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 AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)

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AutorNachricht
katha

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BeitragThema: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Di Apr 30 2013, 20:37

das Eingangsposting lautete :

So, meine liebe Mini,

das was hier folgt ist für Dich! Mein Geschenk zu deinem Geburtstag!



(und dann natürlich für alle anderen, die mitlesen wollen )

Du weißt, ich bin etwas chaotisch beim Schreiben, und in diesem Fall, glaube ich noch mehr als sonst, deshalb habe Nachsicht mit mir.
Und leider, ist die Story auch wieder mal nicht ganz fertig, so dass ich sie dir nur portionsweise schenken kann.
Aber sehen wir´s mal positiv. Dafür hast du dann länger davon.
Zur Zufriedenheit des Schreibers, muss ich wohl nichts mehr sagen, ... wir haben uns da ja schon ausgiebig ausgetauscht.

Ich hoffe einfach mal, dass es dir gefällt.

So, und jetzt habe ich ein großes Problem. Ich habe noch keinen Namen gefunden, muss aber einen haben, damit ich dir dein erstes Päckchen liefen kann, also werde ich mich jetzt wohl spontan entscheiden müssen. Eine meiner leichtesten Übungen, vor allem weil das Ende noch nicht geschrieben ist. Hmmmm

Okay. Jetzt oder ...

"Entscheidungen" So soll es sein. (Da bleib ich ja gleich beim Thema )

Ich wünsche gute Unterhaltung!

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AutorNachricht
katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Fr Mai 17 2013, 06:07

Guten Morgen, guten Morgen!
Da muss ich mich wohl mal kurz entschuldigen, für meine Unzuverlässigkeit schmoll
I´m so sorry Embarassed
Da bin ich doch gestern einfach auf der Couch eingeschlafen, Rolling Eyes na ja, und dann hab ich mich halt irgenwann mal ins Bett getrollt.

Ich versuche es heute Abend einfach noch einmal. Cool

Ich wünsche einen schönen Tag!
Heute Nachmittag ist Wochenende, und ein langes noch dazu Smile (na ja, zumindest für die meisten)

LG, Katha

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Mini_2010

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Fr Mai 17 2013, 16:53

Hey, meine liebe Katha,

nun will ich aus dem warmen Süden doch auch mal einen Kommi hinterlassen. Toll geschrieben, wie immer *schnief* Und ich muss meinen Vorschreiberinnen Recht geben, ich dachte auch, dass Glück der beiden hält länger an. Aber vermutlich wäre die Story dann schon balde zu Ende, so wie Carla schon mal kurzfristig vermutet hatte.

Bitte schreib schnell weiter

Liebe Grüße
Mini

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„Vor dem Schicksal zu fliehen,
ist manchmal der beste Weg,
um zu sich selbst zu finden.“
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Fr Mai 17 2013, 21:14

Hey meine liebe Mini,
toll von dir zu hören! Ich beneide dich um deine Wärme. Hier ist gerade mal wieder deutliches Herbstwetter angesagt. Es regnet, ist grau und einfach nur ungemütlich. Du machst das also völlig richtig. Smile
Dank dir für deine Worte, und tja, was soll ich sagen. Tom bleibt eben Tom. Rolling Eyes

Liebe Grüße
Katha

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katha

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BeitragThema: "14"   Fr Mai 17 2013, 21:50

Da ist jetzt also der bereits gestern versprochene Teil.
Aber ich bin schon wieder so unglaublich müde. Keine Ahnung, vielleicht die Frühlingsmüdigkeit, oder vielleicht doch schon wieder Herbstdepressionen, bei diesem beschissenen Wetter, hier im Westen.
*********************************

„Guten Morgen Steffi“, hallte die sonore Stimme des Lanford-Seniors durch das Atelier, und ließ damit alle Mitarbeiter wissen, dass er zum einen im Hause war, und zum anderen, nach seiner Migräne-Attacke, die ihn mehrere Tage lahm gelegt hatte, wieder auf der Sonnenseite des Lebens angekommen war. Er sah sich einen Moment zufrieden um. „Das Atelier lebt, es atmet, es arbeitet! So muss es sein“, sinnierte er lautstark vor sich hin, und rief damit ein fast ehrfürchtiges Lächeln auf Steffis Gesicht. „Steffi, was sagt die Presse? Haben sie etwas für mich?“ Erwartungsvoll sah er die Brünette an, der sich unter seiner Aufmerksamkeit ein sanfter roter Schimmer auf die Wangen legte. Eilig packte sie einen Stapel Magazine, und schichtete sie auf den Tresen. „Sehen sie mal hier.“ Sie tippte auf die oberste Zeitschrift, die aufgeschlagen war, und in der sie offensichtlich schon herum geblättert hatte, „Sehen die Beiden nicht toll aus?“ Aus ihrer Stimme sprach eine euphorische Begeisterung, die Bruno überrascht aufsehen ließ, denn Steffis Vorstoß war ungewöhnlich, sonnte sie sich doch sonst eher in professioneller Zurückhaltung. Aber als er auf das Bild sah, zog sich seine rechte Augenbraue achtsam in die Höhe, ehe ein breites Lächeln seine Lippen erreichte. „Da haben sie allerdings recht.“, sagte er gedehnt. „Da will ich mal schauen was es sonst noch zu sehen gibt.“ Er nahm den Stapel in die Hand und zwinkerte ihr gutgelaunt zu, ehe er sich auf den Weg in Toms Büro begab.
Als er die Tür öffnete, umfing ihn ein ungewohntes Halbdunkel und er sah sich irritiert um. „Warum sind denn hier die Vorhänge vorgezogen“, murmelte er, denn das waren die Übeltäter, die ihm das Licht raubten, und das konnte er an diesem Tag, der ihn endlich die Schönheit der Welt wieder erblicken ließ, gar nicht akzeptieren. Schnell schritt er durch den Raum und wollte gerade die Vorhänge aufziehen, als er in seinem Vorhaben unterbrochen wurde. „Lass das bitte“, drangen drei deutliche Worte zu ihm durch, und ließen ihn erschrocken herumtaumeln. „Tom!“ rief Bruno aus, und schon fielen die Zeitschriften mit einem lauten Klatschen auf den Boden. „Du willst mich wohl umbringen, oder warum erschreckst du mich so?“ Bruno ließ sich in einen der Sessel vor Toms Schreibtisch sinken und sah seinen Sohn entgeistert an, während er darauf wartete, dass sich sein Puls wieder normalisierte. Tom hatte mit einem schwachen Lächeln auf den Lippen die Kopfhörer abgenommen, die er sich nur wenige Minuten zuvor auf die Ohren gesetzt hatte, um sich mit lauter Musik eine Pause zu gönnen. Von der Arbeit und seiner verwirrenden Gedankenwelt. „Guten Morgen Bruno“, sagte er. „Ich hatte nichts dergleichen geplant, aber wenn mir mal danach gelüstet, werde ich mich an diese Taktik erinnern. Sie hinterlässt zumindest keine Spuren.“ Er drehte sich um, und beendete das Wummern, das leise aus den Kopfhörern drang, und rieb sich über seine müden Augen, in denen die Spuren, der katastrophalen Nacht, die er hinter sich hatte, klar zu erkennen waren. „Was machst du hier?“, fragte Bruno verblüfft nach, denn er war zum einen erstaunt, dass Tom bereits aus dem Ausland zurück war, und zum anderen verwundert, dass er aussah wie der Tod und sich mit hämmernden Beats zudröhnte. Das war beides sehr ungewöhnlich für seinen Sohn. „Arbeiten“, antwortete Tom gelassen. Ihm war gerade gar nicht nach anderen Menschen und nach Kommunikation noch viel weniger, was auch der Grund war, warum er sich heimlich, still und leise in sein Büro verkrochen hatte. Das hier war sein Zufluchtsort, mit dessen Hilfe er den vergangenen Tag mit seinen katastrophalen Auswirkungen auf sein Seelenleben, ins Abseits drängen wollte.
----------------

Nachdem Tom abends Anna einfach hatte stehen lassen, war er einige Minuten einfach gelaufen. Er war ohne Ziel durch die Straßen geirrt, war einfach seinem Drang gefolgt, sich möglichst weit von dem Ort zu entfernen, an dem er nach seinem kurzen Ausflug in die Welt der Schönseher, wieder auf dem Boden seiner eigenen Tragödie gelandet war. Und außerdem hatte er Annas Nähe nicht mehr ertragen, die er mit ihren offenen Gesprächen am Abend, selbst heraufbeschworen und schändlicherweise auch noch als angenehm empfunden hatte.
Erst als die Erschöpfung nach ihm gegriffen hatte, hatte er sein Tempo gedrosselt und war auf einem kleinen Platz stehen geblieben. Erfolglos hatte er schwer atmend nach einem Hinweis gesucht, wo er sich eigentlich befand, war dann aber erst einmal auf eine kleine Bar zugesteuert, die ihn nahezu magnetisch angezogen hatte. Erst nach dem musternden Blick des Barkeepers war ihm bewusst geworden, wie zerrissen er in seinem teuren Designer-Anzug daher kam. Völlig zerknittert und zudem durchgeschwitzt, als käme er gerade vom Joggen, aber eigentlich war ihm das ziemlich egal gewesen. Er hatte einen ersten Whisky hinunter geschüttet, und das brennende Gefühl genossen, dass ihm fast die Tränen in die Augen getrieben hatte, und ihn endlich aus seiner Parallelwelt heraus riss, die ihn sei seiner Begegnung mit dem Tod im Griff gehalten hatte. Und erst danach, hatte er bei einem weiteren Glas, dieses starken Getränkes, angefangen sein inneres Wirrwarr zu entknoten.
Sicherlich waren die kurz zuvor erlebten Momente noch am präsentesten in seinem Körper, aber schnell war er zu der Einsicht gekommen, dass der ganze Tag im Nachhinein unglaublich für ihn war. Er hätte sich bis dahin niemals vorstellen können, sich so intensiv mit solch heiklen Themen, wie Tod, Schuld, Schicksal und Liebe auseinanderzusetzen. Und er war sich voll bewusst, dass es nur einen Grund dafür gab, dass er es getan hatte. Anna. Sie war es, die ihn völlig konfus durch die Welt laufen ließ, und die dafür sorgte, dass er total die Kontrolle verlor, die er doch seit Jahren gehütet hatte wie sein Augapfel. Und jetzt war es auch Anna, die ihm unaufhörlich im Kopf herumgeisterte, und das obwohl er doch gerade so eindrucksvoll an seine Vergangenheit erinnert worden war, die ihn zu dem gemacht hatte, was er heute war. Ein in sich gefangener, einsamer Wolf, der unachtsam seine Deckung aufgegeben hatte, und nun panisch nach neuer Sicherheit suchte.
Aber es hatte sich etwas verändert, sie hatte etwas geändert, dass spürte er schnell, denn die vielen Gedanken, die er am heutigen Tag zugelassen hatte, waren nicht mehr zu verdrängen. Aber da blieb die riesige Angst seine Entscheidungen der Vergangenheit wirklich in Frage zu stellen, sie vielleicht revidieren zu müssen, und sich damit erneut auf das verdammt dünne Eis zu bewegen, dass ihn kurz zuvor schon nicht hatte tragen können.
Vertrauen war das Zauberwort, und er wusste, dass er es nicht schaffte zu vertrauen, weil er Angst davor hatte, dass man ihm vertraute. Ja, diese Situation kurz zuvor, der Anblick des Sarges im Leichenwagen, und die Worte des Hinterbliebenen hatte dem angreifbarem Boden unter seinen Füßen deutliche Risse beschert, aber wenn er nicht panisch um sich geschlagen, und stattdessen die hilfeversprechende Hand Annas ergriffen hätte, wäre er wohl nicht eingebrochen. Aber er hatte es nicht fertiggebracht, war lieber dem Abgrund entgegen gesunken, und hatte Anna damit zutiefst verletzt. Ihm war klar, was er ihr angetan hatte, denn er hatte das Leuchten der Liebe in ihren Augen gesehen, nachdem sie sich einander angenähert hatten, und auch wenn er es in der akuten Situation nicht hatte wahrnehmen wollen, war ihm auch ihre Angst nicht verborgen geblieben. Die Angst, alles wieder zu verlieren, was sie gerade erst gewonnen hatte. Und diese Gewissheit, gepaart mit seinen Schuldgefühlen gegenüber Fanni und Paule hatten ihn rennen lassen, in der Hoffnung wenigstens Anna noch zu retten, bevor sie sich völlig in ihre Gefühle hinein begab, die sie ihm schutzlos auslieferten. Dem Mann, der die Menschen, die er liebte einfach nicht beschützen konnte.

