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 AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)

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katha

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BeitragThema: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Di Jul 10 2012, 11:47

So, hier also meine erste Tat in diesem Forum

Wie im Titel erkennbar handelt die Story von Anna und Tom und daher sind die Hintergründe natürlich der TN "Anna und die Liebe" entnommen.

Ich hoffe, dass ich die Story heute noch fertig bekomme, kann aber nichts versprechen und muss euch ansonsten leider zwei Wochen vertrösten. - Aber ich gebe mein Bestes

Viel Spaß!

Im Aufzug herrschte gespannte Stille. Die Atmosphäre knisterte quasi zwischen den zwei Menschen die angestrengt an einander vorbei schauten und sich dabei immer wieder verstohlene Blicke zuwarfen. „War irgendwie eine komische Situation, eben bei Bruno“ drängte die blonde Designerin endlich einen Satz hinaus, nur um irgendwie die Stille aufzuheben, die sie beide bereits seit einer viertel Stunde begleitete und ihr mittlerweile unerträglich in den Ohren dröhnte. „Ja, so ist er halt.“ antwortete ihr Chef in sparsamen Worten. Verlegen fügte er hinzu „Danke, dass du mitgespielt hast.“ Er hasste sich für die Worte, an denen er jetzt bereits seit dem Weggang aus Nataschas Wohnung, wo sie gemeinsam mit seinem Vater geredet hatten, überlegte. Anna sah ihn von der Seite an, bevor sie den Blick wieder abwandte. „Ja, mitgespielt…“ Sie wusste, dass sie alles andere als nur mitgespielt hatte, als Bruno ihr das Versprechen abgenommen hatte nicht aufzugeben, sondern den Weg zu Toms Herzen zu suchen und zu finden. Aber dieser Idiot, den sie so sehr liebte, mehr als es gut für sie war, zog schon wieder den Schwanz ein und in Anna begann es zu brodeln. Die ganze Zeit, die sie gemeinsam hier her gelaufen waren, hatte er sie immer wieder angeschaut und in seinem Blick war deutlich zu erkennen gewesen, dass ihn die Worte Brunos beeindruckt hatten. Seine Augen waren voller Verletzlichkeit und Verwirrung, und vielleicht auch einem Stückchen Liebe. Auf jeden Fall nicht in dieses kühle Kleid gehüllt, das sie sonst immer trugen, und das keinerlei Gefühle zuließ. Anna hatte so gehofft, dass Bruno, der seine Worte nun wirklich in einem Moment tiefer Wahrheit gesprochen hatte, ihn erreicht hatte, endlich die Schale geknackt hatte, die Tom davon abhielt zu seinen Gefühlen zu stehen. Aber nein, er machte schon wieder einen Rückzieher. Und um ihre Wut noch weiter zu schüren und die scheinbaren Tatsachen klar zu stellen, fügte er noch einen weiteren Satz hinzu, der Anna endgültig zerstörte. „Anna, ich habe es dir schon einmal gesagt. Das mit uns war ein Fehler.“ Er stockte kurz, als er in Annas aufgerissenen und von Enttäuschung und Wut gekennzeichneten Augen sah ließ sich aber nicht irritieren „Ich werde Carla heiraten.“ Er versuchte ihrem Blick stand zu halten und hoffte, dass seine versteinerte Mimik unter seiner inneren Verzweiflung nicht in sich zusammen fallen würde. Er musste sie einfach davon überzeugen, dass sie keine gemeinsame Zukunft hatten, so sehr er sich das auch wünschte.

In diesem Moment öffnete sich die Aufzugtür und Anna schritt, nach einem letzten Blick, der eine ganze Kavallerie in die Flucht geschlagen hätte, erhobenen Hauptes hinaus in das Atelier. Sie trat an ihren Schreibtisch und packte schnell ihre Sachen zusammen. Eigentlich hatte sie sich nach dem Zusammenbruch ihres Kreativ-Chefs überlegt, den Urlaub, den sie mit Bruno vereinbart hatte, sausen zu lassen und all ihre Energie in die Arbeit zu stecken. Für Lanford, für Bruno und nicht zuletzt für Tom, der nun doch nicht in die USA abgereist war und vorerst hier bleiben würde - zumindest bis sein Vater wieder auf dem Damm war. Aber nach dieser erneuten Demütigung sah sie keinen Grund mehr sich weiterhin zu quälen. Sollte Tom doch sehen wie er klar kam. Als sie ihrem Schreibtisch einen letzten prüfenden Blick zuwarf kam Paloma auf sie zu. „Hey Süße, was machst du? Willst du schon gehen?“ Anna sah auf und Paloma erkannte auf Anhieb, dass hier irgendwas im Argen lag. Anna sah aus, als hätte sie gerade beim BND einen Lehrgang in Spionage und Verschleierung absolviert, so abgebrüht und ungerührt schaute sie ihre beste Freundin an. „Kannst du dich daran erinnern, dass ich mit Bruno vereinbart hatte, dass ich erst einmal Urlaub mache, bevor ich mich in die Arbeit für die erste Zauberhaft-Kollektion werfe?“ Paloma nickte langsam und brachte vorsichtig ihren Einwand hervor. „Aber hast du nicht gesagt, dass du den verschieben willst?“ Anna sah sie gelassen an. „Ich sehe keinen Grund dafür. Carla ist doch da und kann Tom in allen Belangen unterstützen.“ Sie warf einen eiskalten Blick durch die Glaswand, die sich vor ihrem Schreibtisch aufbaute und die einzige Barriere zu dem Mann darstellte, der sich insgeheim so sehr freute, sie auch weiterhin in ihrem Sichtfeld behalten zu können. „Die Beiden werden gut auf mich verzichten können. Machs gut Süße, wir sehen uns in zwei Wochen.“ Sie nahm ihre beste Freundin nochmal kurz in den Arm und warf ihr zur Verabschiedung doch noch ein kleines entschuldigendes Lächeln zu, das eine ganz andere Deutung der Situation zuließ. Dann schaute sie ein letztes mal kurz in Toms Büro, ehe sie sich entschlossen zum Ausgang begab. Nervös stand sie vor dem Aufzug und betete, dass dieser endlich seine Pforten öffnete, denn sie wollte ihrem Chef unter keinen Umständen mehr Frage und Antwort stehen müssen. Und endlich, da war er. Als sie eilig hineinschritt und sofort den Knopf für die Fahrt in das Erdgeschoss drückte, hörte sie im Hintergrund noch Toms Stimme, die ziemlich aufgebracht ihren Namen rief, aber bevor er sie erreicht hatte, schlossen sich die Türen und sie war geretten. Zumindest vor dieser Auseinandersetzung.

Tom hatte der jungen blonden Designerin, die ihn seit ihrer ersten Begegnung in seinen Gedanken und Gefühlen verfolgte, mit gemischten Gefühlen hinterher geschaut. Er wusste, dass sein Vater die Wahrheit gesagt hatte. Er liebte diese kleine, auf den ersten Blick unscheinbare Frau, die ihn mit ihrer Energie und Willensstärke, oder sollte man es doch besser Sturheit nennen, unentwegt in den Wahnsinn trieb. Sie forderte ihn auf eine Weise, wie es keine Person mehr geschafft hatte, seit seine Frau damals bei dem Segelunfall ertrunken war. Sie hielt ihm sein trostloses Leben vor Augen und drosch unentwegt auf die Fassade ein, die sein Schutz und sein Halt darstellten. Es war noch nicht lange her, da hatte er ihr einen deutlichen Blick hinter die Mauer ermöglicht. Sie ganz nah an sein Herz gelassen und es hatte sich so gut angefühlt. Aber genau das hatte ihn dazu genötigt, die Mauer wieder aufzubauen und sie noch ein ganzes Stück höher zu ziehen. Er konnte seine Frau nicht verraten und er konnte sich nicht nochmal der Gefahr eines Verlustes aussetzen.
Tom hatte sich in der Zwischenzeit in sein Büro begeben und beobachtete Anna unauffällig, wie sie scheinbar ihre sieben Sachen zusammen packte. Da habe ich es also wieder einmal geschafft sie zu verletzen. dachte er deprimiert, denn er konnte an ihrer betont geschäftigen Art erkennen, wie sehr er sie getroffen hatte und es tat ihm im Herzen weh. Wie zur Bestätigung warf sie ihm einen eiskalten Blick zu, der ihn frösteln ließ. Was beschwerst du dich denn? Du wolltest es doch genau so. Immer wieder drauf auf die Süße, bis sie zusammenbricht und dich endlich in Ruhe lässt, meldete sich eine andere Stimme in seinem Kopf und diese Stimme widerte ihn an, obwohl sie die Wahrheit sprach. Wo will sie eigentlich hin? fragte er sich plötzlich, als er sah wie Anna sich von ihrer Kollegin und besten Freundin verabschiedete und in Richtung Empfang aus seinem Blickfeld verschwand.

