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 AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"

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AutorNachricht
katha

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BeitragThema: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Sa Feb 09 2013, 21:29

das Eingangsposting lautete :


(Da muss ich doch gleich mal die neuen Icons probieren. )

So, jetzt ernsthaft.

Viele von euch wissen schon, was hier jetzt passiert, da ich diese Story bereits im AudL-Forum gepostet habe (bzw. noch fertig stellen werde), aber für alle anderen sei es kurz erläutert.

AnTom II Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück? ist eine weitere Fan-Fiction von mir, die sich von der Telenovela "Anna und die Liebe" ableitet. Und wäre das nicht schon Vorgabe genug, ist sie noch ein zweiter Teil, der unmittelbar an meine erste FF AnTom I "Irrgarten - Start - Ziel - und Neubeginn" anschließt, so dass es förderlich ist, diese gelesen zu haben.

Wenn ihre diese begünstigende Bedingungen erfüllt habt, gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen, außer vielleicht ..., dass ich hoffe, auch bei dieser zweiten FF, euren Zuspruch zu finden.

Liebe Grüße von mir, und ganz viel Spaß!

Katha

Ach so, da fällt mir noch was ein.
Es sei noch gesagt, dass ich die Teile, die ich hier poste zuvor nochmal überarbeite, so dass sich leichte sprachliche Veränderungen ergeben können, oder auch mal ein Satz hinzugefügt oder weggelassen wird. Die Handlung bleibt aber die gleiche. Wink

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Zuletzt von katha am Sa Feb 09 2013, 22:44 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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AutorNachricht
Carla3939

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Di Feb 11 2014, 19:46

Super toll klasse genial top Geil, was anderes fällt mir bei diesen Teil nicht ein  idontknow   Smile 
das war mal wieder irre gut geschrieben liebe Katha.Dankkkkkeeeee  flowers  Natürlich wie immer mach ganz schnell weiter.Ach ja Du bist echt super  brav Lg. Carla

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"Jemand der einem nicht nur das Leben rettet sondern auch die liebe." -Anna, über Tom
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Di Feb 11 2014, 21:36

Hallo Ihr!
Liebe Carla, das Kompliment gebe ich gerne zurück. Ihr seid auch super  Very Happy .
Schön, dass es euch gibt und auch schön, dass euch der Teil so gut gefallen hat.  Cool 

Falls ihr euch übrigens wundert, warum da hin und wieder mal so grüne Balken auftauchen. Man kann damit eine Bewertung abgeben. Ein Plus für gut, ein Minus für nicht so toll.
Kann jeder der eingeloggt ist. (rechts oben einer jeden Antwort, außer den eigenen)

@Mini
deinen tollen Kommentar habe ich übrigens nicht übersehen und natürlich mit Freuden gelesen. Ich habe nur irgendwie vergessen drauf zu antworten.  Embarassed 

Ich wünsch euch allen eine Gute Nacht!  Sleep

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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Di Feb 11 2014, 22:54

Wow, wahnsinnig toller Teil Very Happy Katha flowers

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Silentvoice

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Mi Feb 12 2014, 08:21

wow einfach nur wahnsinn katha und bisher , um deine sorge zu beruhigen, medizinisch noch alles vertretbar zwar von den abläufen her manchmal bissel grenzwertig aber alles noch im realistischen rahmen ;-) also schnell weiter schreiben gg

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Keiner ist so verrückt, das er nicht einen verrückteren findet der Ihn versteht!Very Happy 
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Mi Feb 12 2014, 10:45

@ Tastentante
Lieben Dank! Du weißt ja, so ein Lob aus deinem Munde wiegt schon was ...  Embarassed 

@silentvoice
Ahhhh, da war es wieder ... Die Glaubwürdigkeit der Abläufe.  Surprised 
Ich kann dir sagen, das halbwegs hinzubekommen, ist gerade hier bei den Teilen eine echte Herausforderung für mich. Und, dass das nicht immer so hundertprozentig hinhaut, ist mir ziemlich klar. Ich muss gestehen, dass ich manchmal hoffe, das es in der Aufregung der Geschehnisse untergeht.

Ich denke, das die Priorität letztlich auf der Storyline liegt.  Rolling Eyes 

Aber auf jeden Fall vielen Dank für deine Rückmeldung. Das beruhigt.  Wink 


Liebe Grüße!!!

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katha

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BeitragThema: "87"   Do Feb 13 2014, 20:45

 Und weiter geht´s. Soll ja nicht langweilig werden. Wink
***********************


Während Carla auf der Rückbank des Polizeiwagens saß und ungeduldig die Fahrt ins Krankenhaus über sich ergehen ließ, kreisten ihr wilde Gedanken durch den Kopf. Keinen Moment jedoch hatte sie Angst, dass diese Abholung irgendetwas mit der Geschichte zu tun haben könnte, die sich erst einige Stunden zuvor ereignet hatte. Das war für sie erledigt, wie ein unbeliebter aber notwendiger Auftrag, den man schnell abhakte, wenn er abgearbeitet war. Und für sie war es abgearbeitet. Anna war erledigt und alles andere hatte irgendwie nichts mehr mit ihr zu tun.
Nein, ihre Gedanken kreisten um ihre Eltern. Sie konnte sich nichts anderes vorstellen, als dass ihnen etwas zugestoßen war. Ihrer Mutter oder ihrem Vater, denen sie beiden in den letzten Jahren kaum begegnet war. Aus dessen Fängen sie sich absichtlich befreit hatte und sich in diesem Zuge auch ihren eigenen Namen zugelegt hatte, unter dem sie, für die Öffentlichkeit unerkannt, an ihrem Ziel arbeiten konnte.
Ihre Mutter. Sie liebte sie, aber sie war einfach maßlos von ihr enttäuscht und außerdem hatte sie auch ein wenig Angst vor ihr. Sie war immer die moralische Instanz der Familie gewesen. Aber auch sie hatte Carla nicht gesehen, obwohl sie sie von ganzem Herzen liebte. Sie hatte versucht ihrer Tochter den Rücken zu stärken und ihr das Leben in der gehobenen Gesellschaft zu vermitteln. Wie man sich zu präsentieren und zu verhalten hatte, als Frau eines erfolgreichen Mannes. Denn dieses Rollenprofil, das sie selbst in Perfektion beherrschte, sah sie für ihre Carla vor und wollte es dementsprechend an ihre kleine Tochter weitergeben. Aber diese Rolle hatte Carla nie gewollt. Sie wollte nicht durch einen erfolgreichen Mann, ihr angepasstes Verhalten und ihr Äußeres glänzen. Nein, sie wollte Anerkennung weil sie selbst was drauf hatte, sie selbst erfolgreich war. Ihre Mutter konnte das nicht nachvollziehen und dementsprechend waren ihre seltenen Begegnungen auch immer von Unverständnis und Maßregelungen geprägt.
Und ihr Vater. Er hatte eine genaue Vorstellung davon, wie er sich inszenieren wollte. Nämlich als Mann von Welt. Erfolgreich im Geschäft, mit einem tüchtigen Sohn, der natürlich auch beruflich sein Nachfolger werden würde, einer Frau, die immer zurückhaltend an seiner Seite stand und einer bildhübschen Tochter, die alleine durch ihre Schönheit und ihre Weltgewandtheit glänzte. Und so sah er sie ebenfalls in der Rolle des hübschen Beiwerks, das einen erfolgreichen Geschäftsmann mit einer gewissen souveränen Aura umschwebte. Dass sie sich von ihm abgewandt hatte, passte ihm gar nicht, aber lieber, als von seinen Vorstellungen abzuweichen, verzichtete er auf sie. Er verleugnete sie nicht, aber er vermied es, sie zu erwähnen und wich jeder Frage nach ihr taktvoll aber geschickt aus. Sollten die Menschen doch selbst herausfinden, wo sie jetzt war und was sie dort tat.
Hatte Carla in ihrer Wohnung noch darüber nachgedacht, dass sie ihren Vater mit ihrem Erfolg, den sie in ihrer selbst erbauten Scheinwelt quasi schon in den Händen spürte, nur noch demütigen wollte, musste sie sich jetzt eingestehen, dass sie doch immer noch das kleine Mädchen war, das geliebt werden wollte und wahnsinnige Angst davor hatte, von ihren Eltern verlassen zu werden. Sie erinnerte sich nur vage an ihr letztes Zusammentreffen mit ihrem Vater, denn das war gewesen, nachdem sie auf den Fashion Days zusammengebrochen war. Und wollte sie so gerne glauben, dass er sich um sie gekümmert hatte, weil er sich Sorgen um sie machte, wusste sie doch, dass es für ihn vor allem wichtig gewesen war, den Schein zu wahren. Schnell war er wieder verschwunden gewesen, nachdem sie den Augen der Öffentlichkeit entflohen waren und seit dem hatte er sich auch nicht mehr gemeldet. Tränen liefen ihr über ihr hübsches Gesicht, so dass sie in einem etwas desolaten Zustand war, als der Polizeiwagen endlich vorm Krankenhaus zum Stehen kam. Schnell wischte sich Carla die Tränen aus dem Gesicht und kontrollierte mit einem kurzen Blick in den Spiegel ob sie so dort hinaus in die Welt treten konnte. Um Fassung bemüht, stieg sie souverän aus dem Auto aus, als man ihr die Tür öffnete, denn bei aller Verunsicherung und Angst, die sie fest im Griff hatte, wollte sie alles, aber keinen hilflosen Eindruck erwecken.
---------------
 