Noch in der Nacht hatte er geprüft, was die nächste Möglichkeit war, um Mailand zu verlassen, und als er sich um vier Uhr morgens auf den Weg zum Flughafen gemacht hatte, war es für ihn wie eine Befreiung gewesen. Er war nicht länger eingepfercht in seinem Zimmer, das ihm zunehmende Beklemmungen bereitete, und er konnte diesen Ort verlassen, der ihn so unendlich aufgewühlt hatte. Wieder einmal war er geflüchtet, er wusste, dass es nichts anderes war, aber er versuchte sich vor sich selbst damit zu rechtfertigen, dass er es allen Beteiligten schuldig war, erst einmal selbst zu einer endgültigen Entscheidung zu kommen, wie sein Leben weitergehen sollte. Dieser dramatische Tag hatte ihn, nach den Jahren der Verleugnung, vor seinem eigenen Leben, seiner eigenen Vergangenheit und seinen eigenen Gefühlen, an eine neue Kreuzung des Lebens geführt, das konnte er nicht verleugnen. Es war also die Frage, in welche Richtung er jetzt gehen wollte. Aber eigentlich war es eine rethorische Frage, denn es gab nur eine logische Schlussfolgerung für ihn. Er musste sich wieder in seine gewohnten Strukturen und Lebensweisen zurück begeben, um seine Schuld zu sühnen, und gleichsam Anna und auch sich selbst zu beschützen. Einen anderen Weg gab es für ihn nicht. Vielleicht konnten andere Menschen andere Lösungen für ein Leben nach solch einem Drama finden. Mit der Vergangenheit abschließen, das Herz für eine neue Liebe frei machen, wieder glücklich werden. Menschen wie Anna schafften das, aber er hatte sich vor Jahren entschieden, und dabei würde es auch bleiben.
Das Ende seiner Flucht war die schützende Hülle seines Arbeitsplatzes gewesen. Er war direkt vom Flughafen hierher gekommen, und hatte sich in sein Büro verzogen. Er war bereits seit Stunden hier, hatte durch die Wände, und die durchscheinenden Vorhänge vernommen, wie sich das Atelier mit Leben füllte, und sich nicht zu erkennen gegeben. Stattdessen hatte er sein Seelenheil in der Arbeit gesucht. Die anstrengendsten und trockensten Aufgaben hatte er sich heraus gepickt, um endlich die Gedanken und Gefühle in sich verstummen zu lassen, und für einige Zeit hatte es auch funktioniert, bis er völlig fahrlässig eine kleine Pause eingelegt hatte. Er hatte in der Nach so gut wie nicht geschlafen, und als die Zahlen und Buchstaben langsam vor seinen Augen zu schwimmen begannen, und sich schließlich völlig verselbständigten, hatte er irgendwann aufgegeben. Vielleicht hatte er Angst, dass sich die Buchstaben neu zusammensetzten und hämische Kommentare, à la "Anna und Tom k-ü-s-s-e-n sich", ablegten. Mit einem lauten Stöhnen hatte er den Kopf zurück gelegt, um sich zumindest einen Moment zu entspannen, aber sofort waren dort wieder die Stimmen und Bilder des letzten Tages durch seinen Kopf geisterten. Da war Fannis Rufen im Sturm, Paules verletzten Worte, dass er doch froh wäre, wenn sie statt Fanni gestorben wäre, Annas Worte, die ihm weismachen sollten, dass er keine Schuld trug. Aber neben den Worten, die wie kleine Messerstiche in sein Herz stachen, waren es die Blicke die in malträtierten. Die Blicke der drei Frauen, die ihm ihr volles Vertrauen geschenkt hatten, und die er allesamt im Stich gelassen hatte.
Völlig entnervt hatte er nach den Kopfhörern seines Vaters gegriffen und die Musik eingeschaltet. Es war Brunos Musik, die dieser nutzte, um sich vor einem Auftritt, einer Präsentation oder ähnlichen Momenten in Höchstspannung zu versetzen. Sicherlich nicht die beste Musikwahl, da sie Tom puschte, unaufhaltsam einem Höhepunkt entgegen strebte, und somit eher aufrührte, als entspannte. Aber Tom war es gleich. Sie war laut, sie dröhnte in seinem Kopf, bebte in seinem Körper, und damit löschte sie zumindest für einen kurzen Moment alle Gefühle und Gedanken aus. Er hatte sich der Musik völlig ergeben, bis er plötzlich realisiert hatte, dass sich die Lichtverhältnisse änderten. Er hatte erschrocken die Augen aufgerissen, und dann mit stoischer Ruhe seinen Vater beobachtet, bis dieser die Vorhänge, die ihm doch die gerade so nötige Anonymität sicherten, aufziehen wollte. Und nun war es vorbei mit der Ruhe und dem Alleinsein, denn wenn ihn erst einmal Einer gesehen hatte, würden auch die anderen nicht lange auf sich warten lassen.

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ulmaja



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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Fr Mai 17 2013, 22:52

Hallo Katha, ich friere trotz Fleece-Jacke und werde mich jetzt auch mit Decke auf die Couch verkriechen.

Man, man ich könnte dem Tom .....

Aber er merkt wenigstens, dass sich was in seinem Leben verändert hat und ich hoffe, beim nächsten Treffen mit Anna wird es bei ihm KLICK machen.

Wie du Toms Gefühlswelt beschreibst, mal wieder super!!

Einen kalten Gruß aus NRW und schnell eine Fortsetzung

LG Ulmaja
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Carla3939

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Sa Mai 18 2013, 16:18

Liebe Katha,ich kann Ulmaja nur zustimmen ichdrehgleichdurch .Toll geschrieben,bitte schreibe bald weiter.Lg.Carla readcoffee

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Mini_2010

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Sa Mai 18 2013, 19:04

Wahnsinn, dieses Seelenchaos. Wie du es beschreibst, total fesselnd. Man ist richtig bei Tom dabei. Und was ist nun mit Anna? Da hat er sie einfach in Mailand stehen gelassen ... tse ... aber gut, irgendwie kann ich ihn da auch verstehen. Fragt sich, wie die nächste Begegnung zwischen den beiden ablaufen wird.

@Wetter: Also, ich kann mich im Moment nicht beschweren. Das Wetter auf Kreta ist wunderbar, zumindest im Moment. Gestern hatten wir Südwind von Afrika (gefühlte 50 Grad) und fürchterlichen Sturm. Alles flog durch die Gegend und das Hotelzimmer war das beste Versteck zum Unterkriechen ...

Liebe Grüße an euch alle aus dem Süden
Mini

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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Sa Mai 18 2013, 23:46

Hallo ihr Drei,
lieben Dank für euer Antworten. Ich versuch jetzt mal euch noch den nächsten Teil fertig zu machen. Ich muss ja eh noch warten, bis wir wissen, wer des ESC gewonnen hat. Cool

LG, Katha

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katha

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BeitragThema: "15"   So Mai 19 2013, 00:05

