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 Hüttenleben, ...Traum, oder Ziel?

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Trettachbub

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Anzahl der Beiträge : 9
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BeitragThema: Hüttenleben, ...Traum, oder Ziel?   So Nov 24 2013, 18:41

Hüttenleben, - von nun an sollte ...

Ankunft recht spät am Abend, … Schlüsselübergabe, notwendiger Lebensmitteleinkauf nachdem mich Herr Edelbuar im Haus eingewiesen hat. Was war das für ein Gefühl, nach dieser langen, emotionalen Fahrt von fast 7 Stunden hier nun zu stehen, und zu wissen, - nun ist komplett alles anders in Deinem Leben. Eine Veränderung, wie sie noch nie stattgefunden hat, trotz eines doch aufregendem Leben. Dazu dieser bekannte Blick über diese vollendete Landschaft, die mir schon sehr bekannt war. Aber, nun diesmal nicht wie sonst für eine Woche, für ein paar Urlaubstage inklusive einiger Wanderungen und Klettertouren.
Nein, diesmal war es bestimmt, hier anzukommen, und dies als  Heimat anzusehen.

Ein zu Haus, unvorstellbar für jeden Städtler, ein Traum für Roman lesende Menschen, die tief versunken in der Geschichte sich die beschriebenen Landschaften vorstellen.
Und ich, ich steh nun vor der Hütten hier, allein, aufgewacht nach einer tief verschlummerten Nacht mit einer Mixtour aus Erschöpfung, Abbau einer guten Flaschen Wein, die ich zum Abschluss des Tages, allein auf dem Holzbalken sitzend, den Blick in die Weite mit Berggipfeln am Horizont, die schattenweise beim Halbmond bizarre Linien abgaben, und mich in eine unglaubwürdige, aber nun ernst zu nehmende Welt/Zukunft entführten.

`Bittschön, geben`s Acht, die Fallen im Gebäude versteckt aufzustellen, solang Sie ka` Haustier haben, sonst hoaben`s in Zukunft viele Mitesser.`

Als er mir das zum Abschied nach der Einweisung im Haus sagte, und mich endgültig meinem gewollten Schicksal überließ, da wurde mir noch einmal ganz klar und bewusst, das ich bis hier hin mit viel Mut, und blinder Unkenntnis gekommen bin, wie man es sich in Träumen bis jetzt nicht vorstellen kann. Aber von nun an beginnt die Realität, des unbekannten Lebens, dies kennen zu lernen und nicht mehr flüchten können aus diesem Traum.
Traum, nein, ab diesen Morgen muss ich endgültig dieses Klischee abstreifen.

Von nun an heißt es angekommen zu sein, zumindest vorerst die Ärmel aufzukrempeln, jede Aktion im Ernst fünf mal überlegen und gut handeln, damit es zu kaum, oder eigentlich zu keinen Verlusten kommen wird.
Das, was bisher erst einmal nur als Traum in meinem Leben fungierte, muss von nun an Stück für Stück ernst angegangen werden.

Alles was drumherum an Optik geboten ist, darf ich erst mal nur zur Hälfte genießen, die ersten  Arbeitsphasen müssen zuerst im Gebäude beginnen. Alles andere ist Genuss am Rande oder dient zum versüsslichen am Feierabend.
Das Gebäude inspizieren und vorbereiten auf  Deine Vorstellungen, wer hier wie und zu welchem Zweck gastieren soll. Bestand an Materialien aufnehmen, Grundnahrungsstock einrichten, nötige Bindungen zu Ämtern schaffen, und bei allen Wünschen, die nun da sind, nicht dreimal, sondern siebenmal den Cent herum drehen.
Wichtig ist auch, bevor Du Deine erträumten Tagestouren in den bisher zum Teil bestiegenen Bergen beginnst, das Du erst einmal  bis auf einige Quadratkilometer die hiesige Gegend auskundschaftest, um zu wissen, was in der Gegend hier an Tageswanderungen, Aktionen wie Schneeschuhwanderungen, Bikertouren zu empfehlen sind. Die Gäste die kommen, werden neugierig fragen, wo, wie weit sie hier die Natur genießen können.