Tom stand am Türrahmen des kleinen Badezimmers, zu dem er Anna begleitet hatte und wartete darauf, dass sie wieder herauskam. Er lächelte selig vor sich hin. Anna war hier und es ging ihr gut ... Gott, er hatte sich solche Sorgen gemacht, aber alles war gut. Er legte seinen Kopf gegen die Wand und schloss einen Moment die Augen. Seine Erschöpfung war gerade von einer Welle Endorphine überschwemmt worden und nun fühlte er sich tatsächlich so beschwipst, wie Paloma es die ganze Zeit vermutet hatte. „Hey, schläfst du im Stehen, schöner Mann?“ Anna war gerade aus dem Bad getreten und hatte ihren Verlobten einen Augenblick mit einem gewissen Stolz betrachtet. Sie konnte es immer noch nicht ganz glauben, dass sie noch da war und weiterleben würde. Aber auch sie war von Glück geflutet, so dass sie gerade alle Fragen, die sie sicherlich noch einholen würden, verdrängte. Sie wartete bis Tom seine Augen öffnete und sie verliebt anlächelte. Er beugte sich zu ihr und küsste sie sanft, während seine Hände über ihre Schultern ihren Rücken hinunterfuhren und plötzlich auf nackte Haut trafen. Er stockte, brach den Kuss ab, schaute verwundert über ihre Schultern hinunter auf ihren Rücken und grinste dann verführerisch. „Na das gefällt mir doch mal. Kannst du dir für Zuhause vielleicht auch so ein Hemdchen anschaffen?“ Seine rechte Augenbraue wanderte in die Höhe und der Schalk sprach aus seinen blitzenden Augen. Anna, die Tom bei seinem plötzlichem Abbruch des Kusses irritiert angeschaut hatte, klimperte jetzt verwegen mit den Augen. „Das hättest du wohl gerne, du Schwerenöter.“, wisperte sie verführerisch. Aber dann drehte sie sich um und verschwand mit einem frechen Kichern schnell unter der Bettdecke ihres Bettes. Tom ging langsam hinterher und setzte sich zu ihr. Es schien wie eine unausgesprochene Abmachung, dass sie die Geschehnisse ruhen ließen und den Moment genossen. Sie hielten sich an der Hand und sahen sich eine ganze Weile einfach nur an, bis Toms Lippen ein leichtes Lächeln zeigten und er mit einem kleinen Kopfschütteln völlig ernst sagte. „Ich liebe dich mehr als alles andere auf der Welt.“ Sein Herz war völlig erfüllt von dieser Liebe und er hatte das Gefühl, dass es gleich bersten würde. Aber auch Annas Augen leuchteten vor Glück und Tom meinte ein Glitzern darin zu erkennen, als sie von einem Klopfen an der Tür  in diesem innigen Moment gestört wurden.
 
„Ja. Herein“, forderte Anna den Besucher auf einzutreten und schon stand Stefan im Raum und begrüßte sie mit einem leisen „Hallo“. Anna hatte bis hierher den Blick noch nicht von Toms Gesicht abgewendet, aber jetzt schaute sie verwundert auf. Sie kannte diesen Mann nicht und er sah auch nicht aus, als ob er zum Krankenhauspersonal gehörte. Gerade wollte sie fragen, wen er denn suche, als zu ihrem Erstaunen, Tom aufstand und den Unbekannten in den Arm nahm. „Hey Stefan, was machst du eigentlich hier? Und warum sind die anderen alle da?“, fragte Tom, denn bei dem Anblick seines alten Freundes drängten sich plötzlich die Fragen nach den Geschehnissen der letzten Stunden wieder in sein Bewusstsein. „Hallo Tom, geht es dir gut?“, fragte dieser, Toms Fragen erst einmal ignorierend. Tom nickte und lächelte, auch wenn Stefans Auftauchen ihn irgendwie durcheinanderbrachte. Aber an sich entsprach es der Wahrheit. Er fühlte sich gut, richtig gut sogar. Stefan klopfte ihm zufrieden auf die Schulter und ging dann an ihm vorbei zu dem Bett, in dem Anna am Kopfende angelehnt saß und ihn neugierig anschaute. Er streckte ihr die Hand entgegen und stellte sich vor. „Hallo, ich bin Stefan. Tom und ich sind alte Freunde, wir kennen uns schon ewig …“ Er stockte mit zusammengepressten Lippen und sah zwischen Anna und Tom hin und her, „Aber heute bin ich beruflich hier. Ich bin bei der Kripo.“ Anna, die bislang lediglich verwundert war, riss jetzt die Augen auf und spürte, wie sich ihr Herzschlag beschleunigte. Ihre Erinnerungen an die Minuten, die ihrer Meinung nach ihre letzten gewesen waren, stürmten plötzlich wieder auf sie ein und sie wurde von einem heftigen Zittern übermannt. Tom, der sofort bemerkte, dass etwas nicht in Ordnung war, war direkt bei ihr und zog sie in den Arm. „Hey, was ist los?“ fragte er sanft, aber Anna schüttelte abwehrend den Kopf. Sie wollte nicht daran denken und sie wollte nicht darüber reden. Stefan verzog besorgt das Gesicht. Er setzte sich zu ihnen und wartete einen Moment ab, bis sich Anna wieder etwas gefangen hatte. Tom warf ihm einen ratlosen Blick zu. „Sie hat eben was von Gift erzählt“, sagte er leise, obwohl er noch keine Ahnung hatte, was es mit ihrem seltsamen Ausbruch auf sich hatte und Stefan nickte zu seiner Überraschung nur wissend mit dem Kopf. Das bestätigte seine Vermutung und festigte den Plan seines Vorgehens. Als Anna ihn schließlich mit deutlicher Zurückhaltung ansah, begann er zu sprechen. „Ich würde euch gerne um etwas bitten … auch wenn es euch viel abverlangen wird“, sagte er vorsichtig. „Als erstes wüsste ich gerne was sich heute bei Lanford abgespielt hat und ich würde eure Aussagen am liebsten sofort aufnehmen. Geht das?“ Es war ihm klar, dass sich sowohl Anna, als auch Tom erst einmal ausruhen sollten, aber wollte er diese ganze Geschichte wirklich zu einem guten Ende führen, wäre der direkte Überraschungsmoment, den er plante, am vielversprechensten, um dieses Ziel zu erreichen. Anna sah panisch zu Tom, der ihr aber beruhigend zunickte und selbst eigentlich sehr froh war, zu erfahren, was eigentlich passiert war, denn die Ungewissheit quälte ihn immer mehr. Er drückte Annas Hand auffordernd und nachdem sie sich in seinen Augen eine Portion Sicherheit geholt hatte, nickte sie schließlich. In der Zwischenzeit hatte Stefan seinen Kollegen herein geholt, der beobachtend an der Tür stehen blieb und außerdem hielt er plötzlich ein kleines Diktiergerät in der Hand was er zwischen ihnen auf dem Bett platzierte. Erst dann sprach er das Paar mit einem auffordernden Kopfnicken an. „Also. Anna, du hast die Vorführung eröffnet, das habe ich selbst gehört und gesehen, was war danach?“ Anna und Tom erzählten abwechselnd was passiert war, soweit sie es denn konnten. Denn während Anna sich sehr genau erinnern konnte, wusste Tom lediglich, dass er eine Nachricht von einer unbekannten Nummer bekommen hatte, in der er mit einer Drohung, dass Anna etwas passieren könnte, aufgefordert wurde, auf die Dachterrasse des Lanford-Gebäudes zu kommen. Er war also die zwei Etagen durchs Treppenhaus hinauf gehastet und dann … Ab da war plötzlich alles weg. Er meinte sich vage zu erinnern, dass er von hinten angegriffen worden war, aber mehr wusste er nicht mehr. Anna war völlig geschockt, als er das erzählte, und das obwohl sie ja die einzige war, die wusste, dass er in der Gewalt von Carla gewesen war. Aber Toms Erzählungen schürten ihr schlechtes Gewissen, weil sie anfangs tatsächlich geglaubt hatte, dass er sie sitzen gelassen hatte. Stattdessen hatte er sie nur beschützen wollen. Die Tränen liefen ihr nur so über das Gesicht. „Und ich dachte wirklich, du hättest es dir anders überlegt.“, wisperte sie leise und traute sich kaum Tom anzusehen. „Du warst einfach weg und keiner hatte eine Ahnung warum oder wohin … Es tut mir so leid.“ Sie hielt ihren Blick auf ihre ineinander verschränkten Hände gerichtet und schaute erst auf, als Tom die ihren zärtlich drückte. Er lächelte sie nur gequält an und strich ihr tröstend die Tränen weg. „Beruhig dich. Nach allem, was wir beide in den letzten Wochen erlebt haben, musst du dich für gar nichts entschuldigen. Alles ist gut.“ Es war nicht so, dass es ihn nicht ein Stück weit traf, dass sie ihm nicht vertraut hatte, aber er schaffte es erstaunlicherweise die Situation aus ihrer Perspektive zu betrachten und somit gab es kaum etwas, was er ihr nicht verziehen hätte. Sie hatten einfach eine verdammt harte und verunsichernde Zeit hinter sich und er selbst hätte an ihrer Stelle vermutlich auch Panik bekommen.
Aber nicht nur für Anna und Tom war dieses Gespräch nicht einfach, auch für Stefan war es gerade keine ganz einfache Situation, denn in der Regel sprach er nicht mit Freunden, wenn es darum ging, Informationen aus Menschen herauszubekommen. Außerdem saß ihm die Zeit im Nacken. Trotzdem ließ er Anna und Tom die Zeit, die sie offenbar brauchten, um das Geschehene auch miteinander zu klären.  Aber nun versuchte er vorsichtig Anna zum Weiterreden zu bekommen. Gott sei Dank, ließ sie sich darauf ein. Nach einigen Sekunden, in denen sie sich sammelte, schaute sie Stefan starr ins Gesicht während sie von dem Telefonat mit Carla erzählte, von den Bildern, die sie ihr geschickt hatte, von ihren gehässigen Worten und letztlich davon, wie die Minuten verlaufen waren, bevor sie zusammengebrochen war. Sie wirkte dabei völlig unbeteiligt, wie abgeschottet von der Welt, als ob sie eine von außen beobachtete Szene wiedergab, aber vermutlich war das für sie die einzige Möglichkeit, sich diesem Alptraum anzunähern. Tom saß neben ihr und schloss immer wieder die Augen. Er musste alle Energie aufwenden, um nicht völlig auszuflippen, aber er zwang sich ruhig zu bleiben, denn er wollte Anna Sicherheit geben, also strich er ihr die ganze Zeit beruhigend über ihren Handrücken. Sicherlich war es auch ein Stück weit Selbstberuhigung, denn in seinem Inneren tobten die verschiedensten Gefühle und als Anna letztlich erzählte, wie sie mit dem Gedanken an ihn zusammen gebrochen war, hielt er es nicht mehr als. Er sprang mit einem erstickten Aufschrei auf, drückte sich seine Hand auf den Mund, um nicht in Tränen auszubrechen, während er mit der anderen Hand auf die Wand einschlug, die das Bad abgrenzte. Dann lief er unter den mitfühlenden Blicken von Stefan und Anna ins Bad, schloss die Tür hinter sich und schmiss sich einige Hände voll kaltem Wasser ins Gesicht.

