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 AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)

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AutorNachricht
katha

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BeitragThema: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Di Apr 30 2013, 20:37

das Eingangsposting lautete :

So, meine liebe Mini,

das was hier folgt ist für Dich! Mein Geschenk zu deinem Geburtstag!



(und dann natürlich für alle anderen, die mitlesen wollen )

Du weißt, ich bin etwas chaotisch beim Schreiben, und in diesem Fall, glaube ich noch mehr als sonst, deshalb habe Nachsicht mit mir.
Und leider, ist die Story auch wieder mal nicht ganz fertig, so dass ich sie dir nur portionsweise schenken kann.
Aber sehen wir´s mal positiv. Dafür hast du dann länger davon.
Zur Zufriedenheit des Schreibers, muss ich wohl nichts mehr sagen, ... wir haben uns da ja schon ausgiebig ausgetauscht.

Ich hoffe einfach mal, dass es dir gefällt.

So, und jetzt habe ich ein großes Problem. Ich habe noch keinen Namen gefunden, muss aber einen haben, damit ich dir dein erstes Päckchen liefen kann, also werde ich mich jetzt wohl spontan entscheiden müssen. Eine meiner leichtesten Übungen, vor allem weil das Ende noch nicht geschrieben ist. Hmmmm

Okay. Jetzt oder ...

"Entscheidungen" So soll es sein. (Da bleib ich ja gleich beim Thema )

Ich wünsche gute Unterhaltung!

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AutorNachricht
katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Mi Aug 07 2013, 22:44

Hey Tastentante,
schön von dir zu hören. Und danke fürs Kompliment. Smile 

Soso, du bist also neugierig, und du Carla auch?
Komisch, kann ich gar nicht verstehen. Laughing 
Tja, noch bin ich hier, treffe aber die letzten Vorbereitungen für die große Party, die am Wochenende bei meiner Freundin steigt, und dann ist Packen angesagt. Rolling Eyes  Immer wieder eine riesige Freude, sag ich euch ... So für mich, Kind und Kegel. Rolling Eyes
Aber dann wird hoffentlich alles gut, und vielleicht finde ich ja sogar unterwegs ein bisschen Zeit Wink 
Letztes Jahr habe ich es im Urlaub tatsächlich geschafft meine Kurz-FF "Endlich Erholung" fertig zu stellen, weil auch die mal wieder länger wurde, als geplant ...Surprised 
Wir werden sehen ...
Auf jeden Fall wünsche ich euch eine schöne Zeit. Hoffentlich bleibt das Wetter angenehm sunny 
LG, Katha

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Carla3939

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Mi Aug 07 2013, 22:53

Liebe Katha,ich wünsche dir einen schönen Urlaub,mit viel Sonne und ganz viel Spaß banana .Ich freue mich auf ein wiederlesen.Bis dann alles liebe.Carla flowers 

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"Jemand der einem nicht nur das Leben rettet sondern auch die liebe." -Anna, über Tom
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Sa Aug 10 2013, 20:10

Woooaaaah ... was ist denn da im Busch? *VorAufregungnervösaufundabhüpf* Very Happy 
Ich hab da ja so eine Ahnung, aber ich verrate nichts, will mich überraschen lassen. Aber Himmel, es ist wahnsinn, wie harmonisch die beiden sind, wenn der Stress mal keinen Einzug hält. Ich freue mich jetzt schon auf deine Fortsetzung, und ich hoffe, wir müssen nicht gar zu lange darauf warten, trotz all deiner Verpflichtungen, die momentan auf dich einstürmen.

Ich gelobe auch, selbst für ein bisschen Lesestoff zu sorgen. Wink 

Liebe Grüße
Mini

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„Vor dem Schicksal zu fliehen,
ist manchmal der beste Weg,
um zu sich selbst zu finden.“
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leseratte

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   So Aug 11 2013, 23:07

So danke für die info auf der sat 1 seite. Ich bin gespannt wie es weiter geht. Benbea
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Di Aug 20 2013, 03:14

Ja, Leseratte, ich glaube mit deiner Neugierde bist du nicht alleine. Ich schätze mal, Carla, Mini und Tastentante wären auch an der Fortschreibung der Geschichte interessiert, und soll ich was sagen ... ich auch Smile. Ich habe auch tatsächlich schon angefangen (aufdieschulterklopf), aber bin noch nicht allzuweit gekommen Embarassed .
Aber, es wird, versprochen. Alles wird gut ...
LG 

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Carla3939

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Di Aug 20 2013, 18:06

Huhuuuuu Katha ist wieder da Very Happy  stimmt ich warte schon ganz doll Mad  Evil or Very Mad crying  ich freu mich wenn es bald weiter geht.Liebe Grüße Carla

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katha

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BeitragThema: "40"   Mo Aug 26 2013, 15:24

Oh Mann, eine Fortsetzung mit schwerer Geburt, kann ich euch sagen. Ich hoffe, ihr findet den Anschluß, nach so langer Zeit ...
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Anna kicherte, denn Toms ratlose Mimik war zu göttlich. Sie gab ihm einen kurzen Kuss auf die Wange und sagte gespielt beruhigend. „Du bist halt ein Mann, die brauchen schon mal den nötigen Tritt in den Hintern, da hatte die Contessa damals schon Recht. Aber ist ja letztlich alles gut gegangen.“ Tom verzog beleidigt das Gesicht. „Was soll das denn heißen? Und was hat die Contessa damit zu tun?“ Anna schaute geheimnisvoll, und erst als Tom sie näher an sich heranzog und ihr eine leise Drohung zuknurrte, rückte sie mit der Sprache raus. „Na ja, sie hat mich hinter dir her geschickt, als du hier einfach abgehauen bist. Sie meinte, dass es doch ganz klar sei, dass du mich lieben würdest, und dass man Männern nicht zu viel Zeit zum Nachdenken geben dürfe, da sie ihre Gefühle dann zunehmend ignorieren würden. Und recht hatte sie … glaube ich zumindest.“ Sie grinste frech, und bevor Tom seiner Empörung, die ihm bereits im Gesicht geschrieben stand, Luft verschaffen konnte, hatte sie ihn schon lachend hinter sich her gezogen. „Komm, lass uns zu Fuß gehen, der Abend ist so schön.“ Tom beließ es dabei, irgendwie hatte Anna, oder die Contessa, ja recht gehabt.

