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 AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht

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Staffi_94

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BeitragThema: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Jul 02 2012, 18:33

das Eingangsposting lautete :

Nach drei Jahren steht Tom auf einmal wieder in der Firma. Wie werden seine Freunde auf ihn reagieren? Was ist der Grund für sein Verschwinden gewesen? Und vor allem: Werden Anna und seine Kinder ihm verzeihen können?

Prolog:

Anna saß in ihrem Büro bei Lanford. Sie arbeitete nach wie vor als Designerin. Sie hatte noch immer einen hohen Stellenwert in der Firma und hätte auch als Chefdesignerin arbeiten können, da Carla von ihren Eltern auch aus diesem Unternehmen degradiert wurde. Warum es so war, wusste selbst Carla nicht, aber ihre Eltern hatten noch ungehaltener als sonst gewirkt. Anna arbeitete jetzt offiziell ganz intensiv mit Nina zusammen, die ihr damals zu ihrem größten Glück verholfen hatte und, ähnlich wie sie, ein ungeheures Maß an kreativem Talent in sich hatte. Und dieses Talent wurde nicht durch ein unnützes Studium eingeengt, sondern konnte sich frei entfalten. Und noch eine große Gemeinsamkeit hatten die beiden Frauen: sie waren unsterblich in die Söhne von Bruno Lanford verliebt. Nina hatte vor zwei Jahren Luca, den noch vor drei Jahren für alle unbekannten unehelichen Sohn Brunos, geheiratet und war jetzt schwanger. Sie war so glücklich, dass Anna jedes Mal neidisch wurde, wenn sie die beiden sah. Denn sie hatte ihren Lanford- Sprössling nichtmehr bei sich: Tom. Tom war das für sie, was man wohl als DIE Liebe des Lebens bezeichnete. Von der man nie wieder los kam, wenn man ihr einmal begegnete. Und besonders ihre Begegnung damals, die alles auf den Kopf stellte, konnte nicht bedeutungsvoll genug sein. Damals auf dem Dach, als sie sich umbringen wollte, weil sie geglaubt hatte, dass sie mit dem Tod ihres geliebten ersten Mannes, Jonas, nicht umgehen könnte. Aber da hatte auf einmal ein blonder, männlicher Engel mit wunderschönen blauen Augen hinter ihr gestanden und hatte sie gerettet. Sie beide hatten sich gegenseitig so oft in jeder Hinsicht gerettet, wie man einen Menschen nur vor dem Unglück bewahren konnte. Nachdem sie nach vielen Hindernissen endlich geheiratet hatten, hatte sie gedacht, dass ab diesem Zeitpunkt alles gut werden würde. Sie hatten sich geliebt und unglaublich viel Spaß miteinander gehabt. Und ja, dachte Anna, du hättest wissen müssen, dass das nicht ewig halten könnte. So viel Glück kann’s doch gar nicht geben.
An dem Abend, als sie ihm freudestrahlend verkünden wollte, dass sie schwanger war, hatte sie eine leere Wohnung mit einem leeren Kleiderschrank, in dem sonst Toms Sachen hingen, aufgefunden und einen Brief, der ganz eindeutig von ihrem Ehemann stammte. Anna konnte sich immer noch ganz eindeutig an diese Worte erinnern, denn sie hatten diesen Brief gefühlte 100.000-mal gelesen.

Mein lieber Schatz,

wenn du diesen Brief hier liest, bin ich schon weit weg von dir. Es tut mir leid, aber es geht nicht anders, ich muss mich von dir trennen. Es ist etwas passiert, was unsere Beziehung für eine gewisse Zeit unmöglich macht. Ich weiß, dass du gerade ganz ungläubig auf diese Worte starrst und nicht glauben kannst, was du liest. Doch es ist etwas geschehen, was mit schon jahrelang große Probleme bereitet und ich möchte dich nicht dort mit rein ziehen. Ich werde eine Zeitlang nicht bei dir sein, aber ich bitte dich auf mich zu warten. Bitte stell keine Nachforschungen an, es wäre zu gefährlich für dich, wenn wir beide weiterhin Kontakt zueinander hätten. Bitte, mein Liebes, vernichte diesen Brief so schnell es geht. Anbei liegen Papiere…Papiere die mir schier das Herz zerreisen und die mich verrückt machen, weil ich sie unterschreiben musste. Bitte tu es mir gleich und setzte alles Weitere dafür in Bewegung. Solltest du es nicht über dich bringen, so schick es bitte an die auf der Rückseite geschriebene Adresse. Unterschrieb diese Papiere, sonst haben wir beide nie wieder die Chance zusammen zu kommen.

Ich muss jetzt gehen. Vergiss nie, dass ich dich über alles liebe und es nie eine andere Frau für mich geben wird als dich.

Machs gut, mein süßer Engel,
Dein Tom


Die beigefügten Zettel waren ein Antrag zur Annullierung ihrer Ehe gewesen. Als sie dies gesehen hatte und Toms Unterschrift, war sie weinend zusammengebrochen und hatte, entgegen Toms Bitte, bei ihm angerufen. Doch zu ihrer großen Bestürzung hatte Tom sein Handy zu Hause gelassen. Tagelang hatte sie sich in ihrer gemeinsamen Wohnung eingeschlossen, das Schriftstück ständig mit sich geschleppt und schließlich, nachdem sie sich den Brief immer wieder durchlas und Toms Worte in sich aufnahm, unterschrieben. Er hatte Recht gehabt, sie hatte diesen Schrieb nicht irgendwo abgeben können, um ihrem großen Unglück einen Anfang zu geben und hatte diese an eine Adresse in Köln geschickt. Nach zwei Wochen hatte sie sie Bestätigung in der Hand gehabt, dass sie nichtmehr mit Tom Lanford verheiratet war. Doch sie vertraute bis heute auf Tom und hatte in sich das bestärkende Gefühl, dass sie ihn bald wiederhaben würde und mit ihm und ihren beiden Kindern endlich glücklich sein könnte.
Sie schaute raus. Es wurde langsam dunkel und sie hatte überhaupt keine Ideen mehr für eine neue Kollektion. Also packte sie zusammen, verabschiedete sich von Natascha, die ihr Büro nebenan hatte und ging die Treppe runter, vorbei an ihrem Arbeitsplatz. Sie sah auf Toms Büro. Luca hatte es vor einiger Zeit beziehen wollen, doch Anna hatte schon fast mit Kündigung gedroht, sollte er sich dort einnisten. Dieses Büro gehörte nur einem Geschäftsführer Lanfords und zwar Tom. Und auch ihr Arbeitsplatz sollte so lange unbesetzt bleiben, bis er wieder da war. Und wenn es sein musste, würden diese zwei Plätze für immer leer sein.

***************

Tom Lanford saß in einem Flugzeug in Moskau, das ihn zurück nach Berlin bringen würde. Zurück in seine Heimat, zu seiner Familie, zu seiner Frau. Er hatte endlich alles überstanden und er würde endlich alles aufklären können, was ihm in seinem Leben immer schon Probleme bereitet hatte. Und er würde seine Kinder kennen lernen, denn durch Enrique, seinem einzigen Bindeglied zu seinem alten Leben, hatte er erfahren, dass er Vater zweier kleiner süßen Jungs war. Die Freundschaft zu Enrique war durch diese Zeit noch intensiver geworden und wenn alles so klappen würde, wie er es sich vorstellte, dann würde er Enrique auf eine ganz besondere Art danken. Wie genau das aussehen sollte, wusste er noch nicht, aber das würde noch kommen.

Als Tom Stunden später in Berlin ankam, machte er sich als erstes auf den Weg zu dem Hotel, in dem Enrique ihm ein Zimmer reserviert hatte. Dort hielt er sich eine Zeit auf, duschte sich, machte sich frisch und versuchte, ganz besonders gut auszusehen. Denn wenn sein Plan funktionierte, würde er sein Engelchen heute wieder sehen. Sein Herz zog sich vor Freude zusammen. Er sah auf seinen rechten Ringfinger, an dem noch immer sein Ehering prangte. Er hatte ihn nie abgenommen. Er küsste ihn kurz, zog sich etwas Schönes an und machte sich auf den Weg zu seiner alten Arbeitsstätte. Als er das große Gebäude sah, wurde ihm ganz mulmig. Reiß dich zusammen, und geh rein, Tom. Dies tat er auch und schloss, einmal drinnen, kurz die Augen und sog den Duft ein. Ganz eindeutig LANFORD, dachte er lächelnd.

Zurück in dein neues altes Leben, dachte er sich und ging auf den Fahrstuhl zu, der ihn unweigerlich zum Atelier führen würde.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Jul 09 2012, 15:28 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Staffi_94

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Di Jul 17 2012, 19:19

Mini_2010 schrieb:
Oh Mann, deine Geschichte nochmal zu lesen, ist wundervoll. Diese Gespräche, die Emotionen, einfach berührend. Muss gerade mal ein paar Tränchen wegwischen *schnief* crying Very Happy

Danke dir. Very Happy
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Staffi_94

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Di Jul 17 2012, 19:25


Kapitel 22


„Tom…“, hauchte Anna leise und versuchte, ihre zitternden Hände unter Kontrolle zu kriegen, um diesen vermaledeiten Schlüssel ins Schloss zu bekommen. „Bitte…nur kurz“ Doch Tom dachte gar nicht daran, sich von ihr zu lösen und bedeckte ihren Hals und Nacken mit zärtlichen Küssen, sodass sie eine Gänsehaut bekam. Als er dann auch noch von hinten an die Knöpfe ihrer Bluse griff und diese öffnete, konnte Anna sich nichtmehr zurück halten und stöhnte leise auf. „Nicht hier im Treppenhaus.“, versuchte sie ihn zu überzeugen, doch er drehte sie um und drückte sie an die noch immer geschlossene Tür. „Warum nicht?“, keuchte er und küsste sie sinnlich. Schon wieder total von ihm überwältigt, ging sie auf diesen Kuss ein und fing an, an seiner Hose zu nesteln. Da hörten sie plötzlich Stimmen vom Hauseingang. „Nein!“, keuchte sie und drückte ihn von sich weg. Sie nutzte seine kurze Verblüffung und schaffte es endlich, die Tür aufzuschließen. „Komm“, flüsterte sie und zerrte ihn an seinem Pullover in die Wohnung. Endlich, dachte sie kurz und beschloss, dass dies der letzte Gedanke für diese Nacht sein sollte. Sie wollte nur noch fühlen, ihn spüren, sich von ihm lieben lassen und ihn lieben.

Tom konnte nichtmehr. Zu lange hatte er genau darauf gewartet. Erfreut bemerkte er, dass Anna ungestüm an seinem Oberteil zerrte und er half ihr, es auszuziehen. Ehrfürchtig stand sie vor ihm und begann, mit ihren zarten Fingern vorsichtig über seine Haut zu streichen. „Anna“, keuchte er und hob sie noch, um sie endlich in das Schlafzimmer zu tragen. Er ließ sie runter und schloss leise die Tür. Sofort kam sie zu ihm, küsste ihn leidenschaftlich und wieder wanderten ihre Hände zu seiner Hose und sie schaffte es endlich, sie zu öffnen und herunter zu ziehen. Anna ging vor ihm in die Hocke, um ihm Schuhe, Socken und Hose auszuziehen und die Sachen dann ungeachtet in die nächste Ecke zu werfen. Schließlich begann sie, von seinen Waden aus, ganz sanft mit ihren Fingern an den Innenseiten seiner Beine entlang zu streicheln, bis sie seine Oberschenkel erreicht hatte und währenddessen küsste sie seinen Bauch und liebkoste seinen Bauchnabel mit Lippen und Zunge. Er stöhnte auf und griff nach ihren Haaren, während seine Knie langsam zu zittern anfingen, was Anna sofort bemerkte. Sie dirigierte ihn zum Bett, auf dem er zum sitzen kam und sogleich begann, die restlichen Knöpfe ihrer Bluse aufzumachen. Als er es endlich geschafft hatte, dieses lästige Kleidungsstück von ihrem wunderbaren Körper zu streifen, nahm sie sein Gesicht in ihre Hände und küsste ihn heiß und fordernd. Mit seinen Fingern begann Tom, langsam ihren Rücken hinauf zu streicheln und nach dem Verschluss ihres BHs zu suchen und als er ihn endlich gefunden hatte und ihr das störende Teil abgestreift hatte, löste er sich von ihrem Mund und begann, mit Lippen und Zunge eine heiße Spur von ihrem Hals, zu ihrem Schlüsselbein, bis hin zu ihren vollen Brüsten zu ziehen und sie seinerseits zu necken. Leidenschaftlich stöhnend vergrub sie ihre Hände in seinem Haar und drängte sich näher an ihn, während seine Hände die Knöpfe ihrer Jeans fanden und sie öffneten. Anna erhob sich kurz von seinem Schoss und zog die Hose aufreizend langsam aus, bis sie nur noch mit einem Höschen bekleidet vor ihm stand. Er griff nach ihrer Hüfte und küsste nun seinerseits ihren Bauch, während er seine Hände langsam in ihr Höschen wandern ließ und ihren strammen Hintern ausgiebig und sanft massierte.

Die wunderbarsten Gefühle beherrschten ihren Körper, als er ihr langsam das letzte Kleidungsstück vom Körper riss und sie weiterhin mit seinem Mund verwöhnte. Leise und überrascht schrie sie auf, als er sie packte und sanft auf das Bett legte. Langsam beugte er sich über sie und schmiegte seinen warmen, starken Körper an ihren, sodass sie erregt aufkeuchte. Abermals begann er, ihren Oberkörper zu liebkosen und zu verwöhnen. Er arbeitete sich mit zärtlichen Küssen von ihrem Hals zu ihrem Bauch, wobei er ihren Busen ausließ und sie leicht frustriert aufstöhnte. Er stieß mit seiner Zunge in ihren Bauchnabel und ging immer weiter und unaufhaltsam in tiefere Regionen. „Tom“, schrie sie erschrocken auf, spreizte ihre Beine ein wenig und griff in seine Haare, als sie seine Zunge spürte. „Was?“, fragte er und sah zu ihr. Sie zog seinen Kopf zu sich und küsste ihn wieder, während sie sich verzweifelt darum bemühte, ihn von sich zu drängen und die Oberhand zu gewinnen. Doch Tom erkannte ihr Vorhaben direkt und griff nach ihren Händen. „Nein“, hauchte er und wanderte mit seiner freien Hand langsam zu ihrem Busen, um ihn sanft zu massieren und ihre Brustwarzen mit seinem Daumen zu necken. Sie löste sich sofort von seinen Lippen und stöhnte erneut auf. „Nein…mehr“, keuchte sie selbstvergessen, als er seine Hand zurückzog und sie betrachtete. „Du möchtest mehr?“ Sie nickte und sah ihn mit feurigem Blick an. „Dann entspann dich“, forderte er sanft und begab sich mit seinen Lippen endlich zu ihren Brüsten.

Tom genoss es, ihre warme weiche Haut unter seinen küssenden Lippen und streichelnden Händen zu spüren. Es war noch immer alles so, wie er es vor Jahren in seinem Gehirn abgespeichert hatte und auch ihre Reaktionen hatten immer noch die gleiche erregende Wirkung, sodass er sich schwer zusammen nehmen musste, um sich nicht sofort von seiner Unterhose zu befreien und sie einfach zu nehmen. Langsam kam er bei ihren Brüsten an und kümmerte sich ausgiebig um jede einzelne, liebkoste sie, leckte sanft über die wunderbare Haut und nahm schließlich die zarten Brustwarzen in den Mund, um genüsslich an ihnen zu saugen. Anna stöhnte auf und er spürte, dass sie sich unaufhaltsam dem ersten Höhepunkt näherte. Dieses Glücksgefühl wollte er ihr nicht nehmen und er begann, sie fordernder und leidenschaftlicher mit Lippen und Händen zu verwöhnen. Anna stöhnte immer intensiver und schließlich durchfuhr sie ein Schauer, der sie leise aufschreien und keuchend die Augen verdrehen ließ. Mit einem leidenschaftlichen Schrei verkrampfte sie sich schließlich und stöhnte zehn Sekunden später befreit auf, als die schönsten Gefühle ihren Körper gefangen nahmen. Tom beobachtete sie unentwegt und lächelte glücklich bei diesem wunderschönen Anblick, bis sie sich schließlich erschöpft auf dem Bett niedersinken ließ und versuchte, wieder zu Atem zu kommen.

Anna lag mit geschlossenen Augen da und lächelte glücklich. Nach so langer Zeit spürte sie endlich wieder die großen Wogen des Glücks, die eine Nacht mit ihm für sie versprach. Doch gleichzeitig war ihr bewusst, dass sie das so nicht auf sich sitzen lassen konnte. Auch sie wollte es schaffen, ihn so zu erregen und zu verwöhnen, dass er sich ihr völlig willenlos ergab und alles genoss, was sie mit ihm anstellte. Sie öffnete die Augen und sah direkt in sein Gesicht, das sie immer noch lustverzerrt betrachtete. Sanft hob sie ihre Hand und küsste ihn. „Ist alles in Ordnung?“, fragte er leise und sie nickte. „Es war noch nie besser“, antwortete sie und begann, seinen Oberkörper zu streicheln. Sofort reagierte er auf ihre Berührung und schloss seufzend die Augen. Sie drängelte sich an ihn und er knurrte leise. „Jetzt bin ich dran…oder soll ich dich nicht verwöhnen?“, raunte sie mit verführerischer Stimme, als er sie unwillig ansah. Doch diese Frage verbarg ein solch sinnliches Versprechen, dass er ihr einfach nicht widerstehen konnte und sie auf seine Hüften hob.
Rittlings kam Anna auf ihm zum sitzen und badete sich in seinem Anblick. Sie genoss es, ihn endlich wieder so erregt zu sehen und es machte sie um ein Neues stolz, dass allein sie der Grund dafür war. Sie strich über sein Gesicht und er öffnete kurz die Augen, die schwarz waren vor Verlangen. Seufzend beugte sie sich zu ihm und küsste seine wunderbaren Lippen. Er öffnete seinen Mund und ließ seine Zunge in den ihren tauchen, doch sie löste sich nach ein paar Sekunden von ihm, wanderte weiter und küsste und saugte an seinem Hals, sodass er genüsslich seufzte und sich entspannt zurücklehnte. Langsam ging sie weiter zu seiner Brust und strich mit ihrer Zunge sanft über seine kleinen Brustwarzen, was ihn aufstöhnen ließ. „Anna“, hauchte er und sie lächelte ihn an. Wieder vereinten sich ihre Münder zu einem leidenschaftlichen Kuss und Anna ließ langsam ihre Hand von seinem Gesicht, weiter zu Brust und Bauch, bis hin zu dem Bund seiner Hose wandern, was ihn erneut in ihren Mund stöhnen ließ. „Was…tust du…da?“, fragte er erregt, als sie ihre Hände langsam in die Shorts gleiten ließ und begann, ihn sanft zu streicheln. „Dich verwöhnen…oder gefällt es dir nicht?“, fragte sie verspielt und er antwortete nur mit einem tiefen Stöhnen, als sie begann, den Druck ihrer massierenden Hand zu verstärken. „Anna, bitte. Tu es endlich…ich…halt es nicht mehr…aus“, keuchte er abgehackt und wie von Sinnen und Anna wollte ihn nicht länger quälen. Langsam zog sie ihre Hand zurück und er stöhnte unwillig auf. „Möchtest du es wirklich?“, hauchte sie verführerisch und kniff sanft in seine Brustwarze. „Und wie…bitte Anna.“, bettelte er und sie konnte sich nicht länger beherrschen.

Gerade, als Anna ihn von dem letzten Kleidungsstück, das sie noch trennte, befreien wollte, hörten beide ein leises, weinendes „Mama“ aus dem Kinderzimmer. Erschrocken sahen sie sich an und versuchten, wieder zu Atem zu kommen. Nein, bitte nicht jetzt, dachte Anna und legte ihre Hände auf seine Brust. „Willst du nicht nachsehen?“, fragte Tom, seine Augen immer noch lustverschleiert und seine Stimme kratzig. Eine Antwort war nichtmehr nötig, denn plötzlich ging die Tür langsam auf und ein tränenüberströmter Max kam herein. Sofort ließen die beiden voneinander ab und die erregende Spannung zwischen ihnen verpuffte in der Luft. Anna begann, verzweifelt nach ihrem Nachthemd zu suchen, während Tom sich aufsetzte und versuchte, seine schreienden Gedanken zum Schweigen zu bringen. Schließlich beruhigte er sich ein wenig und wand sich mit liebevoller Stimme an seinen Sohn. „Was ist los?“ Er öffnete einladend die Arme und sein Sohn stürmte auf ihn zu. „Ich kann nicht schlafen“ Anna hatte ihr Nachthemd endlich gefunden, zog es eilig über und machte mit hochrotem Kopf das Licht an. „Hattest du einen bösen Traum?“, fragte sie sanft und hockte sich vor die beiden, die nachwievor engumschlungen da saßen. Max nickte. „Möchtest du bei uns schlafen?“ Er nickte wieder. Anna und Tom sahen sich an. Tja, das kommt davon, wenn man Kinder in die Welt setzt, ging es beiden durch den Kopf.
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Di Jul 17 2012, 21:45

Ja ja, da hatten die beiden wohl für einen wunderschönen Moment lang, ihre Kinder vergessen. Himmlisch, wie du das beschreibst ... Very Happy
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Do Jul 19 2012, 12:21

Liebe Staffi

Deine FF ist der OBERHAMMER und ich warte schon sehnsüchtigst auf die Fortsetzung. Dein Schreibstil gefällt mir sehr sehr gut und ich kann mir deine Geschichte wahrhaftig vorstellen. Smile

Bitte ganz schnell weiter du schreibst unglaublich TOLL! Very Happy
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Staffi_94

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 09:52

So, ich bring die FF hier in dem Forum auch mal auf den neuesten Stand...vielleicht entwickelt sich das Ganze jetzt zu einem Crossover. Hätte einer Interesse, bzw. kennt überhaupt jemand die Kultserie Großstadtrevier?

