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 Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar

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Sonnenschein
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BeitragThema: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   So Jul 08 2012, 12:05

Ich hab mal vor Urzeiten mit dieser FF begonnen...lest selbst

Teil 1

Tom saß in seinem Büro, eigentlich häufte sich auf seinem Schreibtisch maßenhaft Arbeit, die sich keinesfalls von selbst erledigte, doch er konnte sich nicht konzentrieren. Immer wieder schweifte sein Blick zu dem Schreibtisch seiner Angestellten Anna Broda. Verdammt, fluchte er leise vor sich hin und zwang sich seinen Blick von ihr abzuwenden. Tom was soll das, sie ist deine Angestellte?, Was machst du dir also so viel Sorgen um sie?,versuchte er sich selbst zu beruhigen. Doch er konnte nicht anders und so suchten seine Augen erneut Annas Schreibtisch, die sich gerade eine Strähne ihrer langen blonden Haare aus dem Gesicht streifte. Er könnte ihr stundenlang zusehen. Wie süß sie aussah, wenn sie nachdachte. Hör auf, Tom, hör auf, versuchte er sich selbst zu beschwichtigen und zwang sich wieder seinen Akten zu widmen.

Anna wollte und wollte einfach nichts für die neue Frühlingskollektion einfallen, doch wusste sie auch das Bruno nicht besonders erbaut sein würde, wenn sie ihm heute Nachmittag nichts vorlegen konnte. Trotzdem legte sie den Stift beiseite und lies den Blick zum Büro ihres Chefs gleiten, der sich angestrengt durch die Akten zu fressen schien. Auch Anna zwang sich den Blick wieder von ihm zu wenden. Anna was willst du? Tom ist eine lebende emotionale Vollkatastrophe. Dieser Mann hat doch überhaupt keine Gefühle, also wieso sollte er etwas für dich empfinden. Anna vergiss es. Außerdem ist er mit Carla zusammen und die passt auch zu ihm, denn Gefühle haben die beide keine. Lieblos lies die den Stift über das weiße Papier gleiten. Es wollte und wollte ihr aber einfach nichts einfallen und deshalb legte sie den Stift auch wieder beiseite.
"Sie wissen aber schon das hier fürs arbeiten und nicht fürs nichts tun bezahlt werden"
Gott bewahre, Carla, die hatte ihr gerade noch gefehlt. Wie kann man nur so gemein sein, schoss es Anna durch den Kopf.
"Stimmt, deshalb frage ich mich was sie hier tun, Frau Rhonstedt" schoss Anna den Giftpfeil zurück.
Carlas Mine versteinerte sich und sie stöcklete mit ihren hohen schwarzen Stiefeln davon. Annas Gesicht verzog sich zu einem von Genugtung geprägten Lächeln.

Toms Blick riss sich erneut von den Akten los und wanderte in Annas Richtung. Wie süß sie ist, wenn sie lächelte, überkam ihn wiedereinmal seine liebliche Seite. Der Krieg zwischen seinem Herz und seinem Verstand schien immer härter zu werden, verzweifelt begann er seine Finger in alle möglichen Richtungen und Positionen zu bewegen, ohne dabei den Blick von Anna abzuwenden. Er hielt es nicht mehr aus, er musste zu ihr. Allein ihre Stimme zu hören, wirkte auf ihn wie Antibiotika gegen Lungenentzündung. Gerade als er seine unschlüssigen Glieder zum Aufstehen mobilisieren konnte, trat Ernique ins Bild. Er setzte sich schräg auf die Kante von Annas Schreibtisch. Sofort wandelte sich Annas Lächeln in ein wunderschönes Strahlen. Bei diesem Anblick wurde Tom von einem grellen Schmerz in der Brustgegend heimgesucht. Von Wut und Verzweiflung übermannt fegte er den Großteil der Akten, die seinen Schreibtisch belagert hatten, wie Hannibal einst Rom, über die Kante. Unter einem lauten Knall trafen sie auf dem Fußboden auf, welcher auch Anna und Enrique aus ihrer angeregten Unterhaltung riss und zu einem Blick in Toms Richtung aufforderte.