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Do Feb 13 2014, 22:10

Woah Katha ich bin einfach nur baff Surprised 
Deine Story ist einfach der absolute Wahnsinn.
Langsam weiß ich auch nicht mehr was ich noch schreiben soll, aber was mir gerade spontan einfällt ist einfach nur atemberaubend.
Ich möchte mich einfach echt nur bei dir bedanken ,dass du uns diese wundervolle Geschichte schreibst und uns oder auch vorallem mir diese glückliche Gefühl gibst,wenn ich wieder einen Teil lese.
Ich finde du schreibst in so einen wunderbaren Stil,ich glaubt dir einfach auf anhieb jedes Wort ohne länger darüber nach zu denken und wenn ich genauer drüber nach denke, komme ich auch einfach nur zu dem Entschluss,dass du wunderschön schreibst.Wie du diese Worte mit bedacht wählst und so passend aneinander reihst, woraus dann diese fantastische Geschichte entsteht, wobei ich einfach Merke mit wie viel leidenschaft du auch einfach schreibst, es haut mich einfach jedesmal wenn ich lese aufs neue um. flowers 

So jetzt habe ich dir einfach auch mal genau geschrieben wie sehr ich deine Geschichte bewundere und möchte dir hier mit einfach ein ganz ganz großes DANKE sagen. super 

Und wie immer natürlich bitte bitte ganz schnell weiter schreiben,damit ich wieder ein schönes großes Grinsen bekomme ,wenn ich sehe ,dass du weiter geschrieben hast Smile 

Liebe Grüße schreiber_fan
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Carla3939

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Do Feb 13 2014, 22:21

Oh mein Gott der arme Tom.Liebe Katha ich weiß garnicht was ich zu diesen Teil sagen soll  idontknow 
Das hast du wie immer super geschrieben ich kann mir richtig gut vorstellen wie es den beiden geht.
Ich hoffe nur das sie Carla drankriegen  Rolling Eyes  aber nachdem was Anna da erzählt hat dürfte das ja kein Problem sein.Ich finde es echt schön von dir das du so fleißig und schnell weiter schreibst (du hast echt ein sternchen verdient)  flowers  Ich freue mich natürlich wenn du weiter so fleißig für uns bist.Liebe Grüße dein Fan Carla  Embarassed

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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Fr Feb 14 2014, 09:23

Ich bin sprachlos Very Happy Very Happy , der Teil ist einfach spitze und ich kann nur hoffen, dass sie Carla drankriegen...Beweise alleine sind bei der ja manchmal recht machtlos Sad

Liebe Grüße
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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Fr Feb 14 2014, 18:05

hach schöner teil ich hasse es bei büchern ja wenn ewig seiten gefüllt werden ohne die story weiter zu erzählen ist bei dir nicht der fall einfach nur schön einzizger nachteil . . . ich muss warten bis es weiter geht das ist schreeeeeeeeeecklich lach . . . also schnell weiterschreiben büdde

und um mich meinen vorredner nochmal anzuschliessen KATHA DU BIST SPITZEEEE

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Sa Feb 15 2014, 09:00

Ihr seid ja alle verrückt!!!!  Rolling Eyes 
Aber ich freu mich natürlich riesig, über euer Lob  Cool  Und ich habe mir sogar ein Sternchen verdient * Smile 
Tja, die Situation ist wohl für alle recht schwierig. Anna muss irgendwie verkraften, was da passiert ist und Tom? Ja, wie soll er da reagieren ...

Wir werden sehen, wie es weitergeht. Und ich teile Tastentantes Skepsis. Carla ist ja alles, aber nicht doof ...

LG und hoffentlich bis heute Abend  Wink 

Katha

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BeitragThema: "88.1"   Sa Feb 15 2014, 22:03