Jetzt stand er fassungslos vor dem geschlossenen Fahrstuhl und drehte sich mit einem suchenden Blick zurück zum Atelier. „Paloma, wo ist Anna hingegangen?“ fragte er aufgebracht, als sie Brünette an ihm vorbei eilen wollte. Sie sah ihn einen Moment mit einem musternden Blick an und sagte schließlich ungerührt. „Anna hat sich in den Urlaub verabschiedet.“ Tom entgleisten seine Gesichtszüge und völlig fassungslos fragte er „Wie Urlaub? Sie kann doch jetzt nicht in Urlaub gehen. Wer hat den überhaupt genehmigt. Ich auf jeden Fall nicht.“ Seine Stimme, die leise, irgendwie mit verletztem Unterton begonnen hatte, war zu einem wütenden Orkan heran geschwollen. Paloma zuckte die Schultern. „Der Urlaub war mit Bruno abgestimmt, bevor er den Schwächeanfall hatte“ sagte sie. „Er hat ihr sein Haus auf der Insel angeboten. Scheinbar war er der Meinung, dass sie ein wenig Ablenkung und Erholung gebrauchen könnte, bevor sie sich in die Arbeit stürzt.“ Diesen Seitenhieb konnte sie sich nicht verkneifen, schließlich war es Tom, der ihre Freundin mit seiner Abfuhr und seiner Verlobung mit Carla so aus der Bahn geworfen hatte, dass sie Lanford sogar verlassen wollte. Tom sah Paloma geschockt an und blieb wie angewurzelt stehen, als diese sich entfernte um wieder ihrer Arbeit nach zu gehen. Das kann jawohl nicht wahr sein. Anna kann mich doch jetzt nicht einfach alleine lassen. Ich war doch so froh hier in ihrer Nähe bleiben zu können schrien seine Gedanken empört auf. Er schritt zurück in sein Büro und knallte die Tür in einer Lautstärke hinter sich zu, dass jegliche Mitarbeiter im Atelier zusammen zuckten. Sie schauten sich verstört an und schüttelten mit unverständigen Blicken ihre Köpfe. Der Junior-Chef mit seiner schlechten Laune war wieder gelandet. Unüberhörbar.
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Zuletzt von katha am Do Jan 03 2013, 00:35 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Di Jul 10 2012, 12:18

Wow Katha, der erste Teil ist wunderschön geschrieben bitte ganz schnell mehr davon...

Lg Lizzy
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Di Jul 10 2012, 12:26

Und weiter gehts Smile

Landschaften zogen an Annas Augen vorbei, machten ihr deutlich, dass alles in Bewegung war, nichts blieb wie es war. Sie versuchte einzelne markante Punkte zu fixieren, aber ehe sie es sich versah, waren sie auch schon wieder verschwunden. Vielleicht ist das Leben genauso wie eine Bahnfahrt. Man weiß nicht was als nächstes auf einen zukommt und ehe man etwas auch nur annähernd erfasst und begriffen hat, ist es auch schon wieder vorbei. So war es mit ihrer Zeit mit Jonas, mit ihrer Idee eines eigenen Labels, mit Tom. Wenn man etwas wirklich behalten will, muss man es schnell genug erkennen und einfach mitnehmen auf die Reise, ansonsten ist es vorbei, bevor es begonnen hat. … Das habe ich wohl mal verpasst. Aber ich war einfach nicht in der Lage ihn loszueisen, von seinem verhärteten Standort, von seinem gewohnten Leben, das ihm einen scheinbaren Schutz bietet, auch wenn genau dieser Schutz ihn irgendwann zerstören wird. Und nun bin ich vorbei gezogen. Jetzt muss ich nur noch selbst kapieren, dass ich ihn bereits hinter mir gelassen habe.
Sie schloss müde die Augen und versuchte sich in dem leisen Rauschen des Zuges fallen zu lassen um ein wenig Schlaf zu finden. Die letzten Tage hatten sie so aufgewühlt, dass sie sich des Nachts eigentlich ständig in ihrem Bett herum gewälzt hatte, ohne auch nur an Schlaf denken zu können.
Es war erst einige Tage her, dass sie Tom im Schwimmbad, in dem sie sich wegen eines wichtigen Shootings aufhielt , getroffen hatte. Er war dorthin gekommen um sich seinen Erinnerungen an seine verstorbene Frau zu stellen, die dort für ihre Schwimmkarriere trainiert hatte. Er war unter seinen verzweifelten Erinnerungen weinend in ihre Arme gefallen und sie hatten sich unterhalten. Wirklich unterhalten, nicht angeschrien, nicht gestritten, sondern geredet, über ihre Erfahrungen des Verlustes, die sie beide durchlebt hatten. Und dann war es passiert. Sie hatten sich geliebt. Vorsichtig, zärtlich, als könnten sie es beide nicht fassen, dass es passierte, und dass sie diese wahrhaftigen Gefühle der Liebe noch einmal erleben durften. Es war einfach wunderbar gewesen und Anna war am nächsten Tag mit einem Strahlen im Gesicht aufgewacht, das mit der Sonne konkurrieren konnte. Aber dann war das für Anna bis heute noch immer Unfassbare passiert. Tom hatte sie einfach sitzen lassen, hatte ihr gesagt, dass es ein Fehler war und nie hätte passieren dürfen, bevor er einfach gegangen war.
Danach hatte sie der Sog in die Tiefe erfasst und sie in immer schnelleren Drehungen hinabgezogen. Erst die Abfuhr im Hotel, dann eine weitere Abfuhr, als sie ihm unter Aufbietung allen Mutes ihre Liebe gestanden hatte, nur einen Tag später seine Verlobung mit Carla und das direkte an sie gerichtete Angebot eines Aufhebungsvertrages, und letztlich sein Entschluss sie zurück in die Firma zu holen, indem er sich in die USA verpieseln wollte. Sie wusste, dass er diese Entscheidung ihr zu Liebe, oder zumindest wegen seines schlechten Gewissens getroffen hatte, aber das änderte nichts an ihrer Enttäuschung, dass er ans andere Ende der Welt ziehen wollte.
Na ja, jetzt war doch alles ganz anders gekommen. Bruno, der großes Verständnis für Annas Situation gezeigt hatte, erlitt in ihrem Beisein einen Schwächeanfall und natürlich war sie selbst es gewesen, die Tom, der sich gerade mit seiner Verlobten auf den Weg in die neue Welt gemacht hatte, darüber informierte was passiert war. Ehe sie sich versah, stand sie mit ihm an Brunos Krankenbett und er hielt Trost suchend ihre Hand. Ab diesem Moment war jegliche Fassung, die sich Anna nach ihrer völligen Verzweiflung mit harter Arbeit zurück erkämpft hatte wieder dahin. Wieder war Hoffnung in ihr aufgestiegen, obwohl sie es aufhalten wollte, aber sie kam einfach nicht dagegen an. Aber jetzt, nachdem Tom sie erneut an seine Verlobung erinnert hatte, war ihr endgültig klar geworden, dass sie einen Schlussstrich ziehen musste. Sie konnte einfach nicht mehr, und vor allem wollte sie nicht länger der Spielball der anderen sein. Deshalb saß sie hier und hoffte auf Erholung in einer ihr fremden Welt.