Also verließen Tom und Anna gut gelaunt das parkähnliche Anwesen der Contessa und schlenderten Arm in Arm durch die Straßen Mailands. Die Sonne verschwand gerade hinterm Horizont und hüllte die Welt in ein romantisches, oranges Licht, und auch als dieses sich nach und nach verabschiedete, war es noch hell in den Straßen, schließlich war Sommer. Überall saßen die Menschen vor kleinen Restaurants und Bars, bevölkerten die Gehwege und kleinen Plätze der Stadt. Eine ansteckende Lebendigkeit lag in der Luft und infizierte Anna und Tom gleichermaßen, und so sprang Anna, als sie den Platz vor dem Mailänder Dom erreichten, auch wie ein junger Hund, der sich gerade von seinem Herrchen losgerissen hatte, zum Reiterstandbild und sah bewundernd zu diesem hinauf. Dann lief sie zurück, ein Stück auf Tom zu, blieb direkt vor ihm stehen und kramte in ihrer Tasche herum, um letztlich ihr Handy hervor zu holen. Sie strahlte Tom, der ihr stürmisches Temperament einfach nur entzückend fand, einen kurzen Moment an, und zog ihn dann in Position. Sie versuchte ein Portrait von Tom und sich vor der Statur zu schießen. Doch erst als Tom ihr lachend das Handy aus der Hand nahm und mit seinen viel längeren Armen die richtige Einstellung auslotete, wurde was draus. Ausgelassen schossen sie noch viele ulkige Fotos, über die sie sich gemeinsam kaputt lachten, ehe sie weiter in Richtung Dom gingen. Anna war, wie schon bei ihrem ersten Besuch an diesem Ort, völlig begeistert. „Der Dom ist so beeindruckend …,“ hauchte sie, als sie erneut in ihrem Lauf stockte und ihre Augen über die Fassade mit den vielen kleinen und großen Steinfiguren gleiten ließ. Dann blieb ihr Blick plötzlich an einem Mann hängen, der vor dem Gebäude stand und aufgeregt in ihre Richtung winkte. Anna beobachtete ihn einen Moment skeptisch und fragte dann in Toms Richtung. „Meint der Mann da uns?“ Tom zuckte ahnungslos. "Keine Ahnung", Er legte seinen Arm um Anna und zog sie mit, „Wir können ja mal hingehen.“ Gemeinsam legten sie das letzte Stück bis zum Fuße des Doms zurück, und als sie bei dem Mann ankamen, begrüßte der sie fast wie alte Bekannte. Als habe er nur auf sie gewartet. Anna wusste gar nicht was sie von dem Ganzen halten sollte. Mit einer skeptischen Falte zwischen den Augen beobachtete sie, wie Tom, der die italienische Sprache ja beherrschte, kurz mit dem Mann redete und der sie dann, sehr zu Annas Verwunderung, zum Aufzug, der aufs Dach führte, durchwinkte. Anna sah voller Überraschung zu Tom auf, der ihr mit einem kurzen Schulterzucken zulächelte, sie aber sicheren Schrittes auf die Tür zuführte. „Was tun wir hier? Das Dach ist doch sicher nicht mehr geöffnet?“, fragte Anna leise. Sie erinnerte sich noch gut daran, wie sie bei ihrem letzten Aufenthalt auf dem Dach des Domes von dem Aufseher voller Empörung darauf aufmerksam gemacht worden waren, dass sie das Dach schon lange hätten verlassen haben müssten. Sie schmunzelte, drehte sich einen Moment um und schaute sich den Italiener, der auf dem Platz vor dem Dom stand und sich absichernd umschaute, als halte er für sie Schmiere, noch einmal genauer an. Genau der war das!, dachte sie überrascht und wieder schaute sie skeptisch zu Tom, der aussah, als wäre das alles das Selbstverständlichste von der Welt. Die Aufzugtüren schlossen sich und versteckten den Blick auf die Außenwelt. Völlig alleine standen sie dort, wo im Normalfall eine ganze Fuhre von Touristen zusammengepfercht auf ihre Erlösung warteten, und fuhren zum Dach hinauf. Als sich die Türen öffneten, riss Anna, nun endgültig völlig baff, die Augen auf. Sie warf Tom erneut einen kurzen Blick zu und trat dann aufs Dach hinaus. Tom folgte ihr langsam. Er freute sich über Annas Verwunderung, registrierte das aber eher am Rande, da er mit sich selbst zu kämpfen hatte. Er war nervös, was sein rasender Puls, der ihm den ruhigen Atem nahm, eindrucksvoll belegte. Er holte tief Luft und nutzte den Moment, bis Anna die Situation erfasst hatte, um sich noch einmal zu sammeln. Na ja, er versuchte es, aber irgendwie schien in seinem Kopf nur noch weiche Watte vorzuherrschen. Er beobachtete angespannt, wie Anna auf das Arrangement zuschritt, das sie bereits aus der Ferne erblickt hatte. Genau an dem Ort, an dem sie bei ihrem letzten Aufenthalt auf diesem Dach das Gespräch mit Tom gesucht hatte, stand ein kleiner eingedeckter Tisch. Darauf ein Flaschenkühler mit einer Flasche darin, daneben zwei Champagnergläser und ein Kerzenleuchter, der die langsam dunkler werdende Nacht erhellte. Die weiße Tischdecke war mit Rosenblättern bestreut. Anna konnte es kaum glauben. Sie fühlte sich wie eine Filmdiva in einem alten Kinofilm. Aber es war kein Film. Sie sah sich ein weiteres Mal um und überlegte was das alles zu bedeuten hatte. Sie waren völlig alleine auf dem Dach des Mailänder Domes, der Mond stand mittlerweile am noch nicht ganz dunklen Himmel, die ersten Sterne kamen hervor und dann noch dieses Arrangement ... Anna drehte sich mit Herzklopfen und einem Strahlen auf dem Gesicht zu Tom um, der in zwei Schritten Entfernung stehen geblieben war. „Es ist unglaublich schön,“ flüsterte sie. Ihr war klar, dass Tom das irgendwie organisiert hatte. Tom lächelte erleichtert und auch ein wenig stolz. „Da bin ich aber froh …“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Er nahm die Flasche und öffnete sie umständlich, denn er hatte das Gefühl nicht ganz Herr seiner Hände zu sein. Zittrig füllte er die Gläser und reichte eines