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 Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"

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Mini_2010

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BeitragThema: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mo Jan 07 2013, 12:20

Liebe LeserInnen und AudL-Fans,

die nachfolgende Story habe ich vor ein paar Monaten begonnen zu schreiben. Sie ist noch nicht fertig - worum ich mich aber redlich bemühen werde
- aber ich möchte sie euch nun doch nicht mehr länger vorenthalten. Die Idee kam mir, nachdem ich eine von Staffis One-Shots gelesen hatte ...

Ein paar kleinere Anmerkungen vorab:

Anna und Tom waren nie verheiratet gewesen und haben auch ihre Partner nicht verloren. Tom ist erst vor Kurzem aus Amerika zurückgekommen, während Anna mit Jonas zusammen eine Werbeagentur führt. Alles andere, lest selbst ...

Viele Spaß!


Liebe Grüße,
Mini

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um zu sich selbst zu finden.“
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mo Jan 07 2013, 12:46

Teil 1

„Ich freu mich so für dich.“, flüsterte Anna und zog ihre beste Freundin Paloma in eine liebevolle Umarmung. „Und ich wünsch dir alles Glück der Welt.“, fügte sie leise hinzu. Paloma sah ihre Freundin mit leuchtenden Augen an. „Danke“, hauchte sie mit einem ziemlich breiten und zweifellos glücklichen Grinsen. „Und bei dir?“, verlangte sie mit einem verschmitzten Augenzwinkern zu wissen. Annas Mundwinkel zuckten unschlüssig, ehe sie mit einem unüberhörbar genervten Stöhnen die Luft ausstieß. Immer wieder dieselbe Leier …, ging es ihr frustriert durch den Kopf. „Lass uns nicht darüber reden, okay.“, wiegelte sie schließlich mit einem halbherzigen Lächeln ab. Paloma rollte die Augen. „Anna … das ist jetzt wie lange her? Zwei Jahre? Meinst du nicht …“ Hör endlich auf mit dem Scheiß … „Nein.“, unterbrach Anna ihre Freundin scharf. Die Brünette hob erstaunt, ob der Heftigkeit des Ausbruchs ihrer Freundin die Brauen, ehe sich ihre Augen zu schmalen Schlitzen verformten und eindringlich in Annas Gesicht, aus welchem ihr ein Paar blaue Augen entschlossen entgegenblitzten, zu forschen begannen. „Ich hab genug davon, … endgültig.“, betonte die zierliche Blondine schroff. Doch dann erwärmte sich unvermittelt ihre vorübergehend frostige Miene. Lächelnd neigte sie den Kopf. „Und dir wünsche ich, dass du mit Enrique wirklich den Richtigen gefunden hast.“, bekräftigte sie mit einem gewichtigen Nicken und hoffte inständig, dass dieser Themenwechsel genügte, um von ihrem eigenen verquirlten Liebeschaos’ abzulenken. Denn was das betraf, hatte Paloma es sich geradezu zur Passion gemacht, Anna unter die sprichwörtliche Haube zu bekommen … na gut, zumindest erst einmal, ihr das männliche Geschlecht schmackhaft zu machen. Ein reichlich aussichtsloses Unterfangen und darüber hinaus ziemlich ermüdend. Seit zwei Jahren schon hörte sie sich nun diesen Quatsch – von wegen, du findest auch noch den Richtigen … und nicht alle Männer sind feige Arschlöcher … – an. Und so langsam hing ihr der ganze Schmacht-Schmalz-Laber-Rababer-und-alles-wird-gut-Quark elendig zum Halse raus. Genervt flog ihr Blick durch den Raum und blieb bei einem dunkelblonden Mann hängen, der am anderen Ende des Raumes stand und sich mit einem anderen Mann unterhielt. Enrique. Sie kannten sich seit gut einem Jahr, und sie mochte diesen recht chaotischen Charmeur mit dem schrägen Humor wirklich gern. Und trotz dass er zweifellos den Eindruck machte, er wäre Schwiegermutters Liebling, man konnte einem Menschen nun mal leider nicht hinter die Stirn schauen. Und er wäre nicht der Erste, der sich eines besseren besinnt, nachdem er mit seiner Angebeteten über rosa Wolken geschwebt und ihr sämtliche Wünsche von den Augen abgelesen hatte. Ach ja, und nicht zu vergessen, dieser ganze Ich-hol-dir-die-Sterne-vom-Himmel-und trag-dich-auf-Händen-Quatsch. Das hat man mir damals auch versprochen …, dachte Anna wehmütig, während sie die beiden Männer in ihrem angeregten Plausch beobachtete.

Ja, sie hatte all das am eigenen Leib erlebt – das ganze Programm. Sie war verliebt gewesen bis über beide Ohren, war auf rosa Wolken geschwebt … und in ihrer Verliebtheit unglaublich blind und blöd gewesen. Und dann, eines schönen Tages, war sie aufgewacht, und hatte sich nach einem unsanften Tritt plötzlich in einem dunklen schwarzen tiefen Loch wiedergefunden – rein metaphorisch gesprochen natürlich. Lange hatte sie darin gehockt, sich selbst bedauert und die Welt um sich herum verflucht. Am Ende war sie, diese ganze Tragödie zusammengenommen, zu einem für ihren Geschmack recht logischen Schluss gekommen. Männer waren egoistisch. Männer waren Feiglinge, und Männern konnte man nicht vertrauen, selbst wenn sie einen auf Händen trugen und versprachen, die Sterne vom Himmel zu holen und die Welt zu Füßen zu legen. Alles nichts als wunderbare metaphorische Floskeln, mit denen man die eigentliche Wahrheit hübsch zu übertünchen versuchte. Ihr Augenmerk richtete sich wieder auf Paloma. Als sie deren verliebten Blick, mit dem sie ihren Zukünftigen betrachtete, bemerkte, schüttelte sie seufzend den Kopf. Anna hätte ihre Freundin gerne von ihrem Standpunkt überzeugt, aber dem glückseligen Leuchten in ihren Augen nach zu urteilen gehörte die temperamentvolle Spanierin wohl zweifellos zu jener Sorte Mensch, die ihre Weisheiten lieber durch eigene Erfahrungen sammelten. Wie auch immer, Anna war das gleich. Was das andere Geschlecht betraf, hatten sich ihre und Palomas Ansichten weit auseinander bewegt – ganz besonders in den letzten beiden Jahren. Und irgendwann nach vielen Tagen und Monaten und noch mehr intensiven wie brotlosen Gesprächen hatten sie diesen Punkt in ihrer Freundschaft beide akzeptiert – mehr oder weniger. Und was auch immer ausschlaggebend gewesen wäre, dieses Thema wieder mal neu zu diskutieren, jetzt war definitiv nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Davon mal abgesehen, machte das Ganze ohnehin keinen Sinn. Anna hatte eben ihre Meinung und dabei blieb sie nun mal. Sie war bodenständig und entschlossen … fast ein wenig stur … aber nur manchmal. Ihre Augen taxierten mehr beiläufig als bewusst den anderen blonden Typen, mit dem Enrique sich so angeregt unterhielt. Sie hatte ihn noch nie gesehen – wie die meisten anderen Gäste auf dieser Verlobungsparty auch –, aber was sie sah, würde sie durchaus als attraktiv einstufen, sofern sie auch nur einen Anflug von Interesse an Männern hegen würde. Was sie nicht tat. Sie musterte ihn einmal von oben bis unten. Dunkelblaue Jeans und ein schwarzer Pulli, der seine durchaus sehenswerte Statur perfekt zur Schau stellte. Ob er ein Freund von Enrique ist? …, dachte sie. Und wenn schon …, maulte ihr Unterbewusstsein. Männer sind blöd, schon vergessen?

Eilig wandte Anna den Blick ab, bevor ihre Gedanken eine völlig falsche Richtung einschlagen konnten, und widmete sich wieder ihrer Freundin, die mit einem leisen Seufzen auch endlich ihre Augen von ihrem Liebsten losreißen konnte. Entschieden schluckte Anna einen ironischen Kommentar hinunter, zimmerte sich ein einigermaßen glaubwürdiges Lächeln ins Gesicht und neigte den Kopf. „Na ja, er sieht zumindest nicht so aus, als würde er gleich die Biege machen wollen.“, bemerkte sie trocken und nahm damit das Gespräch wieder auf. „Obwohl, jetzt wäre vielleicht …“ „Anna!“, fuhr Paloma ihre beste Freundin entrüstet an. „Enrique liebt mich.“, beharrte sie mit einem bösen Funkeln in ihren blauen Augen. Anna seufzte schwer. „Das hat Daniel auch, …“, murmelte sie leise, griff nach ihrem Cocktailglas und sog an dem Halm, um sich davon abzuhalten, ihrer Aussage noch etwas hinzuzufügen, was Palomas spanisches Temperament, das schon gefährlich nah unter der Oberfläche brodelte, zum Explodieren bringen würde. Betont lässig zuckte sie die Schultern. „Okay, deine Sache … ich halte ja schon meinen Mund.“ Sie holte kurz Luft. „Aber komm mir hinterher nicht …“ „Anna.“, fauchte Paloma erneut, was die junge Blondine amüsiert aufglucksen ließ und ihren Lippen ein leises Grinsen entlockte. Palomas Gesichtsausdruck war einfach zu komisch, gleichsam wie ihr unerschütterlicher Glaube an das ewig Gute in jedem Menschen. Bla bla bla … Wie auch immer, Anna genoss diese kleinen Frotzeleien, und das breite Grinsen in ihrem Gesicht schien ihre Mundwinkel jeden Moment zu sprengen. Palomas Blick verlor ein wenig seiner Strenge. „Ach, Anna …“, seufzte sie und sah ihre Freundin traurig an. „Nicht alle Männer sind so wie Daniel.“ Du wiederholst dich, Palomi …, dachte Anna bei sich und schnaubte abfällig, während sie erneut den Typen neben Enrique musterte. „Mag sein …“, wiegelte sie Palomas Aussage tonlos ab. In dem Moment wandte der Unbekannte den Kopf, sein Blick traf auf Annas. Für einen unwirklichen Moment lang schien die Welt aus der Spur zu geraten. Wie in Zeitlupe formten sich seine Lippen zu einem hinreißenden Lächeln, und das Augenzwinkern, was er gerade vollführt hatte, war ganz offensichtlich für sie bestimmt gewesen.

