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 AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)

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katha

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BeitragThema: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Fr Jul 20 2012, 22:40

das Eingangsposting lautete :

Diese Kurz-FF ist nicht neu und manche werden sie kennen. Smile Allen anderen, und natürlich auch denen, die sie erneut lesen, wünsche ich viel Spaß Wink


Informationen zur Vorgeschichte
Tom und Carla sind verlobt und Natascha sitzt im Gefängnis, wegen des Vorwurfes Steve Welder umgebracht zu haben. Anna, die mit Enrique zusammen ist, der sich aber gerade im Ausland aufhält, hat den Verdacht geäußert, dass Carla und David etwas mit dem Tod Steve Welders zu tun haben, und damit Toms Zorn auf sich gezogen, der seine Verlobte überzeugt in Schutz nahm.
Augangspunkt dieser Geschichte ist der Tag, an dem die Polizistin Fr. Fuchs aufgrund eines Hinweises das zweite Mal das Alibi von Carla Rhonstedt überprüft und David Darcy im Beisein von Carla, Fr. Fuchs und Tom die Affäre zwischen sich und Carla offenbart.

*************************
Teil 1

Anna saß an ihrem Schreibtisch und beobachtete gespannt das Atelier. Fr. Fuchs von der Polizei war im Hause und David hatte Carla und auch Tom hinzu gezogen um mit ihr zu sprechen.
Hoffentlich haben sie endlich einen Beweis dafür gefunden, dass die Beiden etwas mit dem Mord an Steve zu tun haben. dachte sie nervös. Sie wusste, dass sie sich auf verdammt dünnem Eis bewegte. Sie war es, die der Polizei den Tipp gegeben hatte, das Alibi von Fr. Rhonstedt noch einmal anhand der Computer-Protokolle zu überprüfen. Wenn Tom erfährt, dass ich was damit zu tun habe, schmeißt er mich vermutlich endgültig raus. Und dann steh ich da, mit meinen Schulden. dachte Anna deprimiert, während sie Löcher in die Luft starrte. Aber sie hatte einfach nicht aufgeben können. Obwohl Natascha viel zu zutrauen war, konnte sie sich einfach nicht vorstellen, dass sie zu einem kaltblütigen Mord fähig war. Und wenn sie es tatsächlich gewesen wäre, würde sie nicht so gegen ihre Strafe ankämpfen, denn dann wäre sie von der Richtigkeit ihrer Tat überzeugt und würde dazu stehen. So gut kannte Anna sie mittlerweile.
Plötzlich zuckte Anna zusammen. Ein lauter Knall hatte die Ruhe im Atelier durchschnitten. Es war bereits später Nachmittag und nur noch wenige Mitarbeiter befanden sich an ihren Arbeitsplätzen. Anna schaute sich verwirrt um, aber im Eingangsbereich rund um den Empfang konnte sie nichts erkennen, was das Geräusch hätte auslösen können, als sie sich plötzlich von einem Blick erdolcht fühlte. Sie schaute auf, und da stand er. Tom, direkt an der Glaswand in seinem Büro. Er bedachte sie mit eiskalten Augen und seine Mimik war wie eingefroren. Sie zuckte erneut zusammen und fühlte die eisige Kälte in sich eindringen, die er ihr scheinbar zusandte. Seine Tür hat geknallt. Aber warum schaut er mich so wütend an? Ob sie Carla überführt haben? Es fröstelte sie und sie rieb sich über die mit Gänsehaut bedeckten Oberarme und überlegte was sie tun sollte. Ihren Blick auf ihre Entwürfe gerichtet, versuchte sie die Situation zu erfassen, aber es gelang ihr nicht, da sie keine Ahnung hatte was passiert war. Am Empfang waren die Polizistin, Carla und David zu sehen. Die beiden Lanford-Angestellten wurden zwar nicht abgeführt, bestiegen aber gemeinsam mit Fr. Fuchs den Fahrstuhl. Carla sah mit einem unglücklichen Blick zu Toms Büro, während sie mit schwerem Schritt das Atelier verließ.
Wahrscheinlich sollte ich auch lieber das Weite suchen, bevor er mich direkt feuert. … Wenn er sich bei unserer nächsten Begegnung etwas beruhigt hat, stehen meinen Chancen vielleicht besser… überlegte Anna, als sie vorsichtig in Toms Richtung schaute. Sie sah auf seinen Rücken und erkannte, dass er seinen Blick gerade wieder in seinen Raum richtete, nachdem scheinbar auch er den Abgang der drei Menschen am Empfang beobachtet hatte. Anna konnte die Spannung erkennen, die seinen Körper beherrschte und offensichtlich kurz vor der Entladung stand. Und da passierte es schon. Mit einem lauten Brüll räumte er den Schreibtisch leer. Ein Wisch mit dem Arm reichte aus um Ordner, Mappen und Stifte durch das ganze Büro zu befördern. Anschließend schmiss er sein Trinkglas, das erstaunlicherweise noch stehen geblieben war, mit einem wütenden Wurf, der Tom vermutlich den Home-Run gesichert hätte, gegen die Wand und es zersprang klirrend in tausend Scherben. Anna schaute sich erschrocken um. Außer ihr, war kein Mensch mehr zu sehen und anstatt es allen anderen gleich zu tun und schnell das Atelier zu verlassen, stand sie auf und ging ganz langsam Schritt für Schritt zu der Bürotür des Junior-Chefs. Sie hob die Hand und zögerte, … sollte sie wirklich? Immer noch unsicher ließ sie die Hand wieder sinken, als die Tür plötzlich aufgerissen wurde, und sie sich eine zehntel Sekunde später dem Mann gegenüber sah, der gerade aussah als wolle er einen Amoklauf starten. Tom blieb abrupt im Türrahmen stehen und funkelte sie an. „Was willst du denn noch hier?“ brüllte er Anna an, die bereits bei seinem Auftauchen den Kopf eingezogen hatte und nun verschüchtert vor ihm stand. „Ich, … Ich…,“ „Was, Ich?“ polterte er erneut über sie hinweg und Anna ging sicherheitshalber einen Schritt auf die Seite um nicht von ihm überwalzt zu werden, falls er erneut den Vorwärtsgang finden würde. Seine Haltung glich der eines Tigers, der voller Anspannung seine Beute beobachtete und auf seinen alles entscheidenden Sprung wartete. „Ich wollte fragen, ob ich irgendetwas für dich tun kann?“ Sie schaute ihn vorsichtig von unten herauf an und schimpfte mit sich selbst. Wie doof bist du eigentlich! Entweder er reißt dir jetzt den Kopf ab, oder er feuert dich, oder… Plötzlich fühlte sie seine Hände an ihrem Gesicht, und seine Lippen, die sich auf die ihren legten. Völlig verwirrt starrte sie in seine Augen, die immer noch glühten vor Zorn, oder war es Leidenschaft? Sie versuchte sich von ihm zu lösen, aber Tom ließ es nicht zu. Anna gab ihren Widerstand auf und gab sich ihm hin. Als er spürte, dass sie seinen Kuss erwiderte, kam er ein Stück näher, legte seine Arme um sie und küsste sie voller Inbrunst. Anna fühlte wie ihr Herz wild in ihrer Brust hämmerte und sie kaum noch zu Atem kam. Tom war offensichtlich in einem Ausnahmezustand. Sie versuchte erneut, dieses Mal entschlossener als zuvor, sich von ihm zu lösen. Sie trat schnell einen Schritt zurück und sah ihn verwirrt an. „So … war das …eigentlich nicht gemeint.“ stotterte sie. Tom brauchte auch einen Moment um seine Fassung zurück zu gelangen. Dann aber sah er sie mit neutralem Gesichtsausdruck an und sagte nur. „Dann frag doch nicht, ob du was für mich tun kannst.“ Damit trat er den Rückzug an, warf ihr noch einen Blick zu, bevor er die Tür hinter sich ins Schloss fallen ließ. Anna und Tom lehnten sich gleichermaßen erschöpft von dieser spontanen Wendung der Situation gegen die Tür und holten tief Luft. Tom rieb sich über die Stirn und versuchte zu begreifen, was da gerade passiert war. Ich habe Anna geküsst,… warum? Weil ich wütend bin auf Carla? Sie hat mich mit diesem Schmierlappe betrogen. Wollte ich es ihr in gleicher Münze zurückzahlen? Würde es sie überhaupt interessieren? Interessiert mich das überhaupt? Und was will diese Frau dort draußen eigentlich von mir. Alle hauen ab und sie bewegt sich freiwillig in meine Wildbahn? ... Was hat sie nur an sich, dass ich sie nicht ignorieren kann? Ihm war es als ob in seinem Kopf viele tausend Ameisen durcheinanderliefen und auf seinen Nerven herumtrampelten. Er hatte das Gefühl, dass sich die Wände des Raumes auf ihn zu bewegten und es immer enger und heißer wurde, und er riss erneut die Tür auf, um sich an die frische Luft zu flüchten. Da drang ein hohes Quieken an sein Ohr und er konnte die junge Frau, die rückwärts zu Boden fiel gerade noch auffangen. Er taumelte und gemeinsam landeten sie auf dem Fußboden. Er half Anna auf und sah sie einen Moment perplex an, bevor er sie anbrüllte „Was willst du von mir? Lass mich doch einfach in Ruhe!“ Dann eilte er an ihr vorbei und trat an den Fahrstuhl heran. Wie ein Wilder drückte er auf dem Fahrstuhlknopf herum und verfluchte die langsame Technik. Anna schaute kopfschüttelnd hinter ihm her.