an Anna weiter. Er stieß leise die Luft aus, als diese ihn mit leuchtenden Augen und offenbar voller Erwartung ansah. Tom schaute auf seine Hände und drehte das Glas in seiner Hand hin und her, ehe er den Blick hob und in die großen grünen Augen seiner Freundin sah. Oh Gott, wie fange ich denn jetzt an? fragte er sich, während er versuchte, zwischen den in seinem Kopf befindlichen Wattewolken die richtigen Worte zu finden. Er öffnete den Mund, aber wenn das Hirn noch keine Gedanken formuliert hatte, war das mit dem Sprechen schwierig, so dass sich seine Lippen unverrichteter Dinge wieder zusammenfanden. Dabei hatte er diese Situation doch in Gedanken so oft geprobt. Jetzt reiß dich zusammen, ermahnte er sich und begann stammelnderweise zu sprechen. „Anna, ich …, äh, also, … ich möchte mich heute … und genau hier, bei dir bedanken.“ Er holte nochmal tief Luft und versuchte die Hitze zurück zu drängen, die ihm ins Gesicht schießen wollte. „Heute ist es …“, da wurde er von Anna unterbrochen, die gerade einen schnellen Blick auf ihre Armbanduhr geworfen hatte, und nun beschwingt hervorstieß „…genau ein halbes Jahr her, dass wir uns hier oben getroffen haben.“ Anna lächelte Tom voller Liebe an. Sie war durch diese ganze Situation und Toms Unsicherheit mittlerweile selbst total nervös, und hatte die Anspannung einfach nicht mehr ausgehalten.
Aber jetzt wurde sie von ihren Erinnerungen eingenommen. Sie konnte sich nur zu gut an diese Begegnung und dieses Gespräch erinnern und sie dachte gerne daran zurück. Auch wenn es für Tom wohl noch schwieriger gewesen war, hatte auch sie hier auf diesem Dach ihren weiteren Weg für die Zukunft gewählt, und sie hatte, auch wenn ihre Überzeugung zwischenzeitlich einen derben Tiefpunkt erreicht hatte, damals schon gewusst, dass ihre Zukunft Tom sein würde. Tom lächelte zurück. Da war sie wieder. Die Frau, die er so liebte, die ihm mit ihrer forschen Art die Unsicherheit nahm. Aber schnell wurde ihm bewusst, dass er immer noch nicht weiter war, mit seinem Plan, und das passt ihm gar nicht, da sein Adrenalinspiegel stetig in windigen Höhen weilte. Aber er hielt sich zurück, mahnte sich zur Geduld. Eins nach dem anderen, … oder war es der Versuch eine Entschuldigung für seine Feigheit zu finden? Egal, jetzt würde er erst einmal den Moment genießen. Er hielt Anna das Glas hin und sie stießen an. „Auf dich!“ sagte Tom, während er seinen Blick in Annas Augen bohrte. „Auf uns!“ antwortete Anna überzeugt.
Ohne sich aus den Augen zu lassen, tranken sie einen Schluck. „Du hast mir hier oben die Augen geöffnet,“ fuhr Tom jetzt mit dankbarer Stimme fort. „Du hast mir gezeigt, dass da noch Leben in mir ist, und hast mir den Mut vermittelt, mich meiner Vergangenheit und meinen Gefühlen zu stellen. Ich weiß nicht, wo ich heute wäre, wenn es diesen Abend nicht gegeben hätte.“ „Ich weiß das aber nur zu gut“, platzte es da aus Anna heraus. „Du warst so überzeugt davon, dass du Fanni mit jeder neuen Liebe verraten würdest, dass du heute mit Sicherheit in einer geordneten aber gefühllosen Ehe mit Carla stecken würdest, die dich weder heute, noch in der Zukunft glücklich gemacht hätte.“ Tom nickte mit zusammengekniffenen Lippen und schlug beschämt die Augen nieder. Er beobachtet die prickelnden Bläschen, die sich in seinem Glas vergnügten, während er an ihr Gespräch und seine Verwirrung von damals zurückdachte. Anna hatte den Nagel sehr genau auf den Kopf getroffen, aber diese Wahrheit so direkt vorgehalten zu bekommen, machte ihn irgendwie auch ein wenig ärgerlich. Sein Frust stieg, denn irgendwie nahm ihm Anna das Zepter total aus der Hand und sein Plan geriet gehörig ins Wanken, obwohl sie ihm unbewusster Weise die perfekte Vorlage geliefert hatte, um die Frage aller Fragen zu stellen. Aber er bekam sie einfach nicht über die Lippen. Zu sehr war er mit seinen Erinnerungen und Annas Worten beschäftigt. Er trank den Rest Champagner in einem Zug aus und griff ablenkend zur Flasche, um die Gläser erneut aufzufüllen. Dann schritt er an Anna vorbei hinab zur steinernen Brüstung. Schon vor einem halben Jahr hatte er das getan, um eine gewisse Distanz zwischen sich und Anna zu bringen. Um seine Gedanken und Gefühle zu klären, die ihn einnahmen. Er schaute über die Dächer der Stadt und ihm wurde etwas klar. Mehr als er vermutet hatte, war das Thema auf diesem Dach vorbestimmt gewesen. Hatte er diesen Moment doch eigentlich nutzen wollen, um sich der Zukunft zuzuwenden, schien der Augenblick für den Abschluss der Vergangenheit bestimmt zu sein. Er spürte Ernüchterung oder Enttäuschung, die seinen Bauchraum einnahmen, aber wenn er seinen er seinen Frust, dass sein Plan nicht aufging mal auf Seite schob, musste er eingestehen, dass es sich irgendwie auch richtig anfühlte.