Nett …, resümierten ihre abdriftenden Gedanken, während ihr Unterbewusstsein wüst mit dem Fuß auf dem Boden aufstampfte und die Hände voller Entrüstung in die Seiten stemmte. Nett? Spinnst du? Es dauerte ein paar Sekunden, bis Anna begriff, dass sie den Blickkontakt lange genug gehalten hatte, um ihrem Gegenüber Interesse zu bekunden. Scheiße. Schließlich zerrte sie sich gewaltsam in die Realität zurück und verdrängte ihren deplatzierten Gedanken in den hintersten Winkel ihres Bewusstseins, während sie mit einem gelassenen „Aber du hast sicherlich Verständnis dafür, dass ich keinen Bock darauf habe, das herauszufinden.“ das Gespräch mit Paloma wieder aufnahm. Die brünette Spanierin setzte einen mahnenden Blick auf und verschränkte zur Untermalung ihrer Abneigung gegen Annas ewige Passion einer Männerhasserin die Arme vor der Brust. „Manchmal kommt man nicht umhin, ein paar Frösche zu küssen, bis der ersehnte Prinz dabei ist.“, erklärte sie streng. Anna lachte spontan bei diesem Vergleich auf, was die Aufmerksamkeit des Fremden erneut auf sie lenkte. Wieder fanden sich ihre Blicke. Doch nur einen Sekundenbruchteil später hatte Anna sich wieder abgewandt. Verdammt, warum nur glotzt du ihn dauernd an? …, tadelte sie sich selbst und erwiderte an Paloma gewandt ein sarkastisches „Danke, der eine Frosch reicht für ein ganzes Leben.“, um sich von dieser Situation abzulenken. Mit wenig Erfolg. Denn nur Sekunden später stahl sich ihr Blick erneut zu dem unbekannten Mann. Tja, auch wenn sie Paloma gerne mit ihren rosaroten Kleinmädchenfantasien aufzog, so hasste sie es doch selbst mindestens genauso sehr, wenn Paloma die Krallen hinsichtlich des anderen Geschlechts ausfuhr und ihr damit gehörig auf den Geist ging. Was das betraf, waren die beiden Frauen vollkommen unterschiedlich. Was nicht immer so gewesen war. Es gab eine Zeit, in der Anna gleichsam mit dem Kopf in plüschigen Wolken gesteckt und die Welt durch ebenjene rosarote Brille betrachtet hatte, wie jetzt Paloma. Und als sie dann ihren Aufprall in der Realität gefunden hatte, hatte sie sich geschworen, niemals wieder einem solchen Schwachsinn zu erliegen. Liebe war schön, wenn man ihr wirklich begegnete. Leider konnte man nie sicher sein, ob man nicht vielleicht doch einer schlechten Kopie aufgelaufen war. Und was das betraf, war das Original wirklich nur schwer von der Kopie zu unterscheiden. Und am besten schützte man sich davor, indem man von beidem die Finger ließ. Kein Risiko einzugehen, bedeutete, auch nicht auf die Schnauze zu fallen.

„Hey … du solltest ihn nicht allzu lange anstarren … das fällt sonst auf.“, vernahm sie die spöttische Stimme ihrer besten Freundin. „Nicht dass du am Ende doch noch Geschmack am anderen Geschlecht findest.“ Anna ignorierte Palomas selbstgefälliges Grinsen und richtete ihr Augenmerk wieder auf den Fremden, während Palomas Blick über die Schulter ihrer Freundin gerichtet blieb. „Aber nett sieht er ja aus.“, fügte sie mit einem anerkennenden Nicken hinzu. Anna schnaubte. Nett? Tse … Ein Kinofilm ist nett … oder ein Cocktail … aber das da ist …, brüllten ihre Gedanken, während ihr Unterbewusstsein sie mit einem strafenden Blick bedachte … Denk an Daniel, diesen Scheißkerl … Anna schüttelte den Kopf und blinzelte ein paar Mal, als sie schließlich aus ihrer seichten Trance erwachte, in die sie ihre Gedanken gezerrt hatten. Als sie wieder klar sah, bemerkte sie, dass der Fremde sie intensiv musterte. Zu intensiv, wie sie fand. Ein wohliger Schauder erfasste sie, den sie jedoch entschieden von sich schüttelte. Sie räusperte sich und wandte den Blick wieder Paloma zu, die sie mit einem vielsagenden Lächeln bedachte. Na prima, schalt endlich den Glotzmodus aus, Anna … Klar, die Verpackung ist zwar nett, aber was nützt dir die, wenn der Inhalt für’n Arsch ist …, schalt sie sich und schüttelte den Kopf, als wolle sie einen unangenehmen Gedanken vertreiben. „Ich brauch was zu trinken, Paloma.“, erklärte Anna, ihr leeres Cocktailglas in der Hand, und umfasste deren Arm. „Komm, lass uns auf deine Verlobung anstoßen.“, meinte sie und führte die Spanierin mit sich zur Bar.

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mo Jan 07 2013, 16:04

super Ja, ja , jaaaaaaaa!!!!!!! Very Happy Ich freu mich Very Happy Ich freu mich Very Happy Ich freu mich Very Happy

Und was für ein Anfang. Da begegnen sich Anna und Tom wohl gerade das erste Mal, und während Tom offensichtlich gar nicht abgeneigt zur Kontaktaufnahme ist, ziert sich Anna mit voller Kraft. Na das kann ja heiter werden.

Ich bin super gespannt, und warte auf die Fortsetzung, meine Süße, cyclops

LG, Katha

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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mo Jan 07 2013, 17:36

katha schrieb:
super Ja, ja , jaaaaaaaa!!!!!!! Very Happy Ich freu mich Very Happy Ich freu mich Very Happy Ich freu mich Very Happy

Und was für ein Anfang. Da begegnen sich Anna und Tom wohl gerade das erste Mal, und während Tom offensichtlich gar nicht abgeneigt zur Kontaktaufnahme ist, ziert sich Anna mit voller Kraft. Na das kann ja heiter werden.

Ich bin super gespannt, und warte auf die Fortsetzung, meine Süße, cyclops

LG, Katha

*grins* ja, der erste kommi. Very Happy
Und ja, du liegst mit deiner Vermutung gar nicht so falsch. Das wird heiter. Kennst mich doch, immer ein bisschen Witz und eine Prise Sarkasmus, gewürzt mit der nötigen Portion Ernsthaftigkeit. Lass dich überraschen Wink

LG, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Di Jan 08 2013, 01:59

WUUUUAAAAAAAAAAAAAAAAAHHH Very Happy Very Happy Very Happy

DU HAST ES ENDLICH GETAAAN!!! Ich freeeeeeeuu mich sooo!!! Very Happy Embarassed

Ich dachte echt das ich ... wir Smile ... noch etwas (länger) warten müssen, bevor du sie postest ... Embarassed Razz
Aber hey ... was habe ich dir in meinem anderen Post gesagt ... ich LIEEEBEE sie jetzt schon!!! Embarassed Vor allem ist es interessant zu lesen, dass du anscheinend den Spieß einfach umgedreht hast und in dieser FF anscheinend Anna Probleme haben wird, sich auf was neues einzulassen und nicht Tom! Wink (Korrigier mich bitte wenn ich falsch liege! Smile )

Ich freue mich RIEEESIG Mini und freue mich auf den nächsten Teil! Wink

LG
Ani

Achja eine Frage hätte ich noch ... um welche Form der FF handelt es sich hierbei eigentlich!? Ist es eine Kurz-FF oder eine ganz normale (also normal würde ich jetzt von der länge her wie "Liebe findet ihren Weg", "Hör auf dein Herz" oder "Für immer und ewig" einschätzen!) ... oder wie kann man es sich vorstellen?! Embarassed
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Di Jan 08 2013, 13:23

*~Butterfly~* schrieb:
WUUUUAAAAAAAAAAAAAAAAAHHH

DU HAST ES ENDLICH GETAAAN!!! Ich freeeeeeeuu mich sooo!!!

Ich dachte echt das ich ... wir ... noch etwas (länger) warten müssen, bevor du sie postest ...
Aber hey ... was habe ich dir in meinem anderen Post gesagt ... ich LIEEEBEE sie jetzt schon!!! Vor allem ist es interessant zu lesen, dass du anscheinend den Spieß einfach umgedreht hast und in dieser FF anscheinend Anna Probleme haben wird, sich auf was neues einzulassen und nicht Tom! (Korrigier mich bitte wenn ich falsch liege! )

Ich freue mich RIEEESIG Mini und freue mich auf den nächsten Teil!

LG
Ani

Achja eine Frage hätte ich noch ... um welche Form der FF handelt es sich hierbei eigentlich!? Ist es eine Kurz-FF oder eine ganz normale (also normal würde ich jetzt von der länge her wie "Liebe findet ihren Weg", "Hör auf dein Herz" oder "Für immer und ewig" einschätzen!) ... oder wie kann man es sich vorstellen?!

Hey, danke für deinen Kommi.

Ja, dass Anna offenbar ihre Probleme mit dem anderen Geschlecht hat, ist wohl ziemlich offensichtlich. Was Tom betrifft, hmm ... wir werden sehen. Einfach wirds für beide jedenfalls nicht.