Einige Stunden später hatte sie ihr Ziel erreicht. Sie stand in einem kleinen idyllischen Ostseedörfchen und sah sich nach Orientierung suchend um. Bruno hatte gesagt, dass man noch ein ganzes Stück laufen musste, bis man an sein Häuschen gelangte, denn wie nicht anders zu erwarten suchte er die Ruhe und die Inspiration, wenn er auf die Insel fuhr. Anna fragte den nächst besten Passanten der an ihr vorüber ging nach dem Weg. Gott sei Dank gab es Passanten, denn eigentlich sah es hier eher aus, als wäre die Zeit stehen geblieben und die Menschen, die einst hier gelebt haben, längst ausgestorben. Aber die Umgebung, die ganze Atmosphäre hatte eben auch genau diesen Charme vergangener Zeiten und Anna liebte es auf Anhieb.
„Können sie mir sagen, wie ich zum Nordstrand komme und in welcher Richtung der Leuchtturm liegt?“ fragte sie den schon wirklich reiferen Herren, der scheinbar die Zeit auf einem Fischerboot überdauert hatte. Zumindest ließen seine vielen Falten die sich auf sein Gesicht gemalt hatten und seine von der Sonne und dem Wind gegerbte Haut, darauf schließen. „Moin, moin min Deern“ begrüßte er sie herzlich und sah sie gelassen an. Er hatte die Ruhe genauso gepachtet, wie scheinbar der ganze Ort. In schönstem Plattdütsch versuchte er Anna zu erklären wo sie hin musste, und hätte er in seiner belebten Art nicht seine Hände in umfänglichem Maße mit eingesetzt, hätte sich vermutlich ein riesiges Fragezeichen in ihr Gesicht gezeichnet. Aber so dankte sie ihm mit einem freundlichen Lächeln und hoffte, dass sie seine Beschreibung auch richtig verstanden hatte. Aber ein Leuchtturm sollte ja eigentlich auch zu finden sein, und nach dem sollte sie sich richten. Sie schlenderte langsam durch die Gassen des Ortes bis sie plötzlich das Meer erblickte. Sie stand an einem kleinen gemütlichen Hafen, in dem einige Fischkutter vertäut waren und wieder hatte sie das Gefühl inmitten einer Postkartenromantik zu stecken. Sie atmete die salzige Luft ein und genoss den Wind der durch ihre Haare fegte. Sie hatte das Gefühl seit einer gefühlten Ewigkeit endlich mal wieder bei sich zu sein. Nicht bei Tom, nicht bei Trauer, Verzweiflung oder ihrem Zorn, sondern einfach bei sich, und es fühlte sich verdammt gut an. Sie konnte den Leuchtturm erkennen, der sich in seinem weiß-rot geringeltem Kleid auf einer Klippe abzeichnete und voller Lebenslust ging Anna darauf zu. Das alles hier war wunderschön und so freute sie sich auf die Zeit, die sie hier an diesem wunderbaren Ort verbringen würde.
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In Toms Büro herrschte das reine Chaos, denn er hatte sich so tief in die Arbeit vergraben, dass er hinter den Ordnern auf seinem Schreibtisch kaum noch zu erkennen war. Er hatte sich Rechnungen, Bestellungen und Kalkulationen bringen lassen, denn einzig Zahlen boten ihm die Sicherheit und Ordnung, die ihm seine Gedanken verwehrten und lenkten ihn so auf sicheres Terrain. Immer wieder wurde sein Blick von dem einsamen Schreibtisch angezogen, an dem doch eigentlich die Frau sitzen sollte, deren Nähe er sich so sehr ersehnte. Im Grunde hätte er ihr für ihren Abgang dankbar sein sollen, denn schließlich war er es, der sich für den Weg ohne sie entschieden hatte, aber es schien als schrie ihm die Aufgeräumtheit und die Leere, die ihm der Anblick bot, immer wieder zu, dass so sein Leben und seine Zukunft aussehen würde. Als wäre dieser Tisch das Sinnbild seiner eigenen inneren Trostlosigkeit.
Als es klopfte hörte er zum gefühlten hundertsten Mal die Worte seines Vaters in seinem Kopf hallen, während er wieder einmal den Tisch betrachtete, der von den vielen wütenden Blicken bereits zu Staub hätte zerfallen sein müssen. „Das Leben ist zu kurz für Lügen“ hatte er gesagt. Ja verdammt, er ha ja recht, aber was soll ich denn tun? Ich schaffe es einfach nicht meine Angst zu ignorieren, beendete er seinen inneren Diskurs, ehe er ein genervtes „Herein „ knurrte. Er wendete seine Aufmerksamkeit auf die Tür, die sich wohl in weniger als zwei Sekunden öffnen würde. „Hey, alles klar bei dir? Wie sieht’s aus, gehen wir gleich noch was essen?“ drängte sich, die für Carlas Verhältnisse sehr lebensfrohe Stimme seiner Verlobten in seine Gedanken. Er betrachtete sie einen Augenblick, und überlegte, was ihr wohl widerfahren war, dass sie ausnahmsweise mal lächelte, aber eigentlich kannte er die Antwort schon. Es konnte eigentlich nur daran liegen, dass Anna das Weite gesucht hatte, denn diese war Carla mehr als nur ein Dorn im Auge. Welch unterschiedliche Reaktionen eine einfache Handlung doch hervorrufen konnte. Er wurde sich gewahr, dass sie eine Antwort erwartete. „Nein, lieber nicht. Ich habe noch echt viel zu tun.“ Er versuchte sie mit einem entschuldigenden Blick und einem Fingerdeut auf seine Unterlagen zu besänftigen, denn mit Absagen konnte sie so gar nicht umgehen, das wusste er zu genüge. Und genauso war es auch. „Was ist denn noch so wichtig? Deine Zahlen laufen dir schon nicht weg?“ fragte sie nörgelnd. Tom verdrehte genervt die Augen. „Du siehst doch wie es hier aussieht. Nimm doch Virgin mit oder geh schon mal nach Hause. Ich will das Chaos hier noch ein bisschen minimieren.“ Er hoffte inständig, dass er das Thema damit abgeblockt hatte. Er stand auf, ging zu ihr und drückte ihr zum Abschied einen kurzen Kuss auf die Lippen, und Carla ließ ihn nach einem skeptischen Blick schließlich mit gut zu verspürenden Unwillen zurück. Na wenigstens hat Carla ein Einsehen mit mir. Ihre Gesellschaft könnte ich heute Abend gar nicht gebrauchen dachte er, nachdem er Gott gedankt hatte, dass seine Verlobte sich tatsächlich durch diese fadenscheinige Begründung von einer gemeinsamen Abendgestaltung hatte ablenken lassen.
Das Atelier leerte sich und als Tom sicher war, dass sich außer ihm keiner mehr an seinem Arbeitsplatz aufhielt verließ er sein Büro und schweifte gedankenverloren durch die heiligen Hallen. Eigentlich hätte er auch den direkten Weg wählen können, denn sein Blick fixierte von jedem Standort aus, bei jedem Schritt den er tat den Arbeitsplatz von Anna. Schließlich stand er davor und strich fast ehrfürchtig über die Tischplatte als handelte es sich um ein heiliges Relikt. Er setzte sich auf ihren Hocker und betrachtete die Dinge, die sie aufgeräumt auf dem Tisch zurück gelassen hatte. Sein Blick blieb an dem Bild von Jonas hängen. Ihrem Mann, den sie, ähnlich wie er selbst seine eigene Frau, viel zu früh verloren hatte. Warum ist sie bereit für einen Neubeginn? Warum kämpft sie so für die Liebe, wo sie doch ihre große Liebe verloren hat? Woher nimmt sie nur die Kraft? überlegte er deprimimiert, denn es zeigte ihm immer wieder wie sehr er doch immer noch in seiner eigenen Vergangenheit feststeckte. Die Bilder ihrer ersten Begegnung schossen ihm durch den Kopf. Es hatte Anna doch auch ihren Lebensmut genommen. Sie wollte sich das Leben nehmen. … Wie ich damals. Sie ist wohl die einzige Person, die ich kenne, die ansatzweise verstehen kann, wie ich mich fühle. Es hat so gut getan mit ihr zu sprechen… und zu sehen, wie man auch anders mit so einer Verletzung umgehen konnte. Die Gedanken, Gefühle und Bilder ihrer gemeinsamen Nacht im Hotel, die sich ihm aufdrängten, schob er mit aller Macht beiseite, obwohl er wusste, dass sie ihn spätestens wenn er im Bett läge wieder einholen würden. „Das Leben ist zu kurz für Lügen“ murmelte er vor sich hin und betrachtete eingehend das Bild des Zeitungsartikels über die Haokan-Inhouse-Präsentation, auf der er gemeinsam mit Anna auf der Treppe des Ateliers stand. Der Anblick ihres Lächelns und die Erinnerung an diese Situation in der er tatsächlich sein Herz hatte sprechen lassen, ließen eben jenes einige Takte schneller schlagen und als er in sein eigenes Gesicht sah, erkannte er den Mann dort kaum wieder. Er konnte sich nicht daran erinnern, in seinem Spiegelbild oder auf einem der wenigen Fotos, die in den letzten Jahren von ihm gemacht wurden je solch einen offenen und gefühlvollen Gesichtsausdruck gesehen zu haben.
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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Di Jul 10 2012, 13:04

Du erzählst die Geschichte unglaublich gut und dein Schreibstil gefällt mir sehr! - Ich freue mich auch auf eine Fortsetzung. Surprised Surprised Surprised
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Di Jul 10 2012, 14:38

Lieben Dank Lizzy. Ich freu mich sehr über dein Lob. Smile
Ich hätte auch gerade riesige Lust weiter zu schreiben, aber .... crying
Ich hoffe heute Abend Wink
Liebe Grüße
Katha
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Di Jul 10 2012, 17:29

Liebste Katha, was für eine schöne Geschichte, bisher. Ich hoffe, wir bekommen noch das eine oder andere Kapitel zu lesen, würde mich zumindest freuen. Very Happy
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Di Jul 10 2012, 17:53

Danke meine liebe Mini. Ein Teil kommt auf jeden Fall jetzt 👅


Anna war nun bereits seit vier Tagen in Brunos Häuschen und sie fühlte sich sauwohl. Das Innere des Gebäudes war geschmackvoll aber gemütlich eingerichtet und es war alles vorhanden, was man benötigte um es sich richtig gut gehen zu lassen. Es gab ein riesiges Badezimmer mit einem kleinen Whirlpool, indem sie schon mehrfach hatte die Seele baumeln lassen und auch im Wohnzimmer gab es alles was das Herz begehrte. Eine Musikanlage mit einer riesigen Auswahl verschiedenster CDs, ein kuscheliges Sofa, das sowohl den Blick auf das Meer eröffnete, über dem man des Abends den Sonnenuntergang verfolgen konnte, aber gleichsam einlud, sich vor den ebenfalls vorhandenen Kamin zu Lümmeln.
Anna war jeden Tag stundenlang am Strand entlang gestreift und hatte immer die Augen nach Bernstein oder einem Hühnergott offen gehalten. Beides Findlinge, die einem Glück bringen sollten, und das konnte sie gut gebrauchen. Denn da war ja noch das, was sie seit Tagen immer wieder ein Stück hinab zog. Das Pech, das ihr die Liebe bescherrte, ihre Gedanken an Tom, an den Mann den sie nach Brunos Wunsch beharrlich weiter verfolgen sollte, der sie aber immer wieder bis aufs Tiefste verletzte. Sie wusste, dass Bruno recht hatte, denn sie liebte Tom von Herzen, vielleicht sogar mehr als ihren verstorbenen Mann. Und sie wusste in ihrem Innersten auch, dass man die Liebe nicht einfach abschalten konnte, wie eine Lampe, die einem plötzlich nur noch in den Augen schmerzte, aber hatte sie die Kraft, die Ausdauer und den Mut gegen seine beharrliche Leugnung seiner Gefühle anzugehen. Sich immer wieder Körbe einzufangen, in der Hoffnung ihn irgendwann doch überzeugen zu können, dass auch er nicht vor seinen Gefühlen davon laufen konnte. Sie wusste, dass außer Bruno, der nun wirklich in sehr direkter Weise mit Tom gesprochen hatte auch Enrique, sein bester Freund schon versucht hatte ihm klar zu machen, dass er verliebt war. Nicht wie eigentlich zu erwarten in seine Verlobte, sondern in Anna. Und es hatte nichts gebracht. Tom wollte das Unausweichliche einfach nicht sehen. Anna hatte sich schon mehrfach gefragt, warum sie sich nicht einfach in Enrique verliebt hatte. Dann wäre alles so einfach, denn der würde liebend gerne an Toms Stelle treten und sie in seine Arme schließen. Ihr war es schon fast unangenehm, dass sich Enrique so um sie kümmerte. Trotz seines offensichtlichen Interesses an ihr, hatte er versucht Tom zur Besinnung zu bringen und außerdem war er ihr ein wirklicher Freund. Er hatte ihr immer wieder eine tröstende Umarmung und ein offenes Ohr geboten, wenn Tom sie mal wieder verletzt hatte und das ohne jemals aufdringlich zu werden.

