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 AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"

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katha

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BeitragThema: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mi Dez 26 2012, 20:16

das Eingangsposting lautete :

Hallo ihr Lieben,
ich wollte euch ja eigentlich die Vorweihnachtszeit mit einer kleinen Geschichte versüßen. Aber das hat leider mal überhaupt nicht funktioniert. crying
Und mein Plan, die Story zu beenden, bevor ich beginne sie zu posten, funktioniert leider auch nicht, denn dann kommt die Weihnachtsgeschichte zu Karneval. Evil or Very Mad
Also fange ich jetzt einfach mal an, und hoffe, dass ich die letzten Teile schnell geschrieben bekomme. Wink

Wie der Titel schon sagt, geht es um Anna und Tom und eine turbulente Zeit. Aber lest einfach selbst...

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Zuletzt von katha am Mi März 20 2013, 15:07 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Sa Jan 05 2013, 17:17

Och neeeeeeeeeeeeee ... ich habs geahnt! Das war echt soo klar das er wieder dicht macht! Evil or Very Mad
Aber ich finds super von Anna dass sie sich nicht so schnell abwimmeln bzw durch seine Laune verunsichern lässt! Wink

Bin mega gespannt wie es weiter geht und freue mich auf weitere Teile! Embarassed Wink

Liebe Grüße! Razz
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Sa Jan 05 2013, 17:49

Mini_2010 schrieb:
oh Anna, halt ihn fest! ich hab's ja irgendwie geahnt, dass Tom wieder dicht machen würde. aber gut. Anna scheint sich davon jedoch nicht so leicht beeindrucken zu lassen. Gut so. bin gespannt, wie es weitergeht. ich hoffe, du lässt uns nicht gar zu lange warten.

LG, Mini Wink

*~Butterfly~* schrieb:
Och neeeeeeeeeeeeee ... ich habs geahnt! Das war echt soo klar das er wieder dicht macht! Evil or Very Mad
Aber ich finds super von Anna dass sie sich nicht so schnell abwimmeln bzw durch seine Laune verunsichern lässt! Wink

Bin mega gespannt wie es weiter geht und freue mich auf weitere Teile! Embarassed Wink

Liebe Grüße! Razz

Hallo Mini, Hallo Butterfly
Ihr habt es also tatsächlich geahnt??? Kaum zu glauben Smile
Ja, Tom hat halt auch hier irgendwie seine große Liebe verloren, wenn auch nicht ganz so dramatisch. Aber eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt. Und Wunden hinterlässt auch diese Art des Verlustes. Mal schauen, wie lange er es schafft, sich Anna vom Leib zu halten. D.h. sie endlich los zu werden. Ich werde es euch wissen lassen. Wink

Es macht mir ja riesig Spaß, euch neue Teile zu präsentieren, aber meine Angst wächst, dass ich irgendwann nicht mehr liefern kann, weil ich die letzten Teile immer noch nicht fertig habe. Surprised Ich bemühe mich ja, aber es läuft nicht so schnell, wie ich gerne möchte. Evil or Very Mad

Na ja, mal sehen, ob ich heute noch was liefern kann. Bin nämlich unterwegs.

LG, Katha

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Mini_2010

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    So Jan 06 2013, 11:48

katha schrieb:


Hallo Mini, Hallo Butterfly
Ihr habt es also tatsächlich geahnt??? Kaum zu glauben
Ja, Tom hat halt auch hier irgendwie seine große Liebe verloren, wenn auch nicht ganz so dramatisch. Aber eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt. Und Wunden hinterlässt auch diese Art des Verlustes. Mal schauen, wie lange er es schafft, sich Anna vom Leib zu halten. D.h. sie endlich los zu werden. Ich werde es euch wissen lassen.

Es macht mir ja riesig Spaß, euch neue Teile zu präsentieren, aber meine Angst wächst, dass ich irgendwann nicht mehr liefern kann, weil ich die letzten Teile immer noch nicht fertig habe. Ich bemühe mich ja, aber es läuft nicht so schnell, wie ich gerne möchte.

Na ja, mal sehen, ob ich heute noch was liefern kann. Bin nämlich unterwegs.

LG, Katha

Das kenne ich nur zu gut, meine Liebe. Das ist einer der Gründe, warum ich meine neue Story noch nicht angefangen habe zu posten. Ich hab dann halt Bedenken, dass ich irgendwann in Zugzwang komme, wenn die neuen Teile nicht so flutschen, wie sie sollen.

Aber was solls, da muss man wohl in den sauren Apfel beißen.

LG, Mini

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„Vor dem Schicksal zu fliehen,
ist manchmal der beste Weg,
um zu sich selbst zu finden.“
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katha

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BeitragThema: "10"   So Jan 06 2013, 21:22

So meine Lieben, ich bin eben erst wieder nach Hause gekommen, und so hat sich an meinem Dilemma nichts geändert. Aber trotzdem sollt ihr eine kleine Fortsetzung bekommen. Und ich bin mir ziemlich sicher. Wenn ihr sie gelesen habt, wollt ihr auch die nächste Fortsetzung ganz schnell haben. Aaaahhhhhrr, man schicke mir Zeit zum Schreiben ... . Aber Pustekuchen, morgen muss ich wieder arbeiten.
Na ja, jetzt erst einmal viel Spaß. Und einen guten Start in die Woche!
**********************************

Als sie am Auto ankamen war Anna völlig außer Atem. Ich sollte wohl doch endlich mal Sport treiben, dachte sie als sie tief Luft holte und anerkennend die Augenbrauen in die Höhe zog. „Ein Porsche“ murmelte sie vor sich hin und erntete daraufhin einen musternden Blick. „Spricht was dagegen?“ knurrte es von der Seite. Anna nahm ihre Augen von dem kleinen Sportflitzer und warf ihrer gerade so wahnsinnig charmanten Begleitung einen kurzen skeptischen Blick zu, als er ihr die Tür öffnete. Sie ließ sich in die Tiefe des Sportsitzes plumpsen und seufzte erleichtert auf. Endlich sitzen, ging es ihr durch den Kopf. Als Tom neben ihr Platz genommen hatte, spürte sie an seiner erwartungsvollen Haltung, dass er scheinbar immer noch auf eine Antwort wartete, was sie irgendwie nervte. Schließlich war mehr als deutlich, dass er kein großes Interesse an einer Unterhaltung hatte. „Schönes Auto. Ich habe halt noch in keinem drin gesessen,“ sagte sie deshalb auch kurz angebunden, und fügte gedanklich hinzu, die Männer, die ich bisher kennen gelernt habe, waren froh wenn sie überhaupt einen fahrbaren Untersatz hatten. Erneut erntete sie nur ein kurzes Brummen. Als Tom schließlich losfuhr spürte Anna, dass sie sich trotz seiner knurrigen Art, sehr wohl neben ihm fühlte, was sie irgendwie irritierte, da sie plötzlich die Gewissheit überfiel, dass sie in das Auto eines wildfremden Mannes eingestiegen war. Na immerhin kenne ich seine Schwester, versuchte sie ihre rationalen Gedanken zurück zu drängen, was natürlich ziemlicher Quatsch war. Denn sie wusste lediglich, dass Isabella Isabella war, nicht mehr und nicht weniger. Aber sie wollte sich solchen Gedanken auch gar nicht hingeben, denn dieser undurchschaubare Typ faszinierte sie einfach, und sie wollte so lange wie möglich in seiner Nähe bleiben. Sie beobachtete ihn verstohlen von der Seite und seine lässige Art das Auto durch die Stadt zu lenken gefiel ihr. Da ertönte ein lautes Knurren aus ihrem Bauch und machte sie darauf aufmerksam, dass sie seit mittags nichts gegessen hatte. Sie spürte, dass Tom sie von der Seite ansah, und als sie ihm ebenfalls den Kopf zudrehte war sie freudig überrascht, dass er sie mit einem schon viel freundlicheren Gesicht musterte. „Hast du hunger?“, fragte er und Anna schüttelte innerlich den Kopf. Den soll einer verstehen, wo hat er denn jetzt den Brummbär gelassen? „Nach so viel Bewegung.“ antwortete sie und lächelte ihn verschmitzt an. Sie schaute wieder nach vorne und sagte nur „Grün“, worauf ein verlegenes „Oh, äh danke“ folgte, und er schnell losfuhr, um nicht vom nachfolgenden Verkehr gelyncht zu werden.
War er eben noch so sicher gewesen, sie so schnell wie möglich wieder aus dem Auto schmeißen zu wollen, war er mittlerweile gar nicht mehr so sicher. Er fühlte sich irgendwie wohl in ihrer Gesellschaft, und die sich aufdrängenden Gefühle von Aufregung, Freude und gleichzeitiger Unsicherheit, die er schon seit einer Ewigkeit nicht mehr verspürt hatte, fühlten sich gut an. Es war als hätte endlich jemand einen Schalter umgelegt, denn seine Vermeidungstaktik was Frauen anging war gerade einer Art Trotzhaltung gegenüber Fanny gewichen. Warum sollte er sich jeglichen Spaß verbieten, nur weil sie ihn nach Strich und Faden verarscht hatte. Er hatte Lust auf Annas Gesellschaft und wenn er ehrlich war, hatte er auch Lust auf noch andere Dinge. Ein sehr seltsames Gefühl, denn auch diese emotionalen Anwandlungen war ihm seit Ewigkeiten abhanden gekommen. Nervös überlegte er, ob er es einfach mal drauf ankommen lassen sollte. Er spürte wie seine Hände klamm wurden, und nach einem suchenden Blick auf die Rückbank, streifte er erneut kurz Annas Antlitz. Sein Herz begann zu pochen und er machte sich selbst nochmal Mut. Na los, mach schon, und wenn es nur ein schöner Abend wird.
„Da vorne kannst du mich raus lassen.“ Anna zeigte auf eine Haltestelle, die 50 Meter weiter zu sehen war. Was hätte sie auch sonst sagen sollen, er hatte ihr ja nicht gerade signalisiert, dass er Interesse an einer weiteren gemeinsam Abendgestaltung hatte, außerdem wollte er ja noch arbeiten. Und so viel Mut trotzdem eine Anfrage in diese Richtung zu stellen, hatte sie dann doch nicht.
Mist, zu spät! ging es ihm durch den Kopf, als er den Blinker setzte und ranfuhr. Im Normalfall wäre er wohl jetzt ausgestiegen um ihr die Tür zu öffnen, aber er wollte nicht das sie ging, daher blieb er sitzen und haderte erneut mit sich. Anna zögerte ebenfalls, einfach zu gehen. Sie drehte sich zu ihm, und wollte gerade schwerenherzens zu einer Verabschiedung ansetzen, als er plötzlich viel zu schnell fragte, „Magst du Sushi?“ Anna zog die Brauen in die Höhe und schüttelte verwirrt den Kopf. „Äh, jaaa sehr gerne sogar. Warum?“ Tom zeigte hinter sich auf die Rückbank (Kleiner Einwand der Autorin- hat ein Porsche eigentlich eine Rückbank? Hm, keine Ahnung – Ich sage jetzt mal Toms hat eine ), "Ich habe mir heute Nachmittag welches besorgt, und das liegt noch da und wartet darauf gegessen zu werden.“ Anna versuchte aus seinen Worten heraus zu lesen, was er ihr damit sagen oder anbieten wollte, aber so ganz schlau wurde sie nicht, und er sah auch nicht so aus, als würde er noch etwas hinzu fügen. Mit pochendem Herzen fragte sie deshalb vorsichtig nach „Und was willst du mir damit sagen?“ Für sie war es alles andere als üblich, dass sie so forsch war, aber sie war heute in einer solchen Aufbruchstimmung, dass sie sich dachte, wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Tom sah sie etwas verlegen an, er stellte sich tatsächlich an, wie bei seiner ersten Verabredung vor ewigen Jahren. „Wenn du magst, können wir es zusammen essen. Bei dir, oder bei mir …“ Oh Gott, wie hört sich das denn an? Als ob ich sie abschleppen will … , schoss es ihm peinlich berührt, durch den Kopf. „Oder hier im Auto.“, fügte er schnell hinzu, um seinem Angebot das Frivole zu nehmen. Er wendete verlegen den Kopf ab und spürte, wie dieser rot anlief. Eine Begebenheit, die Tom wirklich nicht oft ereilte. Und schon fragte er sich, ob er die Frage nicht vielleicht besser für sich behalten hätte, während er den Atem anhielt und auf eine Reaktion der hübschen Blonden wartete.

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mo Jan 07 2013, 12:13

Oh Gott, wie süß ist das denn. Wie kriege ich jetzt nur das breite Grinsen wieder aus meinem Gesicht. Tom scheint echt mal einen Auffrischungskurs in Sachen "Wie rede ich mit einer Frau" zu brauchen. Und Anna, einfach nur köstlich, wie sie so unbekümmert ist. Jetzt hast du mich erst Recht neugierig gemacht. Hoffe, auf mehr ganz bald.

LG, Mini

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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mo Jan 07 2013, 16:13

Mini_2010 schrieb:
Oh Gott, wie süß ist das denn. Wie kriege ich jetzt nur das breite Grinsen wieder aus meinem Gesicht. Tom scheint echt mal einen Auffrischungskurs in Sachen "Wie rede ich mit einer Frau" zu brauchen. Und Anna, einfach nur köstlich, wie sie so unbekümmert ist. Jetzt hast du mich erst Recht neugierig gemacht. Hoffe, auf mehr ganz bald.

