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 Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)

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Mini_2010

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BeitragThema: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   So Jul 08 2012, 13:33

das Eingangsposting lautete :

Teil 1

Dumpfe Bässe dröhnten aus den Lautsprechern. Diffuses Licht zuckte über die stickige Luft in dem urigen Raum, der die recht zwielichtige Hinterhofkneipe am Ende einer schmuddeligen Sackgasse dominierte. Holzstühle, an denen der Zahn der Zeit seit Jahren unerbittlich nagte, waren um Tische gruppiert, in deren Holz die Lebensgeschichten der Kneipengäste geritzt und mit dem Moder der Jahre vereint einen recht anschaulichen Eindruck ihres Alters vermittelten. Der Linoleumboden hatte ebenfalls seine besten Jahre hinter sich – die Originalfarbe war nur noch durch den Hersteller selbst zu rekonstruieren – und die beiden Deckenventilatoren, die die Menschen vor einer mittelschweren Rauchvergiftung bewahren sollten, hatten schon vor Monaten ihren Dienst quittiert und reihten sich nunmehr in das Sammelsurium überflüssiger Deko. Die Befürchtung, das Gesundheitsamt könnte den Laden aufgrund des vorherrschenden Mangels an Sauerstoff dicht machen, war durchaus begründet. In der rechten hinteren Ecke saßen alte Männer in ein Skatspiel vertieft, gehüllt in ebenjenen beängstigenden Rauch, der die gesunde Lunge aufschreien ließ und vermutlich noch zwei Straßenzüge weiter sämtliche Feuermelder auslösen würde, würde man das Wagnis eingehen und die Tür öffnen. Durch die Qualmwand waberte in unregelmäßigen Schüben ein recht aufdringliches Eau de Schnaps, durchzogen von einer penetranten Note abgestandenen Männerschweiß. Gekleidet in abgewetzte Jeans und besudelte Hemden und T-Shirts, die nur spärlich Bierbäuche und Hintern bedeckten, schmückte sich die archaische Skatgang mit leichten Mädchen und vermittelte erschreckend anschaulich den Inbegriff der aussterbenden Kneipengeneration. In der linken Ecke war der Rauch nicht ganz so undurchdringlich. Und die Klientel, die sich mehr oder weniger sportlich an zwei Billardtischen betätigte, wirkte auf groteske Weise wie die zukünftige Generation Biertrinker, die in dieser Spelunke erfolgreich herangezüchtet wurde. In zehn oder fünfzehn Jahren würde sie die aktuelle Skatgang ablösen, während selbige die Radieschen von unten begutachtete.

Zum gefühlt hundertsten Mal zuckte sein Blick über die Mischung aus leichten Mädchen, die das Verfallsdatum längst überschritten hatten und nun mit dickem Make-up und viel Farbe das zu retten versuchten, was unwiderruflich verloren war, und den sprechenden Bierbäuchen, die sich sichtbar daran erfreuten, etwas Weibliches auf ihren Schößen sitzen zu haben und offenbar blind – oder besoffen – genug waren, um das Grauen vor ihnen wirklich erkennen zu können. Ein nervtötendes Geräusch lenkte seinen Blick zur Bar. Die uralte Kuckucksuhr über dem Tresen, drapiert zwischen Jim Johnny und Jack sowie anderen hochprozentigen Substanzen, von denen er überzeugt war, dass sie einer ernsthaften Kontrolle niemals standhalten würden, kreischte elfmal. Eine Idiotie, denn das filigrane Gerät wirkte hier, inmitten all dieses anderen überflüssigen Tandes, ebenso fehl am Platz, wie ein Kinderdreirad auf einem Bikertreffen. Erneut huschte sein Blick durch die Gegend, und wieder blieb er an der jungen Frau hängen, wie schon hunderte Mal an diesem Abend … und die Tage und Wochen zuvor, … seit er zufällig einen Fuß in diesen Vorraum zur Hölle gesetzt hatte, auf der Suche nach einem geeigneten Versteck, in welches ihm die weibliche Highsociety von Berlin nicht freiwillig folgen würde. Und abermals begegneten sich ihre Blicke, nur damit sie erneut ihr Haupt senken und angestrengter denn je die Gläser polieren konnte, die schon sauberer waren als eine dreifach sterilisierte Toilette. Die süße Unschuld, die sie verkörperte, wirkte auf bizarre Weise wie eine blühende Rose inmitten eines stinkenden Müllhaufens. Und wieder einmal drängte sich ihm die Frage auf, wie ein Geschöpf wie sie an diesem Ort gelandet war, zu dem sie genauso wenig passte wie die Kuckucksuhr über der Theke.

Creep von Radiohead brüllte aus den Boxen und waberte wie ein beängstigendes Selbsteingeständnis zu ihm herüber. Unweigerlich ging ihm auf – genau wie dem Typen, der sich in seiner Selbstgeißelung gerade die Kehle aus dem Leib schrie – wie viel Wahrheit doch in den Zeilen steckte, die er zwangsläufig mit sich selbst assoziierte. Er hielt sich zwar nicht für den dramatisch besungenen Widerling, aber er fühlte sich ähnlich fehl am Platz in der Welt wie sein singender Leidensgenosse. What the hell am I doing here … I don’t belong here …, kreischte der Typ aus den Boxen. Ja, was wollte er hier? Das Jackett, was lässig wirken sollte, war mehr wert, als die gesamte Einrichtung dieser Spelunke, … genauso wie die perfekt sitzende Designerjeans. Rein vom Äußeren würde man ihn wohl eher in einem hochkarätigen Studentenclub vermuten, in dem delikate Häppchen und Champagner serviert wurden. Stattdessen saß er hier in dieser heruntergekommenen Bude – wie fast jeden Abend – trank seinen Whiskey, den er vor einigen Wochen in das Sortiment aufnehmen lassen hatte, und investierte seitdem mit dessen regelmäßigen Genuss mehr in den Laden, als es die übrige ausgeschenkte Plörre und die verschlissenen Billardtische zusammen jemals tun würden. In seinem Wesen hatte er viel mit einem äußerst seltenen und wertvollen Edelstein gemein. Ungemein attraktiv und undurchsichtig, fühlten sich die Frauen auf unwiderstehliche Weise zu ihm hingezogen. Und jede wollte ihn unbedingt haben. Blöd nur, dass er in den entsprechenden Schaufenstern mehr als nur rar war. Sein Name war zwar in aller Munde. Aber das war auch schon alles, was man über ihn wusste. Die Informationen, die sonst über ihn kursierten, waren jener Art, mit denen die Börsianer dieser Welt akribisch die Weltwirtschaftskrise ankurbelten – hundert Prozent Spekulation. Geist, Phantom, Hirngespinst … ein unbeschriebenes Blatt … er hatte viele Namen und es war ihm egal, wie sie ihn nannten, solange sie es auf diese Weise taten.

Dass er sich ausgerechnet in dieser heruntergekommen Spelunke aufhielt, war an zwei Tatsachen festzumachen. Erstens, die Bevölkerung innerhalb dieser maroden Wände beschränkte sich zu 99,9 Prozent auf Männer, die sich nicht im Mindesten für ihn interessierten. Der zweite Grund waren die 0,1 Prozent weiblicher Anteil in dieser Kaschemme. Die kurz vor dem körperlichen Verfall stehenden leichten Mädchen nicht mit eingerechnet. Sie gehörten nicht zum Etablissement, waren eher Bestandteil einer Art Selbstbedienungspuff auf der Straße außerhalb dieser stickigen Luft, die für ein paar Scheine einen warmen Platz auf dem Schoß eines bierbauchigen Losers fanden. Ganz anders so die seltene Minderheit hinter der Theke, die in stoischer Ruhe mit gleichzeitig faszinierender Freundlichkeit jene Bier saufende Männerwelt mit dem Ausschank von Alkohol zufrieden stellte. Blond, Mitte Zwanzig, etwa eins sechzig und mit einem Paar blauer Augen ausgestattet, die ihn förmlich von seinem Stuhl saugten, wenn sie auf ihn trafen. Einfach Wahnsinn. Und was das betraf, hatte er reichlich Erfahrung … und innerhalb dieser war sie das mit Abstand Interessanteste, was ihm seit Jahren untergekommen war. Er galt als der begehrteste Junggeselle der Stadt. Das wusste er. Und wenn es die Frauen nicht bis in sein Bett schafften, dann lagen sie ihm zu Füßen und säumten seinen Weg. Auch das wusste er, … und es war schlichtweg ermüdend. Und trotz dass bisher die Wenigsten den Weg in sein Bett gefunden hatten – viel weniger als er anmuten ließ – war die Eine ihm noch nicht begegnet … zumindest bis er vor ein paar Wochen zufällig hier reingestolpert war.

Sein Vater hielt ihn für einen Schwerenöter, der mit den Frauen spielte. Doch das war nicht der Fall. Was konnte er denn dafür, dass sich ihm die Damen reihenweise an den Hals warfen, wo immer er zufällig auf der Bildfläche erschien? Der alte Herr glaubte, ihn zu kennen, doch das tat er nicht. Ganz und gar nicht. Und im Grunde war dieser Sturkopf nur froh, dass er sein Imperium führte, von dem er überzeugt war, dass nur er allein der Kopf desselbigen war. Doch auch das war ein Trugschluss. Wie so vieles, denn wenn man es genau nahm, war er noch nicht mal sein Vater, auch wenn der Alte felsenfest davon überzeugt war, seine Gene erfolgreich weitervererbt zu haben. Er war sichtbar für jene, für die er sichtbar sein wollte, während er sich unter den Übrigen bewegte wie ein namenloser Schatten. Und wer glaubte, ihn fangen zu können, war einfach nur ein armer irrer Narr. Sein Leben war gleichsam erfüllt wie trostlos. Und tief in seinem Inneren war er der Jahre müde, die an ihm vorbeizogen, während er sein Dasein fristete … Er zwang sich in die Gegenwart zurück und richtete seine zeitweilig abschweifenden Gedanken nun wieder auf die zierliche Blondine, die akribisch ihrer Arbeit nachging und dabei einen Elan zeigte, als hätte sie wirklich Freude an dieser Tätigkeit. Unbegreiflich. Ein flüchtiges Lächeln zuckte um seine Mundwinkel, als er sich zurück entsann. Vor ein paar Wochen hatte er einen ersten Versuch gestartet, mit der schönen Blondine ins Gespräch zu kommen, doch sie hatte ihm auf überraschend freundliche Weise einen eindeutigen Korb verpasst. Gekränkt in seinem männlichen Stolz, hatte er sich zunächst zurückgezogen, nur um drei Tage später einen weiteren Versuch zu starten. Doch mehr als ein freundliches Hallo, gewürzt mit einer kalten Schulter hatte es auch beim zweiten Mal nicht gegeben. Offenbar war sie nicht der klassische Edelsteintyp, was ihn wirklich verwirrte … und gleichzeitig faszinierte. Danach hatte er diese Spelunke quasi zu seinem zweiten Wohnzimmer erklärt und systematisch ihre Gewohnheiten erkundet. Doch weiter als bis zur nächstgelegenen U-Bahn-Station war er nie gekommen, wenn sie ging. Sie war zu einer Art Obsession geworden, die ihn beinahe täglich hierher kommen ließ, in der Hoffnung, er würde sie sehen und sie ihn. Für einen Moment in ihren Augen zu versinken, wirkte wie eine Befreiung seines geplagten Selbst. Wie eine Heilung, eine Absolution, die sie ihm verlieh, in einer Welt, die alles für ihn bereithielt … und gleichzeitig alles verwehrte.