Kapitel 23

Tom hielt seinen Sohn im Arm und flüsterte ihm liebevolle Worte ins Ohr, um ihn zu beruhigen. Sie beide hatten die Kinder total vergessen. Es war alles so wie damals gewesen, sodass sie diese Tatsache komplett ausgeblendet hatten. Naja, wenn du ehrlich bist, hast du gar nicht mehr denken können, ging es ihm durch den Kopf und er sah Anna schon wieder unter sich, wie sie ihn mit glühendem Blick anschaute und ihn berührte. Nicht jetzt, Tom Lanford, dachte er und spürte, dass Max sich von ihm löste. Zärtlich ergriff Anna dessen Hand und führte sie zu ihrem Mund. „Leg dich hin, mein Süßer“, hauchte sie ihm zu und Max nickte, immer noch ein bisschen zitternd. Er krabbelte von dem Schoss seines Papas herunter und legte sich hin. „Benni“, flüsterte er an Tom gewandt. Dieser sah zu Anna und die beiden nickten sich zu. „Ja, hol ihn her, Tom“, bat sie und er stand auf, um erstaunt festzustellen, dass seine Knie immer noch weich waren. Er atmete tief durch und machte sich schließlich auf den Weg ins Kinderzimmer, in dem Ben selig lächelnd schlummerte. Als Tom ihn erblickte, musste er unwillkürlich lächeln. Mein Kind, dachte er stolz und setzt sich vorsichtig auf die Bettkante. Sanft streichelte er über das Gesicht und zog vorsichtig die Decke weg. Ben regte sich kurz, schlief aber weiter. Doch als sein Vater sich schließlich daran machte, ihn hochzuheben, wachte er auf und sah ihn durch seine verschlafenen Augen an. „Was?“, murmelte er und machte sofort wieder die Äuglein zu. „Du schläfst heut bei Mama und Papa“, flüsterte Tom und der Kleine lächelte leicht. Er gab nur ein „Hmm“ von sich und kuschelte sich in die starken Arme seine Vaters. Glücklich lächelnd machte Tom sich mit dem kleinen Bündel in seinem Arm auf den Weg zu Anna und Max, die schon dicht aneinander gekuschelt im Bett lagen und sehnsüchtig auf die beiden warteten.

Lächelnd beobachtete sie Tom, wie er mit einem stolzen Gesichtsausdruck ins Schlafzimmer kam und Ben sanft auf das Bett legte. Der Kleine schlief schon wieder und vorsichtig legte sie die Decke über ihn. Sein Bruder sah zu ihm rüber und griff nach seiner Schulter. „Benni“, flüsterte er und rüttelte kurz an ihm, doch seine Mutter schaute ihn ermahnend an. „Lass Benni schlafen, Max. Und wir machen jetzt auch die Augen zu“, hauchte sie bestimmt und die beiden kuschelten sich in die Decken. Tom löschte währenddessen das Licht und legte sich neben seinen schlafenden Sohn, der leise vor sich hin murmelte. „Gute Nacht“, flüsterte Anna sanft und schloss die Augen. „Schlaft schön“, erwiderte Tom und Max seufzte nur ein leises „Ja“, um sich dann enger an Anna zu schmiegen.

Schon seit einer Stunde lag Tom wach und dachte über den Abend nach. Sie waren kurz davor gewesen…so kurz davor, sich endlich wieder so nahe zu sein. Und ausgerechnet da muss sein Sohn einen Albtraum haben. Man man man, das kann echt nicht sein, dachte er und versuchte, Annas erregenden Anblick aus seinem Kopf zu verbannen. Ohne Erfolg. Schon wieder regte sich die unterdrückte Leidenschaft in ihm und die Tatsache, dass sie, nur von zwei kleinen Körper von ihm getrennt, im selben Bett lag, machte die ganze Situation noch viel schlimmer. Ich muss hier raus, ging es ihm leicht panisch durch den Kopf und er löste sich sanft von Ben, der sich an seine Brust geschmiegt hatte. Schnell stand er auf und verließ eilig das Schlafzimmer, immer noch nur mit einer Unterhose bekleidet. Fix ging er in das Bad und schmiss sich einen Schwall kaltes Wasser ins Gesicht und an die Brust, um seinen erhitzten Körper abzukühlen. Das kann doch nicht wahr sein…so lange hast du es ohne S.ex ausgehalten, die kurze Zeit kriegst du jetzt auch noch rum, ermahnte er sich und schaffte es abermals nicht, die frivolen Gedanken an Anna zu vertreiben und sie ganz sittlich und anständig vor seinem inneren Auge erscheinen zu lassen. Verzweifelt raufte er sich die Haare. Verdammt, warum musste Anna auch damit anfangen?, dachte er und erinnerte sich an den Beginn ihrer Verführung, wie sie ihn liebkost, gestreichelt, geküsst hatte...es war zum verrückt werden!

Auch Anna lag die ganze Zeit da und wusste nicht, wie sie einschlafen sollte, nach diesem aufregenden Erlebnis. Sie war aufgewühlt, nervös und immer noch ein wenig erregt. Und irgendwie war ihr die ganze Situation auch ein wenig peinlich. Hoffentlich hat Max nichts mitbekommen, überlegte sie im Stillen und merkte plötzlich, wie Tom leise aufstand und das Zimmer verließ. Wo willst du denn hin?, fragte sie sich und überlegte, ob sie ihm folgen sollte. Schließlich konnte sie nicht widerstehen und erhob sich, um dann ebenso leise das Schlafzimmer zu verlassen. Draußen angekommen, horchte sie auf und stellte fest, dass aus dem Badezimmer Geräusche kamen. Vorsichtig trat sie näher und versteckte sich, um ihn zu beobachten. Er wirkte verzweifelt und total fertig mit den Nerven. Also der gleiche Zustand, in dem ich mich grad befinde, dachte sie und überlegte, ob sie ihm folgen und sie sich einfach unter die Dusche stellen sollten. Nein, diese Nacht meint es nicht gut mit uns. Am Ende bricht sich noch einer was, dachte sie und gluckste kurz. Tom sah bei diesem Geräusch verwundert auf und sie hielt die Luft an. Doch er schien es als Hirngespinst abzutun und machte das Licht aus, um sich danach in die Küche zu begeben und sich ein Glas Wasser einzuschenken. Abermals folgte sie ihm und hörte ihn schließlich leise fluchen.

„Oh, Tom. Hör endlich auf damit. Ihr habt noch euer ganzes Leben vor euch. Also mach aus einer Nacht nicht solch ein Drama“, meckerte er mit sich selbst und stellte sich an das geöffnete Fenster, um die kühle Nachtluft einzuatmen und die Lichter der Stadt zu betrachten. Er merkte, dass es ihm guttat und er es langsam schaffte, sich zu entspannen. Ich sollte einfach hier pennen, dachte er sich und schaute zu den Küchenstühlen, die zum sitzen zwar sehr gemütlich, aber für einen ausgewachsenen Mann wohl doch etwas unbequem waren. Ich leg mich nachher ins Wohnzimmer, entschied er und wand sich wieder der Straße zu. Tief atmete er ein und trank einen weiteren Schluck. Das ist das Beste. Doch plötzlich spürte er wieder ihre kleinen Hände auf seiner Haut und fragte sich, ob er jetzt schon total bekloppt war. Du bist bald reif für die Anstalt, sagte er sich selbst und wand sich kurz, um das Gefühl los zu werden.

Doch plötzlich legten sich ihre schönen Lippen auf seinen Rücken und sie hauchte ein „Na, kannst du auch nicht schlafen?“, während sie sich vorsichtig an seinen Rückseite schmiegte. Langsam realisierte er, dass sie tatsächlich hier war. Bist also doch noch halbwegs normal, dachte er beinahe erleichtert und drehte sich langsam um. „Ist das ein Wunder?“, fragte er sie leise und sie umschlangen sich mit den Armen. „Du kannst doch auch nicht schlafen“, stellte er fest und sie schüttelte den Kopf. „Nach diesem Abend…nein“, sagte sie und begann, ihn schon wieder zu streicheln und zu necken. Er knurrte unwillig. „Anna, hör auf damit“, murrte er und wollte sie somit eigentlich von ihrer Tat abbringen, doch sie verstand es als Aufforderung und ließ ihre Hand in seine Hose gleiten, um ihn sanft in den knackigen Hintern zu kneifen. „Warum, du willst es doch auch“, hauchte sie verführerisch und küsste ihn sanft auf das Kinn. Sie vernahm, dass er seine Hände langsam unter ihr einziges Kleidungsstück gleiten ließ und sanft über ihren Bauch streichelte.
„Du machst mich verrückt…willenlos…wahnsinnig“, hauchte er und drängte sie plötzlich ungestüm zum Küchentisch. Leise stöhnte sie auf und kam, während er sie auf dem Tisch platzierte, mit ihrem Bein versehentlich gegen einen Stuhl, der daraufhin lautstark über die Fliesen schrammte. Schon wieder in ihrem aufkommenden Liebesspiel gestört, schauten sie sich in die Augen. Und plötzlich vernahm Anna, dass seine Mundwinkel verdächtig zuckten.

„Es kann echt nicht wahr sein. Das ist nicht unsere Nacht“, sagte er und begann urplötzlich zu lachen. Und auch Anna konnte sich nichtmehr zurück halten. Leise lachten sie vor sich hin und verbannten damit absichtlich die leidenschaftlichen Gedanken aus ihren Köpfen. „Ich glaube, wir sollten es heute nicht nochmal versuchen“, sagte Anna, als sie sich wieder beruhigt hatte. Er schüttelte den Kopf. „Bei unserem Glück kommt es heut noch zu Toten und Verletzten.“ Beide sahen sich an und kicherten wieder los. Tom lehnte seine Stirn an ihre und sie sahen sich tief in die Augen. „Das nächste Mal bleiben wir da oben. Egal, wie kalt es wird“, entschied er. „Sowas mach ich nicht nochmal mit, das kannst du mir glauben“ Anna grinste kurz und sie mussten wieder lachen. Nach einigen Minuten beruhigten sie sich wieder. „Wollen wir versuchen zu schlafen?“, fragte sie und lächelte verschmitzt. „Ich hab mir eigentlich vorgenommen, einfach im Wohnzimmer zu schlafen…da hinten kann ich mich nicht beruhigen“, erklärte er und zeigte mit dem Kopf zum Schlafzimmer. „Das wird schon. Glaub mir“, flüsterte sie und erhob sich langsam, ergriff seine Hand und sie gingen gemeinsam in das Schlafzimmer. Dort langen ihre Kinder im großen Bett, fast nicht zu sehen unter den großen Decken, Arm in Arm und dicht aneinander gekuschelt. Beiden ging sofort das Herz auf und die Gedanken an eine leidenschaftliche Liebesnacht verflüchtigten sich langsam. „Ich bekomm grad das Bedürfnis, mit zu kuscheln“, flüsterte er ihr nach einer ganzen Weile des Beobachtens ins Ohr und sie nickte zustimmend. „Ich auch“

Sie lösten sich langsam voneinander und jeder ging an seine Seite des Bettes, um sich hinzulegen und in die Mitte zu krabbeln. Vorsichtig legten beide die Köpfe aneinander und neigten diese ein wenig, um die beiden zu beobachten. „Ich liebe dich“, hauchte Tom ihr zu und sie hob den Kopf, um ihn sanft zu küssen. „Und ich dich erst… Schlaf schön“ Beide schlossen die Augen und hofften, dass sie endlich einschlafen würden. Und tatsächlich: nach zehn Minuten schlummerten sie ein, jeder mit einer kleinen zarten Hand in seiner eigenen…eine kleine, glückliche Familie.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 11:14 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Staffi_94

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 09:54

Kapitel 24

Am nächsten Morgen wurde Tom von einem kleinen Fuß geweckt, der mitten in seinem Gesicht landete. Erschrocken riss er die Augen auf und registrierte, mit einem Mal hellwach, ein leises Kichern. Er schaute nach unten und stellte fest, dass Ben sich im Schlaf gedreht hatte und immer noch selig schlummerte. Das ist ja mal ein tolles Aufwecken, dachte er mürrisch und suchte nach der Urheberin des Kicherns. Als er sie erblickte, begann sein Herz aufs Neue zu rasen und er schmunzelte über sie. Sie war bis zur Nasenspitzte in die Decke eingekuschelt und sah in mit ihren frechen Augen an. „Guten Morgen. Hast du so nett geschlafen, wie du geweckt wurdest?“, flüsterte Anna verschmitzt und sie kicherte erneut, während er ein drohendes Knurren von sich gab. „Ich mag es nicht, so abrupt und unsanft aus meinem Schönheitsschlaf gerissen zu werden, das müsstest du eigentlich wissen.“, raunte er und sie grinste noch breiter. „Den brauchst du doch gar nicht…noch schöner kannst du doch nicht werden“ „Nicht?“ Sie schüttelte den Kopf. „Na, das glaub ich dir jetzt einfach mal“ Anna, Anna. Ärgere nie deinen Mann, das könnte böse für dich enden. Er bemerkte plötzlich, dass sich ihre Hand in seinen Haaren verirrt hatte und sah wieder zu ihr. „Es gibt nichts Schöneres, als dir bei beim Schlafen zuzusehen.“, hauchte sie und beugte sich vorsichtig über Max, um Tom küssen zu können. „Naja, die beiden hier sind doch auch nicht schlecht“, flüsterte er, als die beiden sich wieder voneinander gelöst hatten und deutete auf die Kleinen. Sie zuckten nur mit den Schultern und lächelte. „Und du hast mich tatsächlich die ganze Zeit beobachtet?“, fragte er und wusste nicht, ob es ihm unangenehm sein oder ob er sich glücklich schätzen sollte.

Anna nickte und strich ihm zärtlich über die Wange. Schon seit einer Stunde hatte sie da gelegen und sein entspanntes Gesicht betrachtet. Sie hatte versucht, sich alles genau einzuprägen: die kleinen Fältchen an seinen Augen, die vor drei Jahren noch nicht da gewesen waren, die glatte, rasierte Haut, die widerspenstigen blonden Haare, von denen einige schon einen leichten grauen Schein annahmen. Die Nase, die sich im Profil noch genauso frech von dem Rest des Gesichts abhob, wie damals und zu guter Letzt die Lippen. Diese schönen Lippen, die sie so oft und leidenschaftlich geküsst hatte, die ihren Körper geneckt und die sie auch am letzten Abend wieder so verwöhnt hatten…Anna, du fängst schon wieder damit an. Ihr liegt hier nicht alleine in dem Bett, dachte sie und war darüber in diesem Moment mehr als enttäuscht. Doch sie hatte keine Zeit, um nachzudenken, was sie beide getan hatten, wenn Ben und Max nicht da gewesen wären, denn plötzlich ertönte vom Fußende ein lautstarkes Gähnen. „Ben“, raunte sie vorwurfsvoll und ihr Sohn grinste sie nur an. Er richtete sich langsam auf und rieb sich den Schlaf aus den Augen, während er ein zweites Mal mit offenem Mund gähnte. Den leichten Protest seiner Mutter ignorierend, inspizierte er den Tatort und stellte fest, dass sein Bruder immer noch schlief. Das war eine Tatsache, die er nicht auf sich sitzen alles konnte und so begann er, langsam an seinem Fuß zu kitzeln, was bewirkte, dass Max kurz ausholte und mürrisch vor sich hin murmelte. Ben ging mit seiner Hand weiter, um ihn an der Seite zu piesacken, doch schon wieder wachte sein Bruder nicht auf. Er presste die Lippen aufeinander, riss schließlich den Mund auf und stürzte sich mit einem lautstarken „MAX!!“ auf seinen Bruder, der daraufhin verwirrt die Augen aufschlug und wild durch die Gegend stierte.

Tom beobachtete seinen Sohn genau und begann leise zu glucksen. Du bist aber auch ein fieser kleiner Rabauke, schimpfte er belustigt mit ihm und sah zu Anna, die genau das Gleiche denken musste wie er, denn auch sie schien nicht zu wissen, ob sie laut loslachen, oder ihren Sohn ermahnen und zurechtweisen sollte. Diese Entscheidung nahm ihnen schließlich Max ab, als er verstört und vollkommen orientierungslos aufschaute. Lauthals gröhlten sie los und die Kinder sahen erstaunt zu ihnen, während die beiden die Hand des jeweils anderen ergriffen und versuchten, sich wieder zu beruhigen. Doch ohne Erfolg. Als die beiden auch noch so überrascht schauten, lachten sie noch lauter und intensiver und die beiden schienen zu entscheiden, ob sie mitmachen sollten, oder nicht. Schließlich konnten sie nichtmehr an sich halten und kicherten los, ohne genau zu wissen, über was oder wen sie lachten. „Ihr seid so liebevoll zueinander, das ist echt unglaublich“, gluckste Tom nach langen Minuten ungehalten und wischte sich die ersten Lachtränen aus den Augen. Anna lachte nur noch lauter und sah zu ihrem Mann, der sie aus tränenverschleierten Augen anblickte. Ich fass es einfach nicht, du?, fragte die beiden in Gedanken und schüttelten den Kopf.

Langsam beruhigten sich alle wieder und hielten sich die schmerzenden Seiten. „Oh, so könnt ich jeden Morgen beginnen“, seufzte Tom und sah die beiden an. „Ich glaube, wir haben uns noch gar nicht guten Morgen gesagt“, sagte Anna und öffnete, ebenso wie Tom, auffordernd die Arme. „Guten Morgen“, jubelten die vier und fielen sich glucksend in die Arme. Das nennt man wohl perfektes Familienglück, dachte Tom und entschied, dass er damit für den Rest seines Lebens leben wollte. Ich wär auch schön blöd, wenn ich das wieder aufgeben würde. „Was machen wir heute?“, fragte Anna, als sich alle in den Armen lagen und ruhig und entspannt atmeten. „Also unsere beiden wollten mir heute unbedingt ihren Lieblingsspielplatz zeigen…und den Park…und alle ihre Spielsachen, die wir gestern nicht ausprobieren konnten…Was ist los?“, fragte er irritiert, als Anna bei jedem seiner Worte in sich zusammensackte. „Ich muss heute in die Firma…ich hab Bruno gestern schon im Stich gelassen. Das kann ich nicht nochmal machen“, sagte sie leise und spürte direkt, wie er sich bei der Erwähnung seines Vater verspannte. „Muss das sein?“, fragten die beiden Kleinen synchron und leicht genervt. „Ja, meine Süßen, das muss leider sein. Ihr wisst doch, wie böse euer Opa manchmal werden kann, wenn man nicht das macht, was er möchte.“ Die beiden nickten und schauten leicht besorgt zu ihrer Mama. Ihr beide habt meinen Vater wohl schon ausgiebig beobachten können, dachte Tom bei sich und die heitere, unbeschwerte Stimmung zwischen ihnen war kurzzeitig gedämpft. „Schaaaade“ Anna nickte zärtlich. „Aber dafür habt ihr euren Papa den ganzen Tag für euch alleine“, hauchte sie den beiden in die Ohren und Tom lächelte sie an. Ja, das ist doch was, dachte er und saß eine Weile reglos da.

Plötzlich spürte Tom ein weiches Kissen an der rechten Seite seines Kopfes und wand sich um, um dadurch ebenjenes Kissen erneut ins Gesicht geschleudert zu bekommen. Max hatte entschieden, dass an diesem schönen Morgen, an dem sie mit ihrem Papa aufwachten durften, nicht solch eine böse Stimmung herrschen durfte und hatte sich spontan für eine Kissenschlacht entschieden. „Was tust du?“, fragte Tom ihn gespielt bedrohlich und er drückte ihm abermals ein Kissen ins Gesicht. Ben hat es ihm gleich und schließlich hatte Tom beide Kinder gegen sich. „Das ist nicht fair…Anna hilf mir“, rief Tom, doch sie schüttelte nur frech grinsend den Kopf. „Du hast dir die Suppe eingebrockt, jetzt löffel sie auch wieder aus“, sagte sie, während er mit den Kissen bombardiert wurde. „Aber ich hab doch gar nichts gemacht“, jaulte er und sah sie bittend an, aber sie erhob sich nur und strich ihr Nachthemd glatt. „Irgendwas musst du ja gemacht haben…ich geh jetzt Frühstück machen“, trällerte sie, ging zur Tür und streckte ein letztes Mal die Zunge raus, bevor sie verschwand. Ich krieg dich noch, mein liebes Fräulein, dachte er und wand sich an seine Söhne.“Na wartet“, brummte er und riss beiden die Kissen aus den Händen. Er begann, sie an den Seiten abzukitzeln, sie zu pieken und zu kneifen, was den beiden anscheinend totalen Spaß machte, denn sie quiekten, lachten und wanden sich unter seinen Händen, während sie versuchten, sich zu wehren.
Anna hörte in der Küche jeden Ton dieses Spektakels und lächelte. Ja, Tom. So könnten wir jeden Morgen beginnen.


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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 09:56

Kapitel 25

„Na, warst du wieder nicht erfolgreich?“, fragte Natascha, als ein mehr als griesgrämig dreinschauender Bruno ihr Büro betrat. Er knurrte nur missmutig und schüttelte den Kopf, während er sie mit einem Blick bedachte, der wohl sagen wollte: Wenn ich, der große Bruno Lanford, mich schon mal erbarme, einen Menschen aufzusuchen, dann hat derjenige auch gefälligst da zu sein. Natascha verstand den Blick sofort und lachte los. „Tja, mein Lieber. Er hat wohl nicht darauf gewartet, dass du kommst.“ Bruno sah sie immer noch mürrisch an. „Aber wo ist er? Ich meine, er hat das Hotelzimmer doch sicher nicht umsonst gemietet.“ Natascha rollte die Augen und verzog den Mund. „Mensch Bruno, wo soll dein Sohn wohl sein, he?“, wollte sie wissen, doch er sah sie weiterhin unwissend an. „Och…sie ist klein, blond, süß, Mutter deiner Enkelkinder und obendrein deine beste Designerin.“ Brunos Augen leuchteten auf, als er endlich verstand. Mensch, da hätt ich auch selbst drauf kommen können. „Wie wär´s, wenn du sie heute fragst, wo er ist?“, fragte sie ihn. „Wenn sie überhaupt kommt…gestern hat sie mich ja auch im Stich gelassen.“ Protestierend riss sie den Mund auf, doch Bruno hob abwehrend die Hände und lächelte. „Schon gut, du hast recht. Ich werde sie nachher bitten, mir zu sagen, was Tom macht, zufrieden?“ Natascha grinste triumphierend und lehnte sich zurück. Wär doch gelacht, wenn wir diese Familie nichtmehr zusammen kriegen könnten.