AAAAAhhhhhrrrr  Evil or Very Mad . Tücken mit der Technick oder einfach müde. Keine Ahnung. Ich hoffe, ich schaffe auch den zweiten Teil heute noch.
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Carla fuhr die Polizisten mit harschen Worten an, als diese sich wieder ihrem Streifenwagen zuwandten. „Wo wollen sie hin? Sie bringen mich jetzt genau zu dem Zimmer, in dem ich erwartet werde. Sie hatte bestimmt keine Lust sich mit überfordertem und genervtem Klinikpersonal rumzuschlagen und sich zudem auch noch die Blöße zu geben, dass sie gar nicht wusste, wen sie suchte. Die Polizisten sahen ihren Fahrgast erstaunt an und tauschten dann einen irritierten Blick. Der eine zuckte ratlos mit den Schultern, zückte sein Handy und telefonierte kurz. Carla beobachtete ihn angefressen und registrierte mit Genugtuung, dass er gerade offensichtlich einen Anschiss kassierte, denn er zuckte merklich zusammen. Er warf seinem Kollegen einen kurzen Blick zu, den der scheinbar wortlos verstand. Auf jeden Fall wies dieser Carla höflich den Weg und folgte seinem Kollegen, der bereits vorausgegangen war, ins Krankenhaus. Sie sahen sich suchend um und steuerte dann gezielt auf den Aufzug zu.
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Tom stieß angestrengt die Luft aus und drängte seine Tränen zurück, die einfach nicht aufgeben wollten. Das kann doch nicht wahr sein. Fast wäre sie gestorben … Carla wollte Anna umbringen … Fast hätte ich sie verloren  … Sie hat sich für mich geopfert … Seine Gedanken flogen wirr durch den Raum, betrachteten die gerade erfahrene Tragödie bruchstückweise von verschiedensten Seiten, bis ihm ein Gedanke kam, den er geklärt haben wollte. Welchem Umstand hatte er zu verdanken, dass Carlas Plan nicht aufgegangen war? Er öffnete entschlossen die Tür und trat leise zurück in Annas Krankenzimmer. Als er sie dort erblickte, zusammengekauert, in Tränen aufgelöst, blieb er stehen und holte noch einmal tief Luft. Er konnte es kaum ertragen, sie so zu sehen. „Du liebst Tom wohl sehr“, hörte er da Stefan sagen, der Anna voller Mitgefühl ansah. Anna hob den Blick und sah ihm ins Gesicht. „Ja, das tue ich. Ich wusste einfach nicht, was ich tun sollte, imir war doch klar, dass ihn jede Entscheidung treffen würde.“ Sie schüttelte voller Verzweiflung den Kopf, und schon kamen ihr wieder die Tränen „Aber ich konnte doch nicht zulassen, dass sie ihm was antut.“ Tom zog sich sein Herz zusammen. Er wusste, er selbst hätte genauso entschieden. Sie liebten sich aus vollem Herzen und einen größeren Beweis konnte es wohl nicht geben. Langsam trat er an das Bett heran und Stefan und Anna schauten sogleich zu ihm auf. Tom setzte sich wortlos neben Anna und ergriff ihre Hände, die sie ihm entgegenstreckte, während ihre Augen sich fest ineinander verhakt hatten. Stefan räusperte sich leise. „Entschuldigt bitte, ich weiß, dass ihr gerne alleine wärt, aber …“ Er wartete, bis sich Anna und Tom ihm zuwandten. „Carla ist auf dem Weg hierher. Ich habe sie unter einem Vorwand abholen lassen und sie hat sich Gott sei Dank darauf eingelassen … Offenbar fühlt sie sich völlig sicher.“ Er senkte den Kopf, er wusste, was er da von seinen Freunden verlangte, aber seine Einschätzung, dass Carla nur durch eine direkte Konfrontation in die Knie gezwungen werden konnte, hatte sich nach Annas Erzählungen nur noch verfestigt. Diese Frau war von Ehrgeiz zerfressen, sie war besessen von Tom und gleichzeitig sie war schlau und dazu skrupellos, und diese Kombination war wirklich gefährlich, so viel war klar. Daraus resultierte wohl auch, dass er bisher leider keinerlei wirkliche Beweise gefunden hatte. Er wusste zwar jetzt was passiert war, aber er wusste auch, dass die Fakten seine geplante Aktion, eigentlich nicht rechtfertigten. Er lehnte sich also gerade beruflich weit aus dem Fenster und hoffte gleichermaßen für seine Freunde, wie auch für sich selbst, dass das alles gut ging. Anna hielt Toms Hände mittlerweile wie ein Schraubstock umklammert und starrte Stefan ängstlich an. „Das heißt … sie kommt hierher, zu mir?“, fragte sie mit zittriger Stimme. Stefan sah sie entschuldigend an. „Anna, ich weiß, dass das hart für dich ist, aber …“ Tom unterbrach ihn entsetzt. „Das ist nicht dein Ernst. Wenn ich diese, diese ..." Er holte tief Luft um nicht völlig ausfallend zu werden, und sprach dann gezwungen leise weiter, "Wenn ich sie in die Finger bekomme, drehe ich ihr eigenhändig den Hals um.“ Seine Worte klangen trotzdem durchaus überzeugend, so dass Stefan seine Hand beruhigend auf Toms und Annas legte und seinen Freund ernst ansah. „Nichts dergleichen wirst du tun. Es sei denn, du willst dafür sorgen, dass Anna dich die nächsten Jahre im Gefängnis besuchen muss.“ Tom schüttelte sich fassungslos. Er war so zornig, wie sollte er da ruhig bleiben? „Tom, wir haben bislang keine Beweise. Das ist unsere einzige Chance. Wenn wir das jetzt nicht durchziehen, wird sie ihr Ziel immer weiter verfolgen.“ Tom und Anna fixierten ihn mit deutlichem Widerwillen im Blick. Die akute Situation war ihnen gerade einfach näher, als langfristiges Denken - was nach den Erlebnissen ja auch nicht weiter verwunderlich war. Aber Stefan musste sie einfach überzeugen, also führte er seinen Plan näher aus. „Wir werden sie damit konfrontieren, dass ihr so penibel ausgearbeiteter Plan nicht aufgegangen ist. Anna, indem sie dich sieht, lebend, wird sie mit ihrer eigenen Unfähigkeit konfrontiert, und das ist das was sie am wenigsten vertragen kann. Ich hoffe einfach, dass sie dann redet ..." Er schüttelte entnervt den Kopf. Wenn sie erfährt, dass du überlebt hast und sie Zeit hat, sich damit auseinanderzusetzen, dann wird sie sich ganz schnell eine hübsche Geschichte ausdenken, was sie heute getan hat, und ist damit sofort raus aus der Nummer. Sie ist schlau und wir haben wie gesagt bislang keine hieb- und stichfesten Beweise.“ Stefans Worte waren eindringlich und energisch gewesen, aber jetzt ruderte er zurück und sagte bittend. „Ich brauche euch dafür. Wir möchten doch alle, dass dieses Drama ein Ende findet.“ Er schaute zwischen Anna und Tom hin und her und nachdem die beiden einen gequälten Blick getauscht hatten, stimmten sie schließlich zu.
Erleichtert stand Stefan auf und ging zur Tür, als sein Telefon klingelte. Er stockte nachdem er rangegangen war, verdrehte genervt die Augen und stauchte jemanden ziemlich zusammen, bevor er letztlich Annas Zimmernummer nannte. Anschließend besprach er noch kurz was mit dem Polizisten vor der Tür, ehe er wieder zurück kam und Anna prüfend anschaute. Sie wird in einigen Minuten hier sein und sie weiß noch nicht, wen sie hier vorfinden wird. Er wollte noch etwas hinzufügen, aber da fiel ihm Tom ins Wort und stellte endlich die Frage, die ihm jetzt schon geraume Zeit im Kopf rumschwirrte. „Warum ist ihr Plan eigentlich nicht aufgegangen? Und warum bist du eigentlich hier?“

Stefan blieb am Fußende des Bettes stehen, lächelte verständnisvoll, und ließ seine Brauen in die Höhe zucken. „Weil ihr ziemlich gute Freunde habt. Wisst ihr das eigentlich?“ Tom runzelte die Stirn. „Was heißt das?“ „Zum einen heißt das, dass Carsten Kontakt zu mir aufgenommen hat und mich um Hilfe gebeten hat, nachdem Carla wieder bei ihm aufgetaucht ist. Er war es im Übrigen auch, der Carla das harmlose Betäubungsmittel untergeschoben hat, damit Anna nichts Schlimmeres passiert. Seine Ahnung war Gold wert, er war sich sicher, dass sie irgendwas unternehmen würde und hat dann quasi den Ideengeber gespielt, um die Situation kontrollieren zu können.“ Tom und Anna sahen sich erschrocken an. Diese Szenerie hatten sie doch schon mal gehört … Und beiden wurde bewusst, wie naiv sie doch gewesen waren, als sie jeden Gedanken an Carla von sich geschoben hatten. „Na ja, und außerdem sitzen da draußen ziemlich viele Menschen, die sich unglaubliche Sorgen um euch gemacht haben und auf Entwarnung warten.“ Tom fand die Worte als erstes wieder, denn da waren immer noch viele ungeklärte Fragen in seinem Kopf. „Ich versteh das immer noch nicht. Wie …“, da klopfte es an der Tür und Tom verstummte.
Alle Drei sahen einen Moment auf die Tür, ehe Stefan eilig das Bett umrundete und den beiden noch einmal beruhigend die Schulter drückte. Dann zog er seinen Freund mit sich. „Tom, wir gehen erst einmal hier in die Ecke und halten uns im Hintergrund.“ Er warf ihm einen ermahnenden Blick zu. „Und bleibt ruhig. Anna, sie kann dir nichts tun.“
Anna schloss die Augen und holte tief Luft, um die enge ihres Brustkorbs zu lockern. Sie fühlte sich alles andere als ruhig, hörte irgendwo in ihrem Hinterkopf das hysterische Lachen ihrer Widersacherin hallen – Nein, sie war nicht ruhig. Im Gegenteil, sie hatte Angst davor dieser Frau ins Gesicht sehen zu müssen. Sie warf Stefan und Tom einen letzten hilflosen Blick zu, doch noch ehe einer von ihnen noch etwas sagen konnte, öffnete sich schon die Tür.

Carla stolperte ins Zimmer. Sie hatte wirklich weiche Knie. Sollte es wirklich wahr sein, dass ihre Eltern in Gefahr waren? Sie hatte jetzt bereits seit geraumer Zeit Angst, tierischen Schiss sozusagen, und genau das machte sie stinkesauer, denn sie hasste es, sich hilflos und klein zu fühlen. Mit grantigem Gesicht und dem Gefühl völliger Überforderung war sie forschen Schrittes den Polizisten gefolgt, die sie letztlich auf diese Tür verwiesen hatten. Sie hatte geklopft und nervös auf eine Aufforderung gewartet, doch hereinzukommen. Währenddessen war ihr ein Mann aufgefallen, der ein Stück weiter wartend an der Wand stand und …? Sie war sich nicht sicher, hatte dieser den Polizisten zugenickt? Irritiert, war ihr Blick zwischen diesem Typ, der in der Zwischenzeit den Kopf gelangweilt gegen die Wand gelegt hatte und ihren Begleitern, die gerade im Begriff waren zu gehen, hin und her gewandert. Aber sogleich hatte sie sich wieder auf die aktuelle Situation besonnen, ihre Skepsis beiseite geschoben und war in das Krankenzimmer getreten. Auch ohne Aufforderung.


Stefan konnte Tom gerade noch davon abhalten Anna zur Seite zu springen, denn dieser hielt es jetzt schon kaum aus, sie in dieser Situation alleine zu lassen. Aber nun drängten sie sich an die Wand, um für Carla so lange wie möglich unsichtbar zu bleiben, während Anna noch schnell ein Stoßgebet gen Himmel schickte.

„Mama, Papa, was ist passiert?“ fragte Carla fahrig und versuchte sich möglichst schnell ein Bild von der aktuellen Situation zu machen. Als sie aber um die Ecke sehen konnte und voller Ungeduld auf das Bett schaute, um endlich zu erfahren, wem etwas zugestoßen war, blieb sie plötzlich wie angewurzelt stehen. Ihre sorgenvolle Mimik wich völliger Fassungslosigkeit. Ihr Mund öffnete sich, ohne dass sich ein Ton daraus löste und sie schüttelte ungläubig den Kopf. „Anna“, stellte sie schließlich tonlos fest. Das kann doch gar nicht sein. Sie schloss einen Moment die Augen und schüttelte erneut den Kopf, um diese Wahnvorstellung zu vertreiben. Anna gibt es nicht mehr, sie ist weg. Überzeugt davon, dass sie nach diesem ereignisreichen Tag einfach einer gedanklichen Irritation erlegen war, öffnete sie erneut die Augen. Sie machte einen nächsten Schritt auf das Bett zu, da sie überzeugt war, dass sie nun ihre Mutter dort liegen sehen würde, als sie erkennen musste, dass dort immer noch das Abbild Annas zu erkennen war. Sie stockte erneut und war immer noch völlig sprachlos. Ein Zustand, der Annas Nerven ein wenig beruhigte und sie ein Stück weit befriedigte.