LG, Mini

Ich habe es ja befürchtet. Razz Mad
Lieben Dank für deinen Kommi. Aber versprochen, geht bald weiter.

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Di Jan 08 2013, 02:12

Hey Kathi,

och Gottchen wie niedlich ist das denn bitte!? Smile Einfach goldig sowas zu lesen ... dachte echt der bringt die jetzt einfach so Heim und dann fängt alles wieder "von vorne" an! Mad
Naja Gott sei dank ist es nicht so ... freue mich echt über diese Überraschung! Embarassed

Mini_2010 schrieb:
Oh Gott, wie süß ist das denn. Wie kriege ich jetzt nur das breite Grinsen wieder aus meinem Gesicht. Tom scheint echt mal einen Auffrischungskurs in Sachen "Wie rede ich mit einer Frau" zu brauchen. Und Anna, einfach nur köstlich, wie sie so unbekümmert ist. Jetzt hast du mich erst Recht neugierig gemacht. Hoffe, auf mehr ganz bald.

Den Rest unterstreiche ich Minis Beitrag einfach mal, da sie mir zuvor gekommen ist und eigentlich alles gesagt hat, voran ich auch als aller erstes gedacht habe als ich mir den Teil durchgelesen habe! Wink Razz

Hoffe du lässt uns nicht allzu sehr warten ... könnte nämlich dauerhafte Schäden bei mir verursachen! Mad Razz Wink Smile

GlG, Ani Razz
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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Di Jan 08 2013, 07:47

Huiui, dauerhafte Schäden bei Butterfly, das kann ich natürlich auf gar keinen Fall verantworten. Da hast du aber Glück, dass ich dir tatsächlich was Gutes tun kann. Und jetzt wirst du ja gleich doppelt verwöhnt..., nachdem auch Mini mit der neuen Story begonnen hat. Smile

Und zur Story ..., wir werden sehen, wer von beiden in der Fortsetzung cooler ist. Ob Anna nicht doch noch Angst vor sich selbst bekommt, oder Tom meint er müsste sie doch loswerden... Surprised

LG, Katha

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BeitragThema: "11"   Di Jan 08 2013, 13:46

Heieiei, ich weiß nicht, ob ich mehr Zeit gebraucht habe, um den Teil zu schreiben, oder um ihn immer wieder zu überarbeiten. Ich vermute mal letzteres. Ich hoffe, ihr findet ihn gelungen...
*********************************

Anna lächelte schelmisch in Toms Richtung, und konnte er es auch nicht sehen, weil er angestrengt die vorbeifahrenden Autos beobachtete, war ihr ebenso amüsierter Tonfall unverkennbar, als sie sagte „So so, bei dir oder bei mir, … oder hier im Auto?“. Der sonst so selbstsichere Geschäftsmann fühlte sich zunehmend ertappt, und Anna genoss das Gefühl, außnahmsweise mal nicht diejenige zu sein, die am liebsten im Boden versinken würde. Dass Tom noch kurz zuvor so unnahbar und unfreundlich gewesen war, hatte sie bereits vergessen, so erfreut war sie über den plötzlichen Wandel der Situation. Sie sah einen Moment in die Querstraße, in der man in der Ferne die Leuchtreklame der Goldelse erblicken konnte, bevor sie sich wieder Tom zuwand und in sein etwas verlegen wirkendes Gesicht schaute. „Also hier im Auto ist mir definitv zu kalt und zu ungemütlich, und bei mir? ... Ne, lass mal. Ich wohne bei meinen Eltern, und das gibt jedes Mal ein riesen Tamtam, wenn ich unangekündigt Besuch mitbringe.“ Sie verzog geringschätzig das Gesicht. „Mein Stiefvater ist etwas eigen, musst du wissen.“ Dann zögerte sie einen Moment und musterte Tom noch einmal bewusst, der ihrem Blick dieses mal, zumindest äußerlich, ungerührt stand hielt. Anna spinnst du!, rief ihr ihr Verstand zu, denn er konnte erahnen, was sie da gerade in Betracht zog, aber Anna war seit jeher eher der Gefühlsmensch, und ihr Gefühl sagte ihr, dass Tom kein schlechter Mensch war, wenn auch sehr facettenreich, wenn man es mal nett ausdrücken wollte. „Dann bleibt wohl nur noch bei dir.“, fuhr sie fort, und hoffte, dass sie ihre durchaus immernoch vorhandene Unsicherheit gut genug versteckt hatte, um sich nicht gleich wieder lächerlich zu machen. Tom sah erstaunt auf. In seinen Augen erschien ein überraschtes Strahlen, und er lächelte so glücklich, dass Annas Herz gleich einen erfreuten Sprung machte, und sie in ihrer Entscheidung beglückwünschte. Tom startete das Auto und sah sie noch ein letztes Mal prüfend an. Sie meint das wirklich ernst ... Das lass ich mir doch nicht zweimal sagen, ging es ihm durch den Kopf. „Ok, dann man los. So nett ist es hier am Straßenrand wirklich nicht.“ Er fuhr los, und versuchte seine Nervosität zurück zu drängen, die unnachgiebig nach ihm Griff. Oh Gott, wie lange ist das her, dass ich so aufgeregt war?, dachte er leicht panisch. Er überlegte, wie es in seiner Wohnung aussah, aber da er ja alleine wohnte, sich meist auf der Arbeit aufhielt und zudem noch eine Putzfrau hatte, würde es wohl gehen.

Keine fünf Minuten später parkte er am Straßenrand und führte Anna, bemühmt möglichst selbstsicher zu wirken, galant die Treppen zu seiner Wohnung hinauf. Diese war so mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt, dass sie ihre Umgebung gar nicht so genau wahrnahm, bis sie schließlich in seiner Wohnung standen. Aufgeregt und neugierig zugleich, schaute sie sich um. Eine echte Junggesellen-Wohnung, dachte sie, während sie ihre Zweifel, die sie schon die ganze Zeit malträtierten, endgültig beiseite schob und entschlossen entschied, sich einen schönen Abend zu machen. Geschmackvoll und wohl auch teuer eingerichtet, aber ohne wärmende Details, die dem Ganzen eine persönlich Note verleihen würden. Da war es schon angenehm, dass der Tisch von Schreibkram überhäuft war, und auf dem Sofa wenigstens ein paar Klamotten rumlagen. Das zeigte doch zumindest, dass die Räume wirklich bewohnt waren.
Tom sah sich ebenfalls kurz um. Na ja, aufgeräumt ist anders, aber was soll´s. dachte er . "Wo willst du essen? Am Tisch?" Er sah darauf und verzog ertappt den Mund, dann lächelte er entschuldigend, „oder vielleicht doch eher auf dem Sofa?“ Er ging schnell dorthin, schnappte sich die Hose und das Shirt, die darauf lagen, und pfefferte sie in den hinteren Bereich der Wohnung, der hinter einer Trennwand zu erahnen war. Dann bot er Anna an, sich zu setzen und ging mit der Tüte, in der das Sushi war, in den offenen Küchenbereich. Er war froh, dass er eine Aufgabe zu erfüllen hatte, und somit ein bisschen Zeit hatte, um seine Nervosität in den Griff zu kriegen.
Anna hingegen wusste nicht so recht, was sie tun sollte. Zögerlich setzte sie sich, und da sie immer noch nicht ganz aufgetaut war, zog sie schließlich ihre Schuhe aus, nahm sich die Decke, die auf dem Sofa lag, und legte sie über ihre Beine. Anna sah sich weiter in Toms Wohnung um, und blieb letztlich an seiner Person hängen. Er stand mit dem Rücken zu ihr und platzierte das Sushi auf einem Teller. Annas Augen glitten über seinen Körper, den sie so ohne Jacke, das erste Mal richtig begutachten konnte, und wenn Tom sie hätte beobachten können, wäre seine Brust sicherlich vor stolz angeschwollen, denn ihr war anzusehen, dass sie von dieser schlanken und zugleich muskulösen Statur durchaus beeindruckt war. Wie es sich wohl anfühlen würde, ihn zu berühren und ... Oh, Anna! Was ist nur los mit dir? Anna erschrak bei ihren unanständigen Gedanken und schluckte heftig, vor allem als Tom sich genau in diesem Moment, wie von ihren Gedanken angezogen, zu ihr umdrehte, und ihr ein umwerfendes Lächeln schenkte. Oh Gott, ob er mitbekommen hat, was mir durch den Kopf geht?, fragte sie sich peinlich berührt, und riss sich schnell von diesem Anblick los. Verlegen zwang sie sich, ein paar Überschriften auf der Wirtschaftszeitung zu lesen, die vor ihr auf dem kleinen Tischchen lag, um sich irgendwie von ihren Gedanken abzulenken, die ihr die Röte, die an diesem Tag scheinbar Dauergast in ihrem Gesicht werden wollte, ins Gesicht trieb. Bemüht, möglichst locker zu wirken, zog Anna die Beine auf das Sofa und machte es sich gemütlich. Na ja, soweit das bei ihrer inneren Anspannung möglich war. Und dann kam Tom auch schon mit einem Tablett in der Hand an den Tisch, und überraschte sie mit einer neuen Facette seiner Person.
Er räumte die Zeitung beiseite und deckte mit sicheren Handgriffen das kleine Sofatischchen, so dass es in Kürze aussah, wie von langer Hand geplant. Zwei einfache, schnörkellose weiße Teller auf stilvollen Platztellern, dazu zwei gefüllte Rotweingläser. Je eine Servierte ordentlich daneben drapiert, und das Sushi und die Soßen auf Tellerchen und in Schälchen schön angerichtet. In die Mitte noch zwei weiße, klassische Kerzen für die Gemütlichkeit, und fertig. Besser hätte es in einem Restaurant auch nicht ausgesehen.
Dann ließ er sich neben Anna auf dem Sofa nieder und reichte ihr eines der beiden Gläser. Anna sah ihn einfach nur anerkennend an, und genoss es, sich verwöhnen zu lassen. Es fühlte sich toll an, auch wenn sie immer noch wahnsinnig aufgeregt war. „Auf den heutigen Abend!“, sagte Tom, als sie angestoßen hatten. Er sah Anna direkt in die Augen, und die Worte, die sie eigentlich hatte sagen wollen, verloren sich auf dem Weg von ihrem Gehirn zum Mund. Sie schloss ihn schnell wieder und nickte stattdessend lächelnd. Atmen Anna, atmen, ermahnte sie sich wieder mal, denn ihre Körperfunktionen wollten schon wieder aussetzen. Ob das irgenwann gefährlich wird? ... Obwohl, wenn ich in Ohnmacht falle, dann kanner er ja ... Sie unterbrach sich, setzte hastig das Glas an, und trank in großen Schlucken das halbe Glas aus, nur um sogleich los zu husten, da sie sich bei dieser überstürzten Aktion natürlich verschluckt hatte. Sie hustete, bis ihr Kopf fast zu platzen drohte, und ihr die Tränen in den Augen standen. Tom, der ganz vornehm einen kleinen Schluck genommen hatte, schmunzelte und bot an ihr auf den Rücken zu klopfen, aber Anna lehnte schnell ab. Es war nicht so, dass Tom so cool war, wie er es aussehen ließ, aber Annas Unsicherheit ließ ihm halt nur noch die Rolle des starken Mannes, und dass er sie damit irgendwie beeindruckte, gefiel ihm. Als sie sich wieder beruhigt hatte, und ihn entschuldigend ansah, fragte er besorgt "Geht´s wieder?" Anna nickte und wischte sich eine Träne von der Wange. Tom fand sie einfach entzückend. Sie war einfach in allem was sie tat so erfrischend natürlich. Er überlegte einen Moment, ob er den nächsten Vorstoß wagen sollte, und wollte er sich auch eigentlich zurückhalten, drängte es trotzdem aus ihm heraus. „Wie ist das eigentlich, wenn man sich von beginn an duzt, trinkt man dann trotzdem Brüderschaft?“, fragte er mit einem verschmitzten Lächeln, und hielt ihr erneut sein Glas hin. Annas Wangen waren ja Gott sei Dank schon errötet, so dass ihre Verlegenheit nicht mehr zum Tragen kam, denn sogleich schoss es ihr durch den Kopf. Der will mich doch wohl nicht küssen? Nicht, dass sie keine Lust darauf hätte, ganz im Gegenteil, aber … . Sie versuchte nicht zu zittern, als sie erneut ihr Glas hob und sich bei ihm einhakte. „Anna! aber das weißt du ja schon.“, sagte sie alles andere als selbstsicher und schaute ihm direkt in die Augen, was dazu führte, dass Tom fast seinen Einsatz verpasste, denn für ihn schien die Welt einen Moment stehen geblieben zu sein. Erst als sie ihr Glas erneut ein Stück anhob, riss ihn das aus seiner Betrachtung, und er sagte leise „Tom, aber das weißt du ja auch schon.“ Sie lächelten sich an und tranken schließlich einen Schluck, ohne sich dabei aus den Augen zu lassen. Als sie schließlich ihre Gläser abgestellt hatten, näherten sie sich um sich einen kurzen Kuss zu geben. Annas Herz klopfte bis zum Hals, und sie fragte sich, ob es wohl bei einem einfachen Kuss bleiben würde, als es auch schon wieder vorbei war. Sie drehte befangen ihren Kopf beiseite, denn sie schwebte in dem Funkenmeer, das zwischen ihnen sprühte, und spürte immernoch die sanfte Berührung auf ihren Lippen. Auch Tom war völlig aufgewühlt, denn er spürte sein Verlangen dieser Frau näher zu kommen. Viel näher. Und da er von sich selbst und seiner Begierde erschrocken war, stand er schnell auf und stellte Musik an, bevor er sich, mit ein wenig mehr Abstand als zuvor, neben sie setzte und sie zum Essen aufforderte.