Mit einer Geduld, die ihm bis dato ziemlich fremd war, hatte er ihr über die Tage und Wochen eindrucksvoll seine Beharrlichkeit unter Beweis gestellt, grummelnd ein paar weitere freundliche Körbe einkassiert, und sich ihr langsam angenähert – zu langsam für seinen Geschmack. Die Fülle an Worten, die er ihr entlocken konnte, war nicht mal annähernd ausreichend, um einen Werbeslogan zu kreieren, und die meiste Zeit redete er, während sie auf charmante Weise schwieg. Aber die Steigerung von durchschnittlich drei Worten auf mittlerweile zehn pro Abend innerhalb von sechs Wochen, sah er inzwischen als einen bahnbrechenden Erfolg in ihrer recht belanglosen Konversation an – wenn man mal die zahllosen Körbe berücksichtigte, mit denen er sich diesen Erfolg hart erarbeitet hatte. Sie war eindeutig nicht normal – im positiven Sinne natürlich. Denn normal wäre es gewesen, wenn sie bereits am ersten Abend nach der Begrüßung mit leuchtenden verlangenden Augen auf seinem Schoß gesessen hätte. Aber normal kannte er. Und normal war langweilig und fad … normal wollte er nicht. Lange hatte er vermutet, dass ihre Wortkargheit nur eine geschickte Masche war, ihn auf subtile Weise zu vertreiben, aber ein Tom Lanford ließ sich nicht vertreiben. Vor allem dann nicht, wenn etwas sein Interesse geweckt hatte, was wirklich äußerst selten vorkam. Er hatte schon vor Jahren aufgehört, sich Ziele zu setzten, weil es keine wirklichen Herausforderungen mehr gab. Ganz anders so die Blondine mit den faszinierenden Augen hinter der Theke in dieser billigen Klitsche. Sie war ein wirklicher Affront, und das gefiel ihm. Er hatte versucht, sie mit seinem Charme zu umgarnen, was nur mäßig funktioniert hatte. Dann hatte er seinem Charme ein wenig mehr Hartnäckigkeit beigemischt. Schnell musste er jedoch erkennen, dass seine nichts gegen die ihre war. Denn nach über einem Monat war er noch nicht wirklich einen Schritt weiter gekommen. Nicht mal ihren Namen hatte sie ihm bis dato verraten, und er fragte sich unaufhörlich nach dem Warum, was wiederum seine Neugier nur noch mehr anstachelte. Wer war sie? Ganz sicher steckte mehr hinter dieser engelsgleichen Fassade, von der er überzeugt war, dass sie ihr wahres Wesen vor ihm und jedem anderen verbergen sollte. Und konnte er es ihr verübeln? Nein. Verbarg er hinter seiner attraktiven Maske doch selbst ein dunkles Geheimnis, was er seit einer gefühlten Ewigkeit hütete. Und das war auch besser so. Für ihn, für sie und alle anderen. Die Geschichte, die Tom Lanford begleitete, war lang und das vollkommene Gegenteil von dem, was man ihm nachsagte. Doch das war ihm egal. Solange ihm die Leute diese Seite seines Selbst abkauften, war die andere, die er akribisch verbarg,in Sicherheit vor der Welt und ihren neugierigen Augen und ihrer barbarischen Verachtung, die den Menschen gleichsam innewohnte.

Sein Blick schärfte sich, als die Tür aufging und drei Kerle um die dreißig den Raum betraten. Normalerweise hätte ihn das nicht beunruhigt, aber diese Typen passten nicht in das hier vorherrschende Biertrinker- und Kettenraucherklischee, in dem Mann sich mit Skat und derben Witzen, die mehr als deutlich unterhalb der Gürtellinie lagen, die Abende und Nächte um die Ohren schlug, um nicht nach Hause gehen zu müssen – vorausgesetzt, man hatte eines, was nicht immer klar erkennbar war. Als die drei an ihm vorbei auf den Tresen zugingen und diesen auf unerhörte Weise zu belagern begannen, schnappte er ein paar primitive Anmachfloskeln auf, bei dem ihm beinahe der teure Whiskey wieder hochgekommen wäre, mit dem er seit Wochen die Verzweiflung zu ersäufen versuchte, weil es ihm einfach nicht gelang, die schöne Blonde hinter der Theke für sich zu interessieren. Proleten, dachte er grimmig und rutschte mitsamt dem Stuhl unmerklich nach links, nur um einen flüchtigen Blick auf blondes Haar erhaschen zu können, was zwischen Zapfhahn und Waschbecken hin und her huschte. Ein untrügliches Knurren vibrierte in seiner Kehle, was nicht vorrangig dem Umstand geschuldet war, dass die drei ihm seine blendende Aussicht versperrten. Vielmehr missfiel ihm die schon fast vulgäre Wortwahl, derer sich die drei bedienten und damit die schöne blonde Frau hinter der Bar, wie er fand, auf ziemlich unschickliche Weise belästigten. „Macht, dass ihr Land gewinnt.“, schnauzte ein bärbeißiger Kerl, der urplötzlich hinter der Theke auftauchte. Er war einen guten Kopf größer als die junge Frau und hatte eine Statur wie ein Profiringer. Der mehrfach gebrochenen Nase und den beiden Narben in seinem Gesicht nach zu urteilen, verfügte er augenscheinlich über eine Reihe einschlagender Argumente, um ungebetene Gäste nachhaltig vom Fernbleiben seiner Kneipe überzeugen zu können. Tom, bereits auf dem Sprung in Richtung Theke, ließ sich wieder auf seinen Stuhl sinken, als er sah, wie der Typ den größten der drei am Kragen packte und ihn mit seinen Augen durchbohrte, sodass dem Heini die Knie schlackerten. Mit wachsender Genugtuung beobachtete er, wie die drei sich trollten … offenbar stand ihnen nicht der Sinn nach einer ordentlichen Tracht Prügel, die der Kerl ihnen mit einem einzigen tiefen Blick versprochen hatte. Die Erleichterung, die Tom spontan durchströmte, erfuhr jedoch einen brachialen Abbruch, als er beobachtete, wie der Schrank auf zwei Beinen seine Hände auf die Schultern der jungen Blondine legte und ihr mit einem warmen Lächeln etwas zuflüsterte. Beharrlich schluckte er das aufkeimende Gefühl, was eindeutig den säuerlichen Geschmack von Eifersucht in sich trug, hinunter, als die zierliche Frau dem Ringer ein leichtes Lächeln schenkte und knapp nickte. Dann wischte sie die Theke ab und verschwand hinter der Tür auf der ‚nur für Personal’ stand. Die Kuckucksuhr bekrähte die erste Stunde des neuen Tages. Tom leerte sein Whiskeyglas und wartete mit einer Geduld, die nun mehr denn je an einem seidenen Faden hing, dass sie wieder erschien, während er überlegte, welche Strategie er heute verfolgen sollte, um ihren hübschen Lippen mehr als nur die bereits bekannten zehn Worte zu entlocken.

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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Fr Jul 13 2012, 19:14

Tastentante schrieb:
Mini, diese Geschichte ist der absolute Hammer...bitte, ganz ganz schnell mehr...Süchtig Laughing

Auwei, nicht süchtig werden ... das kann ich echt nicht verantworten Razz
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Fr Jul 13 2012, 19:46

Wow, einfach nur wunderbar man kann es sich bildlich richtig gut vorstellen und das ist einfach nur toll.
bitte, ganz ganz ganz schnell mehr.. Surprised
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Fr Jul 13 2012, 20:37

Lizzy schrieb:
Wow, einfach nur wunderbar man kann es sich bildlich richtig gut vorstellen und das ist einfach nur toll.
bitte, ganz ganz ganz schnell mehr.. Surprised

Danke dir, Lizzy ... Wenn ich es schaffe, kommt morgen die Fortsetzung Smile Wink
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Sa Jul 14 2012, 11:23

oh, das ist toll...habe nämlich schon Entzugserscheinungen Wink
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Sa Jul 14 2012, 11:54

Tastentante schrieb:
oh, das ist toll...habe nämlich schon Entzugserscheinungen Wink

Na dann werde ich mal dafür sorgen, dass deine Sucht gestillt wird - zumindest vorübergehend.
Fortsetzung ist unterwegs ... Smile
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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Sa Jul 14 2012, 11:59

Mini_2010 schrieb:
Na dann werde ich mal dafür sorgen, dass deine Sucht gestillt wird - zumindest vorübergehend.
Fortsetzung ist unterwegs ... Smile

Danke, Very Happy Mini Very Happy Very Happy Very Happy Very Happy Very Happy Very Happy Very Happy Very Happy
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Sa Jul 14 2012, 12:20

Für die Süchtigen unter uns hier die Fortsetzung ... Very Happy


Teil 9

Okaaaaaay … auch das ließe sich einrichten. Wenngleich seine Bedingung oberflächlich harmlos wirkte, irgendetwas kam ihr bei diesem Deal merkwürdig vor. Aber im Grunde war es auch einfach nur fair, fand sie. Und wenn er ihr Fragen stellte, die sie nicht beantworten wollte? Na gut, dann konnte sie ja immer noch ausweichen, das hatte sie schließlich perfekt drauf. „Okay, einverstanden.“, stimmte sie endlich zu. Ein strahlendes Lächeln legte sich auf sein Gesicht, und Anna vergaß für einen Moment zu atmen. Himmel, kein Wunder, dass ihm die Weiber in Scharen hinterherliefen. Doch dann wurde sein Blick plötzlich düster. Tief bohrten sich seine Augen in ihr Gesicht, und Anna wusste, was er sah. Unwillkürlich schob sie die Hand vor ihre linke Gesichtshälfte und versuchte die äußerliche Verletzung, die Jonas ihr beigebracht hatte, zu verbergen. Die innere konnte Tom zum Glück nicht sehen. „Wer war der Kerl, der dir das angetan hat?“, fragte er mit unterdrücktem Zorn. Prima, die erste Frage, und sie konnte sie ihm nicht beantworten. Das ging ja gut los. Eilig schüttelte sie den Kopf und lächelte knapp. „Ladies first … Ich bin dran mit der ersten Frage.“, lenkte sie geschickt von sich ab. Toms Mund verzog sich zu einem schiefen Grinsen, und Anna seufzte innerlich auf. Dann hob er das Weinglas an seine Lippen. Der Blick, den er ihr über den Rand des Glases zuwarf, hätte verboten werden müssen. Was hatte sie sich vorhin noch eingetrichtert? Das ist alles nur ein belangloses Geschäft. Ha ha ha … innerlich trat sie sich in den Hintern, während ihr Herz immer heftiger gegen ihren Brustkorb hämmerte und ihre Hände zu zittern begannen. Jetzt bereute sie es, dass sie sich keinen Wein hatte einschenken lassen, denn dann könnte sie sich wenigstens an dem Glas festhalten. „Könnte ich vielleicht doch einen Wein haben?“, fragte sie leise. Tom neigte den Kopf und grinste auf eine Weise, als hätte er sie direkt durchschaut. „Bist du sicher?“ Sie nickte und er erhob sich, griff nach der Flasche und schenkte ihr ein. Kaum hatte er sich wieder gesetzt, schnappte sie sich dem Glas und schüttete den Wein in einem Zug hinunter. Tom blinzelte verblüfft und schüttelte schließlich den Kopf. „Noch eins?“ Anna starrte auf das leere Glas in ihrer Hand und spürte, wie Hitze ihren Kopf überflutete. Dann nickte sie langsam. Der Wein schmeckte hervorragend. Warum nur hatte sie bisher nie Wein getrunken? „Du solltest ihn aber ein bisschen langsamer trinken.“, meinte er fürsorglich. „Also, was willst du wissen?“, fragte er schließlich, als er die Flasche auf den Tisch zurückgestellt hatte. „Probier mal das Sushi.“, forderte er sie auf, als sie nicht gleich reagierte.