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Sa Feb 15 2014, 22:18

Oh mein Gott schreib weiter bitte schreib weiter  Shocked

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Sa Feb 15 2014, 23:45

Ist ja gut. Ist ja gut. Ich versuche alles ...  Wink

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BeitragThema: 88.2   Sa Feb 15 2014, 23:58

So, da habt ihr den zweiten Teil.
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Anna versuchte ihre Stimme möglichst fest klingen zu lassen, als sie die Initiative ergriff und ihre Kollegin freundlich begrüßte. „Hallo Carla. Ich bin überrascht, sie hier zu sehen.“ Sie schaute Carla möglichst gelassen an. Wie es in ihr aussah, musste sie dieser Frau ja nun nicht direkt auf die Nase binden. „Das kann nicht sein“, flüsterte Carla und trat ein, zwei Schritte zurück. „Was kann nicht sein?“, fragte Anna gespielt ahnungslos nach, obwohl sie natürlich genau wusste, wie unglaubwürdig diese Situation für Carla sein musste. „Was machen sie hier?“ Carlas Stimme gewann langsam wieder an Festigkeit, wenn sie ihre Überforderung auch nicht völlig verbergen konnte. Anna hingegen, fühlte sich langsam etwas sicherer. Sie hatte tatsächlich die besseren Bedingungen in dieser Situation, was es ihr leichter machte ein wenig Theater zu spielen. Sie begann einfach drauf los zu plappern und entschied sich unbewusst für den Weg, sich ahnungslos zu stellen. Vermutlich hätte sie es auch nicht ausgehalten sich in direkter Weise mit Carlas abscheulicher Tat zu konfrontieren. „Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht so genau. Ich glaube, ich war irgendwie betäubt. Vielleicht meinte jemand, ich sollte mich mal ein wenig ausruhen.“ Sie zuckte ahnungslos die Schultern und diese ahnungslose und zugleich gelassene Aura, die sie umschwebte, löste jäh eine Veränderung in Carlas Mimik aus. Offensichtlich hatte sie den Schock, Anna hier vorzufinden, so langsam überwunden und fand wieder zu sich selbst zurück. Sie bedachte Anna mit einem vernichtenden Blick. „Sie sollten sich nicht ausruhen, sie sollten tot sein.“ Diese dahingezischten Worte waren sehr deutlich und unmissverständlich, aber dann schien sich Carla die Frage aufzudrängen, was schief gelaufen war. „Warum …“ überlegte sie, sich mit ihren eigenen Gedanken beschäftigend. „Verdammt, ich habe doch extra zwei Fläschchen in das Glas gefüllt. Das kann doch gar nicht sein, dass sie noch lebt.“ Anna war bei Carlas ersten Worten zusammengezuckt, und hatte Tom und Stefan einen panischen Blick zugeworfen, aber als diese ihr beruhigend zunickten, atmete sie einige Mal tief durch, während sie sich wieder auf ihre reichlich verunsicherte Widersacherin konzentrierte. Wie kann ich sie nur aus der Reserve locken?, fragte sie sich und spontan fiel ihr wieder ein was Carsten gesagt hatte. Unsere Verlobung … „Also, falls sie von mir reden, ich fühle mich ganz lebendig und Gott sei Dank geht es mir so gut, dass ich schon gleich zurück zu Lanford fahren kann. Schließlich würde ich sonst bei meiner eigenen Verlobungsfeier fehlen, und das wäre ja wirklich zu blöde.“ Carla fiel alles aus dem Gesicht. Tom und Anna wollten ihre Verlobung feiern? Jetzt? Bei Lanford? Das konnte nicht sein. Anna sollte mittlerweile kalt sein und Tom vor Trauer verzweifeln, damit der Boden für ihre Anteilnahme vorbereitet war. „Das kann nicht sein,“ schrie Carla plötzlich los. „Sie sind gar nicht hier. Ich habe sie doch vergiftet. Sie sind tot …“ Sie drehte sich zweimal im Kreis, offensichtlich zweifelte sie immer noch an ihrer eigenen Wahrnehmung. Aber die Situation änderte sich einfach nicht, auch weil sie immer noch so nah an der Tür stand, dass Tom und Stefan auch weiterhin verdeckt blieben. Dann blieb sie stehen und schaute wieder ungläubig auf Anna, die sich gerade aufraffte aufzustehen. „Und sie werden Tom niemals bekommen. Er gehört mir … nur mir!“ Erneut hatte Carla Anna angeschrien, als könne sie ihre verhasste Kollegin damit vertreiben. Aber stattdessen war Anna aufgestanden und kam nun auf sie zu. „Carla, ist alles in Ordnung mit ihnen? Sie wirken irgendwie so … so verwirrt.“ Mit der einen Hand hielt sie ihr Krankenhaushemdchen auf dem Rücken zusammen, aber die andere Hand streckte sie nach Carla aus, als wolle sie ihr ihre Hilfe anbieten. Carla wich vor Anna zurück, sie war mittlerweile völlig außer sich. „Lassen sie mich in Ruhe!“ sagte sie abwehrend. „Sie sind gar nicht hier. Ich habe Tom gekidnappt, ihnen das Glas mit dem Gift zu trinken gegeben … und sie haben getrunken. Ich wusste, dass sie Tom nicht opfern würden. Ich wusste, dass sie lieber selbst sterben würden. Und ich habe es gesehen, sie haben getrunken und sie sind umgefallen. SIE SIND TOT.“ Carla fasste das Geschehen in leisem, aber fast hysterischem Tonfall zusammen und schrie die letzten Wörter geradezu heraus. In diesem Moment schreckte sie auf. Anna hatte sie am Arm berührt und sie damit zurück in die Realität geholt. Einen kurzen Moment sah Carla Anna in die Augen und plötzlich und völlig unvorhergesehen kippte die Situation.

Carlas Verwirrtheit wich einem unbändigen Zorn, der vermutlich ihrer Hilflosigkeit entsprang. Ihre Gedanken hatten nur noch ein Ziel vor Augen. Bring sie um!, schrie es in ihr und nur einen Wimperschlag später hatte sie ihre Hände an Annas Hals gelegt und versuchte sie zu würgen. „Du kleines, dummes Miststück machst mein Leben nicht kaputt!“ schrie sie und drückte so fest wie möglich zu, während ihre Augen schwarz vor Zorn nur noch Anna wahrnahm, die sie mit panischem Blick anstarrte und bereits nach Luft rang. Anna hatte ihre Angst nur schwer verstecken können, als sie auf Carla zugegangen war, aber sie wollte, dass es hieb und stichfest war, was Carla von sich gab, dass es kein Schlupfloch und keine Ausrede mehr gab, denn bei aller Erschöpfung und Sorge, sie wollte endlich ihren Frieden. Und wenn das bedeutete, jetzt einmal alles zu geben, all ihre Kräfte zu mobilisieren, dann wollte sie das tun. Also hatte sie ihr Zittern verdrängt und die Distanz zu ihrer verhassten Kollegin verringert, bis sie sie sogar berührt hatte. Aber jetzt … Sie wand sich, versuchte die Hände Carlas von ihrem Hals zu lösen, während sie schon keine Luft mehr bekam. Panik stieg in ihr auf und sie hätte gerne nach Hilfe gerufen, aber sie röchelte nur, während dummerweise ihr Körper bei all der Aufregung auch noch mehr Sauerstoff forderte. Schon dröhnte nur noch ein lautes Rauschen durch ihren Kopf und Sternchen vor ihren Augen kündeten von dem was kommen sollte, als sie spürte, dass sie wieder etwas Luft bekam. Sie versuchte die Situation zu erfassen, schaffte es aber einfach nicht ihren Blick von Carla abzuwenden, die sie seltsamerweise gar nicht mehr anschaute.