*******************

„Musst du wirklich los?“, fragte Tom und schaute Anna traurig an, als sie ihre Jacke überzog und die restlichen Sachen zusammensuchte. Entschuldigend sah sie ihm in die Augen und lächelte aufmunternd, als er sie so herzzerreißend traurig anblickte. Aha, den Dackelblick haben wir also immer noch drauf, dachte sie bei sich und versank in diesem Blick. „Ich will ja auch nicht gehen, aber es muss sein. Dein Vater hat wohl wieder irgendeine großartige Idee und da kann ich nicht fehlen…er wird mich sowieso noch zusammenstauchen, weil ich nicht da war gestern.“ Tom schnaufte auf und verzog das Gesicht. Der soll sich bloß nicht so aufspielen, dachte er trotzig. „Wann hast du Pause?“ Anna zuckte mit den Schultern. „Ich ruf dich an und dann kannst du mir ja sagen, wo ihr seid, okay? Guck nicht so, Tom“, bat sie ihn gequält und ging auf ihn zu, um ihn zu küssen. Er knurrte nur kurz und rief dann nach den Kindern, damit diese sich von Anna verabschieden konnten. Nachdem Anna auch diesen schweren Abschied, der aus minutenlangem Knuddeln und Küsschen geben bestand, hinter sich gebracht hatte, ging sie auf dir Tür zu und öffnete sie. Kurz drehte sich sie nochmal um und sah zu ihren drei Männern, die in Reih und Glied dastanden und sie sehnsüchtig betrachten…Oh, ihr seid so fies…mir das Weggehen so schwer zu machen, dachte sie wehmütig, rief den dreien noch ein „Tschüss“ entgegen und schloss schließlich die Tür. Ich beeil mich.

Die drei seufzten gleichzeitig und schauten sich dann in die Augen. „Tja, nun ist Mama weg“, stellte Tom fest und sah, wie sich langsam aber sicher ein Lächeln auf beiden Gesichtern ausbreitete. Und auch er konnte sich nichtmehr beherrschen. Oh oh, das kann ja heute niedlich werden. Du, alleine mit zwei kleinen Wirbelwinden…du hast mal wieder total unüberlegt gehandelt, Tom Lanford, schalt er sich, denn er ahnte jetzt schon, dass er am Abend mehr als groggy sein würde. Also wieder nichts mit Leidenschaft und so…
Tom wurde brutal aus seinen Gedanken an Anna gerissen, als er an beiden Händen ergriffen wurde. „Komm Papa. Waschen“, sagte Ben und zog ihn langsam aber sicher ins Badezimmer. „Wollt ihr in die Wanne?“, fragte Tom die beiden und sie nickten. Tom nickte auch und sah an ihnen herab. „Hmm…aber ich glaub, so wird das nichts, oder?“ Die beiden schüttelten den Kopf und grinsten. „Da müssen wir was machen…kommt her“ Beide tappten zu ihm und er begann, sie von den Schlafanzügen zu befreien, während er den Hahn aufdrehte und sich die Badewanne langsam mit Wasser füllte. „Habt ihr ein eigenes Duschbad?“ Die beiden nicken stolz und ergriffen ihre Tube, um sie ihm feierlich zu überreichen. „Hach, na dann…auf in den Badespaß“, sagte Tom hochtrabend, hob jeden einzeln hoch und ließ ihn in der Wanne nieder. Vergnügt begannen sie, mit dem Wasser zu spielen, ohne aber eine riesige Überschwemmung zu veranstalten. „Papa, du musst auch baden“, stellte Ben fest und sah ihn mit schiefergelegten Kopf an. „Pass ich denn da noch mit rein?“, fragte er skeptisch und die beiden nickten eifrig. „Klar“ Lächelnd zog Tom sein Shirt und die Unterhose aus, um sich dann ganz vorsichtig in der großen Wanne niederzulassen. Das ist ja mehr als eng, dachte er und verzog schmerzlich das Gesicht, als ein kleiner Fuß ausversehen in seinem Bauch landete. „Also, mit Mama ist das besser.“, sagte Max und guckte zu seinem Vater auf, der lachte. „Wir kriegen das auch irgendwie hin“ Menschenskinder, wir sind wirklich ein paar Experten, dachte Tom und grinste über sich selbst.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 11:22 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 09:56

Kapitel 26

Lächelnd stieg Anna aus dem Fahrstuhl und wurde direkt von der Hektik des LANFORD-Ateliers begrüßt. Puh, nach zwei Tagen Ruhe von dem Laden merkt man erst wieder, wie unnormal es hier zugeht, dachte sie und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Das alles hier kam ihr so schön vor, wie schon lange nicht mehr und sie wusste auch, warum. Man schaut doch gleich ganz anders in die Welt, wenn man den Menschen an seiner Seite hat, der einen glücklicher macht als alles andere. Am liebsten hätte sie fröhlich vor sich hin gepfiffen, aber sie hielt sich zurück und ging, nachwievor mit einem breiten Grinsen, auf Steffi zu. „Einen wunderschönen guten Tag“, trällerte sie fröhlich und Steffi schaute sie an, als wäre sie eine Fata Morgana. „Hallo Anna. Dir scheint es ja prächtig zu gehen“, stellte die Empfangsdame von LANFORD fest und lächelte. Anna nickte strahlend. „Ich kann mich nicht beklagen. Es ist ein wunderbarer Tag. Aber sag mal, ist in den letzten beiden Tagen irgendwas Wichtiges vorgefallen?“, fragte Anna. „Hmm. Außer, dass Bruno eine neue Vision hat und gestern hier Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hat, weil du nicht da warst…alles okay. Naja, außer“, sagte Steffi und beäugte Anna vorsichtig. Diese hatte mit sowas schon gerechnet und lächelte gelassen. „Außer?“, hakte sie nach. „Es gab gestern eine sehr unschöne Auseinandersetzung mit seinem Sohn“ Annas Lächeln verblasste urplötzlich und sie sah ihren Tom wieder vor sich, wie er verzweifelt auf der kleinen Bank vor dem Friedhof saß. „Ich weiß schon davon. Haben das alle mitbekommen?“, fragte Anna und war unangenehm berührt, auch wenn sie gar nicht direkt betroffen war. Steffi nickte nur. „Wie geht es Tom?“ Sofort leuchteten Annas Augen auf, als sie an die vergangenen Stunden mit ihm dachte. „Es geh ihm gut, danke dir Steffi. Aber sag mal, ist Bruno schon hier?“ Steffi nickte abermals und deutete auf das kleine Schild, auf dem `Bruno is in` stand. Oh ja, da hätt ich auch vorher drauf kommen können. „Dann geh ich jetzt mal zu ihm…“ …und werd ihm die Leviten lesen, dachte sie bestimmt und dreht sich um, um unvermittelt gegen Enrique zu stoßen. „Autsch…tschuldige bitte“, sagten beide gleichzeitig und lachten. „Anna, könnte ich dich sprechen? Nur fünf Minuten, bitte“ Anna neigte ein wenig unwillig den Kopf. „Ich wollte eigentlich mit Bruno reden“ Doch Enrique sah sie so herzzerreißend bittend an, dass sie ergeben nickte. Männer, ehrlich. Könnt euren Willen auch nur durchsetzen, indem ihr uns Frauen schöne Augen macht, meckerte sie im Stillen und folgte ihm in sein Büro.

*******************

„Papa, such was aus“, forderte Max und schleifte Tom vor den kleinen Kleiderschrank, in dem seine und Bens Sachen lagen. Ich? Der, der von Mode so keinen blassen Schimmer hat?, fragte er im Stillen und gab ein undefinierbares „Hmm“ von sich. „Ich soll was aussuchen? Aber das hätte eure Mama doch viel besser gekonnt“ Sie schüttelten beide den Kopf und sahen ihn an, als wollten sie sagen: Du schaffst das schon. Durch diesen Blick wurde Tom klar, dass dies eine neue Aufgabe im großen `Papa-Test` war. Okay, dann wird ich mir mal Mühe geben, um die beiden nicht zu enttäuschen. „Also die gleichen Sachen zieht ihr schon mal nicht an…sonst kann ich euch ja gar nicht unterscheiden“ Mürrisch verzogen Max und Ben die Gesichter und sahen ihn strafend an. „Alle können uns unterscheiden, auch mit gleichen Sachen“ Tom grinste und fischte die erste Hose raus, die er für Max vorgesehen hatte. „Ja, die Anderen sind ja auch nicht ich…und ich bin anders“, sagte Tom verschmitzt und die Kinder guckten verwirrt zu ihm. Tom lachte leise. „Ich weiß doch, dass du Ben“, er zeigte auf ebenjenen, „und du Max bist. Aber ich mag das Gesetz nicht, dass Zwillinge immer das Gleiche tragen müssen. So, hier, zieht euch das an.“, bat er sie schließlich und hielt ihnen die Sachen hin. Unschlüssig sahen sie auf die Klamotten in ihren Händen und dann wieder zu ihm. „Soll ich euch auch noch anziehen?“, fragte Tom gespielt genervt und die beiden nickten grinsend. „Also schön“ Er begann, jeden einzeln anzuziehen und bemerkte belustigt, wie sie ihn die ganze Zeit beäugten und sich ab und zu zunickten, nach dem Motto: Joa, das kann er auch. Guter Mann! Tom grinste wieder vor sich hin.
Etwas umständlich erhob er sich schließlich und machte sich daran, seinen eigenen Pullover anzuziehen. „Das ist der von gestern. Du musst was Neues anziehen“, stellte Ben fest und sah ihn auffordernd an. Tom zuckte entschuldigend die Schultern und sah zu ihnen herunter. „Ich hab aber nichts Neues da“, erklärte er ihnen und zog sich das Oberteil über. „Und wo hast du was Neues?“, fragten sie neugierig. „Da, wo meine Sachen sind. Im Hotel, da wohn ich gerade.“ Beide schüttelten eilig den Kopf und sahen sich an. „Papa wohnt bei uns.“, sagten sie und forderten ihn damit indirekt auf, seine Sachen schnellstmöglich zu holen. „Wir reden heute mit Mama darüber, okay?“ Eigentlich gibt´s ja nicht viel zu bereden. Ich bin ja hier sowieso schon so gut wie zu Hause, dachte er und fühlte sich einmal mehr wohl.

Tom wurde aus seinen Gedanken gerissen, als es plötzlich klingelte. Die drei sahen sich an und stürmten laut kichernd zur Tür. Tom machte diese schließlich auf und sah verblüfft zu den beiden Männern, die vor seinen Augen erschienen. „Hallöchen Anna.“, trällerte Virgin drauf los, doch als er sah, wer da vor ihm stand, riss er die Augen auf und griff nach der Hand des jungen Mannes, der neben ihm stand und Tom neugierig betrachtete. „Oh Gott, das glaub ich nicht“ Virgin war total aufgeregt und fächerte sich mit der Hand eilig Luft zu, während er vor sich hin hechelte. Besorgt sah ihn der junge Mann an. „Was ist denn, Schatz? Wer ist das da?“, fragte er ganz leise und hörte aus der anderen Richtung ein amüsiertes Lachen. „Ich bin Tom Lanford. Und wer sind Sie, wenn ich fragen darf?“, fragte Tom ganz gelassen und hielt ihm die Hand hin, die er mit offenem Mund ergriff und sie schüttelte. „Xaver Schumann“ „Angenehm. Ja, Virgin, ich bin es wirklich. Live und in Farbe. Und ich würde mich sehr über eine angemessene Begrüßung freuen, da du ja mich, deinen kleinen Tommilein, schon so lange nichtmehr gesehen hast.“, wand Tom sich frech grinsend an Virgin, der ihn immer noch unschlüssig ansah. Doch plötzlich strahlte er und warf sich Tom um den Hals. „Hallo“, quietschte er und löste sich von ihm, um sich danach in die Hocke zu begeben und die beiden Kleinen zu begrüßen, die die Erwachsenen stumm und wahnsinnig interessiert betrachtet hatten. „Wollt ihr nicht reinkommen?“, fragte Tom und blickte dem offensichtlichen Lebensgefährten von Virgin in die Augen. „Ja, gern“, sagte dieser und schob seinen mehr als aufgeregten Freund in die Wohnung der Lanfords.

*******************

„So, Enrique. Was möchtest du von mir?“, fragte Anna etwas ungeduldig und setzte sich auf den Stuhl, den er ihr anbot. Er ließ sich auf den anderen Stuhl ihr genau gegenüber nieder und räusperte sich. „Wie geht es Tom? Nach der Geschichte mit seinem Vater?“ Ach ja, das hat hier ja schon die Runde gemacht. „Es geht ihm wieder gut. Paule und ich haben es geschafft, ihn etwas aufzubauen“, antwortete Anna freundlich und sah ihn erneut an. „Und wo ist er jetzt? Sein Handy ist im Moment aus und ich kann auch bei dem Hotel nichts erreichen“ Anna lächelte und ihre Augen bekamen einen ganz besonderen Glanz. „Er war die ganze Nacht bei uns“, sagte sie schwärmerisch und Enrique grinste in sich hinein. Es ist also immer noch hoffnungslos bei dir. „Dann hat das mit den Kindern gut geklappt? Das war ja seine größte Sorge.“ Anna nickte und schmunzelte ihn an. „Ja, Papa ist ganz toll und wird jetzt für den ganzen Tag beansprucht zum Spielen, Toben, Blödsinn machen…“ Er kann einem echt leidtun, dachten beide, denn sie wussten, wie fertig man nach einem intensiven Spieltag mit Ben und Max war. „Na Gott sei Dank. Und das mit Bruno wird sich auch wieder einrenken…wenn ich den alten Herrn so betrachte, sehe ich ihn schon die ganze Zeit ziemlich bedröppelt und mit einem großen Schild auf Stirn, mit der Aufschrift: ´MEGAGROSSES SCHLECHTES GEWISSEN` durch die Gegend spazieren.“ Na, das ist auch richtig so. „Hah, das macht ja mein Vorhaben, ihn auf den rechten Weg zu bringen, um ein Vielfaches einfacher.“, stellte Anna zufrieden fest und erhob sich schließlich. „Sonst noch was?“, fragte sie und er nickte bedrückt, während er aufstand und zu ihr kam. „Ich möchte mich bei dir entschuldigen, Anna“, sagte er währenddessen und blieb schließlich vor ihr stehen. Anna sah ihn total verwundert und fragend an. „Wofür denn?“, wollte sie ahnungslos und verwirrt wissen. „Dafür, dass ich die ganze Zeit Kontakt hatte zu Tom und dir nicht ein Sterbenswörtchen gesagt habe.“ Endlich verstand Anna und schüttelte schnell den Kopf. Sie überlegte kurz und zog ihn dann in eine freundschaftliche Umarmung. „Du brauchst dich nicht entschuldigen. Das war genau richtig, dass du mit ihm gesprochen hast und von uns erzählt hast. Das hat ihm viel Mut gegeben.“, sagte sie und die beiden lösten sich voneinander. „Du bist uns wirklich ein wunderbarer Freund, Enrique. Und dafür muss ich mich bei dir bedanken“ Verlegen sah er sie an. „Das hat Tom auch schon und ich kann dir nur das Gleiche sagen, wie ihm: Wozu sind Freunde sonst da?“ Die beiden nickten sich zu und lösten sich voneinander. „So und jetzt geh zu Bruno und geb ihm den letzten Schubs“, forderte Enrique lächelnd und sie straffte die Schultern. „Ja, das mach ich.“ Anna griff nach ihrer Tasche und ging zu Tür, als Enrique sie nochmal zurückpfiff.

Fragend drehte sie sich um. „Darf ich dir eine sehr persönliche Frage stellen?“ Sie nickte. Nur zu. „Seid ihr beide wieder zusammen?“ Anna grinste und erinnerte sich an den vergangenen Abend, der ihr wieder ein warmes Gefühl durch den Körper jagen ließ. „Du meinst…so mit allem drum und dran?“, fragte sie und sah belustigt, dass Enrique rot anlief und nickte. „Naja, so fast….frag deinen besten Freund, was ich damit meine. Ich muss jetzt wirklich los“, sagte sie lachend, als er sie mit einem großen Fragezeichen im Gesicht anschaute. Die Tür ging hinter ihr ins Schloss und er ließ sich auf seinem Schreibtischstuhl nieder. Das klingt ja interessant…oh Tom, warum musst du ausgerechnet jetzt dein blödes Handy aus haben, fluchte er im Stillen vor sich hin.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 11:28 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 09:57

Kapitel 27

Schon seit einiger Zeit saß Tom mit den beiden Männern im Wohnzimmer und unterhielt sich mit ihnen. Die Kinder hatte er zum Spielen geschickt und sie hatten brav zugestimmt, was ihn im ersten Moment total überrascht hatte, denn er hatte großen Widerstand erwartet und sich schon vorbereitet…doch nichts. Ihr habt wohl gemerkt, dass dies hier wichtig ist…Mensch, was hab ich nur für intelligente Kinder, dachte er und war stolz wie Bolle. Er grinste vor sich hin und erhielt daraufhin einen etwas dümmlichen Blick von Virgin. „An was denkst du?“, wollte er neugierig wissen. „Och, nur daran, dass ich mich bald auf den Weg in eine Schlangengrube mache…meine Kinder wollen mit mir spielen gehen…und ich bekomm von Minute zu Minute mehr S.chiss“ Xaver lachte laut auf und Tom sah ihn verwundert an. Es war ihm sofort aufgefallen, was für eine schöne tiefe Männerstimme der Kerl hatte, doch das Lachen war einzigartig. Wow, mit dem Lachen kannst du jedes Frauenherz zum Schmelzen bringen…dumm nur, dass du schwul bist, dachte er und betrachtete den Mann, der seinem Lebensgefährten so gar nicht ähnlich war. Er hatte schwarze Haare, braune Augen, war sehr trainiert und vor allem: er trug ganz normale Sachen, die auch Tom sich ohne zu zögern übergezogen hätte. Und Xaver wirkte sehr ruhig, entspannt und ausgeglichen. Also alles das, was du nicht bist, Jürgen Hilgendiek…Gegensätze ziehen sich wohl wirklich an. „Oh ja, spielen gehen mit Ben und Max…das kann heiter werden. Aber ich könnte dich noch begleiten…es dauert noch drei Stunden, bis ich im Theater sein muss und Virgin muss jetzt in die Firma“ Tom hatte erfahren, dass Xaver Theaterschauspieler war und das fand er mehr als interessant…Ja, da könnte ich dich ja noch ein bisschen besser kennen lernen…ich muss doch wissen, ob wir dir wirklich unseren kleinen Virgin anvertrauen können. „Ja, das wäre sehr nett von dir…BEN, MAX. Wir wollen jetzt losgehen“, rief er nach hinten und die beiden kamen begeistert angerannt. „Ich komm noch eine Weile mit euch mit, ist das okay?“, fragte Xaver sie und die beiden nickten eifrig. „Und du?“ Die Kleinen wandten sich an Virgin, doch der schüttelte bedauernd den Kopf. „Ich muss arbeiten“, sagte er. Gott sei Dank, sonst würde ich mir meine wunderbaren Sachen noch mit Moder und Dreck dreckig machen, fügte er in Gedanken hinzu. „Arbeiten..Hmm“, brummten die Kinder und es war offensichtlich, wie unnötig sie das Wort „Arbeiten“ fanden.

Endlich hatte ihr Papa es geschafft, ihnen und sich selbst die Jacken anzuziehen und so konnte der Spaß endlich losgehen. Sie rannten zur Wohnungstür und warteten ungeduldig auf die drei Männer, die ihnen ganz entspannt folgten. „So, los geht´s“, sagte Tom draußen und die Kleinen rannten mit Xaver im Schlepptau los. Virgin blieb kurz bei Tom und dieser sah ihn fragend an. „Brüno vermisst dich, Tom. Und er liebt dich wirklich über alles. Vergiss das nie, egal, wie böse er mit dir gesprochen hat“, sagte Virgin ungewohnt ernst. Tom schluckte. Was ihr so alles von meinem Vater wisst…naja. „Du Virgin, was wolltet ihr eigentlich?“, fragte er, als sie sich in Bewegung setzten und Virgin lächelte. „Ich wollte mit Anna sprechen…aber da die ja in der Firma ist, muss ich das da machen….und jetzt komm endlich“, forderte Virgin und zog ihn nach draußen, wo die drei auf sie warteten.

*********************

Forsch klopfte Anna an der Tür von Nataschas Büro und wurde sofort herein gerufen. „Guten Tag, ihr beiden“, sagte sie nur und fixierte ihren Schwiegervater, der ihren Gruß erwiderte und sie bedröppelt betrachtete. Haha, das schlechte Gewissen steht dir wirklich ins Gesicht geschrieben. „Ich hab gehört, du wolltest gestern mit mir sprechen. Du, es tut mir wirklich leid, dass ich nicht da war, aber ich musste mich um eine sehr wichtige private Sache…oder besser gesagt, um einen sehr geliebten Menschen kümmern, dem ging es nämlich gestern sehr schlecht…ich hoffe, du kannst damit umgehen?“ Bruno sah sie an und nickte nur. „Was ich von der ganzen Sache halte, kannst du dir ja denken. Darum will ich da auch nicht weiter drauf rumreiten. Ich will nur wissen, was du jetzt vorhast, Bruno“ Auffordernd sah sie ihn an und er glotzte nur überrascht. So schnippisch hast du ja noch nie mit mir geredet, dachte er und unter anderen Umständen hätte er sich wahrscheinlich darüber geärgert…aber es waren nun einmal diese Umstände. „Ich möchte mich bei Tom entschuldigen…wirklich entschuldigen“, fügte er hinzu, als Anna ihn skeptisch betrachtete. „Aha…und wie willst du das anstellen?", fragte sie und er sah sie unwillig an. "Na mit Worten, wie denn sonst?" Veräppel mich nicht, sonst fahr ich doch noch zur Höchstform auf….und glaube mir, dass willst du nicht, Bruno Lanford.