Als auch Anna ihre Entwürfe zusammen packte und das Atelier verließ, war bereits früher Abend. Sie trat aus dem Lanford-Gebäude und atmete erleichtert die frische Luft ein, ehe sie den Nachmittag überdachte. Ich glaube ich bin heute haarscharf an einem Rausschmiss vorbei geschlittert. Aber ich weiß immer noch nicht, was sie Polizei denn jetzt herausgefunden hat. Warum ist Tom so unglaublich sauer?... Ich wollte ihn doch nicht leiden sehen. Obwohl, wenn er jetzt endlich mal die Augen auf macht, wäre ja schon mal ein Fortschritt. Jetzt bräuchte ich nur noch einen Beweis, dass ich mit dieser blöden Haokan-Geschichte nichts zu tun hatte, dann könnte er mir vielleicht sogar wieder vertrauen. Langsam schlenderte sie am Kanal entlang und genoss die Ruhe und die frische Luft, während sie sich damit beschäftigte, warum ihr das Wohlergehen und das Vertrauen ihres ‘Chefs’ eigentlich so wichtig war. Das Klingeln ihres Telefons riss sie aus ihren Gedanken. „Hey Enrique, wo bist du?“ Anna blieb stehen und schaute glücklich lächelnd auf das dahin fließende Wasser. „Was, du bist gerade gelandet? Weißt du was, dann komme ich dich abholen. … Ich freu mich.“ Anna lief freudestrahlend los, konnte sie sich doch in seiner Umgebung am besten von ihren verwirrenden Gedanken und Gefühlen ablenken.
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Sa Jul 28 2012, 14:05

Hach ja, ich kann es immer nur wieder betonen. Diese FF ist einfach einmalig. Und geduldig bin ich gerade nicht so sehr, also bitte bitte bitte, schreib balde weiter Very Happy bounce
Und was deinen Teil für "Neubeginn ..." betrifft, ja, hab schon gesehen, das da noch nix neues ist ... Sad Aber gut, dann guck ich eben ab und an mal hier rein, damit ich wenigstens etwas zu lesen hab ... bounce
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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Sa Jul 28 2012, 16:04

Ich bin jetzt endlich wieder mal zum Lesen hier gekommen. Den Anfang deiner Geschichte habe ich als wunderschön bezeichnet, mittlerweile kann ich nur noch sagen -> die ist hammermäßig, einfach atembraubend. Very Happy
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   So Jul 29 2012, 15:56

Tastentante schrieb:
Ich bin jetzt endlich wieder mal zum Lesen hier gekommen. Den Anfang deiner Geschichte habe ich als wunderschön bezeichnet, mittlerweile kann ich nur noch sagen -> die ist hammermäßig, einfach atembraubend. Very Happy

Wow, welch ein Lob. Tausend Dank meine Liebe. Smile
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   So Jul 29 2012, 16:04

Mini_2010 schrieb:
Hach ja, ich kann es immer nur wieder betonen. Diese FF ist einfach einmalig. Und geduldig bin ich gerade nicht so sehr, also bitte bitte bitte, schreib balde weiter Very Happy bounce
Und was deinen Teil für "Neubeginn ..." betrifft, ja, hab schon gesehen, das da noch nix neues ist ... Sad Aber gut, dann guck ich eben ab und an mal hier rein, damit ich wenigstens etwas zu lesen hab ... bounce

Och meine Liebe,
ein hartes Wochenende. Ich seh´s ja ein Embarassed
Aber ein bisschen fleißig war ich schon. Trotz meines gestrigen Ausflugs. Wink
Es kommt was, versprochen

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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   So Jul 29 2012, 21:52

Teil 12

Aber die Schritte, die Anna hörte verklungen nicht, wie sie erhofft hatte, sondern wurden im Gegenteil immer lauter, und dann betrat die Person, die sie erzeugte, den Raum. Anna hielt die Luft an und wagte nicht sich zu bewegen, als sie Tom erkannte, der den kleinen Jungen aus dem Park auf seinem Arm trug. Ganz vorsichtig legte er ihn in das Bett und zog ihm ganz vorsichtig, vermutlich um ihn nicht zu wecken, die Schuhe und die Hose aus. Er legte noch ein kleines Kuscheltier dazu, deckte Peter zu und gab ihm einen liebevollen Kuss auf die Stirn, ehe er sich vor das Bett setzte und ihn liebevoll betrachtete. „Ich bin froh, dass es dich gibt“ sprach er leise zu dem schlafenden Kind, und es schien, als ließe er seine Gedanken einfach fließen. „… Du bist so tapfer kleiner Mann. Deine Mama und dein Papa sitzen bestimmt dort oben und platzen vor stolz, weißt du… und ich werde dich nie mehr alleine lassen, das verspreche ich dir. Du hast wahrlich genug Leid in deinem kurzen Leben erfahren müssen.“ Er strich ihm sanft über die Wange. „Ich werde alles versuchen um dir ein guter ‘Freund’ zu sein, und dieses Mal bin ich sicher die richtige Entscheidung getroffen zu haben.“ Er richtete seinen Blick aus dem Fenster und war scheinbar tief in seine Gedanken versunken. Anna betrachtete Toms Rückansicht gebannt und war fasziniert und gerührt von den zärtlichen Worten, die er für Peter bereit hielt. Peter hat seine Eltern also beide verloren und Tom kümmert sich um ihn? überlegte sie verblüfft, wurde aber aus ihren Gedanken gerissen, als sie erneut seine Stimme vernahm.
„Weißt du, ... das ist mir in der Vergangenheit leider nicht immer gelungen. … " Er hörte sich traurig an und sprach nur zögerlich. "Erinnerst du dich an die Frau im Park? Anna. … Ich werde sie heute das letzte Mal sehen, bevor sie wieder zurück nach Deutschland fliegt. … Ich hätte sie nicht mehr treffen müssen, aber ich will sie wenigstens noch einmal sehen, … auch wenn ich mich mal wieder anstellen werde, wie der letzte Mensch, weil mir einfach kein ordentlicher Satz in den Sinn kommt, sobald sie vor mir steht. ... So ist das wenn man verliebt ist, das wirst du auch noch erleben" Anna konnte das Schmunzeln, das er bei diesen Worten vermutlich auf den Lippen hatte quasi hören und musste ebenfalls lächeln. Dann hörte sie weiter zu und Toms Stimme war wieder ernst, sehr ernst sogar. "aber als ich die Chance hatte mit ihr glücklich zu sein, habe ich, wie so oft in meinem Leben die falsche Entscheidung getroffen. Und jetzt werde ich mich wohl endgültig von ihr verabschieden müssen … dabei liebe ich sie doch immernoch“ Er stockte und schluckte schwer, während er, wie um sich selbst zu beruhigen, immer wieder zärtlich über Peters Decke strich. „Sie würde dir gefallen … sie ist einfach wunderbar … mit euch beiden wäre mein Glück perfekt, aber das wird wohl nichts...“ Toms Stimme brach bei seinen letzten Worten und Anna sah, dass er leise weinte. Sie spürte wie sich ihr Brustkorb vor Betroffenheit zusammen zog und auch sie spürte Tränen auf ihren Wangen. Ihr Herz schien laut aufzuschreien und ihr zuzurufen, dass sie ihn endlich erlösen sollte. „Tom“ sagte sie leise, ohne sich jedoch zu bewegen. Sein Körper erstarrte für einen Augenblick, dann wischte er sich schnell die Tränen aus dem Gesicht und wendete sich überrascht zu ihr um.
„Anna?“ hauchte er leise und starrte sie einfach nur an. Anna nickte kaum erkennbar, verharrte aber weiterhin in ihrer verkrampften Haltung.