Anna hatte es sich mit einer Decke auf dem kleinen Wiesenstück hinter dem Haus gemütlich gemacht. Mit dabei hatte sie ihren Skizzenblock, ein gutes Buch, in dem sie seit Tagen Ablenkung suchte, und einen Teller voller Obst, so dass einem behaglichen Nachmittag nichts im Wege stand. Sie nahm den Block zur Hand und sah sich ihre Zeichnungen an, die sie in den letzten Tagen bereits erstellt hatte. Vorwiegend waren es Stimmungsbilder der Insel. Der Leuchtturm im dämmrigen Licht. Die Steilküste, gegen die die wütende See peitschte. Ein Strandabschnitt mit Dünen in einem wunderbaren Abendlicht. Es ist wirklich wunderschön hier dachte sie, ehe sie eine neue Seite aufschlug und nach Inspiration suchend auf das Meer schaute, das hinter dem kurzen Stück Dünen etwas unterhalb des Hauses zu erblicken war. Sie musste an Tom denken und was er wohl gerade tat und wieder einmal wurde ihr das Herz schwer. Er will mich nicht. Ich muss das endlich kapieren, endlich loslassen und mich verabschieden dachte sie traurig und es fühlte sich beinahe an wie damals als sie den Abschied von Jonas verkraften musste. Aber irgendwie war es fast noch schlimmer weil es so unverständlich war. Jonas war weg, was sie auch lange nicht begreifen konnte, aber es war Fakt , und irgendwann hatte sie es akzeptieren müssen. Aber Tom…, er war noch da, er lebte, er atmete und er fühlte, dessen war sie sich im Gegensatz zu ihm selbst, sicher. Und trotzdem musste sie sich verabschieden. Einer inneren Eingebung folgend begann sie zu zeichnen. Sie saß eine lange Zeit da und folgte mit dem Stift einfach nur den Anweisungen ihrer inneren Gefühle und als sie sich das Bild irgendwann bewusst ansah stockte ihr der Atem.
Sie hatte ein wahrliches Abschiedszenarium erschaffen. Die Kulisse war ein Strand, vermutlich einer der vielen schönen Orte, die sie in letzten Tagen erkundet hatte und an der Wasserlinie stand eine Frau. Sie hatte lange Haare die vom Wind in ein leises Spiel verwickelt waren. Sie streckte mit einem unendlich traurigen und verzweifelten Gesichtsausdruck ihre Hand aus. Hinaus aufs Meer, hinter dem Boot her, das sich scheinbar gerade vom Festland gelöst hatte und nun unaufhaltsam in die Unendlichkeit des hereinbrechenden Abends fuhr. Es schien, als wollte sie es aufhalten, es zurück holen, aber nicht in der Lage dazu war. Auf dem Boot war skizzenhaft ein Mann zu erkennen. Er drehte der Frau den Rücken zu, aber seine Haltung ließ darauf schließen, dass er mit sich rang noch einmal zurück zu schauen, es aber nicht wagte. Die Atmosphäre der Szenerie war traurig und schön zugleich und Anna schluckte schwer
Ist das mein persönlicher Abschied von Tom? überlegte sie traurig. Sie erinnerte sich an die Zeichnung, die sie damals erstellt hatte um Jonas hinter sich zu lassen. Damals hat es auch funktioniert. Irgendwie war die Trauer damit nicht zwar nicht verschwunden, aber erträglicher geworden. Warum sollte es nicht wieder klappen. Vielleicht kann ich mich jetzt endlich wieder der Zukunft und auch einer neuen Liebe öffnen dachte sie, als sie die vereinzelten Tränen wegwischte, die sich auf ihr Gesicht geschlichen hatten. Sie ließ den Block sinken und sah aufs Meer hinaus, versuchte ihre Gedanken auszuschalten und einfach nur den Moment zu erleben und in sich hinein zu hören. Ja, es fühlte sich richtig an. Sie rieb sich über ihre Arme, denn der Abend brach langsam herein und es wurde kühl. Mit einem Seufzen erhob sie sich und ging ins Haus um sich etwas Wärmeres anzuziehen.

Wäre sie einige Minuten später hinein gegangen hätte sie mitbekommen, wie sich unsicher eine Person um die Hausecke schob. Es war Tom, der erst mal stehen blieb und mit suchendem Blick die Gegend erkundete. Es ist genauso schön wie damals, dachte er, als er realisiert hatte, dass er alleine war und sich daher einen Moment gönnte um auf das Meer hinaus zu sehen. Er war immer noch völlig unsicher ob er das richtige tat, aber ein Zurück gab es nicht mehr. Seine mühsam aufgebaute Welt war zerbrochen und die Steine der kaputtgeschlagenen Fassade seines selbst versperrten ihm den Rückweg. Es konnte nur noch vorwärts gehen, alleine oder zu zweit.
Tom hatte nach dem Tag, an dem er Anna ein zweites Mal an seine Verlobung erinnert hatte, und es ihn letztlich völlig verstört hatte, dass sie in ihrer Verletzung auf und davon gelaufen war, keine ruhige Minute mehr gehabt. Immer und immer wieder waren die Worte seines Vaters, wie ein Werbebanner in Endlosschleife durch seinen Kopf gezogen, immer begleitet von dem kalten Blick, den Anna ihm zum Abschied zugeworfen und ihn hatte frieren lassen. Irgendwann hatte er innerlich kapituliert und sich endlich seine Liebe zu Anna eingestanden. Und dann war es nur noch eine Frage der Zeit gewesen. Nachdem sein eigenes Lügengerüst zusammen gefallen war, schaffte er es nicht mal mehr unter Bemühung all seiner Selbstbeherrschung die Fassade vor seiner Verlobten zu wahren. Er war genervt, wenn sie sein Büro betrat, hatte in keinster Weise Lust die Abende mit ihr zu verbringen, und vor dem nach Hause kommen hatte er richtige Angst, denn der Gedanke, dass sie ihm zu nahe kommen könnte, widerte ihn geradezu an. Nicht, weil sie etwas falsch machte, denn früher hatte er es genossen, wenn sie ihn umgarnte und mit ihrem Temperament geradezu über ihn hergefallen war. Aber die Vorstellung mit ihr zu schlafen, während er an Anna dachte, und ihm dabei wohl eher Zärtlichkeit und Sanftheit in den Sinn kam, als eine feurige Explosion des schnellen Abenteuers, war einfach zu abartig. Er hatte es ganze drei Tage geschafft sich aus jeglichen verfänglichen Situationen heraus zu winden und dann war er zusammen gebrochen. Er wollte nicht länger Lügen und er wollte Carla auch nicht länger verletzen.
Aber bevor er sich endgültig zu einem Schritt entschloss, suchte er nochmal seinen Vater auf, dem es mittlerweile etwas besser ging. Er fragte ihn warum er Anna den Urlaub und sein Haus angeboten habe und Bruno schaute ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Das fragst du nicht ernsthaft, oder?“ Er betrachtete seinen Sohn intensiv bevor er antwortete. „Du weißt, dass ich kein Freund der Faselei bin, also werde ich dir jetzt sehr direkt sagen, was ich von deinem Verhalten ihr gegenüber halte.“ Sagte Bruno schließlich und rechnete schon damit, dass Tom aufstehen und gehen würde, denn die väterlichen Moralpredigten waren ihm in der Regel ein Gräuel. Aber dieser saß da wie ein geschlagener Hund und schaute seinen Vater aus traurigen Augen an, als er ergeben nickte. „Anna war mutig. Sie hat sich auf eine neue Liebe eingelassen, auf dich eingelassen, und das trotz ihres Verlustes. Und du? Du hast sie mit Füßen getreten, von dir gestoßen und sie mit deiner Verlobung aufs tiefste gedemütigt. Und das alles nicht, weil du sie nicht liebst, sondern weil du Angst hast obwohl du weißt, dass sie dir viel viel mehr bedeutet als all deine anderen Angestellten. Nur, du bist feige. Versteckst dich lieber hinter deiner Verlobten, die dich soviel interessiert, wie die Wetternachrichten aus Südamerika. Ich finde dein Verhalten erbärmlich und ich wollte ihr einfach ein wenig Abstand gönnen, ein wenig Erholung nach den letzten Wochen, die sie fast aus unserem Haus getrieben hätten. Ich weiß, dass sie großartige Arbeit für uns leisten wird, aber dafür muss sie sich wieder gefangen haben. Deshalb habe ich ihr mein Haus angeboten.“ Bruno hatte den Blick nicht abgewandt von seinem Sohn, der die ganze Zeit auf den Teppich gestarrt hatte, als überlege er wie viele Schlingen dort wohl verwebt wären. Jetzt sah er auf und Bruno war tatsächlich sprachlos. Tom hatte Tränen in den Augen. Er wusste nicht, wann er das letzte Mal erlebt hatte, dass Tom tatsächlich Gefühle zugelassen hatte, und dazu noch solche und vor ihm. Bruno rückte näher an Tom heran und legte seine Arme um ihn. „Tom das Leben ist wirklich zu kurz für Lügen. Ich sag es dir. Auch wenn es mir besser geht und ichdem Tod scheinbar nochmal von der Schüppe gesprungen bin, du glaubst gar nicht über was man sich alles ärgert, wenn man das Gefühl hat, dass einem keine Zeit mehr bleibt.“ Tom, der bislang bewegungslos die Worte und die Umarmung seines Vaters über sich hatte ergehen lassen drehte sich nun zu Bruno um und umarmte ihn fest. „Papa, ich bin froh, dass es dir besser geht. Und… Danke für deine offenen Worte.“ Er zögerte einen Moment, aber dann dachte er sich Augen zu und durch. „Ich werde zu Anna fahren. Ich muss mit ihr reden. Ich bin spätestens in ein paar Tagen zurück.“ Bruno schob Tom von sich und sah ihn mit einem zufriedenen Schmunzeln an. „Ist also doch noch nicht alles verloren, bei meinem Sohn.“ Tom rieb sich übers Gesicht und stand auf um den Weg zum Schaffot anzutreten. Er hatte Angst davor, wie Anna auf ihn reagieren würde, und wie es ihm damit erginge.
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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Di Jul 10 2012, 20:00