„Das ist mir klar…wann willst du dich entschuldigen und mit welchen Worten…wirst du ihn ausreden lassen? Wird er dir alles von sich und seiner Zeit erzählen können, ohne dass du ihm ins Wort fällst oder ihn erneut nieder machst?“, fragte Anna schnippisch und sah ihm von unten tief in die Augen. Mensch, dass hab ich ja noch nie gesehen, dass deine Augen solche Blitze ausspeien können…jetzt weiß ich, wovon Tom damals immer geredet hat. „Am liebsten würde ich jetzt gleich zu ihm gehen…und mich aus vollem Herzen entschuldigen, Anna. Es tut mir unendlich leid, was ich ihm da gesagt habe“ Damit legte er seine aktuelle Gefühlswelt offen und ehrlich dar…etwas, was ihm unendlich schwer fiel, aber er musste es tun. „Und ich möchte ihm zuhören…ich will doch wissen, was er in all der Zeit gemacht hat. Er ist doch mein Sohn“ Ja, der gestern noch für dich gestorben war, dachte Anna grimmig. „Tom war bei mir zu Hause, als ich los ging. Er möchte heute einen großen Papa-Tag machen. Wo er jetzt ist, kann ich dir nicht sagen, aber ich kann ihn anrufen“, bot sie an und er nickte dankbar. Sie wählte Toms Nummer und stellte fest, dass er nicht erreichbar war. Ach ja, das hat Enrique vorhin ja schon gesagt. „Er ist nicht zu erreichen…tja, dann musst du wohl zuerst zu uns nach Hause gehen“, sagte sie und lächelte ihn süßlich an. Och Mensch, jetzt muss ich ihm schon wieder hinterher rennen, ohne genau zu wissen, wo er ist. „Ja, das muss ich dann wohl. Aber wir beide müssen trotzdem noch über die neue Kollektion…“ “Ja ja, das machen wir. Klär du das erst mal mit deinem Sohn…und ich warne ich“ Sie sah ihn mit erhobenen Zeigefinger an. Wenn du ihn noch einmal verletzt, dann wird nicht nur Paule zur rasenden Wildsau, sondern ich auch…und das kann nur böse für dich enden. Bruno verstand diesen Blick und nickte ergeben. „Ich habe es verstanden, meine Damen. Darf ich jetzt gehen?“, fragte er leicht genervt und die Frauen nickten. „Na endlich“ Sofort verschwand er aus dem Zimmer und beide Frauen sahen sich an…Na siehste, geht doch, dachten sie und nickten sich lächelnd zu.

Bruno erreichte den Fahrstuhl und wartete ungeduldig, dass das blöde Ding endlich kam. „Frau Hauschke, ich bin für die nächsten Stunden nicht hier“, rief er Steffi zu, die nickte und das Schild am Empfang umstellte. Als der Fahrstuhl aufging, kam ihm sein quietschbunter und über alle Maßen geschätzter Assistent entgegen. „Hallo Brüno“, sagte er, immer noch mit der alten Begeisterung im Gesicht, sobald er seinen großen Meister sah. „Ich muss weg, Virgin“, sagte Bruno und schob sich an ihm vorbei. „Ich war grad bei Tom“, quiekte Virgin und sein Chef sah ihn sofort interessiert an. „Bei Tom. Wo ist er?“, fragte er und drückte auf den Knopf, der ihn nach unten führen würde. „Auf dem Lieblingsspielplatz von den Jungs“, rief Virgin ihm noch zu und schon waren die Türen geschlossen. Hah, da seid ihr also…dann muss ich also nicht wieder halb Berlin absuchen, um dich dann doch nicht zu finden, dachte er erleichtert und lehnte sich an die Fahrstuhlwand.

*********************

Tom brauchte eine kleine Verschnaufpause. Seine Kinder hatten es doch tatsächlich geschafft, ihn schon nach einer halben Stunde fertig zu machen. Ich bin fix und foxi…und ich werd langsam alt, dachte er und hielt sich die schmerzenden Seiten. Himmel hilf, Kinder zu haben ist ja wirklich mehr als anstrengend…aber auch wunderschön, dachte er und beobachtete bewundernd, wie der etwas jüngere Xaver mit den beiden herumtollte und Spaß mit ihnen hatte. Du gefällst mir, dachte er und grinste. Er hatte sich während der ganzen Zeit hierher mit ihm unterhalten…und sich prächtig amüsiert. Der Kerl hatte solch eine wunderbare Art, Geschichten zu erzählen…besonders über Virgin…dass Tom sich beinahe vor Lachen gekrümmt hätte. Da hast du dir wirklich einen guten Partnern an Land gezogen.
Gedankenverloren griff er nach seinem Handy, das sich in seiner Hosentasche befand, um zu schauen, ob Anna sich vielleicht schon gemeldet hatte. Ups aus…na das macht das verabreden aber sehr schwierig, dachte er mürrisch und steckte das Mobiltelefon wieder zurück. Noch zwei kleine Minütchen, dachte Tom und schloss kurz die Augen, was nur bewirkte, dass Anna vor seinem geistigen Auge erschien. Ich kann nur an dich denken, ging es ihm durch den Kopf und er genoss diese wunderbaren Bilder, die sich vor ihm abspielten. Was für ein Genuss…

Plötzlich hörte Tom ein leises Räuspern und er schlug verwundert die Augen auf. Verwirrt drehte er seinen Kopf und erstarrte, als er den Urheber dieses Räusperns ausmachte. „Hallo Tom“, sagte sein Vater und schaute ihm direkt in die Augen. Was machst du denn hier? Vollkommen perplex starrte er den Mann an und nach einiger Zeit fragte Bruno: „Kann ich mit dir reden…wegen gestern?“


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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 09:57

Kapitel 28

Noch immer völlig perplex nickte Tom und sah seinem Vater in die Augen. Was jetzt wohl kommen wird? „Darf ich mich zu dir setzen?“, fragte Bruno beinahe schüchtern und sein Sohn nickte mechanisch. Tief atmete Bruno Lanford durch und sah in die Augen seines Sohnes, die ihn immer noch ungläubig betrachteten. „Wie geht es dir?“, fragte er und wollte damit ganz unverfänglich ein Gespräch beginnen. Doofe Frage, aber es ist ein Anfang. „Äh, was? Wie es mir geht…weiß ich jetzt nicht“, stammelte Tom und ohrfeigte sich innerlich selbst. Kannst du nicht normal sprechen oder was? Bruno musste sich ein breites Grinsen verkneifen, als er in dem Blick seines Sohnes sah, dass dieser grade mit sich selbst schimpfte. „Ich weiß auch nicht, wie es mir geht“ Skeptisch sah Tom zu ihm. „Nein?…Was möchtest du, Bruno?“, kam Tom endlich zur Sache, denn er hielt diese Spannung nicht mehr aus. Dieser zuckte zusammen, als er mit seinem Vornamen und nicht mit „Papa“ angesprochen wurde. Tja, das hab ich wohl nach gestern verdient. „Ich möchte mit dir sprechen…und mich für mein Verhalten gestern entschuldigen“ Bittend sah er Tom an und hoffte, dass dieser ihn einfach in den Arm nahm und ihm sagte, dass alles wieder gut war. Doch Tom nickte nur kurz. „Ja, das war gestern…eine Erfahrung…die ich keinem Menschen wünsche“, sagte er neutral und nüchtern, doch Bruno spürte sofort den tiefen Schmerz, der hinter diesen Worten stand. Er bemerkte, dass Tom in die Ferne blickte und lächelte. Bruno folgte diesem Blick und sah seine Enkelkinder, die mit Virgins Lebensgefährten spielten und lachten. „Ich werde zu euch niemals sowas sagen“, murmelte Tom und eigentlich sollten diese Worte für ihn selbst bestimmt sein, doch sein Vater verstand ihn und ihm drehte sich der Magen um, während er verzweifelt versuchte, die aufkommenden und verräterischen Tränen zurück zu drängen. Was hab ich nur angerichtet?

Abrupt hob Tom den Kopf und sah wieder zu seinem Vater, der ihn wie paralysiert ansah. „Ich nehme deine Entschuldigung an, Bruno. Was möchtest du noch?“, fragte er, als ginge es um ein schnödes Bankgeschäft. „Du wolltest gestern mit mir reden…“ „Aber jetzt will ich nicht mehr…ich muss mich um meine Kinder kümmern“ Damit erhob er sich und wollte gehen, doch Bruno packte ihn am Arm und sah zu ihm auf. „Bitte, Tom. Rede mit mir…so kann das doch nicht mit uns weitergehen“, flehte Bruno und die eben noch zurückgehaltenen Tränen bahnten sich ihren Weg über seine Wangen. Tom sah ihn bestürzt an…er hatte seinen Vater ganz selten weinen gesehen…und wenn, dann war Bruno unglaublich verzweifelt und ängstlich gewesen. Komm, gib dir einen Ruck…du willst es doch auch, sprach das süße kleine Engelchen auf seiner linken Schulter mit ihm. Aber er hat eine Strafe verdient, protestierte das Teufelchen auf der anderen Seite. Aber wir können nicht Gleiches mit Gleichem vergelten…das machen wir nicht, erklang die süße Stimme des Engelchen. Er muss aber endlich mal wissen, wo der Hammer hängt…sonst erlaubt der sich immer wieder solche Chosen. „Schluss jetzt“, ging Tom zwischen das Chaos in seinem Kopf und sein Vater schaute ihn total verdattert an. Tom sah diesen Blick und konnte sich leider ein Grinsen nicht verkneifen. Kurz schloss er die Augen und sah Anna vor sich, die bestätigend lächelte und den Kopf neigte. „Okay, wir reden…worüber reden wir?“, fragte Tom nach einigen Momenten und setzte sich wieder hin. „Über alles, was du in den letzten Jahren gemacht hast…vor allem, was es mit dem Brief auf sich hat“ Tom nickte, atmete tief durch und begann schließlich zu erzählen…den Blick die ganze Zeit auf seine Kinder gerichtet, die gerade schaukelten und von Xaver angeschubst wurden.

********************

Sie wusste nicht, was hier passierte. Es hatte doch immer alles so geklappt, wie sie es wollte. Mit manchen Umwegen vielleicht, aber am Ende hatte sie ihr Ziel immer erreichen können. Doch seit einigen Wochen hatte sich alles verändert. Ihr Vater hatte sie aus der Firma gezogen…weil er ihr schon wieder nichts zutraute…sie hasste ihn so sehr, weil er ihr alles nahm, was ihr wichtig war. Sie durfte gar nichts mehr…nur in dieser b.eschissenen Villa hocken und sich bedienen lassen. Sicher, in der ersten Zeit war das sehr angenehm gewesen, doch mittlerweile fühlte sie sich wieder einmal in ihrem Leben fremdbestimmt und herum geschubst…ein Zustand, der auf Dauer nicht gut gehen konnte.

Fremdbestimmt sein…das hatte sie durch ihre Liebe zu Tom erleben müssen. Tom, dachte sie und es legte sich ein zärtliches Lächeln auf ihr Gesicht. Sie liebte ihn immer noch. Aus tiefsten Herzen, mit allen Gefühlen, die sie aufbringen konnte. Doch er hatte immer nur Augen für andere W.eiber gehabt. Erst für Fanni, der sie es zu verdanken hatte, dass er sie einfach links liegen gelassen hatte. Und dann kam die Broda…diese kleine miese Ratte mit dem süßen Engelsgesicht, die ihr Tom von Anfang an ausspannen wollte…und das auch noch mit Erfolg. Er hatte sie verlassen, keine ihrer Worte in sich aufgenommen…und dafür hatte sie immer Rache gewollt. Sicher, hätte er sie um Verzeihung gebeten und ihr gesagt, dass er sie liebte und sie heiraten wollte, hätte sie ihm alle seine Taten verziehen und ihn bei sich aufgenommen. Ich liebe dich doch…ich liebe dich. Sie hatte es geschafft, dass er von dieser Anna weg musste. Doch vorher musste er ihr natürlich noch zwei Bälger reinschieben. Das müssten meine Kinder sein…MEINE Kinder. Dieses kleine Miststück hatte ihr auch in den drei Jahren immer wieder die große Anerkennung in der Firma genommen. „Anna hier, Anna da…ich hasse sie“ Und jetzt war Tom wieder da…einfach so wieder da…und sie hatte keine Ahnung, was er herausgefunden hatte. Ich hoffe, du warst ohne Erfolg. Natürlich war er gleich wieder zu Anna gelaufen. Du hast einfach nichts gelernt…du glaubst doch nicht, dass ich das heute zulasse…du gehörst mir… MIR!

Viel konnte er nicht herausgefunden haben, denn der wichtigste Zeuge war tot…und auch das war ihr Verdienst gewesen. Du hast doch nicht etwa gedacht, dass ich diese kleine Tatsache vergesse und dich weiter am Leben lasse?, sprach sie David in Gedanken an. David Darcy…ein Mensch, den sie benutzt hatte. Er hatte viel Macht gehabt, hatte ihr viel gezeigt…und am Ende war genau das sein Verhängnis gewesen. Tja, auch du hattest mich unterschätzt. Sie griff nach ihrer Geldbörse und holte ein Bild heraus, das sie und Tom bei ihrer Verlobung zeigte. Das war alles nur für dich…und ich werde dich kriegen…egal, wie lange ich noch auf dich warten muss.

Sie lächelte selig und schrak schließlich auf, als ihr Handy vibrierte. Eine SMS. „Unbekannte Nummer?“, murmelte sie und öffnete die Nachricht…sie stockte…ihr fielen fast die Augen aus…nein, das konnte nicht sein…das war nicht möglich.

*******************

Geschockt starrte Bruno seinen Sohn an. Er hatte ihm alles erzählt. Alles, was er gemacht und geschafft hatte. Er hatte ihre Familie, ihre Firma, ihr gemeinsames Leben gerettet. Und er, der größte Schwachkopf der Welt, hatte ihm solche bösen und unverzeihlichen Worte an den Kopf geworfen. Ich hab es nicht verdient, dass er hier mit mir sitzt…ich bin so ein… Er fand keine Worte für das, was er in sich selbst sah. „Glaubst du mir?“, hauchte Tom und sah ihn flehend an. Dieser Blick ließ Bruno erschaudern. „Aber natürlich…natürlich glaube ich dir…oh Gott, Tom“ Bruno konnte sich nichtmehr zurück halten. „Es tut mir leid. Es tut mir so schrecklich leid, was ich da gestern gesagt habe. Das war so schäbig und unangebracht…und es entspricht rein gar nicht der Wahrheit“ Tränen flossen über die Gesichter der beiden. “Ich liebe dich, Tom. Mehr als alles und jeden anderen. Ich kann nicht ohne dich leben…du bist doch mein Kind“ Gerührt sah Tom zu ihm und schließlich brachen alle Dämme. Er breitete die Arme aus und Sekunden später lagen sich Vater und Sohn in den Armen und drückten sich fest an den jeweils anderen. „Verzeihst du mir?“, flüsterte Bruno in das Ohr seines Sohnes und der nickte. Der größte Stein, der sich je auf seinem Herzen befunden hatte, fiel von diesem ab und er spürte eine Erleichterung in sich, die ihn nach drei Jahren endlich wieder frei atmen ließ. „Und verzeihst du mir, dass ich damals, ohne was zu sagen, abgehauen bin?“ „Aber natürlich Tom. Natürlich. Darüber brauchen wir doch gar nicht zu sprechen.“ Sie saßen weiterhin so da und alles andere wurde unwichtig. „Ich bin ja so froh…so glücklich“ Toms Stimme klang tränenerstickt und auch Bruno war wieder kurz davor, in Tränen auszubrechen. „Ich auch, mein Junge. Ich auch“

Schniefend lösten sie sich schließlich voneinander und sahen sich an. Und plötzlich zuckten Toms Mundwinkel, bis er begann, schallend zu lachen. „Was ist?“, fragte Bruno und fand dieses Verhalten sehr deplatziert. „Der große Bruno Lanford sitzt hier neben mir, wie ein Häuflein Elend…das hätte ich nie gedacht, dass ich das mal erleben darf…entschuldige bitte“, sagte Tom und wurde langsam wieder ernst, als sein Vater ihn bedrohlich anbrummte. Er hob ergeben die Hände und Bruno konnte nicht anders, als mit ihm zu grinsen. „Du hast eben übrigens auch nicht anders ausgesehen“ Tom zuckte mit den Schultern. „Wir sind eben Vater und Sohn“
Plötzlich ertönte ein Piepen, das sie beide aus der harmonischen Stimmung riss. Verwundert griff Tom und seine Hosentasche und stellte fest, dass sich ein Handy darin befand. Hab ich das immer noch überall mit? Man, die Gewohnheit macht aber auch Sachen mit einem. „Was ist das für ein Handy?“ „Das ist das Telefon, das ich immer dabei hatte, wenn David sich bei mir melden wollte…und er hat mir grad eine Nachricht geschrieben“ Er öffnete die SMS und las nur ein paar Worte.

Es ist vollbracht. Das Spiel beginnt.

„Es geht los, Bruno. Der Kampf gegen Carla beginnt“ Ernst sahen sie sich an und wurden durch ein stürmisches „OPA“ aus ihren Gedanken gerissen. Lachend nahm Bruno seine Enkel in die Arme. „Kommt, spielt mit uns“, forderten sie und schafften es, für einige Zeit die Gedanken an Carla und David nach hinten zu drängen…aber sie konnten sie nicht vergessen machen.


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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 09:58

Kapitel 29

Unruhig lief Anna in ihrem Büro herum. Hoffentlich geht da alles gut…es muss einfach! Es war zum Verrücktwerden. Tom war nicht erreichbar und ihr verehrter Herr Schwiegervater war sich zu fein, um ein Handy an sein kostbares und überempfindliches Ohr zu halten, geschweige denn eines zu besitzen. Oh Männer, auf rein gar nichts ist Verlass, schimpfte sie und setzte sich an den Tisch, um vielleicht doch noch was zu schaffen, doch nach ein paar Minuten des „Auf-das-Blatt-Starren“ warf sie entnervt den Stift bei Seite und griff nach dem Handy, um wieder einmal Toms Nummer zu wählen. Sie ahnte, dass es zwecklos war, aber man konnte ja nie wissen. Wunder gibt es immer wieder…aber in diesem Falle natürlich nicht. Es ist einfach unfair, eine mehr als neugierige Frau so im Stich zu lassen, seufzte sie innerlich und stieß einen derben Fluch aus. Menno!!

Plötzlich klingelte ihr Handy und wie von der Tarantel gestochen ergriff sie es und nahm den Anruf an. „Tom?“, fragte sie aufgeregt und wurde enttäuscht. „Nein, hier ist nicht Tom. Hier ist Mama“ Sie ließ sich auf dem Stuhl zurücksinken und verzog das Gesicht. So gern ich deine Stimme höre, Mama. Aber bitte nicht jetzt, flehte sie und schloss die Augen. „Mama, du bist´s. Was gibt es denn?“, wollte sie betont freundlich wissen und ihr fiel schlagartig ein, in welcher Situation sie ihrer Mutter das letzte Mal begegnet war. Okay, alles klar. Mach dich auf was gefasst…vielleicht hast du ja Glück und sie zieht dich nicht durchs Telefon. Sie kannte Susanne natürlich sehr gut und wusste, was für eine friedliebende Person sie war. Sie zettelte nie einen Streit an oder wurde böse…außer, sie war tief enttäuscht und verletzt. Und Anna glaubte, dass sie dies mit ihrer gestrigen Aktion erreicht hatte. „Ich möchte gerne mit dir reden. Wegen gestern bei euch“, sagte Susanne und wirkte sehr ruhig und rein gar nicht böse. „Mama, da gibt es nicht viel zu reden. Ich habe meine Meinung bis heute nicht geändert. Und deinem Mann kannst du sagen, dass er erst wieder bei mir auftauchen braucht, wenn er seine Meinung geändert hat und sich bei Tom entschuldigt“ Anna war stur und verbissen, das wusste Susanne nur zu gut. Und sie wusste auch, dass ihre Tochter recht hatte. „Aber ich möchte trotzdem gerne mit dir reden…bitte Anna, komm doch in die Else. Papa ist grad nicht da und hier ist nicht viel los. Oder bist du auch böse auf mich?“, fragte Susanne ängstlich und Anna spürte einen unerwarteten Stich in der Brust. „Nein Mama, natürlich nicht…Naja, okay. Ich mach mich gleich auf den Weg zu dir. Bis gleich“, gab Anna schließlich gegen ihren Willen klein bei und legte, nachdem Susanne sich bedankt hatte, auf. Naja, was solls? Bruno kam sowieso nicht so schnell wieder und sie musste das mit ihrer Mutter klären, bevor diese noch auf falsche Gedanken kam. Eilig verließ sie ihr Büro und LANFORD, um sich auf den Weg zum elterlichen Restaurant zu machen.

*********************

„So meine Lieben, ich muss jetzt los. Die Arbeit ruft“, sagte Xaver bedauernd und breitete die Arme für Ben und Max aus, die sich traurig an ihn drückten. „Arbeit...immer Arbeit“, murrten sie und Xaver lachte, nachdem sie sich wieder von ihm gelöst hatten und sah zu den beiden Männer, die mit allerlei Köstlichkeiten auf sie zukamen und lächelten. „Du musst wirklich schon los?“, fragte Tom enttäuscht und sein Gegenüber nickte. „Ja, leider. Tut mir leid, dass ich euch mit den zwei Frechdachsen alleine lassen muss“, grinste er und erhielt gleich darauf einen Schlag in die Seite. „Aua, Mensch, das macht man doch nicht.“, empörte er sich kurz und sah wieder zu den Erwachsenen. „So…macht´s gut“, verabschiedete er sich, umarmte Tom kurz, gab Bruno die Hand und machte sich auf den Weg zu seiner Arbeitsstätte. „Der Mann gefällt mir“, sagte Tom an seinen Vater gewandt und ignorierte grinsend seine Kinder, die am seiner Jacke zuppelten und ihn dadurch dazu bewegen wollten, doch endlich mal mit dem Essen zu beginnen. „Ja, das finde ich auch. Genau das Richtige für Virgin, wenn du mich fragst…Jaja, ist ja gut, ihr beiden“, lachte Bruno, als die beiden begannen, nervös rumzuhopsen und zu quengeln. Sie setzten sich hin und Tom servierte alles ganz liebevoll auf der Bank. Die beiden ergriffen jeweils ein Sandwich und kauten fröhlich grinsend darauf herum, wobei sie sich die ganze Zeit beobachteten und die Erwachsenen außen vor ließen.