Annas Augen taxierten unsicher ihren Teller. Die Stücke sahen wirklich lecker aus. Verstohlen sah sie zu ihm und beobachtete mit wachsender Faszination, wie er sich eines der kleineren Stücke in den Mund schob und genüsslich kaute. Oh ja, dieser Mund … Anna unterdrückte ein leises Stöhnen und widmete sich nun selbst ihrem Essen. Eilig schob sie sich eines dieser Fischröllchen in den Mund und … Eine Geschmacksexplosion traf auf ihren Gaumen. Anna schloss die Augen und seufzte wohlig auf, während sie langsam kaute, jeden Bissen genoss. Er war also nicht nur ein Gentleman, hatte Geschmack und Ahnung von Kunst, er konnte auch noch kochen. Himmel, wieso ist der Typ eigentlich immer noch Single? Als sie die Augen wieder öffnete, begegnete ihr ein amüsiertes Grinsen. „Was?“ Ein leises Kichern folgte. „Es schmeckt dir, das freut mich … aber … ich warte immer noch auf deine Frage.“, erinnerte er sie. Sie räusperte sich und legte die Gabel beiseite, griff nach der Serviette und tupfte sich die Mundwinkel ab. Dann neigte sie den Kopf und musterte eindringlich sein wunderschönes Gesicht. „Warum jetzt?“, fragte sie. Er runzelte die Stirn. „Warum haben Sie sich ausgerechnet jetzt dazu entschlossen, sich einem Interview zu stellen?“ Toms Brauen hoben sich, ehe sich tiefe Falten in seine Stirn gruben. Offenbar hatte er mit einer anderen Frage gerechnet. Sie schüttelte lächelnd den Kopf. „Ich meine, … Sie sind ein vielbegehrter Mann … und scheuen sich trotzdem vor der Öffentlichkeit.“ Eine Weile starrte Tom schweigend auf seinen Teller. Dann erhob er sich langsam und trat gemächlich vor die Glasfront, hinter der die Schwärze der Nacht sein Antlitz spiegelte. Einen Moment lang dachte er über ihre Frage nach. Die Antwort war für ihn ganz klar, aber was sollte er ihr sagen? Dass er sich vor der Öffentlichkeit scheute, weil er nicht das war, was sie alle in ihm zu sehen glaubten? Dass er Angst hatte, die falschen Fragen könnten das entlarven, was er so vehement zu schützen versuchte? Ein tiefes Seufzen entwich seinem Inneren, dann wandte er sich wieder dem Raum zu. Lange ruhte sein Blick auf ihr. Er wollte aufrichtig sein. Er wollte es so sehr … „Die Öffentlichkeit ist mir einfach zuwider.“, hörte er sich leise sagen. Und das war noch nicht mal gelogen. „Und dass ich diesem … Interview zugestimmt habe …“ Sein Blick nahm an Intensität zu, während sie diesem unbeirrt standhielt. Dann zuckte ein leichtes Lächeln über seine Lippen. „Na ja, vielleicht hab ich einfach nur eine Chance gesehen, mehr als nur zehn Worte mit dir reden zu können, wenn ich darauf eingehe.“ Nicht ganz die Wahrheit, aber verdammt nahe dran. Überrascht von dieser Ehrlichkeit klappte Anna die Kinnlade nach unten. Hastig schob sie sich noch eines von diesen Sushiröllchen in den Mund und schüttete einen Schluck Wein hinterher, bevor ihre Gesichtsentgleisung wieder peinlich wurde.

Tom war Annas Verlegenheit nicht entgangen. Mit einem verschmitzten Grinsen setzte er sich wieder an den Tisch, stützte die Ellbogen auf die Tischplatte und bettete seinen Kopf auf seine verschränkten Hände. „Okay, jetzt bin ich dran.“ Eilig trank Anna noch einen Schluck von dem Wein. „Der schmeckt wirklich richtig gut.“, lobte sie und stellte das Glas ab. Die wohlige Schwere, die sich allmählich in ihrem Kopf auszubreiten begann, ließ sie sein Lächeln erwidern. Dann verschränkte sie die Arme vor der Brust und sah ihn erwartungsvoll an. „Also, wer war der Kerl gestern in der Kneipe?“ „Ein Bekannter“, antwortete Anna wie aus der Pistole geschossen. Tom hob die Brauen und sah sie auf eine Weise an, die ihr unmissverständlich klarmachte, dass er ihr ihre viel zu schnelle Antwort nicht abkaufte. „Wie bekannt? Ich meine, sein Übergriff schien mir … sehr persönlich. Und mir hat er gedroht, ich solle seine Frau in Ruhe lassen.“ Unruhig begann Anna auf ihrem Stuhl herumzurutschen. Toms Instinkt sagte ihm, dass er mit seiner Frage in ein Wespennest gestochen hatte. Ein abgrundtiefes Seufzen folgte. „Mein Verlobter.“, murmelte sie schließlich. „Du bist verlobt?“, rief er gleichsam verblüfft wie schockiert. Na ja, noch-verlobt trifft es besser … und hoffentlich bald nicht-mehr-verlobt …, ging es Anna durch den Kopf, während Tom sie erstaunt ansah. Doch die Überraschung währte nicht lang, fast übergangslos wurde sie von einem aufkeimenden Anflug von Zorn abgelöst. „Was für ein Schwein.“, murmelte er still vor sich hin. „Ist er der Grund …“ „Ich bin dran …“, unterbrach Anna ihn eilig. „Und ich will eine ehrliche Antwort.“, beharrte sie mit ernstem Blick. Tom verstummte und sah sie mit gemischten Gefühlen an. „Warum haben Sie mich in dieses Hotelzimmer gebracht?“ „Wie kommst du darauf, dass ich das war?“, beantwortete er ihre Frage mit einer Gegenfrage. Mist …, ging es ihm einen Sekundenbruchteil später durch den Kopf. Und ihrem triumphierendes Lächeln nach zu urteilen, hatte sie ebenfalls bemerkt, dass er sich mit seiner unüberlegt daher geplapperten Antwort gerade ein klassisches Eigentor geschossen hatte. Raffiniert. Aber was soll’s. Er neigte den Kopf zur anderen Seite, musterte ihr Gesicht, ihre schlanken Finger, die sich viel zu verkrampft in die Serviette krallten. „Also? Wie kommst du darauf?“, bohrte er nach. „Ich weiß es einfach.“, tat sie seine Frage beiläufig ab. Ihr Blick wurde eindringlich, die Leichtigkeit in ihrem Gesicht war einem gewissen Ernst gewichen, und Tom begann, sich irgendwie unbehaglich zu fühlen. „Warum sind Sie danach einfach gegangen?“ „Wäre es dir lieber gewesen, ich wäre geblieben?“, konterte er verschmitzt. Anna öffnete den Mund, um etwas zu erwidern, ließ es dann jedoch bleiben. Er lachte leise, ehe er abrupt verstummte. „Was wolltest du eigentlich in dieser Gasse?“ Sie bedachte ihn mit einem langen Blick. „Nichts, ich war auf dem Weg nach Hause.“ Er nickte verstehend. „Und warum sitzen Sie Abend für Abend in dieser Kneipe, wo Sie doch eigentlich gar nicht dorthin passen?“, wollte Anna wissen und tadelte sich einen Moment später für ihren recht ungestümen Vorstoß. Weil du dort bist … „Ich fühle mich dort wohl.“, erwiderte er mit einem schiefen Grinsen. „Und warum arbeitest du dort?“

Anna erstarrte mitten im Luftholen. Eilig griff sie nach ihrem Weinglas und schüttete sich den Rest des leckeren Gesöffs hinunter. Dann stand sie auf. Das fluffige Gefühl in ihrem Kopf schoss in ihre Beine, und auf recht unsicheren Füßen trat sie auf die Fenster zu. Sie holte ein paar Mal tief Luft. Was sollte sie ihm sagen? Hör zu, ich habe einen cholerischen Stiefvater und einen emotional verkrüppelten Verlobten, die mir das Leben zur Hölle machen. Und mit diesem erbärmlichen Hinterhofjob versuche ich mir ein kleines Stück Eigenständigkeit zu bewahren …, ging es ihr trostlos durch den Kopf. Wie bemitleidenswert. Und während sie in die Nacht hinaussah, fühlte sie sich plötzlich so klein und unbedeutend wie nie zuvor. Sie bemerkte nicht, wie Tom plötzlich hinter sie getreten war. Erst als sie aufsah und sein Spiegelbild hinter ihrem erkannte, fuhr sie erschrocken herum. Seine Augen blickten traurig, während er ihr schweigend ein Taschentuch reichte. Verwirrt starrte sie auf das schneeweise Stück Stoff. „Du weinst.“, sagte er leise. Sie befühlte ihre Wangen. Tatsächlich, sie waren feucht. „Danke, ist mir gar nicht aufgefallen.“, flüsterte sie mit stockender Stimme und schniefte in das Taschentuch. „Also, warum arbeitest du in dieser Kneipe?“, wiederholte er seine Frage. Sie lachte, doch es klang alles andere als fröhlich. „Oh, komm jetzt bloß nicht mit diesem Quatsch, von wegen eine Frau wie ich gehört dort nicht hin … und so.“, wehrte sie mit einem unsicheren Lachen ab. Das hatte sie schon zur Genüge von Manny hören müssen. Tom neigte den Kopf und sah sie aus halb geschlossenen Augen an. „Wäre das so abwegig?“ Anna zuckte die Schultern und wandte sich wieder um. „Das ist meine Angelegenheit.“, antwortete sie knapp. Er lächelte, und in der Spiegelung der Fenster konnte sie erkennen, dass er noch dichter hinter sie getreten war. Dicht. Sehr dicht. Flüsterzart strichen seine Finger über ihre Schultern und zauberten eine Gänsehaut auf ihre Arme. Sie schloss die Augen und sog dieses wunderbar wohlige Gefühl seiner Nähe in sich auf. „Ich könnte dir helfen.“, meinte er. Anna stieß einen Seufzer aus, in dem sich der Kummer eines ganzen Menschenlebens zu offenbaren schien. „Danke, ich komm schon klar.“, erwiderte sie resigniert und wandte sich erneut zu ihm. Tom holte tief Luft und sah die Blondine lange und eindringlich an. Langsam hob er seine Hand und strich ihr sanft das Haar über die Schulter zurück. Seine Augen ruhten unverwandt in ihren. „Warum führen wir dieses Interview, Anna?“