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katha

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BeitragThema: "12"   Mi Jan 09 2013, 15:49

Da wollte ich ja eigentlich warten, ob ihr überhaupt weiterlesen wollt, aber ich glaube fast, dass ich eure Antwort kenne. Smile Daher will ich mal nicht so sein.
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Verlegen nahmen Anna und Tom die Stäbchen in die Hand, und fröhnten erst einmal ihrem leiblichen Genuss. Mit dieser Beschäftigung, die, auch wenn sie beide mit dem ungewöhnlichen Besteck umgehen konnten, ja doch einige Konzentration forderte, löste sich langsam auch die Anspannung zwischen ihnen. Sie alberten herum, unterhielten sich über dies und das, aber waren trotz der guten Stimmung bemüht, nicht zu viel von sich preis zu geben. Anna beispielsweise erzählte zwar, dass ihr Leben nicht so nach Plan gelaufen war und sie gerade hoffte, dass sich ihre beruflichen Träume endlich erfüllen würden, aber sie erzählte nichts von ihrem, so wahnsinnig spannenden Job in der Else, nichts davon, dass sämtliche Bemühungen einen ordentlichen Beruf zu finden, an ihrer Schüchternheit und ihrem mangelnden Selbstbewusstsein gescheitert waren, und nichts von ihrer laufenden Bewerbung. Tom hingegen sprach von seiner Büroarbeit, und dass er für seinen Vater arbeitete, aber nicht, dass er Geschäftsführer einer nicht ganz unbedeutenden Firma war. So näherten sie sich an, lernten sich aber nicht wirklich kennen, was die ganze Sache vielleicht noch spannender machter, weil Raum für Fantasien blieben.

Als nur noch ein Sushi auf dem Teller lag, lehnte sich Anna zu Tom gewendet, gegen die Lehne des Sofas und stöhnte auf. „Puh, bin ich satt.“ Tom betrachtete sie eingehend, das konnte er doch nicht gelten lassen. Er griff das letzte Sushi mit seinen Stäbchen und hielt es ihr feixend vor die Nase. „Nix da, das ist noch dir.“ Anna protestierte, aber als Tom nicht nachgab, ließ sie es sich schließlich doch in den Mund schieben. Sie kaute genüsslich lächelnd, obwohl sie eigentlich völlig satt war, und Tom beobachtete sie verzaubert. Er fühlte sich so wohl wie lange nicht mehr, und lag es mit Sicherheit an seiner sympathischen Gesellschaft, tat der Alkohol wohl sein übriges.
Er legte die Stäbchen beiseite und hob seine Hand langsam zu ihrem Gesicht. „Du hast da was.“ sagte er leise, und wischte ihr mit dem Daumen einen kleinen Rest Soße von der Lippe. Anna blieb der letzte Bissen des Sushi fast im Halse stecken, als sie von seiner Berührung wie erstarrt inne hielt. Plötzlich war die ausgelassene Stimmung von einer Stille verdrängt, in der man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Sie sah Tom mit klopfendem Herzen tief in die Augen, und schluckte schwer, um ihren Mund zu leeren, … Und dann passierte das, was sie sich schon seit geraumer Zeit heimlich wünschte. Tom ließ seine Hand sanft über ihre Wange gleiten und näherte sich ihrem Gesicht. Ganz langsam kam er, seine Augen tief in ihre gerichtet, näher, und als kaum noch eine Hand zwischen sie passte schloss Anna erwartungsvoll und innerlich bebend die Augen, und wartete sehnsüchtig darauf, dass sich ihre Lippen berührten. Zärtlich küssten sie sich und Anna war es als hätte in ihrem Bauch ein ganzes dutzend von Flugzeugen eine Starterlaubnis bekommen. Sie spürte wie sich Toms Hand in ihren Nacken legte, und sie sanft an sich heranzog und sie selbst hob ihre Hände um sein Gesicht damit zu erkunden.
Auch Tom spürte wie ihm die Hitze durch den Körper schoss. Er hatte sich einfach nicht mehr zurückhalten können. Diese Frau hatte eine Anziehung auf ihn, der er sich nicht länger hatte entziehen können. Er konnte sich nicht erinnern, schon einmal so sehnsüchtig auf eine Berührung und einen Kuss hingefiebert zu haben. Er hatte versucht es sich zu verbieten, denn eigentlich war er kein Typ für schnelle Abenteuer aber seit dem Moment, in dem sie in seiner Wohnung angekommen waren, arbeitete sein Unterbewusstsein intensiv darauf hin, ihm die Ausnahme, seiner ach so heiligen Prinzipien schmackhaft zu machen. Und Toms kläglichen Abwehrversuche waren schnell im Sande verlaufen, da die Gewissheit, dass diese Situation unausweichlich war, zumindest, wenn Anna es auch wollte, woran er nicht wirklich zweifelte, unnachgiebig nach ihm griff.
Ihre Lippen küssten, knabberten, strichen über die Lippen des Anderen und nur kurze Zeit später drang Toms Zunge in die Wärme von Annas Mund ein. Die Sanftheit des Kusses wurde von einer Leidenschaft abgelöst, die nicht mehr zu stoppen war. Toms Hände glitten über Annas Hals, ihren Rücken hinab, und langsam führte er sie zu ihrem Bauch um sie mit kaum Kontakt zu ihrem Körper wieder zu ihrem Gesicht hinauf zu leiten. Anna dachte, sie würde vor Sehnsucht nach seinen Berührungen vergehen und reckte sich seinen Händen hingegen. Und schon, sie hatte es kaum gemerkt, hatte Tom sie auf seinen Schoss gehoben. Auch sie erkundete Toms tollen Oberkörper mit ihren Händen. Sie spürte seine Wärme, seine beeindruckenden Muskeln und wünschte sich nichts mehr, als ihn ohne den störenden Stoff zu spüren. Daher ließ sie ihre Hände unter seinen Pulli schlüpfen und strich über seine glatte Haut, bevor sie ungeduldig an dem störenden Kleidungsstück zog. Endlich ergriff Tom die Initiaitive, und zog sich schnell aus. Im Anschluss schob er seine warmen, sanften Hände auch unter ihr Shirt und schob es vorsichtig in die Höhe. Anna hatte das Gefühl unter seinen Händen zu verbrennen, und als er an ihren Schultern ankam, hob sie sofort die Arme, um auch aus dem störenden Stoff befreit zu werden. Annas Brustkorb hebte und senkte sich hektisch, als sie einen Moment beobachtete, wie Tom sie mit sinnlichem Blick betrachtete. Er schaute in Annas Augen und schien sie nach ihrem Einverständnis zu fragen, sie berühren zu dürfen, und als seine Lust auf ihre glasigen, verlangenden Augen traf, trommelte sein Herz noch ein wenig lauter und deutlicher. Sie will es auch, durchflutete ihn die Erkenntnis, dass es nichts mehr gab, das der Erfüllung seine Sehnsucht entgegen stand, und das Gefühl, dass sich in seinem Unterleib sammelte war schon jetzt kaum noch zu bremsen. Er nahm Annas Hände in seine und hob sie langsam an seinen Mund. Er drückte ihr sanfte Küsse darauf, ehe er seine Hände an ihren Armen entlang gleiten ließ um sie letztlich über ihre Schultern zu ihrem Rücken zu führen, wo er mit schnellen Handgriffen den Verschluss ihres BHs lösen wollte. Aber er war wohl aus der Übung. Leise fluchend lehnte er sich nach vorne und schaute über ihre Schulter, während er am Verschluss herum nestelte, und Anna konnte sich ein belustigtes Grinsen nicht verkneifen. Sie unterbrach ihn und schob ihn ein Stück von sich, um ihn gleich in einem verlangenden Kuss gefangen zu nehmen, während sie den BH selbst öffnete und es ihm überließ ihn langsam von ihren Schultern zu streifen. Sie selbst legte ihre Hände auf seinen Schultern, und ließ über die Kuhlen seiner Schlüsselbeine sanft zu seiner Körpermitte gleiten, von wo aus sie seine Muskeln nachmalten. Sie genoss die sanften Berührungen Toms, der ihre Brüste umrundete, sanft darüber strich und ihre Brustwarzen mit kaum wahrnehmbaren Berührungen dazu anregte, sich ihm entgegen zu stellen. Ist das lange her … Nein, nicht lange her. Noch nie da gewesen. Ging es ihr durch den Kopf. Ihre bisherigen sexuellen Begegnungen waren von einer anderen Qualität gewesen, denn die grünen Jungen, mit denen sie bislang zu tun hatte, hatten nicht annähernd diese zielgerichtete Sanftheit und sogleich Leidenschaft vermitteln können, wie Tom das innerhalb kürzestester Zeit geschafft hatte. Ich will dich, mein Lieber. ging es Anna durch den Kopf, und sie war fast peinlich berührt bei diesem frivolen Gedanken. Aber es entsprach der Wahrheit. Es war der Wahnsinn, seine Hände auf sich zu fühlen und ihm immer näher zu kommen, und es dauerte nur wenige Minuten, bis Anna und Tom sich ihrer restlichen Klamotten ebenfalls entledigt hatten. Tom versuchte Anna mit dem Rücken auf das zu Sofa legen, aber Anna hatte andere Vorstellungen. Sie drängte ihn, sich selbst hinzulegen, und blieb auf seinen Hüften sitzen. Tom stöhnte leise auf, als Anna begann sich auf ihm zu bewegen und ihn somit in einen gefährlichen Erregungszustand brachte. Er selbst ließ seine Hände über ihren Bauch hinauf zu ihren Brüsten gleiten, die er dieses mal bestimmt umfasste und massierte, so dass Anna in seine genussvollen Töne einstimmte. Sie stütze sich über ihn, und schaute ihm tief in die vor Verlangen verdunkelten Augen, während sie sich schließlich auf ihn gleiten ließ. Tom hatte sich ihr schon erwartungsvoll entgegenstreckt, und der Moment ihrer Vereinigung löste erneut ein gemeinsames ersticktes Aufstöhnen aus. Tom konnte nicht mehr an sich halten. Er zog Anna zu sich, und küsste sie voller Leidenschaft, während er Annas Hintern umfasste und ihr zu einem Rhythmus verhalf, der ihn selbst an den Rande des Wahnsinns brachte. Der Kuss brach irgendwann ab und Tom genoss mit geschlossenen Augen die Gefühle, die ihn überrollten, wie eine Flutwelle, als ihm ein letzter Funke Verstand suggerierte, dass es hier nicht nur um ihn ging. Er öffnete für einen Moment die Augen und beobachtete Anna, und bei einem Blick in ihr Gesicht, dass sie mit geschlossenen Augen in den Nacken gelegt hatte, war er sicher, dass auch sie gerade anderen Sphären entgegenschwebte. Er betrachtete sie, wie sie verzückt lächelte, wie sich ihr Körper auf ihm bewegte, und ihr Anblick war so faszinierend und begehrenswert, dass sich zu seiner sicherlich triebgesteuerten Lust, außerdem noch ein emotionaler Ausbruch der Gefühle gesellte. Als er dann noch spürte, wie Anna plötzlich innehielt und ihn stoßweise umfasste, wurden seine sowieso kaum auszuhaltenden Empfindungen, durch eine Explosion des Glückes abgelöst.

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Do Jan 10 2013, 10:17

Wow ... ... was für zwei großartige Teile. Ja ja, da ging es am Ende doch schnell. Aber was kommt danach? Hmm, ich hoffe mal nicht, dass die beiden wieder in ihre alten Muster zurückfallen. Aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass genau das passieren wird.

Bitte meeeeeehhhhr davon ...

