie schön mein Weihnachtsabend ohne sie war, wäre sie vermutlich beleidigt und nicht besorgt gewesen. „Jedenfalls standen sie heute Morgen plötzlich in der Tür, und dann ging es auch schon los.“ Anna musste sich ein Grinsen verkneifen, als sie daran dachte, wie sie Tom vor die Tür befördert hatte. Oh Gott, der Arme, da habe ich ihm echt was zugemutet, schmunzelte sie verstohlen. „Mann Anna, jetzt mach es nicht so spannend, was ist denn passiert?“ drängelte Paloma. „Eigentlich gab es gar nichts zum Aufregen. Pille Palle halt. Ich habe gestern in der Else gekocht, weil ich da alles parat hatte, und außerdem war es am Weihnachtsbaum viel gemütlicher als oben, und im Anschluss habe ich mich aufs Sofa gehauen und einen Film geguckt. Und heute Morgen, als die Beiden kamen, hatte ich halt noch nicht aufgeräumt.“ Sie schüttelte ärgerlich das Gesicht, „Armin ist hoch gegangen wie ein HB-Männchen. Wahrscheinlich war er angepisst, dass er sein geliebtes Prinzesschen für mich verlassen musste. Und dann sind wir tierisch aneinander geraten. Ich habe echt gedacht, er knallt mir eine, als ich ihm ordentlich Paroli geboten habe. Ich war so sauer, ich konnte das nicht einfach über mich ergehen lassen. …Nur weil ich noch nicht aufgeräumt hatte, und seinen besten Wein getrunken habe.“ Sie lachte sarkastisch auf, während Paloma geschockt stehen geblieben war, „Und dann? Er hat dir dich doch wohl nicht …“ Anna lächelte beruhigend, „Nein hat er nicht, ... bevor ihm die Hand ausrutschen konnte, stand plötzlich Tom in der Tür.“ Sie konnte sich das verliebte Lächeln, das sich sogleich auf ihr Gesicht zauberte, nur mit Mühe wieder von den Lippen wischen uns spürte wie ihr die Hitze in den Kopf stieg. Erst nachdem sie zweimal tief Luft geholt hatte hob sie erneut den Blick und sah Paloma an, die jetzt gar nichts mehr verstand. „Wie Tom? Der Tom? Tom Lanford?“ Anna grinste, und die Tonlage ihrer Stimme war voller Verzückung, was Paloma in ihrer Verwirrung aber scheinbar nicht auffiel. „Ja, er stand plötzlich vor der Tür der Else, und meine Mutter hat ihn schnell reingelassen,… vermutlich, damit wir uns nicht gegenseitig umbringen.“ Paloma schüttelte verwirrt den Kopf. „Was wollte er denn?“ Anna dachte glückselig, mich retten, was sonst?, und musste sich schwer zusammen reißen, um nicht aus der Rolle zu fallen. „Er wollte wohl eigentlich einen Kaffee trinken, und hat sich noch mal für die Weihnachtsfeier bedankt. Du hättest Armin sehen sollen, wie er sich plötzlich zusammen gerissen hat, um ihn nicht auch noch anzubrüllen.“ Sie geriet fast ins Schwärmen, aber da Tom sie aus dieser prekären Lage errettet hatte, durfte sie ja auch ein wenig Begeisterung zeigen, fand sie. „Aber da Lanford ja gerade richtig Geld in die Kasse gespült hat, und er offensichtlich lukrative Folgeaufträge erhofft ...“ Sie lachte amüsiert, und Paloma stieß erleichtert die Luft aus, und grinste nun ihrerseits, „So so, Tom Lanford.“ Sie zögerte einen Moment, war nicht sicher, ob sie ihre Gedanken zum Ausdruck bringen sollte, aber wofür waren Freundinnen da, wenn nicht dazu, ungeschminkte Wahrheiten zu offenbaren. „Meinst du nicht, dass er vielleicht doch zu dir wollte?“ fragte sie deshalb, während ihre Augenbrauen wissend in die Höhe wanderten. Aber Anna schüttelte frustriert den Kopf, und winkte ab, „Quatsch, er war einfach nur in der Nähe und wollte einen Kaffee trinken.“ Sie ging schnell weiter, und versuchte ihre Hitze zurückzudrängen, die sich, anstatt wieder zu verschwinden stetig erhöhte. Aber da hielt Paloma sie plötzlich fest und sah sie mit ihren großen blauen Augen intensiv an. „Das glaubst du doch nicht im ernst, oder? Also ich glaube ja, …“ Anna sah ihre Freundin wütend an. „Paloma lass es. Das Thema Tom Lanford hat sich erledigt, er ist mein Chef und damit basta.“ Paloma verdrehte genervt die Augen, sie verstand gar nicht, warum Anna sich von diesem Umstand so abschrecken ließ, obwohl sie und Tom sich doch ganz offensichtlich nicht egal waren. Aber da war Anna schon wieder los marschiert.

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Do März 07 2013, 08:32

Hääääh ... warum macht Anna nun plötzlich so ein Aufhebens darum, dass sie mit Tom zusammen ist? Ich an ihrer Stelle würde es in die Welt rausschreien, zumal es ihr ja ohnehin anzusehen ist. Aber dass sie Paloma da jetzt was vorlügt, finde ich nicht so prickelnd. Vor allem, was wird Tom dazu sagen, wenn er mitkriegt, dass Anna nach außen hin nicht zu ihm zu stehen scheint. O-oh, ich ahne schon die nächste Katastrophe heranrollen.

Bitte bitte, lass Anna gegenüber Paloma ehrlich sein. Immerhin hat sie ja auch zugegeben, dass sie sich in Enrique verknallt hat.

Ich bin neugierig und ganz gespannt auf mehr ... bounce

LG, Mini

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    So März 10 2013, 12:41

Tja, was ist nun los??? Annas Psyche ist wohl manchmal etwas kompliziert. Evil or Very Mad idontknow
Und Tom muss es ja erst mal mitbekommen, und dann mal sehen.
Aber vielleicht rückt Anna ja noch raus mit der Wahrheit
Und Palomi ist verliebt, süß.... Embarassed

Danke meine Liebe für deinen Kommi.
Und ich mach mir ein bisschen Gedanken was bei dir so los ist? Embarassed

LG, Katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    So März 10 2013, 22:40

mensch wasn da los? warum erzählt anna es paloma nicht das sie mit tom zusammen ist??
schließlich sind sie beide beste freunde, und da gehört es sich der besten gleich das neuste zu berichte egal was es ist Smile ...
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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mo März 11 2013, 08:15

katha schrieb:
Tja, was ist nun los??? Annas Psyche ist wohl manchmal etwas kompliziert.
Und Tom muss es ja erst mal mitbekommen, und dann mal sehen.
Aber vielleicht rückt Anna ja noch raus mit der Wahrheit
Und Palomi ist verliebt, süß....

Danke meine Liebe für deinen Kommi.
Und ich mach mir ein bisschen Gedanken was bei dir so los ist?

LG, Katha

Ich glaub, das erzähl ich dir mal in Ruhe. Passt erstens nicht hier in den Kontent und zweitens ist es auch nicht mit zwei Sätzen gesagt ...

LG, Mini

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BeitragThema: "45"   Di März 12 2013, 15:08