Tom versuchte die Situation zu erfassen. „Du warst … die ganze Zeit…“ stotterte er und musterte ihr ebenfalls verweintes Gesicht. Anna erwachte aus ihrer Erstarrung und setze sich auf, während sie den Hund auf Seite legte, der bereits Knautschstellen aufwies, weil sie sich die ganze Zeit an ihm festgekrallt hatte. „Ja, ich habe deine Wort gehört.“ gab sie leise zu und wischte sich verlegen über ihre feuchten Wangen. Toms Herz begann zu pochen und er versuchte zu überlegen was er tun sollte. Aber er konnte keinen klaren Gedanken fassen, denn sein Kopf war wie leer gefegt. Das heißt, eigentlich war er nicht leer, sondern erfüllt, erfüllt von Anna, die keinen Platz für irgendeinen anderen Gedanken ließ.
Er verspürte wahnsinnige Angst vor ihrer Reaktion, hatte er ihr doch gerade unbeabsichtigter weise seine Liebe gestanden. Trotzdem stand er langsam auf und ging wie von einem Seil gezogen auf sie zu. Seine Augen waren unentwegt in ihre gerichtet und er versuchte zu erfassen was in ihr vor ging. Aber dieses Mal, war er nicht in der Lage zu deuten was er sah. Er setzte sich vor die junge Frau, die ihn immer noch sprachlos aus großen Augen anschaute, nahm ihre Hand in seine und wollte etwas sagen. Aber bevor auch nur ein Wort seine Lippen verlassen konnte, spürte er ihre Finger auf seinem Mund. Sie wanderten langsam über seine Wange um sich kurze Zeit später in seinen Nacken zu legen und ihn sanft zu sich zu ziehen. Tom spürte nur noch ihre sanften Berührungen auf seiner Haut … Als sich ihre Gesichter einander näherten blickte er zwischen ihren wunderbaren Augen, und ihrem wohlgeformten Mund hin und her, bevor er sie schloss und seine Lippen fast ängstlich auf die ihren legte. Mehr war es nicht, als ein bloße Berührung ihrer Lippen, aber ihn durchfuhr ein unbeschreibliches Gefühl, dass sich wohl in der monatelangen Sehnsucht begründete, die ihn fest im Griff gehalten hatte. Auch Anna war wie aus der Welt gerissen. Sie öffneten ihre Augen und versanken in ihren gegenseitigen Blicken bevor sie ihren Kuss erneut aufnahmen und sich ganz zärtlich liebkosten. Tom unterbrach den so gefühlvollen Moment jedoch, wenn auch widerwillig. Aber trotz, oder gerade wegen seiner Gefühlsexplosion, die ihn überrollte, wollte er wissen, ob es sich hier gerade um einen Abschied handelte, oder ob sich tatsächlich doch noch eine Chance für die Erfüllung seiner Liebe auftat. „Was bedeutet das alles?“ fragte er Anna kaum hörbar, denn er hatte eine Heidenangst die Frage auszusprechen. Er schaute bangend hinab auf die beiden Hände, die immer noch in einander lagen und hoffte und betete, dass Anna die richtige Antwort geben würde. Diese betrachtete den sonst so selbstsicheren Mann erstaunt, denn sie hatte ihn selten so unsicher erlebt. Seine Verletzlichkeit berührte sie zutiefst und sie flüsterte ein leises „Ich liebe dich“ in seine Richtung. Nach einer für ihn gefühlten Ewigkeit, hörte er ihre Worte und wagte es, sie anzusehen um prompt in ihren Augen zu versinken, die voller Liebe in die seinen schauten. Aber selbst diese ‘Liebe’ reichte ihm gerade nicht, denn die eigentliche Frage die sich ihm stellte war, ob diese Liebe lebbar war. „Und was heißt das für uns?“ flüsterte er mit gequältem Blick. Anna drückte seine Hand und lächelte ihn hoffnungsvoll an. „Dass wir zusammen gehören.“ Tom´s Blick verlor ein wenig an Panik und auch er wagte ein schwaches Lächeln, bevor er seine Hände an ihren Hals legte und sie sanft küsste. Anna schloss die Augen und erwiderte seinen Vorstoß, ehe sie sich ein Stück zurück zog und ihn zärtlich betrachtete. Sie strich mit ihren Fingern über sein Gesicht und erkundete jeden Zentimeter seiner Haut, als müsse sie sich davon überzeugen, dass er tatsächlich leibhaftig vor ihr saß. Tom genoss ihre Nähe, ihre Berührung und lächelte sie schließlich liebevoll an. „Ich habe dich so sehr vermisst.“ entfloh es ihm. Anna beendete ihre Expedition und ließ die Worte, die ihr einen warmen Schauer über den Rücken sendeten, einen Moment auf sich wirken, als sie plötzlich eine Bewegung hinter Tom wahrnahm.

Peter war aus seinem Bettchen aufgestanden und drängte sich, ohne lang zu fragen, zwischen die beiden um auf Toms Schoss zu klettern und sich an ihn zu schmiegen. Dieser war für einen kurzen Moment irritiert, nahm ihn aber sogleich in den Arm und lächelte ihm zu. „Hey kleiner Mann, hast du ausgeschlafen?“ Der nickte mit schon wieder geschlossenen Augen und schlang seine Arme um Toms Hals. Tom schaute kurz wie Anna reagierte und war erleichtert, als er sie liebevoll lächeln sah. „Schau mal Peter wir haben Besuch,“ versuchte er die Situation zu erklären, aber Peter brauchte noch ein bisschen Zeit um wach zu werden. Toms Blick wurde nachdenklich und leichte Besorgnis schlich sich erneut in sein Herz. „Bist du sicher?“ fragte er Anna vorsichtig „mein Leben hat sich verändert,“ dabei drückte er Peter ein wenig fester an sich, denn er hatte sein Versprechen ihm gegenüber ernst gemeint. Er würde für ihn da sein, selbst wenn er dafür die Liebe seines Lebens aufgeben müsste. Aber als er in Annas Augen sah, kannte er ihre Antwort. „Peter gehört zu dir, das habe ich bereits verstanden, … und mich stört es nicht im geringsten, auch wenn ich mir das mit dem Kinder kriegen anders vorgestellt habe," Sie grinste ihn belustigt an, aber sie wurde wieder ernst ehe sie hinzufügte "Wenn es ihn nicht stört….“
Sie schaute auf den Kleinen, der so langsam seine Augen öffnete und aus dem Land der Träume auftauchte. Er betrachtete die Frau vor sich und sagte nach einem ausgiebigen Gähner „Du bist Anna!“ Anna lachte und sagte anerkennend. „Das stimmt. Das hast du dir aber gut gemerkt." Dann piekste er Tom in die Brust „Und das hier ist mein großer Freund Tom.“ Die beiden Erwachsenen sahen sich verschmitzt an und Anna antwortete ihm „Ja, ich weiß.“ Tom fühlte sich als wenn er schwebe. Er war wie neu aufgezogen, belebt von der Liebe und der Welt, die doch noch schöne Momente für ihn bereit hielt.
„Wann geht dein Flieger?“ fragte er Anna aufgeregt. Diese schaute auf die Uhr, als ob sie da die Antwort fände. „Äh, morgen früh um sieben. Warum?“ Er drehte Peter, der sich gerade den Plüschhund geangelt hatte und zurück auf seinen Schoss geklettert war, zu sich um und stellte ihn auf seine Beine, so dass sie sich genau ins Gesicht schauten. „Was hältst du davon wenn wir Anna mit nach Hause nehmen und zusammen was kochen?“ Peter war sofort Feuer und Flamme. „Ja, …“ er drehte sich zu ihr und trampelte dabei unsanft auf Toms Weichteilen herum, was dieser verkniffen hinnahm „… dann zeige ich dir meine Autos und meine großen Kran.“ Er sprang von Toms Schoss, was ein weiteres verzerrtes Gesicht Toms zur Folge hatte und lief zu seinem Bett um sich seine Hose anzuziehen. „Hast du Lust?“ fragte Tom sicherheitshalber. „Wir können deine Sachen holen und ich bringe dich morgen früh zum Flughafen.“ Anna nickte begeistert und gab ihm einen flüchtigen Kuss, denn sie wusste nicht, wie offen sie sich vor Peter verhalten sollte. „Gerne“ antwortete sie und flüsterte leise „Ich will keine Minute ohne dich sein, bevor ich weg muss.“ Tom strahlte und sprang auf. „Ich bin gleich wieder da. Ich muss noch kurz was klären.“ Damit verließ er das Zimmer und lief schnell in sein Büro. Er griff nach seinem Telefon und besprach einige Dinge mit seiner Nanny ab, bevor er die Unterlagen für Bruno nahm und zurück in das Spielzimmer ging um die beiden liebsten Menschen seines Lebens abzuholen.
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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   So Jul 29 2012, 23:42

Oh was für ein schöner Teil, da ist mir richtig warm ums Herz geworden. Wo ich das gelesen habe.Ich hoffe Anna bleibt jetzt bei ihm, oder Tom kommt wieder zurück nach Berlin mit dem Kleinen, das wäre auch schön dann wären sie eine kleine Familie. Smile

Bitte schreib bald weiter
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Mo Jul 30 2012, 15:03

Lizzy schrieb:
Oh was für ein schöner Teil, da ist mir richtig warm ums Herz geworden. Wo ich das gelesen habe.Ich hoffe Anna bleibt jetzt bei ihm, oder Tom kommt wieder zurück nach Berlin mit dem Kleinen, das wäre auch schön dann wären sie eine kleine Familie. Smile

Bitte schreib bald weiter

Das freut mich, ich mag diesen Teil auch ganz besonders... Smile
Ich denke heute Abend kommt die Fortsetzung...
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Mo Jul 30 2012, 17:07

Hach *schmelz* Dieser Teil ist genau das richtige für Leute wie mich, die so nah am Wasser gebaut haben ... *schnief* Very Happy
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Mo Jul 30 2012, 20:34

Mini_2010 schrieb:
Hach *schmelz* Dieser Teil ist genau das richtige für Leute wie mich, die so nah am Wasser gebaut haben ... *schnief* Very Happy

Ja ja, und wieder sind wir an dem Punkt angelangt, an dem ich für die Kitsch-Romantik zuständig bin, während es bei dir richtig zur Sache geht. 👅 Kommt mir irgendwie bekannt vor...
Hmm, vielleicht sollte ich doch Rosamunde Pilcher ablösen. (Oh Gott wie peinlich...) Embarassed

Aber ich bin halt nunmal harmoniesüchtig silent
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Mo Jul 30 2012, 20:57

katha schrieb:
Mini_2010 schrieb:
Hach *schmelz* Dieser Teil ist genau das richtige für Leute wie mich, die so nah am Wasser gebaut haben ... *schnief* Very Happy

Ja ja, und wieder sind wir an dem Punkt angelangt, an dem ich für die Kitsch-Romantik zuständig bin, während es bei dir richtig zur Sache geht. 👅 Kommt mir irgendwie bekannt vor...
Hmm, vielleicht sollte ich doch Rosamunde Pilcher ablösen. (Oh Gott wie peinlich...) Embarassed

Aber ich bin halt nunmal harmoniesüchtig silent

Ja, *seufz* Was meinst du denn, warum ich hier jeden Tag reinschaue? Weil ich mir hier die Harmonie in Worten abhole, die meine FF gerade nicht zu bieten hat. Very Happy Very Happy Very Happy