LG, Mini

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BeitragThema: "13!   Do Jan 10 2013, 22:44

So, meine liebe Mini, extra für dich schon den nächsten Teil (obwohl ich irgendwie gar nicht zufrieden bin Evil or Very Mad)
Weil du mich heute mit so schönem Lesestoff versorgt hast Smile
******************************

Nur kurze Zeit später lag Anna auf Toms Brust und genoss mit geschlossenen Augen die sanften Bewegungen, mit denen die beiden Vereinten versuchten, die berauschenden Gefühle der gemeinsam erlebten Explosion, so lange wie möglich festzuhalten. Annas Atmung war noch immer hektisch und ihre Wahrnehmung erlangte erst langsam die Gewissheit zurück, dass es Dinge gab, die sich außerhalb des eigenen Körpers abspielten. Aber als sie nach und nach wieder in die Realität zurückkehrte, und sie nach einem vorsichtigen Heben des Kopfes, auf ein selig lächelndes Gesicht schaute, das mit noch geschlossenen Augen den Moment genoss, spürte sie plötzlich Scham in sich aufsteigen. Über das was sie hier gerade zugelassen, bzw. aktiv mit voran getrieben hatte. Was ist nur los mit mir? Ein Quicki auf dem Sofa eines fast fremden Mannes. Bin ich eigentlich bekloppt?, fragte sie sich, und löste sich vorsichtig von ihm. Als Tom, aufgeschreckt von der plötzlichen Veränderung der Situation, die Augen öffnete, beobachtete er sie einen Moment, ehe auch in seinen Augen klare Verwirrung zu erkennen war. Verlegen setzten sie sich auf, und blieben schweigsam nebeneinander sitzen während sie versuchten ihre Gedanken zu sammeln. Schließlich streifte Anna Tom mit einem kurzen Seitenblick und zuckte fast vor Verlegenheit zusammen, als sie seine Körpermitte dabei streifte. Dann suchte sie nach ihrer Unterwäsche, um sich schnell anzuziehen. Sie fühlte sich nämlich plötzlich total nackt neben ihm, was sie faktisch ja auch war, aber bislang keinen von beiden gestört hatte. Aber irgendwie war der sinnliche Moment verflogen, und sie fühlte sich, als wäre sie aus einem schlafwandlerischen Traum erwacht, der sie ohne ihren Willen in eine mehr als unangenehme Situation gebracht hatte. Tom betrachtete sie mit einem verstohlenen Seitenblick, und hätte er seine auch gerade aufkeimende Verlegenheit vermutlich irgendwie in den Griff bekommen, ereilte ihn bei ihrer Betrachtung die Ernüchterung, dass sie zu weit gegangen waren, auch wenn sie es beide gewollt hatten. Enttäuscht darüber, dass sein Hochgefühl nur für einen winzigen Moment bestand hatte, und gleichzeitig wütend auf sich selbst, sich überhaupt auf eine Frau eingelassen zu haben sagte er, „Ich geh mal kurz ins Bad,“ stand auf und verschwand unter Annas Blick hinter der Trennwand, die den Wohnbereich begrenzte. Er sieht so gut aus, dachte Anna fasziniert und ließ sich gegen die Rückenlehne des Sofas fallen. Sie schloss einen Moment die Augen und überlegte verzweifelt was sie denn jetzt tun sollte, denn ihre Verwirrung in dieser Situation, mit der sie überhaupt nicht umzugehen wusste, war riesig. Würde er sie jetzt mit einer lapidaren Begründung vor die Tür setzen? Würde sie ihre eigene Scham unterdrücken können, um sich vor ihm nicht total zum Affen zu machen? Kurzentschlossen zog sie auch die anderen Klamotten über, und schnappte sich ihre Jacke und Tasche. Als sie schon fast aus der Tür war, blieb sie an seinem Tisch stehen. Wortlos verschwinden wollte sie dann doch nicht, und insgeheim musste sie sich wohl eingestehen, dass sie ihn auch wiedersehen wollte, wenn sie auch gerade sehr verunsichert war, ob er das auch so sah. Ich überlass es einfach ihm, wie es weiter geht. Sie fand das eine gute Idee. Sie suchte nach einem Stück Papier und einen Stift und schrieb schnell ein paar Worte, ehe sie auch schon die Wohnung verließ. Bevor sie die Tür zuzog zögerte sie nochmal. Soll ich wirklich einfach abhauen? ..., aber dann schloss sie entschlossen die Tür und lief schon die Treppen hinunter. Vor der Haustür angekommen atmete sie erleichtert auf und sog gierig die frische Luft in ihre Lungen.
Tom stand derweil im Bad und betrachtete sich einen Moment im Spiegel. Er war verschwitzt und hatte eine sehr gesunde Gesichtsfarbe. Seit Ewigkeiten hatte er sich nicht mehr so lebendig gefühlt, aber trotzdem konnte er mit der Situation nicht wirklich umgehen. Anna hat gerade nicht wirklich froh ausgesehen, und ich? ... Ich wollte mich doch nicht mehr auf Frauen einlassen. Er stellte sich unter die Dusche. Ganz schnell ein wenig frisch machen, dachte er, denn er wollte Anna nicht das Gefühl geben, einfach sitzen gelassen zu werden. Aber als er sein Gesicht in den Wasserstrahl hielt, rang er immer noch mit sich. Würde er sich nicht doch am liebsten hier im Bad verbarrikadieren?
Als er einige Minuten später, nur mit einer Jogginghose bekleidet, wieder aus dem Bad trat, hatte er immer noch keinen Entschluss gefasst, was er jetzt tun wollte. Vorsichtig trat er neben seine Trennwand und schaute in sein Wohnzimmer, aber der Anblick, der sich ihm bot, war anders als erwartet. Er betrachtete den Tisch, auf dem das dreckige Geschirr stand, und das leere Sofa, auf dem sich lediglich die zerknüllte Decke und seine Klamotten tummelten. Suchend schaute er sich um, aber Anna war nicht mehr zu finden. Sie ist weg! ging es ihm durch den Kopf, und spontan fragte er sich ob er nun erleichtert war, oder vielleicht doch enttäuscht. Er schnappte sich sein Shirt und zog es über, ehe er sich auf das Sofa plumpsen ließ. Es ist besser so. Mehr wollte ich doch eh nicht von ihr, versuchte er das seltsame Gefühl zu verdängen, das einen bitteren Nachgeschmack des Erlebten heraufbeschwor. Und um sich nicht länger mit seinem inneren Chaos beschäftigen zu müssen, begann er aufzuräumen, wobei sein Blick irgendwann auf die Unterlagen auf seinem Tisch fiel. Shit, ich muss ja morgen ganz früh ins Büro, drängten sich ihm seine vernachlässigten Pflichten auf, und er seufzte frustriert auf, denn obwohl er gedachte bald ins Bett zu gehen, war er sich fast sicher, dass er keine geruhsame Nacht haben würde.

Am nächsten Morgen saß Tom matt an seinem Laptop und schrieb den verfluchten Brief, wegen dem er schon so früh ins Atelier hatte kommen müssen. War er doch eigentlich ein sicherer Schreiber, wollte ihm gerade so eine dämliche Einladung nicht von der Hand gehen, und nach der nächsten vermurksten Formulierung, stand er genervt auf, und riss die Tür zum Flur auf. „Frau Hauschke, bringen sie mir doch bitte sofort einen Kaffee.“ Dass die Aufforderung an die Empfangsdame des Unternehmens, ein Wort wie Bitte enthielt, war das Maximum an Höflichkeit, das er gerade aufzubringen in der Lage war. Er hatte sich die gesamt Nacht in seinem Bett hin und her gewälzt, und sich gefragt, wie er das Geschehene einordnen sollte. Und wusste sein Kopf doch ziemlich genau, dass er die Begegnung mit Anna, als eine einmalige Geschichte verbuchen wollte, schienen seine Gefühle, die irgendwie immer noch davon getroffen waren, dass sich diese Frau einfach aus dem Staub gemacht hatte, nicht sicher, ob sie das einfach so abhaken konnten. Morgens war er dann mit einem ziemlichen Brummschädel von seinem Handy geweckt worden, hatte seine Unterlagen auf dem Tisch zusammen gepackt, und war ins Büro gefahren. Aber irgendwie war er noch nicht ganz anwesend. Sein Kopf dröhnte immer noch und seine Konzentration hatte er scheinbar im Bett liegen lassen.
Erschöpft ließ er sich auf seinen Schreibtischstuhl sinken, und las erneut die Sätze, die er bislang in den Rechner gehauen hatte, als es auch schon an seine Tür klopfte, und er erleichtert auf seinen Kaffee baute. Aber statt der erwarteten Frau Hauschke, betrat seine Schwester gut gelaunt sein Büro. „Ein Kaffee, der Herr!“ Sie stellte eine große Tasse Kaffee auf dem Schreibtisch ab und setzte sich unaufgefordert ihm gegenüber. „Naa?“ fragte sie neugierig. „Was ist gestern noch passiert, dass du so dringend einen Kaffee brauchst?“ Tom nahm mit einem gegrummelten „Danke“, und dem kurzen Gedanken, wie er sie am schnellsten wieder loswerden würde, die Tasse in die Hand, und trank erst einmal einen Schluck. Das tut gut!, dachte er, und hoffte, dass sich sein Kopf endlich dazu entschloss, seine Schmerzen einzustellen. Er ignorierte ihre Frage einfach. „War ja eine super Vorstellung gestern.“, raunzte er seine Schwester stattdessen an. „Mich auf den Weihnachtsmarkt bestellen, und dann einfach stehen lassen. Ganz Klasse kleine Schwester.“ Isabella sah ihn entschuldigend an. „Sorry, aber es war gut, dass ich her gekommen bin. Bruno war wirklich nicht gut gefusselt. Da hat Virgin ausnahmsweise mal nicht übertrieben.“ Aber sie war doch so neugierig, also frage sie noch mal. „Und? Bist du direkt nach Hause gefahren?“ Tom schüttelte genervt den Kopf. „Ne, ich war Eislaufen, wolltest du doch so.“ Isabella setzte sich erstaunt auf. „Alleine?“ Tom bemühte sich völlig cool zu bleiben, er hatte ja mitbekommen, dass Anna und Isa sich treffen wollten, also hatte es wohl keinen Sinn zu lügen. „Ne, mit Anna. ... Das hast du ja ganz toll eingefädelt.“ Das kann ich ja gar nicht glauben, schoss es seiner Schwester durch den Kopf, und spätestens jetzt war sie Feuer und Flamme zu erfahren, was da noch passiert war. Obwohl ... die Laune ihres Bruders ließ ja nichts Gutes verheißen. „Ja, und? Wie war´s?“ Tom rieb sich angespannt über das Gesicht. „Sie ist doch echt nett, oder?“, hakte Isa nach. „Na ja, widerspenstig trifft es wohl eher,“ antwortete Tom lapidar, und hoffte sich mit einem Fingerzeig, auf den Brief, den er noch zu schreiben hatte, aus der Affäre ziehen konnte, aber eigentlich hätte er wissen können, dass seine Schwester da nicht mitspielen würde. „Wieso? Hat sie dem großen Tom Lanford etwa Widerworte gegeben?“ fragte sie amüsiert nach, Anna wurde ihr immer sympathischer. Tom sah erneut von seinem Rechner auf. „Isabella, ich muss diesen Brief fertig schreiben." Unverständig verzog er das Gesicht, "Warum muss der eigentlich so früh weg?“ Sie stand unzufrieden auf, denn sie hätte gerne mehr über den vergangenen Abend erfahren, aber es war offensichtlich, dass sie zumindest jetzt gerade nichts aus ihrem Bruder heraus bekommen würde. Und da schoss auch schon ihr Vater herein.
„Guten Morgen Papa!“, sagte sie, und verließ schnell das Büro. „Guten Morgen, Guten Morgen! Und? Wo ist die Einladung an Frau Polauke? Ich sage dir mein Sohn. Diese Frau wird ein Glücksgriff für uns. Die hat Potential. Schick ihr sofort einen Vertrag mit.“ Tom verdrehte die Augen. „Ja Paps, ich habe schon mitbekommen, dass du begeistert bist. Aber bist du sicher, dass sie direkt einen Vertrag bekommen soll? Du hast sie doch nicht einmal kennengelernt.“
Er selbst hatte sich die Bewerbung der jungen Frau am Morgen genauer durchgelesen, und war nicht so angetan. Es war kein Foto dabei gewesen, auf dem man sich zumindest einen ersten Eindruck hätte machen können, und ihr Werdegang war auch eher ernüchternd.“ Außerdem hatte schon ihr Name einen schalen Beigeschmack bei ihm hinterlassen.“ Anna, war es ihm durch den Kopf gegangen, du verfolgst mich wohl. Gut, dieser Gedanke war nicht an die Bewerberin gerichtet, sondern in der Erinnerung an den letzten Abend durch seine Gedanken geschossen, aber es war kein guter Einstieg für eine wohlwollende Betrachtung gewesen. Wenn er jetzt noch gewusst hätte, dass es sich dabei um ein und dieselbe Person handelte, wären seine Vorbehalte wohl noch viel größer gewesen.
"Bei diesen Entwürfen brauche ich das auch gar nicht. Die sprechen nämlich für sich." klärte Bruno seinen Sohn auf, und der fügte sich kopfschüttelnd den Anforderungen seines Vaters. „Wenn du mein Büro nochmal für ein paar Minuten verlässt, dann bekomme ich den Brief auch bestimmt fertig. Warum muss der Brief eigentlich am frühen Morgen schon raus?“ Bruno schüttelte missbilligend den Kopf. Sein Herr Sohn verstand wieder mal gar nichts. „Tom, ist das nicht klar? Damit wir die ersten sind, die ihr ein Angebot unterbreiten. Wir können schließlich nicht darauf bauen, dass unsere Konkurrenz zu blind ist, die Qualitäten dieser Frau zu erkennen.“ Damit verließ er das Büro und überließ die Formalitäten seinem Sohn, schließlich war der für die wirtschaftliche Dinge der Firma zuständig.

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Fr Jan 11 2013, 11:53

Uhiuhiuhi ... jetzt hat Tom auch noch Annas Bewerbung auf dem Tisch liegen, und Bruno will sie haben. Ich grinse schon wieder, beim Gedanken daran, was passiert, wenn die beiden erneut aufeinander treffen. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, ist es ja doch ganz gut, dass Anna einfach die Biege gemacht hat. Mhmm, aber was wird sie sagen, wenn sie vor Tom steht. Immerhin ist es ja ihr ganz großer Traum, endlich ihr eigenes Leben leben zu können, mit ihren eigenen Träumen. Die Fortsetzung verspricht interessant zu werden. Ich bin also wahnsinnig gespannt.