Teil 2

"Verdammter, Mist" brüllte er mit sich selbst, dann wanderten seine Augen wieder zu der blonden Designerin und dem Marketingchef. Ihren Anblick konnte er jetzt nicht ertragen, vor allem aber die fragenden Blicke der beiden nicht und so entschloss er sich kurzerhand, sich etwas der Frischluft hinzugeben. Schließlich war er ja der Chef. Er wartete gerade auf den Aufzug, als er Carla heranstöckeln hörte. Inständig hoffte er das diese ein anderes Ziel verfolgte bzw. der Lift eher seine Pforten öffnen würde und ihm als Schutz gegen sie dienen würde. Doch nichts von beiden traf ein.
"Tom, ich dachte wir könnten" begann Carla.
"Du dachtest, soso" fuhr er sie an, ehe sie überhaupt ihr Anliegen vorbringen konnte und ehe sie etwas erwiedern konnte, denn sie war von seiner Reaktion zu verdutzt um überhaupt klar denken zu können, fügte er noch bissiger hinzu: "Scheint eine neue Eigenschaft von dir zu sein, das denken, und nein, ich will nichts mir dir essen. Ich will einfach nur meine Ruhe haben" Ohne sie eines Blickes zu würdigen veschwand er im Lift.

Carla war zu perplex, um etwas antworten zu können. Hatte sie eben richitg gehört. Tom hatte ihr eine Abfuhr erteilt, nein er hatte sie regelrecht gedemütigt. Mit von Finsternis umsäumter Mine verschwand sie in Richtung Stofflager. Was erlaubt er sich, schließlich wich sie schon seit gut zwei Jahren nicht mehr von seiner Seite und nicht zu vergessen sie war immer für ihn da. Und jetzt das, Carlas Gehirnvolumen schien schier überfordert.

Enrique schien noch immer nicht fassen zu können, was sich so eben hier zugetragen hatte. So hatte er Tom noch nie erlebt und wohl bemerkt, er kannte ihn nun schon etliche Jahre, aber so durch den Wind. Er blickte Anna an, doch aus ihren Augen quoll auch nur Ratlosigkeit. Beide schienen sich keinen Reim aus der sich soebenzugetragenen Szene machen zu können.

Tom ging durch die Straßen Berlins, der Wind wehte ihm entgegen, Leute rempelten ihn an, doch all das schien nur eine Randhandlung zu sein, seine Gedanken hatten die Firma nie verlassen, nein falsch sie hatten Anna nie verlassen. Seine Anna, wenn sie schon in der Wirklichkeit nicht zu ihm gehört, so musste die Welt in seinen Gedanken wenigstens noch heil sein. Der Anblick von Anna und Enrique eben hatte ihn beinahe zerrissen, die Traurigkeit darüber, das Enrique Anna ein Strahlen ins Gesicht zaubern konnte, das auf ihn bezogen nur noch in seinen Erinnerungen existierte, brachte sein von Schmerz geschundenes Herz beinahe zum bersten, so groß waren die Schmerzen die ihre Ablehnung in ihm verursachten und doch schaffte er es nicht sich ihr samt all seinen Gefühlen zu offenbaren. Sie zu bitten ihm etwas zu vergeben, was schier unverzeihlich erschien.


Zuletzt von Tastentante am So Jul 08 2012, 12:42 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   So Jul 08 2012, 12:22

Tolle Story, gefällt mir dut. Bitte mehr davon Very Happy
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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   So Jul 08 2012, 12:25

Wow, die beiden Teile gefallen mir sehr sehr gut... ich hoffe du schreibst bald weiter Wink
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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   So Jul 08 2012, 12:36

Danke euch beiden. Very Happy
Ja, ich werd mich bemühen.
Morgen fang allerdings mein Ferialprakikum an, aber ich werd sicher noch Zeit am Abend finden.

LG Tastentante
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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   So Jul 08 2012, 12:54

Tastentante schrieb:
Danke euch beiden. Very Happy
Ja, ich werd mich bemühen.
Morgen fang allerdings mein Ferialprakikum an, aber ich werd sicher noch Zeit am Abend finden.

LG Tastentante

Bloß keine Hektik, Kreativität brauch Zeit Wink
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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   So Jul 08 2012, 14:34

Mini_2010 schrieb:

Bloß keine Hektik, Kreativität brauch Zeit Wink

Das habe ich mittlerweile gott sei Dank gelernt Smile Aber der heutige Tag hat ja auch noch ein paar Stunden Wink
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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   Sa Aug 11 2012, 20:36

Hallo

Tut mir leid, dass ich mich solange nicht mehr hab blicken lassen, aber ich hatte einfach kaum Zeit. Abends wenn ich aus der Arbeit kam, war ich immer total kaputt, lag vermutlich auch an der Hitze und da hatte ich keine Ruhe mehr zu schreiben und keinen Nerv mehr für meinen schleichenden Computer in Großmuttergeschwindigkeit.