Hallo,
da ist er also. Der nächste Teil! Razz
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Anna versuchte ganz langsam ihre Augen zu öffnen. Aber das war gar nicht so einfach, da sie völlig verquollen waren und sich anfühlten, als wären sie mit Pattex zugeklebt. Ihr Kopf kreischte laut, nach dieser anstrengenden Nacht, und als sie doch langsam die Umrisse ihrer Umgebung entschlüsselt hatte, sah sie völlig erstaunt auf die Muster, die der Sonnenschein in ihr Zimmer malte. Wie kann es an so einem traurigen Tag so schön sein?, war dann auch der erste Gedanke, der Anna ereilte. Sie drehte sich auf den Rücken, und versuchte ihren Körper zu entspannen, da dieser an allen möglichen Stellen schmerzhaft auf sich aufmerksam machte. Offensichtlich hatte sie die wenigen Stunden des Schlafes, die ihr vergönnt gewesen waren, ziemlich zusammengekauert, in einer nicht sehr rücken- und nackenschonenden Haltung verbracht. Körperteil für Körperteil musste sie darauf aufmerksam machen, die Muskeln zu lösen, und sich einfach mal liegen zu lassen, und als auch ihre Hände dran waren, stellte sie fest, dass sie krampfhaft etwas festhielt. Sie hob ihren Unterarm und schaute auf ihre Hand, als wäre sie gar nicht zu ihr gehörig, als sie erkannte, dass sie Toms Schal umklammerte, als sei es ihr letztes Hab und Gut, das es zu retten galt. Und ein bisschen war es wohl auch so, denn sofort rauschten ihre Gedanken zurück zum letzten Abend. Zurück zu dem Moment, in dem sie nervös erkannt hatte, was vielleicht möglich war. Sofort dachte sie an diese Situation zurück, als Tom ihr sorgenvoll den Schal umgelegt hatte. Sie sah seine Augen vor sich, die so verletzlich waren, auf der Suche nach den richtigen Antworten, gepaart mit einem kleinen Glitzern von Hoffnung auf eine glückliche Zukunft. Anna konnte es nicht verhindern, dass sich neue Tränen über ihr Gesicht ergossen. Offensichtlich hatte ihr Körper ihre kurze Schlafphase genutzt, um Flüssigkeit nachzuproduzieren, die nachts irgendwann versiegt waren.
Sie kauerte sich wieder zusammen und steckte ihre Nase in den Schal. Sie roch Toms herbes Männerparfum, und sehnte sich so sehr danach, es an ihm zu riechen, sich an seinen Körper zu schmiegen, und seine weichen, warmen Lippen auf ihren zu spüren. Was tu ich nur?, fragte sie sich verzweifelt, denn gerade fühlte sich alles schrecklich sinnlos an, und jeglicher Optimismus auf ein neues Glück und eine neue Liebe war verschwunden.
Aber sie wusste, dass sie irgendwie weiter machen musste, und versuchte sich an ihre Worte des Vortages zu erinnern, in denen sie zusammen gefasst hatte, wie sie ihre Zukunft gestalten wollte. „Und das ist es, was ich mir für die Zukunft vorgenommen habe. Ich will auf mein Herz hören. Im Gegensatz zu meinem Verstand lässt sich das nämlich nicht manipulieren und spricht die Wahrheit.“ Das hatte sie gesagt, und sie wusste gerade ausnahmsweise mal sehr genau, was ihr Herz sagte, obwohl es ja ansonsten auch gerne in Rätseln sprach. Es war erschüttert und wies heftige Risse auf, aber gerade damit machte es ihr unmissverständlich klar, dass sie Tom liebte, und um ihn kämpfen sollte. Aber konnte sie das? „Und wenn es das Schicksal, oder den kosmischen Plan, oder wie auch immer wir es nennen wollen, gibt, werde ich es hoffentlich erkennen und die richtigen Entscheidungen treffen.“ Auch das waren ihre Worte gewesen, und als sie sie ausgesprochen hatte, war sie davon überzeugt gewesen, dass ihr das Schicksal, oder eben dieser kosmische Plan, Tom geschickt hatte, dass es so sein sollte, das sie sich begegnet waren, und sich gegenseitig erretteten. Anna schenkte sich selbst ein höhnisches Lachen, als ihr klar wurde, wie naiv sie doch gewesen war. Sie hatte Tom diese Sätze, ihre Schlussfolgerungen und Entscheidungen untergejubelt, als wären es gerade gefundene Wahrheiten, dabei hatte sie sie nur so überzeugend präsentieren können, weil das unbestimmte Gefühl dahinter gestanden hatte, dass sie mit ihm genau diese Wahrheiten leben können würde. Und nun? Stand sie wieder alleine da. Ja, er hatte sie tatsächlich gehört, sich auf ihre Worte eingelassen, sein Innerstes einen kleinen Spalt geöffnet und sie hineinblicken lassen, aber ehe der Spalt hatte wachsen können, hatte diese unnötige Situation in den Mailänder Straßen dazu geführt, dass er ihn wieder zugeschlagen, und sich dahinter verbarrikadiert hatte. Sie war überzeugt davon, dass sie ihre Chance verpasst hatte, und im Zusammenhang mit ihren eigenen Worten fragte sie sich, ob auch das Schicksal war, und welche Entscheidungen wohl jetzt die richtigen waren.
Sie kannte Tom Lanford gut genug, um zu wissen, dass er sich wieder in sein altes Leben zurück flüchten würde, und trotzdem gab es irgendwo, tief in ihr drin, immer noch die kleine Hoffnung, dass es anders sein würde, und er es nicht mehr schaffte, den einmal geöffneten Spalt wieder zuzunageln.
Anna seufzte schließlich laut auf, und beschloss den Tag zu starten. Rumzuliegen, und sich selbst zu bemitleiden brachte sie schließlich auch nicht weiter. Sie legte den Schal ordentlich zusammen, und griff dann mit einem tiefen Atemzug nach dem Telefon, um dem Hotelpersonal den Auftrag zu erteilen ihr einen Platz in der nächsten Maschine nach Berlin zu organisieren. Eigentlich hatte sie noch einen Tag bleiben wollen, aber sie konnte sich schlichtweg nicht vorstellen, alleine durch diese Stadt zu laufen, die für sie wohl immer mit Tom und ihrer enttäuschten Hoffnung zusammenhängen würde.
Sie hatte Glück, der nächste Flug ging bereits einige Stunden später, und so checkte sie schon bald aus. Als sie gerade gehen wollte, fiel ihr Toms Schal ein. Sie kramte ihn aus ihrer Handtasche und bat den Rezeptionisten ihn an Herrn Lanford zu überbringen, aber der schüttelte entschuldigend den Kopf. Tom war bereits abgereist. Anna nickte ernüchtert, und steckte den Schal wieder ein. Sie hatte es doch gewusst. Wahrscheinlich saß er schon in seinem kleinen Büro, hinter einem großen Berg von Akten, und verkroch sich vor Gott und der Welt. Abends würde er mit Carla nach Hause gehen, und weiterhin mit ihr gemeinsam sein trauriges, liebloses Leben führen. Anna war völlig ernüchtert, und zusätzlich erstaunt, dass sie bei diesen Gedanken keinerlei Eifersucht verspürte, aber das lag wohl daran, dass sie sich ziemlich sicher war, dass ihre Kontrahentin in dieser tragischen Geschichte nie eine größere Rolle erhalten würde, als die einer kleinen Statistin, denn mehr war Tom nicht bereit einer Frau in seiner Nähe zuzugestehen, wie sie jetzt am eigenen Leibe erkennen musste. Wer prädestiniert dafür war, eine wichtigere Rolle einzunehmen, wurde gnadenlos vertrieben, verlassen, hinausgestoßen, auf welche Art auch immer aus dem Schauspiel seines Lebens vertrieben.
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Bruno bückte sich, um die Zeitschriften aufzuheben, die zu seinen Füßen verteilt lagen, und legte sie lautstark auf den Tisch, so dass Tom seine Augen wieder aufriss, die er, nach Entspannung suchend, erneut für einen Moment geschlossen hatte. „Sag mal,“ begann Bruno endlich zu sprechen, was Tom erfreute, da es die Hoffnung zuließ, dass ein begonnenes Gespräch auch irgendwann wieder beendet wurde. „Was hat Anna eigentlich mit der Contessa gemacht?“ Tom schaute seinen Vater verdattert an, und ein ungutes Gefühl, kroch ihm den Bauch herauf. Habe ich, so abgelenkt wie ich war, irgendwas nicht mitbekommen? Aber sie war doch so zufrieden mit Anna… überlegte er angespannt. „Was meinst du“, fragte er vorsichtig nach, und wartete gebannt auf Brunos Reaktion. Der schmunzelte kurz, hatte er die Schrecksekunde seines Sohnes wohl mitbekommen, die jedoch völlig unüblich für diesen war. Schließlich war er selbst vor Ort gewesen, und hätte doch sicher sein müssen, dass alles gut gelaufen ist. „Sie hat mich gestern angerufen, und mir das Versprechen abgenommen, dass ich in Zukunft, wenn ich mich schon selber nicht blicken lasse,“ dabei verzog er genervt die Augen, „dafür sorge, dass sie nur noch von Anna Broda persönlich betreut wird.“ Tom stieß leise die Luft aus. Gott sei Dank, alles gut, ging es ihm durch den Kopf, und prompt schlich sich ein verzaubertes Lächeln auf sein Gesicht, das er aber gleich wieder von seinen Lippen wischte. „Wahrscheinlich war sie einfach wie immer“, versuchte er gelassen zu antworten, was Bruno mit einem nachdenklichen Brummen quittierte, während er seine Lippen überlegend nach vorne schob. „Wie ist sie denn immer, unsere Anna?“ fragte er dann auch sogleich nach, und kniff die Augen, die ruhig auf Toms Gesicht lagen, achtsam zusammen. „Na ja, wie ist Anna?“ überlegte Tom, während sich sein Blick in die Unendlichkeit richtete. „Ich würde sagen … professionell, kompetent, herzlich und taktvoll.“ liebevoll und wunderschön. Sie ist einfach der wunderbarste Mensch den ich kenne, fügte er in Gedanken hinzu, und ein leicht verklärtes Lächeln legte sich auf sein Gesicht. Erst jetzt registrierte er erschrocken, dass er unter intensiver Musterung stand, und sein Entzücken wich einem mehr als unangenehmen Gefühl. War er etwa ins Schwärmen geraten? Es war für ihn bis heute noch unglaublich, dass es sein eigener Vater immer wieder schaffte, ihn in das zarte Alter eines Schulkindes zurück zu schubsen, indem er noch ängstlich vor den prüfenden Blicken seines Lehrers zusammen gesunken war. „Aha, so siehst du Frau Boda also,“ bemerkte Bruno trocken, und Tom verzog genervt das Gesicht, was soll das denn hier werden? Bruno kramte derweil in den Zeitschriften rum und suchte das Foto, das ihm Steffi kurz zuvor unter die Nase gehalten hatte. Dann legte er das Bild direkt vor Toms Nase, der auch sogleich innerlich zusammenzuckte. Auf dem Bild waren Anna und er zusammen abgelichtet. Sie sah so wunderschön aus in ihrem tollen sexy Kleid, und er musste gestehen, dass ihm dieser gemeinsame Anblick, mit ihr an seiner Seite, der durch einen intensiven Blickaustausch zwischen ihnen wirklich Anlass zu Spekulationen geben konnte, nicht kalt ließ. Im Gegenteil, spürte er sogleich sein Herz schneller schlagen und hoffte, dass er nicht binnen Sekunden mit einem puterroten Gesicht vor seinem Vater sitzen würde. Er dankte sich selbst, dass er die Vorhänge zugezogen hatte, und somit das Licht in seinem Büro gerade nicht das Beste war. Bruno tippte auf das Foto und stellte nüchtern fest, „Du hast sie auf das Fest begleitet.“ Tom nickte, und erklärte äußerlich ungerührt, „Ja, das habe ich. Ich dachte, da du dich schon nicht sehen lässt, wäre es gut, wenn wenigstens wir dort auftauchen. Es kann ja schließlich nicht Schaden im Gespräch zu bleiben.“ „Ja, stimmt.“ nickte der Kreativchef zustimmend, „Und das habt ihr mit eurem gemeinsamen Auftritt sicherlich geschafft“, fügte er mit durchschimmernder Belustigung hinzu. Er konnte sich ein Grinsen kaum noch verkneifen. Tom konnte ihm ja viel erzählen, aber dass er nur aus Publicity-Gründen gemeinsam mit Anna den roten Teppich betreten hatte, das nahm er ihm nicht ab. Nicht nachdem er gerade den verträumten Gesichtsausdruck seines Sohnes gesehen hatte, nachdem er merkte, dass dieser ziemlich durch den Wind war, und er außerdem wusste, dass Tom im Normalfall solche presseträchtigen Großveranstaltungen mied, wenn er nicht wirklich gezwungen war, dort aufzutauchen. Er musterte Tom einen Moment. „Was sagt Carla dazu?“ fragte er, und Tom wurde sich erst jetzt gewahr, dass er dieses unangenehme Gespräch erst noch vor sich hatte. Er wusste schließlich genau, welche Oscar-reife Vorstellung sie ihm bereiten würde, wenn sie die Fotos, und die am Rande stehenden Spekulationen und Bemerkungen erst einmal gesehen hatte. Aber er konnte es ja eh nicht mehr ändern. Tom zuckte gelassen mit den Schultern. „Ich weiß es noch nicht. Wie ich sie kenne, wird sie wenig begeistert sein. Aber ich kann nichts dafür, dass sie nicht dabei war. Ich wollte sie ja mitnehmen.“ Bruno erkannte seinen Sohn gar nicht wieder. Irgendwas war hier im Busch, und er hatte eine Ahnung, dass irgendwas passiert war, was mit Anna Broda zu tun hatte. Und diese Vorstellung gefiel ihm außerordentlich gut, denn diese hatte das Herz am rechten Fleck. Im Gegensatz zu Carla, die seit Jahren um Tom herum scharwenzelte, und es, auch wenn Bruno am Anfang dieser Liaison voller Hoffnung war, nie geschafft hatte, an den wirklichen Tom heran zu kommen. Also bohrte er weiter, in der Hoffnung, dass Tom etwas Preis gab, was er im Normalfall für sich behielt. „Und weil Anna schon mal dabei war, hast du sie auch gleich mal überzeugend als unsere beste Nachwuchs-Designerin aller Zeiten verkauft?“ Tom riss sich von dem Anblick Annas los und schenkte Bruno einen erstaunten Blick. „Waren das nicht immer wieder deine Worte? Ich habe dich lediglich zitiert. … Und schließlich hat sie das Kleid für die Contessa entworfen.“ rechtfertigte er sich energisch. So langsam ging ihm dieses Gespräch echt auf den Nerv, vor allem, weil seine Sorge sich zu verraten, mit jedem Wort stieg. Er kannte seinen Vater schließlich lang genug, um zu wissen, dass der auch verdammt gut zwischen den Zeilen lesen konnte, und zu seinem eigenen Erschrecken musste er feststellen, dass ihm die abgebrühte Gelassenheit der Vergangenheit gerade völlig abging.
„Ja, du hast recht.“ ließ Bruno das Thema dann Gott sei Dank auf sich beruhen, und Tom atmete innerlich auf. Er beobachtete skeptisch wie Bruno aufstand, und durch den nicht ganz blickdichten Vorhang ins Atelier schaute. Er schaute auf Anna verlassenen Schreibtisch, und wendete seinen Blick dann zur Seite. Und Toms Argwohn war wohl durchaus angebracht. Seine Erleichterung konnte sich nur einen Sekundenbruchteil entfalten, denn da kam Bruno schon mit der nächsten unangenehmen Bemerkung um die Ecke. „Sag mal, hast du mit Carla noch gar nicht gesprochen? Sie ist doch sicherlich auch schon zwei Stunden hier?“ Tom zuckte kurz zusammen, denn seine Vater hatte völlig recht. Der Anstand hätte es geboten, dass er sie begrüßt hätte, aber bislang hatte er diese Begegnung feige aufgeschoben. Er rollte erneut frustriert mit den Augen, um sich wieder einmal zu rechtfertigen. „Nein, ich habe mich bislang noch nicht von meinem Platz bewegt. Ich dachte, solange keiner weiß, dass ich da bin, kann ich am besten Arbeiten.“ Bruno beäugte ihn noch ein letztes Mal, und stand schließlich entschlossen auf. „Dann will ich dich auch mal nicht länger aufhalten.“ Aber zögernd blieb er noch einmal stehen. „Weißt du wann Anna wieder hier sein wird? Ich brauch sie hier. Ich habe nämlich eine neue Idee im Kopf.“ Toms Kopf schoss erneut in die Höhe, und er versuchte die Hitze zurück zu drängen, die sich von seinem Bauchraum zu seinem Gesicht vorarbeiten wollte. Er hatte sich zur Ablenkung wieder seinen Kalkulationen zugewendet, und war von dieser Frage kalt erwischt worden. Na hoffentlich noch nicht so bald, ging es ihm erschrocken durch den Kopf, denn den Gedanken, wie er ihr bei ihrer nächsten Begegnung gegenüber treten sollte, hatte er bislang noch nicht zugelassen. Er bemühte sich seine Gelassenheit zurück zu gewinnen und antwortete schließlich. „Ich denke Anna bleibt noch bis morgen in Mailand. Also wird sie wohl erst nächste Woche wieder auftauchen.“ Bruno nickte mit ein wenig Missmut im Blick. „Na ja, sie hat gute Arbeit geleistet, also soll sie sich auch mal ein paar schöne Tage gönnen.“ Damit verließ er sein Büro und ließ einen ziemlich aufgewühlten Tom zurück. Der ließ seinen Blick zu Annas Schreibtisch gleiten, und zuckte kurz zusammen, als er durch den Vorhangstoff Schemen einer Person erkennen konnte. Aber schnell war ihm klar, dass es sich um die Praktikantin handelte, die wohl Annas Tisch in ihrer Abwesenheit eingenommen hatte. Ein paar schöne Tage gönnen… . wiederholte er in Gedanken Brunos Worte, und sogleich ereilte Tom wieder dieses beschissene schlechte Gewissen, das er Anna gegenüber hatte. Ich befürchte, das habe ich ihr erfolgreich versaut.