BTW: Bringt es was, wenn ich einen neuen Teil meiner Story einstelle, damit ich ganz schnell einen neuen von deiner lesen kann???

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Fr Jan 11 2013, 17:02

Wooow ... Kati die beiden letzten Teile waren wirklich klasse! Ich hätte zwar nicht gedacht dass es mit den beiden so schnell gehen würde ... aber ... mir hat's gefallen! Embarassed Smile

Schade nur das es so ein Ende nehmen musste ... aber gut ... wir hoffen trotzdem auf ein Happy End! Wink Smile

Bin echt gespannt wie die dann reagieren wenn die beiden erkennen dass aus dem One-Night-Stand Partner ein Chef-Angestellten Verhältnis folgen wird! Smile
Und ich würde sogar fast meinen dass Anna so glücklich über den Vertrag sein wird, dass die Hals über Kopf alles überstürzt, den Vertrag sofort unterschreibt ohne zu wissen auf wen die sich überhaupt einlässt ... und dann im Atelier die große Überraschung erlebt! Wink Razz Smile

Mal schauen wie ich mit meiner Vermutung liege! Wink Smile

BIIIIIIIIIIITTEEEE schneeeeeeeeell weiter Kati! Embarassed

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Fr Jan 11 2013, 20:35

Mini_2010 schrieb:
Uhiuhiuhi ... jetzt hat Tom auch noch Annas Bewerbung auf dem Tisch liegen, und Bruno will sie haben. Ich grinse schon wieder, beim Gedanken daran, was passiert, wenn die beiden erneut aufeinander treffen. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, ist es ja doch ganz gut, dass Anna einfach die Biege gemacht hat. Mhmm, aber was wird sie sagen, wenn sie vor Tom steht. Immerhin ist es ja ihr ganz großer Traum, endlich ihr eigenes Leben leben zu können, mit ihren eigenen Träumen. Die Fortsetzung verspricht interessant zu werden. Ich bin also wahnsinnig gespannt.

BTW: Bringt es was, wenn ich einen neuen Teil meiner Story einstelle, damit ich ganz schnell einen neuen von deiner lesen kann???

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Soso, Minilein,
du bist also, im Gegensatz zu mir, überhaupt nicht ungeduldig Cool . Dass du sogar schon mit mir verhandeln willst, sagt ja doch alles, nicht war. Laughing
Ja, wie du schon richtig erkannt hast, die beiden werden definitv wieder aufeinander treffen, fragt sich nur wann und wie, und wie sich bis dahin mit ihrer Ehrfahrung umgehen... idontknow
So, und jetzt nochmal zurück zu den Verhandlungen,
ich werde mich jetzt dran machen den nächsten Teil zu überarbeiten, was allerdings wohl noch ein bisschen dauert, da ich irgendwie noch so ein paar Sachen umstellen muss, wie mir eben aufgefallen ist. Aber ich denke, ich werde das heute Abend noch schaffen. Und du? Ich warte ... Mad Razz

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Fr Jan 11 2013, 20:39

*~Butterfly~* schrieb:
Wooow ... Kati die beiden letzten Teile waren wirklich klasse! Ich hätte zwar nicht gedacht dass es mit den beiden so schnell gehen würde ... aber ... mir hat's gefallen! Embarassed Smile

Schade nur das es so ein Ende nehmen musste ... aber gut ... wir hoffen trotzdem auf ein Happy End! Wink Smile

Bin echt gespannt wie die dann reagieren wenn die beiden erkennen dass aus dem One-Night-Stand Partner ein Chef-Angestellten Verhältnis folgen wird! Smile
Und ich würde sogar fast meinen dass Anna so glücklich über den Vertrag sein wird, dass die Hals über Kopf alles überstürzt, den Vertrag sofort unterschreibt ohne zu wissen auf wen die sich überhaupt einlässt ... und dann im Atelier die große Überraschung erlebt! Wink Razz Smile

Mal schauen wie ich mit meiner Vermutung liege! Wink Smile

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Ja, ja Ani, wenn die Hormone durchdrehen, da macht Mann nichts, na ja, Frau in diesem Falle ja auch nicht. Wink
Schön, dass es dir gefallen hat. Smile Anna und Tom ja auch ... eigentlich. Surprised

Wie ich schon geschrieben habe, die Frage ist, wann und wie sie sich wieder treffen. Also lassen wir die Geschichte mal weiterlaufen...

LG, und Danke für deinen Kommi Smile
Katha

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BeitragThema: "14"   Fr Jan 11 2013, 23:13

Okay, da ist also der nächste Teil. Nicht lang, aber immerhin.
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Anna hatte nach ihrem Heimweg, den sie als willkommene Zeit zum Lüften ihres überforderten Selbst empfunden hatte, schnell den bereits verdunkelten Gastraum der Goldelse durchquert, um sich unbemerkt in ihr Zimmer zu schleichen. Auf dumme Kommentare ihres Stiefvaters hatte sie nämlich überhaupt keine Lust. In ihren eigenen vier Wänden angekommen, zog sie sich schnell aus, und schlich sich ins Badezimmer. Trotz der späten Stunde stellte Anna die Dusche an, und ließ sich das heiße Wasser über den Körper laufen. Sie schloss die Augen und versuchte alle Gefühle und Gedanken von sich abzuschütteln, aber das Gegenteil passierte. Kaum spürte sie das Wasser auf ihrer Haut, schossen die Erinnerungen an Toms Berührungen auf sie ein. Sie hatte so etwas noch nicht erlebt. Solche Begierde, solchen Genuss, solche überwältigenden Gefühle, und sie fragte sich immer noch ob sie nicht vielleicht doch hätte bleiben sollen. Aber sie hatte sich geschämt, vermutlich am meisten vor sich selbst, da sie im Normalfall eher schüchtern und zurückhaltend war, und sich erst einmal ein genaueres Bild von einem Menschen machte, ehe sie viel von sich Preis gab. Und in diesem Fall hatte sie ja wirklich verdammt viel von sich offen gelegt, im wahrsten Sinne des Wortes. Was hat dieser Typ nur an sich, dass ich mich so habe gehen lassen?, fragte sie sich erneut, aber da sie auch dieses Mal, genauso wie die vielen Male zuvor, keine befriedigende Antwort fand, schob sie ihre Gedanken und Gefühle entschlossen zurück und machte sich bettfertig. Morgen früh ging schließlich ihr normales Leben weiter.

Und der nächste Morgen kam schneller und ungnädiger daher, als sie es sich gewünscht hatte. Nach langem Hin- und Herwälzen war sie irgendwann doch erschöpft eingeschlafen, und wurde am Morgen von ihrer Mutter geweckt, die ohne Rücksicht auf ihr Schlafbedürfnis, in ihr Zimmer gepoltert kam. „Anna, du musst aufstehen. Ich brauche deine Hilfe. Der Laden sieht noch aus wie hulle. Du bist viel zu spät dran! Los jetzt!“ Nach diesen zartfühlenden Worten schloss sich die Zimmertür lautstark und Anna schaute ihrer Mutter mit aufgerissenen Augen hinterher. Sie hatte das Gefühl, als wäre sie erst vor fünf Minuten eingeschlafen und gerade aus ihrer tiefsten Tiefschlafphase gerissen worden. Außerdem fühlte sich ihr Kopf an, als wäre dort ein Rüttelplatte in Gang, die monoton ihrer Aufgabe nachkam, die scheinbar lautete ihre Gehirnwindungen platt zu walzen. Anna setzte sich mühsam auf, umfasste mit beiden Händen ihren dröhnenden Kopf und überlegte, dass sie am Vorabend vielleicht doch das ein oder andere Glas Wein hätte weglassen sollen. Und schon stürmten die Erinnerungen wieder auf sie ein. Sie hatte Sex gehabt. Mit einem Mann, den sie kaum kannte. Oder hatte sie das alles nur geträumt? Sie wünschte fast, es wäre so, auch wenn sie wenn sie ganz ehrlich war, dieses Erlebnis mehr als befriedigend in Erinnerung hatte. Aber um diese Gedanken weiter auszuführen war jetzt wohl nicht der richtige Zeitpunkt. Sie musste schnell aufstehen und den Gastraum der Else für den Mittagstisch vorbereiten. Und das hieß vor allem für Ordnung sorgen und Putzen. Super Plan, wenn der Kopf bei jeder Bewegung das Gefühl vermittelte, erst zeitverzögert mitzuschwingen.
Fünf Minuten später hatte sie sich, pflichtbewusst wie sie war, ein wenig Wasser ins Gesicht geschmissen, eine Jeans und ein Shirt über gezogen und lief die Treppe in die Goldelse herunter, was die in ihrem Kopf befindliche Rüttelplatte in ihrem Vorhaben noch unterstützte. Susanne, ihre Mutter, war gerade dabei, die Tische frei zu räumen und die Stühle hoch zu stellen. „Was ist denn los mit dir ? Auf dich ist doch sonst Verlass.“, fauchte sie ihre Tochter an. „Und wo warst du gestern überhaupt so lang?“ Anna verdrehte genervt die Augen. Na, die hat ja super Laune, ob Armin schon wieder rumgestänkert hat? Und da betrat das Übel auch schon den Raum und belegte die These. „Ach, sind wir auch schon aus unserem Schönheitsschlaf erwacht? Das ist ja zu gütig. Ich muss dich wohl nicht daran erinnern, dass du hier Pflichten hast. Du kannst von Glück sagen, dass dich deine Mutter immer so in Schutz nimmt, ansonsten wärst du schon längst hier raus geflogen, mein Fräulein.“ Anna sah stumm von einem zum anderen und dache nur, Und der Kandidat hat 100 Punkte. Armin hat wieder rumgemeckert, und Mama vermutlich zur Schnecke gemacht, da sie mich verteidigt hat. Und ich bin Schuld. Na klasse.
„Ich bin ja jetzt da. Ich fange sofort an aufzuräumen,“ versuchte sie die Situation zu entschärfen. Sie nahm ihrer Mutter das Tablett aus der Hand und begann Salz- und Pfefferstreuer zusammen zu sammeln, um sie später aufzufüllen. Und als sie merkte, dass Armin erneut anfangen wollte, ihr Vorhaltungen zu machen, drehte sie sich nur um und kam ihm zuvor. „Ja, ja, anschließend werde ich auch noch Putzen und die Kühlschränke auffüllen.“ Es machte einfach keinen Sinn, sich jetzt gegen Armin aufzulehnen, auch wenn die wenige Energie, über die ihr Körper gerade noch frei verfügen konnte, vor Wut in ihr tobte. Eifrig, und darauf bedacht, ihren Kopf nicht mit zu schnellen Bewegungen zu überfordern, wand sie sich wieder ihrer Arbeit zu und hoffte, dass Armin sie jetzt in Ruhe ließ. Aber leider lief er noch einige Zeit im Laden herum, gab ihr immer wieder neue Aufgaben, nörgelte hier, motzte dort, und erinnerte sie zu guter letzt, noch an die Buchhaltung, die gemacht werden wollte. Anna hätte ihm zu gerne vor den Kopf geknallt, dass er sich bald eine neue Blöde suchen musste, die er durch die Gegend scheuchen konnte, aber sie biss sich immer wieder auf die Zunge. Sie musste einfach aushalten und abwarten. Endlich ermahnte er sie das letzte mal lautstark, dass sie den Laden auch ja in Ordnung haben sollte, wenn er wiederkäme und Anna atmete erleichtert auf. Er wollte in den Großmarkt, also hatte sie mindestens zwei Stunden Ruhe. Er schloss die Tür auf und warf Anna noch einen letzten grimmigen Blick zu, als ein Mann die Tür aufstieß und sie Armin vor den Kopf knallte. Anna musste sich erneut auf die Zunge beißen, dieses Mal allerdings , weil sie am liebsten laut losgelacht hätte, und indem sie sich von ihm wegdrehte schaffte sie es tatsächlich ihren Drang zu unterdrücken. Sie hörte wie der Mann sich bestürzt entschuldigte, und Armin ihn anfuhr, ob er nicht aufpassen könne. „Ich, ich habe eine Lieferung für sie. Einen Brief,“ stammelte der Mann völlig eingeschüchtert, und Anna schoss herum. Ein Brief!, schrie es in ihrem Kopf. Eigentlich war das ja nicht besonderes. Aber er wurde per Bote gebracht, was schon etwas besonderes war, und sie hoffte, dass es das war was sie dachte. Schnellen Schrittes ging sie zur Tür. „Ich mach das schon. Du wolltest doch zum Großmarkt.“, sagte sie forsch, und zog den Boten hinein, um Armin gleich aus der frei gewordenen Türöffnung zu komplementieren. Armin ließ es mürrisch geschehen und verschwand endlich aus ihrem Blickfeld.
Anna spürte wie ihr Herz begann zu rasen. Sie hoffte so sehr, dass der Brief für sie wäre, und die Botschaft brächte, die sie endlich von diesem Trauerspiel ihres Lebens erlösen würde. „Also, sie haben einen Brief?“, fragte sie atemlos nach. Der junge Mann kramte in seiner Kuriertasche und zog einen großen Umschlag heraus. „ Für Anna Polauke“, sagte er nach einem Blick auf den Adressaten. „Ja, das bin ich.“ antwortete sie. Ihre Hand zitterte, als sie den Brief in Empfang nahm. Und als ihr der Kurier das Gerät entgegen hielt auf dem sie den Erhalt quittieren sollte, schaffte sie es kaum ihren Namen zu schreiben. Sie bedankte sich und hielt schnell die Tür auf, um den Typen wieder los zu werden und sich dem Schreiben widmen zu können.