Na ja, für Rosamunde Pilcher bist du noch nicht kitschig genug ... Razz Wink
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Mo Jul 30 2012, 22:30

Mini_2010 schrieb:
katha schrieb:
Mini_2010 schrieb:
Hach *schmelz* Dieser Teil ist genau das richtige für Leute wie mich, die so nah am Wasser gebaut haben ... *schnief* Very Happy

Ja ja, und wieder sind wir an dem Punkt angelangt, an dem ich für die Kitsch-Romantik zuständig bin, während es bei dir richtig zur Sache geht. 👅 Kommt mir irgendwie bekannt vor...
Hmm, vielleicht sollte ich doch Rosamunde Pilcher ablösen. (Oh Gott wie peinlich...) Embarassed

Aber ich bin halt nunmal harmoniesüchtig silent

Ja, *seufz* Was meinst du denn, warum ich hier jeden Tag reinschaue? Weil ich mir hier die Harmonie in Worten abhole, die meine FF gerade nicht zu bieten hat. Very Happy Very Happy Very Happy

Na ja, für Rosamunde Pilcher bist du noch nicht kitschig genug ... Razz Wink

Hm, so´n Mist, wird das doch nichts mit der neuen Karriere. Muss ich wohl noch ein paar Sonntag Abend Filme schauen um zu lernen. Aber, verdammt, das klappt auch nicht. Seit ich begonnen habe zu Schreiben ist unser Fernseher ja eher Attrappe... Surprised

Vielen Dank für die Blumen meine liebe Mini. Und die ist für dich mein Schatz flower
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Mo Jul 30 2012, 23:20

Ich muss euch ja leider sagen, dass sich diese Geschichte langsam dem Ende neigt, ... aber heute noch nicht Smile
Und Mini, wenn die Harmonie nicht ausreicht? Dann weiß ich auch nicht mehr... No


Teil 13

Dunkler Wein kreiste in dem Glas, das Anna in einer gemütlichen Wohnküche auf dem Sofa sitzend, in der Hand hielt. Gedankenverloren beobachtete sie den Mann, der wie selbstverständlich in der Küche herumwirbelte und ihnen ein, wie sie hoffte, leckeres Essen bereitete. Tom hatte darauf bestanden, dass Anna zuschaute, bzw. sich mit anderen Dingen beschäftigte, denn im Fünf-Minuten-Takt kam Peter mit einer seiner Habseligkeiten in die Küche gestürmt und präsentierte Anna ein Auto, ein Kuscheltier oder sonst etwas und forderte sie auf mit ihm zu spielen. Sie hatten bereits Autorennen veranstaltet, einen riesigen Turm gebaut und mit seinem Bären leckere Wollspaghetti gekocht. Jetzt war Peter gerade auf die Toilette verschwunden und Anna trank einen Schluck des wohlschmeckenden Gesöffs, während sie den kurzen Moment der Ruhe genoss.
Sie konnte gar nicht glauben, was da in den letzten Stunden passiert war. Sie fühlte sich pudelwohl in der Gesellschaft dieser Männer, die beide gleichermaßen zum Anbeißen waren, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise. Tom als Hausmann und Vater zu erleben, fügte dem sowieso schon faszinierendem Bild von ihm, das sie über die ganze Zeit der räumlichen Trennung in sich getragen hatte, weitere Facetten hinzu, die ihn nur noch liebenswerter machten. Er war tatsächlich keiner dieser oberflächlichen Schnösel der Modewelt, wie sie immer gehofft hatte, ... zwar erfolgreich im Geschäftsleben, weltgewandt und überaus charmant, aber trotzdem ein ganz normaler, liebevoller Mann, der sich nicht zu Schade war auch alltägliche Aufgaben zu erledigen. Hinzu kam noch, dass er verdammt gut aussah, wie sie wieder einmal bewundernd feststellte. Sie stand auf, umrundete den massiven Holztisch, der den Mittelpunkt der Küche darstellte und lehnte sich neben ihn an die Anrichte. Tom warf ihr einen kurzen fröhlichen Blick zu, bevor er sich wieder dem Essen zuwendete. „Na, zufrieden mit mir?“ fragte sie schmunzelnd, denn ihr war wohl bewusst, dass Tom zwar bestimmt ihr Nähe gewollt hatte, als er sie mit nach Hause genommen hatte, es sich hier aber gleichzeitig um einen kleinen Probelauf handelte, ob sie und Peter wohl prinzipiell kompatibel waren. Tom strahlte sie liebevoll an „Zufrieden? Glücklich trifft es wohl eher,“ antwortete er voller Überzeugung. Er ließ seine Lippen an ihr Ohr gleiten und sog dabei genießerisch ihren betörenden Duft ein, der ihn daran erinnerte, dass er eigentlich noch ganz andere Dinge mit ihr tun wollte. „Ich liebe dich“ flüsterte er ihr zu, bevor er an ihrem Ohr knabberte und ihr, als sie leise kicherte, einen zärtlichen Kuss aufdrückte. Er musste sich zusammen reißen, nicht sofort über sie her zu fallen, was mit dem Messer, das er gerade in der Hand hielt um Gemüse zu schneiden, wohl auch nicht sehr passend gewesen wäre. Da ertönte es plötzlich „Tooom, ich hab A-Ah gemacht“ aus dem Bad und Anna und Tom prusteten befreit los, bei den so bodenständigen Worten, die sie aus ihrem kurzen sinnlichen Moment rissen. „Ich komme“ rief Tom zurück und lächelte Anna entschuldigend zu. „Lass mal, wenn mich der kleine Mann lässt, dann kann ich ihm bestimmt auch helfen“ sagte Anna und stellte ihr Glas ab. Sie zwickte Tom beim Vorbeigehen spielerisch in die Seite und feixte „Sonst wird das ja nie was mit unserem Essen.“ Tom schaute glücklich hinter ihr her und dachte wieder einmal wie wunderbar sie doch war.

Eine Stunde später hatten sie eine leckere Lasagne verputzt und Peter gehörte langsam ins Bett. „Geh schon mal in dein Zimmer und such dir ein Buch aus, ich komme sofort“ bat Tom, aber da hatte er sich geschnitten. „Anna soll mir was vorlesen.“ sagte der Junge und nahm sie wie selbstverständlich an die Hand um sie in sein Zimmer zu ziehen. Anna ließ sich gerne erweichen und saß nach einer Stipvisite im Bad kurze Zeit später neben dem Bett des Jungen um ihm seine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen. Nachdem Tom das Geschirr vom Tisch abgeräumt hatte, war er ihnen leise gefolgt. Nun stand er unbemerkt im Türrahmen und beobachtete gerührt die Szene zwischen seiner großen Liebe und seinem Ziehsohn.
Er betrat das Zimmer und setzte sich zu ihnen, als die Geschichte die Anna las gerade endete. Tom nahm Peter auf den Schoss und drückte ihn fest an sich. „Anna muss morgen ganz früh weg. Du musst dich von ihr verabschieden“ gab er ihm zu verstehen. Peter schaute sie aus großen Augen an, und sagte dann völlig entschlossen. „Aber nur, wenn du bald wieder kommst.“ Anna musste lachen. Dieser kleine Knirps hatte im Sturm ihr Herz erobert. Sie schaute zu Tom, der sehr zufrieden aussah und lächelte. „Natürlich komme ich bald wieder, aber das wird noch ein bisschen dauern. Morgen muss ich erst mal gaaanz weit weg fliegen.“ Peter schob die Unterlippe vor, und betrachtete sie enttäuscht. Anna wusste jetzt schon, dass sie ihn gleichsam wie seinen großen Freund vermissen würde, aber es half ja nichts. „Sagst du mir trotzdem gute Nacht?“ fragte sie, und Peter kletterte auf ihren Schoss um ihr einen feuchten Kuss auf die Wange zu geben. Anna drückte ihn kurz an sich und küsste ihn ebenfalls. „Gute Nacht Großer“. Sie begab sich zur Tür und winkte ihm noch mal zu, ehe sie in die Küche ging und sich mit ihrem Glas Wein selig auf das Sofa fallen ließ. Mein Gott kann das Leben schön sein, dachte sie während sie das Chaos betrachtete, das sie innerhalb kürzester Zeit fabriziert hatten.

Sie stand noch einmal auf und begann das Spielzeug zusammen zu räumen, das über den gesamten Raum verteilt war und an Menge erwarten ließ, dass das Kinderzimmer ziemlich leer sein musste. Was aber natürlich nicht der Fall war. Sie war nicht mal ansatzweise fertig als Tom in die Küche kam und sich umsah. „Hm, eigentlich noch jede Menge zu tun. Jetzt weiß du, wie mein Leben in den letzten Monaten verlaufen ist. Wenn du nicht da wärst, würde ich jetzt klar Schiff machen und mich dann an den Schreibtisch setzten. Aber heute lassen wir einfach mal alles wie es ist.“ Mit einem liebevollen Lächeln fügte er hinzu. „Es gibt schließlich Wichtigeres im Leben.“
Anna nahm sich ihr Weinglas und setzte sich nachdenklich auf das Sofa. „Wie lange ist es her, dass seine Eltern gestorben sind?“ Toms Blick wurde traurig und er ging zur Anrichte um sich ebenfalls einen Wein einzuschütten. „Drei Monate“ antwortete er leise, während er zu ihr kam und sich auf der Sofakante niederließ. „Das war ein echter Schock, auch für mich. Wir waren gut befreundet, ... und ich war hier und habe auf Peter aufgepasst als die Polizei anrief… Ich weiß gar nicht, wie ich das alles geschafft habe. … Ihm zu sagen, dass seine Eltern nicht mehr wieder kommen, das war das Schlimmste, was ich je tun musste… " Toms Blick war ins Nichts gerichtet und er stockte immer wieder, als er erzählte, "aber ich konnte ihn doch nicht einfach alleine lassen...“ schloss er schließlich seinen Bericht und Anna spürte, wie sehr ihn diese Geschehnisse noch immer belasteten. sie setzte sich auf, drehte seinen Kopf zu sich und küsste ihn tröstend. Tom sah sie dankbar an und fragte dann unvermittelt, „Und, was machen wir jetzt?“ auch um von diesem Thema abzulenken, an das er jetzt nicht mehr denken wollte, zumindest nicht in dieser Nacht, in der Anna noch bei ihm war.