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   So Mai 19 2013, 00:45

Oh wie klasse ist der Teil denn!!!!!

Annas Überlegungen: trotzdem gab es irgendwo, tief in ihr drin, immer noch die kleine
Hoffnung, dass es anders sein würde, und er es nicht mehr schaffte, den
einmal geöffneten Spalt wieder zuzunageln.

Genauso sehe ich das auch und hoffe, Tom wird es ihr auch zeigen können und nicht nur so fühlen. Hach und dann Bruno wie wir ihn lieben. Er kennt seinen Sohn wirklich zu gut und Tom weiß es auch. Göttlich der Dialog.

Na, ob das wirklich die Praktikantin ist, die an Annas Schreibtisch sitzt? Ich glaub es ja nicht.

Ich bin zu gespannt, wenn Tom zu Carla gehen will und dann Anna sieht und total aus der Bahn geworfen wird. Ich grinse hier nur so vor mich hin.
Echt klasse geschrieben, Katha!!!!!

LG Ulmaja

PS: Mein Sohn sagt mir gerade, Dänemark hätte gewonnen.
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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   So Mai 19 2013, 07:55

Guten Morgen,
da begrüßt uns doch tatsächlich die Sonne an diesem Morgen. Smile (Ich sitze ja auch in NRW Wink )
Danke für deinen Kommi.
Begegnungen zwischen Vater und Sohn sind doch immer wieder schön. Smile

Mal sehen, ob du mit deinen Vermutungen recht hast. idontknow

Ich wünsch dir einen schönen Tag und uns, dass das Wetter doch ein bisschen länger hält, als es die Vorschau sagt. (heute nachmittag soll es nämlich schon wieder wie aus Eimern schütten.)
Mal sehen, dass wir gleich schnell mal ne Runde raus gehen ...

Und Dänemark hat gewonnen. Da das schon abzusehen war, bin ich doch schon ins Bett gegangen. War soooo müde, und na ja, dafür bin ich ja schon wieder wach Sad

LG, Katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   So Mai 19 2013, 13:54

Hallo Katha!

Jetzt bin ich endlich durch alle Teile durch readcoffee und ich kann mir nur verneigen. Diese Geschichte ist wieder mal ein Meisterwerk, der Sonderklasse. flowers Toll, die Idee mit Italien, dem Leichenwagen und diesem grandiosen Vater-Sohn Gespräch! Ilikeit und wir könnte es anders sein.... Habenwollen

Liebe Grüße
Tastentante
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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   So Mai 19 2013, 15:44

Liebe Katha, finde diesen Teil wieder richtig gut.Ich liebe Bruno, er weiß ganz genau wie sein Sohn ist. Tom kann sich vor Bruno schlecht verstellen.Ich muß immer lächeln wenn die beiden solche Gespräche haben Smile .Wünsche euch allen schöne Pfingsten.Und freue mich schon auf den nächsten Teil. :super:Lg.Carla





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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   So Mai 19 2013, 21:46

Danke Tastentante, danke Carla,

ja, ich kann so langsam aus Erfahrung sagen, dass Bruno-Tom-Gespräche fast immer gut ankommen. Wink Aber Bruno ist ja auch mal ne Marke, und die Beiden - mir macht es auch Spaß. Sowohl, wenn ich was von ihnen lese, aber auch wenn ich solche Gespräche schreibe. write

Ich danke euch!

Liebe Grüße
Katha

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BeitragThema: "16!   Mo Mai 20 2013, 19:40

Hey ihr Lieben,
ich habe mal wieder was für euch! Ich hoffe, es gefällt... Cool
**********************************