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Sa Jan 12 2013, 13:03

Oh Mann, Armin ist ja echt das Ekelpaket. Erinnert mich ein wenig an Aschenputtel, wie sie von der bösen Stiefmutter herumgescheucht wird. Armin würde wirklich eine perfekte böse Stiefmutter abgeben. Aber dass Susanne ihrer Tochter nicht ein bisschen mehr beisteht, enttäuscht mich. Aber gut, damit verstärkt sich in Anna ja nur noch mehr der Drang, endlich aus dieser Hölle herauszukommen. Und da ist er auch schon, der ersehnte Brief. Gut, dass Armin die Biege gemacht und ihr den Brief nicht noch weggenommen hat.

Bin gespannt und völlig hibbelig, wie es weitergeht. Mach schneeeeeeelll ... denn ich warte ...

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BeitragThema: "15"   So Jan 13 2013, 16:40

@ Mini. Ich danke dir für deinen lieben Kommi.
So, und da kommt auch von mir noch was. So zur Sonntagsbeschäftigung. Viel Spaß
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Anna setzte sich langsam auf den nächsten Stuhl und starrte den Brief an. Da stand ihr Name, eindeutig. Aber von wem war er? Das war leider nicht zu erkennen. „Anna, ist Armin schon weg?“ erklang die Stimme ihrer Mutter. Die Blondine sah auf und nickte Susanne, die gerade aus der Küche kam zu. Susanne ging auf sie zu und betrachtete sie eindringlich. „Ist dir nicht gut?“, fragte sie. Anna schüttelte abwehrend den Kopf. „Ist schon in Ordnung. Ich habe nur ein bisschen Kopfschmerzen.“ Susanne blieb vor ihr stehen. „Wo warst du denn nun gestern? Das ist doch eigentlich gar nicht deine Art erst mitten in der Nacht nach Hause zu kommen.“ Anklagend fügte sie hinzu. „Ich habe mir Sorgen gemacht.“ Anna verdrehte die Augen. „Mama, ich bin doch keine 15 mehr. Ich war halt unterwegs.“ Und glaub mir, du willst gar nicht wissen, was dein kleines Töchterchen gestern getan hat, fügte sie in Gedanken hinzu. In diesem Moment öffnete sich die Eingangstür erneut. Anna schaute erschrocken auf, und war nicht sicher ob sie sich ärgern oder freuen sollte. Einerseits lenkte das ihre Mutter sicherlich von dem Thema Abendgestaltung der Anna Polauke ab, aber andererseits konnte sie den Brief in ihrer Hand, immer noch nicht öffnen. Aber dann erkannte sie, dass es Paloma war, die zur Tür herein kam und stand erleichtert auf, denn mit ihrer Hilfe konnte sie endlich ihre Mutter abwimmeln, die sie immer noch vorwurfsvoll anschaute. „Mann Mama, jetzt lass doch mal gut sein. Ich war bei Paloma. Wir haben uns halt mal wieder einen netten Mädelsabend gemacht.“ Susanne sah Anna noch ein letztes Mal giftig an, begrüßte Paloma dann mit einem schnellen „Hallo“, bevor sie sich nach oben in die Wohnung verabschiedete. „Sieh zu, dass du fertig wirst bis Armin wieder kommt. Du weißt ja wie er ist.“, waren ihre letzten Worte, ehe sich die Wohnungstür schloss.
Anna legte den Brief auf den Tisch, und ging stöhnend auf Paloma zu, um sie zu Umarmen. „Du warst meine Rettung.“ Sie schaute Paloma an, und ignorierte das neugierige Grinsen ihrer besten Freundin. „Wenn du jetzt noch eine Kopfschmerztablette für mich hast, bist du wirklich mein Heldin des Tages.“ Damit ging sie hinter die Theke. „Willst du auch einen Kaffee?“ Sie stellte die zwei Tassen Kaffee mit dem Glas Wasser auf die Theke und setzte sich zu Paloma, die mittlerweile auf einem Hocker Platz genommen hatte. „So so, wir beide waren also gestern Abend zusammen, und das offensichtlich recht lange, … und du hast Kopfschmerzen… .“ sagte Paloma belustigt. Sie beugte sich zu Anna und versuchte mit vielsagender Mimik Blickkontakt aufzunehmen. „Anna? Was ist gestern passiert?“ Anna hätte gerne vom Thema abgelenkt, aber sie wusste, dass das vergebens war. Ihre Freundin war Meisterin darin, ihr jedes Detail aus der Nase zu ziehen, und sie gab auch definitiv erst dann Ruhe, wenn sie es geschafft hatte. Sie nahm Paloma erst einmal die Tablette aus der Hand, und schluckte sie mit Hilfe des Wassers herunter, dann sagte sie leise, mit einem ängstlichen Blick nach oben zur Wohnungstür. „Sagen wir mal, ich hatte einen sehr ungewöhnlichen Abend.“ Paloma grinste von einem Ohr zum anderen „Und? Lass hören…“ Anna fasste die Geschehnisse also zusammen, und Palomas Augenbrauen wanderten immer weiter in Richtung Haaransatz. Als Anna abschließend von ihrer Flucht aus Toms Wohnung berichtete, stand ihr zusätzlich noch der Mund offen. „Wow ... Was ist denn in dich gefahren? Das sieht dir ja so gar nicht ähnlich! Sowas ist doch eher mein Part.“ Anna schenkte ihrer Freundin einen verlegenen Seitenblick und zuckte die Schultern. „Ich weiß auch nicht. Irgendwie …“ Sie brach ab. Sie hatte doch selbst noch keine Erklärung für ihr Verhalten gefunden. „Na den Mann will ich sehen, der dir so den Kopf verdreht. Wann seht ihr euch wieder?“ Anna trank einen Schluck Kaffee, und verzog das Gesicht, da dieser schon kalt war, und ihr ein zweifelnder Gedanke durch den Kopf schoss. Ob er wohl anruft? „Vermutlich gar nicht.“, antwortete sie möglichst locker, aber irgendwie spürte sie dabei einen Stich in ihrem Herzen. Sie wollte ihn wiedersehen, und ärgerte sich jetzt schon, dass sie ihm die Entscheidung überlassen hatte, sich bei ihr zu melden. Jetzt saß sie also auf heißen Kohlen und musste warten. Sie schaute auf die Uhr und sprang erschrocken vom Hocker, und warf Paloma einen entschuldigenden Blick zu. „Mist, Armin wird schon bald wieder da sein. Ich muss dringend weitermachen, sonst macht er mir sofort wieder die Hölle heiß. Und ich muss fertig werden, bevor die Frau von gestern wegen der Kleider kommt.“ Paloma verzog kopfschüttelnd das Gesicht. „Es wird wirklich Zeit, dass du hier raus kommst. Du bist echt zu Schade, um Armins Putze zu spielen.“ Anna lachte auf, während sie begann die Salz-, Pfeffer und Zuckerstreuer aufzufüllen. „Wem sagst du das. Ich schaffe es auch kaum noch mich zu beherrschen, und ihm nicht an die Gurgel zu springen. Aber immerhin habe ich ja gestern meine Bewerbung abgegeben. Vielleicht … . Oh Mann, dass habe ich ja ganz vergessen. Ich habe doch eben einen Brief bekommen.“ Sie ließ den Zuckerstreuer, den sie gerade füllen wollte, auf das Tablett fallen, und rannte, gefolgt von Palomas verwundertem Blick, zum Eingang um den Brief vom Tisch zu holen. Dann setzte sie sich doch nochmal neben ihre Freundin und sah ihr ängstlich in die Augen. „Drück mir die Daumen.“, sagte sie flehend, bevor sie mit zittrigen Händen den Umschlag öffnete. Aufgeregt überflog sie die Zeilen des Anschreibens und ließ ihre Hände langsam auf ihre Schenkel sinken, bevor sie einen fassungslosen Blick auf die restlichen Papiere warf. Mit Tränen in den Augen sah sie auf, und Palomas gespannter Gesichtsausdruck fiel in sich zusammen. Sie beugte sich vor und umarmte Anna tröstend. „Die haben doch keine Ahnung wen sie da ablehnen. Lass dich nicht entmutigen. Du findest einen anderen Weg …“. Anna schob sie von sich und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, während sie ihrer Freundin fassungslos in die Augen schaute. „Lanford. … Sie wollen mich haben. Sie wollen mich zum 01.01. einstellen! Das hier ist ein bereits unterschriebener Vertrag. Schau "Tom Lanford, Geschäftsführer"." Jetzt sprang sie auf und zog ihre Freundin mit vom Hocker. "Damit habe ich den Platz auf der Modeschule!" Sie umarmte Paloma stürmisch und drehte sich mit ihr im Kreis. „Paloma, die wollen mich! Ich komme endlich hier raus!“ Sie strahlte über das ganze Gesicht, und warf einen weiteren prüfenden Blick auf den Brief. „Mein Traum wird Wirklichkeit. Ich kann das gar nicht glauben.“, flüsterte sie kaum hörbar. Paloma ließ Anna stehen und ging hinter die Theke. „Ich mach mal einen Sekt auf, ok?“ Anna nickte abwesend, setzte sich wieder auf den Hocker, und las den Brief nochmal genau. Dann sprang sie auf und lief zum Reservierungsbuch. Hastig blätterte sie einige Seiten um. „Oh nein. Paloma, ich brauche deine Hilfe.“ Sie setzte sich wieder und sah ihre Freundin, die gerade zwei gefüllte Sektgläser auf die Theke stellte, flehend an. „Kannst du Freitag Abend für mich arbeiten?“ Paloma hielt ihr Glas in die Höhe und wartete darauf, dass Anna mit ihr anstieß. „Jetzt stoß erst mal mit mir an. Für alles andere gibt es schon eine Lösung.“ In diesem Moment kam Susanne die Treppe wieder herunter. „Anna, du bist ja immer noch nicht fertig. Du weißt doch, dass Armin bald wieder da sein wird.“ Dann trat sie an die beiden Freundinnen heran und hob bei dem Anblick der erhobenen Gläser, skeptisch die Augenbrauen. „Was ist denn hier los?“ Anna sah Paloma hilfesuchend an. Sie wusste, dass es ihre Mutter treffen würde, wenn sie die Goldelse verlassen würde. Denn auch wenn sie Armin irgendwie liebte, war es ihr doch mehr als recht, mit Anna eine zuverlässige Verbündete an ihrer Seite zu haben. Susanne sah immer noch misstrauisch in Annas entschuldigendes Gesicht. „Mama, ich werde meinen Job hier zum 01.01. aufgeben.“ Ihre Mutter legte erschrocken die Hand vor den Mund. „Hat Armin dich … ? Ist er schon wieder da? Hat er dich auch aus der Wohnung ...?“ Anna lächelte sie liebevoll an, und legte ihr ihre Hand auf den Arm. Sie fand es rührend und erschreckend zugleich, dass ihre Mutter gleich dachte, dass Armin sie rausgeschmissen hatte. Was wollte sie nur mit diesem Mann? Sie verstand das einfach nicht, aber gut, das war ein anderes Thema. „Nein Mama. Wenn nichts mehr schief geht, dann werde ich Designerin. So wie ich es mir schon immer gewünscht habe.“ Der Schreck wich deutlicher Ratlosigkeit. „Wie, du wirst Designerin?“ Anna erzählte ihr von der Bewerbung, und dass sie schon heute, nur einen Tag nach der Abgabe, ein Angebot von einer Modefirma bekommen hatte und damit die Zugangsvoraussetzung für die Modeschule erfüllte. Jetzt ließ sich Susanne fassungslos auf dem Hocker neben Anna nieder, und stürzte den Sekt, den Paloma ihr hingestellt hatte, in einem Zug hinunter. „Das wird Armin gar nicht gefallen.“, seufzte sie leise. Dann schaute sie Anna in die Augen und sagte mit einem Lächeln im Gesicht. „Aber ich freu mich riesig für dich.“ Anna war erleichtert. Sie hatte so sehr gehofft, dass ihre Mutter so reagieren würde. Da mischte sich Paloma wieder ins Geschehen ein. „Und warum soll ich Freitag für dich arbeiten?“ Anna sah sie zerknautscht an. „Weil ich zum Kennenlernen der Geschäftsführer, sowie der sonstigen Belegschaft am Freitag auf die lanfordsche Weihnachtsfeier eingeladen bin.“ Susanne sah erstaunt auf. „Sagtest du Lanford? Die haben doch bei uns reserviert …“. Anna zog wissend die Augenbrauen in die Höhe und nickte. Sie wusste, dass das Armin gar nicht in den Kram passen würde. Hoffentlich würde er ihr nicht alles kaputt machen. Aber gerade daher wäre es schon mal wichtig einen Ersatz für ihre Schicht liefern zu können. „Also, machst du´s?“ flehte sie Paloma an, die Anna darauf hin ergeben zunickte. „Klar, meine Süße. Du kannst auf mich zählen.“

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    So Jan 13 2013, 20:24

Oh, Anna sprüht ja geradezu vor Optimismus. Mal schauen, wie sie reagiert, wenn sie den Geschäftsführer von Lanford kennenlernt. Und dann gleich auf die lanfordsche Weihnachtsfeier eingeladen. Mhmm ... ich bin neugierig und wahnsinnig gespannt.