So musste sich ein Schuldiger auf der Anklagebank fühlen. In allen Punkten überführt, von den richtigen Fragen in die Enge getrieben … und nur noch einen Atemzug davon entfernt auszupacken. So hatte sie sich die ganze Sache nicht vorgestellt. Wieder dachte sie an ihre Mutter, und neue Tränen schossen aus ihren Augen, rollten ihre Wangen hinab. „Hey.“, flüsterte Tom, der ihre Reaktionen immer weniger verstand. Anna hob abwehrend die Hände. „Tut mir leid, … aber ich glaube, es ist besser, wenn ich jetzt gehe.“, sagte sie, wandte sich von ihm ab und stürzte zur Tür. Doch noch bevor sie selbige erreichen konnte, erschien er wie aus dem Nichts vor ihr und versperrte ihr den Weg. Anna stieß einen erstickten Schrei aus und taumelte zurück. „Was? Wie?“, keuchte sie, ihr starrer Blick auf ihn gerichtet. Tom verharrte an Ort und Stelle, hielt den Kopf gesenkt und ballte die Hände zu Fäusten. Er atmete tief und langsam. Offenbar versuchte er, die Kontrolle über sich zu behalten. „Tut mir leid … ich wollte dich nicht erschrecken.“, flüsterte er mit einem Anflug von Ernüchterung in der Stimme. In seinen Augen glomm tiefe Reue und eine leise Angst, als sein Blick auf den ihren traf. Unwillkürlich trat sie weiter zurück, bis etwas ihren Rückzug bremste. „Wer … wer bist du?“, keuchte sie mit abgehakter Stimme, der Schock noch tief in ihren Knochen steckend. Seine Schultern sackten ein Stück nach unten, und seine Augen nahmen einen zutiefst verunsicherten Ausdruck an. Dann zuckte ein trauriges Lächeln über seine Lippen. „Das ist die falsche Frage.“, flüsterte er. Für einen Sekundenbruchteil flammten seine Augen unnatürlich hell auf. Annas Atem stockte. Ihr Herzschlag beschleunigte sich, und sie presste sich noch enger gegen die Wand, in der Hoffnung, sie würde nachgeben und ihr einen unerwarteten Fluchtweg bescheren. „Die richtige Frage ist … Was bin ich?“, fügte er noch leiser hinzu. Tausende Gedanken wirbelten durch ihren Kopf, mischen sich mit Bildern und Ereignissen, und plötzlich hatte sie eine Ahnung, was er mit der Aussage meinte, er scheue sich vor der Öffentlichkeit. Sie hatte es zunächst für einen Versuch gehalten, eine harmlose Schwäche zu verbergen, … aber jetzt … Oh mein Gott, … wen hatte sie da vor sich? In was war sie da hineingeraten? Himmel, war das ganze hier am Ende doch eine Falle um sie letztlich zu … ja, was denn eigentlich?

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Sa Jul 14 2012, 12:59

wow dein schreibstil macht deine geschichte richtig lebendig freue mich auf die fortsetzung, Wink bitte bitte mach ganz schnell weiter muss unbedingt wissen, wie es weiter geht
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Sa Jul 14 2012, 13:41

Lizzy schrieb:
wow dein schreibstil macht deine geschichte richtig lebendig freue mich auf die fortsetzung, Wink bitte bitte mach ganz schnell weiter muss unbedingt wissen, wie es weiter geht

Dankeschön ... ja, ich beeile mich, schnellstmöglich für Nachschub zu sorgen. Wink
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   So Jul 15 2012, 17:01

Mini, dieser Teil war schon wieder so grandios. Kein Buch ist so wunderbar und spannend geschrieben wie deine Geschichten Very Happy Very Happy Du bist wirklich der Hit
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   So Jul 15 2012, 19:31

Tastentante schrieb:
Mini, dieser Teil war schon wieder so grandios. Kein Buch ist so wunderbar und spannend geschrieben wie deine Geschichten Very Happy Very Happy Du bist wirklich der Hit

Danke für die Blumen, das Kompliment gebe ich gerne zurück Wink
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Mo Jul 16 2012, 09:58

So, Nachschub für die Suchtis ... Wink

Teil 10

Verdammt …, fluchte Tom innerlich. Das hätte er nicht tun dürfen. Aber irgendwie hatte er doch verhindern müssen, dass sie einfach ging. Er hatte noch nicht alles erfahren. Sie hatte noch nicht alles erfahren. Und dann die Frage nach dem Grund ihrer nächtlichen Aktivitäten. Warum verbarg sie es vor ihm? Was steckte dahinter? Zusätzlich beunruhigt von der Tatsache, dass er sie erschreckt hatte, trat er auf den Tisch zu und griff nach seinem halbleeren Weinglas, setzte es an und trank es aus. Dann schenkte er sich einen neuen Wein ein, hob den Blick und richtete ihn auf Anna. „Möchtest du auch noch ein Glas?“, fragte er, und hoffte, damit die Situation irgendwie zu entspannen. Anna, die noch immer geschockt gegen die Wand gepresst stand, wirkte mit dieser Frage mehr als nur überfordert. Mit einem tiefen Seufzer füllte er ihr Glas und ließ sich dann auf das Sofa fallen, welches am anderen Ende des Raumes stand. Eine Weile beäugten sie sich durch die Dimension, die sie trennte. „Es tut mir wirklich leid.“, bekräftigte er noch mal, und hoffte, dass sie ihm glaubte. „Komm her, ich beiße nicht.“, sagte Tom schließlich in einem Versöhnungsversuch und klopfte einladend neben sich auf das Polster. Anna legte den Kopf schief und musterte ihn eindringlich. Die warnende Stimme in ihrem Kopf brüllte so laut, dass sie fürchtete, jeder in diesem Haus könnte sie hören. Und während sie den Anflug von Zweideutigkeit in seinen Worten zu ignorieren versuchte, näherte sie sich zögerlich dem Sofa. Erfüllt von untrüglicher Skepsis, ließ sie sich eine gute Körperbreite entfernt von ihm auf den angebotenen Platz sinken. Mit einem versöhnlichen Lächeln reichte er ihr das Weinglas, und sie gönnte sich einen Moment, ihn genauer in Augenschein zu nehmen, um sich auf das was sie gesehen hatte, einen Reim zu machen. „Die richtige Frage ist … Was bin ich?" …, hallte es in ihrem Kopf. Ihre Augen taxierten sein Gesicht, wanderten über seinen Hals zu seinem Oberkörper. Das schwarze Hemd umschmeichelte seine Brust, und die obersten zwei Knöpfe, die offen standen, gewährten ihr einen ausgezeichneten Blick auf nackte Haut. Himmel, er sah verteufelt gut aus, fast schon zu gut, um wahr zu sein. „Die richtige Frage ist … Was bin ich?“ …, dröhnte es erneut in ihrem Kopf. Was meinte er damit? Er war … außergewöhnlich … zuvorkommend … charmant … attraktiv … einfach anders. Tom Lanford … und offenbar interessierte er sich für sie. Warum ihr das nicht schon früher bewusst geworden war, wusste sie nicht. Oder tat sie es und hatte sich bisher einfach nur gezwungen, es zu ignorieren? Doch jetzt, hier in diesem von sanftem Licht erfüllten Raum, in dem selbst das Schweigen zwischen ihnen einen angenehm Klang hatte, hatte sie auf einmal das Gefühl, als würde sie ihn zum ersten Mal richtig sehen … zumindest glaubte sie das. „Du mich beißen? Das wäre ja auch noch schöner.“, versuchte sie, ihre fortwährende Unruhe, die sie auf gewisse Weise wachsam bleiben ließ, in den Hintergrund zu drängen, und gleichzeitig seine Aussage zu ergründen. Wieder neigte sie den Kopf und lächelte nun leicht. „Oder bist du vielleicht ein böser Vampir auf der Suche nach unschuldigen Mädchen?“, fügte sie mit einem schelmischen Grinsen hinzu.

Ihr verschmitztes Lächeln ließ Tom einen Schauder über den Rücken laufen. Sekunden später versteifte sich sein ganzer Körper. „Hey, was ist los?“, fragte sie arglos und stupste ihn sanft an, als er wie eine Statue reglos neben ihr verharrte. Als hätte sie ihn auf diese Weise aus einer Art Trance geweckt, räusperte er sich und erhob sich, nur um anschließend orientierungslos durch den Raum zu rennen. „Hab ich was Falsches gesagt?“, fragte Anna nach einer Weile und sah ihn völlig verdattert an. Tom schalt sich innerlich einen gedankenlosen Trottel. Er hatte das Spiel zwischen ihnen genossen, die Leichtigkeit und Unbekümmertheit, die der Dialog ihnen verliehen hatte. Bis er versehentlich seine Deckung aufgegeben und ihr unabsichtlich etwas von sich preisgegeben hatte, was verborgen hätte bleiben sollen. Sie hatte ihn total in ihren Bann gezogen. War er deswegen so unachtsam geworden? Und nun hatte sie mit ihrer leicht dahingesagten Floskel auch noch zufällig den Nagel ziemlich perfekt auf den Kopf getroffen. Verdammt, das war nicht gut. Gar nicht gut …, fluchte er innerlich, während er ziellos durch den Gegend rannte. Und wenn er ihr einfach die Wahrheit sagte? Klar, sie würde mit Sicherheit schreiend weglaufen, so wie vorhin, als er sich für ihre Augen zu schnell bewegt hatte … Und wenn nicht? Na ja, es bestand zumindest eine ganz klitzekleine Möglichkeit, dass sie vielleicht doch nicht … Ach Quatsch, … die Geschichten und Legenden, die man sich über Seinesgleichen erzählte, waren doch eindeutig. Mehr als eindeutig. Man brauchte nur das Wort Vampir erwähnen und … Wuuaaahh … das Gekreische ging los. Dabei stimmte das, was man sich über sie erzählte, nicht mal im Ansatz. Na gut, das eine oder andere war schon wahr … aber er war doch einer von der ganz zahmen Sorte – meistens zumindest. Meine Güte, Tom … du hörst dich an, als wolltest du dich als Schoßhund für sie bewerben … Stubenrein, horcht aufs Wort, kaut nicht das Sofa an, bellt nur und beißt nicht … das ist doch Blödsinn … Du bist was du bist …, schalt er sich. Und entweder sie akzeptiert dich so oder nicht. Klar, diese Worte waren leicht daher gesagt, aber Anna war nicht irgendwer. Sie war … oh scheiße Mann, … er hatte sich bis über beide Ohren in sie verliebt und wollte nicht, dass sie diese Wohnung jemals wieder verließ … dass sie ihn verließ. Wenn er doch nur die Zähne auseinanderkriegen würde und es ihr einfach gestehen könnte. Sein Blick streifte flüchtig ihr Gesicht. Vielleicht sollte er es wirklich auf einen Versuch ankommen lassen und einfach schauen, was passiert. Und wenn es nicht klappte, konnte er ja immer noch mit den Augen blinzeln, ihre Erinnerung löschen und alles wäre für sie wieder wie früher. Sie könnte in ihr geordnetes Leben zurückkehren, sich die Nächte in der Bar um die Ohren schlagen und sich von ihrem brutalen Verlobten das Gesicht zertrümmern lassen. Oh Gott, was für ein armseliges Los.