Nachdem Bruno endlich Toms Büro verlassen hatte, stand dieser seufzend auf, und trat neben seinen Schreibtisch. Er schaute auf den jetzt leeren Schreibtisch Annas, und sogleich schickte ihm sein Gehirn das Bild, wie sie dort saß und konzentriert über ihren Zeichnungen brütete. Er mochte diesen Anblick, der ihm immer wieder ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Nicht selten hob sie, wie durch seine Blicke angezogen, ihren Kopf und schaute ihn an. Wie oft hatte er schon hektisch den Kopf abgewendet, damit sie ihn nicht beim Gaffen erwischte, aber in letzter Zeit war er immer öfter in seiner Position verharrt, und hatte ihr ein kleines Lächeln geschenkt, das sie meist zaghaft beantwortet hatte, bis einer von beiden sich betriebsam wieder seiner Arbeit zugewandt hatte. Es waren kleine wohlige Momente im stressigen Arbeitsalltag, die er sich gegönnt hatte, obwohl er wusste, dass sie eigentlich nicht zu erklären waren. Schließlich war Anna nur eine Angestellte, wie alle anderen auch. Zumindest hatte er sich das erfolgreich eingeredet, bis sie nach Mailand aufgebrochen waren. Aber jetzt?
Seine Gedanken wanderten zurück zum Dach des Mailänder Domes, zu ihren Gesprächen, zu Annas Blicken, dem Kuss am Fuße des Doms, und letztlich erschien sie ihm in ihrem energischen Versuch ihn aus seiner Panik zu befreien. Sie hat sich mir geöffnet, und ich habe mich ihr anvertraut. ... Das erste Mal seit Jahren habe ich einem Menschen mein Vertrauen geschenkt, und jetzt soll alles so sein wie vorher? „Oh Mann Fanni, bleib bei mir, hilf mir, dass ich meinen Vorsätzen treu bleibe, hilf mir, dass ich nicht auch noch sie zerstöre. Anna ist wirklich ein ganz besonderer Mensch, sie hat das nicht verdient.“ Toms Herz schmerzte bei seinen Worten, die er leise vor sich hingemurmelt hatte, und er war sich nicht sicher, ob es wegen Fanni oder Anna so schrecklich weh tat. Aber dann runzelte er verwundert die Stirn. Er hatte das erste Mal Fanni angerufen, und mit ihr gesprochen, als wäre es eine Freundin, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stand. Da war wohl doch etwas aus diesem Gespräch mit Anna hängen geblieben, obwohl er doch mit aller Macht versuchte, die Existenz des vorherigen Tages auszulöschen.
Noch immer in seinen Gedanken gefangen, realisierte Tom, dass sich vor der Scheibe etwas tat. Seine Freundin kreuzte seinen Ausblick. Sie hatte Virgin im Schlepptau, und sie waren aufgeregt am Tuscheln. Was war da draußen los? Eigentlich war es nicht ungewöhnlich, wenn die beiden verschwörerisch die Köpfe zusammen steckten, trotzdem beschlich ihn ein unangenehmes Gefühl. Skeptisch beobachtete er die beiden wie sie sich an Carlas Schreibtisch niederließen, und immer wieder einen Blick in seine Richtung warfen. Dann hörte er die durchdringende Stimme seines Vaters nach Virgin rufen. Dieser legendäre Ausruf war, auch wenn Tom durch eine Wand vom Atelier abgetrennt war, nie zu überhören, und belustigt sah er wie Virgin zusammenzuckte. „Tja Prinzesschen, jetzt aber schnell“, murmelte Tom mit einem breiten Grinsen im Gesicht, nachdem Anna nicht da ist, kommst wohl du als erstes in den Genuss der "neuen Idee". Und da stand Bruno schon neben den Beiden, und redete mit ausladender Mimik auf seinen Assistenten ein, der sofort stramm stand und seinem Meister seine volle Aufmerksamkeit schenkte. Carla verzog hinter Virgins Rücken das Gesicht, wahrscheinlich weil dieser sie so abrupt hatte stehen lassen, aber als die Männer Carla gerade verlassen wollten, hielt sie sie auf. Es sah aus, als stellte sie eine Frage. Und die Antwort verriet alles. Tom hatte das Gefühl, dass Bruno genau auf ihn zeigte. Mist, vermutlich hat sie gerade gefragt, wann ich wieder komme, und jetzt hat sie erfahren, dass ich bereits hier bin und steht in 10 Sekunden in meinem Büro. Schnell umrundete Tom seinen Schreibtisch und setzte sich in seinen Stuhl. Er griff nach den Bestellungen, die er kurz zuvor bearbeitet hatte, und wartete mit klopfendem Herzen darauf, dass es klopfte. Warum bin ich denn so aufgeregt, und warum gehe ich nicht einfach zu ihr hin? Sie ist seit Jahren meine Freundin…, fragte er sich genervt, aber er war verunsichert. Auch wenn er versuchte alles beiseite zu drängen, er war nicht mehr der Gleiche wie noch ein paar Tage zuvor. Nach den vielen Jahren in denen er sich erfolgreich hinter seine seiner kühlen Fassade eingerichtet hatte, hatte er das erste Mal Angst, dass diese Fassade nicht mehr stand halten würde, und außerdem hatte er Carla gegenüber ein wirklich schlechtes Gewissen. Er hatte sie wohl nie wirklich geliebt, aber sie war für ihn seit Jahren eine zuverlässige Freundin. Und er war sich ziemlich sicher, dass sie ihn liebte, oder zumindest davon überzeugt war, dass es so sei. Na ja, und auch er brauchte sie, - wenn auch auf seine Weise.
Und da öffnete sich mit einem angedeuteten Klopfen auch schon seine Tür. Tom hob seinen Kopf, und wie erwartet stand Carla überrascht vor ihm. „Hallo, wie lange bist du denn schon hier?“, fragte sie erstaunt, und kam auf ihn zu. Er lächelte sie zur Begrüßung freundlich an, drehte seinen Stuhl zur Seite, und stand auf um sie in den Arm zu nehmen. Er drückte ihr einen flüchtigen Kuss auf die Lippen, und setzte sich mit einem entschuldigenden Blick wieder hin. „Sorry, ich habe total die Zeit vergessen. Ich bin heute Morgen ganz früh angekommen, und habe mich direkt in die Akten vergraben. Ist soviel liegen geblieben die letzten Tage.“ Carla hatte sich neben ihn an den Schreibtisch gelehnt, und schenkte ihm ein strahlendes Lächeln, was ihn fast misstrauisch machte. „Na ja, ist ja nicht so schlimm. Hauptsache du bist da.“ Tom schaute erleichtert, sie macht es ihm einfacher als er es befürchtet hatte. Und ermutigt von diesem positiven Ablauf der Begegnung, versuchte er doch gleich seinen Fauxpas des Vortages aus der Welt zu räumen. Schließlich war es nicht so nett gewesen, wie heftig er sie angefahren hatte. „Und Carla, wegen gestern, es tut mir Leid. Ich war echt genervt, du weißt ja wie gerne ich auf solche Veranstaltungen gehe. Ich hätte dich nicht so anfahren dürfen.“ Carla winkte ab, „Schon vergessen.“ Sie stieß sich ab, stützte ihre Hände auf die Armlehnen seines Stuhls und gab ihm nach einem tiefen Blick in seine Augen einen innigen Kuss. „Wir sprechen später weiter, ja? Ich habe noch was Dringendes zu erledigen“ sagte sie verschwörerisch. Dann ging sie, aufreizend wie eh und je, zur Tür. Tom holte tief Luft, und ließ seinen Blick über sie gleiten, eine wirklich hübsche Freundin habe ich da an meiner Seite, ob ich vielleicht …? Er war versucht sie zu einem kleinen Stelldichein zu überreden. Ein wenig Ablenkung, verbunden mit einem wünschenswertem Spannungsabbau, das war eine durchaus reizvolle Idee, und dass Carla in solchen Momenten überzeugend war, konnte er nicht abstreiten. Während er jedoch noch mit sich rang, bemerkte er plötzlich wie ihn Carla süffisant angrinste. Sie stand bereits an der Tür, mit der Hand auf dem Griff, und Toms Blicke, die sie natürlich mit Absicht provoziert hatte, waren ihr nicht entgangen. „Ach Tom,“ säuselte sie in lieblichem Ton, den man selten von ihr hörte, „Ich habe übrigens später noch eine Überraschung für dich.“ Tom war erleichtert über ihre Worte, die den Moment, in dem er sich doch irgendwie ertappt gefühlt hatte, auflöste. Es hatte Zeiten gegeben, in denen solche Aktionen gar nicht unüblich gewesen waren, aber diese Zeiten waren wohl irgendwie vorbei. Toms Augenbrauen wanderten nach oben und er sah sie fragend an. Aber Carla schenkte ihm nur ein weiteres geheimnisvolles Lächeln und verließ sein Büro.

Eine weitere Stunde der arbeitsintensiven Ablenkung später , spürte Tom, dass sein Motor endgültig versagen wollte. Das war aber auch kein Wunder, da er einerseits viel zu wenig geschlafen hatte, und andererseits auch seit dem letzten Nachmittag keine Nahrung zu sich genommen hatte. Das hieß, ganz stimmte das nicht. Im Flugzeug hatte er einen Teil des grauenvollen Frühstücks genossen, und mit reichlich Kaffee hinuntergespült, aber diese, wenig sinnliche Erfahrung hatte er sogleich wieder aus seinem Gedächtnis gestrichen, und sein Magen offensichtlich auch. Aber nun wollte der Tank definitiv aufgefüllt werden.
Er verließ also endlich die Deckung seines verhüllten Büros, und wurde auch sogleich erstaunt von Frau Hauschke ins Visier genommen. Sie war ein wenig beschämt, dass sie nichts von seiner Anwesenheit gewusst hatte, hatte sie doch schon verschiedenste Anrufer darauf verwiesen, dass Herr Lanford nicht im Hause war. Aber mit einem leicht pikierten Kopfschütteln überlegte sie sich schließlich, dass er sich ja auch bei ihr hätte anmelden können. Also wünschte sie ihm lediglich einen Guten Tag und sah ihm irritiert hinterher. Er strebte die Sushi-Bar an, und setzte sich an die Theke. Während er einen Kaffee trank und auf das Sushi wartete, das ihm gerade bereitet wurde, drehte er sich zum Atelier und beobachtete das rege Treiben. Es war fast wie immer, nur eines fehlte. Der blonde Haarschopf von Anna, ihr glockenhelles, kräftiges Lachen oder auch ihre blitzenden Augen, die ihm, kombiniert mit ihrer feurigen Stimme, mal wieder die Hölle heiß machten. Bevor er wieder in Verzückung geraten konnte, lenkte er schnell seinen Blick auf die hübsche Chefdesignerin, die an ihrem Schreibtisch saß, und ihm in diesem Moment ein verführerisches Lächeln sendete. Er beantwortete ihren Vorstoß etwas zurückhaltender, aber das reichte Carla. Ihr Lächeln wurde zu einem breiten Strahlen, ehe sie aufstand und seinem Blickfeld verschwand. Tom bestätigte sich, dass es gut sei, dass er wieder Zuhause war. In seinem gewohnten und sicheren Umfeld, und bei seiner Freundin, die seine Zukunft war. Wo war sie eigentlich hin gegangen? Er sah sich erneut um, aber Carla war nirgends in Sichtweite, und irgendwie stellte sich wieder dieses seltsames Gefühl ein, dass er bereits bei der Beobachtung von Carla und Virgin hatte. Er hatte den Eindruck, dass doch nicht alles wie sonst war. Es wurde getuschelt, es lag irgendwie Aufregung in der Luft. Oder bildete er sich das nur ein? Oh Mann, ich werde schon genauso verrückt wie mein alter Herr, der ständig irgendwelche Schwingungen spürt. Über sich selbst lächelnd, widmete er sich seinem Essen, das mittlerweile vor ihm stand, und er spürte schnell, wie gut es ihm tat, dass sein Körper endlich Nahrung bekam, aus der er neue Energie ziehen konnte.
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Warum muss mein Gepäck eigentlich immer als letztes aufs Band kommen? fragte sich Anna genervt, während sie den Koffern und Taschen zuschaute, wie sie Runde um Runde auf dem Laufband drehten. Bei einigen Stücken hatte sie das Gefühl, dass sie jetzt bereits das vierte Mal an ihr vorbei schipperten und ihr gehässig zulächelten, während ihr eigener Koffer immer noch nicht in Sichtweite war. Da wurde sie wieder einmal angerempelt, weil eine junge Frau quietschend auf das Band zustürmte, als würde ihr Leben davon abhängen, dass sie ihren ebenfalls quietschenden, nämlich quietschend pinken Koffer genau bei dieser Runde des Kofferkarrussells vom Band zerrte. Anna stieß völlig entnervt die Luft aus, und überlegte für einen Moment, ob sie der jungen Dame mal kurz die Meinung geigen sollte. Der Sinn stand ihr definitiv danach. Aber dann ließ sie es doch bleiben, und beschloss stattdessen, sich aus diesem Wahnsinn zurückzuziehen, und in der Ferne darauf zu warten, dass die anderen Fluggäste ihr Kofferglück gefunden hatten. Es war nicht so, dass sie unglaublich gerne in Flughäfen rumhing, und die Bedingungen im Ankunftsbereich Tegels waren auch nicht gerade förderlich um sie zu einem Fan dieser Freizeitgestaltung werden zu lassen, aber diese Menschenmassen am Kofferband waren ihr gerade noch viel mehr zuwider. Und außerdem hatte sie ja Zeit. Es wartete keiner auf sie. Es holte sie keiner ab, und am liebsten wollte sie auch gar keinem verraten, dass sie wieder auf heimatlichen Boden gelandet war. Sie hatte sich zwar gezwungen, den Alltag wieder aufzunehmen, die Dinge zu erledigen, die getan werden mussten, aber all das ging ihr im Enddefekt am Ar…, vorbei, wenn man mal ganz klare Worte dafür finden wollte. Sie setzte sich auf einen Stuhl und schloss die Augen, hoffte, dass sie damit die Reizüberflutung, für einen Moment stoppen konnte, die an diesem Tag, der ihr jede Lebensenergie verweigerte, wirklich zu schaffen machte. Die Luft war zum Schneiden, das Licht viel zu grell, und der Geräuschpegel anstrengend, und das alles führte dazu, dass ihre sowieso schon müden und verquollenen Augen zusätzlich schmerzten und das Dröhnen in ihrem Kopf eine weitere Intensitätsstufe erklomm. Eigentlich stand ihr nur der Sinn danach, sich in ihre vier Wände zu begeben, sich dort auf ihren Sessel am Fenster zu setzen, und vor sich hin zu sinnieren. Schließlich hatte sie in Mailand genug erlebt, woraus sie eine umfangreiche Palette an Denksportaufgaben erstellen konnte.
Nachdem der quietschend pinke Koffer, mit seinen drei kleineren Geschwistern verschwunden war, und auch die meisten anderen Gepäckstücke den Weg zu ihren Besitzern gefunden hatten, holte sich auch Anna endlich ihren Koffer, und verließ den Flughafen Richtung Taxistand. Erleichtert stellte sie fest, dass dort genau ein Taxi stand und offenbar ausschließlich auf sie wartete. Unglaublich, das war doch tatsächlich die erste halbwegs positive Begebenheit dieses Tages.