Anna zog ihre Füße auf das Sofa und drehte sich ihm zu. „Erzähl mir was. Was ist sonst passiert, seit dem du aus meinem Leben verschwunden bist?“ Tom machte es ihr nach und betrachtete sie nachdenklich während seine Hand die ihre suchte. „Da gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen. Ich habe gearbeitet und gearbeitet und gearbeitet … und ich habe an dich gedacht und schrecklich gelitten,“ gestand er etwas verlegen. Dabei strich sein Daumen unentwegt über ihren Handrücken. Anna versank in seinen Augen und traute sich kaum ihre Gedanken auszusprechen. „Und ich dachte, du hättest dich einfach aus dem Staub gemacht, und nie wieder einen Gedanken an mich verschwendet“ sagte sie leise. „Ich war so enttäuscht und sauer auf dich, dass ich Allen verboten habe auch nur an dich zu denken, wenn ich in der Nähe war. ... Und abends habe ich mich vor Sehnsucht nach dir in den Schlaf geweint.“ Tom drückte wie zur Entschuldigung ihre Hand. „Ich konnte einfach nicht bleiben. Ich dachte doch, dass du glücklich bist mit Enrique, … und als ich dann deinen Antrag gesehen habe, …“ erklärte er sich und fügte beschämt hinzu. „Da wusste ich erst, wie sehr ich dich damals verletzt hatte. … Anna, es tut mir so leid. Ich war so ein I.diot.“ Sie schauten sich eine Weile einfach nur in die Augen und waren so erleichtert, dass diese Dinge endlich ausgesprochen waren.

„Weißt du was,“ durchbrach Anna die Stille, „ich glaube wir lassen die Vergangenheit jetzt einfach mal ruhen. … Wir sind hier und alles andere ist mir gerade ziemlich egal.“ Damit rückte sie zu ihm und dreht ihm den Rücken zu um sich an ihn zu lehnen. „Ich möchte die Zeit, die wir heute Nacht noch haben, genießen.“ Tom legte die Arme um ihren Bauch und zog sie sanft an sich. Das würde er sich nicht zweimal sagen lassen. Er schloss die Augen und genoss die Wärme ihres Körpers, der sich an ihn schmiegte. Sanft streichelte er über ihre Arme und merkte schnell, dass er nicht in der Lage war sich zu entspannen, da ihn alleine diese harmlose Umarmung erregte. Er küsste Anna auf ihre weichen Haare und ließ seine Mund langsam zu ihrem Hals wandern. Ihre weiche Haut, ihre Wärme, ihr Geruch, alles an ihr reizte ihn aufs äußerste und in seinem Bauch wirbelte ein wilder Sturm, der ihm das regelmäßige Atmen erschwerte. Letztlich drehte er sie zu sich, um ihr einen innigen Kuss zu geben. Sein Herz raste in irrer Geschwindigkeit und als sie an seinen Lippen knabberte und sanft ihre Zunge in seinen Mund gleiten ließ, fühlte sich sein Körper als stünde er in Flammen. Sie küssten sich voller Leidenschaft und er spürte wie sein Geist sich endgültig verabschiedete. Anna ging es nicht anders. Sie hatte es einen kurzen Moment genossen in seinen Armen zu liegen, aber seine sanften Liebkosungen hatten ihr spontan eine Gänsehaut beschert und ihr die Hitze ins Gesicht und ein sehnsüchtiges Ziehen durch ihren Körper getrieben. Als er sie zu sich drehte, war sie schon kaum noch Herr ihrer Sinne und sie ließ sich stürmisch auf sein Angebot ein. Sie wollte ihn schmecken, riechen, fühlen. Es dauerte nicht lange, bis sie seine warmen Hände auf ihrer nackten Haut spürte und auch sie war zunehmend genervt von seinen Kleidungsstücken. Ungeduldig zog sie an seinem Shirt, bis sie es ihm endlich über den Kopf gezerrt hatte. Sie strich fasziniert über seine glatte Haut und war überwältigt von seinem gestählten Körper. Es war als entlüde sich die komplette aufgestaute Sehnsucht der letzten Monate, so intensiv liebkosten sie jeden Zentimeter des anderen und fühlten sich gleichsam erregt bei jeder einzelnen Berührung. Leises Seufzen und Stöhnen erfüllte den Raum und es dauerte nicht lange bis sich zu dem bereits vorherrschenden Chaos noch sämtliche Kleidungsstücke hinzugefügt hatten, die Anna und Tom zuvor am Leibe trugen. Als sie endlich völlig nackt beieinander lagen, gab es kein Halten mehr. Anna zog Tom auf sich und spreizte einladend die Beine. Sie wartete ungeduldig auf den Moment ihn in sich zu spüren und ihr Unterleib, auf den sich ihre ganze Wahrnehmung konzentrierte, war mehr als bereit. Endlich ließ sich Tom in sie gleiten und sie stöhnte gleichsam wie Tom laut auf, als es geschah. Sie schauten sich tief in die Augen, als sie sich in einem gemeinsamen Rhythmus fanden und genossen die Intensität ihrer Gefühle, die sie alles andere vergessen ließ. Es dauerte nicht lange, bis sie sich nicht mehr beherrschen konnten und in immer schnelleren Bewegungen ihrer Erlösung entgegen strebten. Ihr Atem war heiß und stockend, bei der Anspannung, die kaum zu ertragen war, bis sie sich noch enger umschlangen und nach einer gefühlten Ewigkeit der innigsten körperlichen Vereinigung, in der sie im Strudel ihrer Gefühle völlig gefangen waren, ruhig aufeinander liegen blieben.
Toms Kopf lag neben Annas und er versuchte verzweifelt Sauerstoff in seine Lungen zu pumpen, als er Annas Brustkorb unter sich bemerkte, der auch nach Luft rang. Er legte seine Ellbogen neben ihr Gesicht und hob seinen Oberkörper leicht an, damit sie nicht sein ganzes Gewicht auf sich tragen musste, als er sie entschuldigend anschaute. „Hattest du auch…?“ fragte er vorsichtig, denn es war ihm peinlich, dass er nicht gemerkt hatte, ob auch Anna ihren Höhepunkt erreicht hatte. Aber ein Blick in ihren seligen Gesichtsausdruck und ihr zaghaftes Nicken, reichte als Antwort. „Sorry, ich war wohl etwas abgelenkt“ entschuldigte er sich mit einem schiefen Lächeln „ …. Das machen wir nie wieder“ Anna schaute ihn geschockt an, aber sein liebevolles und verlegenes schmunzeln, ließ sie den kurzen Gedanken, was er da meinen könnte, schnell wieder vergessen. „Was machen wir nie wieder?“ fragte sie stattdessen mit verschmitztem Gesichtsausdruck. „So lange warten, … bis zum nächsten Mal… oder willst du mich umbringen?“ Er legte seine verschwitzte Stirn auf ihre Schulter und holte ein letztes Mal tief Luft, bevor er sich von ihr rollte und erschöpft neben ihr zu liegen kam. Anna drehte sich zu ihm und beobachtete ihn gelöst. „Du hast recht, das wäre ein ganz schlechter Plan“ grinste sie frech „… in zweierlei Hinsicht.“
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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Di Jul 31 2012, 10:27

Was für ein grandioser Teil, und so zauberhaft geschrieben einfach unglaublich...
bitte bald mehr davon. Smile
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Di Jul 31 2012, 12:56

Die Harmonie ist ein wahrer Genuss, meine Liebe. Eben kein Rosamunde Pilcher Kitsch und deswegen ist es auch richtig gut. Hach, was soll ich sagen, ich liebe diese Story einfach I love you
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Di Jul 31 2012, 19:47