So, ihr Süßen, lang hat es gedauert, aber die letzte Woche war einfach völlig zugepackt, so dass ich nicht früher dazu gekommen bin.
Aber jetzt!
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Paloma sah mit verkniffenem Gesicht hinter Anna her, während sie angestrengt überlegte, wie sie ihr klar machen konnte, dass diese Chef-Angestellten-Geschichte völliger Blödsinn war. Wo geht sie eigentlich hin? fragte sie sich plötzlich, als ihr bewusst wurde, dass Anna in die völlig falsche Richtung lief. "Anna?" rief sie hinter ihr her, aber keine Reaktion, also eilte sie ihr hinterher, griff nach Annas Schulter und zwang sie stehen zu bleiben. „Wo gehen wir eigentlich hin? Hier geht es aber nicht in die Ego-Bar?“ fragte sie irritiert, und Anna schüttelte genervt den Kopf, „Gut erkannt, aber ich muss vorher noch kurz meinen Vertrag zu Tom bringen.“ Sie schaute schnell beiseite, damit sie sich nicht verriet und drehte sich auf dem Absatz um, um ihren Weg wieder aufzunehmen. Palomas Augenbrauen schoben sich in die Höhe, während sie wissend nickte. Hmmm, alles klar, dachte sie, folgte ihrer Freundin aber, die auch schon ein paar hundert Meter weiter ein Haus betrat. Als sie die Treppen hinauf stiegen, versuchte Paloma mehrfach sich von Anna zu verabschieden, damit sie Tom alleine aufsuchen konnte, aber als Anna ihr schließlich mit der Kündigung der Freundschaft drohte, folgte sie unwillig. Und dann waren sie auch schon am Zielort angelangt. Zumindest blieb Anna vor einer Tür stehen, und drückte, nach einer kurzen Rückversicherung ob sie vor der richtigen Tür stand, den Klingelknopf. Sie knurrte Paloma unwirsch zu. „Jetzt lass mich einfach schnell den Vertrag abgeben, und dann …“, aber da öffnete sich schon die Tür.
Annas Blick flog über Toms Statur, und ihr Herz machte einen riesigen Satz, als sie ihn sah. Sie schenkte ihm ein kurzes Lächeln, und zwinkerte ihm verstohlen zu. „Hallo Tom,“ begann sie in geschäftsmäßigem Ton zu sprechen, obwohl sie schon wieder total nervös war. „Ich wollte nur …,“ sie begann wild in ihrer Tasche herumzukramen. „Hallo Anna,“ begrüßte der Lanford-Junior sie höflich, dann sah er zu Paloma, die sich im Hintergrund hielt. Er kniff überlegend die Augen zusammen und legte den Kopf schräg. „Ähh, Paloma, richtig?“ Paloma nickte. Ein Lächeln schob sich auf sein Gesicht und er öffnete einladend die Tür. „Kommt doch erst mal rein,“ forderte er die beiden Frauen auf.
Er ist schon wirklich charmant, und gut aussehen tut er auch, auch wenn er nicht mein Typ ist, ging es Paloma durch den Kopf. Sie konnte sich gut vorstellen, dass er Anna sehr imponierte, und erneut wurde ihr klar, dass sie es nicht akzeptieren konnte, dass die Beiden nur wegen ihres künftigen beruflichen Verhältnisses voneinander lassen wollten. Das war einfach totaler Quatsch, und schließlich würde sich die Liebe vermutlich sowieso nicht so einfach übergehen lassen. Anna hatte den Vertrag mittlerweile in der Hand, und warf Paloma mit einem zurückhaltenden Schulterzucken einen kurzen Blick zu. Aber diese grinste nur breit und schob sie schon vor sich her. Sie fand eindeutig, dass man so ein freundliches Angebot unmöglich ausschlagen konnte. Also gingen sie hinein, und als Paloma sich neugierig umschaute, stockte sie plötzlich, und ein überraschtes Leuchten schlich sich auf ihr Gesicht. „Enrique!“ rief sie freudig aus, und sprang sogleich auf das Sofa zu, auf dem ihre neue Liebe saß. Vergessen war ihre Freundin, und der Vorsatz, sich möglichst schnell unter irgendeinem Vorwand zu verabschieden. Das war aber auch eine Überraschung. Auch Enrique sah völlig erstaunt von seiner Zeitschrift auf, als er seinen Namen hörte, und lächelte ebenfalls von einem Ohr zum anderen, während er freudig auf sie zustürmte. „Paloma!“ hallte es seinerseits durch den Raum, und nach einem kurzen Zögern lagen sich die beiden auch schon in den Armen und begrüßten sich ausgiebig, ohne auf die beiden anderen zu achten. Tom und Anna tauschten ein amüsiertes Grinsen, während sie ein paar Schritte Richtung Küche gingen. Sie gaben sich nach einem prüfenden Blick auf ihre Freunde, auch einen kurzen Kuss und strahlten sich einen Moment verliebt an. Anna hatte gerade den Vertrag auf die Küchentheke gelegt und wollte sich die Jacke ausziehen, als es erneut klingelte. Tom sah sie fragend an, und nach einem unwissenden Schulterzucken ihrerseits, ging er zur Tür um zu öffnen.
„Isabella!“, hörte Anna Tom einen Moment später verblüfft ausrufen. „Du warst ja schon richtig lange nicht mehr bei mir. Was verschafft mir das Vergnügen?“ fragte er mit leichter Ironie in der Stimme, mit der er seiner Schwester häufig begegnete. Aber da stapfte Isabella schon in die Wohnung und Tom trat ausweichend ein paar Schritte zurück, so dass Anna hinter ihm verdeckt war. Offensichtlich war seine Schwester nicht zur lockeren Konversation aufgelegt.
„Vergnügen, pfff. Du sagst mir jetzt, was bei dir los ist.“ polterte sie los. Im Hintergrund hörte man eine weitere Stimme, die Anna sofort als Brunos identifizieren konnte, und sie hielt gespannt die Luft an. Sie war gerade sehr froh, weit im Hintergrund zu stehen. „Isabella, jetzt lass doch gut sein, ich habe dir doch gesagt, dass Tom es uns erklären wird.“ Die Angesprochene wandte sich zur immer noch offenen stehenden Tür. „Ja, genau das wird er, und zwar jetzt.“ antwortete sie in einem Ton der keinen Widerspruch duldete. „Jetzt komm schon rein, ich will nur wissen, warum uns Tom so auflaufen lässt, dann können wir gerne wieder gehen,“ erklärte sie aufgebracht. Bruno betrat zurückhaltend den Raum und schloss die Tür, ehe er seinem Sohn einen entschuldigenden Blick zuwarf. „Sie war nicht zu bremsen, du kennst sie ja,“ rechtfertigte er sich. Aber seine Worte gingen in Isabellas Offensiv-Sturm unter. „Du willst also nicht weg aus Berlin?“ Sie hatte sich vor Tom aufgebaut und stemmte die Hände in die Hüften, während aus ihren Augen wütende Funken zu sprühen schienen. „Du spinnst wohl. Jetzt habe ich so lange auf Papa eingeredet und ihn endlich überzeugt, damit du nach Barcelona gehen kannst, und hier nicht länger vor dich hin leidest, und jetzt sagst du einfach, dass du hier bleibst? Willst du etwa auf ewig den Trauerklos mimen. Das lass ich nicht zu …“ Sie blitzte ihn immer noch zornig an, als sie plötzlich eine Bewegung hinter sich realisierte und sah, dass da ein Pärchen im Wohnzimmer stand und sie interessiert beäugte. Aber das war ihr eigentlich auch gerade herzlich egal. Sie warf ein kurzes „Hallo“ in Richtung von Enrique und Paloma, die sich bei Isabellas Aufmarsch voneinander getrennt hatten, und dem Geschehen voller Verwunderung folgten. Dann wendete sie sich wieder abwartend ihrem Bruder zu, schließlich wollte sie Antworten hören. Aber ehe sie oder er etwas sagen konnten, hörte sie in verwirrtes „Was ist mit Barcelona?“ von hinter sich. Isabella drehte sich wieder Enrique und seiner Freundin zu und informierte ihn in giftigem Ton. „Lanford wird einen neuen Standort in Barcelona eröffnen, und Tom sollte den Aufbau und die Leitung übernehmen. Du weißt ja, dass er unbedingt hier weg wollte, … aber jetzt hat er es sich plötzlich anders überlegt.“ Isabella hatte tatsächlich die Gene ihres Vaters im Blut, denn sie war fast so dramatisch in ihrem Gehabe, wie er. Da sagte Tom, den der Auftritt seiner Schwester nicht halb so sehr beeindruckte, wie sie es gerne gehabt hätte, plötzlich. „Enrique, willst du das nicht übernehmen? Deine Familie lebt doch dort, oder?“ Die Idee war ihm gerade erst gekommen, aber sie war doch gar nicht übel. Enrique starrte Tom fassungslos an, ehe sein Blick auf Paloma fiel. Sie sah ebenfalls mit einer gewissen Verzweiflung im Blick zu ihm „Du?, … nach Barcelona?“ sagte sie leise. Aber da neigte er sich plötzlich zu ihr und flüsterte ihr was ins Ohr, und sie beantwortete seine Worte mit einem Blick, als ob er ihr, hier vor allen anderen, ein unanständiges Angebot unterbreitet hätte. Und wieder ergriff Tom das Wort. Er wusste, dass Bruno am ehesten mit einer Alternativlösung zufrieden zu stellen war, und auch wenn dieser sich gerade zurück hielt, was erstaunlich genug war, war doch er es, der überzeugt werden musste, dass Tom in Berlin bleiben konnte. Dass auch Enrique offensichtlich einen Grund hatte, die Stadt nicht verlassen zu wollen, ignorierte Tom dabei egoistischerweise. „Und? Könntest du dir das vorstellen? Nur für ein paar Monate … .“ Isabella sah verwirrt zwischen den beiden Männern hin und her, und auch Bruno, der immer noch an der Tür verweilte, hatte einige Falten auf der Stirn, die nichts Gutes verhießen. Irgendwie hatte Toms Vorschlag Isabella ziemlich den Wind aus den Segeln genommen. Zumindest schwieg sie abwartend, während es in ihr immer noch deutlich arbeitete. Sie beobachtete wie Paloma Enrique etwas zuwisperte und ihn liebevoll anlächelte, und Enrique dann entschlossen ihre Hand ergriff. Er holte tief Luft während er seinen Blick vom Lanford-Senior über seine Tochter zu dem Lanford-Junior gleiten ließ, und dort verharrte. „Also wenn wir dort auch noch einen Job für Paloma finden, könnte ich mir das tatsächlich vorstellen. Paloma hat Erfahrung im Marketing, spricht perfekt spanisch, … da lässt sich doch sicher was einrichten, oder?“ Tom grinste von einem Ohr zum anderen, diese Bedingung zu erfüllen wäre doch ein leichtes, … und er wäre fein raus und könnte bei Anna bleiben. Aber Isabella schaute jetzt völlig perplex von einem zum anderen. „Sag mal habt ihr sie noch alle, ihr könnt doch hier und jetzt nicht mal eben solch wichtigen Entscheidungen hin und her schieben. Schließlich geht es darum eine Firma aufzubauen,“ giftete sie los, und auch Bruno mischte sich jetzt donnernd ein. „Bei Personalentscheidungen habe ich wohl auch noch ein Wörtchen mitzureden. Und Isabella hat recht, das ist hier wohl nicht der richtige Ort und die Zeit solche Entscheidungen zu treffen.“ Die Lanfords hatten sich vor allem Enrique zugewandt, der sie aber mit stoischer Ruhe ansah. Er hatte ja schließlich nichts zu verlieren.
„Und vor allem, will ich jetzt endlich wissen, warum du den Job plötzlich nicht mehr machen willst?“ Damit wendete sich Isabella wieder Tom zu, der aber nicht mehr dort zu finden war, wo er eben noch gestanden hatte. Der hatte sich nämlich, sehr zufrieden mit der Idee, die sich da aufgetan hatte, suchend nach Anna umgeschaut, die abwartend hinter ihm stehen geblieben war und sich immer noch kaum traute tief Luft zu holen. Irgendwie lief ihr Plan gerade ziemlich aus dem Ruder. Eigentlich hatten sie doch nur Enrique und Paloma für ihre jeweilige Abfuhr am Vortag ein wenig veräppeln wollen, um sich dann gemeinsamen mit ihren Freunden einen schönen Abend zu machen, aber das jetzt? Enrique wollte mit Paloma nach Barcelona gehen? Und was würden die beiden Lanfords wohl dazu sagen dass sie der Grund für Toms Rückzieher war? Anna schaute nervös zu Tom auf, als dieser liebevoll lächelnd zu ihr kam, und sie von hinten in den Arm nahm. „Keine Angst, alles wird gut,“ flüsterte er ihr ins Ohr und gab ihr einen flüchtigen Kuss auf die Wange, als es plötzlich für mucksmäuschenstill wurde. Nur eine Sekunde später, wurde diese Stille durch ein lautes, fast empörtes „Anna!“ durchbrochen, und als Anna und Tom erschrocken aufsahen, wurde ihnen klar, dass sie plötzlich von vier Augenpaaren angestarrt wurden, als wären sie gerade vom Mars gekommen. Paloma war die erste, auf deren Gesicht sich ein breites wissendes Grinsen ausbreitete, während die anderen Drei noch überlegten, ob sie eine Erscheinung hatten.