„So, erzähl. Was hat Darcy vor? Was will er machen?“ Tom sah ihn unschlüssig an und hob ein wenig die Schultern. „Hundertprozentig weiß ich es nicht. Du kennst Darcy, der verrät nie, was er machen will. Auf jeden Fall hat er sich jetzt bei Carla gemeldet, das heißt, sie weiß, dass er noch lebt. Und das ist für mich das Startsignal, sie anzuzeigen…ich habe genügend Beweise, um sie für einige Jahre in den Knast bringen zu können. Doch der Kronzeuge ist David…und den müssen wir jetzt irgendwie von Tibet hierher bekommen, ohne dass er uns wegstirbt“, sagte Tom teilnahmslos und Bruno hob die Augenbraue. „Und du bist wirklich sicher, dass er uns hilft? Und wenn ja, war es nicht die völlig falsche Taktik, sie durch eine SMS zu warnen?“ Tom lächelte leicht und schüttelte den Kopf. „Ich verstehe, dass du so denkst, Papa. Aber du vergisst, wie unvorsichtig Carla wird, wenn sie unter Druck gerät. In solch einer Situation macht sie die größten Fehler. Und außerdem ist sie bei ihrem Vater in den besten Händen…der hat sie aufgenommen und die ganze Zeit unter Beobachtung gestellt. Außerdem werde ich sie besuchen“ Geschockt sah Bruno ihn an. „Diese Frau ist krank…krank vor unerfüllter Liebe. Du könntest zu Schaden kommen, wenn du zu ihr gehst. Was ist, wenn sie dir an die Gurgel geht? Das kann ich nicht zu lassen“, sagte Bruno bestimmt und schüttelte den Kopf. Gerührt von so viel väterlicher Fürsorge lächelte Tom und schüttelte abermals den Kopf. „Sie hasst mich nicht. Sie liebt mich, das weiß ich. Und wenn ich zu ihr komme und ein Gespräch verlange, wird sie auch mit mir reden. Die größte Angst habe ich nur um Anna und die Kinder, denn sie könnten Carlas Opfer werden, wenn sie von der Anzeige erfährt“, flüsterte Tom, damit die beiden, die es sich nachwievor vergnügt gut gingen ließen, nichts davon mitbekamen. Bruno sah ihn nachdenklich und immer noch aufs Höchste besorgt an.

Durch ein lautstarkes „OPA“ wurde er aus seinen Gedanken gerissen und er wollte schon fragen, warum sie so brüllten, als er Ingo erblickte. Ach, den Opa meint ihr, dachte er lächelnd und sah zu seinem Sohn, der wie erstarrt da saß und zu seinem Schwiegervater blickte. Oh oh…der ist nicht gut auf dich zu sprechen, mein Sohn, dachte er und überlegte schon, wie sie beide die Schlacht am besten gewinnen konnten. Auf jeden Fall stehst du immer unter meinem Schutz.
Ingo umarmte seine Enkel, die stürmisch auf ihn zugerannt kamen und sich ihm um den Hals warfen. Über ihre Schultern hinweg fixierte er Tom und war mehr als empört darüber, dass Anna nicht zu sehen war. Du kannst ihn doch nicht mit den beiden alleine lassen. Er hatte lange über den vorherigen Nachmittag bei seiner Tochter nachgedacht und war wieder einmal zu dem Entschluss gekommen, dass dieser Kerl kein guter Umgang für sie war. So hat sie noch nie mit mir geredet. Und das ist ganz allein deine Schuld, dachte er grimmig und löste sich von den beiden. Sie ergriffen seine Hände und zogen ihn zu den Lanford-Männern. „Willst du auch was essen? Papa hat was geholt“, boten sie eifrig an und sahen nicht den missbilligenden Blick von Ingo. „Nein, danke. Ich hab schon was gegessen“ Er stand genau vor Tom, der sich erhoben hatte und ihm fest in die Augen sah. „Guten Tag, Ingo. Freut mich, dich wieder zu sehen“, sagte Tom mit fester Stimme und hielt ihm die Hand hin. Er schnaufte nur auf und sah Tom mit kalten Augen an. „Tag. Gut ist er jetzt nicht mehr“, zischte er und Tom zuckte zusammen. Tja, dann nicht. Dann halt mir doch eine Standpauke. Solang du Anna und die Kinder raus lässt, ist mir das doch egal, dachte Tom leicht trotzig und setzte sich wieder hin.

********************

Noch immer geschockt starrte sie immer wieder auf ihr Handy. Das kann nicht sein. Du lebst nicht mehr. Du bist tot!, dachte sie und verfluchte den Menschen, der ihr so viel Angst eingejagt hatte. Diese SMS klang so sehr nach David, dass sie eigentlich nur von ihm kommen konnte. Aber vielleicht hat Tom doch was heraus gefunden? Wer weiß. Wenn es so war, dann würde er sehr gefährlich für sie werden und sie musste eine Möglichkeit finden, ihn zum Schweigen zu bewegen. Sollte es aber wirklich David sein, dann wäre sie verloren. Er wusste alles…alles, dachte sie und schüttelte sich. War das der Grund, warum sie hier eingesperrt war? Warum ihr Vater sich noch sonderbarer verhielt als sonst? Wusste er am Ende schon, dass sie etwas mit Andreas´ Tod zu tun hatte? Wenn ja, dann war alles zu spät. Nun male mal nicht den Teufel an die Wand. Eine Lösung wird es schon geben. Du hast es bis jetzt immer geschafft, machte sie sich selbst Mut und löschte schließlich die Nachricht. Danach wählte sie einen Kontakt und wartete ungeduldig, dass endlich abgenommen wurde. „Ich bin´s, Carla. Wir haben da ein kleines Problem, das gelöst werden muss…es heißt wie immer Tom Lanford…ja, es ist mir egal, wie es gelöst wird…Hauptsache, er kommt mir nicht mehr in die Quere. Und ich möchte schnellstmöglich wissen, ob David Darcy noch lebt“ Sie legte wieder auf, ohne auf die Fragen um das Wieso und Weshalb einzugehen. Es tut mir leid, Tom. Aber du wolltest es ja nicht anders, dachte sie wehmütig machte sich auf den Weg ins Badezimmer, um ein schönes heißes Bad zu nehmen.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 11:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 09:58

Kapitel 30

Anna betrat die Goldelse und wurde gleich von dem angenehmen, vertrauten Geruch begrüßt, der ihr schon seit Kindertagen bekannt war und der ihr jedes Mal ein Gefühl von zu Hause sein vermittelte. Es war wirklich nicht viel los und sie ging schnurstracks zu dem Tresen, an dem Susanne, mit dem Rücken zu ihr gewandt stand, ein Glas polierte und unverständlich vor sich hin murmelte. „Da bin ich, Mama“, sagte Anna grinsend und ihre Mutter fuhr erschrocken herum. „Mensch Anna, hab ich mich jetzt erschreckt. Du bist aber schnell hier“, erwiderte Susanne und versuchte, wieder zu Atem zu kommen. „Tja, ich bin halt eine von den Schnellen…Komm her, Mama“ Sie ging um den Tresen herum und zog ihre Mutter in eine lange Umarmung. „Es tut mir leid, dass du das gestern ausbaden musstest…aber ich hatte ihn schon so oft gewarnt. Ich hab das nichtmehr ausgehalten“ Die beide lösten sich wieder und Susanne nickte sie mit Tränen in den Augen an. „Ich weiß und du hast ja recht. Aber du musst auch versuchen, Papa zu verstehen…“ „…das habe ich all die Jahre versucht. Und ein wenig kann ich das auch. Aber er ist so verdammt dickköpfig und engstirnig. Dass er ihm nicht mal zuhören kann“, fluchte Anna und sah ihrer Mutter in die Augen. „Weißt du denn jetzt, was all die Jahre mit Tom war?“ Anna nickte nur. Ich weiß, du willst es gerne wissen. „Würdest du mir darüber erzählen?“ Anna wiegte den Kopf. Warum eigentlich nicht? Es wird sowieso bald die Runde machen. „Ja…vielleicht hilft es ja, wenn du es weißt. Das Ingo vielleicht mal seine Meinung ändert…“

******************

„So, du ist also wieder hier…schön schön“ Ingo starrte in Toms Augen, der diesem Blick standhielt und leicht lächelte. „Ja, ich bin wieder da…wie du ja schon von Anna erfahren hast.“ Durch diese Aussage unweigerlich an den gestrigen Tag erinnert, baute sich Ingo vor ihm auf und presste ein mühsam beherrschtes „Ich glaube nicht, dass du das Recht hast, mir so pampig zu kommen“ aus. Tom schüttelte den Kopf und sah zu den beiden Jungs, die dieses Szenario voller Interesse und mit offenem Mund betrachteten. „Könntest du bitte mit den beiden spielen gehen? Ich möchte das gerne mit Ingo alleine klären.“, wand er sich an seinen Vater, der ihn daraufhin skeptisch und unwillig anschaute. „Glaubst du wirklich, dass das richtig ist? Ich nämlich nicht“, flüsterte er, damit nur Tom es hören konnte. „Ja, ich muss das selbst klären. Und außerdem müssen die beiden nicht alles mitbekommen“, flüsterte Tom bestimmt zurück und forderte seinen Vater mit einer ruckartigen Kopfbewegung dazu auf, doch endlich seinen Hintern von der Bank zu erheben und sich um die Kleinen zu kümmern. Schon gut, alter Mann ist doch kein D-Zug, dachte Bruno und nahm die Kinder an die Hand, um sie zum Spielplatz zu begleiten, was sie sofort befürworteten und die beiden Männer alleine ließen.

„Ich denke, es ist an der Zeit, dass ich auch bei dir reinen Tisch mache…setzt dich doch hin“, bat Tom und klopfte auf den Platz neben sich. „Ich stehe lieber…und zu allererst will ich dir etwas sagen. Was auch immer du in der Zeit getrieben hast, es wird nie meine Meinung ändern“ „Aber…“ „Du hast meine Tochter vom ersten Moment an unglücklich gemacht“ Ungläubig sah Tom ihn an. Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder was? „Pah…ich hab deine Tochter bei unserer ersten Begegnung unglücklich gemacht? Ich habe sie davon abgehalten, von einem Dach zu springen…etwas, was du nicht geschafft hast, falls du dich erinnerst.“ Tom war gereizt. Er hasste es, wenn man sich eine Meinung über ihn und sein Handeln bildete, ohne ihm auch nur einmal zuzuhören. Auch, wenn du ein Recht hast, sauer auf mich zu sein. Aber alles lass ich mir sicher nicht bieten. „Ach so…und was hast du dann gemacht? Sie ständig schlecht behandelt! Ihr die Arbeit zur Hölle gemacht, um ihr im nächsten Moment wieder Hoffnungen zu machen. Und als du ihr dann endlich deine ach so große Liebe gestanden hast, kam diese Betrügerin und du hast Anna wieder fallen lassen wie eine heiße Kartoffel…wäre meine Tochter nicht gewesen, würdest du dich doch bis jetzt ausnehmen lassen, wie eine Weihnachtsgans“

Toms Nasenflügel bebten. Er versuchte, seinen Zorn herunter zu schlucken. „Das ist Vergangenheit. Und eine Sache zwischen Anna und mir“, sagte er so sachlich, wie irgend möglich und fixierte das Gesicht seines Schwiegervaters. „Und außerdem. So viel hat es dir wohl damals nicht ausgemacht, sonst hättest du mir doch Anna nicht vor dem Traualtar einfach so übergeben. Du hattest nicht ein einziges Mal irgendwas gegen unsere Hochzeit geäußert“ Ingo sah ihn wütend an. „Ja, weil ich hoffte, dass sie endlich die Liebe bei dir finden wird, die sie am Leben erhält und glücklich macht.“ „Das hat sie auch. Jeden gottverdammten Tag, seit wir uns kennen. Jede einzelne Minute in den letzten drei Jahren. Warum hat sie denn immer an uns geglaubt? Weil sie immer gespürt hat, dass ich sie liebe“ Ingo schnaubte. „Aha. So ist das also. Soll ich dir mal sagen, was ich glaube? Dir ist in letzter Zeit langweilig geworden. Und da ist dir wiedermal deine Ex eingefallen, die ja immer so lieb und zutraulich war. Warum also nicht zurückkehren? Und dann merkst du, als du wieder da bist: Ups, ich hab ja vorher noch zwei Kinder gezeugt…das bedeutet ja Verantwortung. Hast du schon wieder gepackt? Wann geht’s denn weiter?“

Wäre dieser Mann nicht der Vater seiner geliebten Anna gewesen, hätte Tom sich in diesem Moment auf ihn gestürzt und ihm eine rein gehauen. Wie kannst du es wagen, sowas zu behaupten? „Wenn du mir zuhören würdest, dann wüsstest du, dass ich ganz andere Dinge tun musste. Und dann wüsstest du auch, dass ich die ganze Zeit von meinen Kindern wusste“ Eigentlich war seine Hoffnung gewesen, Ingo damit neugierig zu machen, doch das Gegenteil war der Fall…er wurde nur noch wütender. „Du wusstest davon? Das wird ja immer besser. Woher denn?“, rief Ingo aufgebracht. „Von meinem besten Freund Enrique. Es war mir nämlich nie egal, was hier in Berlin passierte. Und eines möchte ich dir sagen, Ingo: die Beziehung zwischen Anna und mir ist unsere Privatsache, die dich nichts angeht. Es ist unser Leben. Und wenn deine Tochter mit mir zusammen sein will, dann hast du das zu tolerieren. Wir leben nichtmehr in der Zeit, in der die Eltern die Partner aussuchen.“, stellte Tom klar. Mist, dieses Gespräch geht in eine total falsche Richtung. Aber was gesagt werden muss, muss gesagt werden! „Ach ja, glaubst du das? Da hast du dich aber geschnitten. Wärst du Vater, dann hättest du eine Ahnung davon, was es heißt, sein Kind zu schützen“ „Ich bin Vater. Und ich werde meine Kinder schützen. So, wie ich sie schon immer geschützt habe.“ Ingo sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Ach so, na, wir werden sehen.“ Ruckartig drehte er sich um und ging zu den Kindern und Bruno, der schon die ganze Zeit argwöhnisch zu den beiden herüber geschaut hatte.

********************

„…ja, das ist die ganze Geschichte“, beendete Anna ihre Erzählung und sah in das verblüffte und überwältigte Gesicht ihrer Mutter. „Du glaubst doch, was ich dir gesagt habe?“, fragte sie argwöhnisch und Susanne nickte, was Anna einen großen Stein vom Herzen fallen ließ. „Ja…und es passt ja auch alles zusammen. Oh Gott“, stammelte Susanne nur und Anna lächelte. „Ja, eben. Denkst du, Papa wird es auch glauben?“ „Ja, das glaube ich. Und wenn Tom dann auch noch seine Beweise zeigt, dann kann es nur gut gehen. Oh Mann, was ist das nur für eine Geschichte“ Anna nickte verstehend und ließ ihrer Mutter ein bisschen Zeit, um das Gehörte zu verdauen. „Ja, das ist wirklich unglaublich. Aber es stimmt. Das weiß ich….“

„Was weißt du?“, hörte Anna aus dem Hintergrund und drehte sich um, da sie die Stimme sehr gut kannte. „Christian“, rief sie erfreut aus und nahm ihn freundschaftlich in den Arm. „Was machst du denn hier?“, fragte sie und er setzte sich zu ihnen an den Tisch. „Ich wollte eigentlich nur lecker zu Mittag essen. Aber dass ich dabei noch dich treffe…schöner Zufall“, sagte er und blickte ihr in die Augen. Dieser Blick kam ihr nur allzu bekannt vor und wie immer war es ihr etwas unangenehm, dass er sie so anschaute. „Ja, finde ich auch“ „Was weißt du denn nun?“, fragte er und sie bemerkte nicht, wie angespannt und gereizt er mit einem Mal war. Anna überlegte, ob sie alles erzählen sollte, oder nicht. Nein, das ist jetzt wirklich die Sache von Tom, dachte sie entschlossen. Krampfhaft grübelte sie, wie sie ihn von dem eigentlichen Thema, um das sich das Gespräch zwischen ihrer Mutter und ihr gedreht hatte, ablenken konnte und kam wieder mal beim gestrigen Abend an. „Es stimmt, dass wahre Liebe für immer hält. Und nie vergeht“, sagte sie nur. „Das habe ich gerade wieder am eigenen Leib erfahren dürfen“


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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 09:58

Kapitel 31

Was hat der jetzt vor?, dachte Tom argwöhnisch und beobachtete Ingo, wie er zu den dreien ging und sich Ben und Max schnappte. Nein, das wirst du nicht tun, dachte er und wie vom Blitz getroffen schoss er hinterher. „Was soll das, Ingo?“, fragte er aufgebracht. Doch dieser ignorierte ihn nur. „Ihr kommt jetzt mit zu Oma und Opa. Mama wird euch dann abholen.“ Sofort protestierten die beiden und streckten ihre Arme nach Tom aus. „Nein, heute spielen wir mit Papa.“ Ingo schüttelte den Kopf. „Nein, Mama hat mir gesagt, dass ich euch mitnehmen soll.“ „Das stimmt nicht. PAPA“ Die beiden begannen zu weinen und zu strampeln. „Lass meine Kinder los“, zischte Tom und wurde von seinem Vater zurückgehalten, sonst hätte er sich dieses Mal wirklich auf ihn gestürzt. „Nein. Das ist nur in dem Interesse der Kinder“ Ja, das sieht man ja. Sag mal, was ist dir eigentlich in den letzten Jahren in die Krone geschossen? Er stupste seinen Vater an. Nun sag doch auch mal was. „Was soll ich denn sagen?“, hauchte er und fing sich einen bitterbösen Blick ein. Sonst hast du doch auch immer die große Klappe. „Wir wollen Papa“, sagte Ben entschieden und streckte seine kleinen Ärmchen nach Tom aus, was sofort von Max nachgeahmt wurde.

Tom sah in Ingos Augen. Wenn du dich jetzt gegen den Willen der beiden setzt, hast du verloren. „Nein, ihr kommt mit mir mit“ Tom riss den Mund auf, doch sein Vater ergriff seine Hand. „Halt dich zurück. Wir können die beiden nicht noch mehr verstören.“, hauchte er und wand sich an die Kinder. „Passt auf, meine Süßen. Ihr geht jetzt mit Opa mit. Und wenn euch eure Mama abgeholt hat, dann wir euer Papa eine ganz große Überraschung für euch haben“ Ungläubig sah Tom zu ihm. Wo soll ich denn so schnell zu einer Überraschung kommen?…Und überhaupt, das lasse ich mir nicht gefallen! „Aber…“ „Tom!“, zischte Bruno. Okay, wenn es sein muss. „Ja, das stimmt, ich hab für euch und Mama was vorbereitet. Das wollte ich euch eigentlich gar nicht erzählen, aber euer Opa“, er warf Ingo einen scharfen Blick zu “hat mich überredet, es euch doch zu sagen…und jetzt weint nichtmehr“, sagte er und ging auf Ingo und sie zu, um beide Gesichter zu streicheln und die Tränchen wegzuwischen. „Das wird ganz toll“, hauchte er und küsste jeden auf die Stirn, um danach aufmunternd zu gucken. Und es half: Sie waren wieder einigermaßen beruhigt. „Versprochen??“ Tom lächelte zärtlich. „Ja versprochen…bis später“, sagte er und schon war Ingo verschwunden. Bruno folgte ihm kurz, hörte von hinten nur ein “Sag mal, haust du jetzt auch ab, oder was?“ und ging wieder zurück.

„Himmel noch mal. Ich wollte doch nur sehen, wo er hingeht. Er hat sein Auto dabei. Er war wohl grad beim Großmarkt. Und wo wird er jetzt wohl hinfahren?“ „In die Goldelse?“, fragte Tom total genervt. Was man sich alles bieten lassen muss. „Und was machen wir jetzt?“ Tom zuckte mit den Schultern und Bruno seufzte dramatisch auf. „Hast du dein Auto dabei? Gut, dann werden wir da jetzt auch hin fahren….Bei aller Enttäuschung, die man haben kann, aber das ist ja wohl die Höhe“, schimpfte Bruno und begann, alles zusammen zu räumen, während Tom ihn nur beobachtete. Ich verstehe deinen Plan…doch er hat einen Haken. „Was ist mit der Überraschung? Du hast mir das eingebrockt, du musst mir auch helfen“, forderte er und Bruno lächelte leicht. „Das kriegen wir schon hin…irgendwie. Mensch Tom, ich habe auch keinen Plan, tut mir leid“, entschuldigte er sich und klemmte sich alle Utensilien unter den Arm. „Na los, komm. Wir dürfen keine Zeit verlieren“ Zu Befehl, Herr Hauptfeldwebel, ging es Tom durch den Kopf.

„Ruf Anna an!“, forderte Bruno, als sie im Auto saßen und Tom den Wagen lenkte. „Mein Handy ist alle“ „Dann nimm das David-Handy“, knurrte Bruno genervt und Tom schlug sich innerlich gegen die Stirn. Gott sei Dank war gerade Rot und er konnte das Handy aus der Tasche fischen. „Hätt ich auch wirklich selbst drauf kommen können…danke Paps“, murmelte er und wählte ihrer Nummer.