Mach weiter, weiter, weiter ... ganz schnell ... *aufgeregtaufundabhüpf*

LG, Mini

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Mo Jan 14 2013, 14:51

Ja, ja, meine liebe Mini, ich habe es doch gesagt, sie werden sich definitv wiedersehen. Mal sehen, wie das so wird? Cool
Bis dahin hüpf nicht so viel, nicht dass du dir einen Muskelkater holst Razz

LG, Katha

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BeitragThema: "16"   Mo Jan 14 2013, 21:36

So, nach langem hin und her, und vor und zurück, also auch der nächste Teil.
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Ja, Tom hatte die Einladung und den Vertrag für Anna Polauke geschrieben, die in Brunos Augen absolut würdig war, von ihm ausgebildet zu werden, und dass es überhaupt dazu gekommen war, hatte Anna neben ihrem eigenen Talent, im Enddefekt tatsächlich Tom zu verdanken.
Bruno war bei der Sichtung der Bewerbungsmappen in der Modeschule nämlich ziemlich enttäuscht, oder sagen wir eher entsetzt gewesen. Die meisten Mappen sahen nach seiner Meinung aus, als hätten die Köpfe die sie erschaffen hatten, keine eigenen Ideen gehabt und abgekupfert was es schon gab, oder aber so abgedrehte Ideen entwickelt, dass man sie doch lieber nicht auf die Menschheit los lassen sollte. Brunos Laune war von einer Mappe zur nächsten schlechter geworden, und nachdem er die letzten nur noch im Schnelldurchgang überflogen hatte, war er geradezu an die Decke gegangen, und hatte der Direktorin der Modeschule sehr deutlich klar gemacht, dass er auf solchen Nachwuchs gut verzichten konnte. Er hätte unter diesen Voraussetzungen keinerlei Interesse daran, sich an einer Ausbildung zu beteiligen, wenn nichtmals ein Funken von Talent und Potential erkennbar sei, und so weiter und so weiter ... Während er seine Tirade über die arme Frau hinwegfegen ließ, die ja schließlich auch nichts für die kreativen Ergüsse der Bewerber konnte, wurde eine letzte Mappe herein gereicht , die erst wenige Minuten vor Fristende eingegangen war, aber Bruno hatte es schlichtweg abgelehnt sie auch nur in die Hand zu nehmen, war er doch viel zu erbost über die untalentierte Jugend, und vor allem immer noch nicht fertig mit seinem ausufernden Aufklärungsversuch über die wahre Kunst des Designens. Tom, dem die Auschweifungen seines Vaters mal wieder mehr als peinlich waren, nahm die Bewerbung mit einem entschuldigenden Blick in Richtung der Direktorin an, einerseits um sich ein wenig versöhnlich zu zeigen und andererseits um nicht mit leeren Händen neben seinem Vater stehen bleiben zu müssen. Außerdem ärgerte es ihn maßlos, dass er seine Zeit gerade mit diesem wenig erfolgreichen Besuch einer Modeschule verplämperte. Die Leute zur Sau machen, hätte sein Vater schließlich auch ohne ihn können. Also hatte er, um die Zeit tot zu schlagen, die Mappe aufgeschlagen und sie eher uninteressiert betrachtet. Aber bei dem dritten Entwurf, war er dann endgültig hängen geblieben. Was er da bisher gesehen hatte, gefiel ihm. Nicht, dass das ausschlaggebend war, er war schließlich nicht ohne Grund für die Zahlen der Firma zuständig, und nicht für die Mode ansich. Aber, er hatte in seinen Jahren, die er mittlerweile in der Firma arbeitete, schon so viele Entwürfe gesehen, dass er zumindest eine Idee davon hatte, was einen guten Entwurf ausmachte. Zumindest in den Augen seines Vaters, dessen gutes Beurteilungsvermögen er an sich nicht anzweifelte. Er hatte kurz überlegt, und da es im wirtschaftlichen Sinne ja tatsächlich Sinn machte, eine Designerin von der Pike auf anzulernen, schließlich verdiente sie in der Trainee-Zeit ja auch weniger, und war anschließend so gut im Unternehmen integriert, dass sie genau wusste worauf es ankam, dachte er sich, er sollte es doch drauf ankommen lassen. Auch wenn es für ihn einen riesigen Stress bedeuten würde, wenn er einer Fehleinschätzung erlegen war. Also war er an seinen Vater heran getreten, um das Wagnis einzugehen und Bruno zu unterbrechen. "Bruno, komm mal mit," hatte er einfach gesagt, und seinen Vater in Richtung des Tisches gebeten. Den tödlichen Blick, des völlig aus dem Konzept gebrachten Mode-Genies hatte er einfach ignoriert, und als Bruno gerade zu einem neuen Tobsuchtanfall ansetzen wollte, hatte er ihn auf die ausgebreiteten Entwürfe aufmerksam gemacht. Brunos funken sprühenden Augen waren nur über den Tisch hinweg geflogen, ... aber schnell war sein Interesse geweckt gewesen. Für das Gute hatte er halt ein Auge. Er hatte seinem Sohn einen erstaunten Blick zugeworfen, und überlegt ob sein ältester Spross vielleicht doch noch so was wie einen Modesinn entwickeln sollte, eher er die Entwürfe genauer betrachtet hatte. „Die sind gut“, hatte er vor sich hingemurmelt und Tom hatte erleichtert die Luft ausgestoßen und der Direktorin ein schräges Lächeln geschenkt, denn er kannte seinen Vater gut genug, um zu wissen, dass die Veranstaltung doch noch ein gutes Ende nehmen würde.
Und so war es auch gekommen. „Diese Entwürfe sind wirklich gut!“ hatte Bruno schließlich enthusiastisch ausgerufen und Tom sofort damit beauftragt, sich ohne wenn und aber, um alles weitere zu kümmern. Da interessierte dann auch kein Bewerbungsschreiben und kein Lebenslauf mehr. Eine Person, die so etwas aufs Papier zaubern konnte, hatte Talent und Potential, und damit war sie für Bruno genau die Richtige.
Voller Euphorie hatte Bruno die Direktorin für ihre Bewerberin beglückwünscht und ihr versichert, dass er sich auf die Zusammenarbeit freue. Und diese hatte sich, völlig irritiert über die 180-Grad-Wendung der Situation und vor allem der emotionalen Verfassung ihres Gegenübers, erleichtert bedankt. Denn für das Renomeé der Modeschule war es enorm wichtig, Modegrößen wie Lanford als Kooperationspartner präsentieren zu können.

Tom war froh, als er den Brief abgeliefert hatte, so dass Bruno endlich zufrieden gestellt war, denn so konnte er sich dem Tagesgeschäft zuwenden, in dem er so häufig sein Heil suchte. Dabei vergaß er nämlich in der Regel, was ihm sonst so durch den Kopf ging, und das war heute wirklich nötig, ... funktionierte aber leider überhaupt nicht.
Es schien, als hätten sich alle gegen ihn verschworen. Er hatte kaum begonnen, die Bestellungen der letzten Woche zu prüfen, als seine Schwester schon wieder auf der Matte stand, und erneut versuchte, Details des vergangenen Abends zu erfahren, und als er sie mit seiner stoischen Genervtheit endlich vertrieben hatte, erinnerten ihn andere Dinge daran was er getan hatte. Allem voran sein pochender Kopf, der einfach keine Ruhe geben wollte. "Verdammter Glühwein" fluchte er vor sich hin, denn er kannte sich gut genug, um zu wissen, dass er von Wein allein, niemals einen solchen Kater bekommen hätte, der sich zudem noch als sehr hartnäckig erwies. Aber das alleine war es nicht. War er morgens bereits durch die ständige Erwähnung des Wortes Anna an den letzten Abend erinnert worden, waren scheinbar alle Angestellten angewiesen indirekt seine Erinnerungen anzukurbeln. Jedes mal wenn er durch das Atelier ging, ertönten Worte wie Weihnachten, Weihnachtsmarkt oder Glühwein, und als er schließlich am Empfang seine Post durchschaute, und dabei Zeuge davon wurde, wie sich zwei junge Frauen mit einer diebischen Freude über ihre Eroberungen des letzten Abends unterhielten, raunzte er sie mit einem grimmigen "Haben sie nichts zu tun?" an, ging mit knallender Tür in sein Büro zurück und ließ sich auf seinen Schreibtischstuhl fallen. War ich vielleicht auch nur eine Eroberung für Anna, ging es ihm durch den Kopf, und er musste feststellen, dass ihm diese Theorie überhaupt nicht behagte. Entschlossen sich endlich auf die Arbeit zu konzentrieren, nahm er einen Hefter mit einer Kalkulation in die Hand, und schlug ihn entschlossen auf, aber da kreuzten die beiden Frauen schon wieder kichernderweise sein Blickfeld, dass sich durch die Glasfront seines Büros eröffnete, und sofort arbeiteten seine Gedanken weiter. Die Tatsache, dass sie sofort verschwunden war, spricht ja eigentlich dafür, ging es ihm durch den Kopf. Das kann mir doch nur recht sein, dann kann ich es doch auch als One-Night-Stand abhaken, und muss mich nicht länger mit den Gedanken daran quälen, versuchte er dieser Idee etwas abzugewinnen, aber da gab es etwas in ihm, dass mit einem frustrierten Grummeln reagierte und ihm deutlich zeigte, dass er einerseits keine Trophäe sein wollte, und er es andererseits auch nicht glauben konnte, denn das hätte bedeutet, dass er sich ein ganz falsches Bild von der kleinen Blondine gemacht hätte.
Genervt, weil er in den heiligen Hallen der Kunst einfach keine Ruhe und Konzentration zur Arbeit, und damit der Ablenkung fand, die er so dringend suchte, gab er schlussendlich auf.
Er packte seine Sachen und trat an den Empfang um sich für den Rest des Tages abzumelden. Er würde Zuhause weiterarbeiten, und sich ohne äußere Störungen endlich auf seine Arbeit konzentrieren.

Eine halbe Stunde später schloss er erleichtert seine Wohnungstür hinter sich. Puh, endlich allein, dachte er als er seine Tasche abstellte und sich seiner Jacke entledigte. Aber als er sich in Richtung Wohnzimmer bewegte, blieb er plötzlich wie angewurzelt stehen. Sein Blick war starr auf sein Sofa gerichtet, und die Bilder, die ihm spontan durch den Kopf schossen, verwirrten ihn mehr als alles, was er im Atelier schon als so schrecklich anstrengend empfunden hatte. Der Anblick des Ortes, an dem er gemeinsam mit Anna die schönsten Stunden der letzten Monate verbracht hatte, reichte aus, um ihm eben jene junge Frau in allen möglichen Variationen zu präsentieren. Sein Herz klopfte spontan einen schnellern Rhythmus, aber was ihn daran am meisten störte, war die Tatsache, dass es die harmlosen Bilder waren, die auftauchen und in ihm das Gefühl der Aufregung heraufbeschworen. Annas Anblick in den verschiedensten Situationen, lächelnd, verschmitzt, verlegen, sturr, frech, all diese entzückenden Eindrücke von ihr, sendete ihm sein Hirn, was ihn überraschte und gleichzeitig schockierte. Denn hätte er Erinnerungen an die sinnlichen und zugleich leidenschaftlichen Momente mit Anna noch mit der Begründung abtun können, dass er seit einer ewigen Zeit der Abstinenz, endlich mal wieder sexuelle Befriedigung erlebt hatte, konnte er die Bilder, die ihn fesselten, nicht nach seinen Wünschen begründen. Sie ließen nämlich nur einen Schluss zu, was er sich aber eigentlich nicht eingestehen wollte. Er war von Anna als Person mehr als angetan, um es vorsichtig zu formulieren.
Tom riss sich schließlich entschlossen aus diesen Erinnerungen, und ging in die Küche. Mit einem Glas Wasser in der Hand stellte er sich ans Fenster und sah in die Ferne. Wie zur Abwehr schüttelte er entschieden den Kopf und dachte, sich selbst überzeugend. Ich will keine Frau mehr in meinem Leben. Das bringt doch alles nur Unglück. Also vergiss sie ganz schnell, und dann ist alles wieder gut. Zu sehr war er von seinen negativen Erfahrungen mit seiner angeblichen großen Liebe geprägt, als dass er sich bedenkenlos auf seine zweifellos spannenden Gefühle hätte einlassen können. Er trank sein Glas in einem Zug aus und setzte sich an seine Arbeit, um in den Zahlen der Buchhaltung seine gedankliche Befreiung zu finden. Und dieses Mal versagte ihm seine Arbeit nicht die Hilfe, die er suchte. Für mehrere Stunden waren jegliche Gedanken und Gefühle an irgendwelche Frauen aus seinem Kopf vertrieben.
Als er schließlich alles erledigt hatte, lehnte er sich zufrieden zurück und schaltete seinen Laptop aus. Er war hundemüde und beschloss kurzerhand nach einer heißen Dusche im Bett zu verschwinden. Aber da klingelte es an der Tür, ein Tatbestand, der Tom lediglich ein mürrisches "Oh nö" entlockte. Besuch war jetzt nun wirklich das Letzte, worauf er Lust hatte, und er entschied, einfach abzuwarten, damit der Besuch wieder gehen würde, aber da klingelte es schon das zweite Mal. Müde stand Tom also auf und trat die zwei Schritte an die Tür.