Tom drückte Anna feste an sich um ihr, und vielleicht auch sich selbst, ein Stück Sicherheit zu geben, während er schmunzelnd von einem zum anderen sah. Bei Isabellas entrücktem Gesichtsaudruck blieb er schließlich hängen, und sprach sie in entschuldigendem Ton an. „Isa, ich bin dir wirklich dankbar, dass du dich so für mich eingesetzt hast, … aber ich kann dir garantieren, dass ich nicht länger als Trauerklos durch die Gegend laufen werde. Du hattest nämlich völlig recht, genauso wie ihr Beiden,“ dabei schaute er von seinem besten Freund zu seinem Vater. „Ich war im letzten Jahr bestimmt unausstehlich, und mein Leben war wirklich sehr bescheiden …, Aber das, was ich euch in all den Monaten nicht glauben wollte, hat diese junge Dame hier, mir in Windeseile beigebracht.“ Er lächelte Anna verliebt an, die seinen Vorstoß mit wummerndem Herzen verfolgte. „Anna und ich, … na ja, wir … „ Er stotterte verlegen herum, und plötzlich, wurde die gespannte Stimmung durch lautes Klatschen und ein dröhnendes Lachen durchbrochen. Alle Augen richteten sich nun auf Bruno, der sich voller Begeisterung an Isabella vorbeidrängte und auf Anna und Tom zuging. Er packte Anna an den Schultern, zog sie zu sich und gab ihr rechts und links einen Schmatzer auf die Wangen. „Anna, … äh, du hast doch nichts dagegen, dass wir uns duzen, oder?“ fragte er kurz, und wartete bis Anna ihm, mit ihren vor Erstaunen aufgerissenen Augen, zögerlich zunickte, „Ich wusste doch, dass du ein Glücksgriff für uns bist!“ rief er enthusiastisch aus. „Und wie ich sehe, hatte ich recht, und das auf ganzer Linie.“ Er lächelte Anna an, als habe er gerade den Schnapp des Jahrhunderts gemacht, und Anna wusste gar nicht was sie sagen sollte. Hilfesuchend wand sie sich Tom zu, der sie breit angrinste, und eine Augenbraue in die Höhe zucken ließ. Dann wand er sich seinem Vater zu. „Papa, ich muss dich leider enttäuschen. Diese Fügung des Schicksals hat nichts mit deiner guten Wahl zu tun. Wir kannten uns nämlich schon vorher.“ Brunos Strahlen verschwand, und interessiert schaute er von seinem Sohn zu Anna. „Aha, woher das denn?“ war alles was ihm dazu einfiel. „Ja, die Glücksfee hat wohl eher Isa gespielt. Sie war es, die mich genötigt hat mit ihr auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, …“ Isabella grinste fast ein wenig stolz, als Tom sie anlächelte. „Na ja, und dort habe ich Anna das erste Mal gesehen.“ Er drückte Anna, die liebevoll in seine Augen schaute, einen kurzen Kuss auf die Lippen, als Isas wahrheitsliebenden Worte an die beiden herangetragen wurden. „Aber wie war das? Du fandest die Frauen dort ja alle total uninteressant,“ spottete sie. Anna riss empört die Augen auf, „Wie bitte?“ Sie gab Tom einen kleinen Hieb in den Bauch, so dass er zusammen zuckte. Aber sogleich sah er Anna entschuldigend an, „Na ja, fand ich auch, bis du dich hast breitschlagen lassen zu singen. Da war ich schon völlig verzaubert“ sagte er leise, „aber ich konnte doch nicht gleich damit rausplatzen, … Wenn du wüsstest, wie lange mir Isa schon damit in den Ohren lag, dass es doch noch andere tolle Frauen gibt.“ „Und mit Recht“ mischte sich da seine Schwester wieder ein. Tom wiegte den Kopf hin und her, und gab dann zu, „Ja vermutlich, … aber vielleicht war bis dahin einfach noch nicht die Zeit … oder mir war die Richtige noch nicht begegnet“ Er zuckte mit den Schultern. „Und dann hat uns Isa ein paar Tage später zusammen auf dem Weihnachtsmarkt stehen lassen, weil du…“ damit grinste er seinen Vater vielsagend an, „mal wieder eine Krise hattest und dringend beruhigt werden musstest,“ Bruno wollte sich sogleich verteidigen, aber er kam gar nicht zu Wort, denn Anna war schneller. „Hmm, und ich habe Schlimmstes befürchtet, da du, mein Lieber,“ sie legte den Arm um Toms Hüfte und grinste ihn tadelnd an, „ziemlich ungehalten und unfreundlich wirktest. Na ja, zumindest am Anfang.“ Dann wurde ihre pikierte Stimme versöhnlicher, „Aber dann war es ja doch ein sehr aufschlussreicher Abend.“ Anna und Tom versanken in einem intensiven Blickwechsel, in dem sie wohl einvernehmlich an den überraschenden Ausgang des Abends dachten. Sie gaben sich, ohne sich aus den Augen zu lassen einen liebevollen Kuss, ehe sie sich daran erinnerten, dass sie Zuschauer hatten. Anna stieg die Röte ins Gesicht und Tom räusperte sich kurz, ehe er wieder das Wort ergriff. „Und um die ganze Geschichte zum Ende zu bringen, und auch euch noch einzubinden,“ damit wurden dann auch Paloma und Enrique, die bislang als bloße Zuhörer fungierten, angesprochen. „Hättet ihr uns nicht gestern beiden eine Abfuhr erteilt, weil ihr euch lieber zusammen vergnügen wolltet, wären Anna und ich uns wohl gestern nicht zufällig begegnet, und wären heute nicht zusammen.“ Anna und Tom wechselten erneut einen liebevollen Blick, ehe sie in die Runde grinsten. Tom fühlte sich völlig befreit, nachdem das Geheimnis gelüftet war, während Anna immer noch mit einem letzten Rest Nervosität zu kämpfen hatte. Aber die Gäste grinsten alle von einem Ohr zum anderen, und Isa schritt auf ihren Bruder zu, um ihn nach einem derben Schlag gegen seine Brust und einem dahin gegrummelten „Du Doofmann, hättest ja mal was sagen können,“ in den Arm zu nehmen, und ihm ein „Ich freu mich“ zuzuflüstern.
Bruno stand immer noch neben Anna, und beobachtete seine Kinder mit einem zufriedenen Lächeln, also nahm Anna allen Mut zusammen und ergriff die Chance. Sie wendete den anderen den Rücken zu und fragte vorsichtig in seiner Richtung. „Und sie haben wirklich nichts dagegen, dass Tom und ich …?“ Sie brachte das Du noch nicht über die Lippen, war es doch nicht irgendwer, der da vor ihr stand. Das war Bruno Lanford, der erfolgreiche Designer, den sie bislang nur aus Zeitschriften, und der einen kurzen Begegnung auf der Weihnachtsfeier, kannte. Aber er war ja nicht nur das. Außerdem war er ihr künftiger Chef, der offenbar ziemlich unberechenbar war, und nun auch noch der Vater ihres Freundes. Ganz schön viele Rollen in Personalunion, die er da besetzte, und das alles war Anna immer noch sehr suspekt. Aber sie sprach ihre Frage nicht mal zu Ende aus, als sie sah, wie er sie voller Skepsis im Blick musterte. „Was sollte ich dagegen haben?“ fragte er, als wäre alleine die Frage völlig abwegig. Aber Anna war immer noch nicht überzeugt, scheinbar hatte sie heute den Tag der hartnäckigen Zweifel. Sie stammelte also, „Na ja, ich bin ab nächste Woche ihre Auszubildende, … und Tom ist der Geschäftsführer…?“ Bruno schüttelte amüsiert den Kopf und lachte auf. „Zwei Dinge meine Gute,“ sagte er. „Zum einen, hatten wir uns eben auf das du geeinigt, wäre ja noch schöner, wenn mich die Freundin meines Sohnes siezen würde, und außerdem fühle ich mich dann viel zu alt," Er zwinkerte ihr lächelnd zu. "Und zum anderen, merk dir gleich. Du bist nicht unsere kleine Auszubildende. Du wirst als Designerin arbeiten. ... Mag sein, dass du zur Modeschule gehst, und das ist gut so, denn da bekommst du das Handwerkszeug, das dir noch fehlt, … aber eine Designerin wird man dort nicht. Das hat man in sich, oder eben nicht.“ Er tippte sich an den Kopf und an seine Brust während er weitersprach. „Ideen entwickeln sich im Kopf und mit Gefühl, … und das meine Liebe, das habe ich in deinen ersten Entwürfen gesehen, du hast es in dir. Und den Rest werde ich schon aus dir rausholen. Das glaub mir.“ Die letzten Worte hörten sich fast an, wie eine Drohung, aber eine bessere Bedrohung konnte sich Anna gar nicht vorstellen. Ihr fiel gerade ein großer Brocken vom Herzen, das letzte Stück des riesigen Felses, der sich nachmittags dort hatte festsetzen wollen, aber von Tom bereits hart bearbeitet worden war. „Aber wo wir gerade beim Thema sind …“ Bruno musterte Anna von oben bis unten. „Was tragen sie da? Von wem ist das? Von der Stange ist das nicht.“ Anna sah kurz an sich herab und sofort kam die Sorge zurück, Brunos Ansprüchen nicht genügen zu können. „Das ist von mir.“ gab sie fast beschämt zu, wurde aber sofort wieder aus ihrer Sorge befreit. „Siehst du, das habe ich mir gedacht. Vielleicht noch nicht ganz ausgereift, aber eine wunderbare Idee.“ lächelte er Anna an, bevor er sich Tom zuwand. „Können wir vielleicht mal anstoßen, auf diese wunderbaren Neuigkeiten. Immerhin haben wir immer noch Weihnachten. Und offensichtlich ist es doch ein Fest der Liebe.“ Er grinste Tom breit an, und der wusste genau worauf er anspielte. Schließlich hatte sich Tom noch vor einigen Tagen geweigert, das Fest der Liebe zu feiern, und es als völligen Humbug abgetan.
Tom ließ seine Gäste, die munter durcheinander redeten also stehen, und ging an seinen Kühlschrank. Na Gott sei Dank habe ich den Champagner doch noch nicht in den Ausguss geschüttet, lächelte er in sich hinein, als er nach der Flasche griff, und als er sie gerade öffnen wollte, trat Anna hinzu. "Champagner" sagte sie anerkennend und strahlte dann über das ganze Gesicht. Sie war so glücklich. Endlich waren all ihre Sorgen dahin und sie konnte sich ganz und gar auf ihr Glück einlassen. Sie nahm Tom die Flasche aus der Hand. „Hol mal Gläser. Das hier mache ich. Das kann ich nämlich richtig gut, schließlich habe ich lange genug geübt,“ sagte sie grinsend. Doch Tom nahm ihr die Flasche wieder ab und stellte sie auf die Theke. Auch er war völlig gelöst, nachdem endlich auch Anna so entspannt wirkte. Er zog sie in seine Arme und schaute ihr tief in die Augen. „Ich weiß da was, was du noch viel besser kannst,“ wisperte er verführerisch, ehe er sie glücklich küsste, und sie alles um sich herum vergaßen …
Das Geräusch, der ins Schloss fallenden Wohnungstür, riss Anna und Tom aus ihrer innigen Verbindung. Verwirrt schauten sie in die Wohnung, die einsam vor ihnen lag, ehe sie sich wieder ansahen. In ihren Augen spiegelte sich Verwirrung, Erstaunen, Beschämung … ehe Tom gelassen die Schultern zuckte, „Na dann stoßen wir wohl doch nicht mehr an.“ Anna rang immer noch nach ihrer Fassung, aber einige Sekunden später, prusteten sie beide gemeinsam los, und freuten sich wieder alleine zu sein.