Was die Länge der FF betrifft, das kann ich noch nicht genau sagen, da ich noch nicht fertig bin. Aber es wird wohl ein Mittelding zwischen Kurz-FF und FF werden.

LG, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Di Jan 08 2013, 13:38

Und hier gleich der nächste Teil ... Viel Spaß

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Teil 2

„Hey Kumpel.“, ertönte eine Stimme hinter Enrique. Der wandte sich um und begann wie auf Kommando von einem Ohr zum anderen zu grinsen. „Tom. Wird ja Zeit, dass du dich hier endlich mal blicken lässt.“, bemerkte Enrique mit einem fast schon erleichterten Lächeln. Was Tom natürlich nicht entging. Belustigt zog er die Brauen hoch. „Was denn, hast du Muffensausen, was deine Ehepläne angeht oder fühlst du dich in der Überzahl an Frauen zunehmend unwohl?“, zog der ihn auf, während er die Gästeschar, die tatsächlich überwiegend aus Frauen bestand, mit neugierigem Blick begutachtete. Enrique verdrehte resigniert die Augen und nickte zu Paloma. „Das nicht …“ Er beugte sich näher zu ihm. „Aber du hast ja keine Ahnung, wie anstrengend Hochzeitsvorbereitungen sein können …“ Seufzend schüttelte er den Kopf. „Vor allem, wenn man mit einer Frau zusammen ist, die so verdammt sexy ist … und gleichsam viel Feuer im Arsch hat.“, fügte er schließlich mit einem süffisanten Grinsen hinzu. Toms Mundwinkel zuckten leicht. „Siehst du … und genau aus diesem Grund halte ich mir die Frauenwelt auf Abstand.“, meinte Tom mit einem amüsierten Glucksen und nippte lässig an seinem Getränk, während er den weiblichen Teil der Gäste aus zusammengekniffenen Augen musterte. „Diese Biester sind wirklich raffiniert. Sie umgarnen dich … und umgarnen dich, bezirzen dich mit ihren schönen Augen und ihren … Mhmm …“, seufzte er und ließ seinen Blick genüsslich an einer zierlichen Blondine hinabgleiten … „Und ehe du es dich versiehst, haste einen Ring am Finger.“, meinte er und schüttelte sich, als jage ihm allein der Gedanke daran einen eisigen Schauder über den Rücken. Enrique bedachte ihn mit einem gleichsam überraschten wie ernüchternden Blick. „Und? Was ist so schlimm daran? So eine Verbindung ist quasi die Krönung des Glücks zweier Menschen, die sich lieben.“, beharrte Enrique. „Glück? Du kannst von Glück reden, wenn an dem Ring dann keine Kette hängt.“, gab Tom ihm mit einem ironischen Grinsen zu verstehen. Enrique stöhnte. „Obwohl …“, unterbrach Tom dessen Anflug von Resignation und bedachte ihn mit einem vielsagenden Blick. „… es soll ja Leute geben, die auf Ketten und so einen Kram stehen …“ Sein Grinsen schien seine Mundwinkel zu sprengen, und Enrique verzog völlig entnervt das Gesicht. „Klingt als hättest du diesbezüglich Lebenserfahrungen, mit denen man ein Buch füllen könnte.“, schoss er ihm schließlich mit triefendem Sarkasmus entgegen, während sein Blick, der Paloma erfasst hatte, einen warmen Glanz annahm. Tom zuckte nonchalant die Schultern. „Nö, das nicht … aber meine Lebensweisheit lautet, … genieße das Schöne und halte dich fern von Gefahr.“ Er zog vielsagend die Brauen hoch und nickte zu Enriques linker Hand, an der der Verlobungsring prangte. „Und dieses Edelmetall an deinem Finger zeugt eindeutig von Gefahr.“

Enrique schnaubte leise und verdrehte erneut die Augen. „Du hast die richtige Frau eben noch nicht gefunden.“, tat er seine Aussage lässig ab, woraufhin sich auf Toms Lippen ein süffisantes Lächeln ausbreitete. „Für mich sind alle Frauen richtig.“ Enrique murmelte etwas Unverständliches vor sich hin und bedachte seinen Freund mit einem knappen Seitenblick, ehe ein wissendes Grinsen um seine Mundwinkel zuckte. „Glaub mir, auch dir wird noch DIE eine Frau begegnen … und wenn du sie erst gefunden hast, wirst du sie auf Knien anflehen, dir eine Kette anzulegen.“, meinte er selbstbewusst. Toms Gesicht wurde eine Spur finsterer, dann schnaubte er abfällig und vollführte eine wegwerfende Handbewegung, als wäre allein der Gedanke schon ein Produkt der Unmöglichkeit. Ich und verheiratet …? Eine Frau, die mich in Ketten legt? Pah, die muss erst noch geboren werden …, ging es ihm gleichsam schockiert wie amüsiert durch den Kopf. „Nie im Leben … Ich genieße viel zu sehr die Vorzüge des Singledaseins, als mich in Ketten legen zu lassen.“, entschied er mit einem Blick der seine Entschiedenheit nur zu deutlich zum Ausdruck brachte. Enriques Brauen zuckten ironisch nach oben, als schließlich ein diabolisches Grinsen um seine Mundwinkel spielte. „Wir sprechen uns wieder mein Freund … irgendwann.“, meinte er und klopfte seinem besten Freund in einer Geste lässiger Zuversichtlichkeit auf die Schulter. Ein lautes Lachen ertönte und riss die beiden Männer aus ihrer waghalsigen Diskussion. Fast gleichzeitig richtete sich ihre Aufmerksamkeit auf die beiden Frauen, die sich unweit von ihnen unterhielten. Hübsche Beine …, dachte Tom, neigte den Kopf zur Seite und musterte die Blondine, die ihm vorhin schon aufgefallen war, erneut. „Wer ist das?“, fragte er und deutete mit einem Kopfnicken auf die Frau neben Paloma. „Das ist Anna …“, erklärte Enrique und lachte spontan auf. Tom, der diese Reaktion nicht wirklich nachvollziehen konnte, runzelte irritiert die Stirn. „Was ist mit ihr?“, hakte er unvermittelt nach. Enrique, noch immer kichernd, schüttelte den Kopf. „Nichts … gar nichts. Anna ist Palomas beste Freundin.“ „Und das ist lustig?“, fragte Tom verwirrt. Das Kichern erstarb. Geräuschvoll stieß Enrique die Luft aus und schüttelte den Kopf. Tom, dessen Augenmerk sich interessiert auf Anna gerichtet hatte, überhörte das reuige Nein seines besten Freundes. Hübsch … dachte er lächelnd. … ob sie heute Nacht schon was vorhat?

Ein vernehmliches Räuspern zu seiner Linken riss Tom aus seinen überschäumenden Gedanken. Mit einem unschuldigen Blick, der mehr als kläglich in seiner Absicht wirkte, und einem gelassenen Schulterzucken begegnete er dem strengen Blick seines besten Freundes, bevor die gespielte Unschuld einem schiefen Grinsen Platz machte. „Vielleicht sollte ich sie auf einen Drink einladen.“, meinte Tom leichthin, in der Stimme die unverhohlene Neugier eines kleinen Kindes an Weihnachten. Ein undefinierbarer Laut riss Tom erneut aus seinen abdriftenden Gedanken. Sein Blick traf auf die zerknirschte Miene seines Freundes. Oh, offenbar gefiel ihm diese Idee ganz und gar nicht. So what …, tat Tom die unverhohlene Missbilligung im Blick seines Freundes mit einem gleichgültigen Achselzucken ab. „Weißt du, es geht mich wirklich nichts an, was du in deiner Freizeit tust …“, hob Enrique nach einem vernehmlichen Räuspern an. „… aber die beste Freundin meiner Verlobten aufzureißen, nur damit du eine weitere Eroberung auf deiner Endlosliste notieren kannst, geht wirklich zu weit.“ Ein sardonisches Grinsen schlich sich auf Toms Gesicht, seine Augen blitzten vor Belustigung. „Was du schon wieder denkst, du Frauenheld …“, gab er ihm mit einem freundschaftlichen Ellbogenstoß zu verstehen. Ein theatralisches Seufzen entwich seiner Kehle. „Und ich dachte immer, ich sei hier der Herzensbrecher.“, stichelte er und schüttelte mit einem seichten Augenrollen den Kopf. Gütiger Himmel, er fühlte sich mit seinen zweiunddreißig Jahren noch viel zu jung, um jeden Abend schön brav im Sessel zu sitzen und die Tagesschau zu gucken, während eine Handvoll kreischender Bälger um ihn herum tobte. Er wollte Spaß haben, so lange es ging. Und wenn Enrique unbedingt die Spaßbremse mimen musste, dann sollte er das gefälligst woanders tun. Wo war nur der draufgängerische Kerl von früher geblieben? Der Freund, mit dem er nächtelang durch die Clubs gezogen war, … mit dem er … Ach verdammt. Ja, Genau das war der Grund, weshalb er sich niemals auf das Abenteuer Ehe einlassen würde. Warum auch? Das Leben als Single hatte durchaus seine Vorzüge. Er konnte kommen und gehen wann er wollte, war niemandem Rechenschaft schuldig und hatte keinerlei Verpflichtungen außer sich selbst gegenüber. Und das Leben war schön, so wie es war. Warum es also mit so einem blödsinnigen Schwur unnötig erschweren? Wieder flog sein Blick zu den beiden Frauen, die gerade Anstalten machten, zu gehen. Anna …, ging es ihm durch den Kopf, und ein wohliges Kribbeln erfüllte seine Sinne, als der Name über seine Zunge strich und er seinen Geschmack verinnerlichte … süß.