Hier ein ziemlich kurzer Teil, aber mehr habe ich noch nicht zusammengebracht.

LG Tastentante


Teil 3

Er war planlos durch Berlin gestolpert und doch erreichte er plötzlich sein Ziel. Im ersten Moment nach der Erkenntnis wohin ihn die Verwirrung getrieben hatte, durchfuhr ein Schreck seinen Körper. Wieso ausgerechnet hierher? Was hat dieser Ort mit Anna, Enrique und meiner ungerechtfertigten Eifersucht zu tun? Sehr viel, ein Teil von ihm wusste und akzeptierte es und der andere wiederum wusste es zwar ebenso, wollte es jedoch nicht wahrhaben. Es würde ein Welt zerstören, die es zwar nicht mehr gibt, die Tom jedoch noch sehr effektiv am Leben erhält. Man könnte auch sagen diese Welt ist hirntot und wird nur noch von Geräten am Leben erhalten. Langsam trat Tom auf das Grab seiner Frau zu, während sich hoch über ihm ein laut krächzender Vogel aus dem Gebüsch erhob und über den von Wolkenfetzen dekorierten Himmel zog. Tom blickte ihm nach. Du hast schon recht, hau einfach ab, bevor meine Anwesenheit dir auch noch deine Lebensfreude verdirbt. Während er dies dachte, spiegelten seine Augen seine Innere Müdigkeit wieder, er hatte den Glauben schon längst aufgegeben, dass er seiner Angst entgegentreten und sie besiegen kann. Habe ich überhaupt jemals damit angefangen? Wollte ich nicht immer einfach nur sterben - bis Anna kam. Wenn sie nicht da ist...das ist wie ein Salat ohne frische Kräuter, für mich ungenießbar und wenn sie da ist, ist es wie Frankfurter mit Schlag - ungenießbar! Was soll ich nur tun?, ein tiefes Seufzen entglitt seiner Kehle.
"Junger Mann, vergessen sie nicht über der ganzen Trauer, das sie noch Leben", ertönte plötzlich hinter ihm die Stimme einer reiferen Dame.
Erschrocken fuhr Tom herum. Er starrte die Dame mit dem Gehstock nur an, so verdattert war er. Er wollte sie etwas fragen, doch die Buchstaben zerbröselten auf seiner Zunge zu Krümeln.
"Wenn sie die Verlustangst verlieren wollen, müssen sie den Augenblick der sie verursacht hat, noch einmal durchleben und zwar solange bis sie keine Angst mehr fühlen", sprach die Frau weiter.
Tom wurde noch verdatterter. Woher wusste sie? Sieht man mir meine Verzweiflung wirklich schon so an?
"Schauen Sie nicht so ungläubig, ich weiß, wovon ich rede, glauben Sie mir. Die Angst ist mit Abstand die schlimmste Geisel der Menschen. Sie fesselt einen, ohne einen Knoten im Seil zu hinterlassen, geschweige denn eine andere Art der Hilfe um sich zu befreien.
Sie können vor dem davonrennen, das hinter ihnen her ist, jedoch nicht vor dem, das in ihnen ist."
Tom brachte immer noch kein Wort heraus, sondern starrte die Frau vor ihm nur verdattert an. Wenn man sie so ansah, könnte man meinen sie wäre eine Streunerin, der schäbige Hut, die alte abgetragene Jacke, die Sohlen ihrer Schuhe waren abgetreten. So schäbig ihr Äußeres auch auf ihn wirkte, ihre Worte erreichten sein Inneres und so sehr er sich auch sträunte, tief in seinem Inneren wusste er, dass sie die Wahrheit gesprochen hatte. Er fühlte es jeden Tag am eigenen Leib und so sehr es auch immer verdrängen wollte, spätestens wenn er Anna sah, löste sich dieses Vorhaben in der Luft vor ihm auf. Es war einfach nicht umsetzbar, weil es falsch ist.
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   Sa Aug 11 2012, 21:31

Schön, wieder etwas von dir zu lesen, meine Liebe. Dachte schon, du kommst gar nicht mehr hierher. Hoffe, der Stresspegel sinkt bei dir nun langsam wieder.