Carlas Blick war verwirrt in die Richtung geschossen, aus der die Stimme kam, die sie gerade deutlich aufforderte aufzuhören. „Carla, hör auf. Lass Anna los!“, hatte sie plötzlich Toms Stimme vernommen, oder war es Einbildung? Offensichtlich hatte sie in diesem Überraschungsmoment den Druck ihrer Hände verringert, wenn sie auch keine Anstalten machte ihre Position zu verändern. Und da war er, tatsächlich, ihr Tom. Tauchte wie aus dem Nichts auf. Sie war also doch noch nicht völlig irre. Für einen kurzen Moment flammte das Glück durch ihren Körper. Tom kam mit ausgestreckten Händen und flehendem Blick auf sie zu und da war noch ein Mann, den Carla auch irgendwoher kannte, der sie aber gerade mal gar nicht interessierte. „Tom, sie hat es verdient. Sie macht alles kaputt. Wenn sie weg ist können wir endlich wieder glücklich sein.“ Carlas Stimme war geradezu euphorisch, wenn auch ein Hauch Verzweiflung darin schwang. Sie wollte von Tom gehört werden, verstanden werden, aber der schüttelte energisch den Kopf. „Nein Carla, wir können nicht glücklich werden. Wenn du ihr was antust, musst du ins Gefängnis und dann ...“ Tom musste alle Kraft zusammennehmen um so ruhig auf Carla einzureden und den Schein aufrecht zu erhalten, dass es eine Zukunft für sie geben könnte. Am liebsten hätte er sich übergeben, bei den Worten, die er ihr gerade sagte und am liebsten wäre er auf sie zugestürmt und hätte ihre Hände mit Gewalt von Anna gelöst, nur um dann selbst zuzuschlagen. Er bebte innerlich geradezu, aber Stefan stand nur einen Schritt hinter ihm und gab ihm eine gewisse Sicherheit. Tom wusste, dass er sich kontrollieren musste. Trotzdem schaffte er es nur, weil er gleichzeitig aus den Augenwinkeln sehen konnte, dass sich die Tür geöffnet hatte und der Polizist, der vor der Tür gestanden hatte, leise zu Carla schlich. Carla war nach wie vor wie erstarrt und auch Tom wagte es nicht sich zu rühren. Lediglich das leise Röcheln von Anna war zu hören, die mittlerweile erkannt hatte, dass sie Hilfe bekam und nun bewegungslos abwartete. Immerhin bekam sie gerade ausreichend Luft, was vorher nicht wirklich der Fall gewesen war. Die Sekunden kamen ihr vor wie Stunden, während sie lediglich Carlas Gesicht beobachtet, das ihre Verunsicherung deutlich zum Ausdruck brachte. Sie dachte scheinbar ernsthaft über Toms Worte nach. Aber dann schüttelte sie kaum merklich den Kopf. „Aber sie muss weg. Sie steht uns im Weg“, flüsterte sie, während sich ihre Augen mit Tränen füllten. „Es war alles gut, und sie…“ dabei schoss ihr Blick zurück zu Anna “sie zerstört alles.“ Anna hörte Toms Stimme hinter sich, spürte aber gleichzeitig, wie sich der Druck an ihrer Kehle wieder verstärkte und ließ in ihrem Kampf um Sauerstoff ein Quietschen ertönen, als Carlas Hände plötzlich mit Gewalt von ihrem Hals gerissen wurden. Anna verlor den Halt und taumelte zurück. Sie wäre wohl sogleich hingefallen, aber Tom war da und umfing sie sogleich mit seinen Armen. Er drückte sie fest an sich. „Ich bin da. Alles ist gut. Es ist vorbei …“ flüsterte er mit zittriger Stimme in Annas Haare. Er war selber fix und fertig, aber vor allem war er erleichtert, dass sie gerettet war. Er spürte, wie Anna in seinen Armen zusammensackte und stützte sie, bis sie am Bett ankamen. Er half ihr sich hinzulegen und sah mit beklemmendem Gefühl zu, wie Anna scheinbar gegen eine drohende Ohnmacht ankämpfte. Anders konnte er sich ihren Zustand nicht erklären. Ihr Brustkorb hob sich hektisch in dem Versuch den Sauerstoffmangel in ihrem Körper auszugleichen und auch ihr Blick machte deutlich, dass sie der Welt gerade ein Stück weit entrückt war. Er beugte sich zu ihr und nahm ihr Gesicht in seine Hände. „Anna, es ist vorbei. Bleib bei mir“, redete er beschwörend auf sie ein und hatte das Gefühl einem Deja vu zu erliegen. Er ließ von ihrem Gesicht ab und ergriff ihre eiskalten Hände, während er merkte, dass sich Anna zusehends beruhigte und sich ihre Augen aufklarten. „Gott sei Dank. Du bist wieder bei mir. Ich werde dich nie wieder loslassen. Das verspreche ich dir“, sagte er ihr leise mit Tränen in den Augen. Er blickte sie unentwegt an, während er mit sich rang, da ihn seine Gefühle fast überwältigten. Er hatte in den letzten Minuten wirkliche Höllenqualen gelitten. Angst, Hilflosigkeit, Wut, Erleichterung, all diese Gefühle hatten ihn wild durchgerüttelt, aber vor allem war es die Liebe, die ihn schier in den Wahnsinn trieb, da sie es war, die all den anderen Gefühlen diese unglaubliche Intensität verlieh. Da wurde er jäh aus seiner Betrachtung gerissen. „Tom! Ich liebe dich doch. Ich habe es für dich getan!“ Tom drehte sich um und konnte gerade noch sehen, wie Carla ihn mit verzweifeltem und flehendem Blick anschaute, während sie in Handschellen aus dem Raum geführt wurde. Es schauderte ihn und er schüttelte sich, um den Ekel herunterzuschlucken, der sich spontan in ihm breit machte, während aus der Ferne noch einige Male sein Name zu ihm hallte. Doch dann wand er sich wieder Anna zu, die mittlerweile wieder ruhig atmend dalag und ihn einfach nur anschaute. „Bringst du mich bitte nach Hause.“, war das einzige, was sie von sich gab Tom beugte sich lächelnd zu ihr und küsste sie sanft. „Alles was du willst. Ich werde mich sofort darum kümmern.“ Anna schenkte ihm einen dankbaren Blick. Toms Hände fest im Griff schloss sie erschöpft die Augen.
 
Der Polizist hatte Carlas Arme nach hinten gerissen und sie sogleich überwältigt, was auch nicht weiter schwer gewesen war, da Carla völlig perplex, keinerlei Gegenwehr gezeigt hatte. Aber nachdem sie erkannte, dass Tom Anna sogleich in die Arme genommen hatte und sie wirklich abgeschrieben war, war sie in völlige Verzweiflung versunken. Sie hockte auf einem Stuhl, den man ihr hingeschoben hatte und weinte bitterlich, während sie sich rhythmisch wiegte und immer wieder flüsterte. „Das ist nicht richtig. Ich bin die richtige Frau für dich.“ Stefan betete ihr die üblichen Sätze vor, die bei einer Festnahme nicht fehlen durfte und ließ sie letztlich abführen, was nicht ohne ein letztes Aufbegehren ihrerseits passierte. Erleichtert schritt er zurück in Annas Krankenzimmer und trat an ihr Bett. Er legte seine Hand auf Toms Schulter und drückte sanft zu. Als Tom zu ihm aufsah sagte er entschuldigend, „Tut mir leid. Das hätte nicht passieren dürfen.“ Dann betrachtete er Anna, die offenbar eingeschlafen war. „Meinst du es geht ihr gut?“ Tom löste seine Hände aus ihren und stand auf, aber gleich ließ er sich schwankend wieder auf die Bettkante sinken, da ihn seine Beine nicht recht tragen wollten. „Ich glaube, sie ist einfach nur völlig fertig.“ „Na, du aber auch, oder?“ Tom nickte, auch sein Gesicht war wirklich von Erschöpfung gezeichnet. „Kommst du trotzdem noch mit, eurer Lanford-Meute Entwarnung zu geben. Die werden sicherlich gerade irre, weil sie im Besucherraum ausharren sollen.“ Er grinste Tom zu, der die Stirn in Falten legte, „Und du hattest keine Angst sie alleine zu lassen?“ Stefan schenkte ihm ein herzliches Lächeln. „Man muss halt Prioritäten setzen. Komm, wir sollten sie wirklich nicht länger warten lassen.“ Tom warf einen verunsicherten Blick auf Anna, die völlig ruhig schlief. Trotzdem schüttelte er den Kopf. „Sorry, mach das mal alleine. Du hast recht, ich bin auch völlig fertig und ich möchte Anna auch nicht alleine lassen. Ich will nicht, dass sie aufwacht und keiner da ist. Außerdem soll nochmal ein Arzt nach ihr schauen. Sie möchte nämlich gerne nach Hause.“ Er warf Stefan einen entschuldigenden Blick zu, aber der nickte verstehend. „Alles klar. Kann ich gut verstehen. Ich werde die Meute schon beruhigen." Er lächelte verständnisvoll. "Erholt euch ein bisschen, ja?“ Er klopfte Tom auf die Schulter und ging zur Tür.

Tom ließ sich wieder auf den Stuhl sinken und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Anna. Er schloss erleichtert die Augen und seufzte leise. „Gott sei Dank hat dieser Alptraum ein Ende. Jetzt wird endlich alles gut.“ Er strich sanft über Annas Arm, ehe er den roten Knopf am Kopfende des Bettes drückte, um den Arzt herbei zu rufen.

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   So Feb 16 2014, 00:52

Liebe Katha das war so toll  banana  banana endlich haben sie diese dumme Kuh überführt  Very Happy 
Ich danke dir für diese 2 schönen Teile.Ich hoffe ja nur das deine ff  noch nicht so schnell fertig ist.
Eine tolle liebesnacht nach dem ganzen theater wäre bestimmt sehr schön(auch für uns zum runter kommen  Smile ) Aber ich bin mir sicher das du das richtige tun wirst. Ich freue mich wenn es weiter geht.Lg. Carla  Embarassed

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   So Feb 16 2014, 11:30

Huch, Erleichterung mach sich breit, nachdem die große Dramatik ihren Auftritt hatte...Gerechtigkeit es gibt sie doch noch und Carla ist endlich entschärft, was sie hoffentlich auch bleibt Very Happy

Zwei wunderbare Teile, Gratulation

Liebe Grüße
Tastentante
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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Mo Feb 17 2014, 04:21

Hach katha schöööne teile . . . Ich hoffe auch das es noch nicht so schnell zu ende ist mit der ff. . . Und das glaub ich auch nicht carla schafft es bestimmt wieder irgenwie da raus zu kommen entweder kommt der schmieride darcy oder die reiche familie lach oder der psychiater der sie für unzurechnungsfähig erklärt . . .
Was mir nur gerade auffällt stefan sagte zu tom das carsten die mittel vertauscht habe. . . Warum hat er das tom nicht gesagt das carla bei ihm war oder ist mir was entgangen ? Aber viiiiiiiel wichtiger ich hoffe im nächsten teil darf sich tom endlich auf anna oder tom junior freuen gg
So grüße von der arbeit der nächste patient klingelt schon

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Mo Feb 17 2014, 20:59

2 hammer Teile waren des wieder Katha Very Happy
endlich mal der größte Schreck vorbei, aber wie geht es nur weiter?
tja das ist dann voll die Frage
und ich hoffe du wirst sie uns bald beantworten Very Happy 
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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Di Feb 18 2014, 20:45

Hey ihr Lieben,
danke, danke, danke.
Ich brauche nach der Dramatik selbst mal eine kurze Auszeit.  Wink 
Selbst ein bisschen Lesen, ein bisschen weiterschreiben, mal was anderes machen ...  Cool 

Ich melde mich aber bald wieder und erzähle euch wie es Tom und Anna geht, versprochen.  Smile 

LG
Katha

Ach silentvoice, zu deiner Frage.
Carsten hat ja versucht mit Tom und Anna zu reden. ABer nachdem diese ihn sofort in die Schranken gewiesen haben, hat er sich wohl nicht mehr getraut bzw. gedacht, dass sie seine Sorge trotzdem nicht ernst nehmen würden. Deshalb hat er sich stattdessen die Nummer von Stefan organisiert.