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Di Mai 21 2013, 19:35

Oh, oh, ihr seid so ruhig, und meldet euch gar nicht.
Da habe ich eure Neugier wohl nicht ganz befriedigen können. Rolling Eyes Und ihr wartet dringend auf den nächsten Teil. idontknow
Aber heute muss ich euch leider vertrösten. Ich komme gerade von einer Hochzeit zurück, und habe noch jede Menge aufzuräumen , und so ... Dabei bin ich soooooo müüüüddddeeeee Sleep
Ich wünsche euch einen schönen Abend!

LG, Katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Mi Mai 22 2013, 02:30

Liebe Katha,natürlich warte ich schon auf den nächsten Teil.Und ich freue mich schon wenn Tom und Anna sich wieder treffen Wink .Ich hoffe das Tom dann mal mehr auf sein Herz höhrt.Ich glaube das wir alle darauf warten Mad .Ich hoffe du hattest einen schönen Abend.Mann wäre es schön wenn heute abend wieder ein neuer Teil hier stehen würde Ilikeit .Lg. Carla

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Mi Mai 22 2013, 22:00

So, Carla,
danke für deine Worte, und deine kleine Aufforderung. Smile
Wenn meine Überarbeitung des nächsten Teils zügig von der Hand geht, bekommt ihr gleich noch was zu Lesen.
LG, Katha

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BeitragThema: "17"   Mi Mai 22 2013, 22:16

Zumindest eine kurze Fortsetzung gibt es heute. Und Anna und Tom sind beide vertreten ...
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Anna trat an das Taxi heran, und schüttelte dann resigniert den Kopf. Genau. Dieses Taxi hat nur auf mich gewartet. Wie schade, dass der Fahrer fehlt. … dachte sie sich zynisch, während sie sich suchen umsah. Aber leider war weit und breit kein Mensch in Sicht, der kompatibel zu diesem Gefährt war, das wartend vor ihr stand und auf seinen Einsatz hoffte. Was ein beschissener Tag! resümierte sie die bisherigen Stunden seit dem Aufstehen. Erneut trat sie ein paar Schritte zurück, und lehnte sich an eine kleine Mauer. Wahrscheinlich ist der gute Mann nur mal eben pinkeln. Da will man ja auch kein Unmensch sein, dachte sie bissig und schloss für einen Moment die Augen. Nach kurzer Zeit wurde sie von einer aufgeregten quietschenden Stimme aus ihrer Müdigkeit gerissen. Nicht schon wieder, ging es ihr durch den Kopf, als sie auf das pinke Koffergespann schaute, das auf einem Gepäckwagen direkt vor ihr geparkt war, und sie der hektischen Stimme lauschte, die den Taxifahrer, der wohl gerade wieder an sein Auto herangetreten war, anwies, die Koffer einzuladen, und sie doch gaaaanz schnell nach Berlin Mitte zu bringen. Wieder regte sich Unmut in Anna, aber sie hatte einfach keine Energie sich wirklich aufzuregen, also blieb sie einfach an Ort und Stelle stehen, und fügte sich in ihr Schicksal. Das nächste Taxi kommt bestimmt. Aber, da wurde sie plötzlich aus ihrer Statistenrolle gerissen, denn der Taxifahrer, ein wirklich gut aussehender Mann Mitte 30, kam direkt auf sie zu, „Sie warten auf ein Taxi?“, fragte er sie, und schaute sie flehend an. Anna konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen, denn es war mehr als offensichtlich, dass dieser Mensch einfach keine Lust hatte, dieses Pinkie-Aufregungs-Paket zu transportieren. „Sie meinen, ich soll sie retten?“ fragte sie leise, und als das Gesicht des Mannes schon der mitleidheischenden Mimik eines Dackels glich, nickte sie schließlich belustigt. „Ja, ich will in die Stadt.“ Erleichtert griff er ihren Koffer, und sie marschierten beide zufrieden an der Frau vorbei, die, wie auf Knopfdruck einen riesigen Aufstand zelebrierte. Anna schenkte ihr ein herzzerreißendes Lächeln und setzte sich auf den Beifahrersitz. Der Fahrer stieg schnell zu Anna ins Auto, startete den Motor, und sah, dass er Land gewann. Er schaute in den Rückspiegel und schüttelte den Kopf, dann warf er Anna einen ungläubigen Blick zu, und als sie ebenfalls belustigt die Augenbrauen in die Höhe zog und unverständig den Kopf schüttelte, prusteten sie beide los. „Danke“, sagte der dunkelhaarige, attraktive Mann, mit einem tiefen Blick in Annas grünen Augen, als sie an der nächsten Ampel stehen bleiben mussten. Anna spürte, wie ihr ein kleiner wohliger Schauer über den Rücken lief. Er sieht gar nicht so schlecht aus, ging es ihr anerkennend durch den Kopf, und sie lächelte ihn zaghaft an. „Na ja, eigentlich war ich ja tatsächlich vor ihr da. Also hat doch alles seine Richtigkeit.“ Der Mann lächelte jetzt ebenfalls und nickte zufrieden. Sie machten sich eine Weile über die Frau lustig und scherzten sehr offensiv miteinander, und erst als er Anna fragte, wo sie denn jetzt genau hinwolle, wanderten Annas Gedanken wieder zu ihrem eigenen beschissenen Tag zurück. Aber trotzdem fühlte sie sich schon viel besser. So ein kleiner Flirt wirkte doch immer noch Wunder. Ihre Laune war um mehrere Grade gestiegen, und wollte sie sich doch eigentlich nur noch in ihr Bett verkriechen, hatte sie plötzlich Lust, Paloma zu sehen, und mit ihr über all die Geschehnisse der letzten Tage zu quatschen. Also nahm sie ihr Handy und rief ihre Freundin an. „Hallo Anna,“ freute sich Paloma auch sogleich, und Anna konnte das Strahlen ihrer Freundin quasi vor sich sehen. Auch ein Anblick, der sie aufmunterte. Sie redeten kurz, und letztlich ließ sich Anna breit schlagen, Paloma bei Lanford abzuholen, da diese noch etwas erledigen musste. „Na gut, dann kann ich Bruno noch kurz Bericht erstatten“, willigte Anna schließlich ein, und fühlte sogleich, wie ihr Magen sich am liebsten umdrehen wollte. Wird Tom wohl auch da sein? überlegte sie sofort. Aber zum einen würde er sich vermutlich sowieso nicht außerhalb seines Büros blicken lassen, und zum anderen würde sie ihm ja eh nicht aus dem Weg gehen können. Sie spürte, wie sie so langsam von einer völligen Ernüchterung heimgesucht wurde. Was war denn auch passiert? Sie hatten sich geküsst, mehr nicht. Sie würde Tom nicht ändern können, und wenn er es sich wider erwarten doch noch anders überlegen sollte, war es an ihm ihr das mitzuteilen. Sie würde bestimmt nicht noch einmal auf ihn zu gehen. Also was sollte diese ganze Grübelei?
---------------

Nach der kleinen Pause und der Mahlzeit, die sich Tom gegönnt hatte, fühlte er sich fast wie neu geboren. Voller Elan wollte er gerade wieder in sein Büro verschwinden, als er von Virgin aufgehalten wurde. „Tommi, das geht ja mal gar nicht.“ rief der blonde Schönling Tom hinterher, und hielt tadelnd seinen rechten Zeigefinger in die Höhe, als Tom ihn irritiert anstarrte. „Was geht gar nicht?“ fragte er skeptisch nach. Aber plötzlich zogen sich seine Augenbrauen zusammen und er ließ seinen Blick über das Atelier gleiten. Ich werde doch noch nicht irre. Hier ist wirklich irgendwas im Busch. Seine Mitarbeiter bewegten sich gerade alle in eine Richtung, und als Tom zur Treppe hinüber sah, die offensichtlich Ziel der Massenbewegung war, stockte ihm ein Moment der Atem. Carla stand dort oben, und lächelte in die Gesichter ihrer Kollegen. Tom starrte sie einen Augenblick an, und sah dann hilfesuchend zu dem Assistenten seines Vaters, der ein Grinsen auf dem Gesicht hatte, als wäre Weihnachten und sein Geburtstag an einem Tag. Beides, in seinen Augen, sehr ehrwürdige Tage die er mehr liebte, als alles andere. „Virgi, was ist hier los?“ fragte Tom mit leiser, leicht drohender Stimme, denn seine Alarmglocken schrillten laut auf. Virgin sah Tom erneut tadelnd an. „Na, na, wer wird denn da so neugierig sein? Ich kann dir nichts sagen. Ich soll dich nur davon abhalten in der Versenkung zu verschwinden, und dich zu den anderen bringen.“ sagte er belehrend. Er wies Tom den Weg zur Treppe, und forderte ihn auf, „Also, wenn ich bitten darf?“
Tom sah sich kurz um und wägte ab, ob er vielleicht doch noch irgendwie verschwinden könne. Sein Büro, der Aufzug, vielleicht das Treppenhaus? Aber da wurde er schon entschlossen Richtung Treppe geschoben. Virgin würde ihn nicht aus seinen Fängen lassen. Ok, da musste er sich wohl fügen. Er versuchte also eine gelassene Mimik auf sein Gesicht zu legen, und trat zur Treppe. Er hatte keine Ahnung was passieren würde, aber er spürte die übliche Skepsis, die in ihm wütete, wenn es um Überraschungen ging. Abwartend blieb er stehen und schaute auf Carla, die ihm ein strahlendes Lächeln schenkte, und eine weitere Stufe die Treppe hinauf stieg. Sie hatte ein Glas Champagner in der Hand, und ließ das Glas mit einem kleinen Löffel erklingen, damit die wild durcheinander plappernden Mitarbeiter ihr ihre Aufmerksamkeit schenkten. In diesem Moment trat Steffi an Tom heran und bot auch ihm einen Champagner an. Er sah sich um, er war der letzte, der noch kein Glas in der Hand hielt. Also bediente er sich und nickte Steffi dankend zu. In diesem Moment begann Carla zu sprechen.
„Hallo, liebe Kollegen, liebe Freunde,
schön, dass ihr alle hier seid. Ihr fragt euch sicher, warum ihr hier steht, und was ich euch zu sagen habe. Und ich will euch auch gar nicht länger warten lassen, und es euch verraten.“ Sie lächelte vielsagend in die Runde, und holte noch einmal kurz Luft. „Das heute ist ein ganz besonderer Tag für mich.“ Sie pausierte erneut einen Moment und warf Tom einen schnellen Blick zu. „Mir ist die letzten Tage einiges klar geworden, und ich will die Gelegenheit heute nutzen um euch an meiner Erkenntnis teilhaben zu lassen.“ Sie wendete sich erneut ihrem Freund zu und schenkte ihm ein herzliches Lächeln. „Ich möchte mich bedanken, und mein ganz besonderer Dank richtet sich vor allem an dich, Tom.“