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Di Jan 15 2013, 08:49

Oh mann, der arme Tom. Der wird ja richtig verfolgt von seinen Gefühlen. Und wer steht da nun vor der Tür? Ich tippe mal auf Isa, denn die will ja immer noch eine Antwort auf ihre Frage, wie der vergangene Abend gelaufen ist, haben. Und dass die Gute hartnäckig ist, wissen wir ja zur Genüge ...

Danke für diesen tollen Teil, den ich natürlich sofort verschlungen habe ...

LG, Mini (die immer noch auf mehr wartet - Suchti, der ich bin ... )

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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    Di Jan 15 2013, 17:19

Ja, ja, mein lieber Suchti, ich kann dir das ja so gut nachempfinden, geht es mir doch nicht anders. Wink Ich werd sehen, was sich machen lässt, damit du auch bald erfährst, wer da vor der Tür steht, oder vielleicht doch nicht? Embarassed
Und Tom wirds schon schaffen, ist doch ein harter Kerl, oder? Question
Danke Rolling Eyes , und liebe Grüße ...
Katha

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BeitragThema: "17"   Di Jan 15 2013, 22:11

Auch wenn ich lieber mal am Ende weiterschreiben sollte, habe ich meine Zeit doch darauf verwendet den nächsten Teil postingreif zu machen. Also habt viel Spaß damit!
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Tom öffnete mit einem kleinen Kopfschütteln die Tür, und wunderte sich gar nicht. „Isa, welche Überraschung. Du hast ja gerade einen richtigen Narren an mir gefressen.“ Er machte mit verdrossener Miene eine einladende Geste. Isabella betrat, mit dem für sie üblichen kecken Grinsen die Wohnung. Sie würde sich nicht abblocken lassen, sie würde ihn weiter nerven, bis er endlich nachgab, und sich dem Leben wieder öffnete. „Hey Bruderherz, du warst ja heute schon so früh weg. Ich wollte nur kurz sehen, ob bei dir alles klar ist?“ Tom schloss die Tür hinter ihr und zeigte auf den mit Unterlagen beladenen Tisch. „Ich brauchte einfach mal Ruhe zum Arbeiten, sonst nichts. In der Firma drehen sich ja alle Gespräche nur noch um Weihnachten, Geschenke, das richtige Kleid und solchen Blödsinn.“ Er verschränkte abwehrend die Arme vor der Brust, während sein Gesicht seine Körperhaltung in gekonnter Weise unterstützte. Isa ließ sich auf Toms Sessel nieder und schaute sich kurz in Toms Wohnung um. „Naja, vor vorweihnachtlicher Stimmung bist du hier auf jedenfall gefeit, von daher hast du den Ort schon richtig gewählt. Hast du vielleicht was zu trinken für mich. Ein Glas Rotwein, oder so? Nach Bier muss ich ja wohl kaum fragen.“ Tom ging in seine Küche und schaute mit wenig Motivation in sein gähnend leeres Weinregal, und auch eine angebrochene Flasche war nirgends mehr auszumachen. Lediglich die leere Flasche, die an den vorangegangenen Abend erinnerte, stand noch auf der Ablage, und da drängte sich dieses völlig starrsinnige Bild, das er schon den ganzen Tag versuchte zu verdrängen, auch schon wieder in seinen Kopf. Anna. Genervt schüttelte er den Gedanken wieder von sich ab und schaute sich zu seiner Schwester um. „Wein ist aus. Ich hätte noch einen Champagner im Kühlschrank. Ansonsten kann ich dir leider nur Wasser anbieten.“ Isabella drehte sich erstaunt zu ihm um. „Du hast keinen Wein da? Was ist denn mit dir los? Ich nehm dann ein Wasser. Dieses Schickie-Mickie-Gesöff kannst du gerne behalten. Für welchen Anlass, hast du den denn eingelagert?“ Tom drehte ihr den Rücken zu, und dachte gereizt Schwesterchen du redest eindeutig zu viel, bevor er zwei Gläser mit Wasser füllte, während er durch ihre Fragen angeregt, wehmütig an die Zeit zurück dachte, in der er den Champagner gekauft hatte. Vielleicht sollte ich den wirklich mal langsam trinken, ... oder ihn einfach in den Ausguss schütten. Da könnte er so zerfließen, wie der Anlass für den ich ihn bestimmt hatte.
Mit den zwei Gläsern in der Hand, setzte er sich zu seiner Schwester, und bemerkte, um von diesem lästigen Thema Frauen abzulenken. „Aber du warst heute Mittag auch plötzlich verschwunden ...“ Isa verzog vielsagend das Gesicht, denn damit hatte er ihr das Stichwort gegeben, das Thema anzusprechen, das sie eigentlich interessierte.
„Ich hab mich mit Anna getroffen.“ Sie hatte ihre Aufmerksamkeit voll auf Toms Mimik gerichtet, um keine Regung zu verpassen. „Sie meinte, ihr hättet gestern einen netten Abend gehabt." Toms Augenbrauen zuckten kurz in die Höhe. Die Erwähnung Annas berührte ihn, auch wenn er sich unbeeindruckt zeigte. "Ach ja? Und, hat sie dir mehr erzählt?" Paule schüttelte trübselig den Kopf. "Ne, sonst wollte sie auch nicht so richtig was rausrücken.“ Tom nickte mit zufriedenem Gesichtsausdruck, und wischte sich innerlich den Schweiß von der imaginären Stirn. Na ja, eigentlich wunderte es ihn nicht wirklich, dass sie auch nichts gesagt hatte. "Siehste. Es war nett, mehr gibt es auch gar nicht zu erzählen." bestätigte er, und sofort musste er daran denken, wie der Abend geendet hatte. Sie war einfach gegangen. Das schmerzte ihn immer noch, obwohl er sie irgendwie verstehen konnte, und er es sich ja auch fast gewünscht hatte. „Und, wirst du sie noch mal treffen?“ Isabella hatte die Taktik geändert, wenn die Beiden ihr nicht erzählen wollten, was sie so getrieben hatten, dann wollte sie zumindest wissen, ob und wie es weiter ging. Tom konnte eindeutig eine Freundin gebrauchen, wie auch immer diese Freundschaft aussehen würde. Und da er sich auf seine alten Freunde lja kaum noch einließ, wäre eine neue Bekanntschaft doch vielleicht eine Lösung. Tom sah seine Schwester erstaunt und auch ein wenig erschrocken an. „Ich denke nicht“, wiegelte er schnell ab. „Schließlich haben wir den Abend nur zusammen verbracht, weil du uns hast stehen lassen.“ Isa grinste in sich hinein, sie war sich zwar nicht ganz sicher, aber irgendwie waren ihr Toms Reaktionen zu schnell, und gleichzeitig nicht überzeugend genug, denn den Schreck in seinen Augen, der etwas von "ertappt" hatte, konnte er nicht schnell genug wieder verscheuchen. Also folgerte sie frohlockend, dass er den Abend vielleicht doch ein bisschen netter als nett fand. Also weiter im Takt mein Lieber, „Als ich Anna danach gefragt habe, meinte sie, es läge an dir. Also?“ Jetzt war Tom verwirrt. Warum liegt das an mir? fragte er sich. „Wieso? Ich weiß gerade mal, dass sie Anna heißt. Ansonsten weiß ich nichts von ihr.“ Isa grinste von einem Ohr zum anderen, und ihre Augen strahlten ihn frech an, „Ich kann dir ihre Nummer geben … Und ich weiß auch wo sie wohnt. Daran soll es also nicht liegen.“ Tom schüttelte abwehrend den Kopf. Ich will das doch gar nicht, und Anna hat mir mit ihrem Abgang ja auch nicht gerade signalisiert, dass sie sich auf eine Wiederholung des Dates freuen würde. Da verdrehte er, von sich selbst genervt die Augen, was heißt denn hier Date? Wir wurden zufällig gemeinsam stehen gelassen, nicht mehr und nicht weniger. „Ne, lass mal…“. Da setzte sich Isa auf, und hakte energisch nach, das war doch alles Kinderkacke, wie er darum eierte. „Warum denn nicht? Du hast doch selbst gesagt, dass der Abend nett war? Ich sag doch nicht, dass du gleich mit ihr in die Kiste springen oder ihr einen Antrag machen sollst.“ Tom sprang auf, und drehte ihr schnell den Rücken zu, um von seiner Verwirrung abzulenken. Das eine haben wir ja auch schon hinter uns. Oh Mann, ich weiß immer noch nicht, was da in mich gefahren ist. ... Und das andere werde ich in diesem Leben sowieso nicht mehr erleben. Nein, ich will sie nicht wieder sehen…
Er ging zum Tisch, nahm die Fernbedienung für die Anlage in die Hand und schaltete das Radio an. Dann drehte er sich zu seiner Schwester um. Angriff war doch immer noch die beste Verteidigung. „Mann Isa, bin ich wirklich ein so schlechter Mensch, dass du der Meinung bist, dass ich mein Leben unbedingt ändern müsste?“ Isabella ließ sich resigniert wieder in den Sessel sinken und trank einen Schluck. Sie sah nachdenklich aus. Dann stellte sie ihr Glas weg, stand wortlos auf und ging zur Tür. Sie hatte die Türklinke schon in der Hand, als sie sich noch mal zu ihm umdrehte. Ihre Mimik war ernst und ihre Augen irgendwie sogar traurig, das ließ nichts Gutes verheißen und Tom war nicht sicher, ob er hören wollte, was sie noch zu sagen hatte. „Nein Tom, du bist kein schlechter Mensch. Ganz im Gegenteil. Und gerade deshalb würde ich mir so sehr wünschen, dass dein Leben mit mehr als Arbeit gefüllt wäre.“
Als die Tür hinter ihr ins Schloss fiel, ließ sich Tom, der bockig wie ein Esel vor dem Sofa stehen geblieben war, auf selbiges fallen und rieb sich über sein Gesicht. So ein Quatsch, so leer ist mein Leben doch gar nicht. Trotz seiner vehementen Verteidigungsversuche, mit denen er letztlich sich selbst überzeugen wollte, dass sein Leben so wie es war richtig war, war er plötzlich total deprimiert. Und um ihn noch weiter zu verunsichern, wurde er plötzlich von einem Lied eingelullt, das ihm mehr als bekannt vorkam, und ihn vor weitere Fragen stellte.
Seven little numbers, Baby, they could be a start. - Seven little numbers, Baby, I know yours by heart. - All the pretty things that we could be …
Es war das Lied, das Anna auf dem Weihnachtsmarkt gesungen hatte, und der textliche Inhalt, den Tom damals schon verwirrend gefunden hatte, weil er plötzlich die Frage in ihm heraufbeschworen hatte, ob er selber wohl auch nochmal solche verliebte Nervosität erleben würde, machte ihn jetzt nur noch wütend. Verbittert sprang er auf und haute mit Wucht gegen seine Anlage, damit es aufhörte. „Hat sich denn alles gegen mich verschworen?“ fluchte er laut, und versuchte mit Gewalt seine Gedanken, Gefühle und vor allem Annas Gesicht aus seinem Kopf zu verbannen.

Am nächsten Morgen, der sich nicht viel besser anfühlte, als der letzte, startete Tom ein Aktiv-Programm, denn er hatte irgendwann in den frühen Morgenstunden, nach gefühlten tausend hin und hers in seinem Bett, beschlossen, dass es so nicht weiter ging. Er würde Anna aus seinen Gedanken verbannen und dafür sorgen, dass er beschäftigt genug war, dass das auch funktionierte. Als erstes drehte er eine große Jogging-Runde, bevor er sich eine ausgiebige Dusche gönnte, und sich ein schnelles Frühstück genehmigte. Dann packte er seine am Vortag bearbeiteten Unterlagen in seine Tasche um sich zu einem arbeitsintensiven Tag in die Firma aufzumachen . Der Jahresabschluss stand vor der Tür, also mussten viele Unterlagen gesichtet, die Buchhaltung geprüft, und die Inventur vorbereitet werden. Damit gab es also genügend Füllstoff für seinen Kopf. Als er Jacke und Schuhe schon anhatte, fiel ihm ein Briefumschlag auf, der unter seinem Stuhl lag. Er hob ihn auf, während er schon nach seiner Tasche griff, aber in halber Bewegung blieb er plötzlich hängen. Wer hat denn das geschrieben? fragte er sich kurz, als er die handschriftliche Notiz entdeckte, aber ihm auf Anhieb keiner einfiel, dessen Handschrift hätte passen können. Im Aufrichten las er skeptisch die wenigen Worte, und da wusste er es. „Sie ist also doch nicht einfach gegangen …,“ brabbelte er lächelnd vor sich hin und unmittelbar erwachte das große Krabbeln in seinem Bauch. Er las die Worte noch einmal.
„Ich danke dir für den schönen, wenn für mich auch sehr ungewöhnlichen, Abend. Wenn du Lust hast, dann melde dich doch…
Liebe Grüße Anna“

Dahinter war feinsäuberlich eine Handynummer notiert.
Jetzt weiß ich auch, warum es an mir liegen soll, ob wir uns wiedersehen. Er griff spontan nach seinem Handy und begann die Nummer einzutippen, um sie zu abzuspeichern, als er plötzlich inne hielt. „Scheiße, was mach ich denn hier? Nix da…“ Damit steckte er das Handy wieder weg, nahm seine Tasche und verließ schleunigst seine Wohnung.

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Manche Dinge brauchen einfach keine Worte ...
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BeitragThema: Re: AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"    

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AnTom "Eine ereignisreiche Zeit"
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