**********************

„Unterdrückte Nummer?“, wunderte Anna sich und Christian schaute sie argwöhnisch an. Er kriegte nichts aus ihr heraus. Nichts. Kaum ist er wieder da, zählt nur noch eine Person auf diesem Planeten. „Ja, Lanford…Tom“ Sofort leuchteten ihre Augen und er musste sich einen angewiderten Gesichtsausdruck unterdrücken. „WAS? Das darf doch nicht wahr sein…ich bin in der Goldelse…in zehn Minuten…ja, ich mach das Lokal leer…das ist ja wohl die Höhe…ja bis gleich….ich dich auch, Tom“ Anna legte auf und sah zu ihrer Mutter. „Wir müssen das Restaurant leer machen…hier kommt gleich ein Tsunami auf uns zu...“ Wenn der nicht schon hier ist. „Machst du das bitte? Ich glaube, ich kann grad nicht freundlich sein.“, sagte Anna mühsam beherrscht mit einem blitzenden Blick. „Aber was ist denn los?“, fragte Christian und Susanne gleichzeitig. „Mein lieber Herr Vater hat Ben, Max, Bruno und Tom auf dem Spielplatz getroffen und prompt gemeint, er müsse die Mäuse gegen ihren und Toms Willen mit zu euch nehmen…damit ist er zu weit gegangen. Zu weit“ Anna war so sauer, wie schon lange nichtmehr. Christian musste sich ein Grinsen verkneifen. Guter Mann. Sehr guter Mann.

Während Susanne sich daran machte, die Leute aus der Goldelse zu schicken, sah Anna sich um und versuchte, wieder ein wenig zur Ruhe zu kommen. Sie spürte eine Hand an ihrer Schulter und sah zu Christian auf, der sie liebevoll betrachtete. „Gehst du bitte auch? Das ist eine Familienangelegenheit“, bat sie und er verzog das Gesicht. War ja klar. Kaum ist der Kerl wieder da, bin ich abgeschrieben. „Sicher, wenn du das willst“ „Ja, das will ich“, sagte sie bestimmt und schob seine Hand weg. Jaja, ist ja gut. „Du meldest dich, wenn irgendwas ist?“ Anna nickte und Christian verschwand schließlich auch. Kaum war er ein paar Meter von der Goldelse entfernt, rief er bei Carla an. „Hi, ich bin´s… Naja, in der Familie ist momentan nicht gerade Friede, Freude, Eierkuchen angesagt…Annas Vater macht Stress…nein, ich konnte nichts aus ihr rauskriegen…Tschüss“ Blöde Gans…ich hätte das ohne dich machen sollen. Du machst das mit deiner S.cheiße nur noch komplizierter.

**********************

Die drei trudelten in der Goldelse ein und schauten sich verwundert um. Was ist denn hier los? „MAMA“, hörte Ingo die Jungs schließlich rufen und sah sie zu ihrer Mutter laufen, die ihn über die Schultern der beiden hinweg grimmig anschaute. „Du bist schon da. Dann können wir zu Papa gehen“, sagten sie und wollten sie schon zum Ausgang schleifen, doch Anna hielt sie zurück. „Nix da, wir bleiben noch hier…es ist an der Zeit, dass ihr ein bisschen Mittagsschlaf macht…doch doch doch, keine Widerrede“, sagte sie, als die beiden protestieren und sah zu ihrer Mutter, die nickte. „Eure Oma bringt euch nach oben…und danach gehen wir wieder zu Papa. Oder er kommt zu uns, okay?“, fragte sie einfühlsam und sie nickten widerwillig, aber ergeben, da sie wussten, dass Widerrede bei ihrer Mutter gänzlich unnötige Kraftanstrengung war. Sie gingen mit Susanne nach oben und als die Tür hinter ihnen ins Schloss fiel, baute sich Anna vor ihrem Vater auf. „Jetzt hast du den Vogel abgeschossen. Nun trag die Konsequenzen“, sagte sie so leise, dass er sie fast nicht verstand. „Was meinst du…?“ Die Frage erübrigte sich, als die Tür aufging und die Lanford-Männer reinkamen. „Tom!“, rief sie erfreut aus und ging sofort auf ihn zu, um ihn zärtlich zu küssen und sich an ihn zu schmiegen. „Habt ihr das geklärt?“ Die beiden Männer nickten. „Dann hat meine Warnung geholfen?“ Bruno nickte und sie zog die rechte Augenbraue hoch. „Gut. Das hier wird jetzt geklärt“, sagte sie und streichelte sanft über Toms Brust, bevor sie ihn nochmal küsste. Danach löste sie sich von ihm, schloss die Tür zu und steckte den Schlüssel in die Hosentasche. In dem Moment kam Susanne wieder runter und Anna schaute fragend. „Jasmin ist da“, sagte sie nur und Anna nickte. „Tja, da wir ja nun alle versammelt sind, können wir uns ja auch hinsetzen“ Sie griff nach Toms Hand und die beiden setzten sich nebeneinander an einen Tisch, Bruno und Susanne folgte ihnen, nur Ingo bleib stehen. „Du auch. Nun komm. Oder willst du, dass es das letzte Mal ist, dass deine Enkelkinder da oben schlafen?“ Geschockt sahen sie alle an, doch sie zuckte nur mit den Schultern. Das ist keine ernstgemeinte Drohung…aber das weiß ja keiner. Widerwillig platzierte sich Ingo auf dein einzig verbliebenen Platz…genau gegenüber von Tom. „So, ich denke, wir sollten das Gespräch mit einer kleinen Entschuldigung beginnen. Ingo?“ Verblüfft sahen die Männer zu der Frau, die dies so schnippisch zu ihrem Mann gesagt hatte. „Und danach wird Tom die Möglichkeit haben, alles zu erklären und richtig zu stellen. Nun los“, sagte Susanne bestimmt und wartete auf seine Reaktion…


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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 09:59

Kapitel 32

Ingo starrte in die Runde, bis sein Blick an dem Gesicht seiner Tochter hängen blieb. Sie schaute ihn stur an, unnachgiebig, eisern, ohne Pardon. Er wusste, dass er sich für sein Verhalten entschuldigen musste…auch wenn er das eigentlich immer noch nicht wollte und sich im Recht sah. Nun komm schon. Es ist nur ein Wort. Ein einziges. „Tschuldigung“, murmelte er in seinen nicht vorhandenen Bart und die Frauen sahen ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Wie bitte? Ich hab dich nicht verstanden“, sagte Anna gespielt ahnungslos und fragend. Ihr Vater knurrte. „Tschuldigung“, murmelte er unwillig und etwas lauter „Wie bitte?“ Das war Susanne gewesen und Ingo sah sie scharf an. Das du mir so in den Rücken fällst. „Entschuldige bitte, Tom.“, sagte er mit kräftiger Stimme. „Seid ihr jetzt zufrieden?“, fragte er genervt. Die beiden nickten. „Geht doch, warum denn nicht gleich so?“

Bruno beobachtete die ganze Situation mit großem Amüsement. Tja, wenn die Frauen erst mal loslegen, haben wir Männer keine Chance…so schwer es auch ist, man muss sich leider damit abfinden. „Da wir ja dieses leidige Thema endlich beendet haben, könnten wir vielleicht zur nächsten Sache kommen?“ Anna nickte ihn zustimmend an. „Ja, das können wir. Ich hab es nämlich satt, die ganze Zeit diese unsägliche Diskussion zu führen…also?“ Sie sah Tom bittend und mit einem sanften Blick an, der ihn ein wenig überraschte. So, wie du grade kochst, kannst du mich trotzdem noch so süß anschauen, das muss Liebe sein, dachte er und musste grinsen, worauf hin ihn Anna jetzt doch mit ihrem Blick maßregelte. „Das ist nicht witzig“, zischte sie in sein Ohr und er entschuldigte sich.
Tom räusperte sich leise und sah seinen Gegenüber genau an. „Willst du es wirklich hören, Ingo? Und wirst du mir auch die Möglichkeit geben, alles zu erklären? Ohne dazwischen zu reden?“ Ingo nickte, widerwillig zwar, aber er nickte. Gut, man kann nicht alles haben. Hauptsache, er hört zu. „Okay…die ganze Geschichte begann eigentlich mit einer ganz harmlosen Begegnung…“

*******************

Volkommen genervt kam Christian bei der Villa der Lindenbergs an und klingelte. Erst legst du sofort auf, dann rufst du mich ganz aufgebracht an, legst wieder auf, um mich dann ein paar Minuten später zu dir nach Hause zu zitieren. Mann Mann Mann, ich hab es satt mit dir…endgültig. Der Butler, ein etwas älterer Herr mit grauen Haaren und leuchtend hellblauen Augen, öffnete die Tür. „Sie wünschen?“, fragte er vornehm und mit einer gewissen Distanz, die dieser Berufsgruppe bis heute so eigen war. „Ich möchte mit Carla Rhonstedt sprechen“, sagte Christian freundlich und lächelte, doch sein Gegenüber schüttelte den Kopf. „Es tut mir leid, aber es wurde mir ausdrücklich untersagt, Personen zu Frau Rhonstedt zu lassen, außer es handele sich um einen wichtigen Notfall!“ Notfall…Hmm, was kann ich da nur machen? „Es ist ein Notfall. Frau Rhonstedt hatte mich per Telefon gebeten, sehr persönliche und streng private Sachen aus der Firma LANFORD mit zu bringen…Hier, sehen Sie?“, fragte er und holte irgendeinen Ordner aus der Tasche. „Dies ist äußerst wichtig. Außerdem muss ich noch etwas ganz Dringendes wegen der Belange dieser Firma besprechen, da sie immer die wichtigste Mitarbeiterin war und von allem wusste. Ein Graus, dass sie weg ist.“, seufzte er und musste sich auf die Zunge beißen, um über seine eigenen Worte nicht loszulachen. „Das können Sie mir doch nicht verwehren, guter Mann. Es sind auch nur fünf Minuten“, versuchte er es auf die Mitleidstour, da es anders nicht funktionierte. Der ältere Mann haderte mit sich. „Gut, aber nur fünf Minuten. Soll ich sie zu ihr führen?“, fragte er schließlich nach einer guten Minute und Christian schüttelte den Kopf. „Nein, danke. Ich weiß, wo sie wohnt“ Er war schon einmal hier gewesen…vor langer Zeit. „Vielen Dank, mein Herr“ Dieser nickte. „Aber nur fünf Minuten!“, rief er dem schnell verschwindenden Christian hinterher.

„Hallo Carla“, kam er fröhlich zwitschernd rein und erschreckte sich über ihren Anblick. Sie war kreidebleich und total zerzaust. „Was ist los?“ Sie sah ihn stumm an und schüttelte den Kopf. „Gott, Carla. Wir haben nur fünf Minuten!“ „Er lebt…vielleicht“, murmelte sie. „Wer lebt? Vielleicht?“, fragte er ungeduldig. Das man euch Weibern in solch einer Situation immer alles aus der Nase ziehen muss. Sonst redet ihr doch auch ohne Punkt und Komma. „David Darcy“
Geschockt sah er sie an. Ich hätte mich wirklich nicht auf dich einlassen sollen…S.cheiße!! Wenn sie frühzeitig aufflog, dann er auch. Und erst wollte er Anna haben…bevor irgendwas anderes passierte. „Woher weißt du das?“ Sie sah ihn an. „Tom scheint einige Kontakte gehabt zu haben, von denen dein feiner Detektiv nichts bemerkt hatte. Und besonders einer scheint auf David zuzutreffen. Meine Leute kümmern sich grade drum“ Wütend sah er sie an. „Tom, Tom. Dieser Kerl bringt mich noch unter die Erde. Es wird Zeit, dass wir dem Kerl endlich den Garaus machen.“, meinte er aufgebracht und ignorierte ihren scharfen Seitenhieb. Sofort fuhr sie auf und vergrub ihre Finger schmerzhaft in seiner Schulter. „Du wirst es nicht wagen, ihn auch nur einmal falsch zu berühren oder irgendwas in dieser Richtung zu veranlassen. Tom wird nicht sterben. Genauso wenig wie deine kleine Maus. Ist das klar?“, fragte sie verächtlich.
„Wir brauchen etwas, was ihn mürbe macht. Was kann ihn am meisten aufwühlen?“, fragte sie mehr sich selbst, doch er antwortete trotzdem. „Wenn Anna in Gefahr ist…oder die Kinder“ Sofort leuchteten Carlas Augen auf. Das ist es. Warum kam ich da nicht gleich drauf? „Die Kinder…ja, genau“, sagte sie und packte ihn mit einem drakonischen Lächeln am Arm.

********************

„…ja, das war die letzte Stadt, in der ich war. Und jetzt bin ich wieder hier. Bei euch. Bei dir“, fügte er sanft hinzu und schaute Anna verliebt in die Augen, die seinen Blick gleichsam erwiderte und überglücklich lächelte. Sie beide sahen in die Runde und blickten in ein versteinertes, ein wissendes und ein zutiefst berührtes Gesicht. Tom betrachtete Ingo ganz genau und wartete auf irgendeine Reaktion…doch nichts. Ist das jetzt ein gutes, oder ein schlechtes Zeichen? Er hörte ein leises Schniefen und sah zu seiner Schwiegermutter, die mit sich zu kämpfen hatte. Schließlich stand sie auf und blieb vor ihm stehen, forderte ihn damit auf, sich ebenfalls zu erheben, was er auch tat. Sofort schloss sie ihn in eine mütterliche Umarmung und hauchte immer wieder ein „Danke“, in sein Ohr. Nach einer ganzen Weile lösten sie sich und Susanne schaute ihren Ehemann streng an. „Hast du nicht vielleicht auch noch ein paar Worte für ihn übrig?“

Ingo schämte sich. In Grund und Boden. Er war so dumm gewesen…so verbissen und so stolz, dass er sich vor sich selbst ekelte. Du hast dich benommen, wie ein A.rschloch, wie der erste Mensch. Er glaubte Tom. Sicher glaube ich ihm. Er schämte sich. Warum nur hatte er das vorhin nur gemacht? Tom hatte ihm alles sagen wollen, doch er hatte die ganze Situation nur noch schlimmer gemacht. Jetzt hat er noch einen Grund mehr, mir nicht zu vergeben. Und Anna? Er hatte alles falsch gemacht. Er war so enttäuscht von sich selbst, wie nie in seinem Leben davor. Er hat deine Tochter geschützt. Und deine Enkel…und was wirfst du ihm vor? Du bist solch ein…er schämte sich und er bereute alles zutiefst. Es tat ihm leid…unendlich leid.

Keine Reaktion, aber wirklich keine, dachte Anna grimmig und fixierte ihren Vater. „Hast du nichts zu sagen, ja? Brauchst du auch noch Beweise? Auch die kann Tom dir geben. Tom“, forderte sie ihn auf und er griff in die Innentasche seine Jacke, um ein paar Zettel herauszufischen. „Das ist nicht alles. Das Meiste ist woanders sicher verwahrt…hier“, sagte er und reichte die Unterlagen zu Ingo herüber. Doch der schüttelte den Kopf. „Die will ich gar nicht sehen.“ Sofort riss Anna empört den Mund auf, doch Ingo hob die Hand und stand auf, um zu Tom zu gehen. „Ich glaube dir das auch so. Sowas denkt sich kein Mensch aus.“ Überrascht blickten ihn alle an und er ergriff sowohl Annas, als auch Toms Hand. „Es tut mir unendlich leid, was ich die letzten Jahre…und vor allem vorhin gemacht habe. Könnt ihr mir verzeihen? Bitte!“ flehend sah er in ihre Gesichter. Tom nickte, doch Anna schüttelte den Kopf. „Das reicht mir noch nicht. Ein einfaches ‚Es tut mir leid‘ macht nicht alles wett. Ich habe drei Jahre lang unter deinen Beschimpfungen gegen Tom gelitten…hab das alles über mich ergehen lassen. Da reicht für mich kein ‚Tut mir leid‘“, sagte sie bestimmt und guckte in Toms Augen, die sie ratlos ansahen. Ich weiß auch nicht, ob es der richtige Weg ist, ihn jetzt unter Druck zu setzen. Er war froh über die Entschuldigung…aber er verstand, dass es Anna nicht ausreichte.


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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 09:59

Kapitel 33

"Aber was soll ich denn?“, fragte er ganz verdattert. Anna grinste diebisch. „Tja, das machen wir am besten unter vier Augen aus.“, sagte sie zuckersüß. Dann wand sie sich an Tom. „Du gehst schon mal mit Bruno zu uns nach Hause, ja? Wir kommen dann nachher hinterher“, bat sie ihn leise und lächelte, als er mürrisch guckte. „Also irgendwie habe ich mir den Papa-Tag anders vorgestellt“, murrte er und sie lachte leise. „Tja, so ist das Leben“, sagte sie und küsste ihn schließlich lange und zärtlich, bis Bruno sich räusperte. „Ich weiß ja, dass ihr es immer nicht geschafft habt, euch zu trennen. Aber Tom und ich haben noch was zu klären.“, sagte er lächelnd und packte seinen Sohn am Arm, um ihn von Anna zu trennen. Sehnsüchtig klammerten sich die beiden an der Hand des jeweils anderen fest, bis sie schließlich getrennt wurden. „Ich liebe dich“, rief Tom gespielt leidend und legte theatralisch die Hände auf die Brust. „Ich dich auch, mein Liebster“, antwortete sie gleichsam und alle mussten lachen. Doch plötzlich wurde Anna wieder ernst und sah zu ihrem Vater. „So, jetzt sind wir dran. Oben in der Wohnung?“, fragte sie ihn und er nickte, bevor er wie ein kleiner Junge, der ein bösen Streich gespielt hatte und nun vor Mamas Schimpfe Angst hatte, hinter ihr herdackelte. Anna und Tom hauchten sich noch einen Luftkuss zu, bis sie oben verschwand und er an der Seite seines Vaters das Lokal verlies.

*******************

„Was möchtest du von mir?“, fragte Tom, als sie durch Berlins Straßen gingen und langsam wieder bei seinem Auto ankamen. Sie hatten sich eine Weile über Ingo und Anna unterhalten und waren einstimmig zu dem Entschluss gekommen, dass sie recht hatte. Bruno, der das ganze natürlich aus nächste Nähe betrachtet hatte, hatte seinem Sohn erzählt, dass zwischen den beiden in der letzten Zeit schon öfter mal böse Worte gefallen waren. Aber sie beide hatten das Gesicht von Ingo gesehen und sie wussten, dass er selbst mit sich am meisten zu knabbern hatte. „Wir müssen noch über die Überraschung reden, die du für die drei zu machen hast“ Tom stieß angestrengt die Luft aus. Super, diese kleine Schwierigkeit habe ich bis jetzt erfolgreich verdrängt. „Und was schwebt dir vor?“ Bruno zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung…was ist mit dir?“ Tom überlegte angestrengt….bis ihm etwas Passendes einfiel. „Ja, das ist es…komm mit!“, forderte er und schleifte seinen Vater zum Auto.

Zwanzig Minuten später kamen sie bei dem Hotel an, in dem Tom gerade wohnte. „Ich hole meine Sachen“, sagte er und schaute fragend zu seinem Vater, der den Kopf schüttelte. „Ich bleib hier…die arme Frau an der Rezeption ist sowieso schon genervt von mir.“ Grinsend sah Tom seinen Vater an. Yeah, du hast es einfach bei jedem drauf, Vatilein.
Mit einem „Wunderschönen guten Tag“ und einem strahlenden Lächeln kam Tom bei der netten Dame an, die ihn sofort ganz eifrig begrüßte. „Ich hätte gerne meinen Schlüssel. Und die Rechnung. Ich checke nämlich aus“, sagte er und sie verzog das Gesicht. „Das ist aber schade, Herr Lanford. Hat es Ihnen nicht gefallen? Sie sind kaum hier gewesen“ Oh, meine liebe Frau. Das hat nichts mit diesem schönen Hotel zu tun. „Nein, es war alles wunderbar. Aber ich habe jetzt wieder einen festen Wohnsitz in Berlin“, antwortete er und zwinkerte. „Können Sie bitte die Rechnung fertig machen? Ich geh in der Zwischenzeit meine Sachen holen.“

Schnell packte er alles zusammen und ging mit Sack und Pack wieder runter, wo schon alles vorbereitet war. Einmal die Kreditkarte gezückt, seine drei Kreuze gesetzt und sich ganz nett verabschiedet und schon konnte Tom wieder raus. Sein Blick fiel auf Bruno, der am Auto stand und in den Himmel starrte. „Also meinen Teil der Überraschung habe ich erledigt…jetzt bist du an der Reihe“, riss er seinen Vater aus den Gedanken, was dieser mit einem Knurren quittierte. „Ja, ich hab da schon eine gute Idee. Deine Kinder lieben nämlich genauso wie du das Wasser und die Schiffe...und Piraten“ „Das weiß ich…ahhh. Du meinst doch nicht etwa das, was ich denke, was du meinst?“, fragte er mit kindlicher Begeisterung und sein Vater nickte. „Oh ja, das machen wir. Aber wir brauchen noch viel Equipment“, rief er aus und erinnerte sich an seine Kindheit, die zwar schon Jahre zurück lag, aber diese Ereignisse mit seinem Vater und seiner kleinen Schwester waren immer noch so präsent, als wäre es gestern gewesen. „Jups, du hast recht. Komm, auf geht´s“ Beide stiegen wieder ein und sahen sich dann an. „Sag mal, hattest du nicht Gepäck mit?“, fragte Bruno skeptisch und Tom lief rot an. Das hätte er doch tatsächlich stehen lassen vor lauter Aufregung. „Ähh, ja. Moment“ Schnell stieg er aus und verstaute alles in seinem Wagen. „Jetzt können wir los“, sagte er und schnallte sich wieder an. „Du sag mal…glaubst du wirklich, dass Anna es so gut findet, dass du wieder einziehst? Du kannst ja ganz schon schwierig sein“, stellte Bruno frech fest und Tom sah ihn ermahnend an. „Mein lieber alter Herr. Sowas sparst du dir, sonst setz ich dich an der nächsten roten Ampel aus. Und bei deinem Orientierungssinn wirst du ganz sicher am Ende in Sibirien ankommen“, konterte Tom und Bruno lachte leise vor sich hin. Das ist mein Sohn, dachte er glücklich und ging in Gedanken durch, was noch alles zu besorgen war.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 12:10 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 09:59

Kapitel 34

„Papa hat eine Überraschung“, informierte Ben Anna ganz aufgeregt, als sie kurz vor ihrer Haustür standen. Anna lächelte. Es war nun schon das fünfte Mal, dass einer von beiden ihnen das erzählte. „Ja, ich bin auch schon ganz gespannt“, war ihre Antwort. Sie wusste zwar nicht so recht, was sie davon halten sollte, aber sie würde Tom einfach machen lassen. Mal sehen, was dir schon wieder im Kopf herumschwirrt. Das Gespräch mit ihrem Vater war sehr positiv für sie ausgefallen…aber darüber wollte sie in dem Moment nicht nachdenken. Erst mal war die Familie im Vordergrund….allen voran Tom mit seiner neuen Idee. Endlich, länger halte ich das auch nichtmehr aus, dachte sie, als sie vor der Wohnungstür standen und schaute zu ihren Jungs herunter, die wirkten, als hätten sie die doppelte Menge an Hummeln im Hintern.