Seine Gedanken wanderten zurück. Er fühlte, dass Anna ihm gefolgt war und dicht hinter ihm stand. „Dank dir Anna, bin ich nicht in dieser von dir gerade beschriebenen Trostlosigkeit gefangen, die ich zweifellos gewählt hätte“, begann er zu sprechen, ohne dass er sie ansah. „Hier, vor einem halben Jahr ... Du hast mit deinen Worten meine Welt völlig aus den Angeln gehoben, alles in Frage gestellt, was mir bis dahin scheinbar Halt gegeben hatte. Aber du hast mir die Alternative mitgeliefert." Er trank gedankenverloren einen Schluck. "Es war das erste Mal, dass ich wirklich um Fanni geweint habe, meine Trauer wirklich zugelassen habe und gleichzeitig hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass ich sie loslassen können würde, ohne sie zu verlieren. ... Gott war ich durcheinander“, resümierte er abwesend. Er drehte sich Anna zu. „Und dann warst du da." Er schüttelte den Kopf, "Du warst einfach da,  ... und ich konnte gar nicht damit umgehen, dass du meinen dicken Panzer durchbrochen hattest und mir so nah gekommen warst. Ich fühlte mich so wohl und es machte mir gleichzeitig wahnsinnige Angst …“ Er lächelte ihr entschuldigend zu. „Und ich war so aufgeregt und so glücklich, dass du dich mir so geöffnet hattest“, antwortete Anna. Sie konnte seine Verwirrung von damals so gut nachvollziehen. Auch wenn sie in dem beschriebenen Moment bereits von der Erkenntnis heimgesucht worden war, dass sie sich in Tom verliebt hatte, war sie doch auch unglaublich aufgewühlt gewesen. Die Situation war auch für sie neu gewesen; einen anderen Mann zu lieben, nachdem Jonas doch noch gar nicht so lange tot war, und sie ja außerdem um Toms Probleme um den Verlust Fannis wusste, der ihn zu diesem nach außen hin abgebrühten Geschäftsmann gemacht hatte, der doch auf den ersten Blick so wenig liebenswert war. Auch sie hatte Angst gehabt. Angst, dass er sie nicht an sich heran lassen würde, er sich, selbst nach diesen innigen Momenten zwischen ihnen, wieder zurückziehen würde und sie wieder von sich stoßen würde. Und die Erfahrung hatte ihr ja auch erst einmal Recht gegeben. Sie dankte Gott noch heute dafür, dass sich Tom ihren Worten und seinen eigenen Gefühlen doch nicht entziehen konnte und schließlich um sie gekämpft hatte. Ihr lief ein kleiner Schauer über den Rücken. Ob es die unschönen Erinnerungen oder die Kühle war, die ihn ausgelöst hatte, wusste sie nicht so genau, aber auf jeden Fall ließ er Toms Lippen belustigt zucken. „Ich glaube, ich habe ein Déjà-vu. … Aber leider habe ich heute keinen Schal dabei, den ich dir geben könnte“, fügte er entschuldigend hinzu. Er stellte sein Glas ab, zog Anna vor seinen Körper und rieb ihr wärmend über die Arme, während sie gemeinsam in die Tiefe schauten. Dann löste er sich von Anna, zog sein Sakko aus und legte es ihr über die Schultern. „Wir müssen gleich gehen. Mehr als eine Stunde war nicht drin,“ sagte er mit tiefem Bedauern in der Stimme. Anna drehte sich ihm zu und strich ihm über die Wange. „Ich danke dir. Das war eine wirklich tolle Überraschung." Die Intensität ihres Blickes hielt Tom auf seltsame Weise gefangen. Es war wie damals, ganz am Anfang. "Wie hast du das eigentlich hinbekommen?“, drang Annas Stimme leise zu ihm durch und Tom grinste, „Die Contessa …“ Anna hob die Augenbrauen, „Aha, und wer macht hier gemeinsame Sache mit ihr?“ Ertappt verzog Tom das Gesicht, „Scheinbar hat sie einen Narren an uns gefressen.“ Anna lachte, „Das Gefühl habe ich allerdings auch.“
Tom sah sie immer noch eindringlich an. Er liebte sie, er liebte ihre Augen, er liebte es, wenn sie lachte … Er fühlte sich, als müsse er zerspringen vor Glück, und jetzt platzte es einfach so aus ihm heraus.
„Anna, ich bin so froh, dass ich heute hier stehe und du bei mir bist. Statt Trostlosigkeit erlebe ich Glück, statt Einsamkeit Zweisamkeit, statt gefühlter Schuld Liebe, und das alles nur, weil du mir damals klar gemacht hast, dass ich leben darf.“ Er schaute in den Himmel und er spürte, wie ihm Tränen in die Augen stiegen. „Dank dir weiß ich, dass Fanni bei mir ist, und dass sie mich auch in die Zukunft begleiten wird.“ Er schaute Anna tief in die Augen, so dass Anna, die völlig gerührt war, von Toms gefühlvollen Worten und diesem liebevollen Blick, ein aufregendes Kribbeln durch den Körper zog. „Anna, ich liebe dich, und ich genieße jeden Tag meines Lebens, seit wir zusammen sind.“ Er stockte, holte tief Luft und kniete sich vor sie. „Anna ich wünsche mir, dass du für immer an meiner Seite bleibst? Willst du meine Frau werden?“ Er schaute unsicher zu ihr auf. Diesen Text hatte er nicht geprobt, nicht lange überlegt. Die Situation hatte einfach Gefühle heraufbeschworen, die ihn überrollt hatten. Er wagte kaum zu atmen, spürte seinen wilden Herzschlag, der seine Rippen malträtierte, als er beobachtete, wie Annas Mimik für einen Moment überrascht entglitt. Sie brauchte einen kurzen Augenblick, um seine Worte zu begreifen. Dann füllten sich ihre Augen mit Tränen.  „Ja, ich will. Ich will dich heiraten“, hauchte sie ihm tonlos zu, denn sie hatte einen dicken Klos im Hals. Sie zog Tom zu sich hoch und fiel ihm in die Arme. Sie küssten sich und sahen sich wieder ungläubig in die Augen. Anna liefen die Tränen des Glücks über das Gesicht und auch Tom wischte sich verlegen über das Gesicht. „Ich liebe dich“, sagte sie mit einem kleinen ungläubigen Kopfschütteln ob der Sitatuation. „Und ich liebe dich“, antwortete Tom mit einem alles erhellenden Strahlen im Gesicht, bevor er sie fest in seine Arme schloss und einen Dankesgruß in den Himmel schickte, dass man ihm diese wunderbare Frau gesandt hatte.
"Signore Lanford ..." wurde dieser innige Moment durch einen verschwörerische Stimme durchbrochen. Oben, auf dem Mittelweg des Daches stand der Aufseher des Domes und versuchte sich auf nicht ganz taktlose Weise Gehör zu verschaffen. "Signore ..." rief er noch einmal und als Tom sich widerwillig von Anna gelöst hatte, sah er wie der Italiener eindringlich auf seine Armbanduhr tippte. Tom nickte ihm zu und signalisierte, dass er verstanden hatte. Er wendete sich Anna zu und gab ihr einen sanften Kuss, ehe er sie geknickt ansah. "Es tut mir leid, wir müssen gehen."