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mi März 13 2013, 00:09

waas für ein teil Very Happy
ich dachte erst wow, was gehtn jetze ab Sad wegen isa aber dann hat sich alles zum guten gewendet Smile
ach wie schöööööön jetze haben anna und tom doch noch die wohnung für sich Ilikeit
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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mi März 13 2013, 12:50

Hach, der Teil ist wirklich wahnsinnig schön geworden. Brunos Worte an Anna haben mich total bewegt. Einfach klasse der Mann. Und Isabellas Sturheit ... köstlich. Tja, da wollte Anna nur den Vertrag bei Tom vorbeibringen und dann wird der Nachmittag plötzlich zur Offenbarung. Ich grinse immer noch.

Freu mich auf eine Fortsetzung (es gibt doch noch eine, oder? Irgendwie hab ich das Gefühl, dass sich deine Story langsam dem Ende neigt)

LG, Mini

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mi März 13 2013, 20:51

Hallo ihr Beiden!!!

@ Nicky
Ich freu mich, dass der Teil überraschend war, und doch zu einem erfreulichen Ende geführt hat. Smile

@ Mini
Ich freu mich, dass es dir gefallen hat. Wink Was wäre Toms Welt ohne Bruno und Isa? genau langweilig Cool . Und der Plan von Anna und Tom ist tatsächlich ziemlich torpediert worden, von den Beiden. Dabei wollten sie doch eigentlich nur Paloma und Enrique ein wenig foppen ... Laughing

Und du hast recht, die Story neigt sich dem Ende zu, abaer einen nächsten Teil gibt es noch. Embarassed

LG, Katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Sa März 16 2013, 00:15

Wuuuuuuuhuuuuuuuu. ENDLICH! ichdrehgleichdurch

Endlich haben sie es geschafft, ich freu mich so! Auch wenn es kurz vorm Ende ist ... aber noch werde ich nicht trauern! Wink

Kati, meine Süße die Teile waren so schöön ... der Teil nachdem Bruno fort gegangen ist und Tom Anna im Schlafzimmer gefunden hat ... ich dachte als erstes oh nein ... jetzt geht es wieder los ... Anna missversteht wieder alles, sie streiten sich, Anna haut ab und heult sich zu Hause die Augen aus ... doch dann gab es eine überraschende Wendung und es war einfach sooo schööön!

Und dann die Szene mit Paloma ... ich war als erstes auch richtig geschockt, als Anna Paloma ihre Beziehung mit Tom verheimlicht hatte ... war schon kurz davor an die Decke zu springen. Evil or Very Mad Als ich dann aber gelesen habe das es eine Absprache mit Tom bezüglich des verheimlichen gegeben hatte, war ich richtig erleichtert ... ich dachte schon es geht wieder von vorne los. Suspect

Und als Tom dann noch so niedlich rum gestottert hat weil er nicht wusste wie er es den anderen sagen sollte ... haaaaaaaaaaaaach ... einfach zum schmelzen! Embarassed

Hast du toll gemacht Kati, einfach wundervolle Teile! brav

Knutsch gib5
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BeitragThema: "46"   Sa März 16 2013, 08:23