Langsam öffnete sie die Tür und luckte hinein…sie hatte das Gefühl, sich in der Tür geirrt zu haben. „Wow“, hörte sie nur von unten und beugte sich kurz zurück, um auf das Klingelschild gucken zu können. „Lanford“, murmelte sie leise vor sich hin und realisierte, dass sie richtig waren. Was ist denn hier passiert?, dachte sie und wurde plötzlich aus ihren Gedanken gerissen, als Tom um die Ecke bog. Sie betrachtete ihn und musste sich ein schallendes Lachen verkneifen, was ihr Gott sei Dank gelang. Er sah aus wie ein Pirat. Hmm, Johnny Depp ist ein S.cheiß dagegen, dachte sie und betrachtete seinen Oberkörper, der in ein dünnes Hemd gehüllt war, dessen erste drei Knöpfe geöffnet waren und seine durchtrainierte Brust entblößte. Er trug eine Perücke und eine Augenklappe und blickte sie mit blitzendem Auge an. „Wer seit denn ihr? Blinde Passagiere?“, fragte er bedrohlich und hätte Anna nicht gewusst, dass es nur ein Spiel war, hätte sie seine Vorstellung mehr als ernst genommen. „Das hier ist ein Piratenschiff. Nur für waschechte Piraten geeignet“ Anna ging sofort auf sein Spiel ein. „Ich habe euch zwei eurer Sorte mitgebracht, edelster Herr…die Besten, die sie kriegen können“, sagte sie betont sachlich und er schaute zu ihnen runter. „Ihr? Ihr seid noch zu klein und zu mager. Euch können wir nicht gebrauchen“ Die beiden protestierten und liefen laut brüllend auf ihn zu, so als wollten sie ihn umlaufen. „Nicht so stürmisch…gehet weiter. Bruno wird ermessen, was mit ihnen geschieht“, sagte er und deutete zum Kinderzimmer. Die beiden rannten weiter und ließen ihre Eltern zurück.

Langsam schritt Tom zu ihr und blieb dicht vor ihr stehen. „Und du? Willst du meine Piratenbraut sein, holde Schönheit?“, fragte er und wurde wieder so sanft, wie es nur ihr Tom sein konnte. Sie grinste ihn an. „Ja. Deine…und nur deine“, hauchte sie und Tom zog sie in seine Arme, um sie zu küssen. Der anfangs vorsichtige Kuss wurde immer leidenschaftlicher und sie vergaßen fast, wo sie sich befanden…bis sie von dem Gebrüll der anderen auf einmal unsanft aus ihrer Umarmung gerissen wurden. „Komm, wir müssen auf das Schiff, meine Liebe. Es geht auf zu hoher See“ Er bot ihr galant seinen Arm an und geleitete sie ins Schlafzimmer. Anna stockte der Atem…ihr Bett war kurzfristig zu einem Piratenschiff umfunktioniert worden und der Rest erinnerte ebenfalls an die Räuber der Meere. Man, da hast du genau den richtigen Einfall gehabt. Aber ob für mich da auch was rausspringt, wage ich zu bezweifeln. „Wollen wir nicht anfangen?“, fragte eine Stimme hinter ihr und sie drehte sich ruckartig um, nur um dann in Brunos Gesicht zu schauen und seine Gestalt zu bewundern, die ebenso wie die seines Sohnes kostümiert war. „Ja…auf in den Spaß“
Und so wurde aus dem Bett von Anna ein Piratenschiff auf hoher See…und sie konnte sich nicht erinnern, jemals so viel Spaß in ihrem Leben gehabt zu haben.

*********************

Es war schon dunkel, als Anna und Tom sich in der Küche wiederfanden, um etwas zu trinken und sich die vom Lachen schmerzenden Seiten zu halten. „Hast du die beiden alleine gelassen?…Nicht, dass sie angegriffen werden“, sagte Anna gespielt besorgt und Tom schüttelte den Kopf. „Nein, Bruno hat das Segel fest in der Hand“ Anna lachte leise und drängte sich schließlich näher an ihn. „Das war eine ganz wunderbare Idee“, hauchte sie und küsste ihn. Nachdem er sich von ihr gelöst hatte, grinste er sie an. „Das haben wir schon früher zusammen gemacht….Paule, Papa und ich. Das waren die schönsten Stunden unserer Kindheit. Ein Spieltag mit Papa“ Während er das sagte, schaute er an einen nicht definierbaren Punkt in der Luft und sie spürte die Wehmut, die in seinen Worten mitschwang. Sei froh, dass du überhaupt solche Erinnerungen hast…ich kann mit Katja nicht so glänzen.
„Soll ich dir mal was sagen?“, hauchte Tom an ihrem Ohr und sie wurde dadurch wieder aus ihren Gedanken gerissen. „Na, was denn?“, fragte sie gespielt ungeduldig. „Ich habe zwei Überraschungen für dich. Die erste ist oben auf dem Dach“, sagte er und lachte leise. „Und die zweite ist, dass Bruno sich bereit erklärt hat, die beiden mit zu sich zu nehmen für diese Nacht…wir haben also die ganze Zeit für uns alleine“ Bei diesen Worten leuchteten ihre Augen auf und es war ihm sofort klar, dass sie genau die gleichen Vorstellungen davon hatte, was sie in dieser Zeit miteinander machen würden, wie er. „Du hast ihn doch nicht da oben hin gelassen?“, wollte sie misstrauisch wissen und Tom schüttelte tadelnd den Kopf. „Aber nein, was denkst du denn von mir?“ Anna grinste ihn frech an. „Nur das Schlechteste…darum liebe ich dich auch so sehr“, fügte sie hinzu, als er mürrisch den Mund verzog.

Sie wurden durch Bruno und die Kinder aus ihrer Zweisamkeit gerissen, die in die Küche gestürmt kamen und sich langsam verabschieden wollten. „Für unsere beiden Piraten ist es an der Zeit, bald ins Bettchen zu huschen. Und wir ja noch zu mir fahren müssen…“, sagte er und zwinkerte Anna zu. Er wusste ganz genau, was die beiden in dieser Zeit machen würden und er gönnte ihnen diese Stunden der intimen Zweisamkeit aus vollem Herzen. Wer weiß, vielleicht bekomm ich bald noch ein Enkelkind. Vielleicht sogar mal ein Mädchen. Die Untersuchungen beim Frauenarzt hatten ergeben, dass auch Nina einen Sohn erwartete. Vielleicht beschert ihr mir ja mal das Glück, ein bisschen Abwechslung kann nicht schaden. „Habt ihr denn schon alles zusammen?“, fragte Anna an die Kinder gewandt und sie nickten eifrig, ihre kleinen Rucksäcke hoch haltend. Anna warf einen kurzen, prüfenden Blick rein und lachte auf. „Bruno“, sagte sie vorwurfsvoll und schaute ihm in die Augen. „Was denn, sie wollten das alleine machen…was haben sie denn..?“ Weiter kam er nicht, denn er sah ebenfalls rein und musste lachen. Alles voller Spielzeug. „Ihr seid doch morgen wieder hier. Kommt, wir schauen nochmal nach“, sagte Anna und verschwand mit ihnen im Kinderzimmer. Die beiden Männer bleiben zurück und sahen sich an. „Und ihr beide bleibt alleine? Macht aber keinen Blödsinn“ Tom grinste breit. „Du, das kann ich dir nicht versprechen. Du weißt doch, wie unerzogen ich bin…vor allem unanständig. Und Anna geht es auch nicht besser“ Bruno nickte zustimmend. „Ja, das weiß ich. Und, hast du ihr schon gesagt, dass du dich hier wieder einnisten willst?“ Tom schüttelte den Kopf. „Nöö, aber da findet sich noch ein passender Moment“, sagte er leichthin. „Erst mal muss ich mich um meine Überraschung für sie kümmern“ Sofort sah sein Vater neugierig auf. „Warst du deshalb vorhin so lange weg?“ Es interessierte ihn schon seit Stunden brennend, wo Tom gewesen war. „Jups. Aber ich verrate dir nicht, wo ich war. Das geht nur Anna und mich was an“, grinste er und nahm wieder einmal belustigt das unwillige Knurren seines Vaters zur Kenntnis.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 12:14 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 09:59

Kapitel 35

Ungeduldig wartete Anna auf Tom, der kurz irgendwas erledigen wollte. Sicher was für meine Überraschung, dachte sie und lächelte, voller Vorfreude auf das, was sie in kürzester Zeit erwarten würde. Sie hatte es geschafft, die beiden Kinder nach zehnminütigem gutem Zureden zu überzeugen, dass ein paar Sachen für den nächsten Tag und das Lieblingskuscheltier reichen sollte, um diese eine Nacht bei Opa zu überstehen. Tief in ihrem Inneren war sie schon etwas genervt von dieser ganzen Angelegenheit gewesen, da sich schon ganz andere Bilder in ihrem Kopf abspielten. Bilder, die sich nur im sie und einen ganz besonderen Mann drehten. Anna, beruhige dich…bald seid ihr ungestört. Erleichtert hörte sie, wie langsam die Tür geöffnet wurde und Toms Stimme erklang, die sich von Ben, Max und Bruno verabschiedete. Anna ging zu ihnen und umarmte die drei ebenfalls, bevor sie die Arme um Tom schlang und ihm einen sanften Kuss auf die Lippen hauchte. „Hast du alles erledigt?“, fragte sie leise und er nickte nur. „Opa, los“, wurde schon gedrängelt und die Erwachsenen lachten. Bruno hatte ihnen versprochen, alte Bilder von Tom und Paule zu zeigen, die sie wohl ebenfalls bei solchen Spielen zeigte, wie das, was sie in den letzten Stunden gespielt hatten. „Gute Nacht“, riefen Tom und Anna den beiden zu, die daraufhin lächelten und ihren Eltern zu winkten. „Gute Nacht“, erwiderten sie und gingen endgültig aus der Wohnung. „Macht euch einen schönen Abend…und eine noch schönere Nacht“, sagte Bruno und ging mit einem frechen Grinsen und blitzenden Zwinkern hinterher. Endlich, ging es beiden durch den Kopf, als die Tür ins Schloss fiel. Endlich alleine. Liebevoll sahen sie sich in die Augen.

„Wir sind allein“, hauchte Anna, bevor sie ihre Lippen begehrlich auf seine presste und sich noch dichter an ihn schmiegte. Endlich war der Zeitpunkt gekommen…nicht noch einmal würden sich die beiden stören lassen…sollte kommen, was wollte. Nach schier endlosen Minuten lösten sich die beiden voneinander. Lächelnd begann Anna, die restlichen Knöpfe seines Hemdes zu öffnen, was er mit einem hinreißenden Grinsen quittierte. „Nein, noch nicht, Madame. Ich habe noch etwas für dich, schon vergessen?“, hauchte er und griff nach ihren Händen, die unbeirrt dabei waren, sein Hemd abzustreifen. „Was hast du denn für mich? Einen hinreißenden Körper, dem ich lieber jetzt als eine Sekunde später die Klamotten weg reißen will?“, fragte sie ganz unverblümt und streichelte sanft über seine Brust. Tom schaute sie ganz verdutzt an. „So ist das also? Es geht dir also nur um meinen Körper.“ Sie ließ ihren Blick über eben jenen wandern und sah ihm dann ins Gesicht. „Momentan schon…auch wenn du noch andere Qualitäten hast“, stellte sie fest und beugte sich vor, um seinen Oberkörper mit kleinen Küsschen zu bedecken. Das war zu viel. Tom war wirklich mehr als versucht, sie hier und jetzt zu lieben, doch er wollte sich seine Überraschung nicht nehmen lassen. „Oh nein, du kommst jetzt mit!“, forderte er, schwang sie auf seine Arme und ignorierte ihr protestierendes Knurren.

„Es scheint mir, als hättest du großen Spaß daran, mich durch das Treppenhaus zu tragen. Das hast du bis jetzt jeden Abend gemacht“, stellte sie fest und strich weiterhin ungeniert über seine freigelegte Haut. Du fühlst dich einfach zu gut an, um die Finger von dir zu lassen. „Ja, aber bis jetzt war es immer die entgegengesetzte Richtung…also doch mal was neues. Ach und übrigens, du schätzt es doch nicht, hier im Treppenhaus Intimitäten auszutauschen, oder?“ Anna sah ihn an und hörte nicht auf, das zu tun, was ihn zu dieser Frage veranlasste. „Hmm…ich hab es noch nie ausprobiert“, sagte sie leichthin und wusste tief in ihrem Inneren, dass sie es eigentlich auch nicht ausprobieren wollte. „Würdest du denn gerne?“, fragte er verrucht und sie vergaß all ihre Hemmungen. „Ich bin immer für Neues offen“ Tom lächelte und die Art, wie er es tat, ließ erahnen, was er in diesem Moment dachte. „Wenn das so ist“ Schlagartig ließ er sie runter und drückte sie an die Wand, um sie leidenschaftlich zu küssen und seine Zunge in ihren Mund zu drängen. Leise stöhnte Anna auf und ließ alles geschehen. Tom umfasste ihre Oberschenkel und sie umschlang mit ihren Beinen seine Hüften. Na endlich. Geht doch, ging es ihm durch den Kopf und er setzte sich mit ihr auf dem Arm in Bewegung, ohne seine küssenden Lippen von ihren zu trennen.

Nach gefühlten drei Stunden kamen sie oben vor der Tür an und Tom löste sich von ihr. Sanft ließ er sie herunter und sie konnte es nicht verhindern, dass sie taumelte und gegen ihn prallte. „Tschuldige, mein Gleichgewichtssinn ist grad im Urlaub“, murmelte sie und er lachte. Mit glasigen Augen beobachtete sie ihn, wie er die Tür aufschloss und sich wieder an sie wandte. „Schließt du bitte deine Augen?“, bat er und sie tat, wie ihr geheißen. Sanft ergriff er ihre Hand und führte sie auf die Terrasse, in freudiger Erwartung, auf ihre Reaktion.
„So, jetzt darfst du deine Augen wieder öffnen“, hauchte er und sie tat es sogleich. Obwohl sie mit sowas gerechnet hatte, verschlug es ihr den Atem. Es war alles hergerichtet…hergerichtet für eine unvergessliche Liebesnacht mit ihm…Tom. „Oh Gott, es ist so traumhaft schön“, stammelte sie und ließ ihren Blick über das Arrangement wandern. Die vielen Fackeln, die allem einen romantischen Touch gaben, die unzähligen roten Rosenblätter…ihre Sitzecke, die noch gemütlicher wirkte, als sie es ohnehin war. Doch das Größte war der Mann neben ihr. Der Mann, nach dem sie sich schon so lange sehnte. Und heute Nacht würde es passieren…sie würden sich lieben, einander so nahe sein, wie nur irgend möglich. Anna spürte, wie ihr diese Gewissheit Tränen in die Augen schießen ließ, die kurze Zeit später ihre Wangen hinunter liefen.


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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:00

Kapitel 36

Lächelnd sah Tom zu Anna runter und erschrak. Sie weinte. „Was ist denn los, Anna?“, fragte er besorgt und umschlang sie mit seinen starken Armen. Sofort schmiegte sie sich an ihn und lächelte schwach. „Ich bin glücklich. Einfach glücklich. Das ist alles“, hauchte sie. Erleichtert schnaufte Tom durch und grinste schief. „Na Gott sei Dank. Ich hatte kurz das Gefühl, dass es dir vielleicht zu kitschig ist…mit den Rosen und so“, wand er sich verlegen und sie blickte ihm liebevoll in die Augen. „Das ist nicht kitschig, sondern romantisch…und vor allem sehr einladend“, hauchte sie plötzlich verführerisch und begann, ihm sein Hemd von den Schultern zu streifen. Endlich kommst du zur Einsicht, dachte sie, als sie merkte, dass er alles mit sich machen ließ. Sie wanderte mit ihren Händen über seinen Oberkörper und streichelte ihn sanft, was ihn genüsslich die Augen schließen ließ. Lächelnd ließ sie ihre Hand zu seiner Hose wandern und streifte sie ab, bis sie ihn nur noch in Unterhosen vor sich stehen hatte. Leidenschaftlich begann sie, ihn zu küssen. Überrascht schnappte er nach Luft und löste sich von ihr. „Tu auch was“, forderte sie forsch und stellte sich mit einer auffordernden Geste vor ihm hin. Tom legte den Kopf schief und sah sie gespielt ahnungslos an. „Was soll ich denn tun?“, fragte er und sie verdreht leicht gereizt die Augen. „Das hier“ Sie griff nach seinen Händen und legte sie auf ihre Brüste. Tom schluckte…sein Mund fühlte sich mit einem Mal staubtrocken an. „Und jetzt?“, hauchte er und konnte den Blick nicht von seinen Händen nehmen. „Ich glaube langsam, dass du doch nicht der Mann bist, den ich vor über drei Jahren geheiratet habe…mit dem habe ich nämlich schon geschlafen und der wusste, was man in genau solch einem Moment mit der Bluse einer Frau tut. Aufknöpfen!“

Mit hochgezogenen Augenbrauen sah er sie an. „Ach so ist das. Das soll ich machen. Sag das doch gleich“, war seine Antwort und er ließ seine Hände zu den Knöpfen ihrer Bluse wandern. Nach jedem Knopf ließ er es sich nicht nehmen, die freigelegte Haut zu streicheln. Als er es endlich geschafft hatte, sie von diesem blöden Ding zu befreien, legte er seine Hände wieder auf ihren Busen und lächelte über ihr Gesicht, dass allmählich immer mehr die aufwallende Lust widerspiegelte. „Hörst du bitte auf mit diesen Spielchen? Ich halte das nichtmehr aus, Tom“, hauchte sie mit rauer Stimme und er hatte Erbarmen. Er senkte seinen Kopf zu ihr herunter und begann, sie auf seine ganz eigene Art zu küssen. Die Art, die ihr jedes Mal die Sinne vernebelte und in ihr den Wunsch aufkommen ließ, ihn sofort mit Haut und Haar zu spüren. Zufrieden nahm sie wahr, dass er sich an ihrem BH zu schaffen machte und ihn schließlich öffnete. Mit freiem Oberkörper stand sie vor ihm und er schluckte schwer. „Oh Gott, Anna“, brach es schließlich aus Tom heraus. Er nestelte an ihrem Hosenknopf und schaffte es, sie von ihrem Beinkleid zu befreien und auch Schuhe und Strümpfe flogen durch die Luft. Schließlich stand sie nackt vor ihm und sie sahen sich tief in die Augen.

Tom umschlang ihren Körper und hob sie hoch, um sie zur Sitzecke, die für diese Nacht zweckentfremdet wurde, zu tragen und sie sanft in die vielen Kissen zu legen. Glücklich lächelnd betrachtete sie ihn und zog seinen Kopf zu sich, um ihn voller Liebe zu küssen. „Bin ich jetzt wieder der Mann, den du damals geliebt hast?“, hauchte er und sie nickte. „Der Mann, den ich immer noch liebe und immer lieben werde“, bestätigte sie und ließ ihre Hände abermals über seinen Körper gleiten. Sehnsüchtig beugte er sich zu ihr und küsste sie mit einer so plötzlichen Begierde, dass sie kurz überrascht die Augen aufriss. Doch sie ging sofort auf seine Leidenschaft ein und ließ ihre Hand langsam von seinem Kopf, über seine Brust, bis hin zu dem Bund seiner Hose wandern, die er noch unbedingt loswerden musste. Sie zerrte, sie fuhr unter dieses blöde Kleidungsstück, was ihn zwar verzückt aufstöhnen ließ, aber Anna nicht in ihrem Vorhaben half. „Tom, bitte“, stöhnte sie verzweifelt und er verstand. Er löste sich kurz von ihr, was sie nur mit größtem Widerwillen zuließ und stellte sich trotz seinen langsam zitternden Beine vor ihr hin, um sich aufreizend langsam von diesem Ding zu befreien. Voller Faszination betrachtete sie ihn und konnte nicht die Augen von ihm abwenden. Sie schluckte hart, als er vollkommen nackt und schon erregt vor ihr stand. Sie brauchte ihn…auf der Stelle, in genau diesem Moment. „Komm zu mir“, stöhnte sie und breitete einladend die Arme für ihn aus.