Genau in diesem Moment öffnete sich die Aufzugtür und Anna trat ins Atelier. Sie blieb sogleich verwundert stehen. Was ist denn hier los? fragte sie sich, denn es war viel zu ruhig für diese Uhrzeit. Normalerweise tobte hier am frühen Nachmittag das Leben und die Arbeit. Aber die Arbeitsplätze waren alle verwaist. Sie sah sich um, und ging zögerlich an die Empfangstheke, als sie die Szenerie an der Treppe ersah. Wie vom Donner gerührt, blieb sie stehen und beobachtete mit offenem Mund was sich dort abspielte.
Nach der Taxifahrt, mit diesem gut aussehenden und dazu noch sympathischen Mann, der so offensichtlich mit ihr geflirtet hatte, war Anna halbwegs guter Stimmung gewesen, als sie das Lanford-Gebäude erreicht hatte. Und trotz des Grummelns, das ihren Bauch heimgesucht hatte, als sie in den Fahrstuhl getreten war, war sie immer noch relativ guter Dinge hier angekommen. Sie hatte ja jetzt auch genug Zeit gehabt, sich einzureden, dass sie Tom bestimmt eh nicht sehen würde, da dieser sich, feige wie er nun mal war, entweder noch gar nicht ins Atelier getraut hatte, oder aber verborgen in den vier Wänden seines Büros weilen würde. Außerdem wollte sie ja sowieso nur kurz mit Bruno sprechen und dann mit Paloma das Weite suchen. Soweit der Plan. Aber das, was sie hier gerade erwartete, rief wohl eine Planänderung hervor.
Was zum Verrecken tut sie da?, fragte sich Anna, mit skeptischen Blick auf ihre Kontrahentin, und hörte gebannt zu, während sie jede Regung Toms beobachtete. Er wirkte genau so, wie sie ihn sich bei ihrer nächsten Begegnung vorgestellt hatte. Emotional völlig unterkühlt. Da ist er also wieder der andere Tom. War ja klar, dachte sie völlig angefressen. Das einzige, das nicht so ganz in seine Erscheinung passen wollte, waren die tiefen Augenringe, die seine harte Nacht belegten, von deren Ausmaßen sich wohl nur Anna ein Bild machen konnte.
„Tom, bei dir möchte ich mich heute bedanken. Du warst es, der mir vor einigen Jahren die Hand gereicht hat. Du hast mich in diese Firma hier geholt. Ich habe in seitdem viel gelernt, viel gearbeitet, und konnte damit Erfolge feiern und Karriere machen.“ Sie wies auf die Menschen, die am Fuße der Treppe standen. "Diese Erfolge habe ich nicht zuletzt euch zu verdanken, liebe Kollegen. Aber worum es mir heute eigentlich geht, ist dass ich hier eine Heimat gefunden habe, dass ihr meine Heimat seid. Und darum möchte ich auch jetzt hier, in euerm Beisein, etwas tun.“
Tom beobachtete Carla immer noch voller Skepsis, und obwohl sie doch nette Worte sprach, wollte sich das Gefühl der Entspannung in ihm einfach nicht einstellen. Er hatte immer noch keine Ahnung, worauf das Ganze hinaus laufen sollte, aber da wurde er sehr zu seinem Missfallen auch schon wieder direkt von ihr angesprochen. „Tom, du hast mich nicht nur hier her geholt, sondern auch in dein Leben gelassen. Und auch dafür möchte ich mich bedanken, denn auch da fühle ich mich wirklich Zuhause.“ Sie trat zwei Treppenstufen hinunter, nahm Tom seinen Champagner ab, stellte ihre beiden Gläser auf das Tablett, das ihr Virgin mit einem verschwörerischen Blick hinhielt, und streckte dann den Arm nach Tom aus, der sie ziemlich erstaunt ansah. Er ging, wenn auch etwas zögerlich, auf sie zu, was sollte er auch anderes machen, und Carla zog ihn ein Stück die Treppe hinauf. Dann standen sie sich gegenüber, und Tom blickte ratlos in die Gesichter seiner Mitarbeiter, ehe er seiner Freundin wieder seine Aufmerksamkeit schenkte. Er hasste es im Mittelpunkt zu stehen, das wusste sie doch, warum tat sie ihm das an? Carla hingegen wirkte ziemlich abgeklärt, obwohl sie doch tatsächlich einen kleinen Moment zögerte. Doch dann griff sie auch nach seiner zweiten Hand und blickte ihm direkt in die Augen. „Tom, mir ist die letzten Tage, als du nicht da warst, klar geworden, dass ich dieses Gefühl nicht mehr missen möchte. Wir lieben uns, wir vertrauen uns, und ich wünsche mir, dass das immer so bleibt. Und deshalb möchte ich dich jetzt und hier fragen, ob du mich zu deiner Frau nehmen willst.“

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ulmaja



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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Do Mai 23 2013, 08:12

Ich melde mich halbwegs wieder zurück. Jetzt hat mich die Erkältung voll erwischt, also sorry, dass ich keinen Kommi dagelassen habe.

Katha, Katha, was machst du denn nun mit uns??!!!???!!! Ich kann dir jetzt echt nicht schreiben, dass mir der letzte Teil gefallen hat, grrrrrr (Inhaltlich, natürlich). Jetzt lass ihn bloß nicht ja sagen, aber ich nehme an, er sieht Anna, bekommt Panik und sagt Ja. Obwohl??? Meine ganzen letzten Vermutungen sind nicht wahr geworden, also hab ich nocht etwas Hoffnung.

Bitte, schreib schnell weiter. Ich muss wissen, was er antwortet. Ich brauche die Antwort, um schneller gesund zu werden

LG Ulmaja
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Do Mai 23 2013, 18:59

Hey meine liebe Ulmaja,
da wünsche ich dir erst einmal gute Besserung. Wobei das bei unserem Winterwetter ja gar nicht so einfach ist. Brrrr, habe ich heute gefroren. Und was deine letzten Vermutungen anbelangt - Ich habe auch schon festgestellt, dass deine Orakelfähigkeiten nach gelassen haben Razz Aber vielleicht bin ich einfach besser darin geworden, für Überraschungen zu sorgen. Cool
Na ja, wir werden sehen, ob du in diesem Fall recht behältst.

Ich hoffe, dass das heute noch klappt. Wobei ich auch dringend, dringend Zeit benötige um weiter zu schreiben. Mein Vorsprung schrumpft nämlich immer weiter. AAAAAAHHHHHHRRRRRR Surprised
Aber ich bemüh mich ja, wie immer. Wink

LG, Katha

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Carla3939

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Do Mai 23 2013, 21:31

Oh neiiiiin,bitte nicht Twisted Evil . Tom soll ja nicht ja sagen mirwirdschlecht .Diese dumme Kuh macht das nur vor den ganzen Leuten weil sie denkt Tom sagt dann ja.


Liebe Katha, bitte mach schnell weiter beeildich Und überrasch uns und mach uns alle
glücklich. Very Happy. Lg. Carla


Ach ja und ich brauch den nächsten teil um nicht krank zu werden. Evil or Very Mad

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Zuletzt von Carla3939 am Do Mai 23 2013, 21:35 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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katha

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BeitragThema: "18"   Do Mai 23 2013, 21:34