Ein toller neuer Teil. Freue mich auf mehr. LG, Mini Smile

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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   Sa Aug 11 2012, 22:10

Hey es ist sehr schön etwas von dir lesen zu können..
Das ist wieder ein sehr schöner Teil... freue mich wenn wieder was von dir kommt. Smile
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katha

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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   Sa Aug 11 2012, 22:43

Hallo,
da will auch ich mal was dazu sagen. Habe ich wohl nach den ersten beiden Teilen versäumt Embarassed
Ich finde deine Schreibstil wirklich toll und die Geschichte, auch wenn noch nicht viel passiert ist, auch. Ich bin ja selbst so ein Seelendoktor, der sich ewig in Gedankengängen und Gefühlsanalysen verlieren kann. Ich liebe es, sowas zu lesen, wenn es gut durchdacht und geschrieben ist. Und das ist es bei dir. Smile
Also... Ich freu mich auf mehr!!!
LG Katha

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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   So Aug 12 2012, 14:56

Danke euch dreien herzlich für eure Kommis.

Ja, der Stresspegel ist so gut wie abgeschwollen, denn der Ferialjob ist seit dieser Woche Geschichte, leider, aber so hab ich wengistens wieder genug Zeit zum schreiben.

Werd mich um eine baldige Fortsetzung bemühen, das gilt auch für all meine anderen Schreibprojekte.

LG Tastentante
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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   Mo Nov 05 2012, 21:25

Lange war hier stille, ich weiß, aber jetzt bin ich endlich dran gekommen einen neuen Teil zu verfassen.
Hoffe ihr habt noch Lust zu lesen.
Liebe Grüße
Tastentante

Teil 4

Ehe Tom seine Sprache wiederfand, war die Frau wieder in das Nichts verschwunden aus dem sie wohl auch gekommen war. Er hockte stocksteif da und war sich nicht sicher, ob er die Frau gerade nur gesehen hatte oder ob sie auch wirklich da war. Anzeichen für ihre Existenz schien es keine zu geben. Alles noch einmal durchleben, wie stellt die sich das vor? Hat die vielleicht einen Clown gefrühstückt?...Das kommt davon wenn man morgens keine Zeitung liest, wer weiß vielleicht ist sie ja aus einem Narrenhaus entwichen. Verstört raufte Tom sich durch die Haare und gab dem unbändigen Wunsch sich fallen zu lassen einfach nach, was er jedoch spätestens nach der harten Landung schon wieder bereute. Ein grellender Schmerz jagte durch seine Kniescheiben Körper aufwärts und Tom versuchte ihn für die Vertreibung seines Herzschmerzes einzuspannen, denn seine Gedanken waren wieder einmal zu Anna abgedriftet und so sehr er diese auch zu vertreiben versuchte, er bekam sie nicht weg...man könnte sie auch mit einem besonders störrischen Hund vergleichen, der einfach nicht weitergehen wollte.
"Ach, Anna", seufzte er verzweifelt."Wieso muss das Leben immer so kompliziert sein?"
Die Illusion mit Anna zusammenzusein, die gab ihm täglich neue Kraft und malte sein verdorrtes Weltbild in vielen bunten Farben an. Plötzlich spürte er Energie und Willensstärke das schier unerreichbare zu erreichen, kämpfte sich ein Stückchen weit empor, sah sogar schon den hellen, warmen Schein des Lichts hoch ober ihm, doch dann ereilte ihn die Bequemlichkeit. Ich weiß nicht ob es wirklich Angst ist oder einfach nur die pure Lahmheit die mich bei jedem Versuch von neuem zurückwirft. Irgendwie ist es ja auch so schön, vollkommen gelöst von jeglichen Problemen und Verpflichtungen von der Eifersucht auf meinen besten Freund mal abgesehen...Wer zwingt mich denn hinzusehen, wenn die beiden ihrer guten Laune frönen und natürlich gibt es da noch zu klären ob ich wirklich auf Enrique eifersüchtig bin oder nur auf seine Fröhlichkeit. Immerhin wäre das doch auch eine Möglichkeit, wenn auch eine ziemlich bescheuerte...aber wer sagt das etwas bescheuertes unmöglich ist. Menschen wie Felix Baumgartner gibt es doch schließlich auch, aus 40 km Höhe zu springen und nicht zu wissen ob man draufgeht ist ja auch komplett bescheuert...STOP, brüllte er schließlich innerlich mit größtmöglicher Lautstärke. Welche Ausreden werde ich mir eigentlich noch einzureden versuchen nur um das offensichtliche nicht anerkennen zu müssen. Solange es einen Weg gibt wird mein Herz ihn gehen, nur um sich nicht mit dem Gedanken anfreunden zu müssen, dass es tiefe positive Gefühle empfindet...vermutlich solange bis es sicher ist, dass diese Gefühle keine Erwiderung finden, also ins Leere laufen und somit lebensunfähig sind. Keine Chance, kein Schmerz sozusagen. Tom Lanford du bist der größte Vollkoffer seit es diesen Begriff gibt. Wie kann man seinem eigenen Glück nur so feindlich gesinnt sein?...in dem man Angst hat, höllische Angst etwas zu verlieren das einem mehr bedeutet als...ja...als was eigentlich...als das eigene Leben und das steht bei einem jeden zumeist ganz oben, bei mir war es auch immer so bis zu dem Tag an dem du mich verlassen hast. Mit glasigen Augen blickte er kurz auf die Inschrift auf dem Grabstein, reckte seine Finger danach aus und fuhr sachte darüber. Die Kälte der Buchstaben schickte ihm einen kalten Schauer durch den Körper und Tom fühlte sich in diesem Moment unendlich verstanden.
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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   Mo Nov 05 2012, 21:49