Sein Blick streifte erneut den ihren und blieb auf der Schwellung an ihrer linken Wange hängen. Könnte er ihr das wirklich antun? Nein. Denn er konnte es sehen, … das Elend in ihren Augen, den Schmerz in ihrem Gesicht … Klar, er war gefährlich, aber im Vergleich zu ihrem jähzornigen Verlobten, war er doch vergleichsweise harmlos. Ach Mann, Tom, was redest du dir da nur ein ... es bringt doch nichts. Du kannst nicht den Samariter für sie spielen, wenn sie Angst vor dir hat, so sehr du es auch willst. „Tom.“, riss ihre warme sanfte Stimme ihn aus seinen widerstreitenden Denkübungen. Er hielt in seiner Wanderung inne und sah sie einfach nur an, während er innerlich mit sich rang. Und wenn er ihre Aussage doch einfach nur als beiläufig abtat und sie mit seinem Charme überspielte? Ja, ... gute Idee ... Und wenn sie erst gegangen war, konnte er sich wieder in seinem eigenen trostlosen Leben verkriechen und auf die nächste Chance warten … so in dreihundert Jahren, wenn überhaupt. Betrübt schüttelte er den Kopf. Wie viele von Seinesgleichen fallen der Lebensmüdigkeit zum Opfer, weil sie keinen Sinn mehr in ihrem Dasein sehen? Klar, er hatte sich früh genug davon befreit, war ausgebrochen aus dem Leben, was er und Seinesgleichen für gewöhnlich führten. Und warum? Weil er mehr gewollt hatte. Ja, er wollte nicht nur existieren, er wollte leben … und er wollte fühlen, dass er lebte. Wieder fiel sein Blick auf Anna. Eine Chance, … glücklich zu sein, das war es, wonach er sich sehnte, … etwas, was jeder normale Mensch wollte. Und sie könnte es ihm geben, da war er sich absolut sicher. Ach, was soll’s. Wenn du wirklich leben willst, musst du auch bereit sein, ein Risiko einzugehen. „Komm schon, setzt dich.“, forderte sie ihn nun direkt auf und klopfte dabei einladend auf die Polster, so wie er es vor wenigen Minuten bei ihr getan hatte. Tom kehrte aus seinem Gedankenchaos zurück und sah sie einfach nur an, während sie von ihrem Wein nippte. Ihre Wangen waren gerötet und ihre Augen glänzten. Zauberhaft. Ein neckisches Lächeln spielte um ihre Lippen, während er auf sie zutrat. „Im Gegensatz zu dir beiße ich nämlich wirklich nicht.“, scherzte sie. Tom fühlte sich, als hätte sie ihm eine schallende Ohrfeige verpasst. Nicht, dass es ihn gestört hätte, aber ihre Unbekümmertheit was ihn betraf, bereitete ihm zunehmend Angst. Enthemmte sie der Alkohol so sehr, dass sie das alles für ein Spiel hielt? Oder ahnte sie wirklich etwas? Zögerlich trat er auf das Sofa zu und ließ sich auf die Stelle sinken, auf der sie soeben noch gesessen hatte. „Wäre das denn schlimm?“, hörte er sich leise fragen. Anna hob die Brauen und runzelte die Stirn. „Was denn?“ Er zuckte die Schultern. „Wenn ich beißen würde?“ Ihr helles Lachen erfüllte für einen Moment den Raum. „Du meinst, wie ein … Vampir?“ Er nickte langsam, während seine Augen gebannt auf ihrem Gesicht ruhten. Das unbeschwerte Lachen verstummte. Ihr Blick wurde ausdruckslos, und einen Moment lang starrte sie nur vor sich hin, schien darüber nachzudenken, was er gesagt hatte. Dann senkte sie den Kopf und stieß ein gequältes Seufzen aus. „Ich schätze, alles ist besser als sich tagtäglich zu fragen, ob man geliebt wird oder nur ein hübscher Gegenstand ist.“, erwiderte sie leise und sah ihn traurig an.

Mit dieser Antwort hatte Tom nicht gerechnet. Dennoch bewahrte er sich davor, vorschnell in überschwänglichen Freudentaumel auszubrechen. Bisher war alles nur blanke Theorie gewesen. Mit seinem wahren Wesen hatte sie bislang nur im Ansatz Bekanntschaft gemacht, und dieser flüchtige Moment war nicht unbedingt von Erfolg gekrönt gewesen. Anna hob erneut das Glas an und trank ihren Wein. Dafür, dass sie sonst überhaupt keinen Alkohol trank, nahm sie im Moment recht viel davon zu sich. „Du solltest langsamer trinken … Zuviel davon ist nicht gut.“, meinte er fürsorglich. Grinsend lehnte sie sich näher zu ihm, sah ihn mit großen Augen an. Tom hielt die Luft an, als ihr betörender Geruch seine Nase überflutete und ihm für einen Augenblick die Sinne raubte. Ihre Hand legte sich sanft auf sein Gesicht. „Hast du Angst, dass ich mich daneben benehmen könnte?“, säuselte sie leise. Nein, aber dass ich es möglicherweise tue … Er unterdrückte ein Stöhnen bei dieser unerwartenden Berührung. Ganz sanft glitten ihre Finger zu seinem Mund, strichen über seine Lippen. Sein Herz hämmerte so laut, dass sie es eigentlich hören müsste. Am liebsten wäre er aufgesprungen und in den angrenzenden Raum geflüchtet, aber er blieb wie angewurzelt sitzen. Diese Nähe, so sehr er sie wollte, überforderte ihn, lähmte ihn, während ihr Blick wie gebannt auf sein Gesicht gerichtet war. Das unverhohlene Leuchten in ihren Augen hätte ihn eigentlich stutzig machen sollen, doch er war viel zu gefangen von ihren Berührungen, als dass er zu irgendeiner Reaktion fähig gewesen wäre. Ganz langsam glitt ihr Daumen über seine Lippen, schob fast beiläufig seine Oberlippe nach oben und entblößte dabei eine Reihe makellos weißer Zähne. „Na dann zeig mal deine Beißerchen.“, kicherte sie. Die Warnung, mit dem Alkohol vorsichtiger zu sein, kam eindeutig viel zu spät. Tom schluckte schwer, wich ein Stück vor ihr zurück, musterte sie angespannt. Sie glaubte immer noch an ein Spiel, und der Alkohol unterstützte zweifellos dieses Empfinden. Tja, vielleicht war es Zeit, sie von dem Ernst der Lage zu überzeugen, in der sie sich befand. Ohne Vorwarnung schossen seine Eckzähne aus dem Kiefer und wuchsen auf eine unnatürliche Länge. Anna stieß einen spitzen Schrei aus, das Glas rutschte aus ihrer Hand und landete mitsamt dem Rotwein auf seinem Hemd. Wie von der Tarantel gestochen sprang sie vom Sofa hoch und stürzte quer durch den Raum zur Tür. Doch noch ehe sie die Klinke greifen konnte, war er bei ihr, schlang seinen Arm um ihre Taille und zog sie zurück. Für einen Moment schien die Welt stehen zu bleiben. Annas Herz hämmerte wie ein Trommelwirbel, während ihre Kehle wie zugeschnürt war. Sie keuchte leise auf, als sie sich Sekunden später des Umstandes gewahr wurde, dass sie mit dem Rücken gegen seine Brust gepresst stand. Nahe. Zu nahe … Sie schluckte heftig, … mehrmals, als das Bild seiner wachsenden Zähne in ihrem Kopf auf Endlosschleife spulte. „Si-sind die … echt?“, flüsterte sie schließlich nach einer gefühlten Ewigkeit. Tom schlang nun beide Arme um sie und hielt sie fest, fast so als hätte er Angst, die Wahrheit könnte sie zusammenbrechen lassen. „Ja“, erwiderte er kaum hörbar. Dann erfüllte Schweigen die Weiten des Penthouses.

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Mo Jul 16 2012, 11:44

Mini, meine FF Göttin, was für ein wunderschöner Teil ich kann von dieser FF nicht genug bekommen, die ist so hammermäßig geschrieben bitte ganz schnell mehr davon.. Very Happy
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Mo Jul 16 2012, 15:32

Ja, da schließe ich mich gerne an. Lizzy hat es wirklich treffend ausgedrückt. Du bist dieFF-Göttin hier. Wink
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Mo Jul 16 2012, 17:37

Ach herrjeminee ... FF-Göttin ... sunny Danke für die Blumen. bounce Ihr seid mindestens genauso grandios mit euren Geschichten, wenn nicht sogar besser. Ertappe mich schon desöftern dabei, dass ich neidisch auf eure Ideen und Schreibstile bin ... Wink Very Happy
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Mo Jul 16 2012, 22:23

Na, du bist mir vielleicht eine. Du bist hier eindeutig am grandiosesten! :DIch verschlinge jeden deiner Teile wie einen superleckeren Kuchen...Hab manchmal direkt schon Komplexe mit meinem Geschreibsel.
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Di Jul 17 2012, 14:30

Tastentante schrieb:
Na, du bist mir vielleicht eine. Du bist hier eindeutig am grandiosesten! :DIch verschlinge jeden deiner Teile wie einen superleckeren Kuchen...Hab manchmal direkt schon Komplexe mit meinem Geschreibsel.