Hallihallo, auch ich kann mal wieder liefern. Anna und Tom im Glück ? Ihr werdet es lesen.
Ich wünsche ein schönes Wochenende!
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Anna stand im Aufzug und wartete angespannt, dass dieser die drei Stockwerke zurück legte, die sie ihm aufgetragen hatte. Ihr Herz pochte in rasender Geschwindigkeit und sie hatte Probleme ruhig zu atmen, so aufgeregt war sie schon wieder. Sie warf einen schnellen Blick auf die Uhr und schüttelte über sich selbst den Kopf. Gerade mal sechs Stunden war es her, dass sie sich nach einem ausgiebigen Frühstück, von Tom getrennt hatte, aber ihr kam es vor wie Tage, wie Monate, nein eigentlich wie eine Ewigkeit. Sie freute sich wie ein kleines Kind, ihn endlich wieder zu sehen. Das glaubt mir doch kein Mensch, dass man so verliebt sein kann, dachte sie schmunzelnd, aber so sehr sie auch versuchte ihre Sehnsucht und ihr Glück klein zu reden, sie überstrahlte einfach alles. Und das sollte schon was heißen, denn irgendwie schien es, als habe da oben im Himmel jemand den Schalter umgelegt, und beschlossen, dass Anna ab sofort auf der Sonnenseite des Lebens stehen sollte. Jedes Problem, das es zu lösen galt, verpuffte mit einer wie vom Himmel fallenden Lösung in der Luft, und ihre Zukunft schien sie mit weit geöffneten Toren zu begrüßen. Anna schaute erneut auf die Anzeige des Aufzugs, die endlich auf die Drei wechselte, und sie holte tief Luft, als sie merkte, dass die Fahrt der Kabine gedrosselt wurde, um schließlich zum Stillstand zu kommen.
Die Türen öffneten sich vor Anna, und sie schritt langsam einige Schritte hinaus. Zu ihrer Vorfreude Tom wiederzusehen, gesellte sich die Aufregung, dass sie das erste Mal in den Räumen stand, in denen sie fortan einen Großteil ihrer Tage verbringen würde. Direkt vor ihr prangte in großen Lettern das Lanford-Logo, und plötzlich überkam Anna eine Art Ehrfurcht.
Für dieses große Label würde sie in Zukunft ihre Kreativität entfalten müssen, und sie wusste welche Chance ihr damit zuteil wurde, aber gleichzeitig spürte sie auch die an sie gerichteten Erwartungen durch den Raum wabern. Erneut holte sie tief Luft, um sich wieder auf das Hier und Jetzt zu besinnen. Jetzt mach dich mal nicht so verrückt, versuchte sie sich selbst zu beruhigen. Heute bin ich doch nur hier, um mir alles anzusehen, … und Tom wiederzusehen. Und da war es wieder, das hundertfache Flügelschlagen in ihrem Körper, einfach nur weil sie ihn treffen würde. Mit einem Lächeln auf den Lippen löste sie endlich ihren Blick vom Empfangstresen, von dem sie das Logo angesprungen und sie sofort auf ihre gedankliche Reise geschickt hatte. Sie schaute sich suchend um, und erblickte einen weitläufigen Raum, der wie es schien, völlig menschenleer war. Im hinteren Bereich, hinter einigen modernen Bögen, die den Raum etwas abtrennten, erblickte sie Nähmaschinen und einige leere Tische, die vermutlich den Designern dienten. Ob ich auch dort arbeiten werde? fragte sie sich gerade, als sie plötzlich eine Bewegung wahrnahm. Sie drehte sich voller Freude um, und wurde bitter enttäuscht. Statt, wie erwartet Toms Gestalt zu erblicken, stand plötzlich Carla Rhonstedt vor ihr und betrachtete sie mit einer Mischung aus Überraschung und Skepsis. Anna verdrehte innerlich die Augen. Ausgerechnet diese Person musste ihr hier über den Weg laufen.
„Guten Tag … Frau Polauke, stimmts?“ Anna nickte zustimmend und rang sich ebenfalls ein halbwegs freundliches „Guten Tag“ ab. Verstohlen schaute sie an der Designerin vorbei, und hoffte irgendwo Tom ausmachen zu können, aber sie war wohl alleine mit Frau Rhonstedt, die sich ganz offensichtlich sehr wohl fühlte mit ihrem Heimrecht. „Sie sind aber ein bisschen früh dran, ihr erster Arbeitstag ist doch erst nächste Woche“, sagte sie in einem Ton, der zwar oberflächlich freundlich wirkte, ihre Missbilligung über diesen Tatbestand aber kaum verbergen konnte. In Anna grollte es gehörig. Diese überhebliche Art, die diese Frau an sich hatte, brachte ihr Blut sofort zum Kochen, aber dann erinnerte sie sich daran wie Tom über sie gesprochen hatte, und griente leise in sich hinein. Vermutlich würde ihr überhaupt nicht gefallen, was sie bald erfahren würde.
Anna setzte gerade zu einer Antwort an, als sie aus den Augenwinkeln erneut Bewegungen registrierte. Sie hielt inne, schaute an Carla vorbei, und spontan erschien ein Lächeln auf ihrem Gesicht. Es war Tom, der mit schnellen Schritten die Treppe, die vom Atelier zu einer Art Empore führte, herunter gelaufen kam. Er gesellte sich strahlend zu den beiden Frauen und sagte, „Carla, danke. Anna ist mit mir verabredet.“ Carla musterte ihn einen Augenblick irritiert, wendete sich dann aber ab, um zurück zu ihrem Arbeitsplatz zu gehen. Anna war erleichtert, denn ihr Groll, der noch nicht verflogen war, hätte sie fast dazu verleitet, eine unpassende Bemerkung abzugeben, mit der sie die Chefdesignerin Lanfords schon vor ihrem ersten Arbeitstag gegen sich aufgebracht hätte. Und das wäre vermutlich nicht sonderlich geschickt gewesen.
„Carla!“ rief Tom die Brünette nochmal an, und diese schaute fragend zurück. „Ist für die Show alles geklärt?“ Um Carlas Mund zuckte ein kleines Lächeln, scheinbar freute es sie, dass er sie nach einem Sachverhalt befragte, dessen Inhalt nur für sie bestimmt war und ihre wichtige berufliche, aber auch vertraute Position zueinander repräsentierte. „Ja, alles geregelt, ich bin eben fertig geworden", antwortete sie, ohne auf Details einzugehen. Tom schaute zufrieden. „Super. Danke, dass du deinen Feiertag geopfert hast.“ Carlas Lächeln nahm einen mehr als herzlichen Glanz an. „Für dich doch immer,“ flötete sie mit einem verführerischen Augenaufschlag. „Wir sehen uns dann am Flughafen?“ Anna fühlte, wie sich der saure Geschmack der Eifersucht in ihr sammelte, und sie ärgerte sich, dass sie ihre provozierende Bemerkung nicht doch losgeworden war, um die Fronten zu klären. Aber Tom ignorierte den ziemlich offensiven Flirtversuch gelassen, und schüttelte den Kopf. „Ich weiß noch nicht. Ich denke, wir sehen uns eher vor Ort. Ich wünsche dir einen schönen Feierabend.“
Damit ließ er Carla stehen, und wendete sich nun ganz Anna zu. Ein liebevolles Lächeln legte sich auf sein Gesicht, als er ihre Hände ergriff. „So, und nun bin ich ganz für dich da. Schön, dass du da bist,“ sagte er mit seiner weichen tiefen Stimme, die Anna endlich aus ihren argwöhnischen Gedanken riss. Bis gerade hatte sie nämlich Carla beobachtet, und zu guter Letzt mit tiefer Zufriedenheit registriert, wie die Mimik der Chefdesignerin innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde in sich zusammen gefallen war, als Tom sie hatte abblitzen lassen und sich Anna zugewandt hatte.
Anna trat strahlend auf Tom zu, und gab ihm einen zärtlichen Kuss, ehe sie flüsterte. „Ja, das finde ich auch.“ Und schon waren die unangenehmen Gefühle von den Schmetterlingen vertrieben, die mit wildem Flattern ihre Vorherrschaft bewiesen.
„Zeigst du mir alles?“ fragte sie neugierig. Tom nickte und zog sie mit sich, um seinen Rundgang durchs Atelier zu starten. Er zeigte ihr das Stofflager, die Büros von Bruno und Enrique, den Bereich der Näherinnen, die die Probestücke fertigen, die Kaffeebar und die Toiletten, bevor er letztlich vor einem leeren Tisch stehenblieb.
„Und das hier,“ er präsentierte den Tisch, als sei es was ganz besonderes, „ist dein künftiger Arbeitsplatz.“ Anna hatte sich alles genau angeschaut, und war sehr beeindruckt. Heute war ja alles sehr aufgeräumt und ruhig, aber das kreative Chaos, das laut Toms Worten hier im Normalfall herrschte, war für sie trotzdem fast spürbar. Und jetzt stand sie vor ihrem Tisch, an dem sie in Zukunft arbeiten würde. Ihr Herz pochte leise gegen ihre Rippen, als sie ihn umrundete, und dabei ihre Finger über die Tischplatte streifen ließ. Dann setzte sie sich auf den Hocker, der dahinter stand und sah sich um. So wird es also in Zukunft aussehen. Keine Theke mehr, hinter der ich stehe und Gläser poliere, sondern ein Zeichentisch, überfüllt mit Stoffproben und Skizzen, meine Schneiderpuppe, an der ich meine Entwürfe ausprobieren kann, Nähmaschinen die im Hintergrund rattern … Sie lächelte und schüttelte in sich gekehrt den Kopf, denn sie konnte es immer noch nicht ganz glauben, dass sie in Zukunft tatsächlich ihr bisheriges Hobby zum Beruf machen würde. Da wurde sie von Tom, der sich neben sie gegen die Schreibtischkante gelehnt hatte, aus ihren Tagträumen gerissen. Er lehnte sich zu ihr hinunter und raunte, „Und weißt du, was das beste an diesem Arbeitsplatz ist?“ Anna schaute abwartend in seine Augen, die sie verheißungsvoll anblitzten. Dann hockte er sich neben sie und zeigte geradeaus auf eine Glaswand, hinter der ganz offensichtlich ein Büro beherbergt war. „Dass ich genau dort sitzen werde, und dich den ganzen Tag sehen kann.“ Anna folgte seinem Fingerzeig und schaute einen Moment auf den Schreibtisch und den dahinter stehenden Stuhl. Sie konnte es fast vor sich sehen, wie er dort sitzen würde und sie anlächelte, und der Gedanke gefiel ihr ausgesprochen gut. Schöne Vorstellung, ging es ihr durch den Kopf, ehe sie ihn schelmisch angrinste. „Und du meinst, dass du dann noch arbeiten kannst?“ Tom verzog theatralisch das Gesicht und seufzte laut auf. „Du hast recht, das wird wahrlich eine Qual,“ Anna lachte und zog ihn zu sich, „Du Spinner“ wisperte sie liebevoll, ehe sie ihre Hände in seinen Haaren vergrub und ihn leidenschaftlich küsste.
Tom löste sich nach einiger Zeit von ihr, und kniff seine Augen zusammen, um sie einen Moment mit schräg gelegtem Kopf zu betrachten. „Sag mal, wie war es eigentlich bei deinen Eltern. Habt ihr jemanden gefunden, der dich ablösen kann?“ fragte er nachdenklich. Anna nickte überaus zufrieden. „Allerdings, es ist geradezu perfekt." sagte sie, "Meine Mutter hat mir heute Morgen als erstes erzählt, dass sie gestern einen Anruf von einer Freundin bekommen hat. Die hat sich gerade von ihrem Mann getrennt, und will wieder zurück nach Berlin kommen. Mama hat ihr angeboten erst mal zu uns zu kommen, uuunnnd, " vollführte mit ihren Händen einen kleinen Trommelwirbel auf dem Tisch, bevor sie begeistert ausrief "… sie übernimmt meinen Job! Bereits morgen wird sie hier sein.“ Sie grinste von einem Ohr zum anderen, denn damit war nicht nur geklärt, dass sie sich nicht mehr hinter die Theke stellen musste, sondern auch, dass ihre Mutter wieder eine vertraute Person an ihrer Seite hatte, was Anna das schlechte Gewissen nahm, sie mit Armin alleine zu lassen. „Ach ja, und außerdem stand Jojo mittags vor der Tür und hat gefragt, ob er bei Mama eine Ausbildung als Koch machen kann.“ Tom verzog fragend das Gesicht. „Jojo? Wer ist Jojo?“ Anna lachte. Jojo, ist mein Cousin, der bislang ein ziemlich chaotisches Leben geführt hat, und nun endlich auf den Weg der Tugend zurück finden will.“ Sie grinste mit wissendem Blick und zog die Brauen in die Höhe. „Da ist er bei meiner Mutter genau richtig. Solch eine Bitte würde sie niemals ausschlagen, zudem es sie ja auch entlastet. Dann hat sie auch noch Unterstützung in der Küche und Armin kann sich um den Rest kümmern.“ Tom grinste jetzt ebenfalls von einem Ohr zum andern. „Das hört sich doch wirklich gut an. Alle Probleme gelöst…“ Anna wiegte ihren Kopf, während Tom aufstand und sich wieder gegen den Tisch lehnte. „Na ja, ein Problem gibt es da noch. Ich muss wohl mein Zimmer abtreten, aber …“ da unterbrach sie Tom sofort. „Dann ziehst du einfach zu mir.“ sagte er spontan, und Anna riss erstaunt die Augen auf. „Das meinst du nicht im ernst?“ Doch Tom meinte es todernst. Er bückte sich zu ihr herab, hob sie hoch, um sie sogleich auf der Tischplatte wieder abzusetzen. Dann schob er sich zwischen ihre Knie und legte seine Hände an ihr Gesicht, während er ihr ernst in ihre wunderbaren grünen Augen schaute. „Und ob ich das ernst meine. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als jeden Morgen neben dir aufzuwachen.“ Annas Schmetterling starteten schon wieder zum Höhenflug an, denn seine Worte machten sie unendlich glücklich, aber trotzdem kämpfte sie dagegen an, einfach Ja und Amen zu sagen. Das ging ihr dann doch ein wenig zu schnell. Sie ergriff Toms Hände und beobachtete einen Moment, wie sich ihrer beiden Finger ineinander verschlungen, ehe sie wieder aufsah, und ihr seine vor Erwartung leuchtenden Augen einen kleine Stich versetzten. Hoffentlich würde er sie verstehen. „Schön, dass du das sagst, aber …“ sie zögerte, … aber Tom hatte schon verstanden. Sein Vorstoß war wohl etwas verfrüht, aber sein Mund war einfach schneller gewesen, als sein Verstand. „Das geht dir zu schnell“, stellte er mit verständnisvollem Lächeln fest. Anna nickte verlegen. „Wir kennen uns gerade mal zwei Wochen, und sind …“ sie schaute kurz auf ihre Uhr. "... immerhin seit 24 Stunden zusammen,“ nahm ihr Tom die Rechnerei ab, und lachte. „Na gut, dann finden wir eine andere Lösung,“ sagte er sofort, und Anna atmete erleichtert auf, offensichtlich nahm er es ihr nicht übel. „Soll ich unseren Makler mal anrufen?“ fragte er, aber Anna schüttelte den Kopf. „Brauchst du nicht, auch dafür habe ich schon eine Lösung gefunden.“ Tom hob erstaunt die Brauen und sah sie erwartungsvoll an. „Das heißt, … wahrscheinlich“, ruderte Anna ein wenig zurück, denn so ganz geklärt waren die Bedingungen noch nicht.
Sie hatte sich mittags mit Paloma auf einen Kaffee getroffen, und nachdem sie sich, wie verliebte Teenies, über ihre überraschenden Liebeserfahrungen ausgetauscht hatten, waren sie auf das Thema Barcelona gestoßen. Anna war am Vortag total überrascht gewesen, dass Paloma Enrique begleiten wollte, auch wenn sie wusste, dass ihre Freundin beruflich gerade sehr unzufrieden war, aber scheinbar hatte Amors Pfeil Paloma wirklich mitten ins Herz getroffen, so dass sie bereit war das Abenteuer Barcelona einzugehen. Wobei man erwähnen musste, dass es auch für Paloma eine Rückkehr in die Heimat war, da auch sie aus der Nähe Barcelonas stammte. Auf jeden Fall hatte sie Anna erzählt, dass Bruno bei ihrem gemeinsamen Verlassen von Toms Wohnung signalisiert hatte, dass er Enriques Bedingungen unter den gegebenen Umständen gerne akzeptieren würde.
„Paloma! Sie hat mich gebeten auf ihre Wohnung aufzupassen, solange sie in Spanien ist." sagte Anna, und schaute Tom dann fragend an, "Es bleibt doch dabei, dass sie und Enrique nach Barcelona gehen?“ Tom lächelte beruhigend. „Ja, wir haben heute alles geklärt. Sie werden so schnell wie möglich starten. Enrique soll auf jedenfall in zwei Wochen schon vor Ort sein.“ Anna verzog ein wenig das Gesicht. „So schnell schon?“ fragte sie ernüchtert. Tom schüttelte skeptisch den Kopf. „Ist das nicht gut?“ „Doch, doch,“ antwortete Anna wenig überzeugend, „nur …, na ja, ich muss mich noch an den Gedanken gewöhnen, dass Paloma weg geht. Sie war in den letzten Jahren immer für mich da. Sie ist meine engste Vertraute.“ Sie schaute traurig auf, aber Tom zog sie in seine Arme und sagte tröstend. „Wir fliegen einfach hin und besuchen die Beiden. „Es wird bestimmt immer wieder Dinge geben, bei denen ich als Geschäftsführer gefragt bin, und dann nehme ich dich einfach mit.“ Er schaute ihr, mit einem frechen Blitzen im Blick, tief in die Augen. „Es muss doch auch seine Vorteile haben, mit mir zusammen zu sein.“ Da musste Anna schon wieder schmunzeln. „Meinst du? Und du glaubst, du kannst einfach über deine Angestellte verfügen?“ Tom richtete sich gerade auf und sagte in bestimmten Ton. „Natürlich. Schließlich bin ich der Chef,“ dann beugte er sich wieder ganz nah zu ihr, und flüsterte in ihr Ohr, „Und außerdem halte ich es bestimmt keinen einzigen Tag ohne dich aus.“ Anna spürte einen wohligen Schauer über ihren Rücken laufen, als Toms warmer Atem an ihrem Hals kitzelte, und sie drehte ihren Kopf um mit ihren Lippen über seine Wange zu streichen, bis sie seinen Mund gefunden hatte. Erneut verfielen sie in einen leidenschaftlichen Kuss, der Anna und Tom Zeit und Raum entriss. Als sie sich voneinander lösten, atmeten sie hektisch, und sahen sich sehnsüchtig an. Am liebsten hätten sie sich hier und jetzt die Klamotten vom Leib gerissen. Tom atmete einige Male tief durch, um sein Verlangen nach Anna zurück zu drängen, während seine Gedanken in seinem Kopf weiter ratterten. „Heißt das eigentlich, dass du die nächsten Tage keine Verpflichtungen mehr hast?“ fragte Tom in heißerer Stimme nach, die seinen emotionalen Zustand nicht verheimlichen konnte, und Anna, der es ähnlich erging, nickte mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen. Sie beobachtete wie ein Strahlen auf Toms Gesicht erschien. „Dann plane nichts, und lass dich einfach überraschen“ flüsterte Tom vielsagend, und Anna wurde sofort nervös. „Was hast du vor?“ fragte sie neugierig, aber Tom schüttelte nur grinsend den Kopf. "Ich kann dir sagen was ich jetzt vor habe ..." raunte er an ihre Lippen, küsste sie kurz und zog sie mit dem Grinsen eines frechen Jungen hinter sich her. "