Untd weiter geht´s. Viel Spaß Smile

Teil 14

Tom und Anna schliefen keine Minute in dieser Nacht, hatten sie doch so viel nachzuholen. Sie redeten und liebkosten sich und es blieb nicht das einzige Mal, dass sie erschöpft zusammenbrachen. Als der Morgen sich langsam anbahnte, wagten sie endlich zu dem Thema zu kommen, das sie bisher verdrängt hatten, obwohl es sie im Hinterkopf gleichermaßen beschäftigt hatte.
„Wie geht es denn jetzt weiter?“ fragte Tom vorsichtig, während seine Finger sanft über Annas Oberkörper glitten. „Sie sah zu ihm auf, und überlegte einen Moment. „Ich weiß nicht so genau…“ antwortete sie schließlich und schwieg wieder. „Ich kann hier nicht einfach weg, … und du lebst in Berlin, hast dort deine Familie, deinen Job und dein Studium…“ sprach Tom leise. „Könntest du dir denn vorstellen wieder nach Berlin zu kommen?“ fragte Anna und beobachtete ihn genau. Tom zuckte mit den Schultern, und eine gewisse Traurigkeit war in seiner Haltung zu erkennen. „Generell schon, ich hätte Bruno und Paule auch gerne wieder um mich, aber Peter… ich habe nur seine Pflegschaft, also kann ich ihn nicht mitnehmen. Dafür müsste ich ihn schon adoptieren. … Ich kann ihn nicht alleine lassen.“ Es hörte sich wie eine wehmütige Entschuldigung an. Anna schaute ihn erschrocken an und legte ihre Hand an sein Gesicht. Sie schaute ihm tief in die Augen „Das würde ich auch niemals verlangen. Ihr beide gehört zusammen, das spürt man. Und ich würde euch nie auseinanderreißen. Das könnte ich weder dir noch ihm antun. Hörst du.“ Tom lächelte dankbar, während er nachdenklich auf seine Finger schaute, die ihren Bauchnabel umkreisten. „Aber … wie …??“ er hatte seine Frage noch nicht ausgesprochen, da setzte Anna sich spontan auf. „Ich habe eine Idee…“ ihre Stimme war plötzlich kräftig und voller Elan.
„Ich werde mit Bruno reden, arbeiten kann ich doch auch hier, und mein Studium?...“ sie überlegte und wägte ab. „Weißt du was, ich beantrage ein Freisemester, das müsste eigentlich gehen. Und in der Zeit in der ich hier bin, kümmerst du dich um die Adoption.“ Sie strahlte ihn enthusiastisch an und Tom war unfähig zu reagieren. Sein Herz, das vor Liebe erfüllt war, wie nie zuvor in seinem Leben, tat fast weh und seine Augen füllten sich mit Tränen. Er nahm schließlich ihr Gesicht in die Hände und legte seine Stirn an ihre. „Anna, ich liebe dich … mehr als ich es jemals mit Worten sagen könnte.“ Seine Lippen suchten ihren Mund und Anna war gleichsam gerührt, als seine Tränen ihrem sanften Kuss einen salzigen Beigeschmack gaben.

Der Zeiger der Uhr zog unaufhörlich weiter und irgendwann stand Tom seufzend auf um sich eine kurze Dusche zu gönnen. Anna sah sich derweil noch einmal lächelnd in der Küche um, die in nicht allzu langer Zeit auch ihr Zuhause sein würde. Sie erblickte Toms großen Schlüsselbund auf dem Tisch liegen und ohne lange zu überlegen, nahm sie ihn vom Tisch und zuppelte einige der Schlüssel ab. Tom steckte kurz seinen Kopf in die Küche. „Bad ist frei. Nimm dir einfach ein Handtuch. Ich zieh mich schnell an.“ Doch Anna hielt ihn auf. „Stopp. … Komm mal bitte her.“ sagte sie bestimmt. Tom schaute irritiert bei ihrem Tonfall und kam, nur mit einem Handtuch um die Hüften bekleidet, zu ihr. Er hockte sich vor sie und schaute besorgt, denn ihr Blick war ebenso wie ihre Stimme völlig ernst.
Sie holte kurz Luft bevor sie zu sprechen begann. „Tom, ich liebe dich, wie ich nie einen Menschen geliebt habe, … und ich will nie wieder ohne dich sein.“ Sie schaute ihm mit glitzernden Augen in die seinen. „Würdest du mich zu deiner Frau machen?“ Sie wendete verlegen ihren Kopf ab, als ihr für einen kurzen Augenblick ihr Antrag an Enrique in den Sinn kam. Deshalb wollte sie schnell etwas ergänzen „Ich weiß, die Frage hat vielleicht einen schalen Beigeschmack, nachdem ich sie…“ Tom legte seinen Zeigefinger auf ihren Mund und schüttelte den Kopf „Pssschhh. Kein Wort.“ Er nahm ihre Hände in seine und schaut sie von unten herauf an. „Anna, ich liebe dich auch, … und auch ich möchte dich keinen Tag meines Lebens mehr missen. …Du würdest mich zu dem glücklichsten Menschen der Welt machen, wenn ich dich heiraten dürfte“ Anna strahlte ihn erleichtert an. „Das meinst du ernst? Ja?“ Tom schüttelte mit einem Strahlen auf dem Gesicht ungläubig den Kopf. „Natürlich meine ich das ernst.“ Er stand auf, hob seine zukünftige Frau auf den Arm und drehte sich übermütig mit ihr im Kreis, so dass sie laut quietschte. Als ihn leiser Schwindel überfiel, ließ er sich mit ihr im Arm auf das Sofa fallen und sie besiegelten ihre Verlobung mit einem zärtlichen aber intensiven Kuss.
Anna kramte aufgeregt auf dem Sofa herum und zog schließlich zwei Schlüsselringe hervor. „Schau mal, ich habe uns sogar Verlobungsringe besorgt,“ kicherte sie albern und nahm seine linke Hand um ihm mit einem tiefen Blick in die Augen den Ring über den Finger zu schieben. Anschließend hielt sie ihm auffordernd seine Hand vor die Nase und wartete auf ihren eigenen.
In diesem Moment hatten die Beiden ihre gemeinsame Zukunft besiegelt und sie schwebten im siebten Himmel, obwohl sie wussten, dass sie sich einige Stunden später wieder voneinander trennen mussten. Aber es war nur eine vorübergehende räumliche Trennung, die ihrer inneren Verbundenheit nichts an Bedeutung nehmen würde.
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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Di Jul 31 2012, 20:10

Hach *schmelz* Das ist wirklich wahre Liebe ... (und es grenzt schon fast an Rosamunde Pilcher - die Szene mit den Schlüsselringen (ich liebe diese Stelle Very Happy ) - also wenn du so weitermachst, wirds vielleicht doch noch was mit der Zweitkarriere) Very Happy 👅
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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Di Jul 31 2012, 20:11

Toll, einfach nur wunderschön mehr kann ich nicht sagen Smile
Ich hoffe du schreibst bald weiter.
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Di Jul 31 2012, 22:15

Hach ihr Lieben,
alleine um weiterhin solche Kommentare zu bekommen würde ich gerne weiter und weiter schreiben, aber ich es folgt dann doch der letzte Teil. Und dann ist leider Schluss. Sad

Aber bis morgen müsst ihr noch warten, bis ihr den krönenden Abschluss erlebt. Wink

@ Mini: Na ja, ich überleg es mir noch mal. clown

_________________
Manche Dinge brauchen einfach keine Worte ...
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Di Jul 31 2012, 22:46

Ach alles Quatsch. Nix da mit warten bis morgen. Den Teil zu posten macht mir doch richtig Spaß, auch wenn es leider der letzte ist. Also genießt ihn Smile