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Di Jan 08 2013, 14:03

Uiuiui , na da kommt ja was auf uns zu.
Tom ist also tatsächlich nicht abgeneigt ... an ein wenig Spaß . Na, ob er den mit Anna bekommt? Ich bin skeptisch und sehr gespannt.
Ja, ja, wie immer, ich weiß .
Aber das liegt halt an deinem phänomenalen Schreibstil, der die Spannung ja immer in höchstem Maße transportiert.
Also, selber Schuld, wenn ich immer das gleiche schreibe.

Ich will meeeeehhhhhhhhr!

Liebe Grüße
Katha

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Di Jan 08 2013, 20:59

ich finde deine ff ja jetzt schon richtig geil und bin soooo neugierig wie du es weiter geschrieben hast da ich ein paar mehr möglichkeiten gerade im kopf habe Embarassed

also stell bitte den nächsten teil rein Wink
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mi Jan 09 2013, 07:31

katha schrieb:
Uiuiui , na da kommt ja was auf uns zu.
Tom ist also tatsächlich nicht abgeneigt ... an ein wenig Spaß . Na, ob er den mit Anna bekommt? Ich bin skeptisch und sehr gespannt.
Ja, ja, wie immer, ich weiß .
Aber das liegt halt an deinem phänomenalen Schreibstil, der die Spannung ja immer in höchstem Maße transportiert.
Also, selber Schuld, wenn ich immer das gleiche schreibe.

Ich will meeeeehhhhhhhhr!

Liebe Grüße
Katha

juli_95 schrieb:
ich finde deine ff ja jetzt schon richtig geil und bin soooo neugierig wie du es weiter geschrieben hast da ich ein paar mehr möglichkeiten gerade im kopf habe

also stell bitte den nächsten teil rein

Danke euch, ihr beiden. Na ja, mal schauen, ob das Experiment glückt. Ich bin da noch leicht skeptisch. Aber gut, solange es gefällt, ist das gut und da mach ich auch gerne weiter.

LG, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Do Jan 10 2013, 10:53

So, weiter gehts, meine Lieben ... Hoffe, es gefällt

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Teil 3:

Mit einem Caipirinha in der Hand steuerte Anna das gemütliche großzügige Sofa in der loftähnlichen Wohnung an, die Enrique und Paloma seit einem Jahr bewohnten. Gott sei Dank, endlich mal einen Moment Ruhe …, dachte sie mit einem Anflug von Erschöpfung. Jedes Mal, wenn Paloma mit dem Thema „Männer“ um die Ecke kam, fühlte Anna sich danach, als hätte man sie durch den sprichwörtlichen Wolf gedreht. Kann sie es nicht einfach lassen …, murrte ihr Unterbewusstsein. Wem sagst du das …, dachte sie bei sich. Mit einem leisen Seufzen ließ sie sich in die Polster des gemütlichen Sofas sinken, während sie neugierig die Gäste musterte, die sich auf den weitläufigen Raum verteilt zu einzelnen Grüppchen zusammengefunden hatte. Leise Musik drang aus den Lautsprechern, und der angenehme Geruch von leckerem Essen waberte durch den riesigen Raum. Sie schloss für einen kurzen Moment die Augen und sog tief die Luft ein … suchte ihr inneres Gleichgewicht, was Paloma mit ihrer Passion, ihr die Männer schmackhaft zu machen, wieder gehörig ins Wanken gebracht hatte. Kopfschüttelnd wanderte ihr Blick umher und blieb schließlich an einem Pärchen hängen, was sich gerade ziemlich ungeniert küsste. Angewidert verzog sie das Gesicht … Meine Güte, nehmt euch ein Zimmer … das ist ja widerlich …, ging es ihr angeekelt durch den Kopf. Sie schüttelte sich leicht und ließ den Blick weiter wandern. „Hallo. Ist der Platz neben dir noch frei?“, fragte eine tiefe wohlklingende Stimme zu ihrer Rechten. Anna wandte den Kopf von der Gästeschar ab, die sie mit mäßigem Interesse beobachtet hatte. Eine dunkelblaue Jeans schob sich in ihr Blickfeld, die von einem edel anmutenden schwarzen Pulli verdeckt wurde. Ihr Blick glitt höher, und ein tiefes, entnervtes Seufzen entrang sich ihrer Kehle, als sie den Träger erkannte. Nett …, ging es ihr flüchtig durch den Kopf, woraufhin ihr Unterbewusstsein die Hände zu Fäusten ballte, wütend gegen das Sofa trat und sich schließlich jaulend auf einem Bein hüpfend und den anderen Fuß reibend auf selbiges fallen ließ. „Nee … siehst du doch.“, entgegnete Anna trocken.

Der Fremde hob überrascht die Brauen und blinzelte ein paar Mal. Offenbar irritierte ihn ihre Antwort. Sehr gut … vielleicht kapiert er ja, dass wir keinen Bock auf Smalltalk haben und macht direkt die Biege …, knurrte ihr Unterbewusstsein missbilligend und rieb sich noch immer den schmerzenden Zeh. Bedauerlicherweise verfehlte Annas abweisende Antwort ihre Wirkung. Denn anstatt die Botschaft zu verstehen und auf dem Absatz kehrt zu machen, setzte er ein schiefes Grinsen auf, was Anna innerlich aufseufzen ließ. Herr im Himmel, gib mir Kraft …, dachte sie und ballte in einem Anflug von Groll ihre Hände zu Fäusten. Plötzlich zuckte ein diabolisches Grinsen um ihre Lippen, als ihr unvermittelt eine Idee kam, wie sie ihn sich vielleicht doch noch vom Hals halten konnte. Okay, er mochte unbestreitbar gut aussehen, und sicherlich besaß er auch so was wie Charme, aber leider … leider gehörte er derselben Gattung Mensch an wie Daniel. Und diese Sorte kannte sie nur zu gut. Ohne eine Miene zu verziehen, setzte sie sich auf und straffte ihre Schultern. Ein vernehmliches Räuspern entwich ihrer Kehle, bevor sie zu sprechen ansetzte. „Darf ich vorstellen … das ist Uschi … meine imaginäre Freundin …“, bemerkte sie mit todernstem Blick und deutete auf den Platz zu ihrer Linken, … der natürlich leer war. „Und das ist Alfred, mein Opa …“, fügte sie mit einer Handbewegung zu ihrer rechten Seite, die gleichsam leer war, hinzu „… auch imaginär.“, ergänzte sie, zog die Brauen hoch und zwang sich, ihre aufwallende Belustigung unter Verschluss zu halten und ihn so gelangweilt wie nur möglich zu betrachten. Keine leichte Aufgabe unter den gegebenen Umständen. Wie in Zeitlupe kletterten seine Augenbrauen seine Stirn hinauf. Ein Ausdruck unterdrückten Amüsements blitzte in seinen Augen auf, während sein Mund zu einer schmalen Linie zusammengepresst war. Sie konnte die Gedanken regelrecht hinter seiner Stirn toben sehen. Ich bin nicht irre … ich mag nur keine männliche Gesellschaft …, rechtfertigte sie im Stillen ihren wahnwitzigen Vorstoß. Innerlich betend, er möge sich doch endlich vom Acker machen, starrte sie ihn, ohne eine Miene zu verziehen an. Sekunden vergingen, schienen zu einer Ewigkeit anzuschwellen. Bis sich seine Mundwinkel schließlich entspannten und seine Lippen zu einem wissenden Lächeln zuckten. Verfluchte Scheiße, der kapiert’s nicht …, grollte ihr Unterbewusstsein, was sich mittlerweile resigniert auf dem Sofa ausgestreckt hatte.

„Ich bin Tom.“, stellte er sich vor und streckte ihr lächelnd seine Hand entgegen. Mit schief gelegtem Kopf musterte Anna ihn, machte jedoch keinerlei Anstalten, seine freundliche Geste zu erwidern. „Schön für dich.“, bemerkte sie stattdessen salopp. „Und ich bin …“ „Anna, das hat mir Enrique schon verraten …“, unterbrach er sie lächelnd, was Anna mit einem frostigen Blick quittierte. „… gerne allein.“, beendete sie ihren eigenen Satz und lächelte affektiert. Seine Brauen hoben sich, nachdenklich neigte er den Kopf. „Mhmm … dann solltest du Uschi und Alfred aber schleunigst in die Wüste schicken.“, konterte er ungerührt, woraufhin Anna eine übertrieben freundliche Miene aufsetzte und gelassen abwinkte. „Ach, das ist schon okay … Sie halten mir ganz gut nervige Leute wir dich vom Hals, die mich mit flachen Sprüchen in ein Gespräch zu verwickeln versuchen, um mich dann langsam mit Alkohol abzufüllen und schließlich unter dem Vorwand, mir ihre Briefmarkensammlung zu zeigen, die sie dann doch nicht vorzuweisen haben, in ihre Wohnung verschleppen wollen.“, schleuderte sie ihm mit vor Sarkasmus triefender Stimme und blitzenden Augen entgegen. Yes … eins zu Null für dich, Baby …, kreischte ihr Unterbewusstsein und riss jubelnd die Arme hoch. Das war grandios. Wenn er jetzt nicht die Biege macht … „Mhmm … Briefmarken sind doch völlig out, findest du nicht?“, bemerkte er nachdenklich mit einem kleinen Grinsen auf dem Gesicht. Einen winzigen Moment lang sah sie ihn völlig schockiert an. Nein, nein, nein … steht der Kerl auf der Leitung oder was …, jammerte ihr Unterbewusstsein. „Wie wäre es mit meiner CD-Sammlung?“, schlug er mit verschmitzt hochgezogenen Brauen vor. Tse, … wirklich sehr originell …, schoss es ihr durch den Kopf. Gähn …, stieß ihr Unterbewusstsein aus und verkrümelte sich wieder in die Kissen. „Wie langweilig.“, tat Anna seinen Versuch schließlich unbeeindruckt ab. Augenblicklich war die enervierende Selbstsicherheit aus deinem Gesicht gefegt und hatte untrüglicher Bestürzung Platz gemacht. Tief seufzend – ein wenig zu theatralisch, wie Anna fand – griff er sich an seine Brust. „Verdammt, jetzt hast du mein kleines sensibles Herz verletzt.“, erwiderte er mit einem Anflug von Spott in der Stimme. Anna lachte spontan auf, griff nach dem Cocktailglas, das auf dem modernen Glastisch stand und sog an dem Halm … Mhmm … lecker …