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mo März 18 2013, 07:45

Oh Gott, wie schön geschrieben. Zum dahinschmelzen. Wohin ist eigentlich Carla verschwunden? Oder war die die ganze Zeit stiller Beobachter der beiden Turteltäubchen. Ich hoffe ja wohl mal nicht, ansonsten gibt das noch richtig böses Blut. Wunderbar geschrieben, meine Liebe ... ich griene immer noch.

Und was hat Tom wohl jetzt vor???? Mhmmmmmm ...

LG, Mini

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mo März 18 2013, 10:44

Hallo Katha,

ich gebe zu, dass ich mich bei Anna und die Liebe gar nicht auskenne.
Deshalb kann ich zum Inhalt auch gar nichts sagen.

Mir fällt aber auf, dass Deine Sätze sehr lang sind. Vielleicht solltest Du mal versuchen, kürzere Sätze zu schreiben. Das macht das Lesen - möglicherweise auch für andere - einfacher.
Ansonsten merke ich, dass Du sehr gern schreibst und viel Phantasie hast.
Und was wichtig ist... Du steckst in der Geschichte drin.

(Mir geht es bei manchen Geschichten so, dass meine Helden mir erzählen, was sie erleben)

Ich wünsche Dir weiter viel Spaß beim Schreiben.

VG Nelly
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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mo März 18 2013, 23:07

@ Mini
Danke für deine lieben Worte.
Ach und Carla ist einfach mal nach Hause gegangen.

@Nelly
Hallo Nelly,
mit deiner Anmerkung hast du sicherlich recht. Das mit dem "kurz fassen" ist irgendwie nicht so mein Ding. Sowohl was die Gschichten generell anbelangt, als auch bei der Formulierung der Sätze. Sollte ich wohl wirklich mal mehr drauf achten.

Was den Inhalt der Story anbelangt. Die Figuren und sind zwar AudL entnommen, und auch die Hintergründe haben irgendwie einen Bezug zur Telenovela, aber letztlich ist es doch eine relativ losgelöste Story.




LG an euch Beide,
Katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Di März 19 2013, 00:19

Hey meine Süße,

ach mensch was für ein wunderschönen Teil du da gepostet hast. Embarassed
Die beiden sind so dermaßen niedlich zusammen, einfach zum knutschen!

Was ich aber nicht zum knutschen finde ist Carla ... irgendwie bereitet sich ganz komisches Gefühl in mir aus. Suspect Ich hoffe ich irre mich da. aufdiemütze

Wundervoller Teil Kati, mach so schnell es geht weiter, ja!?

Knutschi

P.S. Was deine Schreibweise angeht, ich finde du brauchst da gar nix zu ändern. Ich finde sie genauso klasse wie sie ist! Und lesen kann man deine Texte auch super ... wobei ich nur bei einer Sache schimpfen muss: hör auf andauernd zu schreiben das es "zu lang" geworden ist ... ein "zu lang" gibt es nicht ... für mich ist es eher zu wenig! aufdiemütze Smile Razz
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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Di März 19 2013, 07:57

Hallo Katha,

da muss ich Butterfly zustimmen...
Wenn eine Geschichte toll geschrieben ist, dann kann sie von mir aus auch unendlich lang sein..

Okay, das mit dem "Anregungen aus Geschichten holen" mach ich auch manchmal.

LG Nelly
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BeitragThema: "47"   Di März 19 2013, 22:35

So Mädels, ich habe lange mit diesem Teil gekämpft, aber nun gebe ich ihn frei. Und ich sage nur: "Seid tapfer!"
**************************************

Tom hatte Anna quasi entführt. Er hatte sie mit zum Flughafen geschleppt, und ihr nichts verraten, bis sie an der Auskunftstafel des Gateways erlesen hatte, wohin sie flogen. Paris, die Stadt der Liebe. Und jetzt hatten sie bereits einige wunderbare Tage zusammen verbracht. Waren durch die Straßen geschlendert, hatten unzählige kleine Boutiquen, Chocolateries und kleine Galerien betreten, waren auf kleinen Märkten stöbern gewesen und hatten die schönen alten Gemäuer der Stadt zu Zuß erlaufen. Zwischendurch hatten sie sich Verschnaufpausen in romantischen Cafes und Restaurants gegönnt und nicht zuletzt sinnliche Nächte in dem kleinen noblen Hotel verbracht, das Tom mit Bedacht ausgesucht hatte.