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Di Feb 18 2014, 23:12

Liebe Katha,diese Auszeit hast du echt verdient ich wünsche dir viel Spaß beim entspannen  Razz
Bis bald und alles Liebe Carla 182obc

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BeitragThema: "89"   Sa Feb 22 2014, 09:55

Hallo ihr Lieben, da bin ich wieder. Hier nochmal eine kleine Nachschau, um wieder zur Ruhe zu kommen.
Liebe Grüße!
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Als Stefan auf den Gang des Krankenhauses trat, sah er sogleich, dass die Lanford-Meute, wie er Annas und Toms Freunde und Kollegen zuvor genannt hatte, nicht mehr im Besucherzimmer weilte. Sie standen auf dem Gang und wirkten völlig fassungslos. Vermutlich war ihnen Carlas verzweifelter und lautstarker Abgang nicht entgangen. Aber wenigstens machten sie in ihrer Sprachlosigkeit nicht wieder durch ihr wildes Gequatsche auf sich aufmerksam. Trotzdem sendete die Krankenschwester, die am anderen Ende des Flurs auftauchte, den Anwesenden schon wieder missbilligende Blicke zu, als sie auf die kleine Ansammlung zukam. Stefan bat schnell alle Beteiligten in den Besucherraum zurück und schloss die Tür hinter ihnen. Sie hatten die Krankenhausbelegschaft und vor allem die Patienten mit ihrem Auflauf wirklich genug gestört. Als er sich umdrehte, sah er in sechs völlig fassungslos dreinblickende Gesichter. Bruno war der erste, der es nicht mehr aushielt. „Nun spannen sie uns nicht so auf die Folter. War es also wirklich so, wie Carsten vermutet hat. Hat diese, diese …“ ihm schienen tatsächlich die Worte zu fehlen um Carla in passender Weise zu benennen. Vermutlich konnte er einfach nicht glauben, dass diese Frau, der er bis vor kurzem noch sein uneingeschränktes Vertrauen geschenkt hatte, ihn so verraten hatte. „Hat diese Person wirklich versucht Anna zu vergiften?“ beendete Paule den Satz ihres Vaters, denn auch sie hielt es kaum noch aus. Stefan ging um den Tisch herum und setzte sich erschöpft auf den Platz.
Einen Moment starrte er einfach nur vor sich hin, dann rieb er sich angespannt über das Gesicht, ehe er erzählte.

„Ja, sie hat es eben zugegeben. Sie hat Tom gekidnappt, Anna etwas ins Glas getan und sie dann gezwungen es zu trinken.“ Einen kurzen Moment erfüllte betretenes Schweigen den Raum. Paloma sah mit Tränen in den Augen zu Enrique, der sie sogleich tröstend in den Arm nahm. Susanne weinte ebenso stille Tränen, während sie sich langsam auf einen Stuhl sinken ließ und die Lanfords schüttelten fassungslos den Kopf. „Ich wusste es doch immer. Gott, man sollte sie … Boah ich weiß gar nicht was ich sagen soll.“ Paule stapfte aufgelöst durch den Raum. „Hoffentlich wird sie im Knast versauern.“ Sie blieb stehen und schaute Stefan auffordernd an, doch ehe er reagieren konnte, denn sicherlich hatte er verstanden, was sie von ihm hören wollte, wurde die Tür geöffnet und Tom betrat das Zimmer.
Seine Neugier hatte doch über seine Erschöpfung gesiegt und da Anna wach war, und man sie gerade für einige Abschlussuntersuchungen abgeholt hatte, stand er nun vor den kurzzeitig erstarrten Gesichtern seiner Familie und seiner Freunde. „Tom!“, schrie Paule nach einigen Sekunden plötzlich auf und sprang ihm um den Hals, was Tom auflachen ließ. „Langsam,“ mahnte er, denn er war immernoch nicht wirklich sicher auf den Beinen. Auch Bruno trat nun an ihn heran und dann lag sich die komplette Familie Lanford in den Armen. Paule wischte sich verschämt ein paar Tränen beiseite. Sie hatte wirklich eine Heidenangst um ihren großen Bruder gehabt.
Auch die anderen wurden aus ihrem Schockzustand gerissen, kamen herbei und erkundigten sich nach seiner Verfassung. Tom genoss die Anteilnahme auch einen Moment, bestätigte sie doch überzeugend, was Stefan vorher schon erzählt hatte. Sie hatten wirklich gute Freunde, aber trotzdem wurde es ihm bald zu viel und er wand sich Stefan zu, um nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen. „Hast du schon erzählt, was …“ Er brach ab, da Stefan den Kopf schüttelte und seine Brauen in die Höhe zog. Er wusste, dass das gerade geschehene nochmal ein Schock sein würde. Aber gut, es war passiert und die anderen hatten ein Recht es zu erfahren. „Also, ich muss euch da noch was sagen“, begann er zu sprechen und wartete, bis die anderen ihn anschauten. „Also Carla hat …“, aber Tom unterbrach ihn „Warte mal. Kannst du mal genauer erzählen, wie ihr …“ Stefan winkte schon ab, er wusste, was Tom wissen wollte.