Ach, wie oft habe ich mir genau diese Dinge vorgestellt und als Checkliste im Kopf fertig gestellt, bevor ich hier ankam, und nun, nun ist es lediglich meine eigene Überprüfung, ob ich vor Staunen und wundern auch alles im Griff habe, - Zeit ist genug da, aber je früher ich alles eingerichtet und struktuiert habe, desto früher beginnt es auch mit Einnahmen der kommenden Gäste rechnen zu können..
Ich darf mich nun nicht verrückt machen, sondern wie intern mit mir abgesprochen und geplant alles Stück für Stück angehen. Es bringt nichts, wie sonst, jeden Gedanken der mich begleitet auch direkt umsetzen zu wollen. Denn so fasse ich acht verschieden Aufgaben gemeinsam an, habe einen unnötigen Mixhaufen und blicke dann nicht mehr durch.
Ergo, - was steht also als erstes auf dem Plan, …..richtig, einen guten Kaffee aufbereiten, leckeres Frühstück hier draußen servieren, und dabei die gestern noch beschaffenen Lokalzeitungen, wie die Kemptener Zeitung, die Allgäuer Rundschau konzentriert durchlesen.
Infos, News, da stand ich schon immer drauf, und hab dies auch mit Ruhe inhaliert, so war ich im Bereich Lokalität immer gut vorbereitet im Leben.

Krass werden gewiss die Momente werden, wo man sonst gewohnte Dinge gemeinsam unternahm, und diverse Zeitschienen zusammen durchlebte. Aber, bis zu dem Zeitpunkt, wo es dann mal hier mit vielen Gästen im Alltag weitergeht, hab ich so genug Zeit um meine Gedanken, Seele zu sammeln, und, -einfach ausruhen zu lassen.
Ruhe, die ich eigentlich oftmals ersehnt habe, die meine Gier zu meinen Ich oftmals laut herbei rief. Naja, ….auch hier gibt es den Spiegel. So gern ich isoliert meine Zeit gern allein verbringe, tun sich schnell auch die Gräben auf, in denen man seinem Partner das erlebte Kund tun möchte, und gern gemeinsam geteilt hätte.

Das Timing war vom Zufall geprägt nicht besser hin zu kriegen. Raus in die Natur, in die Freiheit zu einer besser nicht passenden saisonalen Zeit. Die Tage, die wieder länger wurden, das Wetter, das bis auf Ausnahmen in dieser Gegend die Tendenz auf Frühling zugehen lassen, praktisch ein Schritt ab Null, ...and go.

Schon beeindruckend hier am Kaffeetisch zu sitzen, um mich herum ein schon farbig grün schimmerndes Wiesenfeld zu sehen, und am Horizont, die vielleicht gerade mal per Luftlinie ca 10 – 15 Kilometer entfernten Berge zu sehen. Berge, die vom Winter geprägt noch ihre weißen Kleider tragen, wo noch so manches mal bei örtlichen Minusgraden der Niederschlag als Schnee herunter kommt, und zumindest dort den Frühling noch weit vermissen lassen.
Und das ist natürlich der derzeitige Kick, hier nun alles im Frühjahr von der Stunde Null an zu erleben. Verschiedene Wetterberichte prophezeien derzeit noch so manche kalte Nacht an, aber, mit der voranschreitenden hellen Sonnenzeit am Tag macht es natürlich alles verträglicher.


´Hallo und guten Morgen, liebe Mutter`,
`Ja, das Du Dich schon meldest, bist Du gut angekommen?  '
'Natürlich, es war allerdings Stau bedingt schon eine längere Fahrt von mehr als den 6 1/2 Stunden, die es sonst sind, aber mit dem Gefühl, unabhängig mit viel an Positiven hier anzukommen, war es nicht so schlimm. Aber, und das war viel wichtiger für mich, ich konnte noch die Verabredung mit dem Hausverwalter hinkriegen, und so hatten wir am späten Abend noch die Schlüsselübergabe und eine kurze Einweisung zwecks diverser Dinge im Haus.'
'Und, wie ist das Wetter?'
'Mutter, es ist ein perfekter schöner, sonniger Morgen, ich sitze draußen an einem der noch leeren Gästetische, super schön aus Holz handgearbeitet, und frühstücke mit einem herrlichen Blick auf die Bergwelt um mich herum.'
'Und, und Du sitzt da ganz allein in dem Haus?'
`Ja, ich …'
'Mann, und wenn da was passiert, da können doch ….'
'Ach Mutter, ich hab hier einen dicken Knüppel, meine Hausordnung mitgebracht, und demnächst sollen ja auch Gäste meine Tagesnachbarn sein.'
'Junge, pass bloß auf Dich auf, wenn …'
'Ja klar, so nun muss ich aber langsam, der Tag hat zwar erst begonnen, aber es gibt vieles zu tun. Bitte Grüße alle zu Hause, und mache dir keine Sorgen, ich melde mich in den nächsten Tagen wieder'   ................