Währenddessen nutzte Tom den kurzen Moment und ließ sich einfach neben sie auf das Sofa sinken. „Hey … du kannst dich doch nicht einfach auf Alfred setzen.“, entrüstete sie sich und funkelte ihn aus ihren blauen Augen wütend an. Verzieh dich, siehst du nicht, dass du störst …, fauchte ihr Unterbewusstsein, welches den Kopf gehoben hatte und nun mürrisch über die Sofalehne blickte. Tom zuckte ungerührt die Schultern. „Ich schätze er wird es verschmerzen.“, tat er ihren Einwand leichthin ab und setzte wieder dieses freche Grinsen auf. Ein wirklich ansteckendes Grinsen, wie Anna zweifellos zugeben musste. Doch sie blieb standhaft. Lässig streckte er seinen Arm auf der Lehne aus, die in Annas Rücken lag, und nippte von seinem Rotwein, wobei er ihr über den Rand des Glases hinweg tief in die Augen sah. „Noch einen Cocktail?“, raunte er mit heiserer Stimme, als sein Blick auf das fast leere Glas in ihrer Hand fiel. Anna hob die Brauen, redlich darum bemüht, sich seinem durchdringenden Blick zu entziehen. „Tse … Du lässt aber auch nicht locker?“, meinte sie trocken und schluckte leise, schwer bemüht, ruhig zu bleiben. Sie hasste es wie die Pest, wenn man ihre Wünsche nicht respektierte, und das flegelhafte Verhalten dieses … - verzweifelt suchte sie nach dem passenden Wort – schlug dem Fass wirklich den Boden aus. Für einen Moment schloss sie die Augen, holte leise Luft und bedachte ihn schließlich mit jenem abschätzigen Lächeln, was sie eigens für seine Art perfektioniert hatte. Zwecklos. Es prallte wirkungslos an ihm ab. Was Annas Groll nur weiter schürte. Es war als hätte er sämtliche Abwehrmechanismen in ihrem Körper außer Betrieb gesetzt. Machtlos … Als hätte allein er die Fäden in der Hand. „Ganz im Gegenteil, … was wäre ich denn für ein Mann, wenn ich nicht wenigstens eines dieser Klischees erfüllen würde?“, säuselte er sichtlich belustigt. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten, während sie die Wut in sich suchte und sie heraufbeschwor, um zumindest wieder einigermaßen Herr über ihre Sinne zu werden. Und versagte abermals, als sie erneut seinem intensiven Blick begegnete. Seine blaugrauen Augen schimmerten neugierig … wissend … amüsiert und ein bisschen lüstern. Reiß dich zusammen …, zischte ihr Unterbewusstsein. Entschieden riss Anna sich von seinen Augen los. Gott, was ist nur mit mir los? …, durchfuhr es sie. Das frage ich mich auch ..., ätzte ihr Unterbewusstsein, während Anna in einem Anflug von Panik angestrengt auf ihre Finger starrte. „Alles in Ordnung? Du bist plötzlich so still.“, fragte er mit weicher Stimme, in der tatsächlich so etwas wie Besorgnis mitschwang.

Arglos hob Anna den Kopf, begegnete seinem Blick und verfing sich erneut in seinen graublauen Augen. Faszinierend … Sich vage an seine Frage erinnernd, schüttelte sie den Kopf. Toms Lippen verzogen sich zu einem trägen Lächeln, und Annas Herz begann augenblicklich zu rasen. Oje … gar nicht gut. „Also? Möchtest du noch etwas zu trinken?“, wiederholte er seine Frage. „Danke, ich hab noch.“, krächzte die Blondine, hob leicht ihr Glas an und verfluchte sich für ihre mangelnde Contenance. Er nickte. „Bist du allein hier?“, fragte er schließlich. Ihre Augen verengten sich. Was zum Geier geht dich das an … Da war sie wieder, die Wut … Gott sei dank. Sie spürte, wie sie wieder zu sich zurückfand. Ganz langsam wandte sie ihm den Kopf zu, ihr Blick traf auf seinen. Seine blaugrauen Augen verdunkelten sich ein wenig, hielten ihren Blick jedoch gefangen – fordernd und unnachgiebig. Er hob sein Glas und trank, ohne seine Augen von ihr zu wenden. Wie in Zeitlupe zog Anna ihre rechte Braue hoch. Ganz langsam schlich sich ein spöttisches Lächeln auf ihre Züge. „Wieso? Hast du Angst, dass mein Freund hier auftauchen und dir in die Parade fahren könnte?“, erwiderte sie mit zuckersüßer Stimme und dem hinreißendsten Lächeln, was sie in diesem Moment aufbieten konnte. Sein Blick wurde intensiver, und ohne sie aus den Augen zu lassen, tasteten seine Finger nach ihrem blonden Haar. „Könnte das denn passieren?“, fragte er mit einem Lächeln, was ihr glatt den Boden unter den Füßen wegrissen hätte, hätte sie nicht sicher auf ihrem Hintern gesessen. Galant fing er eine ihrer blonden Haarsträhnen ein und begann, sie langsam um seinen Finger zu wickeln. „Wer weiß.“, erwiderte sie leise. Verdammt, warum klang ihre Stimme so atemlos?

Tief Luft holend und sich erneut zur Räson rufend entwand sie sich seinen Fingern. Ein vernehmliches Räuspern entfloh ihren Lippen und das bis eben noch leicht belustigte Blitzen in ihren Augen wich wachsendem Argwohn. Wenn du glaubst, dass du mich so ohne weiteres rumkriegst, hast du dich geschnitten … Dieses Spiel können auch zwei spielen … Ihr Unterbewusstsein sprang vom Sofa hoch, schnappte sich die Pompons und stieß eine Anfeuerungssalve nach der anderen aus. Na warte, Freundchen …, dachte Anna und unterdrückte ein hinterhältiges Grinsen, als sie nach ihrem Cocktailglas griff, was auf dem Glastisch stand. Scheinbar unbeeindruckt von seinem Charme, der durchaus seine Ziele zu finden wusste, legte sie, ohne ihren Blick aus seinem zu wenden, recht lasziv ihre Lippen um den Trinkhalm und begann, geräuschvoll daran zu saugen, während sie einen gleichsam unschuldigen wie verführerischen Blick unter halb gesenkten Lidern über den Rand des Glases in seine blaugrauen Augen schickte. Das was du kannst, kann ich auch … nur besser …, grinste sie hämisch in sich hinein und sog genüsslich an dem Trinkhalm. Zufrieden stellte sie fest, wie er sich anspannte und nur wenige Augenblicke später unruhig auf dem Sofa herumzurutschen begann. Seine Zunge flitzte hektisch über seine Unterlippe, und ein sehnsüchtiger Schimmer trat in seine Augen. Hah … jetzt bist du nicht mehr so cool … was? …, triumphierte ihr Unterbewusstsein, streckte die Pompons in die Höhe und vollführte voller Übermut eine waghalsige Pirouette. Die Waffen einer Frau … es funktioniert immer noch …, stellte Anna in stiller Genugtuung fest. Mal schauen, wann du zu sabbern anfängst … Ihr Unterbewusstsein hielt abrupt in seiner übermütigen Drehung inne und ließ die Pompons fallen. Schockiert starrte es sie an, bevor es sich mit einem Laut, der eindeutig Missbilligung ausdrückte, die flache Hand vor die Stirn schlug und seufzend den Kopf schüttelte. Lass den Scheiß, verflucht noch mal … Doch Anna ignorierte es …

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Do Jan 10 2013, 13:45

So, meine liebe Mini,
und nun noch meinen letzten Kommentar in der Reihe. Mann, hast du uns heute verwöhnt Smile . Vielen Dank dafür!

Der Teil ist der absolute Knaller, und ich bin dir sooooo dankbar, dass er auch ziemlich lang war, denn ich habe die ganze Zeit befürchtet, dass der Genuss schon wieder vorbei ist.
Aber nein, Anna durfte sich und ihr Unterbewusstsein, dass ja ganz schön lebhaft ist, ausgiebig präsentieren, und der lässige, coole Tom, der das ganze völlig unbeeindruckt an sich abprallen lässt, ist auch super amüsant.
Auf jedenfall Daumen hoch von mir super super super

So so, und nun will Anna den Spieß also umdrehen. Na hoffentlich bekommt sie dann noch den Absprung, bevor Tom sich sabbernd auf sie stürzt, oder sie doch noch gefallen an ihm findet Wink

Weiter, weiter, weiter ... Ich bin jetzt schon süchtig. Und ich finde super, dass es mal was ganz Neues ist. Smile

Liebe Grüße von deinem größten Fan. (Wurde Zeit, dass ich dir das mal wieder sage Embarassed )
Ach so, da war noch was ... Katha war mein Name Embarassed

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Do Jan 10 2013, 14:11

katha schrieb:
So, meine liebe Mini,
und nun noch meinen letzten Kommentar in der Reihe. Mann, hast du uns heute verwöhnt . Vielen Dank dafür!

Der Teil ist der absolute Knaller, und ich bin dir sooooo dankbar, dass er auch ziemlich lang war, denn ich habe die ganze Zeit befürchtet, dass der Genuss schon wieder vorbei ist.
Aber nein, Anna durfte sich und ihr Unterbewusstsein, dass ja ganz schön lebhaft ist, ausgiebig präsentieren, und der lässige, coole Tom, der das ganze völlig unbeeindruckt an sich abprallen lässt, ist auch super amüsant.
Auf jedenfall Daumen hoch von mir

So so, und nun will Anna den Spieß also umdrehen. Na hoffentlich bekommt sie dann noch den Absprung, bevor Tom sich sabbernd auf sie stürzt, oder sie doch noch gefallen an ihm findet

Weiter, weiter, weiter ... Ich bin jetzt schon süchtig. Und ich finde super, dass es mal was ganz Neues ist.