Hey weiter, weiter, weiter ... so kannste uns echt nicht hängen lassen. Das geht nicht Very Happy
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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Di Jul 10 2012, 20:06

ist wieder echt spitze geworden =)
freu mich auf die fortsetzung
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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Di Jul 10 2012, 22:32

Hey Mini, hey Lizzy,
hier geht gerade alles schief. Plötzlich sind doch noch tausend Dinge zu tun und ihr seid die Leidtragenden. Ich war eigetlich gut dabei, aber das wird nix mehr Evil or Very Mad .
Tut mir wirklich leid. Embarassed

Aber, das Netbook reist mit, also vielleicht kann ich euch ja sogar von unterwegs das Ende senden Wink

Liebe Grüße und bis dänne. Ich wünsche euch eine schöne Zeit Very Happy
Katha
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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Mi Jul 11 2012, 00:55

katha schrieb:
Hey Mini, hey Lizzy,
hier geht gerade alles schief. Plötzlich sind doch noch tausend Dinge zu tun und ihr seid die Leidtragenden. Ich war eigetlich gut dabei, aber das wird nix mehr Evil or Very Mad .
Tut mir wirklich leid. Embarassed

Aber, das Netbook reist mit, also vielleicht kann ich euch ja sogar von unterwegs das Ende senden Wink

Liebe Grüße und bis dänne. Ich wünsche euch eine schöne Zeit Very Happy
Katha

Oh schade , na ja was solls kann man nichts machen. Wuensche dir auf jedenfall einen wundervollen urlaub und komm gesund und mit neuer Energie zurueck.

Lg Lizzy
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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Mi Jul 11 2012, 07:24

katha schrieb:
Hey Mini, hey Lizzy,
hier geht gerade alles schief. Plötzlich sind doch noch tausend Dinge zu tun und ihr seid die Leidtragenden. Ich war eigetlich gut dabei, aber das wird nix mehr Evil or Very Mad .
Tut mir wirklich leid. Embarassed

Aber, das Netbook reist mit, also vielleicht kann ich euch ja sogar von unterwegs das Ende senden Wink

Liebe Grüße und bis dänne. Ich wünsche euch eine schöne Zeit Very Happy
Katha

Schade, aber so ist das nun mal. Wünsch dir auch einen wundervollen Urlaub. Erhol dich gut Smile
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Mi Jul 11 2012, 17:57

Hihi, da bin ich schon wieder. Hatte auf der Fahrt hier her ein wenig Zeit und jetzt sitze ich entspannt im Garten, während meine Männer ihren fehlenden Nachtschlaf nachholen. Und wofür, natürlich nur für euch Wink


Jetzt war er nach einer langen Fahrt, auf der er bei jeder Autobahnabfahrt darüber nachgedacht hatte, ob er nicht doch besser wieder umdrehen sollte, wirklich angekommen. Langsam ging er auf die Decke zu, die auf dem Rasen lag, offensichtlich war Anna nicht weit weg. Er überlegte ob er sich einfach setzen und auf sie warten sollte, entschied sich jedoch dagegen. Er wollte erst an den Strand gehen, und sich seinen Kopf durchblasen lassen, bevor er sich ihr stellen würde. Er hatte den ganzen Tag noch kaum was gegessen und wahnsinnigen hunger, daher hockte er sich schnell und klaute sich ein paar Weintrauben von dem Obstteller, der auf der Decke stand. Anna hat es sich ja ganz schön gemütlich gemacht, dachte er fast vergnügt und betrachtete die sonst noch herumliegenden Dinge. Dabei fiel sein Blick auf die Zeichnung, die zu seinen Füßen lag. Langsam nahm er den Block in die Hand und betrachtete das Bild. Er spürte wie sich sein Brustkorb zusammenzog und ihm die Luft abschnürte. Die gemalte Szene sprach ihn an, als ob sie für ihn gemacht wäre. Er hatte Fanni im Meer verloren und diese Frau mit ihrem verzweifelten Gesichtsausdruck, die dem Mann hinterher sah, erinnerte ihn an einen Teil seines Alptraums, den er so oft geträumt hatte, seit sie ertrunken war. Er schluckte hart und versuchte verzweifelt sich von seinem Gefühl der Ohnmacht zu befreien, das ihn sofort ergriffen hatte. Letztlich hatten er keine Wahl gehabt, er hatte ihren Tod akzeptieren müssen, was er aber scheinbar bis heute nicht wirklich geschafft hatte. Hatte er sich jemals wirklich von ihr verabschiedet? Tom besann sich wieder auf die Gegenwart. Da das Bild von Anna gezeichnet wurde, sollte es wohl etwas anderes bedeuten. Vermutlich wollte sich in diesem Fall Anna von ihm verabschieden. Und als ihn diese Gewissheit erlangte stieg leise Panik in ihm auf. Nein, dachte er erschrocken. Ich darf nicht zu spät kommen. Ich will es nicht schon wieder verbocken. Ich liebe sie doch. Geschockt schaute er Richtung Haus, aber statt zu ihr zu gehen, rannte er den Weg zum Meer hinunter als würde er von einem Phantom verfolgt. Er brauchte Luft, Platz um sich, und einen Moment Zeit um seine auf ihn einprasselnden Gefühle wieder unter Kontrolle zu bekommen, die ihn zwischen sich hin und her schubsten wie Kinder einen Luftballon. Tom streifte eine Weile umher ehe er sich ans Meer setzte. Bei dem Anblick der Wellen, die unaufhörlich auf ihn zugerollt kamen und ihn mit jedem Anschlag am Strand an den tragischen Segelunfall erinnerten, realisierte er, dass er sich seit Fannis Tod nie wirklich zugestanden hatte an sie zu denken. Er hatte immer an ihr fest gehalten, sie in seinem Herzen verbarrikadiert und nichts und niemand, nicht mal seine eigenen Gedanken und Gefühle an sie heran gelassen. Es war das erste Mal, dass er bewusst daran dachte, wie es früher war. Sie hatten viel Zeit an diesem Strand verbracht, an dem er gerade saß und ihre Zweisamkeit immer in vollen Zügen genossen. Es waren wahrhaft schöne Stunden gewesen.
Ängstlich wartete er bei diesen Gedanken auf die Trauer, vor der er seit Jahren solche Panik hatte, dass er jeden Ort und jeden Gegenstand, der ihre Handschrift trug oder seine Erinnerung hätte anregen können, gemieden hatte. Aber die Trauer blieb aus, stattdessen legte sich ein Schmunzeln auf sein Gesicht, als er daran dachte wie Fanni ihn belustigt getadelt hatte, nachdem er sich mit ihr auf dem Arm gedreht hatte, bis ihnen schwindelig geworden und sie letztlich quietschend in den Sand gefallen waren. Er hatte es geliebt mit ihr zu Lachen.
Als er nach einer langen Zeit, in der die Sonne untergegangen war, endlich aufstand, fühlte es sich an, als wäre sein Herz von einer großen Last befreit. Es schien leichter und lustiger zu Schlagen und mit einer großen Portion Optimismus machte er sich auf den Weg zu Anna. Er würde wieder richtig leben und wirklich lieben.
---------------