Tommi leidet und sinniert und leidet und ... Das ist so "Buuuhahhaa"

Schön geschrieben meine Liebe. Bin gespannt, was dem Vollkoffer als nächstes einfällt

Freu mich auf mehr!
LG, Katha

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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   Di Nov 06 2012, 07:53

Oh Mann, da mag man ihn einfach nur in den Arm nehmen. Aber ist schon krass, wie sehr er sich selbst quält. Kann es sein, dass der Kerl ein klein wenig masochistisch veranlagt ist ...

So, und nun gib dir einen Ruck und geh brav zurück. Weglaufen bringt auch nichts. Manchmal ist die Flucht nach vorne doch die bessere Wahl ...

Toll geschrieben, freue mich wenn es bald weitergeht ...

LG, Mini

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Carla3939

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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   Sa Jun 01 2013, 21:54

Hallo,Tastentante der Anfang deiner FF ist so schön super , bitte schreib sie doch weiter.
Ich würde mich echt freuen. Liebe Grüße Carla

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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   Mi Jun 05 2013, 14:17

Hallo Carla3939

Freut mich das dir meine FF gefällt. Ich kann dir nicht versprechen wann, aber ich werde es versuchen. Ich hoffe das ist eine Option für dich Smile

Liebe Grüße und hoffentlich bis bald
Tastentante
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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   Mo Aug 12 2013, 07:28

He der anfang ist echt klasse ich hoffe es geht bald weiter
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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   Fr Aug 30 2013, 12:22

Hey
Ja, ich habe auch für diese FF eine Fortsetzung geschafft. Sie ist nicht viel aber ein Anfang auf jeden Fall. Ich hoffe mal ihr habt nach so langer Zeit noch Interesse sie weiterzulesen.
Liebe Grüße
Tastante