Liebe Grüße von deinem größten Fan. (Wurde Zeit, dass ich dir das mal wieder sage )
Ach so, da war noch was ... Katha war mein Name

Puh, das beruhigt. Ja, Anna ist schon ein bisschen fies. Aber besser, als immer so rumzujammern. Und der arme Tom ... hmm, ich glaube bald, er hat seinen Meister gefunden, wie man so schön sagen könnte *hihihi*

Danke dir.

Knuddel dich! Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Do Jan 10 2013, 18:26

das war wieder ein toller teil Wink
und ich liebe deine ff jetzt schon Embarassed
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Fr Jan 11 2013, 11:55

juli_95 schrieb:
das war wieder ein toller teil
und ich liebe deine ff jetzt schon

Danke dir! Und es freut mich, dass dir die Story bis hierhin gefällt. Ich bemühe mich um eine baldige Fortsetzung ...

LG, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Fr Jan 11 2013, 17:47

Hey Mini, =)

deine letzten beiden Teile haben mir super gut gefallen! Embarassed

Ich hätte echt nicht gedacht das Tom so über die Frauen denkt ... aber gut ... auch er wird noch eines besseren belehrt! Wink Razz

Und Anna und ihr Unterbewusstsein ... das war einfach zu genial! Laughing
Du hast es so klasse beschrieben ... ich konnte mir richtig vorstellen wie ihr Unterbewusstsein mit Pompons rumspringt und Saltos vor Freude und Triumph macht! Also das war echt klasse! Smile
Als erstes, muss ich ganz ehrlich sagen, dachte ich Anna hätte Shizophrenie, weil ich das mit ihrem Unterbewusstsein zwar gelesen habe ... aber unbewusst es nicht wahrgenommen habe. Laughing Aber dann hat's klick gemacht und ich habe alles kapiert! Razz

Bin echt gespannt wie lange die beiden noch das gegenseitige Vergnügen haben werden (zumindest auf der Party) ... wer zuerst nach gibt ... wer stark bleibt und vor allem WAS NOCH PASSIEREN WIRD!!! idontknow Wink

BIIIIIIIIIIIIIIIIIITTEEEEEEEEEEEEEE MACH GAAAAAAAAAAAANZ SCHNELL WEITER LIEBE MINI! Embarassed

GlG Razz

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Sa Jan 12 2013, 12:46

*~Butterfly~* schrieb:
Hey Mini, =)

deine letzten beiden Teile haben mir super gut gefallen!

Ich hätte echt nicht gedacht das Tom so über die Frauen denkt ... aber gut ... auch er wird noch eines besseren belehrt!

Und Anna und ihr Unterbewusstsein ... das war einfach zu genial!
Du hast es so klasse beschrieben ... ich konnte mir richtig vorstellen wie ihr Unterbewusstsein mit Pompons rumspringt und Saltos vor Freude und Triumph macht! Also das war echt klasse!
Als erstes, muss ich ganz ehrlich sagen, dachte ich Anna hätte Shizophrenie, weil ich das mit ihrem Unterbewusstsein zwar gelesen habe ... aber unbewusst es nicht wahrgenommen habe. Aber dann hat's klick gemacht und ich habe alles kapiert!

Bin echt gespannt wie lange die beiden noch das gegenseitige Vergnügen haben werden (zumindest auf der Party) ... wer zuerst nach gibt ... wer stark bleibt und vor allem WAS NOCH PASSIEREN WIRD!!!

BIIIIIIIIIIIIIIIIIITTEEEEEEEEEEEEEE MACH GAAAAAAAAAAAANZ SCHNELL WEITER LIEBE MINI!

GlG


Danke dir für diesen zauberhaften Kommi, meine Liebe.

Ja, Tom und Anna sind halt recht unterschiedlich unterwegs, was das andere Geschlecht betrifft. Hatte schon länger mal den Gedanken im Kopf, Tom als kleinen Weiberhelden dastehen zu lassen, der einfach nichts anbrennen lässt. Dass das nicht so ganz harmonisch ist, ist auf den ersten Blick erkennbar - denke ich. Und dass es zudem auch die eine oder andere Schwierigkeit mit sich bringt, auch. Aber genau das ist ja die Krux an der Sache. Lass dich überraschen, wie es weitergeht.

LG, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   So Jan 13 2013, 15:15

Danke für eure Kommis. Ich hoffe, ihr habt Lust auf eine Fortsetzung ... Viel Spaß

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Teil 4


Wie hypnotisiert starrte Tom auf ihren Mund … Oh. Mein. Gott. Diese Lippen … sind der Wahnsinn …, dachte er, und ein heißes Kribbeln rauschte durch seinen Körper und brachte selbigen beim Anblick dieser überaus sinnlichen Geste augenblicklich zum Brennen. Instinktiv malte er sich aus, zu was diese Lippen noch alles fähig sein könnten, woraufhin er unruhig auf dem Sofa herumzurutschen begann. „Hast du heute Abend schon was vor?“, fragte er schließlich mit samtweicher Stimme. Anna biss sich auf die Unterlippe und lächelte auf eine Weise, die Toms Blut fast zum Überkochen brachte. Jetzt hat sie angebissen … „Nein, … und du?“, hauchte sie und ließ erneut ihre Zunge auf eine Weise um den Trinkhalm gleiten, die verboten werden sollte, … und Tom jeglichen anständigen Gedanken aus dem Hirn fegte. Mhmm … mir würde da schon was einfallen …, ging es ihm mit einem frivolen Grinsen durch den Kopf, während sich seine Finger fast beiläufig einen Weg über ihre Wange bahnten. Das Geräusch eines Trinkhalms, der die letzten Tropfen Flüssigkeit einsog, riss ihn aus seinen zwielichtigen Gedanken und lenkte seinen Blick auf Annas leeres Glas. „Noch einen?“, fragte er und schenkte ihr dieses ganz spezielle unwiderstehliche Lächeln, was schon unzählige Frauenherzen zum Schmelzen gebracht hatte. Mit einem Blick aus unschuldigen Augen neigte Anna den Kopf, nickte, und streckte ihm ihr leeres Glas entgegen. Ein untrüglich triumphierendes Lächeln schlug ihr entgegen, als er sich leicht vorbeugte und mit einem verheißungsvoll geflüsterten „Bin gleich wieder da. Nicht weglaufen!“ nach ihrem Glas griff. Anna lächelte breit, das angenehme Ziehen hinter ihrem Brustbein entschieden ignorierend. Himmel, bei diesem Lächeln würde wahrlich jede Frau schwach werden …, ging es ihr sorgenvoll durch den Kopf. Ein Gedanke, der unweigerlich den Schluss nahebrachte, dass er sicher nicht unter „Einsame Herzen“ annoncierte. Und sich damit auf Annas Abschussliste direkt nach ganz oben beförderte. Weiberheld …, dachte sie grimmig, kaum dass er ihr den Rücken zugewandt hatte.

Ihre verführerische Miene fiel in dem Augenblick in sich zusammen als er sich mit den beiden leeren Gläsern davonmachte. Angestrengt seufzend rollte Anna die Augen. Gott, wie überheblich …, stöhnte sie verächtlich. Als er schließlich aus ihrem Blickfeld verschwunden war, schnappte sie ohne zu zögern ihre Handtasche und erhob sich. Auf diese Gelegenheit hatte sie gewartet. Bloß weg hier, bevor der wiederkommt und dich wirklich noch abschleppt, nur um dich anschließend wie eine Trophäe neben all die anderen zu stellen …, dachte sie spöttisch. Sie schüttelte sich bei diesem Gedanken, während ihr Unterbewusstsein mit verschränkten Armen auf dem Sofa saß und mit der Strenge einer Lehrerin im Gesicht nickte. Paloma. Hastig sah Anna sich um, konnte die Brünette jedoch nirgends ausmachen. Verflucht … Wieder sah sie sich um. Schließlich zuckte sie die Schultern … dann eben nicht … und steuerte zielstrebig die Wohnungstür an. Auf dem Weg nach draußen beschloss sie, sich morgen bei ihrer Freundin für ihr frühzeitiges Verschwinden zu entschuldigen. Nur wenige Minuten später stand sie vor dem riesigen Gebäude und sog gierig die Luft ein, als wäre sie nur knapp dem Erstickungstod entronnen. Dann schloss sie die Augen und reckte das Gesicht in den seichten Nieselregen, der aus einer undurchdringlich grauen Wolkendecke fiel. Endlich …, seufzte sie, bis schließlich ein zufriedenes Lächeln auf ihrem Gesicht erschien. Sich selbst für ihr untrügliches Talent beglückwünschend, ein weiteres Mal den Fängen eines Mannes entkommen zu sein, schulterte sie ihre Handtasche und lief los Richtung U-Bahn Station.