Was das betrifft, würde ich es gerne auf eine Diskussion ankommen lassen. Razz Ich hab dir schon oft gesagt, wie sehr ich die Art liebe, wie du mit Worten spielst und Assoziationen schaffts. Ich wünschte manchmal, mir würde das ähnlich gut gelingen. Smile
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Di Jul 17 2012, 15:13

So, weiter gehts. Ich hoffe, der Teil sagt euch auch zu ... Smile


Teil 11

Einen Augenblick lang war Tom irritiert, dass sie nicht loskreischte und sich wie eine Furie in seinen Armen gebärdete. Seine Erfahrung hatte ihn auf Vieles vorbereitet, aber nicht auf diese ergebene Reglosigkeit. Das war etwas völlig Neues. Ein gutes Zeichen? Leise Hoffnung keimte in ihm auf. Und als Tom sich sicher war, dass der erste Schock vorüber war und Anna weder zusammenbrechen noch weglaufen würde, ließ er sie los. Leicht schwankend blieb sie mitten im Zimmer stehen, was nicht zuletzt dem Alkohol zuzuschreiben war. Es dauerte einen Moment, bis sie sich wieder gefasst hatte und die Erkenntnis durch ihren benebelten Verstand drang. Ein Vampir? Er ist ein Vampir. Tom Lanford ist ein Vampir … ach du liebe Güte … Sie schlug sich die Hand vor den Mund und keuchte auf. Das erklärte einiges. Seine nächtlichen Aktivitäten, seine Undurchsichtigkeit. Dass er die Öffentlichkeit mied und sich vor Fragen scheute. Aber … Sie hatte sich ein derartiges Geschöpf der Nacht immer ganz anders vorgestellt … blutrünstig, blass mit gruseligen Augen und schrumpeliger Haut … und … Na gut, wenn sie ganz ehrlich war, hatte sie über derlei Quatsch bisher immer lauthals gelacht. Aber wenn man Toms Worten Glauben schenken konnte – und aus irgendeinem Grund tat sie das – dann war das hier alles andere als eine vorgezogene Halloween-Party. Anna räusperte sich. Dann wandte sie sich ganz langsam zu ihm um. Überrascht hob sie die Brauen und starrte auf den atemberaubenden Anblick, der sich ihr in etwa fünf Meter Entfernung bot. Er hatte sein Hemd ausgezogen. Sie stutze … dann erinnerte sie sich. Sie hatte ihr Weinglas über ihm ausgeleert. Sie dachte flüchtig daran, sich dafür zu entschuldigen. Eine Sekunde später schüttelte sie langsam den Kopf, während unbewusst ihre Zunge über ihre Unterlippe glitt und sie ihn ausgiebig von oben bis unten und wieder bis oben mit den Augen abtastete. Halleluja, das war … Oh Gott … Sie wollte einen Schritt zurück machen, doch der Alkohol nahm ihr das Gleichgewicht. Sie verlor den Halt und kippte zur Seite. Doch noch ehe sie ungebremst auf den Boden knallen konnte, hatte Tom sie aufgefangen, obwohl er gefühlte hundert Meter von ihr entfernt stand. Ihr fester Blick forschte mit zurückhaltender Neugier in seinen Augen, suchte nach einem Anzeichen echter Gefahr, mal ganz abgesehen davon, dass seine bloße Existenz schon Gefahr genug war. Aber aus irgendeinem Grund empfand sie keine Angst. Im Gegenteil. Er hatte sie vor diesen drei schmierigen Typen gerettet. Er hatte Jonas verprügelt, als der sie geschlagen hatte. Wenn eine Frau wohl Angst haben müsste, dann vor solchen Männern, die glaubten, sich alles nehmen zu können. Tom jedoch hatte ihr niemals etwas zuleide getan, trotz der Möglichkeiten, die sich ihm zweifellos geboten hatten. Zum Beispiel hier in seiner Wohnung, … er hätte sie einfach schnappen und auffressen können. Aber er hatte es nicht getan … Ohne zu merken, dass sie es tat, hob sie ihre Hand und legte sie an seine Wange, strich sanft über den leichten Bartschatten, der sich angenehm rau unter ihren Fingern anfühlte, bis zu seinen Lippen … fuhr langsam mit ihrem Daumen darüber. Mit entrückter Faszination sah sie ihn an, berührte ihn. Er fühlte sich an wie ein ganz normaler Mann – er war warm, sein Herz schlug – nur dass er deutlich leckerer roch als die meisten seiner Geschlechtsgenossen und darüberhinaus noch unverschämt gut aussah. Und seine Augen erst … Verfluchte Scheiße … Nein, sie fürchtete sich nicht vor ihm. Kein bisschen. Nicht mal ein klitzekleines bisschen … und eigentlich sollte ihr genau das Angst machen. Stattdessen fing sie seinen intensiven Blick auf, sog seinen Geruch ein und versank in der Hitze, die von seinem Körper ausging … „Küss mich, …“, wisperte sie und streckte sich näher zu ihm.

Wie bitte? Was hat sie da gesagt? Augenblicklich versteifte sich sein ganzer Körper. Und noch ehe er sie sanft aber bestimmt von sich schieben konnte, hatte sie sich auf die Zehenspitzen gestellt und ihre Lippen auf seine gedrückt. Sein Herz überschlug sich und sein Atem stieß keuchend zwischen seinen Lippen hervor, traf auf ihre, die sich warm und weich auf seinen bewegten. Ihr köstlicher Geschmack überwältigte ihn, und irgendwas in seinem Kopf setzte aus. Wie ferngesteuert schlang er seine Arme um ihre Taille, erwiderte ihren Vorstoß und zog sie an seinen Körper, der binnen Sekunden lichterloh in Flammen stand. Ihre Lippen teilten sich, ihre Zunge glitt hervor und strich über seine Unterlippe. Ein tiefes Stöhnen summte in seiner Kehle, als sie ihre Zunge in seinen Mund schob, sie an seiner rieb. Heiß … feucht … verlangend. Ihre Hände krallten sich in seine nackten Schultern, als er den Kuss intensivierte. Eigentlich hatte er dieses Kennenlernen langsam angehen lassen wollen, doch seine Definition von „langsam“ schien ihr offenbar nicht schnell genug … und ihm auch nicht. Ungestüm glitt ihre Zunge über seine Zähne … seine messerscharfen Eckzähne, die er nun, da sich seine Emotionen geradezu überschlugen, unmöglich hatte zurückdrängen können … Es geschah im Bruchteil von Sekunden … Und als der süße Geschmack auf seine Zunge traf, explodierte ein Feuerwerk der Sinne in seinem Kopf, ließ ihn in einen betörenden Strudel aus Empfindungen sinken. Sein Verstand verabschiedete sich und die aufflammende Leidenschaft übernahm die Kontrolle über sein Handeln. Anna stieß ein langgezogenes Stöhnen aus, als er heftig an ihrer Zunge zu saugen begann. Seine Hände strichen über ihren Körper, umfassten ungeduldig ihre weichen Rundungen, bevor sie sich auf ihre Hüften legten und sie voller Begierde gegen die seinen pressten. Keuchend stolperten sie durch das Zimmer, Sekunden bevor ihr Blindflug an der Unnachgiebigkeit einer Wand scheiterte, während sich gleichzeitig ihre Lippen und Zungen in dem Kuss verloren. Völlig in diesem Rausch versunken, schoben sich seine Hände unter den Saum ihres Kleides, zerrten es ungestüm über ihre Hüften, ehe er ihre Oberschenkel packte und sich zwischen ihre Beine drängte. Anna riss sich von seinem Mund los, warf den Kopf in den Nacken und keuchte laut auf. Toms Lippen fanden ihren Hals, glitten unbeirrt über die weiche Haut und kamen auf der pochenden Ader zu liegen. Seine Zunge schnellte hervor, leckte über den klopfenden Puls und begann hungrig daran zu saugen. Sie schlang ihre Beine um seine Hüften und wiegte sich an seinem Körper, schloss die Augen und genoss das äußerst erregende Gefühl seiner Hände auf ihrer erhitzten Haut, seiner kreisenden Hüften, seiner saugenden Lippen und das leichte Kratzen seiner Zähne an ihrem Hals ... das lustvolle Stöhnen in seiner Kehle, was sie tiefer in diesen nebulösen Strudel der Leidenschaft zog, aus dem eine warnende Stimme hervorklang, erst leise, dann immer lauter. Vampir. Anna erstarrte, riss die Augen auf. Mit einem Ruck packte sie Toms hübschen blonden Haarschopf und zog ihn von ihrem Hals weg. Seine Lippen waren leicht geöffnet, die Fänge voll ausgefahren und der Blick glühend unter halb geschlossenen Lidern … Verführung pur … begleitet von einer Leidenschaft, die augenblicklich in ihren Unterleib schoss und eine Hitze schürte, die sie zu versengen drohte. „Halt. Stopp“, keuchte sie atemlos. Tom erstarrte auf der Stelle, fast so als hätte sie mit diesen beiden einfachen Worten das Stichwort gegeben, um ihn aus seinem Rausch zu reißen.

Erschrocken riss er die Augen auf, stellte sie eilig auf die Füße und trat einen Schritt zurück. Schwer atmend und mit hämmerndem Herzen taumelte Anna zurück gegen die Wand, krallte sich daran fest. Wow … In ihrem Kopf drehte sich alles, während ihr Blick den seinen fand. Keuchend starrte er auf ihren Hals, an dem sich ein roter Fleck gebildet hatte. Seine Eckzähne waren noch immer voll ausgefahren. Als er sich dessen bewusst wurde, schlug er sich erschrocken die Hand vor den Mund und wich zurück. „Oh Gott, das tut mir leid.“, flüsterte er. Annas Atem ging noch immer keuchend, und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis sie dem Sog der Empfindungen, in den er sie mitgerissen hatte, entkam. Himmel, und das war nur ein Kuss gewesen … Was, wenn er sie erst … Sein geschockter Blick und der unverkennbar kupfrige Geschmack von Blut auf ihrer Zunge katapultierte sie übergangslos auf den Boden der Tatsachen zurück. Ohne darüber nachzudenken trat sie auf ihn zu. Er wollte ausweichen, doch sie umfasste seine Hände und sah ihn mitfühlend an. „Nein. Nein, das ist meine Schuld. Ich hab … meine Zunge … wollte …“ Sie unterbrach sich und senkte beschämt den Blick. In einem wilden Anfall von Neugier hatte sie ein gefährliches Spiel mit dem Feuer gewagt und ihre Zunge an einem seiner Fangzähne verletzt – absichtlich. „Siehst du … genau das ist der Grund, warum ich mich von der Öffentlichkeit fernhalte. Warum ich …“ Betrübt senkte er den Blick. „Ich bin nun mal, was ich bin … und wenn die Emotionen überhand nehmen … dann …“ Er verstummte und wandte sich ab, trat zum Sofa und ließ sich auf das Polster sinken. „Passiert das?“, vollendete sie seinen Satz und deutete auf ihre Zähne, ehe sie seinem Beispiel folgte und sich neben ihn setzte. Er nickte. „Welche Emotionen?“, wollte sie wissen. Ein Schulterzucken. „Wut. Zorn ... Angst …“ Ein tiefer Blick in ihre Augen. „Erregung.“