Juchuu, hier also meine Fortsetzung. Ulmaja, mal sehen, ob du zufrieden sein wirst.
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Carla hatte die alles entscheidende Frage gestellt. Sie verstummte, und im Atelier war es, als hielten alle Anwesenden die Luft an. Man hätte wohl die berühmte Stecknadel fallen hören können, denn alle warteten gespannt auf Toms Reaktion. Einige verdrehten wohl innerlich die Augen, bei Carlas peinlichem Antrag in aller Öffentlichkeit, und vermutlich tat Tom genau diesen Leuten auch irgendwie leid, aber die meisten warteten einfach sensationslustig auf seine Zustimmung. Denn etwas anderes war unvorstellbar, darin waren sich vermutlich alle Zuhörer einig. Die wenigen Ausnahmen in der Zuschauer-Runde waren Virgin, der kurz vor einem Herzinfarkt stand, Bruno, der sich angestrengt die Schläfen rieb, vielleicht weil er versuchte Tom per Gedankenübertragung vor einem Fehler zu bewahren, und Anna, die einfach wie zu einer Salzsäule erstarrt da stand, so dass man Angst haben musste, dass sie auch das Atmen eingestellt hatte.
Und was machte Tom? Tom selbst starrte Carla mit offenem Mund an. Ein Heiratsantrag?!!!!!, schrie es entsetzt in seinem Kopf. Oh Gott, was mach ich denn? fragte er sich. Und kurz schoss Fannis Gesicht durch seinen Kopf, dicht gefolgt von Annas Bild, und er wusste, er hatte nur eine Wahl. Es gab nur eine Entscheidung. Aber er brauchte trotzdem einen Moment um diesen Schritt wirklich in die Tat umzusetzen. Er ließ seinen Blick über seine Angestellten gleiten, und schaute in die vielen Gesichter, die ihn alle erwartungsvoll ansahen. Warum tut sie das, warum vor all diesen Menschen?, fragte er sich, denn eigentlich hätte sie wissen können, dass er den Augenblick nicht als angenehm empfinden würde. Im Gegenteil, er fand es total unangemessen. Sollte es bei einem Heiratsantrag nicht nur um uns gehen? Oder hat sie dieses Szenario absichtlich gewählt? Noch mit seinen abschweifenden Gedanken beschäftigten bemerkte Tom, dass die Einzige, die nicht gebannt auf ihn schaute, Paloma war. Diese ging nämlich gerade auf Zehenspitzen, bemüht die Ruhe nicht zu stören, Richtung Ausgang. Toms Augen folgten ihrem Weg und sahen ein Stück voraus. Und sogleich erkannte er das Ziel, das Paloma anstrebte. Am Empfang stand Anna. Tom zuckte innerlich zusammen, und seine Augen verfingen sich für einen kurzen Augenblick in ihren, die ihn unbewegt und nüchtern beobachteten. Zumindest oberflächlich besehen. Er war sich sicher, dass sich bei näherer Betrachtung andere Emotionen in ihren Augen finden würden. Was will Anna hier? Warum musste sie das mitbekommen?, dachte er geschockt. Er verharrte noch einen Moment unbewegt, und dachte dann betroffen, ich muss es ihr wenigstens erklären. Er lies seinen Blick wieder zurück zur Treppe gleiten, auf der Carla, mittlerweile doch ziemlich nervös wurde. Sie drückte Toms Hände, eine Aufforderung ihr endlich seine Zustimmung zu signalisieren. Aber auch wenn Tom dieser Aufforderung nicht sofort nachkam, sah er sie immerhin wieder an. Er löste seine Hände aus ihren, trat hinunter zu Virgin, der ihm einen drohenden Blick zuwarf, als wolle er ihn gleich lynchenn, wenn er nicht bald für Entspannung sorgte. Aber Tom ignorierte das, nahm die zwei Gläser von dem Tablett und ging wieder zu Carla hinauf, die ihn erleichtert anstrahlte. Er wendete sich, sehr zu ihrem Verdruss, jedoch seinen Angestellten zu. „Ich möchte Carlas kleine Rede zum Anlass nehmen, mich anzuschließen, und mich bei euch zu bedanken. Ihr seid es, die Lanford am Leben erhalten, und ohne die wir nicht so erfolgreich sein könnten. Also hebt euer Glas und stoßt mit uns an.“ Tom hielt sein Glas in die Höhe. Während alle zögerlich und völlig verwirrt an ihren Gläsern nippten, holte er noch einmal Luft. Dann begann er wieder zu sprechen. „Was Carlas Frage anbelangt“, dabei warf er Carla einen kurzen Blick zu, „werdet ihr sicherlich verstehen, dass ich ihr die Antwort auf ihre Frage gerne unter vier Augen geben möchte." Er lächelte sie um Verständnis bittend an und fügte hinzu. "Ich bin mir sicher, dass ihr es schnell genug erfahren werdet.“
Carla starrte Tom mit sehr gemischten Gefühlen an. Sie war von ihrer Idee, Tom einen Heiratsantrag zu machen, so überzeugt gewesen. Und sie war sich bis vor einigen Minuten sicher, dass genau jetzt ein guter Moment sein würde. Dass er sie tags zuvor so heftig angefahren hatte, war für sie nämlich ein untrügliches Zeichen gewesen, dass er emotional gerade ziemlich angeschlagen war. Und dieser Tatbestand, der andere wohl verunsichert hätte, hatte ihr die Sicherheit gegeben, dass er spontan zustimmen würde. Auch wenn Tom meinte, dass er Carla nie wirklich in seine Seele hatte sehen lassen, kannte sie ihn gut. Und sie wusste, dass er in solchen schwachen Momenten nach Schutz und klaren Strukturen suchte, und was wäre sicherer als eine Ehe mit der Frau, die sowieso schon seit Jahren an seiner Seite stand. Aber ihr Plan hatte wohl nicht ganz funktioniert, und das was jetzt passiert war, verunsicherte sie sehr. Zögerlich ergriff sie Toms Hand, die er ihr auffordernd entgegen streckte. Sie hätte lieber gehabt, dass er ihrem Antrag hier und jetzt zugestimmt hätte, aber gut, dann machte sie halt gute Miene zu seinem Spiel. Wahrscheinlich war sie ja selbst Schuld, denn sie wusste, wie sehr er es hasste im Mittelpunkt zu stehen, und irgendwie war es ja auch romantisch, dass er ihr sein Ja-Wort in Zweisamkeit geben wollte. Sie schaute in die Runde ihrer Kollegen und zog mit einem wissenden Lächeln verschwörerisch ihre Brauen in die Höhe, als sie auch schon gemeinsam mit Tom die Treppe hinunter und dem Ausgang entgegen schritt.
Sie kamen genau auf Anna zu, die ihre Unterarme auf die Theke gelegt hatte, und sich mit allen zehn Fingern daran fest krallte. Paloma stand neben ihr und beobachtete sie verwundert. Sie hatte sich zu ihrer Freundin geschlichen, um sie zu begrüßen, aber Anna hatte sie einfach ignoriert und weiterhin wie hypnotisiert auf die Szene auf der Treppe gestarrt. Und jetzt sah es aus, als wäre ihr Blick von dem Anblick Toms gefesselt. Carla, die ihr ein hämisches Lächeln schenkte, beachtete sie gar nicht. Ausschließlich Toms Augen durchbohrte sie fragend, und Tom ließ sich für ein paar Sekunden auf einen intensiven Blickkontakt ein. Anna spürte Zorn in sich aufsteigen. Das hier war wirklich die Höhe. Seine Augen zeigten zwar einen kleinen Schimmer von … ja von was? Von Mitgefühl, Trauer, Schuldgefühl, oder der Bitte nach Absolution? Sie konnte es nicht genau deuten, denn seine vorgeschobene Nüchternheit war zu dicht, als dass er sie wirklich in seine Seele schauen ließ, aber gerade das machte sie zornig. Sie folgte dem Abgang des Paares ungeniert, und als sich der Fahrstuhl hinter ihnen schloss, flüsterte sie verbissen, „Ich wünsch dir ein schönes Leben, du Idiot!“.

Paloma griff Anna am Arm. „Psscchhh.“ Sie zog Anna zu ihrem Schreibtisch und entfernte sie somit aus dem Kreis der Kollegen, die dem Paar ebenfalls Richtung Fahrstuhl gefolgt waren, und nun in kleinen Grüppchen aufgeregt diskutierten, was gerade passiert war.
„Was ist denn mit dir los? Was war das da gerade?“ Anna hatte sich auf ihren Hocker fallen lassen, und war dort bewegungslos sitzen geblieben. Nun hob sie ihren Kopf und sah in die großen, blauen Augen ihrer Freundin. „Was? Was hast du gesagt?“, fragte sie irritiert, als hätte man sie aus einer anderen Welt zurück geholt. Paloma bemerkte, dass Anna total verwirrt war. „Wartest du einen kleinen Moment, ich hole meine Tasche und dann verschwinden wir hier erst einmal, ok?“ Anna nickte, und starrte wieder gerade aus, auf die von den Vorhängen verschlossene Glaswand, die ihr im Normalfall den Blick auf Tom ermöglichte. Sie konnte das einfach nicht glauben. Gestern noch hatte ich das Gefühl, das Tom …, dass ich mit Tom …, und nun? Sie schüttelte den Kopf. Na ja, eigentlich habe ich es ja gewusst, aber musste meine Rückkehr in die Normalität mit einem so harten Aufprall enden? Sie erwartete, dass sich der Tränenklos, mit dem sie bereits die letzte Nacht stetig gerungen hatte, erneut auf den Weg machte, sie zu besuchen, aber er blieb ihr erspart. Seltsamer weise, war sie ganz ruhig, … nur völlig perplex.
Zwei Minuten später folgte sie Paloma, die sie ohne weitere Worte einfach hinter sich herzog. Aber ehe sie sich in den Aufzug retten konnte, schoss Bruno heran. „Anna, da sind sie ja wieder. Tom meinte, sie kämen erst morgen wieder …“. Tom meinte? Was meint Tom? Der soll sich mal um seinen eigenen Kram kümmern, dachte sie übel gelaunt. „Ich habe schon gehört, Mailand war ein voller Erfolg.“ Anna schenkte Bruno endlich einen Moment ihre Aufmerksamkeit. Von wem hat er diese Information? Etwa von Tom? Sollte er tatsächlich über mich gesprochen haben? Sie spürte, wie sich ihr Herzschlag ungefragt beschleunigte, ... und rief sich sogleich wieder zu Räson. Bruno griff nach Annas Hand und ließ seine Stimme voller Pathos erklingen. „Danke, Anna, Danke. Sie haben uns gerettet, und das war ja alles andere als selbstverständlich nach dieser unsäglichen Entführung.“ Anna senkte verlegen den Kopf. Ach ja, die Entführung. Die habe ich ja fast vergessen. Na, da hat Tom ja recht behalten. Ablenkung war wirklich ein gutes Mittel, um Steve zu vergessen. Nur sollte ich bei der Wahl der Ablenkung wohl nächstes Mal besser aufpassen. Denn jetzt ist die große Frage, welche Ablenkung mich von der Ablenkung ablenkt, resümierte sie zynisch. Ihr Blick fiel auf ihre Hand die immer noch in Brunos lag, und so schoss ihr Kopf wieder in die Höhe. Jetzt reiß dich mal am riemen, ermahnte sie sich selbst. Bruno lächelte Anna verständnisvoll an. „Die Contessa war so begeistert von ihnen, dass sie in Zukunft nur noch exklusiv von ihnen betreut werden will.“ Jetzt schlich sich doch ein kleines Lächeln auf Annas Gesicht. „Das werde ich gerne tun. Die Contessa ist wirklich eine beeindruckende Person“, nur sollte man ihre Einschätzung was die Liebe angeht, wohl mit Vorsicht genießen. Dabei ist sie wohl ein wenig zu euphorisch, fügte sie gedanklich hinzu. Bruno nickte wissend. „Ja das ist sie. Aber jetzt erholen sie sich erst einmal von ihren Strapazen. Am Montag brauche ich sie hier. Ich habe nämlich eine Idee für eine neue Kollektion.“ Bruno zwinkerte Anna verschwörerisch zu und ließ sie endlich allein. Er trat ein paar Schritte weiter an den Empfang um sich ein paar Unterlagen von Steffi geben zu lassen, und beobachtete Anna dabei aufmerksam. Er hatte seine beste Designerin noch nie so abwesend erlebt. Was ist da wohl vorgefallen zwischen den beiden?, fragte er sich, denn er war durchaus in der Lage 2 und 2 zusammen zu zählen. Aber mein feiger Herr Sohn verkriecht sich ja lieber hinter dem Schutzschild „Carla“. Enttäuscht schüttelte er den Kopf, wenn selbst Anna es mit ihrem großen Herzen nicht schafft Tom aus seinem selbst erbauten Gefängnis zu befreien, kann ich meine Hoffnung, den alten Tom irgendwann wieder in die Arme zu schließen, wohl endgültig aufgeben.

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Zuletzt von katha am Do Mai 23 2013, 21:44 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Do Mai 23 2013, 21:35

Hah, da hat sich wohl was überschnitten meine liebe Carla. Aber dafür bekommst du auch ungefragt die Fortsetzung zu lesen. Und hast jetzt die ein oder andere Antwort schon bekommen.

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Carla3939

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BeitragThema: Re: AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)   Do Mai 23 2013, 21:55

Oh nein ich weiß es immer noch nicht crying .Aber wieder toll geschrieben.


Liebe Katha,bitte laß uns schnell wissen ob Tom bitte bitte nein sagt. ichdrehgleichdurch


Lg.Carla

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AnTom "Entscheidungen" (Kurz-FF)
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