Wichtig aus gewissen Erfahrungen daheim sind für mich an diesem Morgen erst einmal die bürokratischen Anmeldungen wie Einwohnermeldeamt, und was ich sonst zu Haus aus Zeitmanel weniger gemacht habe, ich werde mich auch dem Gemeinde-Pfarrer vorstellen, mich als neues Mitglied in der Gemeinde vorstellen und meine neue geführte, oder noch zu führende Welt hier vor Ort vorstellen.

Ich hab nun doch das Gefühl mich auch der Kirche wieder mehr zu binden, um gedanklich eine gefestigte Bastion hier zu haben, wo ich allein bin. Dazu glaube ich schon, das eine Hand die andere wäscht. In Momenten des Alleinseins und Zweifeln werde ich Zuwendung benötigen. Dazu könnte ich einen persönlichen Bekanntheitsgrad erlangen , um auch Menschen an mich und meinem Wohlwollen zu binden. Türen sollen sich öffnen, um gegenseitig helfen zu können.



''Hallo, hallo, wie ist es daheim?, …...''

'', ..gut, die Jungs sind raus, Jan ist zur Uni unterwegs, und ich bereite mich für die Sitzung zwecks Schulentwicklung im neuen Schuljahr, vor, ….''

'' aha, und …''

'' egal, und, ….erzähl erst einmal, wie es für Dich nun ist. Wie war Deine Ankunft, und die Autofahrt. Ich hab mit Sehnsucht gestern auf ein Anruf gewartet, wie Du angek.....''

'' ja, sorry, hast recht, aber, bitte entschuldige, ....es war
a)   eine miserable Fahrt mit viel Baustellen,-Berufsverkehr, und ich hab es dann gerade mit der Ankunft so zeitlich hin bekommen, den Vorsitzenden zwecks Einweisung und Schlüsselübergabe hier vor Ort an zu treffen.
und
b)  ich versuchte Dich dann anzuklingeln, aber musste fortan wegen eines schlecht eingestellten Bewegungsmelder des Außenlichts dauernd nach draußen und bin dann total wegen der fahrerischen Anstrengungen und Aufregung hier eingenickt.''

''...ja, und, ...wie ist es nun?''

''überwältigend, ich weiß noch gar nicht richtig mit diesen Moment hier umzugehen.. Na ja, bin wie gedacht  hier im Paradies gelandet, aber dafür für jeden Cent allein verantwortlich bin, und gedanklich muss ich hier alles erst einmal verarbeiten.''

Und dann wachte ich auf aus diesem Traum auf, ein Traum, bei dem ich dachte, wie echt es ist, und wie enttäuscht man ist, wenn man plötzlich aufwacht, und alles komplett bis auf  die Erinnerungen weggewischt ist.


Im Frühjahr kam ich per Zufall, aber gewollt suchend, auf dieses Stellenangebot, da ich aus Unzufriedenheit im Berufsleben und der Liebe zum Allgäu mir diverse Möglichkeiten ansah.
Prompt schrieb ich auch eine Bewerbung, egal wie ich daheim alles stehen lassen würde für diesen Traum, nein Vision.
Man bot eine Stelle als Hüttenwirt in einer Selbstversorgerhütte an, um die ich mich riss, und tatsächlich den Kontakt zum Hüttenreferenten bekam.

Die erste Bewerbung wurde leider nach Wochen langem Warten abgelehnt,
doch nach einem viertel Jahr später hatte ich eine E-Mail im Postfach mit der Bitte …...….....
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