Anna lag auf der Decke und fand es einfach unglaublich wie anders die Welt hier auf der Insel war. Solch eine Ruhe und Gelassenheit suchte man in Berlin wohl vergebens, selbst wenn man sich in die grünen Oasen der Stadt flüchtete. Sie starrte in den Himmel, in dem wahnsinnig viele Sterne leuchteten. Sie hatte keine Ahnung von Sternenbildern, aber ihrer Meinung nach musste man Sternen auch keine Verbindungen und festen Gefüge unterstellen um sie einfach nur wunderschön zu finden. Ob Jonas irgendwo da oben ist? fragte sie sich, aber trotz ihres Glaubens, dass der Geist oder die Seele eines Menschen irgendwie bei uns und in uns bleibt, konnte sie sich nicht erklären wie das konkret aussehen konnte. Aber wahrscheinlich war genau das das Problem, es war nicht konkret, sondern äußerst abstrakt über solche Dinge nachzudenken. Auf jeden Fall wusste sie, dass er irgendwie bei ihr war. Das hatte er ihr schließlich versprochen.
Plötzlich wurde sie durch ein Geräusch aus ihren Gedanken gerissen, und ihr Herz begann wild zu Pochen. Es kam vom Strand, bzw. vom Weg, der vom Strand herauf führte, hörte sich an als ob jemand einen Stein beiseite gekickt hätte. Oder war es doch nur ein Tier? fragte sie sich nervös. Erschrocken setzte sich Anna auf und sah mit großen Augen in die Richtung in der das Meer rauschte. All ihre Sinne waren darauf gerichtet etwas Ungewöhnliches wahr zu nehmen. Da war doch was…! Was soll ich nur tun? Sitzen bleiben… oder ganz schnell reinlaufen und die Tür zu machen? … Das ist eine gute Idee, beschloss sie schließlich. Anna sprang auf und sprintete ohne sich umzublicken los. Aber sie war kaum drei Schritte gekommen, da spürte sie wie sie von hinten umfasst wurde. „Lauf nicht weg. Ich bin´s, Tom.“ Ihre Füße fanden keinen Widerstand mehr, strampelten hilflos in der Luft. Sie hörte wie jemand mit ihr sprach konnte die Worte aber in ihrer Furcht nicht bewusst wahrnehmen und schrie laut los. „Loslassen! Hilfe! HILFEEEE!“ Währenddessen trat und haute sie mit aller Macht um sich und hörte schließlich ein lautes „Aua, verdammt!“ als ihr Ellbogen mit etwas kollidiert war. Der Griff um ihre Hüfte lockerte sich unmittelbar und Anna, die den Boden wieder unter ihren Füßen spürte, rannte hinein und knallte die Terrassentür hinter sich zu. Sie zog sich schnell in den Schatten zurück und starrte, ängstlich gegen eine Wand gepresst, die ihr zumindest den Rücken frei hielt, gebannt auf die Person, die zusammen gekauert auf der Terrasse hockte.
Der Mann drückte sich eine Hand auf das linke Auge, während er in seiner Hosentasche nach etwas suchte. Anna schaute ängstlich was er herauszog, aber es war wohl ein ganz banales Taschentuch. Er stand auf, ging gezielt in eine Ecke des Gartens und machte sich am Wasserschlauch zu schaffen. Dann hielt er sich das Tuch auf sein Auge, während er sich erschöpft auf die Stufe des Terrassenaufgangs fallen ließ und ihr somit seinen Rücken zuwand. Langsam wurde Anna bewusst, dass sich der Kerl hier ganz schön gut auskannte, und auch die Art der Bewegungen, die Haltung und nicht zuletzt seine Statur kamen ihr seltsam bekannt vor. Aber wer sollte hier sein, den ich kenne? Und vor allem, wer sollte sich so an mich heranschleichen? Und dann fiel endlich der Groschen, der sich wohl in den Wirrungen ihrer Gedanken verhakt hatte, dass er nicht schon viel früher seinen Weg gefunden hatte. Tom! Das ist Tom. Was macht der hier? Oh mein Gott, ich hab ihn verletzt? Ihr Herz begann zu rasen und ihre Hände zitterten, als sie vorsichtig an die Tür heran trat und sie leise öffnete. Sie behielt den Griff sicherheitshalber in der Hand, um die Tür im Notfall ganz schnell wieder zuschmeißen zu können, als sie leise seinen Namen rief. „Tom?“ Langsam drehte sich der Mann um und tatsächlich es war Tom, der sie mit einem blau angelaufen Auge und einem schiefen Lächeln angrinste. „Der Kandidat hat hundert Punkte.“ antwortete er in ironischem Ton und blieb einfach so sitzen und schaute sie an. Anna trat langsam hinaus und hockte sich zu ihm um sein Auge zu begutachten. „Oh mein Gott… das wollte ich nicht“ entwich es ihr bestürzt. „Warte ich schau mal ob ich ein Kühlpack finde.“ Eilig lief sie wieder hinein und raste zum Kühlschrank. Sie fragte sich in einem fort, was das wohl hieß, das Tom einfach hier auf der Matte stand, aber letztlich stieg die Wut wieder in ihr herauf, denn bislang hatte es nie etwas Gutes bedeutet, wenn er sie aufsuchte. Und dieses Mal wäre es sicherlich nicht anders, nachdem er ihr doch gerade erst sehr deutlich gesagt hatte, das die nähere Bekanntschaft mit ihr ein Fehler war. Mürrisch ging sie wieder hinaus und gab ihm mit kühlem Blick das Eispack, was sie in der hintersten Ecke des Eisfaches entdeckt hatte. Er war schließlich selbst schuld, hätte sich ja nicht so anschleichen müssen. Überhaupt, meldete man sich nicht an, wenn man jemanden besuchte? Tom wickelte das Tuch um das Kühlpack und kühlte sich weiter das Auge während er sie aus dem andern Auge wachsam ansah. „Was machst du hier?“ fragte Anna ihn mit eisiger Stimme. „Ich wollte zu dir“ gab Tom zurück und musste sich am Riemen reißen, nicht sofort Reißaus zu nehmen, bei ihrer unterkühlten Art. „Willst du mich zu meinem Arbeitsplatz schleifen, weil ‘du’ mir den Urlaub nicht genehmigt hast?“ Das war das naheliegenste Argument, das ihr einfiel. Sie wartete ungeduldig auf eine Reaktion. Ihre Wut hatte ein gutes. Ihr rasender Herzschlag irritierte sie nicht mehr, und ihre Feinmotorik funktionierte wieder. Tom sah sie einäugig an und musste schmunzeln. Er liebte es, wenn sie so aus der Haut fuhr, und sie kannte ihn einfach verdammt gut. Denn genau das war sein erster Gedanke gewesen, als er von ihrem von ihm ungenehmigten Urlaub erfahren hatte. „Warum grinst du denn jetzt noch so doof?“ fuhr sie ihn weiter an. Sie war wirklich in ihrem Element. „Nein deshalb bin ich nicht hier.“ antwortete er gelassen. Auch er hatte aus seinen bereits erlebten Erfahrungen mit ihr seine Lehren gezogen, um zu wissen, dass er gegen ihre Wuttiraden eh nicht ankam, also sollte sie sich doch erst einmal austoben. „Und warum dann? Dachtest du, du könntest dir nochmal ein nettes Stelldichein mit deiner Angestellten genehmigen? Tut mir leid, dafür bin ich mir nun echt zu schade.“ Jetzt verfinsterte sich Toms Blick dann doch und bevor er sich besann brach ein aufgebrachtes „So war das doch gar nicht“ aus ihm hervor. Dass sie ihn so einschätzte, konnte ja wohl nicht ihr ernst sein. Anna sah weiterhin voller Zorn auf ihren Chef, der sich immer noch hinter seinem Kühlpack versteckte. „Nein, so war das nicht? Wie war es denn dann? Hattest du dir vielleicht mehr versprochen. Hat das kleine Blondchen deinen Ansprüchen nicht genügt? Ach, und dann war da ja noch die Freundin Zuhause, die doch gar nicht so übel ist. Wahrscheinlich hast du dir gedacht, bevor das dumme Blondchen auf falsche Gedanken kommt, frag ich doch meine Freundin mal schnell ob sie mich heiratet.“ Annas Stimme wurde immer lauter und schriller. Sie redete sich gerade um Kopf und Kragen, aber sie konnte nicht anders als ihrer Verletzung und ihrem Zorn endlich Luft zu bereiten. Tom war mittlerweile aufgestanden und sah sie kopfschüttelnd aber sprachlos an. „Und dann sagt dir dieses uninteressante Wesen auch noch, dass sie sich in dich verliebt hat. Aber vermutlich könntest du dich ja mit so einer in deinen Kreisen auch gar nicht sehen lassen.“ Tränen der Wut und der Verzweiflung liefen ihr über das Gesicht bevor sie ihren Blick beschämt abwand. Tom hatte ihr fassungslos zugehört und sein schlechtes Gewissen potenzierte sich im Sekundentakt. Dass er sie so sehr verletzt hatte, tat ihm unglaublich Leid und sein Herz zog sich voller Mitgefühl zusammen. Er ging langsam auf sie zu und als er direkt vor ihr stand wiederholte er sich leise. „So war das gar nicht.“ Er legte seine Hände an ihr Gesicht und sie zuckte zusammen als seine kalte Hand, die zuvor das Eispack gehalten hatte, sie berührte. Sie sah verwirrt in seine Augen, die sie liebevoll anblickten, und ehe sie die Situation erfasst hatte, spürte sie seine Lippen auf den ihren. Nach einigen Sekunden, in denen sie ihn einfach nur anstarrte und es über sich ergehen ließ, dass er sie küsste, schloss sie die Augen und ließ sich auf den Moment ein. Unmittelbar zog ein Kribbeln durch ihren Körper und sie spürte wie ihre Wut langsam verblasste, ... aber dann wurde sie prompt von ihren Gedanken zurückgeholt. Das Bild, wie er sie im Hotel abserviert hatte, zog durch ihre Gehirnwindungen und bevor sie sich ihrer Handlung gewahr wurde, hatte sie sich von ihm gelöst und ihm eine deftige Ohrfeige gegeben. Mit wütend funkelnden Augen stand sie vor ihm. Sie hatte Lust einfach hinein zu gehen und ihm die Tür vor der Nase zu zu knallen, aber das ging wohl nicht, schließlich gehörte das Haus seiner Familie. … Obwohl, warum eigentlich nicht? Schließlich hatte sie mit Bruno ausgemacht, dass sie bis zum nächsten Wochenende hier wäre.
---------------

Es wird noch ein letzter Teil folgen, der so gut wie fertig ist. 👅
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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Mi Jul 11 2012, 19:33

Oh ja, bitte mehr davon meine Liebe. Und schön von dir zu hören. Very Happy *freufreufreu* bounce
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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Mi Jul 11 2012, 19:56

oh wie wunderbar Katha,das ist wieder super toll geworden... bitte mehr davon...
und ich freue mich was von dir zu hören Very Happy
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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Fr Jul 13 2012, 17:12