Es war kalt und die Dunkelheit hatte sich wie eine schwere Decke auf die Stadt gelegt. Und obwohl sich das nicht sehr einladend anhört, war es genau das Gegenteil. Nach dem ausgiebigen Menü, das sich Anna und Tom gerade gegönnt hatten, fanden sie es sehr angenehm durch die frische Luft zu laufen. Sie waren in warme Winterklamotten gehüllt, so dass ihnen die Kälte nichts anhaben konnte, und sie genossen die Atmosphäre, die sie sofort gefangen nahm. Während die größeren Straßen von vielen Nachtschwärmern bevölkert waren, fanden sich in den Nebenstraßen, auf denen sie sich bewegten, nur wenige Menschen. Die kleinen engen Gassen und Plätze waren durch alte Straßenlaternen in ein stimmungsvolles Licht getaucht und boten eine Atmosphäre, die für ein frisch verliebtes Paar wie geschaffen war.
Gerade liefen Anna und Tom Hand in Hand auf eine hohe Treppe zu, und Anna sah Tom gespielt empört an. „Da müssen wir hoch? Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich nicht gerade sportbegeistert bin?“ Tom grinste, und frozelte, „das ist reines Verdauungstraining. Sonst passen wir bald nicht mehr in unsere Klamotten. Und das wäre doch sehr schade, nach den Einkäufen der letzten Tage, oder?“ Dann zog er Anna zu sich heran und legte seinen Arm um sie, ehe er ihr ins Ohr wisperte, „Und du siehst in jedem einzelnen dieser Kleidungsstücke zum Anbeißen aus.“ Anna grinste wissend zu ihm hinauf. Sie wusste genau welche Garderobe er bevorzugte. „Na gut," lenkte sie ein, "dann will ich mich mal schön halten." Sie löste sich aus seiner Umarmung und stürmte voran. Elanvoll sprang sie die ersten Stufen herauf, aber nach und nach wurde sie immer langsamer. Ihre Lunge pumpte heftig, und als sie auf einem Zwischen-Plateau ankam, blieb sie völlig aus der Puste stehen, und holte erst einmal ein paar Mal tief Luft. Doch schnell wurde ihre Aufmerksamkeit von ihrer faszinierenden Umgebung eingenommen. Anna schaute die Treppen hinauf, besah sich die alten, schon ein wenig verfallenen Häuser, die die Treppe zu beiden Seiten einrahmten, und ihr in dem schummrigen Licht der Laternen diesen romantischen Touch gaben. Dann drehte sie sich schließlich um, und schaute in die Gasse hinunter. Es ist, als wäre man in lang vergangene Zeiten zurück versetzt, dachte Anna begeistert, ehe sie sich Tom genauer betrachtete und in Gedanken gefangen wurde, die sie schmunzeln ließen. Er erklomm gelassen eine Stufe nach der anderen, und blieb etwas unterhalb von Anna stehen. „Was denkst du?“ fragte er neugierig, denn es war auf ihrem Gesicht abzulesen, dass sie etwas ausheckte. Und Annas Schmunzeln verwandelte sich in ein belustigtes Grinsen. „Dass ich noch vor kurzer Zeit Angst davor hatte, mit dem großen Tom Lanford zusammen zu sein.“ sie malte imaginäre Gänsefüsschen in die Luft, und Tom zog skeptisch die Augenbrauen in die Höhe. „Uuund, wie sieht es heute aus? Kannst du dir mittlerweile ein Leben mit dem großen Tom Lanford vorstellen?“ fragte er nach. Anna grinste wissend. „Weißt du was? Der große Tom Lanford, ist gar nicht mehr so groß.“ Da krümmte sich Tom ein wenig zusammen und fasste sich an die Brust. „Au, das tut weh… Ich bin also geschrumpft?“ Anna kicherte, „So würde ich das nicht sagen. Ich würde eher sagen der große Tom Lanford und der ganz normale Tom haben sich vereint.“ Tom trat eine weitere Stufe hinauf, so dass sie sich genau in die Augen sehen konnten. Er nahm Anna in die Arme und sagte leise. „Na dann will ich mal hoffen, dass der ganz normale Tom nicht ganz schnell langweilig wird.“ Anna legte ihre Stirn an seine und flüsterte, „Das glaube ich nicht, ich finde den vereinten Tom nämlich ganz wunderbar.“ Sie schloss die Augen und küsste Tom zärtlich, der sich so wohl und Zuhause fühlte, wie noch nie in seinem Leben. Er schaute ihr tief in die Augen. „Da bin ich aber beruhigt“, wisperte er liebevoll an ihren Lippen. Dann zog er sich ein Stück zurück und schaute Anna entschuldigend an. "Ich befürchte allerdings, morgen bei der Moden-Show muss ich doch mal wieder den großen Tom Lanford raus hängen lassen. ... Kommst du trotzdem mit?" Anna beobachtete ihn einen Moment, er schien tatsächlich in Sorge ob sie ihn begleiten würde. "Was denkst du denn? Ich bin doch schon ganz gespannt. Und außerdem ... glaubst du, ich lass dich mit den ganzen Schönheiten dort alleine?" Sie verzog das Gesicht, als wollte sie sagen. "So nicht, mein Lieber," und einen Moment später hörte sie das zufriedene Glucksen ihres Liebsten. "Du bist doch nicht etwa eifersüchtig?" Anna schaute ihn skeptisch an. "Man weiß ja nie, wie ihr Männer so tickt", und außerdem wird dort eine gewisse Carla Rhonstedt rumlaufen, die ein Auge auf dich geworfen hat. Und die behalte ich lieber höchstpersönlich im Blick. Tom sah sie empört an. "Hey, so einer bin ich aber nicht. Da hast du bisher vielleicht die falschen Männer getroffen." Anna lächelte und gab ihm einen kurzen Kuss. "Dann ist ja gut. Und trotzdem werde ich dir nicht von der Seite weichen." "Was ich auch schwer hoffen will." antwortete Tom und zog sie für einen weiteren Kuss in seine Arme.
Einen Moment später nahm er sie an die Hand und zog sie mit, „Komm, lass uns weiter gehen, es wird Zeit.“ Gemeinsam schlenderten sie los. Nach und nach trafen sie auf immer mehr Menschen, und schon bald standen sie auf einem belebten Platz und schauten über eine kleine Parkanlage hinauf auf, zu der wunderschönen alten Kirche, die das Ziel ihres Weges war. Die Sacre Coeur. „Und, nehmen wir die Bahn, oder laufen wir durch den Park?“ fragte Tom. Anna schaute sich einen Moment um und entschied, „Wir laufen. Ich muss ja an meine Figur denken ...“ Sie hatte nämlich gar keine Lust sich mit vielen anderen Menschen in eine kleine Gondel zu quetschen, und außerdem war die Atmosphäre, die sich ihr bot, viel zu einladend. Sie liefen also über einen geschlängelten Pfad und über viele weitere Treppenstufen den Park hinauf. Verliebte Paare und kleine Gruppen von zumeist jungen Menschen bevölkerten die Wiesen und Wege. Sie plauderten gut gelaunt miteinander, und ließen sich von Feuerschlucker, Jongleure und Gaukler unterhalten, die mit ihren Darbietungen für eine lockere Stimmung sorgten. Es lag eine freudige Anspannung in der Luft, von der Anna sofort ergriffen wurde, und als es dann auch noch leise begann dicke Flocken zu schneien, sprang sie wie ein glücklicher junger Hund auf die angefrorene Wiese und drehte sich im Kreis. „Tom es ist großartig hier!“ rief sie aus. Tom blieb am Wegesrand stehen und beobachtete sie mit einem Lächeln auf den Lippen. Sie ist einfach wunderbar, ging es ihm wieder einmal durch den Kopf. Er trat zu ihr, wartete einen Moment, bis sie ihm zugewand war, ehe er sich mit einem Schritt mitten in ihre Arme begab. Gemeinsam drehten sie sich noch ein- oder zweimal im Kreis. „Ich liebe dich, weißt du das?“ sprach er seine, ihn völlig einnehmenden, Gefühle aus, und freute sich über das Strahlen, das prompt auf Annas Gesicht erschien.
Einige Zeit später waren sie an der Kirche angelangt und betrachteten sie ehrfürchtig. Groß und beeindruckend ragte sie hell angeleuchtet vor ihnen auf, und man konnte nur erahnen, wie viel Schmerz und Schweiß es viele Menschen gekostet hatte, sie in lang vergangenen Zeiten zu erbauen. Genauso wie man nur mutmaßen konnte, wievielen Menschen sie schon als Zufluchtsort und Heimat gedient hatte. Sie wendeten sich von dem Bauwerk ab um sich einen Platz am Geländer des Vorplatzes zu sichern. Gerade noch rechtzeitig waren sie gekommen, um das Schauspiel zu erleben. Es war Punkt 12. Silvester.
Hinter ihnen ertönten prompt die tiefen Klänge der Kirchen-Glocken, was Anna und Tom einen Moment zurückblicken ließ, bevor sie ihre Aufmerksamkeit auf die Lichter der Stadt richteten, die ihnen zu Füßen lag. Und es lohnte sich. In der Ferne war der Eiffelturm gerade in volles Licht gehüllt worden, und aus ihm heraus schossen Raketen in die Höhe, wie ein Strauß bunter Blumen, die in den Himmel wuchsen. „Wow!“ entfloh es Anna. Sie war total beeindruckt von diesem Moment, und sie kuschelte sich fest in die Arme Toms, der sie von hinten umschlang. Er drehte sie zu sich, „Ich wünsche dir ein wunderschönes neues Jahr, und ich hoffe, dass sich all deine Wünsche erfüllen werden!“ sagte er, während er ihr ernst in die Augen blickte. Anna lächelte. „Das wünsche ich dir ebenfalls.“ Sie gaben sich einen innigen Kuss, vergaßen für einen kleinen Moment, dass sie inmitten vieler Menschen standen, die sich in den verschiedensten Sprachen ein schönes neues Jahr wünschten. Anschließend kuschelte sich Anna wieder in Toms Arme und sie genossen schweigend den beeindruckenden Ausblick. Nach einiger Zeit, in der Anna über das vergangene Jahr, oder eher die ereignisreichen vergangenen Wochen sinniert hatte, schaute Anna auf, und forderte, „Kneif mich mal.“ Tom drehte sie erneut zu sich und fragte zweifelnd, „Kneifen?“ Anna nickte, „Ich träume bestimmt. Ich kann das alles gar nicht glauben …“ Sie schüttelte einen Moment in sich gekehrt den Kopf, ehe sie wieder in seine Augen schaute. „Ich fühle mich wie in einem Märchen, … als hätte man mich aus meinem alten Leben herausgerissen und einfach in ein neues gesetzt. … Als hätte das alles hier überhaupt nichts mehr mit meinem alten Leben zu tun.“ Tom konnte sie gut verstehen, auch er war von der Intensität seiner Gefühle und der Leichtigkeit, mit der sie die letzten Tage verbracht hatten, wie umgekrempelt. Aber er wusste, das alles mit der Vergangenheit zu tun hatte, vielleicht mit so etwas wie Schicksal, welches sie eben genau zu diesem Zeitpunkt zusammen geführt hatte. Er wusste es nicht so genau, aber er war sich sicher, dass es genau so sein sollte, und dass sie zusammen gehörten.
„Und ob das hier was mit deinem alten Leben zu tun hat. Und das ist auch gut so.“ sagte er überzeugt, und Anna sah ihn irritiert an. „Na, sonst wärst du nicht du. Und ich liebe dich, genau so wie du bist.“ Anna nickte überlegend. „Wie bin ich denn?“ fragte sie vorsichtig nach. „Hmmm, wie bist Du? … Du bist bodenständig, …“ Anna zog mit skeptischem Blick ihren Kopf zurück, das war jetzt wirklich nicht das Attribut, das sie als erstes hören wollte. Aber Tom reagierte sofort und erklärte eilig. „Also bodenständig im positiven Sinne. … Du bist ehrlich, und dir selbst treu. Du kannst dich so herrlich über die Schönheit der kleinen Dinge freuen, so wie eben unten im Park. Du hast Ziele und Träume, und du stürzt dich voller Lebensfreude und Neugier ins Leben, dass es einen einfach mitreißt. Ich finde dich einfach wunderbar und ich wünsche mir nichts mehr, als mit dir gemeinsam die Welt neu zu entdecken.“ Er sah mit klopfendem Herzen auf Anna herab, denn er war gespannt auf ihre Reaktion, wenn er sich hier schon wieder so offenbarte. Aber diese schaute verlegen beiseite. „Jetzt werde ich rot,“ sagte sie leise und grinste ihn fast schüchtern von unten herauf an. „Da musst du jetzt mit leben. Du hast gefragt!“ antwortete Tom frech, und Anna lachte befreit auf. "Und außerdem habe ich noch vergessen zu erwähnen, dass du wunderschön bist und sinnlich ... ." Sein Blick wurde verträumt, als seine Hände langsam über ihre Arme glitten. Anna grinste wissend, und beantwortete seine weiteren Ausführung nur mit einem belustigten, "Aha."
Tom griff in die Innentasche seiner Jacke und zog eine kleine Schatulle heraus. Etwas verlegen hielt er sie Anna hin, „Ich habe hier auch noch was für dich.“ Annas Augen blickten zwischen dem Schmuckkästchen und Toms Gesicht hin und her, und für einen Moment riss sie die Augen erschrocken auf. Auch ihr Herz klopfte mittlerweile laut und hektisch in ihrer Brust. Das wird doch wohl kein Antrag? dachte sie, denn soweit war sie noch nicht, auch wenn sie so glücklich war, wie noch nie in ihrem Leben. Aber Tom hatte ihr Gedanken schon wieder erraten. Er hatte scheinbar ein sehr gutes Gespür für ihre Schwingungen. „Keine Angst, ich werde dir keinen Antrag machen." Er lächelte fast beschämt, „Du hattest schon recht, wir kennen uns erst seit ein paar Tagen, und wir werden sehen, was uns die Zukunft bringt. … Aber ich wollte dir trotzdem gerne etwas schenken. Etwas was dich immer daran erinnern soll, wie glücklich ich bin, dass es dich gibt, und dass ich mit dir zusammen sein darf.“
Anna hatte einen dicken Kloß im Hals, als sie in seine liebevollen Augen blickte. Sie nahm die Schatulle an und öffnete sie langsam. Darin lag eine ein goldenes Kettchen mit einem runden Anhänger. Man sah, dass er von Hand gearbeitet war, kein perfekter Ring, sondern natürlich gehalten, etwas uneben mit Ecken und Kanten, wenn man das bei etwas Rundem so nennen kann. Es war mit Sicherheit ein Einzelstück und er sah wirklich edel aus. Sie schaute mit leuchtenden Augen zu Tom auf, der schmunzelte. Das ganze Geheimnis hatte sie noch nicht erkannt. „Schieb ihn mal auf,“ sagte er leise. Anna zog ihren Handschuh aus und drückte gegen den Ring. Tatsächlich, er ließ sich auseinanderschieben, und auf dem unteren Ring kam eine Inschrift zum Vorschein.
Schön, dass du da bist.