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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Mo Aug 26 2013, 21:35

Hallo Katha!

Yippie, richtig geraten. Ein Heiratsantrag! Die beiden sind echt toll zusammen. Schön, dass du wieder einen neuen Teil geschrieben hast.

Bis bald
Liebe Grüße
Tastentante
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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Di Aug 27 2013, 00:18

Oh wie schön war das denn bitte.Liebe Katha das warten hat sich echt mal wieder gelohnt Rolling Eyes  .Ich freue mich wie immer wenn es weiter geht.Lg. Carla Wink 

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Di Aug 27 2013, 08:49

Hey Tastentante und Carla,

ja ein Heiratsantrag Smile 

Schön, dass ihr noch Interesse an meiner Geschichte habt. Embarassed 

LG, Katha

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katha

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BeitragThema: "41"   Di Aug 27 2013, 21:35

Hey ho! Lesestoff!
*******************************

Tom legte den Arm um Anna und führte sie hinauf zu dem kleinen Tisch, an dem sie noch ihre Gläser abstellten, ehe sie von dem Aufseher zum Aufzug geleitet wurden. Allerdings waren sie viel zu sehr damit beschäftigt sich gegenseitig anzustrahlen, als ihm auch nur einen Funken ihrer Aufmerksamkeit zu schenken. Lediglich einen kurzen Moment ließ Tom von Anna ab und drückte dem Mann einen Schein in die Hand und nickte ihm zu. „Grazie“ konnte er sich gerade noch bedanken, ehe der Aufzug sie auch schon zurück zum Boden beförderte. Sie stiegen aus und Anna zog Tom hinter sich her. Sie war so glücklich, fühlte sich als schwebe sie noch immer in himmlischen Höhen und wollte nur noch eines. Mit Tom alleine sein und ihn mit all der Liebe überhäufen, die sich in ihr angesammelt hatte. Tom folgte ihr eilig, denn ihm ging es nicht anders.
Ich habe es tatsächlich getan, ich habe sie gefragt, und nun bin ich verlobt … , dachte er erfüllt. Aber halt, da fehlte doch noch was. Er griff gedankenverloren zu seiner Sakkotasche um das Schächtelchen in die Hand zu nehmen, wie schon so viele Male zuvor. Leider erfolglos, denn sein Sakko hing über Annas Schultern. Er hatte den Ring, der in der Schatulle verborgen war, bereits seit vielen Wochen in seinem Besitz, und hatte ihn seither bewacht wie einen Schatz. Immer wieder hatte er ihn sich angeschaut und sich vorgestellt, wie es sein würde Anna diese eine Frage zu stellen, die sein weiteres Leben bestimmen würde. Und nun wusste er es. Es war erfüllender, schöner, größer, als alles was er sich in seinen Träumen hatte ausmalen können.
Sie hatten den Großteil des Domplatzes bereits überquert, als Tom Anna festhielt um noch einmal zurückzuschauen. Er blickte sie einen Moment glücklich an, ehe er sich mit ihr zum Dom wendete. Gemeinsam sahen sie hinauf und lächelten sich erneut verliebt zu. Sie wussten beide: Dies hier war ihr Ort. Der Ort, an dem sie sich gefunden hatten, der Ort an dem ihre Zukunft bestimmt worden war. Sie nahmen sich in den Arm und schon lagen ihre Lippen erneut aufeinander und liebkosten sich. Zärtlich, innig, leidenschaftlich. Anna zog sich nach einiger Zeit mit einem leisen Seufzen zurück und sah Tom tief in die Augen. „Lass uns ins Hotel fahren. Bitte!“, flehte sie Tom fast an, und nun war er es, der sie ohne weitere Worte hinter sich her zog.
Zwanzig Minuten später schloss Tom die Zimmertür hinter sich. Bis hierher waren sie voller Elan gewesen, aufgeregt und drängend voran geschritten, aber jetzt standen sie voreinander und schauten sich einfach nur an. Es war keine Beklommenheit, die sie ergriff, aber eine ehrfürchtige Ruhe, die dem Unglauben geschuldet war, dass sie wirklich beisammen waren und sich bis zur letzten Konsequenz für eine gemeinsame Zukunft entschieden hatten.