Teil 15

Annas Flug fiel leider nicht aus und hatte auch keine Verspätung, so dass Anna und Tom sich tatsächlich nach dieser einen wunderbaren Nacht wieder von einander trennen mussten.
„Du kümmerst dich um meinen Schreibtisch … am besten ganz in deiner Nähe. … Und vor allem bereitest du Peter auf mein Kommen vor“ sagte Anna bestimmt und sah streng in Toms grinsendes Gesicht. Sie hatte es jetzt schon etliche male gesagt, und er erfreute sich an ihrer Aufregung und Energie, mit der sie ihre gemeinsame Zukunft bestimmte. „Das mache ich, … wie besprochen“ sagte er beruhigend, „und du grüß mir Paule und Bruno, und Enrique und Paloma und … na alle halt. Weißt du, jetzt da ich weiß, dass du mit mir zusammen sein wirst, freue ich mich wahnsinnig darauf, alle wieder zu sehen.“ Anna schaute ihm tief in die Augen und gab ihm einen zärtlichen Kuss.
Sie saß auf seinem Schoß in der Abflughalle und der erste Aufruf für ihren Flug war bereits erfolgt. „Und ich werde am Montag als erstes mit Bruno reden, … und bis dahin wirst du ihm nichts sagen, versprochen? … Der wird Augen machen.“ Tom nickte ergeben, auch das hatte er ihr schon dutzende Male versichert. Annas Blick fiel auf ihre Hand, die auf Toms Brust ruhte und sie begann unvermittelt zu strahlen, als sie den Schlüsselring an ihrem Finger sah. Sie suchte seine Hand und betrachteten schließlich gemeinsam ihre „Verlobungsringe“ ehe sie sich glücklich antrahlten. Da ertönte der zweite Aufruf ihres Fluges und ihre Mimik wurde bekümmert. „Es wird ernst mein Stern. Du musst los, bevor du noch Ärger bekommst. Wir sind hier in den USA. Die verstehen da gar keinen Spaß.“ Tom hob Anna von seinem Schoss und stand auf. „Ich will nicht“ flüsterte sie und klammerte sich an ihm fest. Aber dann gab sie ihm einen zärtlichen Kuss und stellte sich auf ihre Füße. „Na gut, muss wohl sein.“ seufzte sie und Tom lächelte gequält. Er nahm ihr Gesicht in seine Hände und sah ihr in die Augen. „Ich liebe dich mehr als alles andere auf der Welt. Vergiss das nie.“ Anna erwiderte zum hundertsten mal leise „Ich liebe dich auch." und energiegeladener fügte sie fast drohend hinzu " … und ich werde jeden Tag um 14:00 Uhr vor meinem Laptop sitzen und auf deinen Anruf warten, und wehe du meldest dich nicht.“ Tom zog sie noch einmal in seine Arme. „Denkst du etwa ich werde mir entgehen lassen dich zu sehen und zu hören, … wenn ich dich schon nicht spüren kann. Natürlich melde ich mich.“ Anna nahm ihre Tasche und drehte sich, nach einem, dieses mal wirklich letzten Kuss um und ging zur Personenkontrolle. Schweren Herzens begab sie sich zu ihrem Flug in die Ferne.
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Paloma wartete bereits ungeduldig in der Ankunftshalle des Berliner Flughafens als Anna endlich aus der Gepäckausgabe trat. Als sie die strahlenden Augen Annas erblickte fragte sie nach einer herzlichen Umarmung sogleich, was sie zu erzählen habe. Völlig aufgedreht berichtete Anna ihr auf der Fahrt zur Goldelse was passiert war und Paloma war ihr sofort quietschend um den Hals gefallen. „Ich freu mich so Süße, ich hab´s doch gewusst, dass das mit euch noch nicht erledigt war. Das muss ich sofort Paule erzählen, ... ist ihr Plan ja doch noch aufgegangen.“ Anna schaute Paloma irritiert an und fragte argwöhnisch. „Plan? Was soll das heißen?“ Paloma schlug sich erschrocken die Hand vor den Mund. „Oh, das sollte unser Geheimnis bleiben. … Aber weißt du was, da es funktioniert hat, ist es nicht so schlimm, oder?“ Sie waren gerade vor der Else angekommen, aber anstatt hinein zu gehen, blieb Anna abrupt stehen, und schaute ihre Freundin entrüstet an. „Was hat Paule denn gemacht?“ Paloma grinste breit. „Sie hat Bruno überredet dich noch mal zu Lanford zu schicken, um diese ‘wichtigen Unterlagen’ abzuholen.“ Sie zog verschmitzt ihre Augenbrauen in die Höhe. Und Anna lachte auf. „Ich habe mich in der Tat schon gefragt, warum er so darauf gepocht hat, mit Luftpost hätte es ja auch nicht viel länger gedauert. … Aber schließlich wundert man sich bei Bruno ja über nichts. … Na warte…“ fügte sie drohend hinzu. Paloma schaute sie erschrocken an. „Was hast du vor?“ fragte sie zögernd, war sie doch die Plaudertasche gewesen, die das Geheimnis ausposaunt hatte. „Das erzähl ich dir später, jetzt lass uns erst mal rein gehen, ich freu mich so auf Mama und Ingo. … Ach, und du versprichst mir bis Montag keinem von Tom und mir zu erzählen.“ Sie schaute ihre Freundin streng an, und diese hob ihre Finger zum Schwur und nickte betreten.
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Montagmorgen betrat Anna als eine der ersten das Lanford-Gebäude. Heute sollte Bruno nun von seinem Glück erfahren, und für ihn gäbe es sicherlich zwei Seiten der Medaille, denn er war bestimmt nicht erfreut, dass seine beste Designerin ihn allein lassen wollte, auch wenn sie weiterhin für Lanford arbeiten würde. Aber das war eben der Preis den er zahlen musste, um seinen Sohn bald wieder in die Arme schließen zu können. Anna wartete nervös, dass der Fahrstuhl den dritten Stock erreichte und als sich die Türen öffneten holte sie tief Luft, bevor sie ins Atelier trat. Es war noch sehr ruhig, aber Steffi stand schon hinter ihrer Theke und begrüßte Anna gleich freudestrahlend. „Hallo Anna, schön das du wieder da bist. Wie war es in New York?“ Anna strahlte sie an. „Es war wunderbar. Aber sag mal ist Bruno schon da?“ Sie hatte jetzt keine Zeit für Small Talk. Steffi war etwas verwundert über die forsche Art, der sonst so herzlichen jungen Frau aber nickte „Ja er sitzt in Toms Büro. Ähm…, na ja dort im Büro halt. Paule ist bei ihm.“ Anna musste schmunzeln bei Steffis Fauxpas. Vor zwei Monaten hätte sie die Empfangsdame wahrscheinlich mit einem giftigen Blick erlegt, bei der Erwähnung von ‘Toms Büro’, aber jetzt fand sie es anheimelnd zu wissen, dass es immer noch so genannt wurde und es auch bald wieder Realität sein würde. Wenn auch noch nicht heute oder morgen. Sie bedankte sich lächelnd für die Auskunft und ging ohne Umwege zur Tür. Na da wollen wir doch mal gucken, was ihr zu meiner Entscheidung sagt, dachte sie hämisch, bevor sie klopfte und vorsichtig den Kopf durch die Tür steckte.
Brunos Gesicht, das sie vom Schreibtisch aus erblickte, begann spontan zu strahlen. Er stand auf und kam begeistert auf Anna zu um sie herzlich in die Arme zu schließen. Anna war völlig überrumpelt von diesem Enthusiasmus ihres Chefs und schaute sich hilfesuchend nach Paule um, die ebenfalls ein freudiges Grinsen im Gesicht hatte. „Anna, sie sind wieder da… „ Anna nickte lächelnd und ging zu Paule um sie auch kurz zu drücken. „Ja, hier bin ich.“ Bruno betrachtete sie immer noch verzückt. „Ich wüsste gar nicht, was ich auf Dauer ohne sie tun sollte!“ rief er erleichtert aus. Anna machte ein betretenes Gesicht. „Oh, das ist allerdings schlecht.“ Sie schaute verlegen zu ihm auf. „Wieso?“ fragte Bruno skeptisch, und seine Mimik verlor sein Strahlen in sekundenschnelle. „Na ja, … ich werde zurück nach New York gehen. … Das wollte ich eigentlich mit ihnen besprechen…“ Bruno lehnte sich ungläubig an den Schreibtisch. „Sie wollen was? … Warum? …“ Anna setzte sich auf den freien Stuhl neben Paule und druckste ein wenig herum „Sagen wir mal so, ich habe da jemanden getroffen… und einen Job habe ich auch schon.“ Jetzt viel Brunos Mimik völlig in sich zusammen. „Sie wollen kündigen?“ Seine Augen begannen zornig zu funkeln. „Wo wollen sie denn arbeiten, doch nicht etwa bei Fashion Style? Anna das können sie nicht tun. Sie sind eine begnadete Designerin.“ Anna schaute ihn und auch Paule, die ebenfalls völlig verstört drein sah, entschuldigend an und grinste innerlich von einem Ohr zum anderen, bei den geschockten Gesichtern. Ihr habt es nicht besser verdient, ihr Intriganten … und gelogen habe ich auch nicht, dachte sie amüsiert.
Bevor sie Bruno jedoch die aufklärenden Worte zuteil werden lassen konnte, die ihn erlösen sollten, öffnete sich die Tür und Fr. Hauschke kam herein. Bruno, der auf eine Antwort seiner Designerin wartete, die er auf keinen Fall verlieren wollte, wimmelte die Empfangsdame mit einer kurzen „Jetzt nicht“ ab, aber Steffi blieb mit entschuldigenden Gesichtsausdruck stehen. „Hr. Lanford, ...“ weiter kam sie nicht, denn er unterbrach sie unwirsch „Was? Ich habe doch gesagt jetzt nicht.“ Sie verharrte weiterhin und stammelte „Ich habe Anweisung ihnen das zu geben. … Jetzt.“ Sie hielt ihm ein Päckchen hin, das er ihr aus der Hand riss und auf den Schreibtisch feuerte. „Und ich soll aufpassen, dass sie es sofort öffnen“ sprach sie zögerlich weiter. Man sah Steffi an, dass sie sich sehr unwohl fühlte in ihrer Haut. Brunos Blick wurde immer aufgebrachter, und glich so langsam dem eines Stieres, der wütend seinen Torero betrachtete. „Wer wagt es, ihnen solche Anweisungen zu geben. Sie sind meine Angestellte“ polterte er. Steffi zuckte ein wenig zusammen. „Ihr Sohn, … und er hat geschrieben, dass ich mich nicht abwimmeln lassen soll, wenn mir mein Job wichtig ist.“ Ihre Stimme war immer leiser geworden und jetzt wurde sie von drei Menschen völlig ungläubig angestarrt. Tom? Was hat der denn vor? fragte sich Anna stirnrunzelnd und Paule, die zwar auch nicht verstand, was das alles sollte, der Steffi aber zunehmend leid tat, versuchte zu vermitteln. „Papa, jetzt mach doch einfach diese Päckchen auf und dann ist gut. Oder soll ich?“ Bruno wollte schon nicken, als Steffi schnell dazwischen schoss. „Nein, es heißt ausdrücklich, dass dein Vater das Päckchen öffnen soll. Bruno gab sich schließlich geschlagen und setzte sich kopfschüttelnd, und mit einem deutlichen Fluch auf Tom vor sich hin knurrend, hinter den Schreibtisch um das d.ämliche Päckchen aufzureißen. Die drei Frauen schauten neugierig, als Bruno ein Schmucketui und eine Karte heraus holte. Er las und holte tief Luft. „Jetzt ist er total verrückt geworden. Ich soll euch das hier vorlesen.“ Anna wurde nervös, hatte sie doch keine Ahnung was das zu bedeuten hatte. Was hast du Kindskopf vor? fragte sie sich. Die Verpackung sieht nach einem Ring aus. Ob der für mich ist? Ihre Gedanken wurden von Brunos Worten unterbrochen

„Hallo Papa,
ich weiß, du wütest gerade vor dich hin und die arme Fr. Hauschke, bei der ich mich hiermit inständig entschuldigen möchte, hat deinen Zorn vermutlich schon zu spüren bekommen. Aber tu mir einen Gefallen und mach einfach was ich dir hier schreibe. Es ist auch zu deinem Besten, das wirst du gleich erkennen.“