Anna schluckte schwer, als das Glühen in seinem Blick erneut intensiver wurde. Seine Brust hob und senkte sich heftig … er war zweifellos ziemlich erregt, sie hatte es in diesem leidenschaftlichen Moment mehr als deutlich gespürt … Und er war einfach umwerfend, wenn er so außer Kontrolle war. „Tut es weh?“, fragte sie unsicher. „Was?“ Sie räusperte sich und deutet erst auf seinen Mund und dann auf ihren Hals. „Beißen?“ Er zuckte die Schultern. Dann stahl sich ein kleines Grinsen auf sein Gesicht. „Angeblich soll es ein Genuss sein, sofern man sich darauf einlässt.“ Sein Grinsen wurde breiter, ein Anflug von Stolz blitzte in seinen Augen. „Na ja, und beschwert hat sich bisher noch niemand.“ Annas Augen verengten sich unmerklich, während sie entschieden den leisen Anflug von Eifersucht hinunterschluckte, den seine Worte heraufbeschworen hatten. „Und was passiert dann? Ich meine, werde ich dann so wie du?“ Tom schüttelte den Kopf. „Nein. Diese Verwandlungssache ist totaler Quatsch.“ Er verstummte und sah sie ernst an. „Trotzdem ist das nicht ungefährlich.“, fügte er leise hinzu. Anna riss die Augen auf und wich instinktiv ein Stück zurück. „Inwiefern?“ Ein unsicheres Lächeln schlich sich auf sein Gesicht. „Na ja, ich darf … nicht zuviel … Ein zu großer Blutverlust wäre …“ Anna nickte verstehend. „Ist das schwer?“ Toms rechte Augenbrauen schob sich seine Stirn hinauf. Verschämt lächelte er sie an. „Normalerweise nicht ..., aber bei dir …“ Er unterbrach sich kurz, forschte in ihrem Blick und fügte ein eiliges „Aber du brauchst keine Angst zu haben, … ich hab mich unter Kontrolle …“ hinzu. Anna nickte, den Blick noch immer skeptisch. „Wie ist das?“, fragte sie weiter. Er seufzte tief und blickte auf das leere Glas in seiner Hand. „Na ja, stell dir einfach vor, du trinkst einen wirklich ausgezeichneten Wein … und er schmeckt dir so gut, das du nicht genug davon …“ „Schmecke ich so gut?“ Die Verblüffung in ihrem Gesicht veranlasste Tom zu einem leisen Lachen. Unschuldig zuckte er die Schultern und nickte verlegen. „Oh … verstehe …“, entwich es ihrem vor Verblüffung geöffneten Mund. Eine unheilvolle Pause entstand, ehe sie ihn mit untrüglicher Neugier betrachtete, eine brennende Frage auf ihrer Zunge. „Und wie oft musst du …“ Sie ließ den Satz unvollendet und deutete mit ihrer Hand vage in Richtung ihres Halses. „Trinken?“ Sie nickte wieder. „Das ist unterschiedlich. Im Grunde reicht uns ganz normale Nahrung aus, so wie du sie zu dir nimmst. Es sei denn wir sind verletzt oder anderweitig geschwächt.“, erkläre er. „Dann brauchen wir … Blut.“, hörte er sich leise sagen. Und irgendwie schämte er sich plötzlich dafür.

Einen Moment lang verfielen sie in Schweigen, ehe Anna erneut das Wort ergriff. „Und … bist du denn jetzt … schwach?“, wollte sie wissen. Ein Lächeln ungetrübten Amüsements zuckte um seine Mundwinkel. Dann wandte er ihr wieder den Blick zu, sah sie aus seinen unglaublich graublauen Augen an. Anna keuchte leise auf, spürte, wie das Kribbeln durch ihren Körper in ihre Knie wanderte und dankte dem Umstand, dass sie sicher auf ihrem Hintern saß. Seine Lider senkten sich über seinen verführerischen Blick. Seine geschwungenen Lippen verzogen sich zu einem überaus sinnlichen Lächeln. „Du machst mich schwach.“, raunte er mit heiserer Stimme, die Anna eine Kolonie Ameisen über ihren Körper jagte. Sie holte tief Luft, ballte die Hände zu Fäusten und versuchte, das verlangenden Gefühl, was sich in ihrem Unterleib zu sammeln begann, zurückzukämpfen. Was ihr nicht wirklich gelang. Sie begehrte ihn … Sie wollte ihn … verdammt, sie verzehrte sich förmlich danach, ihn zu spüren. Aber konnte sie das zulassen? Sie war es gewohnt, sich mit der Abwesendheit von Emotionen auseinanderzusetzen, sich mit Schwachmaten herumzuschlagen, die glaubten, sie dominieren zu können. Aber das hier? Das was etwas völlig anderes … und viel gefährlicher … ein Vampir. Und dann dieses unbändige Verlangen, das er in ihr auslöste. Oh, wie gern würde sie mehr davon kosten, herausfinden, ob er genauso gut schmeckte, wie er roch … ob sein Hintern genauso muskulös war, wie sein gestählter Oberkörper … und wie sich sein Körper auf ihrem anfühlte. Die Neugier brach sich durch die brüchige Mauer der Angst, lockte gnadenlos. Nein, sie hatte keine Angst, … aber konnte sie ihm vertrauen? „Wenn du es nicht wagst, wirst du es nie herausfinden.“, sagte sie leise zu sich selbst. „Was meinst du?“ Überrascht sah sie auf, spürte, wie die Hitze in ihr Gesicht kroch und dankte dem Umstand, dass er offenbar keine Gedanken lesen konnte – zumindest hoffte sie das. „Ähem …“ Verlegen senkte sie den Blick. „Nichts … ich hab nur laut gedacht.“, gab sie ihm kleinlaut zu verstehen, erhob sich und holte ein paar Mal leise Luft, um das feurige Verlangen, was sich unaufhörlich in ihr ausbreitete, und allmählich ihren Verstand zersetzte, unter Kontrolle zu bekommen. Toms Nasenflügel blähten sich, seine Lider senkten sich über seine Augen. Er atmete tief, sog diesen unwiderstehlichen Duft, den sie verströmte, ein und richtete seinen Blick auf ihre Gestalt, musterte sie ganz langsam von oben bis unten. Seine Lippen öffneten sich leicht, und seine Zunge leckte ungeniert darüber, während er das Glas beiseite stellte, sich nun ebenfalls erhob und entschlossen auf sie zutrat. „Was immer du gerade denkst, denke es weiter.“, raunte er mit tiefer heiserer Stimme. „Kannst du etwa auch Gedanken lesen?“, fragte sie sichtlich geschockt, hatte sie doch leise gehofft, das er es nicht könne. Was für eine verlockende Vorstellung …, ging es ihm durch den Kopf. „Nein … das brauche ich auch gar nicht.“, raunte er heiser und sah ihr tief in die Augen. Anna verlor den Halt und sank in seine Arme, bevor sie zu Boden gehen konnte. Einen Wimpernschlag später drehte sich die Welt, bevor sie auf einem weichen Untergrund landete. Über ihr kauerte Tom, mit glühenden Augen und einem Anblick, der ihr den Atem raubte.

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Di Jul 17 2012, 16:14

Hmm...oh man, ist das herrlich Smile

Diese Story...einfach zum Verlieben.
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Di Jul 17 2012, 18:22

Staffi_94 schrieb:
Hmm...oh man, ist das herrlich Smile

Diese Story...einfach zum Verlieben.

Danke dir. Wink
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Di Jul 17 2012, 20:00

Ist wieder echt spitze geworden =)
freu mich auf die fortsetzung Smile

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Di Jul 17 2012, 21:34

Lizzy schrieb:
Ist wieder echt spitze geworden =)
freu mich auf die fortsetzung Smile


Danke, Danke, Danke ... ich beeile mich mit der Fortsetzung Wink
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Mi Jul 18 2012, 11:29

Anbei der nächste Teil für euch Wink


Teil 12

Gebannt folgte sie der verführerisch geschwungenen Linie seines kräftigen Rückens, die am unteren Ende in die von straffer Haut überzogenen Muskeln seines Hinterns mündete. Wie in Trance streckte sie die Hand aus, zog sie dann aber eilig zurück. Sie wusste, wie sich sein Hinterteil anfühlte. Erst letzte Nacht hatte sie ihre Finger tief in die Muskeln hineinvergraben, während sie sich unter ihm gewunden und seine Hüften leidenschaftlich zugestoßen hatten, immer und immer wieder. Sie erinnerte sich an die Flut an Gefühlen, die sie überrannt hatte, das heiße Kribbeln, das schmerzliche Sehnen, die süßen Qualen … Sie spürte, wie ihr Gesicht rot wurde, sich erneut die heiße Glut in ihr regte, und dankte dem Umstand, dass Tom neben ihr tief und fest schlief, während sie es genoss, seinen vollkommenen Körper ungestört zu betrachten. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie sich geliebt hatten, aber der Morgen graute bereits, als sie schließlich in seinen Armen eingeschlafen war. Jetzt, nur wenige Stunden später lag sie wach neben ihm und versank in dieser sinnlichen Vollkommenheit, schwelgte in der Erinnerung seiner Küsse … ihrer ineinander verschlungenen Leiber … seiner Hände. Und was er mit ihrem Körper gemacht hatte … Seine Zunge, seine Lippen … der Wahnsinn … Und er war so unendlich zärtlich gewesen, wie sie es noch nie erlebt hatte. Himmel, gegen seine waren Jonas’ Liebeskünste eine vergleichsweise schlecht inszenierte Zirkusvorstellung. Sie schloss die Augen, und ihre Lippen verzogen sich zu einem zufriedenen Grinsen, als sie sich jedes Detail in ihre Gedanken rief. Ein leises Knurren ertönte. Und als hätte Tom gespürt, was ihr durch den Kopf ging, regte er sich neben ihr und rollte sich auf den Rücken. Sein Kopf fiel zur Seite, schenkte Anna einen Blick auf sein entspanntes schlafendes Gesicht, die sinnlichen Lippen und die langen Wimpern, die auf seinen Wangen ruhten. Das schwarze Laken rutschte bei der Bewegung über seinen glatten Körper, den sie letzte Nacht ausgiebig erkundet hatte, und kam gute drei Zentimeter unterhalb seines Bauchnabels zu liegen. Unbewusst hatte sie den Atem angehalten, während ihre Augen nun mit neuer Intensität auf ihm ruhten. Es reizte sie, jeden Zentimeter dieser Perfektion mit Lippen und Zunge zu verwöhnen, so wie er es noch vor Stunden mit ihrem Körper getan hatte. In Gedanken an die letzte Nacht versunken, streckte sie ihre Hand aus und glitt nun mit den Fingerspitzen über seine ausgeprägten Brustmuskeln, seinen flachen Bauch bis zum Rand des Lakens. Ein verschmitztes Grinsen zuckte über ihr Gesicht, als sie ganz langsam tiefer glitt.