Tom trat auf Anna zu und ergriff ihre Hände. „Wie geht es dir jetzt?“ fragte er vorsichtig. Anna ließ ihre Augen kurz durch den Raum gleiten und suchte nach Worten um das nicht beschreibbare zu beschreiben. Sie wusste ihre Gefühle kaum in Worte zu fassen. Dann lächelte sie Tom zaghaft an und sagte mit fassungsloser Stimme, „Ich weiß nicht so genau, … Ich bin verliebt bis über beide Ohren, ... ich bin so glücklich, dass ich das Gefühl habe gleich zu platzen … und ich kann es kaum glauben was gerade passiert ist.“ Ihre Augen waren unentwegt in seine gerichtet und leuchteten, wie nur ihre Augen leuchten konnten. „Vielleicht kneifst du mich mal, damit ich weiß, dass ich nicht träume“, sagte sie etwas verlegen. Tom drückte ihre Hände und zog sie zu sich. Er legte seine Stirn an die ihre. „Du träumst nicht, dass kann ich dir versichern. Du bist hier und ich bin hier, und mir geht es ganz genauso wie dir. Aber um dir zu zeigen, dass das hier die Realität ist, weiß ich ein viel besseres Mittel, als dich zu kneifen.“ Er nahm ihr sein Sakko von der Schulter und legte es beiseite, ehe er wieder auf sie zutrat, seine Hände an ihren Hals legte und sich ganz langsam ihrem Gesicht näherte.
Es war wie bei ihrem ersten Kuss. Ihrer beiden Herzen schlugen unaufhörlich in hektischem Takt, und die Erregung durchfuhr sie gleichermaßen, so dass sie das Atmen fast vergaßen, bis sich ihre Lippen berührten. Anna war sich immer noch nicht sicher, ob sie nicht träumte. Gab es so was wirklich? Sie schwebte dem Himmel entgegen, fühlte sich völlig befreit, von allem was sie auf dem Boden halten konnte. Nichts zählte mehr, außer Tom, ihre große Liebe, außer ihrem Zusammensein. Ihre Hände, die auf Toms Brust lagen machten sich selbständig und begannen die Knöpfe seines Hemdes zu öffnen. Sie zog es aus seiner Hose, schob den störenden Stoff von seinem Körper und begann kleine Küsse auf seiner Brust zu verteilen, während sie spürte, wie sich wie von Geisterhand der Reißverschluss ihres Kleides öffnete und sich ihr einengender BH löste. Ein wohliger Schauer überfuhr sie bei den kaum wahrnehmbaren Berührungen Toms. Kurz ließ sie von ihm ab, um sich ebenfalls zu entkleiden und dann gab es kein Halten mehr. Glatte Haut, warme Körper, forschende Hände und liebkosende Lippen bestimmten die nächsten Stunden ihres Lebens. Genießerische Ruhe wurde zu höchsten Erregungszuständen und umgekehrt und letztlich lagen sie irgendwann völlig entspannt beieinander.
Sie sahen sich glücklich und erfüllt in die Augen, bis Tom plötzlich aufsprang um nur kurze Zeit später wieder neben Anna im Bett zu sitzen. „Ich habe hier noch etwas für dich. … Hoffentlich habe ich deinen Geschmack getroffen.“ Er hielt ihr das Schmuckkästchen hin, das er schon so lange für sie bereit hielt und öffnete es mit zittrigen Händen. Anna, die sich in der Zwischenzeit auch aufgesetzt hatte, schaute auf den Ring der zum Vorschein kam und hielt die Luft an. Sie sah kurz zu Tom auf und wollte dann danach greifen, aber da zog Tom schnell die Hand zurück. „Augenblick, das mache ich.“ Anna kicherte und beobachtete angespannt, wie Tom den Ring zwischen seine Finger nahm. Er sah sie an und ließ seine Brauen kurz in die Höhe zucken, was wohl seine Nervosität zum Ausdruck bringen sollte. Dann ergriff er Annas linke Hand und schob den Ring vorsichtig auf ihren Ringfinger. Anna betrachtete begeistert ihre Hand, an der ein schmaler mit grünen Turmalinsteinen besetzter Ring aus Weißgold prangte.  „Er ist total schön. Danke!“, hauchte sie. Tom schloss erleichtert die Augen. "Die Steine haben mich an deine wunderschönen grünen Augen erinnert", erklärte er sich. Er ergriff Anna und zog sie in seine Arme und ließ sich mit ihr in die Kissen fallen. „Ich kann es immer noch nicht glauben, dass du mich heiraten willst“, flüsterte er leise an ihr Ohr. Da drehte sich Anna zu ihm um und drückte ihm einen deutlichen Kuss auf die Lippen. Sie versank in seinen Augen und betonte, „Und ob ich das will. Am besten so schnell wie möglich.“ Dann drehte sie sich wieder um, kuschelte sich in Toms starken Arme und schloss die Augen. Leise murmelte sie, „Aber vorher brauche ich dringend ein bisschen Schlaf.“ Sie war  echt erschöpft von diesem aufregenden Tag, und fühlte sich so wohl und beschützt, dass es nur wenige Minuten dauerte, bis ihr Atem ruhig und regelmäßig von ihrem Schlaf zeugte. Tom sah verliebt auf sie nieder und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. Er gab ihr einen sanften Kuss auf die Wange und flüsterte mit einem seligen Lächeln auf den Lippen. „Schlaf schön, künftige Frau Lanford.“