So meine Lieben, hier also der Rest Surprised
Ich hoffe es gefällt Wink


Anna ließ ihn also stehen und machte sich eilig auf in Richtung Terrassentür, aber Tom der ihre Gedanken wohl erraten hatte, war spontan hinter ihr her gelaufen und ehe sie sich umdrehen und die Tür auch nur in die Hand nehmen konnte um sie zu schließen, stand er schon hinter ihr. Sie sah ihn erschrocken an, als er sich vor ihr aufbaute. „Dann halt nicht“ zischte sie vor sich hin, trat jedoch sogleich den Rückzug an und blieb in einigem Abstand zu ihm stehen. Ihre Haltung erinnerte Tom an ein gejagtes Reh, das nicht wusste wohin es springen sollte um sich der drohenden Gefahr zu entziehen und daher einfach mit aufgerissenen Augen erstarrte. Er rieb sich über seine rot angelaufene Wange, auf der vor weniger als einer Minute ihre Hand gelandet war. „Wow, wenn du so weiter machst leg ich mein Gesicht besser in den Kühlschrank zum Kühlen.“ sagte er in trockenem Ton und Anna musste zugeben, dass er tatsächlich ein wenig lädiert aussah. Einen Augenblick schimpfte sie innerlich mit sich, denn eigentlich war sie bestimmt kein gewalttätiger Mensch. Ganz im Gegenteil. Aber dieser Mann brachte sie einfach völlig aus der Fassung, und dass sie ihm eine geknallt hatte… Der Kuss…, sie spürte seine Lippen quasi noch auf ihren und sie musste sich zusammenreißen um sich nicht in den wunderbaren Gefühlen zu verlieren, die ihr ein glückliches Lächeln auf das Gesicht gezaubert hätten. Schließlich war es eine Unverschämtheit gewesen, dass er sie einfach küsste. … nach allem was war. Sie betrachtete ihn weiterhin mit ihren wirren Gedanken im Kopf. „Wofür war das jetzt? Für die Sache im Hotel?... für den Kuss? … oder für alles?“ fragte er sie in gelassenen Ton. Er wusste nicht warum er sie geküsst hatte, es war einfach über ihn gekommen. Vielleicht wollte er sich damit entschuldigen, ihr beweisen, dass es anders war oder sie einfach nur spüren. „Sind wir dann jetzt quitt oder möchtest du mir auch das zweite Auge noch blau hauen?“ fragte er ironisch. Aber Anna gedachte nicht, ihm darauf eine Antwort zu geben, denn vermutlich war es in Wahrheit ein Ausdruck von Hilflosigkeit gewesen. Hilflosigkeit, wie sie mit der Situation und ihren widersprüchlichen Wünschen und Ängsten umgehen sollte, und das war bestimmt das Letzte was sie ihm mitteilen würde. Sollte er doch erst mal den Mund aufmachen. „Was willst du also hier?“ fragte sie noch mal in unerbittlichem Ton, um diese Situation endlich zu beenden. „Mit dir reden?“ Sie musterte ihn eingehend, ließ sich auf das Sofa fallen und zog die Knie an um sie mit den Armen zu umschlingen. „So so, der werte Herr Lanford möchte also mit mir reden. „Warum denn? Um mir nochmal zu erklären, welch ein doofes Schaf ich doch war, auch nur einen Moment zu glauben, dass es da was zwischen uns gibt?“ Sie war erschöpft und sehnte sich danach einfach wieder ihre Ruhe zu haben. Tom ging auch langsam zum Sofa und setzte sich neben sie. Er bedachte sie mit einem unsicheren Blick, ehe er auf seine Hände sah, die unaufhaltsam mit sich rangen. „Anna, es tut mir leid, dass ich einfach abgehauen bin. … Ich habe mir was vorgemacht … aber ich kann es einfach nicht mehr ignorieren“ Er schwieg und betrachtete weiter eingehend seine Hände, während sein Herz ihm bestimmt aus der Brust gesprungen wäre, hätten die Rippen es nicht davon abgehalten. Anna hatte ihren Kopf auf ihren Knien abgelegt und beobachtete ihn mittlerweile mit vorsichtiger Neugier. Er hörte sich so anders an. Unsicher, nervös, beinahe ängstlich. Sie fragte sich unweigerlich worauf das wohl hinaus lief und sie spürte, wie sich unaufhaltsam ein Funken Hoffnung festsetzte, der auf Sauerstoff wartete, um eine wild flackernde Flamme zu entfachen. Aber da blieb trotzdem die Skepsis, die dieser Mann mit seinen Handlungen der letzten Tagen geschürt hatte. Trotzdem fragte sie nach? „Was kannst du nicht mehr ignorieren?“ Er sah sie kurz an und sein Blick, der liebevoll aber zugleich ängstlich in ihre Augen gerichtet war, traf sie mitten ins Herz. „Das ich mich verliebt habe.“ Seine Worte waren kaum ein Flüstern und Anna spürte, dass es ihn unglaubliche Überwindung kostete sie auszusprechen. Tom schaute erneut ängstlich zu ihr, wartete auf irgendeine Reaktion, aber Annas Gesicht ließ nichts erkennen. Enttäuscht wandte er sich wieder ab und schloss einen Moment die Augen. Sein Herz raste und er wusste nicht was er tun sollte, aber dann besann er sich, dass er sie tief verletzt hatte, und das diese Worte vermutlich nicht ausreichten um sie vom Ausmaß seiner Gefühle zu überzeugen.
Anna sah ihn immer noch sprachlos an. Da war er wieder, der Tom der sich ihr öffnete, der ganz er selbst war, ohne dieses Chef-Gehabe, das er an den Tag legte, wenn er nichts von sich Preis geben wollte. Das war der Mann, der sich ihr, seit ihrer ersten Begegnung, immer mal wieder wenn auch nur für kurze Moment offenbart hatte und den sie so sehr liebte. Will er mir jetzt wirklich erzählen, dass er sich in mich verliebt hat? fragte sie sich skeptisch, denn sie traute sich kaum das zu glauben, zu groß war die Angst erneut enttäuscht zu werden. Sie hob den Kopf und musterte ihn eingehend, als müsse sie sich vergewissern, dass dieser Moment wirklich real war. „Anna, seit dem wir uns auf dem Dach begegnet sind, warst du immer in meinem Kopf, … und immer in meinem Herzen.“ Er rieb sich über sein Gesicht, es strengte ihn an, die richtigen Worte in seinem Gedankenwust zu finden und auszusprechen. „Die Nacht mit dir im Hotel war das Schönste, was ich seit Fannis Tod erlebt habe. Es war für mich völlig unglaublich, dass ich dich so nah an mich heran gelassen hatte und es hat sich so gut angefühlt. … Aber dann bin ich von den Alpträumen, die ich nach dem Unfall damals immer und immer wieder hatte, aus dem Schlaf gerissen worden und plötzlich erschien alles falsch. Falsch, dass ich eine andere Frau im Arm hielt, falsch, dass ich mich erneut der Gefahr wahrer Gefühle ausgesetzt hatte … und deshalb bin ich geflohen. Vor dir, aber vor allem vor mir selbst.“ Er schenkte Anna nur einen kurzen Seitenblick während er aufstand, mit zitternden Händen die Terrassentür öffnete und hinaus trat. Er stand dort und atmete tief die salzige Luft ein, die frisch vom Meer herauf geweht wurde, und ihn trotz seiner inneren Erregung frösteln ließ. Er wünschte sich fast zurück in sein altes Leben, das ihm über Jahre Sicherheit geboten hatte. Denn in diesem Moment fühlte er sich so nackig und verletzlich wie ein Neugeborenes, das nach der Geburt von seiner Mutter verlassen worden war. Er war in den Anblick der Nacht vertieft, der nur durch das sanfte Licht, welches aus dem Inneren des Häuschens herausschien, unterbrochen wurde, und seine Gedanken schweiften wirr umher, wussten nicht wo sie sich zur Ruhe setzten sollten…
Anna hatte Toms Worten aufmerksam gelauscht und sie spürte, wie sich ihr Herz mehr und mehr öffnete und sich von seinen Worten überzeugen ließ. Als er schlussendlich das Weite suchte, scheinbar den Abstand suchte um mit sich selbst klar zu kommen und die Angst vor ihrer Reaktion im Griff zu behalten, rührte sie seine Offenbarung zu Tränen. Sie konnte ihn verstehen, wusste sie doch, welche Mühe es sie selbst gekostet hatte, sich ihre Liebe einzugestehen und sich davon zu überzeugen, dass es richtig war um ihr Glück zu kämpfen. Auch sie hatte sich Jonas gegenüber verpflichtet gefühlt. Soll ich es wirklich wagen? fragte sie sich, aber sie wusste, dass sie es sich nie verzeihen würde, wenn sie es nicht wenigstens versuchen würde, versuchen würde ihre Liebe fest zu halten, denn das war es wofür und womit sie leben wollte.
Langsam ging Anna hinaus, blieb einen Moment hinter dem in seinen Gedanken verlorenen Mann stehen, der so verletzlich fast gebrochen aussah und schob letztlich ihre Hände um seine Hüfte. Sie drehte ihn zu sich und sah in die tränenverschleierten Augen, die sie voller Gefühl ansahen. Sie schmiegte sich an ihn, legte ihren Kopf an seine Brust und genoss einfach seine Nähe. Seine Herztöne erklangen viel zu schnell, schlugen als sollten sie ein Trommelsolo einlegen und so zog sie ihn noch enger an sich und strich ihm beruhigend über den Rücken bis sie spürte, wie er sich in ihrer Umarmung fallen ließ und sie ebenfalls fest umschlang. Sie standen lange da und sagten kein Wort.