Unvermittelt schoss seine Hand hervor und packte ihr Handgelenk. Anna stieß einen erstickten Laut aus und starrte gebannt auf seine Finger. Ganz langsam legte er ihre Hand auf seinen Bauch und schob sie gemächlich unter das Laken zwischen seine Beine. Anna hielt die Luft an, während ihre Augen fasziniert auf die Bewegung unter die schwarze Seide gerichtet waren. Ein sehnsüchtiges Stöhnen glitt über seine Lippen. Ihre Atmung beschleunigte sich, und neues Verlangen schoss durch ihre Adern, als sie seine wachsende Erregung bemerkte. Unvermittelt packte er sie, zog sie auf sich, nur um sie gleich darauf auf ihren Rücken zu rollen. Sein verführerisches Lächeln schwebte über ihr. „Guten Morgen.“, säuselte er. „Hab ich dir schon mal gesagt, dass du unwiderstehlich gut riechst, wenn du erregt bist?“, säuselte er. Seine Hüften drängten sich gegen ihre, kreisten langsam über ihre sensible Mitte und entfachten in ihr den Wunsch, an das Treiben der letzten Nacht anzuschließen. Unvermittelt lief Annas Gesicht knallrot an. „Du kannst das riechen?“, fragte sie sichtlich erschüttert und ein klein wenig peinlich berührt. Sein breites Grinsen war Antwort genug. „Natürlich, jede Emotion hat ihren ganz eigenen Geruch … Und Vampirsinne sind deutlich sensibler als die der Menschen.“ Indigniert rollte sie die Augen. Dann hob sie ihre Hand und strich ihm das blonde wirre Haar aus der Stirn. Sonnenstrahlen fielen auf sein Antlitz, und Anna versteifte sich. „Was ist?“, fragte er irritiert. „Du glitzerst gar nicht.“ Ein belustigtes Glucksen rollte seine Kehle hinauf. „Nein … und ich gehe auch nicht in Flammen auf.“ Annas rechte Augenbraue zuckte scheel nach oben. „Gut zu wissen.“ Er neigte den Kopf und sah ihr betrübt in die Augen. „Ein ausgiebiges Sonnenbad ist dennoch nicht drin. Dass die Sonne uns schwächt, ist kein Mythos. Ein Grund, warum wir nachts aktiv sind und tagsüber gerne schlafen.“, er lächelte breit. „Was wir, wie du unschwer erkennen kannst, auch nicht in Särgen tun.“ Anna nickte und seufzte. „Das wäre wohl auch ziemlich unbequem.“, lächelte sie, während sein großer schwerer Körper sie in die Matratze presste. „Tja, ich schätze, dann solltest du wohl jetzt schlafen.“, säuselte sie mit einem kurzen Blick auf die Sonnenstrahlen, die sich durch die dicken Vorhänge drängten. Er stützte seine Ellbogen zu beiden Seiten ihres Kopfes in die Kissen und grinste wie ein Eroberer. „Ich sagte, wir schlafen tagsüber gerne … was nicht heißt, dass wir es müssen oder gar ins Koma fallen.“ Anna hob ihr Becken an und rieb es gegen seines. „Mhmm … du hast Recht … Es sei denn, gewisse Körperteile, entwickeln in eurem Fall während des Komas ein Eigenleben.“, neckte sie ihn. Ohne bewusstes Zutun schob sie ihre Hände unter das Laken und krallte ihre Finger in sein nacktes Hinterteil, während er diesen Vorstoß zum Anlass nahm, ihren Lippen einen leidenschaftlichen Kuss zu rauben. Dann schlang sie ihre Arme um ihn und hielt ihn fest. Und am liebsten hätte sie ihn nie wieder losgelassen. „Was ist?“, fragte er, als er den Kuss beendete und ihren betrübten Gesichtsausdruck bemerkte. Sie zwang sich zu einem Lächeln, was ihre Augen nicht mal im Ansatz erreichte und schüttelte den Kopf. „Rede mit mir, Anna.“, verlangte er.

„Ist das jetzt das Ende?“, fragte sie schließlich leise. Sein verdutzter Blick veranlasste sie zu einem traurigen Lächeln. „Warum sollte es das sein?“, hauchte er und küsste sie sanft auf die Nasenspitze. Sie zuckte die Schultern. Ihr war klar, dass das hier keine Zukunft haben konnte, auch wenn sie es sich noch so sehr wünschte. Sie lebten in verschiedenen Welten. Und ihre war grausam. Tränen traten in ihre Augen, als sich das ganze Elend, was sie die letzten Stunden fast vergessen hatte, erbarmungslos in ihren Kopf zurückschob, inklusive ihres eigenen, das kein Ende finden würde, wenn sie keinen Ausweg aus dieser Hölle fand. „Sag mir, was ich tun muss, damit du bei mir bleibst.“, flüsterte Tom leise und strich ihr sanft das Haar aus der Stirn. Anna riss die Augen auf und starrte ihn ungläubig an. „Ich soll bei dir bleiben?“ Ein Nicken, dann ein tiefer Atemzug. „Ich liebe dich, Anna. Vom ersten Moment an, als ich dich in dieser heruntergekommenen Kneipe gesehen habe, hast du mich verzaubert. Du bist so anders als alles was ich bisher erlebt habe.“, gestand er ihr leise. Ich liebe dich auch, Tom … „Aber … wie soll das funktionieren? Ich bin nicht wie du. Ich bin nur ….“, flüsterte sie mit stockender Stimme. Sie spürte, wie Tränen in ihren Augen aufstiegen. „Nein“, hauchte er und lehnte seine Stirn gegen ihre, sah ihr tief in die Augen. „Du bist viel mehr für mich … Außerdem …“ Er hielt inne und lächelte zögerlich. „Es gibt eine Möglichkeit, … wie wir für immer zusammen sein können.“ Anna sah ihn überrascht an. „Wie?“ „Bleib bei mir.“, bat er, ohne auf ihre Frage einzugehen. „Aber …“ Sie schniefte leise. „Nein … Ich muss zurück. Es geht nicht anders.“, flüsterte sie unter Tränen, die ihr nun unaufhaltsam aus den Augen rannen. Die Zuversicht, die bis eben noch vorgeherrscht hatte, verschwand aus seinem Gesicht und machte einer Traurigkeit Platz, die schmerzhaft an Annas Herz riss. „Das ist schwierig … du weißt zuviel über mich … und das ist zu gefährlich.“, gab er leise zu bedenken. Anna nickte. „Aber meine Mutter …“ Sie unterbrach sich und verfiel erneut in Schweigen. Tom runzelte die Stirn, richtete sich auf und setzte sich neben sie auf die Matratze. „Ist sie der Grund für dieses ganze …?“ Anna senkte beschämt den Kopf. Bis gestern hatte sie die ganze Sache noch für die Lösung all ihrer Probleme gehalten. Sie hatte sie sich eingeredet, … fest daran geglaubt, ihr Vorhaben bis zum Ende durchziehen zu können, wenn sie ihre Gefühle außen vor ließ … für ihre Mutter … für sich selbst. Aber dann hatte sie Tom kennengelernt. Und heute? Heute musste sie erkennen, dass die Wahrheit eine andere war. Eine gegen die sie sich lange genug gesperrt hatte. Sie hatte sich in Tom verliebt, mit jeder Faser ihres Körpers. Und der Gedanke an diesen bescheuerten Plan bereitete ihr qualvolle Schmerzen. Sie sollte ihn enträtseln, was ihr auch gelungen war. Und jetzt, wo sie ihn kannte, wollte sie am liebsten für immer bei ihm bleiben, in seinen Armen liegen und vergessen, dass es viel zu viele dunkle Schatten in der Welt gab. Sie gestand sich ein, dass sie sich was vorgemacht hatte … von Anfang an. Und langsam sickerte die Erkenntnis zu ihr durch, dass sie wieder am Anfang stand und nun mehr denn je in der Zwickmühle steckte. Sein Geheimnis war so viel schwerwiegender, als sie es zunächst erwartet hatte. Und sie wusste, wenn sie es offenbarte, würde sie ihm genau das wegnehmen, was sie sich selbst so sehr wünschte – Freiheit. Das konnte sie nicht. Und genau da lag das Problem. Demzufolge war die Lösung gleichsam naheliegend wie tragisch … bevor sie ihn zerstörte, kehrte sie lieber in ihre eigene kleine Hölle zurück. Aber das war okay. Sie würde sich damit arrangieren – irgendwie. „Sag mir was los ist, Anna. Gott, wenn ich dir helfen kann …“ Er schluckte geräuschvoll und sah sie tieftraurig an. „Ich will nicht, dass du gehst.“, hauchte er leise.

Unvermittelt brach Anna in Tränen aus. Nein, sie wollte auch nicht gehen – niemals. Tom schlang seine Arme um sie und zog sie sanft an sich. „Meine Mutter … mein Stiefvater …“, begann sie leise. Dann schüttelte eine Flut von Schluchzern ihren zierlichen Körper. Und als hätten seine Worte etwas in ihr losgetreten, drängte unvermittelt ihr ganzer Kummer nach außen. Sie weinte, und Tom ließ sie weinen, … gab ihr den Raum, ihre Gefühle herauszulassen und sich zu sammeln. Als ihre Tränen schließlich vorübergehend versiegt waren, atmete sie zittrig auf. Dann löste sie sich aus der Umarmung und sah ihn mit einem Blick an, der nur zu gut zeigte, wie sehr sie sich selbst verachtete. „Jonas – mein Verlobter – hatte die Idee, das große Rätsel Tom Lanford zu lüften … und an die Presse zu verkaufen.“, gestand sie stockend. Sie starrte auf ihre Finger. Sie konnte ihm nicht in die Augen sehen, schämte sie sich doch viel zu sehr. Toms Blick verdüsterte sich. „Lass mich raten … du solltest das bewerkstelligen.“ Ein missbilligender Klang hatte sich in seine wunderbar warme Stimme geschlichen. Sie nickte unmerklich, während sie einen flüchtigen Blick in sein Gesicht wagte. Sie fühlte sich so unendlich schäbig, dass sie darauf eingegangen war, hatte sie doch eigentlich nur ihn gewollt. „Er hat gedacht, ich hätte was mit dir … und hat mich so quasi als Köder benutzt.“ Beschämt senkte sie den Kopf und schwieg. Deswegen also der Angriff in der Kneipe …, dachte Tom und schnaubte verächtlich. „Und warum?“ Seine Stimme hatte ihren sanften Klang verloren, und einer unüberhörbaren Enttäuschung Platz gemacht, aus der eine quälende Distanz zu wachsen begann. Anna sah ihn mit tränenverschleiertem Blick an. „Ich hab das nie gewollt, Tom. Das musst du mir glauben.“, hauchte sie. „Aber … meine Mutter … ihr Restaurant, es … es steht vor dem Ruin … sie steht vor dem Ruin.“ Ein tiefes Schluchzen, dann ein zittriges Luftholen. „Mein Stiefvater … er ist spielsüchtig … hat das ganze Geld …“ Sie stockte, holte erneut Luft und sah ihn unsicher an. Hoffte, dass er sie nicht hasste. Doch in seinen Augen lag weder Verachtung noch Zorn, nur ein stiller Anflug von tiefer Traurigkeit und ungläubigem Entsetzen. „Selbst an meinem Geld hat er sich bedient, nur um seiner verfluchten Sucht frönen zu können.“, fuhr sie mit leisem Zorn fort. Dann schwieg sie einen Moment, versuchte, ihre Emotionen zu ordnen. „Und Jonas …“ Ein zittriges Luftholen. „Er würde meiner Mutter helfen, … aber er verlangt dafür, dass ich zu ihm zurückkomme. Aber … aber ich liebe ihn nicht … nicht mehr …“ Sie schluckte und wischte sich mit dem Handrücken über ihre Augen. Dann sah sie wieder auf, in ihren Augen die stumme Bitte, sie nicht zu verachten.

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Mi Jul 18 2012, 11:47

Was für ein schöner Teil, du schreibst so grandios das ist einfach unglaublich ... Smile

bitte bitte bald mehr davon...
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)   Mi Jul 18 2012, 12:05

Lizzy schrieb:
Was für ein schöner Teil, du schreibst so grandios das ist einfach unglaublich ... Smile

bitte bitte bald mehr davon...

Danke, Danke, Danke ... auch hier gilt, es geht weiter, sobald es meine Zeit zulässt Very Happy Very Happy
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Anna und die Liebe - AnTom-FF "In den Armen der Nacht (Kurz-FF)
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