Als Tom wenige Minuten später mit dem Cocktail aus der Küche in das großzügige Wohnzimmer zurückkehrte, fand er das Sofa, auf dem er Anna zurückgelassen hatte, leer vor. Suchend sah er sich nach der Blondine um, konnte sie jedoch nirgends entdecken. Vielleicht ist sie ja nur kurz auf die Toilette …, dachte er bei sich, stellte die Gläser auf den Tisch und ließ sich in die Polster zurücksinken. Mit mäßigem Interesse beobachtete er die anderen Gäste, die sich in heiterer Ausgelassenheit unterhielten, während er auf Annas Rückkehr wartete. Wo sind eigentlich Paloma und Enrique abgeblieben …, ging es ihm durch den Kopf. Die werden doch wohl nicht etwa … Ein süffisantes Lächeln schlich sich auf sein Gesicht. Tse … wirklich sehr aufmerksame Gastgeber … Erneut wanderte sein Blick durch die Gegend, während er angespannt mit den Fingern auf das Polster trommelte. Geduld war wahrlich nicht seine Stärke. Und er hasste es, auf etwas oder jemanden warten zu müssen. Tja, wenn Frauen mal aufs Klo müssen … Es soll ja Fälle gegeben haben, da wurde in der Zwischenzeit ein neuer Präsident gewählt – nachdem sein Vorgänger bereits wiedergewählt worden war … Kopfschüttelnd grinste er vor sich hin, als er an ihr belangloses Geplauder dachte. Normalerweise hielt er sich nicht mit derart viel Geplänkel auf, wenn es darum ging, eine Frau für sich zu gewinnen. Üblicherweise bedurfte es bloß einer gemäßigten Dosis seines Charmes, damit die Frauen ihm zu Füßen lagen. Ein Kinderspiel … Und für gewöhnlich dauerte es nicht mehr als eine halbe Stunde, eine Frau klar zu machen. Beiläufig warf er einen Blick auf seine Uhr und zog überrascht die Brauen hoch. Wow, das ist wirklich absoluter Negativrekord … Seit dem ersten Blickkontakt waren bereits zwei Stunden vergangen. Wieder sah er sich um, durchforstete die Umgebung. Wenn sie doch nur mal wiederkommen würde … Als sie nach weiteren fünf Minuten des Wartens noch immer nicht zurückgekehrt war, schlich sich allmählich der Gedanke in seinen Kopf, dass sie wohlmöglich gegangen war. Nicht nur auf die Toilette. Seine Annahme bestätigte sich, als er einen anderen Gast fragte, ob er die junge Blondine gesehen hatte und dieser ihm mitteilte, dass er sie vor einer guten Viertelstunde durch die Tür hatte verschwinden sehen.

Ein wenig ernüchtert starrte Tom auf den unberührten Cocktail, den er für sie geordert hatte, als sich schließlich ein amüsiertes Lächeln auf sein Gesicht schlich. Raffiniert … Das war das erste Mal, dass ihn eine Frau auf eine derart profane Weise hatte abblitzen lassen. Gegen seinen Willen nötigte er ihr Bewunderung ab. Etwas, was nicht sehr häufig vorkam, … schon gar nicht, wenn er über das andere Geschlecht nachdachte. Das war er nicht gewohnt. Doch Tom wäre nicht Tom, wenn er sich davon beirren ließe. Mit der Lässigkeit eines Eroberers, der sich nicht daran störte, eine Schlacht verloren zu haben, ließ er sich auf das Sofa zurücksinken und lehnte sich entspannt in die Polster. Die nächste Frau wird nicht lange auf sich warten lassen …, sagte er sich selbst und nahm einen Schluck von seinem Wein. Doch seltsamerweise befriedigte ihn dieser Gedanke nicht im Geringsten. Unaufhörlich kreisten seine Gedanken um die letzten beiden Stunden. Irgendetwas war an ihr, was anders war als an all den anderen Frauen, mit denen er bereits das Vergnügen hatte. Aber was? Ihre tiefgründigen Augen? Ihre Hartnäckigkeit? Ihr loses Mundwerk? Oder vielleicht doch die Tatsache, dass sie die erste Frau war, die offenbar immun gegen ihn zu sein schien? Ein Gedanke, der ihn lächeln ließ. Und eigentlich sollte genau in diesem Moment sein männliches Ego heulend in der Ecke liegen und um eine Streicheleinheit betteln. Aber seltsamerweise war dem nicht so. Ob ich sie jemals wiedersehe? …, fragte er sich. Vielleicht sollte ich Enrique nach ihrer Adresse und Telefonnummer fragen …, dachte er. Klar, er wird sie dir auch ganz sicher geben, du Held … Hast du seine Worte vergessen, er mag es nicht, wenn du dich in seinem Freundeskreis durch die Betten wühlst …, meldete sich sein männliches Ego. Vergiss die Tussi, da draußen gibt es tausende wie sie. Mit einem tiefen Seufzen verbannte Tom seine wirren Gedanken im hintersten Winkel seines Bewusstseins und nahm einen weiteren Schluck. Zugegeben, den Ausgang dieses Abends hatte er sich ein klein wenig anders vorgestellt. Vorzugsweise in seinem Bett oder dem ihren … barfuss bis zu den Ohren … Haut an Haut … er in ihr … Er grinste bei der Vorstellung, die süße kleine Anna … Wieder seufzte er, den Wein gemächlich in seinem Glas kreisend … Eins zu Null für dich, meine Schöne …, dachte er bei sich und lächelte ein wenig zerknirscht in sich hinein. Aber was nicht ist, kann ja noch werden … Anna … Ihr Name schmeckte fantastisch auf seiner Zunge. Und seine Neugier war unweigerlich geweckt, gleichsam wie der drängende Wunsch, sie wiederzusehen und mehr über diese Frau zu erfahren, die es gewagt hatte, sein männliches Ego herauszufordern.

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   So Jan 13 2013, 15:43

Du fragst ernsthaft, ob ich Lust habe weiter zu lesen. Ich habe schon ungeduldig wie Tom, der auf die Rückkehr von Anna wartet, auf dem Sofa getrommelt. Glaub mir, meine Männer haben mich schon für verrückt erklärt. Wink
Nein im ernst. Ich habe mich gerade riesig gefreut, als ich die Fortsetzung von dir gesehen habe, und ich wurde natürlich nicht enttäuscht.
Haha, Anna macht sich aus dem Staub und der Macho kanns kaum glauben. Laughing Sehr schön!
Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, wie das seinen Ehrgeiz erstrecht geweckt hat. Also wird die nächste Begegnung bestimmt umso spannender. Smile

Ich freu mich drauf! Cool
Liebe Grüße
Katha

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   So Jan 13 2013, 20:35

Ja ja, meine Katha ... die Anna ist eine ganz Ausgebuffte. Und Tom, na ja, der wird das ganz sicher nicht auf sich sitzen lassen. Aber wie werden sie sich wiedersehen? Mhmm ... du darfst gespannt sein ...

Liebe Grüße,
Mini, die sich ein Grinsen kaum verkneifen kann, weil sie ja schon weiß, wie es weitergeht ...

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mo Jan 14 2013, 13:00

Hey Mini,

Mal zwei ganz konträre Charaktere zu deinen aus der Tn. Super Idee! Während des lesens musste ich immerzu an die Gedanken von Malte aus "Freilaufende Männer" denken, was als Kompliemnt gemeint ist. Smile
'Gnaz schön dreister Typ, de ließ sich nicht mal von toten unsichtbaren Familienmitgliedern vertreiben, die Not nach einer neuen Trophäe muss bei ihm echt groß sein, aebr Gott lob weiß Anna sich ja zu währen.
Tolle Geschichte, freu mich aufs weiterlesen.Da wird sicherlich noch lustig mit den beiden!

Liebe Grüße
Sophie
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mo Jan 14 2013, 21:26

Hey Tastentante, du mal wieder hier? Hab dich schon vermisst. Danke dir für deine lieben Worte. Ja, ist nicht ganz so einfach, den beiden völlig andere Charaktere zu verleihen als in der Soap. Ich wollte immer so gern eine taffe, schlagfertige Anna sehen, die sich nicht ins Boxhorn jagen lässt. Na gut, vielleicht gelingt mir das ja mit der Story.

Liebe Grüße,
Mini (die sich ganz sehr darüber freut, wieder etwas von dir gelesen zu haben)

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„Vor dem Schicksal zu fliehen,
ist manchmal der beste Weg,
um zu sich selbst zu finden.“
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Di Jan 15 2013, 09:05

Draußen schneit es und hier ist es kuschelig. Da dachte ich mir, eine kleine Fortsetzung könnte passen ...

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Teil 5


„Morgen, Süße.“, begrüßte Paloma ihre Freundin, die gerade aus dem Treppenhaus hastete und an ihr vorbei in ihr Büro rauschte, und dabei ein gehetztes „Sorry, ich bin zu spät.“ in ihre Richtung schickte. „Allerdings.“, bemerkte Jonas, der gerade aus seinem Büro kam, trocken. Abrupt hielt Anna inne und maß ihn aus zusammengekniffenen Augen, während sie ihren rasenden Puls zu beruhigen und wieder zu Atem zu kommen versuchte. Sekundenlang verharrten sie regungslos in einem scheinbar aussichtslosen Blickduell, dann stahl sich ein verschmitztes Lächeln auf seine Lippen. Angespannt ließ Anna die Luft, die sie in den letzten Sekunden angehalten hatte, über ihre Lippen weichen und warf ihre Handtasche mit einem finsteren Blick in seine Richtung auf den Schreibtisch. Meine Güte, du kannst einem wirklich den letzten Nerv rauben, Jonas Broda … Diese Schocktherapie ist echt nichts für mich …, dachte sie angesäuert, als sie begriff. Ja verdammt, sie war zu spät dran … und ja, Jonas hasste Unpünktlichkeit wie die Pest. Tse … aber deshalb muss er nicht gleich einen auf dominanter Chef machen, … schließlich sind wir gleichberechtigte Teilhaber …, schimpfte ihr Unterbewusstsein, was nach Palomas gestriger Verlobungsparty, die sie viel zu früh aufgrund einer äußerst verwirrenden Begegnung fluchtartig verlassen musste, noch ziemlich desolat in den Seilen hing. Flüchtig glitt Annas Blick zu ihrer Freundin. Wie schafft sie es nur immer wieder, wie das blühende Leben auszusehen? …, fragte sie sich. Vielleicht solltest du dir auch einen Kerl an Land ziehen, der dir einen Ring anlegt …, summte es durch ihre Gedanken. Ihr Unterbewusstsein riss die Augen auf und wurde blass. Vergiss es, Fräulein … ohne mich … diesen Scheiß mach ich nicht noch mal mit …, protestierte es mit wild gestikulierenden Armen. Anna schüttelte den Kopf und brachte ihre Gedanken zum Schweigen. „Na sag schon, wer hat dich aufgehalten?“, riss Jonas’ belustigte Stimme Anna aus ihre verquirlten Gedanken. Erschrocken fuhr sie zusammen und sah auf. Er lehnte lässig im Türrahmen ihres Büros und starrte sie mit durchdringendem Blick an. Dem neugierigen Flackern in seinen Augen nach zu urteilen, war die Frage ernst gemeint und er wartete tatsächlich auf eine Antwort.