Er zeigte auf Carsten, der sich die ganze Zeit ziemlich im Hintergrund der Versammlung hielt, und begann es ihm zu erklären. Die anderen hatten ja bereits erfahren, was sich zugetragen hatte. „Carsten hat mich vor ein paar Tagen angerufen. Ich dachte anfangs er spinnt, aber nachdem er mir erzählt hat, dass Carla wieder bei ihm aufgetaucht war und dass keiner von euch etwas davon hören wollte, haben wir uns zusammengesetzt. Du hattest mir ja schon ausgiebig von Carla erzählt. Carsten berichtete mir von ihrem Auftritt bei ihm Zuhause und welche Sorgen er sich um euch machte und so haben wir gemeinsam überlegt, was wir tun können, denn dass Carla nicht zu unterschätzen ist, wurde mir immer klarer. Ich konnte nicht offiziell agieren, da es dafür keine Grundlage gab, also haben wir letztlich den Plan aufgegriffen, den ihr unter euch neulich überlegt und dann doch verworfen hattet.“ Er sah Tom, Enrique, Paloma und Paule dabei nacheinander an und diese vier wussten nicht so genau, ob sie sich schämen sollten, solch eine Plan überhaupt gestrickt zu haben, oder ihn leider nicht in die Tat umgesetzt zu haben. „Na ja, uns ging es nicht wirklich darum, sie in eine Falle laufen zu lassen. Es war eher der Plan vorzubeugen und dafür zu sorgen, dass sie nicht zu anderen Mitteln greifen würde. Also hat Carsten die Fläschchen präpariert. Er hat ein unbedenkliches Betäubungsmittel hineingefüllt und sie mit Etiketten versehen, die den Schluss zulassen, dass der Inhalt bei Überdosierung zum Tode führt. Dann hat Carsten Carla bei ihrem nächsten Besuch, den sie vorher angekündigt hatte, klar gemacht, dass sie bei Lanford und vor allem bei dir Tom keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen würde, da ihr über ihre Machenschaften Bescheid wüsstet und außerdem am heutigen Tag eure Verlobung bekannt geben würdet. Er hat ihr die Möglichkeit gegeben die Fläschchen einzustecken, auf die er vorher geschickt ihre Aufmerksamkeit gelenkt hatte.“ Er zog seine Brauen in die Höhe. „Gott sei Dank hat sie genau das getan, was wir vermutet haben. Auch wenn wir gedacht haben, dass sie persönlich auftauchen würde, um Anna das Gift unterzujubeln. Deshalb haben wir auch Anna nie aus den Augen gelassen. Aber was das anbelangt, war sie wirklich pfiffig und wäre vermutlich damit durchgekommen, denn dabei ist uns durchgegangen, dass sie dich mit einer Nachricht auf das Dach gelockt hat“, dabei sah er Tom entschuldigend an. „Nach den Ergebnissen, die wir eben von den Ärzten erhalten haben, bist du wirklich mit Chloroform betäubt worden.“ Tom schloss die Augen und schüttelte fassungslos den Kopf. Es war einfach unglaublich, was sich diese Frau da ausgedacht hatte. Er dachte an Annas Erzählungen, wie es weitergegangen war und als sich ihm das Bild aufdrängen wollte, wie sie neben seinem Schreibtisch zusammenbrach, riss er heftig atmend die Augen wieder auf. „Aber woher wisst ihr das alles?“ hörte er Paule da gerade. Offenbar hatte Stefan weitererzählt, während er in seinen eigene Gedanken abgedriftet war. Er konzentrierte sich auf seine Schwester und beruhigte sich langsam. Ein kleines liebevolles Lächeln legte sich auf seine Lippen. Ja, das war sie. Sie stand völlig unter Strom und war wie immer sehr direkt … vorlaut könnte man auch sagen. Er beobachtete auch die anderen. Paloma und Enrique, die sich gegenseitig den Halt gaben, um die Wahrheiten zu ertragen. Bruno, der sich gerade hilflos über seine Glatze strich, Carsten, der ihm gerade ein mitfühlendes Lächeln schenkte und dabei unverständlicherweise irgendwie schuldbewusst aussah und letztlich Susanne. Jetzt wurde er von Mitgefühl und schlechtem Gewissen geflutet. Es tat ihr total leid, dass Anna und ihre Familie eine solche Tragödie erleben mussten. Susannes Augen wurden innerhalb von Sekunden von Tränen geflutet und Tom öffnete auch sein Gehör wieder für die Situation … „Als Anna dann zusammengebrochen ist, war sie sicher, dass Anna tot sei.“ Ein kleiner Aufschrei von Susanne leitete ein betretenes Schweigen ein, das plötzlich den Raum erfüllte. Da war wieder so ein Wort, das man nicht hören, geschweige denn begreifen wollte. Tot. Diese Frau wollte wirklich, dass Anna tot war. Tom, der hinter Susanne saß, und den diese Erkenntnis auch ein weiteres Mal überrollte, rückte mit seinem Stuhl ein Stück vor und legte tröstend seine Hand auf ihre Schulter. Susanne drehte sich auch sogleich um und blieb für einen Moment in dem ebenfalls sehr unglücklich wirkenden Gesicht ihres Quasi-Schwiegersohnes hängen. Nur das leise Schniefen von Susanne erfüllte den Raum. Sie konnte es einfach nicht länger unterdrücken. "Das ist alles so schrecklich", wisperte sie durch ihre Schluchzer hindurch. Es dauerte einige Sekunden, bis sich Bruno leise räusperte. „Wird man …“ er zögerte erneut und wählte letztlich das distanzierte „Frau Rhonstedt denn jetzt verurteilen können? Gibt es Beweise für ihre Tat?“ Stefan war mittlerweile aufgestanden, denn er fand die Situation auch sehr erdrückend. Und nun war er unglaublich froh, dass er die Anwesenden beruhigen konnte. „Frau Rhonstedt hatte ihr Vorgehen sehr gut geplant, ich hoffe trotzdem, dass wir noch Beweise finden werden, außerdem werden wir noch Zeugenaussagen sammeln und vor allem, haben wir ihre eigenen Worte, die Anna, Tom und ich bezeugen können und auch auf Band sind.“ Dabei holte er das Aufnahmegerät aus seiner Jackentasche und hielt es in die Höhe. Er nickte Tom zu, der bei dieser Aussage aber nicht sehr glücklich wirkte, denn zu sehr stand er noch unter dem Einfluss der eben erst erlebten Situation. „Die direkte Konfrontation mit Anna hat sie aussprechen lassen, was sie getan hat. Jetzt bleibt abzuwarten, ob sie ein Geständnis ablegt, was ich allerdings eher bezweifele. Wenn sie sich erst mal gefangen hat, hat sie sich vermutlich wieder so gut im Griff, dass sie alles abstreiten wird. Aber, was eben leider auch passiert ist, und mir sehr leid tut, weil es nicht hätte passieren dürfen, ist, dass sie Anna in dieser Situation eben angegriffen hat. Sie hat sie gewürgt.“ Seine Stimme war leise geworden, denn er traute sich kaum, diese Information zu erwähnen, zudem er ein unglaublich schlechtes Gewissen hatte. Sofort hob er beschwichtigend die Hände, denn er wusste, was diese Worte auslösen würden und sogleich belegte der erneute Aufschrei von Susanne, dass er mit seiner Einschätzung recht hatte. „Macht euch keine Sorgen, es geht Anna gut. Sie ist erschöpft, aber es geht ihr gut.“ Susanne sprang jetzt auf und starrte Stefan erzürnt an. „Es geht ihr gut? Wie können sie das sagen. Sie war Opfer gleich zweier Mordanschläge, wie kann es ihr da gut gehen?“, herrschte sie Stefan an und stürmte hinaus. Stefan nickte beschämt, er wusste ja, dass er es verbockt hatte. „Sie hat recht und es tut mir leid. Das hätte wirklich nicht passieren dürfen. Ich habe die Situation tatsächlich nicht kommen sehen.“, sagte er leise. Aber ausgerechnet Tom war es, der zu ihm ging und ihn mit einer Umarmung entlastete. Langsam standen auch die anderen auf und dann standen sie alle beisammen und versuchten das Gehörte irgendwie zu begreifen. Tom verabschiedete sich nach kurzer Zeit, ihm war das gerade alles viel zu viel und vor allem wollte er zu Anna. „Tom, warte mal, bitte“, hielt Paloma ihn zurück und trat zu ihm. Sie schlug beschämt die Augen nieder. „Tom, es tut mir leid. Ich habe dir völlig unrecht getan. Ich habe wirklich gedacht, du wärst abgehauen.“ Sie senkte beschämt ihren Blick und fügte leise hinzu. „Aber ich habe mir doch solche Sorgen um Anna gemacht.“ Tom schüttelte den Kopf. „Paloma alles ist gut. Es war wohl ein harter Tag für uns alle. Aber jetzt entschuldige mich. Ich will jetzt einfach nur bei Anna sein.“ Paloma nickte und schaute ihm nachdenklich hinterher. Wie hatte sie nur glauben können, dass er sie sitzen gelassen hatte. Ich will jetzt einfach nur bei Anna sein, wiederholten sich seine Worte in ihrem Kopf, und da hatte sie plötzlich eine Idee, wie sie ihre ungerechten Gedanken wieder gut machen konnte. „Tom!“ Er hatte die Tür zu Annas Krankenzimmer bereits geöffnet, drehte sich aber noch einmal um. “Sagst du Susanne bitte, dass sie nochmal zu uns rüber kommen möchte.“ Er nickt und befand sich kurz drauf endlich wieder bei Anna, die wie erwartet von Susanne beschützt wurde.
Tom konnte ihren Zorn sehr gut verstehen und er fühlte sich unendlich schuldig, dass er an diesem Tag wieder einmal völlig versagt hatte. Er trat an das Bett heran und hockte sich Susanne gegenüber an Annas Bett. Er ergriff ihre Hand und blickte niedergeschlagen von Susanne zu Anna. „Susanne, Anna, es tut mir leid. Ich hätte auf Anna aufpassen müssen“, sagte er leise. Aber Anna schüttelt nur abwehrend mit dem Kopf und drückte sachte seine Hand. Sie fühlte sich viel zu schwach um sich über seine Aussage aufzuregen, die nun wirklich völliger Humbug war. Und Susanne … Sie sah ihn völlig empört an und im ersten Moment fühlte Tom sich in seinem schlechten Gefühl bestätigt - aber dann sah er ihr Mitgefühl in ihren Augen schimmern. „Du spinnst wohl. Du bist doch hier selbst das Opfer ... Aber der Polizist eben, der hätte doch wissen müssen, welchem Risiko er Anna aussetzt.“ Tom setzte sich auf die Bettkante und strich nachdenklich über Annas Hand. „Ja, vielleicht …“, sagte er vage, denn er hatte nicht das Gefühl Stefan einen Vorwurf machen zu können, vor allem, weil er relativ sicher war, dass Carla nun wirklich keine Chance mehr hat, sich herauszuwinden. Man musste ja auch das Positive sehen. In diesem Moment schaltete sich Anna ein und schüttelte energisch den Kopf. „Nein Mama, ich war selbst schuld. Ich habe sie absichtlich provoziert. Ich wollte die Wahrheit hören … und ich wollte, dass es danach endlich aufhört. Sie soll aus unserem Leben verschwinden. Endgültig.“

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Jule<3

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Sa Feb 22 2014, 18:15

Wow Katha, ich weiß schon gar nicht mehr, was ich dir da noch schreiben soll! Embarassed 
Die letzten Teile waren unglaublich und ich hoffe ja, dass Carla lange, lange ins Gefängnis kommt und im Anschluss direkt bis an ihr Lebensende in die geschlossene Twisted Evil 

Ansonsten kann ich nur sagen: Wundervoll geschrieben! Du bist meine Inspiration  Embarassed Ich schreibe ja auch an etwas neuem, aber will es erst fertig bekommen, nicht dass mich dann wieder die Ideen und die Zeit verlassen und ich euch enttäuschen muss Wink 

Schreib bitte schnell weiter  Smile
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Carla3939

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Sa Feb 22 2014, 23:24

Wie schön unsere Katha hat weiter geschrieben  Very Happy  ich freue mich das Tom und Anna jetzt glücklich werden können oder? Ich freue mich wenn es weiter geht  Razz Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und liebe Grüße Carla

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Carla3939

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BeitragThema: Re: AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"   Do Feb 27 2014, 09:38

huhu  Katha wann geht´s denn weiter (ganzliebfrag  Embarassed ) Lg.Carla

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AnTom II "Ein Neubeginn! Neue Wege - ewiges Glück?"
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