Teil 5
Tom lehnte sich mit dem Rücken an den Grabstein und neigte den Kopf leicht nachhinten. Die Kälte der Marmorplatte schlich sich diebisch durch seinen Hinterkopf in seinen Körper. Die Worte der alten Frau hallten immer noch in seinem Kopf. Wenn sie die Verlustangst verlieren wollen, müssen sie den Augenblick der sie verursacht hat, noch einmal durchleben und zwar solange bis sie keine Angst mehr fühlen, gott wie stellt sie sich das vor? Den angstauslösenden Augenblick noch einmal durchleben. Soll ich vielleicht den lieben Gott im Himmel anrufen und ihn bitten Fanny nochmal auf die Erde zu schicken, damit ich ihr ein zweites Mal beim Sterben zusehen kann und dadurch meine Angst verliere? Angewidert schüttelte Tom seinen Kopf, während ein Würgereiz in seiner Kehlkopfgegend gegen seinen Schluckreflex ankämpfte. Sooft er es auch drehte und wendete seine Geschichte blieb nicht nur beschissen sondern auch aussichtslos. Plötzlich wich Tom alle Farbe aus seinem Gesicht, nicht einmal die Kälte schaffte es seinen Wangen die Röte wiederzugeben und er begann zu zittern, obwohl seine Finger gleichzeitig klamm geworden waren. Ein grausiger Gedanke hatte sich in sein Gehirn geschlichen. Was wenn auch Anna sterben musste, um ihn wieder zum Leben zu erwecken. Sein Herz pochte wie wild in seinem Hals und seinem Kopf gleichzeitig, sein Rachen wurde mit einem Mal trocken und kalter Schweiß schoss aus allen erdenklichen Körperporen. Beiläufig vernahm er ein Stechen in seiner Brust, doch der Schmerz über eine mögliche Erkenntnis seiner seelischen Heilung überdeckte alles andere. Nein, das durfte nicht sein, so grausam konnte die Welt nicht mit ihm umgehen. Anna darf nichts passieren, sie ist doch, ja was ist sie eigentlich, die Qualitätsschokolade für Süßigkeitensüchtige. Sie ist eine Versuchung, der ich krampfhaft zu wiederstehen versuche, obwohl ich ihr eigentlich schon bei unserer ersten Begegnung erlegen bin. Plötzlich wusste Tom nicht mehr welcher Tag heute war, wo er sich befand und ob er nicht vielleicht doch nur Opfer eines Alptraums geworden war und gleich zu Hause aufwachen würde, doch irgendetwas sagte ihm, dass es diese Option trotz des inneren Flehens nicht gibt. Tränen feuchteten langsam seine Augen und rannen über seine angespannte Haut herab. Es gab nämlich nur eine Welt in der er gerade lebte und das war die Realität und nur einen Gedanken der ihn beherrschte und dieser gerade hatte sich gerade in seinem Gehirn manifestiert. So schlapp und gegeißelt von der Grausamkeit er gerade noch an den Grabstein gelehnt dagehangen hatte, so elangetrieben sprang er plötzlich auf und rannte durch das Friedhofstor. Er musste etwas tun, doch wusste er selbst noch nicht so genau was eigentlich. Sollte er sich ergeben oder sich entfernen. Was würde Anna retten?

Anna saß mit gezücktem Bleistift an ihrem Schreibtisch, doch es wollte ihr nichts einfallen, dass sie zu Papier bringen hätte können. Doch eigentlich war sie viel zu aufgebracht um wirklich entspannt kreieren zu können, denn die Szene mit Tom und Carla von vorhin ging ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Wieso war er überhaupt so aufgebracht aus seinem Büro gestürmt und hatte die Firma mitten am Tag und ohne ein Wort verlassen. Anna hör endlich auf dir über Dinge Gedanken zu machen, die dich nichts angehen. Tom ist dir keine Rechenschaft schuldig, er ist erwachsen und du bist nicht seine Freundin. Aber du wärst es gerne, hörte sie ihre innere Stimme sagen.
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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   Fr Aug 30 2013, 16:44

He,
Ich finde den teil sehr traurig. Ich hoffe tom lässt seine gefühle zu

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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   Sa Aug 31 2013, 16:58

Hmmm, jetzt glaubt Tom tatsächlich, dass er den Verlust noch einmal mit einer anderen Person, in diesem Fall Anna erleben muss ... Hmmm, seltsame Schlussfolgerung.
Aber gut, Gedankengänge sind halt individuell ...
Das heißt dann also, dass er Anna vermutlich aus seinem Leben verbannen werden will, um sie zu schützen, obwohl er sich ihr doch eingentlich annähern will. Na ja, irgendwie so halt.
Ich bin echt gespannt.

Liebe Grüße
Katha

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BeitragThema: Re: Anna und Tom- Wahre Liebe ist unverwundbar   So Sep 01 2013, 11:22

Hallo ihr Zwei!

Toll, dass ihr auch nach einer so langen Schreibpause noch meine Ff lest. Ja, Toms Verhalten ist eigenartig Katha und es macht einen traurig leseratte, aber mal ehrlich sonst wäre er ja nicht Tom und die Tn's und FF's funktionieren ja alle nach dem Prinzip - ich weiß ich bin ein zu großer Realist Wink

Vielleicht ein kleiner Trost bis zum nächsten Teil. Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, dann mache Pläne. Wink

Liebe Grüße
Tastentante
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