Himmel noch mal. Anna rollte genervt die Augen und griff nach der Tasse Kaffee, die Lara – ihre Assistentin – ihr soeben auf den Schreibtisch gestellt hatte. Der beruhigende Duft frisch gebrühten Kaffees stieg in ihre Nase. Genießerisch schloss sie die Augen, und wie durch ein Wunder entspannten sich ihre angekratzten Nerven als der typische Geschmack von Kaffee und Milchschaum auf ihren Gaumen traf. Eine echte Wohltat. Lara ist wirklich ein Engel …, ging es Anna dankbar durch den Kopf, als sie einen weiteren Schluck von dem duftenden Getränk nahm und die Tasse schließlich beiseite stellte, um sich einen Überblick auf ihrem Schreibtisch zu verschaffen, dessen Durcheinander der Inbegriff von Chaos war. „Und?“, hakte Jonas nach. Erschrocken fuhr sie herum. „Was?“ Sie hatte in ihrer Zerstreutheit doch tatsächlich seine Frage vergessen … und nicht bemerkt, dass er noch immer seelenruhig im Türrahmen verharrte und auf eine Antwort wartete. „Wer dich aufgehalten hat?“, wiederholte er, zog ironisch die Brauen hoch und verschränkte mit einer geschmeidigen Bewegung die Arme vor der Brust. Für einen Moment aus der Welt entrückt, wanderte Annas Blick über seine Statur. Jonas war ein Bild von einem Mann … Ihr Unterbewusstsein lächelte zynisch … Ja, aber er ist eben ein MANN … M-A-N-N … vier grausige Buchstaben in einer noch grausigeren Reihenfolge … Sie seufzte leise. Attraktiv, und unter anderen Umständen sicher ihr Typ. Das ist Geschichte, du doofe Nuss …, plärrte die lästige innere Stimme, die sie einfach nicht zum Schweigen bringen vermochte. Leise Luft holend schloss Anna die Augen, ehe sie Jonas mit leicht schief gelegtem Kopf betrachtete. Ihre Augen blitzten, und sie zuckte die Schultern, als sie antwortete … „Das Pech.“ Sie gab sich keine Mühe, den ironischen Unterton in ihrer Stimme zu verbergen. Warum auch? Es war ohnehin bedeutungslos. „Erst klingelt der blöde Wecker nicht, dann hat die Kaffeemaschine kurzfristig ihren Geist aufgegeben, und zu allem Überfluss fährt mir dann auch noch die Bahn vor der Nase weg.“, erklärte sie schließlich mit einem gequälten Seufzen. „Und als wäre das noch nicht genug, musste dieser verschissene Aufzug auch noch kaputt sein.“, schob sie fluchend hinterher. Ein kleines amüsiertes Lächeln erschien auf seinen Zügen, als er sich galant vom Türrahmen abstieß und lässig auf ihren Schreibtisch zugeschlendert kam. Mit einer Gelassenheit, wie sie nur Jonas zueigen war, ließ er sich auf der Kante der Tischplatte nieder. „Dann hab ich vielleicht etwas, was dich ein wenig aufmuntert.“ Sein Lächeln wurde breiter, seine Augen funkelten vor unterdrückter Aufregung. Aha … Was denn?

Augenblicklich hatte Jonas Annas ungeteilte Aufmerksamkeit. „Was?“, hakte sie energisch nach, als er nicht gleich mit der Sprache herausrückte – sie hasste es, wenn er sie derart auf die Folter spannte – und sah ihn mit unverhohlener Neugier an. Sekunden vergingen. Die Spannung wurde unerträglich. Nun mach schon … „Wir haben den Auftrag für die Schmuckkampagne.“, platzte es schließlich mit einem Strahlen in den Augen, was halb Berlin zum Leuchten hätte bringen können, aus Jonas heraus. Annas Augen weiteten sich verblüfft, während ihr gleichzeitig die Kinnlade nach unten fiel. „Echt?“, hauchte sie. Für einen Moment war sie wie gelähmt, ehe sie sich besann und ein begeistertes „Wow … das ist ja genial“ hinterher schickte. Es dauerte keine Sekunde, da war sie von ihrem Stuhl aufgesprungen und Jonas um den Hals gefallen. Der mäßig begeisterungswürdige Start in den Morgen war im selben Moment Geschichte. Innerlich jubelnd über diesen Wahnsinnserfolg drückte sie ihm einen Kuss auf die Wange. Schier überwältigt von diesem Ausbruch ungezügelter Begeisterung schloss Jonas die Augen, schlang behutsam seine Arme um Annas zierlichen Körper und zog sie in eine sanfte Umarmung. Still genoss er diesen Moment der Nähe, wie jedes Mal, wenn sie sich dazu hinreißen ließ. Sie kannten sich seit knapp drei Jahren. Gemeinsam hatten sie einen Erfolg nach dem anderen in der Agentur seiner Eltern eingefahren. Doch am Ende haben Jonas’ Eltern Broda & Broda verkauft und sich mit dem Gewinn in die Südsee abgesetzt, um für den Rest ihres Lebens nicht mehr über Aufträge, Kunden und Bilanzen nachdenken zu müssen. Für Jonas war es ein Schock gewesen, stand er doch von einem auf den anderen Tag ohne Broda & Broda da. Letzten Endes war es Anna gewesen, die die Idee ersonnen hatte, gemeinsam eine eigene Agentur zu gründen, schließlich waren er und Anna schon seit längerem ein klasse Team. Das Konzept war erfolgversprechend und das Startkapital auch kein Problem. Und nur wenige Monate später war es dann soweit. Aus dem Traum wurde Realität. Und catch phrase war geboren. Seit dem war ein gutes Jahr ins Land gegangen …

Viel zu schnell löste sich Anna wieder aus seinen Armen. Viel zu schnell verschwand die Wärme, die sie mitgebracht hatte. Und insgeheim sehnte er sich nach ihr. Seit dem Moment, in dem er sie zum ersten Mal gesehen hatte. Doch dann war alles anders gekommen. Jonas hatte sich auf Katja, Annas Schwester, eingelassen, obwohl er immer gespürt hatte, dass die hübsche zierliche Blondine, die er soeben noch in seinen Armen gehalten hatte, mehr als nur freundschaftliche Gefühle für ihn empfunden hatte. Obgleich Jonas schon bald gemerkt hatte, dass Katja nur eine schöne Zerstreuung gewesen war, hatte er sich von ihr gehörig den Kopf verdrehen lassen und viel zu spät realisiert, dass unter der hübschen Verpackung nichts weiter als Selbstsucht und Oberflächlichkeit schlummerte. Das ganze Gegenteil von Anna, die ihn über die Zeit mit ihrer Aufgeschlossenheit und Liebenswürdigkeit bezaubert hatte. Zu spät, denn als Jonas endlich erkannt hatte, dass Katja nicht die Frau war, die er liebte, hatte Anna Daniel kennengelernt. Und das Schicksal hatte seinen Lauf genommen. War das die Strafe für seine Kurzsichtigkeit gewesen? Was für ein Arsch …, ging es ihm durch den Kopf, als er ihr in die Augen schaute und jenen traurigen Schimmer in dem tiefen Blau erkannte, den sie stets zu verbergen versuchte. Aber Jonas sah ihn, und er wusste, dass dieser Typ der Grund dafür war, dass dieser Ausdruck in ihren Augen zu einer Normalität geworden war. Dass dieser Schwachmat namens Daniel der Grund war, weshalb Anna auf Abstand ging. Nicht nur bei ihm … generell, wenn es um Männer ging. Eigentlich schade …, dachte Jonas wehmütig, während er ihr hübsches Gesicht betrachtete und sich in ihren großen klaren klugen Augen zu verlieren begann – wie schon so viele Male zuvor. Aber er hatte sich damit abgefunden, hatte irgendwann akzeptiert, dass sie für ihn für immer unerreichbar sein würde.

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Di Jan 15 2013, 17:24

So, so, bei dir ist also kuschelig. Hm, da will ich mal nicht meckern. Schließlich gab es einen neuen Teil Wink .
Und der war, obwohl Tommi-Boy sich anderweitig vergnügen musste, mal wieder sehr schön zu lesen. Smile Mir schwant ja böses. Jonas kann ja doch ein netter Kerl sein, und so uninteressiert an Anna ist er scheinbar nicht ... Da kommen bestimmt noch so einige Kapriolen auf uns zu.
Wenn Annas Unterbewußtsein erst mal nach Hilfe schreit ...

Ja, ja, ich weiß, du grinst schon wieder Razz so eine Gemeinheit, aber wirklich, nein, so kann sie doch nciht ... (grummel, grummel, grummel) No

LG, fühl dich gedrückt!
Katha

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Di Jan 15 2013, 20:11

Hach ja, meine Katha, du hast völlig recht, ich grinse schon wieder bei deinen Worten, womit du mir wahrlich den Abend versüßt. Danke Dir dafür. Mhmm ... und was unsere beiden ungleichen Helden betrifft, wir werden sehen ... Razz

LG und ein Drücker zurück, Mini

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