Anna las die Worte, und fühlte wie sie eine Glückswelle überrollte und ihr die Tränen in die Augen trieben. Es war kein rührender Liebesschwur für die Ewigkeit, sondern einfache Worte, die aber alles sagten. Anna schaute auf, und Toms liebevoller Blick nahm sie sogleich gefangen. Sie sagte leise, „Das finde ich auch. Es gibt keinen Menschen bei dem ich lieber wäre ... Danke!“ Dann schaute sie erneut auf den wunderschönen Anhänger und las die Inschrift, und dabei schoss ihr ein nicht aufzuhaltener Gedanke durch den Kopf , und wenn du mich lässt, werde ich auch für immer da bleiben. Einen Moment später spürte sie Toms Finger, die sich sanft unter ihr Kinn legten und sie aufforderten sie anzusehen. Sie war irritiert, warum sah er sie so an? Seine Augen blitzten freudig, erwartungsvoll, vielleicht mit einem Schimmer der Angst dahinter. "Kannst du das nochmal wiederholen?" fragte er vorsichtig, und Anna wunderschönen grünen Augen weiteten sich erschrocken. "Habe ich das gerade laut gesagt?" fragte sie nach, und als sie Tom nicken sah, lächelte sie ihn einfach nur an, und das Strahlen in ihren Augen war Tom Antwort genug. Er nahm ihr die Kette aus der Hand und stellte sich hinter sie, um ihr die Kette umzulegen. Anna sah dankbar zu ihm auf, fasste den Anhänger, gab ihm einen kleinen Kuss, ehe sie ihn unter ihren Pullover steckte. Da lag er richtig - nah an ihrem Herzen. Tom zog sie glückselig ganz nah an sich heran. "Also an mir soll es nicht liegen. Ich werde dich freiwillig bestimmt nicht mehr gehen lassen", sagte er mit leicht zittriger Stimme, und Anna krallte ihre Hände in seinen Nacken und beteuerte voller Inbrunst. "Ich liebe dich!" Einen kurzen Moment versanken sie in ihren Blicken, ehe sie sich langsam näherten und Anna schon die warmen Lippen Toms auf ihren spürte. Mit einem sanften, fast zaghaften Kuss besiegelten sie ihre gemeinsame Zukunft.

In diesem Moment, in dieser wunderbaren Stadt mit seiner romantischen Atmosphäre, begann für Anna Polauke und Tom Lanford, nach einer kurzen, aber sehr ereignisreichen Zeit, also nicht nur ein neues Jahr, sondern auch ihr neues, gemeinsames Leben.


ENDE
crying

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Zuletzt von katha am Mi März 20 2013, 07:12 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Di März 19 2013, 22:53

Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnnnnnnnnnnn ... nicht letzter Teeeeeeeeiiiillllllll! crying
Okay gleich nach dem lesen geht's weiter mit'm quengeln! Twisted Evil
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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mi März 20 2013, 00:19

Oh Herr im Himmel, hilf mir die nächste Zeit ohne diese FF durchzustehen!

Ich glaubs nicht ... jetzt steht es doch tatsächlich schwarz auf weiß geschrieben: Das ENDE! NEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINNNNN.

Aber was sein muss, muss nun mal sein, auch wenn ich es extrem schade finde!
Liebe Kati ich danke dir von ganzem Herzen für diese wunder-, WUNDERSCHÖNE "Kurz-FF" (Wink)!
Jeden deiner Teile habe ich mit Genuss gelesen und konnte gar nicht genug von haben! flowers

Aber nun freue ich mich auf deine anderen Meisterwerke und fange jetzt schon sehnsüchtig an zu warten!

Fühl dich ganz lieb gedrückt! gib5
GlG, deine Ani I love you
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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mi März 20 2013, 07:19

Lieben Dank mein lieber Schmetterling,
ich bin immer wieder glücklich, wenn ich merke, dass euch meine Geschichten erreichen und erfreuen. Und diese "Kurz-FF" ( Rolling Eyes Ich werde diesen Zusatz wohl mal aus dem Titel streichen) hat es, zumindest nach euren lieben und immer wieder so unglaublich motivierenden Worten, scheinbar getan. Vielleicht hat sie sich deshalb so verselbständigt. Wink
Wie hat Nelly geschrieben, manchmal erzählen ihr ihre Helden selbst ihre Geschichten idontknow

Wie es weiter geht, weiß ich selber noch nicht so genau. Aber es kommt was, versprochen. Ich habe da ja auch noch eine offene Baustelle Evil or Very Mad , die doch mal zu einem Ende geführt werden sollte, gelle.

LG und einen dicken Knutscha gib5 ,

Katha

jetzt muss ich aber schnell mal los hallo

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Do März 21 2013, 08:24

Meine liebste Katha,

jetzt hast du es doch getan. Deine wundervolle Story ist zu Ende. Ich hatte jetzt echt ein paar Tränen in den Augen. So romantisch, so wunderbar. Man konnte es wirklich vor sich sehen, wie glücklich die beiden sind. Aber warum ist das jetzt schon das Ende ... *schnief* Aber ich habe ja die große Hoffnung, dass wir trotzdem noch mehr von dir lesen werden.

Danke für diese zauberhafte Geschichte, voller Liebe, Humor und kleiner Momente, die einen selbst zum Nachdenken anregen.

Liebe Grüße
Mini

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„Vor dem Schicksal zu fliehen,
ist manchmal der beste Weg,
um zu sich selbst zu finden.“
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AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"
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