Bruno hatte zögerlich gelesen und zwischendurch entschuldigend zu Steffi geschaut, die sich langsam entspannte. Anna und Paule hingegen konnten sich bei den zutreffenden Worten ein Grinsen kaum verkneifen.
„Da ich an der Situation, dass du deine beste Designerin, zumindest vorerst verlieren wirst, nicht ganz unschuldig bin, wollte ich wenigstens auf diesem Wege bei euch sein.“
Die Irritation Brunos machte sich als ein kaum zu übersehendes Fragezeichen in seinem Gesicht breit. Er sah Anna an und es war erkennbar, dass er keinen Schimmer hatte, was sein Sohn ihm mitteilen wollte. Im Gegensatz zu Paule, die Anna fragend anschaute. Anna nickte ihr mit einem kaum erkennbaren lächeln zu und nahm ihre Hand um sie kurz zu drücken. Dann richtete sie ihr Augenmerk, mittlerweile sehr amüsiert, wieder auf Bruno. „Steht da noch mehr?“ fragte Paule breit grinsend. In Brunos Augen konnte man es rattern sehen, aber irgend etwas verhinderte die Erleuchtung. Er schaute wieder auf die Karte und las weiter.
„Überreiche Anna meinem Stern, bitte stellvertretend für mich, den Ring, der sich in dem Schmucketui befindet.
… und vor allem gratuliere ihr endlich zu unserer Verlobung!!“


Paules Aufschrei durchbrach den Moment der Stille, der nach diesen Worten eingetreten war und sie flog Anna um den Hals um ihr zu gratulieren. Auch Bruno sprang auf und sein Lachen dröhnte laut durch das Atelier. Er nahm jetzt, nachdem er endlich begriffen hatte, was Tom von ihm wollte, den kleinen Ring aus der Schachtel, umrundete freudestrahlend den Tisch und nahm Annas linke Hand. Er schob den goldenen Ring, der sich zu einem filigranen Stern verschlang auf ihren Ringfinger, während er sie vielsagend anschaute. Dann nahm er sie in den Arm und drückte sie fest. „Danke! Danke!“ sprach er an ihr Ohr und seine Erleichterung Tom wieder glücklich zu wissen, war deutlich spürbar. Er drückte ihr noch einen Kuss auf die Wange bevor er zu den vielen Fragen ansetzte, die ihm noch immer im Kopf herum schwirrten.
Aber er wurde erneut unterbrochen, als ein kleiner Junge in der Tür auftauchte und ihn erneut völlig aus dem Konzept brachte. „Was macht…“ entflohen die ersten Worte seiner verdutzten Frage seinen Lippen, bevor Anna aufschrie „Peter? Was machst du denn hier?“ Sie rannte hinaus und sprang Tom quasi in den Arm, dass dieser fast das Gleichgewicht verlor. „Hey, nicht so stürmisch junge Dame“ begrüßte dieser seine Verlobte lachend und versuchte seine Standfestigkeit zurück zu gewinnen, bevor er ihre ungestüme Begrüßung erwiderte. Einen kurzen Augenblick später standen die beiden Verliebten zusammen im Büro und Bruno und Paule trauten ihren Augen kaum, als sie ihr verlorenes Familienmitglied erblickten. Es gab ein großes Hallo und vor allem Peter wurde herzlich begrüßt und sogleich von ‘Tante Paule’ an die Hand genommen und zur Sushi-Bar geführt, an der es erst einmal einen großen Kakao für ihn gab.

Tom und Anna hielten sich fest im Arm, als die Beiden an der Glaswand vorbei gingen und strahlten sich glücklich an, aber Bruno´s Geduld war so langsam am Ende und so störte er das junge Glück und forderte energisch die Erklärungen, die er schon lange zu erfassen suchte. Tom berichtete was in New York passiert war und als Anna das plötzliche Grinsen auf Brunos Gesicht sah, konnte sie nicht anders als Paule und ihn als Urheber des Ganzen zu outen. Tom sah seinen Vater erstaunt an und zischte ihm ein "Verräter" entgegen, ehe er sich lachend für die Einmischung bedankte. Und dann erzählte er weiter, dass er nach Annas Verabschiedung sofort die Sozialarbeiterin Peters aufgesucht und sie solange bekniet hatte, bis diese ihm schließlich aufgrund der besonderen Bedingungen, zwei Wochen Urlaub mit Peter gewährt hatte. Anna strahlte ihn glücklich an und er nahm Annas Hand und schaute auf den Ring, den sie zugleich fasziniert betrachteten. „Wenn ich gewusst hätte, dass ich alles so schnell organisiert bekomme, dann hätte ich dir mein Verlobungsgeschenk selbst übergeben mein Stern“ sagte er entschuldigend, „…aber ich hoffe Bruno hat mich würdig vertreten?“ ergänzte er mit etwas Skepsis in der Stimme. Aber Anna nickte verschmitzt und sah ihm dann tief in die Augen bevor sie sich in einem zärtlichen Kuss verloren.

An diesem Tag wurde im Atelier nur das Nötigste gearbeitet, denn Bruno rief eine Verlobungsfeier aus. Ab mittags wurde kein Stich mehr genäht, kein Strich mehr gezeichnet und keine Bestellung mehr erledigt. Ausgelassene Stimmung machte sich breit und als Annas Eltern und Jojo hinzukamen und eine Menge Leckereien mitbrachten, war die Party perfekt. Peter rannte aufgeregt durch das Atelier, malte ein paar Bilder, spielte Verstecken unter den Tischen und ließ jede Menge Süßes in seinem kleinen Mund verschwinden, bevor er erschöpft auf Toms Schoss krabbelte, der mit Anna auf einem Tisch saß und fröhlich und befreit mit dem einen oder anderen plauderte.
Da kam Virgin mit einem süffisanten Lächeln, was darauf hin deutete, dass er schon so einiges getrunken hatte, auf sie zu und zeigte in seiner ihm so eigenen Art abwechselnd auf Anna und Tom, während er säuselte. „Ich wusste es doch immer. Eins und eins macht…“ bevor er den Satz vollenden konnte schoss es aus Peters Mund. „Drei!“ Dabei hielt er völlig überzeugt drei seiner kleinen Finger in die Luft, und Anna und Tom lachten glücklich auf. „Wahre Worte, kleiner Mann.“ sagte Tom und zog seine kleine Familie fester an sich.

--------------------------------------------------------------------- ENDE
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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Di Jul 31 2012, 23:18

Oh wow was für ein traumhafter Teil, meine Liebe.. Ich habe diesen Teil regelrecht verschlungen, so grandios ist das geschrieben, ich finds echt schade das es vorbei ist crying , ich hätte gerne noch mehr davon gelesen. Smile
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Mi Aug 01 2012, 21:19

Lizzy schrieb:
Oh wow was für ein traumhafter Teil, meine Liebe.. Ich habe diesen Teil regelrecht verschlungen, so grandios ist das geschrieben, ich finds echt schade das es vorbei ist crying , ich hätte gerne noch mehr davon gelesen. Smile

Lieben, lieben Dank Embarassed . Ich freue mich sehr über deine Worte Smile
Na ja, ich wede mich dann mal drauf konzentrieren die "Irrgarten-FF" weiterzuführen. Und dann muss ich mal überlegen, was ich sonst so schreiben könnte... Rolling Eyes
Liebe Grüße
Katha
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Mi Aug 01 2012, 21:41

Wuah ... der Brief ist einfach der Hammer. Und vor meinem inneren Auge schwebt gerade Brunos dusseliger Blick. Einfach zu göttlich. Hahahahaha ... Razz

Und ja, Mist ... ist die Story echt schon wieder vorbei. Aber du schreibst doch auch noch weiter oder???? Büdde, büdde, büdde Wink

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ist manchmal der beste Weg,
um zu sich selbst zu finden.“
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ulmaja



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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Sa Aug 11 2012, 02:55

Auch hier kann ich mich nur wiederholen, denn diese Kurz-FF kannte ich ja schon:

Ich liebe Ein und Eins macht..... Very Happy
Ich liebe Ein und Eins macht..... Laughing
Ich liebe Ein und Eins macht..... Razz
Ich liebe Ein und Eins macht..... I love you
Ich liebe Ein und Eins macht..... cheers
Ich liebe Ein und Eins macht..... Embarassed

Ganz, ganz lieben Dank für diese Story

LG Ulmaja
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Sonnenschein
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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Do Aug 23 2012, 18:45

Ich bineinfach nur sprachlos und total platt! Danke für diese wunderbare Ff, auch wenn sie nur wenige Teile hatte. Das lesen war einfach ein Traum!

Lg Tastemtante
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katha

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BeitragThema: Re: AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)   Do Aug 23 2012, 20:31

Tastentante schrieb:
Ich bineinfach nur sprachlos und total platt! Danke für diese wunderbare Ff, auch wenn sie nur wenige Teile hatte. Das lesen war einfach ein Traum!

Lg Tastemtante

Na für mich hat sich das mit den Buchstaben vor den Augen ja mal gelohnt Smile (habe gerade bei Mini gespinxt)
So viel Lob aus deinem Munde, da bleibe ich doch gleich noch länger auf der Wolke sitzen, auf die mich Mini mit ihrem Hochzeitsteil geschossen hat. Wink

Ich fühle mich sehr geehrt und freue mich total Very Happy Very Happy

Liebe Grüße Katha

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AnTom "Eins und Eins macht..." (Kurz-FF)
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