Stunden später lagen sie immer noch so da. Während Anna im Land der Träume weilte, wachte Tom über ihren Schlaf. Er war viel zu erfüllt und aufgeregt um  selbigen zu finden, und hatte die letzten Stunden genutzt um sein bisheriges Leben zu überdenken. Er war zu dem Schluss gekommen, dass es natürlich nicht so erfreuliche Momente in seinem Leben gegeben hatte, allen voran der Verlust Fannis, aber dass es das Schicksal scheinbar doch nicht ganz schlecht mit ihm meinte. Er hätte sich nach dem Unfall damals niemals vorstellen können, dass er noch einmal so eine Liebe und so ein Glück erleben würde. Und wollte er die jetzige Situation auch nicht an seiner ersten Lieben messen, fragte er sich heute trotzdem, ob er vielleicht nur deshalb so glücklich war, weil er zuvor so ein Leid hatte erfahren müssen. Hatte er damals auf dem Dach Recht gehabt? War es tatsächlich so bestimmt gewesen, dass er und Anna ihre Lieben verlieren mussten, damit sie sich schließlich begegneten …
Er wusste es nicht, aber auf jeden Fall war er heute sicher, dass Anna vor einem halben Jahr auf dem Dach des Mailänder Domes die Wahrheit gesprochen hatte. Die richtigen Entscheidungen im Leben traf man, indem man auf sein Herz hörte. Und genau das hatte er getan, nachdem sie seines durch ihr bloßes Auftauchen wieder zu neuem Leben erweckt hatte.
Es war mit Sicherheit die Entscheidung seines Herzens gewesen, Anna nicht, wie es sein Verstand gewollt hatte, ziehen zu lassen, sondern sie in seinem Leben zu halten, indem er sie in die Firma geholt hatte. Es war die richtige Entscheidung gewesen, sie an sich heran zu lassen und sich damit seinen Gefühlen zu stellen, obwohl seine Vernunft Anna eigentlich auf Abstand hatte halten wollen.
Was hatte er einmal gesagt? „Vielleicht ist es anders herum, ich stehe am Abgrund und warte auf sie.“ Genau so war es gewesen. Anna war immer wieder zu ihm gekommen und hatte ihn mit ihrem herausfordernden Verhalten ein Stück weiter vom Abgrund weggeführt. Von dem Abgrund, an dem er sich von seinem eigenen emotionalen Ich verabschiedet hatte. Mit jedem Schritt, den er sich davon entfernt hatte, den sie ihn dort weggeholt hatte, war sein Herz wieder stärker geworden. So stark, dass er es letztlich geschafft hatte, für seine neu erwachten Gefühle zu kämpfen.
Es war die richtige Entscheidung gewesen, um Anna und auch sich selbst zu kämpfen. Und mit Sicherheit war es die beste Entscheidung seines Lebens gewesen, ihr einen Heiratsantrag zu machen.
Er resümierte zufrieden, dass ihn die Vergangenheit, die ihn so lange gefangen gehalten hatte, zwar noch begleitete, aber sie sein Leben nicht mehr bestimmte. Heute zählte die Gegenwart ... und die Zukunft. Und die hielt er in Form dieser wunderbaren Frau vor ihm im Arm, und sie fühlte sich unbeschreiblich gut an. Tom lächelte glücklich vor sich hin, als er mit dieser Gewissheit im Herzen schließlich doch in einen traumlosen Schlaf sank.


                                                                                                 Ende


So, meine Lieben,
da ist es doch wieder soweit. Die Geschichte hat hier ihr Ende gefunden.
Wenn ich überlege, dass es sich bei dieser Story eigentlich um ein Geburtstagsgeschenk für Mini handelt, hat sie doch eine gewaltige Zeitspanne eingenommen und viele Seiten gefüllt. Ich hoffe, dass nicht nur Mini ihre Freude daran gehabt hat. Razz 
hallo
Ciao, auf ein Wiedersehen in anderen Geschichten!
Katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Di Aug 27 2013, 22:27

Liebe Katha,du hast mich mit dieser Geschichte ein ganzes Stück glücklicher gemacht (mein Mann hat mich nach 29 Jahren verlassen) kannst dir bestimmt vorstellen wie es mir und den Kindern geht.Naja ich danke dir für die schönen Momente. Und bitte schreib schnell wieder, ich freue mich immer wieder wenn es von dir was neues gibt. Alles liebe Carla flowers 

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Fr Aug 30 2013, 11:01

Wuaaaaahhhh ...

Wie jetzt, die Story ist zu Ende???  Shocked 

DAS GEHT NICHT!!!

Gott, waren die letzten beiden Teile süß, und nachdem ich mir gestern meinen Compi zerschossen hatte. (Ja ja, Mini hat versucht, selbständig ein Progamm aus dem Internet runterzuladen ... was natürlich irgendwie in die Hose gegangen ist. Frag mich nicht wie idontknow Na ja, mein Männe hats dann aber wieder hinbekommen, mit Blut und Schweiß und so ...) ... hab ich es nun endlich geschafft auch den zweiten Teil lesen und einen Kommi hinterlassen zu können.