Als sich die Aufregung bei Beiden etwas gelegt hatte und sie wieder ruhiger atmeten und auch sonst wieder Herr ihrer Sinne wurden, löste sich Anna von ihm. Sie sah einen Moment Richtung Meer und verspürte auf einmal das Verlangen, sich zu spüren, sich von allem Überflüssigem zu befreien und wo konnte man das besser als am Meer. Ohne lange zu fragen nahm sie Tom an die Hand und zog ihn mit sich. „Komm ich will ans Meer.“ Sie lief, gemeinsam mit dem immer noch völlig verdutzten Mann an ihrer Seite, den Weg hinab. Als sie auf dem Strand angelangt war, ließ sie ihn los und rannte ein Stück über den Strand, sie breitete die Arme aus und drehte sich im Kreis, dann blieb sie noch ein wenig schwankend stehen und stand wie ein Engel, mit ausgebreiteten Armen am Meer. Der Wind riss an ihren Kleidern und ihren Haaren und sie spürte, wie plötzlich alle Sorgen, Ängste und Zweifel von ihr genommen wurden. Sie drehte sich um und rief Tom, der sie völlig fasziniert beobachtete zu sich. „Komm her, versucht es auch mal. Es fühlt sich so gut an. Der Wind nimmt alles mit, was nicht bleiben soll.“ Tom näherte sich ihr zögerlich, er war eigentlich nicht der impulsive und spontane Typ, der sich zu solchen, auf den ersten Blick seltsamen Aktionen verleiten ließ. Aber schließlich probierte er es aus und tat es ihr nach. Er schloss die Augen und ebenso wie Anna spürte er die Erleichterung, die sich in ihm ausbreitete, als die Windböen ihn erfassten und seine wirren Gedanken aufklarten.
Als er die Augen wieder öffnete stand sie direkt vor ihm und sah ihn einfach nur an. Annas Augen strahlten, wie er es nur von ihr kannte. Unmittelbar begann sein Herz erneut zu rasen, aber dieses Mal aus Liebe, aus tiefer Sehnsucht, die sie in ihm weckte und der Aufregung, die aus der neuen Situation entstand. Sie hatte recht, es zählte nur noch ihre Liebe, nur noch dass sie bei ihm war und alles andere hatte keine Bedeutung mehr. Er trat zögerlich auf sie zu und nahm sie in den Arm. Sein Gesicht näherte sich ihrem und ganz langsam verschmolzen ihre Lippen zu einem sinnlichen Kuss. Sie hüllten sich in die Wärme die ihre Körper umspannte und ließen sich fallen. Langsam strich er mit seinen Händen über ihren Rücken und in seinem Inneren fühlte er ein Kribbeln, als ob tausende Ameisen seinen Bauch erforschten. Anna erging es nicht anders, auch sie fragte sich, wie lange ihr Herz diesen irren Rhythmus wohl aushalten würden und als er zärtlich an ihren Lippen zupfte, ließ sie ihre Zunge über die seinen gleiten. Sie seufzten beide auf, als er ihre vorsichtige Anfrage sogleich mit dem Öffnen seines Mundes erwiderte und sich ihre Zungen zu einem zärtlichen Tanz trafen. Als sie nach einer gefühlten Ewigkeit von einander abließen schauten sie sich tief in die Augen. „Bruno hat recht, das Leben ist wirklich zu kurz für Lügen. ... Es wäre eine Schande, das hier nicht zu erleben.“ sagte Tom mit einem liebevollen Lächeln. Dann gingen sie Hand in Hand zurück zum Haus.

Tom fühlte sich wie neu geboren, und mit dem Zulassen seiner Gefühle, hatte er seine Selbstsicherheit wieder gefunden. Gepaart mit der Leichtigkeit und der Liebe, die ihn erfüllten, wurde er zu dem aufmerksamsten und liebevollsten Menschen, den Anna je erlebt hatte. Er las ihr jeden Wunsch von den Augen ab und die gemeinsamen Tage, die sie noch auf der Insel verlebten, waren die schönsten ihres bisherigen Lebens, voller Liebe, Lachen und Zärtlichkeit. Als Anna am Ende ihres Urlaubs noch einmal zum Meer hinunter ging um sich zu verabschieden überdachte sie die Zeit ihres Ausflugs, der sie zu dem glücklichsten Menschen der Welt gemacht hatte. Und mit einem seligen Lächeln dachte sie: Endlich Erholung. Und damit meinte sie vor allem die Erholung ihrer von Trauer, inneren Pein und Zweifel gequälten Seele, die nun endlich wieder ihr Gleichgewicht gefunden hatte und ihres Herzens, das von ihrer neuen Liebe erfüllt war.


ENDE
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Fr Jul 13 2012, 19:30

Oh mann, wie schön ... *hastigeinpaarTränchenwegdrück* Sad
Ich hoffe, du schreibst bald wieder so eine Geschichte. Kann davon gar nicht genug bekommen. Aber du weißt ja, wie sehr ich deine gefühlvollen Storys liebe ... Very Happy I love you
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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Fr Jul 13 2012, 19:59

Einfach wieder Hammer geschrieben, ich hoffe ich kann bald wieder sowas schönes von dir lesen. Very Happy
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Sa Jul 14 2012, 22:56

Hey ihr Zwei,
lieben Dank für eure Kommentare. Schön, das es euch gefallen hat. Smile

Ich überlege gerade angestrengt, was ich demnächst mal unabhängig von AUDL von mir geben könnte, aber ich glaube, dass stellt mich vor eine ganz schöne Herausforderung. Ist halt schon was anderes auf bekannte Charaktere und Hintergründe zurück zu greifen, als sich komplett alles auszudenken...
Mal sehen. Wenn ich wieder da bin, werde ich mich auf jeden Fall auch mal ran setzten und eure Einträge lesen und vor allem kommentieren. Bin ich bislang irgendwie nicht wirklich zu gekommen. Ich habe schon ein ganz schlechtes Gewissen, vor allem dir gegenüber Lizzy. Embarassed Mini weiß ja schon, wie sehr ich ihre Geschichten liebe I love you

Liebe Grüße aus einem bislang ziemlich feuchten Urlaub. Der Regengott meint es leider sehr gut mit uns. Rolling Eyes

Katha
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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Sa Jul 14 2012, 23:06

katha schrieb:
Hey ihr Zwei,
lieben Dank für eure Kommentare. Schön, das es euch gefallen hat. Smile

Ich überlege gerade angestrengt, was ich demnächst mal unabhängig von AUDL von mir geben könnte, aber ich glaube, dass stellt mich vor eine ganz schöne Herausforderung. Ist halt schon was anderes auf bekannte Charaktere und Hintergründe zurück zu greifen, als sich komplett alles auszudenken...
Mal sehen. Wenn ich wieder da bin, werde ich mich auf jeden Fall auch mal ran setzten und eure Einträge lesen und vor allem kommentieren. Bin ich bislang irgendwie nicht wirklich zu gekommen. Ich habe schon ein ganz schlechtes Gewissen, vor allem dir gegenüber Lizzy. Embarassed Mini weiß ja schon, wie sehr ich ihre Geschichten liebe I love you

Liebe Grüße aus einem bislang ziemlich feuchten Urlaub. Der Regengott meint es leider sehr gut mit uns. Rolling Eyes

Katha


Wieso hast du ein schlechtes Gewissen mir gegenüber, das brauchst wirklich nicht.
Ich bin wirklich nicht nachtragend.
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   So Jul 15 2012, 12:15

katha schrieb:
Hey ihr Zwei,
lieben Dank für eure Kommentare. Schön, das es euch gefallen hat. Smile

Ich überlege gerade angestrengt, was ich demnächst mal unabhängig von AUDL von mir geben könnte, aber ich glaube, dass stellt mich vor eine ganz schöne Herausforderung. Ist halt schon was anderes auf bekannte Charaktere und Hintergründe zurück zu greifen, als sich komplett alles auszudenken...
Mal sehen. Wenn ich wieder da bin, werde ich mich auf jeden Fall auch mal ran setzten und eure Einträge lesen und vor allem kommentieren. Bin ich bislang irgendwie nicht wirklich zu gekommen. Ich habe schon ein ganz schlechtes Gewissen, vor allem dir gegenüber Lizzy. Embarassed Mini weiß ja schon, wie sehr ich ihre Geschichten liebe I love you

Liebe Grüße aus einem bislang ziemlich feuchten Urlaub. Der Regengott meint es leider sehr gut mit uns. Rolling Eyes

Katha

Oh Mann, du Arme. Und ich hab dir wirklich ganz dolle die Daumen gedrückt, dass das Wetter in deinem Urlaub schön ist. Aber wenn es dich tröstet, hier im Rheinland ist es kaum besser. Nur Regen, Regen, Regen ... und meine Migräne freut sich diebisch darüber Sad

Freu mich, wenn du wieder da bist. Und ich freu mich natürlich auch über deine Kommis. Und ein schlechtes Gewissen brauchst du weiß Gott nicht zu haben. Bis bald und dir noch eine tolle Zeit. Very Happy

LG, Mini
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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   So Jul 15 2012, 16:46

Katha, diese Geschichte ist absolut wunderschön. Wie du das alles beschreibst, die Umgebung, die Menschen - einfach unendlich wunderschön Smile
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Staffi_94

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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Sa Jul 21 2012, 23:24

Katha, diese Kurz-FF ist dir wirklich richtig gut gelungen. Ich habe das Gefühl, du wirst immer besser. Das ist einfach nur unglaublich, wie toll du diese Gefühle beschreibst. Zum Dahinschmelzen I love you
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Sa Jul 21 2012, 23:31

Tastentante schrieb:
Katha, diese Geschichte ist absolut wunderschön. Wie du das alles beschreibst, die Umgebung, die Menschen - einfach unendlich wunderschön Smile

Oh man, oh man, so langsam fällt mir kaum noch was ein. Ich freu mich einfach riesig.
Danke, Danke! Exclamation Rolling Eyes
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)   Sa Jul 21 2012, 23:33

Staffi_94 schrieb:
Katha, diese Kurz-FF ist dir wirklich richtig gut gelungen. Ich habe das Gefühl, du wirst immer besser. Das ist einfach nur unglaublich, wie toll du diese Gefühle beschreibst. Zum Dahinschmelzen I love you

Wow, so ein Lob aus deiner Feder. Ich danke Dir! Embarassed
Diese Geschichte kam mir einfach so in den Sinn. Vielleicht lief sie daher besonders gut Surprised
LG
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AnTom "Endlich Erholung" (Kurz-FF)
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