Einen Kritikpunkt hätte ich da aber (du willst ja, dass deine Leser ehrliche Kritik üben, gelle Razz) Das letzte Wort unter dem letzten Teil, das mit "E" anfängt und mit "e" aufhört ... Das ist bestimmt ein Versehen, odda ... ???  No 

Na gut, ich glaube kaum, dass ich dich bequatschen kann, die Story noch ein bisschen weiterlaufen zu lassen (ist ja meine Geburtstagsstory ... und ich hab ja bald wieder Smile) Aber ich werde es überleben, glaube ich ... Gibt ja noch ein paar andere Leseleckerein von dir.

Nun gut, jetzt aber zu den beiden Teilen:
Hach *schnief* das war süß, romantisch, zauberhaft, einfach zum Träumen. Da hatte Mini sogar Tränchen in den Augen. Da geht einem das Herz auf und gibt einem das schöne Gefühl, dass es, egal was im Leben auch passiert, nach Regen immer wieder Sonnenschein gibt ...

Danke für diese wunderbare Story ...

Anmerkung: Mhmm ... ich hab jetzt gerade das untrügliche Gefühl, dass ich mit meinen Storys ein wenig in Zugzwang bin. Aber ich eile, eile, eile ... Meine Feder glüht schon ... write 


Liebe Grüße,
Deine Mini (die noch immer nicht fassen kann, dass die Story zuende ist) crying

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Fr Aug 30 2013, 13:39

WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAASS? Shocked 

Das gibt's doch nicht, die Geschichte soll zu Ende sein. Okay, vielleicht sollte ich nicht jammern, sondern einfach froh sein, dass du so genial schreibst und vor allem deine Leser nicht so unermesslich lange warten lässt wie ich.

Es war einfach wunderbar deine FF zu lesen und ich freu mich schon riesig, bald wieder von dir zu lesen.

In deinen Schriften hat man einfach das Gefühl für die Zeit die man liest darin versinken zu können, die Welt draußen und auch die eigenen Probleme beiseite schieben zu können und vielleicht doch die Chance erhalten auch einmal so etwas perfektes und vor allem ewig wehrendes zu erleben.
Kompliment! flowers 

Liebe Grüße
Tastentante
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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Fr Aug 30 2013, 16:42

He,

Es ist ein wunderschönes Ende.
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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Sa Aug 31 2013, 17:09

Hey ihr Lieben,

ganz, ganz lieben Dank für eure Abschlusskommentare. Smile 
Hach, ich schwebe ein bisschen. Ist das schön ...

Nein, im Ernst. Ich kann natürlich total gut verstehen, wenn jemand sagt, oh nein, es soll noch weiter gehen. Kenn das ja selbst gut genug von anderen Storys, aber ihr Schreiber kennt das bestimmt auch, dass man irgendwann an einem Punkt ankommt, an dem man das Gefühl hat, dass es nicht weiter geht, dass die Geschichte erzählt ist. Und so ging es mir jetzt. Nach häufigen Anläufen und langer Übrlegung hatte ich irgendwan die Eingebung, wie die Story abgerundet werden könnte, und dann war es so. Ende. Embarassed 
Na ja, die letzten Tage habe ich, wenn ich mal Zeit hatte, meine brach liegende FF "Neubeginn - Ewiges Glück?" durchgelesen um da vielleicht doch mal wieder einen Anschluss zu bekommen. Diese Geschichte ist nämlich noch nicht zuende erzählt, so hoffe ich zumindest. Allerdings bin ich noch nicht ganz sicher, wie ich da ran gehe. Ihr werdet es bald erfahren.
Jetzt muss ich hier allerdings mal weitermachen. Habe mir schon ein wenig Zeit geklaut, um wenigstens mal ein paar Kommis zu schreiben.

Drück Euch!
Katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Mi Sep 11 2013, 00:44

Haaalloo..

Ich wollte auch mal gerne ein Kommi zu dieser tollen FF da lassen.. falls mich noch jemand kennt ...

Deine Idee war echt toll, sie hat mir super gut gefallen ... da mussten Anna und Tom ganz schön viele Entscheidungen treffen! Embarassed 
Sie Szenen in Mailand waren super schön.. doch gleichzeitig auch super traurig.. Und klasse fand ich auch -dass wie beschrieben wurde- anscheinend alle besser über die Gefühle der beiden bescheid wussten, als sie selber. Embarassed 

Eine wunderschöne Geschichte hast du mal wieder gezaubert, danke dir dafür ... ich habe sie wirklich echt gerne gelesen! Embarassed 

Ganz liebe Grüße! flowers
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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Mi Sep 11 2013, 20:55

Danke meine Süße, Embarassed 
freu mich sehr über Dein Lob und Deine lieben Worte Very Happy 

Liebe Grüße zurück!!!

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Mi Sep 25 2013, 23:54

Hahuu ihr lieben ich war lange nimmer hier wa Embarassed 
und was lese ich da anna und tom haben sich verlobt, wie schööön flowers 
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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   So Sep 29 2013, 08:32

Hallo Nicky,
schön, mal wieder was von dir zu hören. Ich hoffe, du kommst trotzdem hin und wieder mal vorbei.
Ich hoffe, es geht dir gut!

LG, Katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Di Okt 01 2013, 04:57

ach mensch jetzt muss ich mir doch das ein oder andere tränchen verdrücken ;-)
Hab deine FF in einem durchgelesen und nun muss ich mit Blick auf die Uhr feststellen das mein wecker in 2 stunden klingelt oh man bitte mehr FF´s dein Schreibstil fesselt einen einfach

DANKE

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Di Okt 01 2013, 21:11

Hey silentvoice,
riesiegen Dank für dein Lob. Ich freu mich Very Happy 
Aber, dass ich dafür verantwortlich bin, dass du deinen Nachtschlaf verpasst, hmm ....
Ob ich das gutheißen kann Smile 

Dank Dir
Katha

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AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)
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