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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:00

Kapitel 37

Lächelnd sah Tom zu ihr herunter und legte sich wieder zu ihr. Er beugte sich über sie und küsste sie sanft…ein kleiner Vorbote für das, was in den nächsten Stunden folgen sollte. Sofort ging sie auf ihn ein und küsste ihn ebenso vorsichtig. Auch wenn sie sich noch eben kaum hatten zurückhalten können, wollten sie diese Momente genießen. Es langsam angehen lassen, um alles auszukosten und sich zu spüren. Ihr Kuss wurde leidenschaftlicher und mit jedem Moment, der verstrich, wurden die beiden nur noch mehr erregt und der Wunsch, den anderen zu lieben…wirklich zu lieben, wurde immer größer. Tom löste sich von ihrem Mund und wanderte langsam tiefer, während er seine Hand langsam, aber doch fordernd, über ihren wunderschönen Körper wandern ließ. Sie drängte sich etwas an ihn, doch er löste sich kurz von ihr und sah sie voller Liebe an. „Bitte Anna“, flüsterte er und sah sie mit einem so atemberaubenden Blick an, dass sie nicht anders konnte. Sie ließ sich von ihm sanft in die Kissen drücken und schloss genießerisch die Augen, als er mit seinen Liebkosungen weitermachte. Er küsste ihre Wange, ging weiter zu ihrem Ohr und biss kurz in ihr Ohrläppchen, um dann die äußerst empfindliche Stelle hinter ihrem Ohr mit seiner samtig-weichen Zunge zu liebkosen. Wie auf Kommando seufzte Anna leise auf und es überzog sie eine Gänsehaut. Tom lachte leise an ihrem Ohr und sie wurde von dem Vibrieren seiner Stimme um ein Neues erregt. Tief in ihrem Inneren wünschte sie sich, sie könnte sich gegen ihn wehren…doch ihr Körper war wie gelähmt und sie lag da, ließ alles mit sich geschehen…und obwohl dies nur der Anfang war, reichte es schon aus, um ihr das Gefühl zu geben, die glücklichste Frau auf diesem Planeten zu sein.

Tom wanderte mit seinen Lippen weiter und bahnte sich seinen Weg bis zu ihren Brüsten, deren Warzen sich ihm schon hart entgegen regten und um seine Aufmerksamkeit bettelten. Er umkreiste sie mit seiner Zunge, küsste vorsichtig die umliegende Haut und freute sich über ihr erregtes Aufkeuchen und ihr leichtes Wimmern. Er umschloss die zarte Spitze und saugte sanft an ihr. Anna krallte ihre Finger in seine Haare und stöhnte auf, während seine frechen Hände immer weiter und unaufhaltsam tiefer rutschten…es machte sie schier verrückt. Tom kümmerte sich um die andere Brust und begann, sie mit seiner Hand langsam zu streicheln und zu necken. Das war zu viel für Anna und sie zog an seinen Haaren, sodass es leicht schmerzte. „Tom, nicht“, bettelte sie und sah in seine Augen, die sie funkelnd ansahen. Er lächelte liebevoll. „Doch Anna. Doch. Glaub mir, es wird dir gefallen.“, hauchte er und küsste sie kurz. Dass es ihr die größten Freuden bereiten würde, war ihr auch klar, aber sie wollte sie noch nicht in diesem Moment spüren…erst wollte sie ihn mit ihren Liebkosungen quälen…doch es gelang ihr nicht, sich gegen ihn zu wehren. Sein Kopf verschwand wieder aus ihrer Sichtweite und sie legte den Kopf in den Nacken…schloss die Augen. „Lass dich gehen“, hörte sie seine Stimme und spürte Sekunden später seine wunderbare Zunge an der intimsten Stelle ihres Körpers. Er verwöhnte sie sanft mit seinem Mund. Leckte sanft, küsste sie und saugte. Anna spreizte ihre Beine ein bisschen weiter und schrie urplötzlich auf, als sie der erste Höhepunkt ereilte. „Tom…oh Gott, Tom“

Vollkommen überwältigt lag sie mit geschlossenen Augen da und langsam wurde ihr klar, was da gerade geschehen war. Sie spürte, dass er sich von ihr gelöst hatte und öffnete die Augen, um wieder einmal sein Gesicht genau vor ihrem zu sehen. „Du bist verrückt…einfach verrückt“, hauchte sie und er lachte leise. „Vielleicht. Aber wenn, dann nur nach dir. Es hat dir doch gefallen, oder?“, fragte er und lächelte verschmitzt. Was für eine Frage. „Ja…“, hauchte sie voller Erschöpfung und lag ein paar Minuten mit geschlossenen Augen da, bis sie wieder in sein lusterfülltes Gesicht sah. „Aber jetzt bin ich dran. Und wie ich sehe, hast auch du es bitter nötig“, sagte sie frech und deutete auf den eindeutigen Beweis seiner Erregung. Sie umschlang seinen Hals und küsste ihn stürmisch, um sich immer näher an ihn zu drängen. Sie schaffte es, die Oberhand zu gewinnen und lächelte, als sie auf ihm zum Sitzen kam und er verzückt aufstöhnte, als sie ihren Unterleib leicht an seinem rieb. „Ich liebe dich“, flüsterte sie und war nicht sicher, ob er es gehört hatte. Sie beugte sich zu ihm herunter und begann, sanft seinen Oberkörper zu liebkosen. Sie bedeckte ihn mit heißen Küssen und ließ ihre Zunge folgen. Sie neckte seine Brustwarzen mit ihren sanften Fingern und wanderte anschließend zu seinem Hals, wo sie die empfindliche Haut zärtlich bearbeitete und sanft an ihr saugte. Er stöhnte und seufzte immer wieder auf, nicht zuletzt, weil sie ihn immer wieder an seiner Erregung neckte. „Du bist ein Biest“, knurrte er und sie lachte leise. „Nicht schlimmer als du“, schnurrte sie wie ein kleines Wildkätzchen und wanderte mit ihrer Hand schließlich zu seinen Lenden, um ihn sanft zu streicheln. Er konnte sich nicht beherrschen. Ohne sich zurück zu halten, stöhnte er laut auf und drängte sich ihren Berührungen entgegen. Sie streichelte ihn immer intensiver und ließ es sich nicht nehmen, an den empfindlichsten Stellen ganz besonders aufmerksam zu sein.

Tom hielt es kaum noch aus und als er dann auch noch merkte, dass sie ihre Hand von ihm löste, nur um Sekunden später ihren warmen Mund und ihre weiche Zunge folgen zu lassen, wusste er, dass er handeln musste. Sonst wäre es vorbei gewesen, ehe es hätte beginnen können. Einige Sekunden gab er sich ihr hin und griff dann sanft in ihre Haare, um ihre Tat zu beenden. Sie löste sich tatsächlich von ihm und schaute ihn an. „Was?“, flüsterte sie und quiekte überrascht auf, als er sie mit seiner allerletzten Kraft packte und sich mit ihr drehte, sodass sie beide die Plätze tauschten. „Ich kann nichtmehr, Anna. Ich halte es nichtmehr aus“ Anna sah ihn kurz überrascht an. Sie hätte nicht gedacht, dass er plötzlich so ungeduldig werden würde, nachdem er vorher noch so beherrscht gewirkt hatte. Sie hatte gedacht, dass sie noch länger mit ihrer wieder zur vollen Intensität gesteigerten Lust hätte kämpfen müssen, doch dass er so reagierte, machte sie glücklich. Sie spreizte langsam ihre Beine…signalisierte ihm, dass sie es ebenso brauchte, wie er.

Toms Herz raste und er hatte das Gefühl, dass es in jedem Moment aus seiner Brust springen würde. Ehrfürchtig betrachtete er sie und streichelte sanft über die Innenseiten ihrer Oberschenkel. Sie blickte ihn aus lustverschleierten Augen an. „Liebe mich, Tom“, hauchte sie halb flehend, halb lockend und er konnte sich nicht länger zurückhalten. Nach einem letzten Blick in ihr Gesicht und einem sanften Streicheln ihrer Wange, drängte er sich endgültig zwischen ihre Beine und senkte seine Lippen auf ihre, während er sich sanft und ganz vorsichtig mit ihr vereinte. Sofort löste sich Anna von ihm und bäumte sich mit einem erstickten Schrei auf. Keuchend verdrehte sie die Augen und krallte sich in seine Arme. Als sie ihn ganz in sich spürte, hielten beide in ihren Bewegungen inne und sahen sich wie erstarrt an…genossen das Gefühl dieser intimen Nähe, das sie schon so lange nichtmehr hatten spüren dürfen. Tom sah sie fragend an und sie nickte. Er begann, sich mit einem vorsichtigen Rhythmus zu bewegen…ganz langsam und sachte, damit sie sich an ihn gewöhnen konnte. Sie stöhnte laut und voller Lust auf. „Schneller…bitte Tom“, keuchte sie selbstvergessen und er beschleunigte sein Tempo etwas, ohne aber zu ungestüm zu werden. Er hatte große Mühe, sich zu beherrschen und sie nicht schneller und leidenschaftlicher zu nehmen. Ihr Anblick war so wunderschön, dass er allen Willen zusammen kratzen musste, nicht sofort zu kommen und alles zu beenden, bevor sie beide auf ihre Kosten gekommen waren.

Anna hob ihr Becken an und kam seinen Bewegungen entgegen, um ihn weiter zu animieren, sie endlich schneller und leidenschaftlicher zu lieben. Sie drängte sich ihm entgegen und umschlang seinen Nacken, sodass sie beide zum Sitzen kamen und sie die Führung übernahm. Sie küsste ihn heiß und voller Verlangen und bewegte sich etwas stürmischer, als er noch vor einigen Minuten. Tom stöhnte laut auf und sie nutzte diesen Moment der völligen Hingabe dazu, um ihn nach hinten zu drängen und auf seinem Schoss zum Sitzen zu kommen. Erneut vereinigte sie sich mit ihm und begann, sich auf und ab zu bewegen. Sie gab den Rhythmus vor, der immer schneller und ekstatischer wurde. Tom kam jeder ihrer Bewegungen mit gleicher Leidenschaft entgegen und ihre Körper begannen, sich unkontrolliert zu verkrampfen. Tom stöhnte laut und voller Lust, hauchte ihren Namen und hob seine Hände, um ihre Brüste sanft zu massieren. Sie sahen sich kurz in die Augen, die voller Liebe und Verlangen strahlten. Und plötzlich spürte Anna, dass er sich seinem Höhepunkt immer mehr näherte.

Tom stöhnte und keuchte. Er schrie ihren Namen und schließlich spannte sich jede Faser seines Körpers an…er glaubte, zu verglühen, innerlich zu verbrennen…vor Verzückung zu vergehen. Laut und voller Ekstase schrie er auf, rief voller Leidenschaft ihren Namen und spürte plötzlich befreit, wie sein Höhepunkt ihn überrollte. Voller Genuss gab er sich diesem Gefühl hin, schloss die Augen und rief im letzten Moment der größten Wonne „Ich liebe dich so sehr“, in die sternenklare Nacht.
Die ganze Zeit beobachtete Anna ihn, während sie sich weiter auf ihm bewegte. Sie spürte seine Verspannung und seine unbändige Lust. Als er sich dann auch noch anspannte, sich sein Höhepunkt in ihr entlud und er diese Worte in dem Moment seiner höchsten Erregung in die Nacht schrie, konnte auch sie sich nichtmehr zurückhalten und ihr Höhepunkt ereilte sie wie eine Explosion, die alles Vorhergegangene in den Schatten stellte. Sie schrie auf, verkrampfte sich auf ihm und stöhnte nach einer halben Ewigkeit befreit, als sie endlich erlöst wurde. Erschöpft sackte sie schließlich auf ihm zusammen und bettete ihren Kopf auf seiner Brust. „Ich liebe dich auch“, flüsterte sie und spürte, dass er sich von ihr lösen wollte. „Nein…bitte bleib noch“, keuchte Anna völlig außer Atem und so blieben sie in sich vereint liegen und versuchten, wieder zu Atem zu kommen.


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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:01


Kapitel 38


Nach einer Weile spürte Anna enttäuscht, dass er aus ihr herausglitt und sie rollte sich seufzend von ihm runter. Sofort zog er sie in seine Arme und sie kuschelte sich in seine Armbeuge. Beide schlossen die Augen und spulten die gerade ausgelebte Leidenschaft noch einmal zurück. Anna hatte noch immer das Gefühl, ihn in sich zu spüren und konnte es tief in ihrem Inneren schon wieder nicht erwarten, dieses Gefühl Realität werden zu lassen, genauso wie Tom, der sich wünschte, wieder in ihre wohlwollende Wärme tauchen zu dürfen. Doch um diese Art der Zweisamkeit noch einmal wiederholen zu können, mussten beide sich erst mal von diesem traumhaften Erlebnis erholen. Plötzlich grinste Tom, als ihm die klischeehafteste Frage einfiel, die ein Mann in diesem Moment stellen konnte. „Und, wie war ich?“, fragte er gespielt machohaft und sie hob fragend die Augenbraue. „Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?“ Tom lächelte anzüglich und sah ihr tief in die Augen. „Du warst Spitze. Einfach nur geil“, kam ihre Antwort und er musste über ihren gespielt primitiven Tonfall lachen. „Oh Gott. Wir sollten das wirklich lassen. Das ist ja widerlich“, sagte er und sie lachte mit. „Du hast angefangen“, stellte sie fest und beide verfielen wieder in Schweigen.

„Ich hab da ja noch was. Hast du Durst?“, fragte er fürsorglich und sie nickte. Ja, und wie. Er löste sich kurz von ihr und beugte sich zu dem kleinen Beistelltisch, von dem er eine Champagnerflasche und zwei Gläser nahm. Lächelnd nahm Anna die Gläser entgegen und beobachtete ihn, wie er die Flasche öffnete. Nachdem er für sie eingegossen hatte und sich wieder entspannt zurücklehnte, stießen die beiden an und sahen sich tief in die Augen. „Auf uns…“ „…und unsere Liebe“, vollendete Anna seinen Satz und sie nahmen einen Schluck. „Hmm, der ist aber gut“, lobte sie und er lächelte sie zärtlich an. „Für dich nur das Beste, mein Engel“, sagte er liebevoll und sie lächelte ebenso zurück. „Was hast du eigentlich mit deinem Vater besprochen?“, wechselte er unvermittelt das Thema und Anna knurrte ihn unwillig an. „Das ist nicht der Moment über seine Eltern zu sprechen, oder?“ Tom zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung….was würdest du denn jetzt lieber machen?“ Anna lächelte lüstern und sah ihm tief in die Augen. „Wenn du wüsstest, was ich alles noch mit dir machen will heute Nacht“, raunte sie wie ein männerfressendes Vamp und er schluckte hart ob ihrer plötzlichen Dominanz. Er spürte das Ziehen in seiner Magengegend, das meist der Vorbote für ein erregendes und höhepunktreiches Erlebnis war. „Ich glaube, ich sollte versuchen, das herauszufinden. Hört sich nämlich sehr interessant an“, hauchte er und sie lächelte diebisch. Sie ließ ihre Hand unter die Decke wandern und streichelte über seinen Körper, bis sie bei seiner Mitte ankam. Sie grinste innerlich, als sie spürte, dass er schon auf ihre Worte und harmlosen Berührungen so reagierte. „Ich nehme meine Aussage zurück…es klingt nicht interessant, es ist außerordentlich verführerisch…und anregend“ Anna lachte rau auf. „Erregend trifft es anscheinend eher…wenn ich das richtig wahrnehme“, sagte sie und begann, ihn zu streicheln. Tom seufzte auf und packte sie schließlich, um sie wieder auf den Rücken zu drehen. „Du bist einfach…ohne Worte“, raunte er und presste verlangend seine Lippen auf ihre….

*******************

Es war schon früher Morgen, als Anna aufwachte. Sie wusste zuerst nicht, wo sie sich befand, bis sie schließlich eine Bewegung neben sich spürte und ihr Blick auf Tom fiel. Schlagartig fiel ihr wieder ein, was in den letzten Stunden geschehen war und ihr Herz begann augenblicklich schneller zu schlagen. Oje, sowas habe ich noch nie erlebt. Sie hatten sich noch einige Male geliebt…schon die kleinste Berührung hatte gereicht, um den anderen erneut zu erregen…Anna wusste nur noch, dass er erschöpft auf sie niedergesunken war und seinen starken Körper vorsichtig auf ihren gelegt hatte. Und danach schien sie eingeschlafen zu sein. Einfach so, vor Erschöpfung. Anna bewegte vorsichtig ihre Gliedmaßen und verzog schmerzhaft ihr Gesicht. Oh Gott, ich fühle mich, als hätte ich gestern einen Marathonlauf durch halb Europa mitgemacht, ging es ihr durch den Kopf und sie musste über sich und Tom lächeln. Es hat sich einfach nichts verändert zwischen uns, dachte sie und schwelgte in Erinnerungen, bis sie von Tom unterbrochen wurde, der seine Arme um sie schlang und seinen Kopf auf ihrer Brust bettete. „Warum bist du wach?“, murmelte er schlaftrunken und schmiegte sich noch näher an sie. Anna griff in seine Haare und spielte mit einer seiner widerspenstigen Strähnen. „Weil mir kalt ist“, sagte sie und er schaute kurz auf….seine Augen kaum zu sehen vor lauter Müdigkeit. „Dir ist kalt. Dann brauchst du eine Decke mehr….warte“ Schwerfällig löste er sich von ihr und griff an das Fußende, um sich eine weitere Decke zu schnappen und sie über sie beide auszubreiten. Dann legte er sich wieder zurück und lehnte sich an sie. „Besser?“, fragte er und schloss erneut die Augen. „Irgendwie nicht, mein Liebster…lass uns nach unten gehen“, bat sie, da sich trotz der Wärme, die seine Nähe stets in ihrem Körper auslöste, eine Gänsehaut gebildet hatte. Tom knurrte leise. „Nein, das ist hier grade so gemütlich“, murrte er an ihrem Busen und schmiegte sich noch enger an sie. „Willst du unbedingt, dass ich krank werde?“, fragte sie anklagend und er hob den Kopf, durch dieses Geplänkel wieder wacher. „Wenn ich dich dann pflegen darf?“, fragte er und lächelte auf solch eine Weise, dass ihr sofort klar war, wie er sich diese Pflege vorstellte. „Ich glaube nicht, dass das so eine Traumvorstellung ist. Mama ist immer fast verzweifelt, wenn ich mal krank war. Ich kann sehr stur sein, wenn ich hilflos bin.“ Tom murmelte etwas vor sich hin, dass wie “Nicht nur wenn du hilflos bist“, klang und sah ihr wieder in die Augen. „Ich kann dich nicht überzeugen, nein?“, fragte er und versuchte es mit seiner allerletzten Waffe: seine Hände. Sie glitten vorsichtig über ihren Körper, streichelten sie und kniffen sanft in ihre Haut. Anna schüttelte den Kopf, auch wenn ihr diese Entscheidung äußerst schwer fiel. „Och man“, fluchte er leicht und stand auf, um seine wild durch die Gegend verstreuten Sachen einzusammeln und sich notdürftig anzukleiden. „Was ist….nun komm endlich“, forderte er mürrisch und sie grinste. „Ich wollte nur kurz die Aussicht genießen“, neckte sie und stand ebenfalls auf. Tom beobachtete sie genau und begann, im Kreis um sie herum zu gehen, um jeden Winkel ihres Körpers zu begutachten. „Gefällt dir, was du siehst?“, fragte sie schnippisch. „Joa, Sie sind gut gebaut, Madame“ Anna lachte leise. „Komm jetzt endlich“, bat sie und er folgte ihr seufzend. Er war noch immer etwas wacklig auf den Beinen, was sich aber mit jeder Minute, die verstrich, änderte. Er gähnte herzzerreißend und wie schon bei Ben am vorherigen Morgen, sah Anna auch ihn ermahnend an. „Entschuldige, Mami“, sagte er, bevor sie ihm etwas an den Kopf knallen konnte. „Männer“, fluchte sie und schüttelte den Kopf.

*******************

Endlich kamen sie in ihrer Wohnung an und Tom schloss die Tür. Sofort drückte er Anna gegen eben diese und presste seine Lippen auf ihre. Als sie begann, diesen Kuss zu erwidern, löste er sich von ihr und grinste. „Hast du nicht gesagt, dass dir kalt ist? Da kann nur eine heiße Dusche helfen, glaube ich“ Tom war wieder voll da und konnte abermals nur an eines denken: Wie verführe ich Anna am besten? Anna wiegte den Kopf hin und her. „Um drei Uhr morgens unter der Dusche…das hatte ich auch noch nie“, sagte sie und er lächelte gewinnend. „Dann solltest du es schnellstmöglich ausprobieren…komm“, forderte er und schwang sie auf seine Arme, was sie mit einem leisen Lachen quittierte. Sie umfasste seinen Hals und drehte seinen Kopf vorsichtig zu sich, um ihn küssen zu können. Tom löste sich abermals sofort von ihr und begann, an ihrem Oberteil zu spielen und es zu öffnen. Er dankte Gott, dass sie die blödsinnige Unterwäsche weggelassen hatte. Sie kamen im Bad an und er stellte sie vor sich hin, woraufhin sie begann, ihn aus seiner Kleidung zu befreien. In Windeseile standen sie wieder nackt voreinander und küssten sich. Nachdem Anna diesen leidenschaftlichen Kuss gelöst hatte, fiel ihr Blick auf die Auflage, auf der sonst eigentlich ihre Pflegemittel gestanden hatten…nun befanden sich dort Rasierzeug und anderer Männerkram. „Was ist denn das?“, fragte sie und er sah sie unwissend an. „Was?“ Sie verdrehte die Augen und bewegte seinen Kopf so, dass er den Grund ihrer Frage erkannte. „Ach das…ich hab entschieden, dass ich jetzt bei euch wohne. Ist doch kein Problem für dich, oder?“, fragte er verschmitzt und drückte ihr sogleich einen Kuss auf den Mund, ehe sie etwas erwidern konnte. Das klären wir später, stellte sie in Gedanken klar und ließ sich schließlich auf seine beginnende Verführung ein.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 12:25 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:01

Kapitel 39

Sie standen im Bad und küssten sich heiß, sodass in beiden Köpfen die Sehnsucht nach Liebe immer größer und unbeherrschbarer wurde. Tom strich mit seinen heißen Händen über ihre erhitzte Haut und umfasste ihren Po, den er genüsslich massierte. Währenddessen ließ Anna sich es nicht nehmen, über seinen Rücken zu streichen und leicht über seine Haut zu kratzen. Leise stöhnend lösten sie ich voneinander und sahen sich in die Augen. „Ich dachte, wir wollen duschen“, raunte Anna und Tom sah sie an. „Ach ja, das wollten wir machen. Du hast recht“ Er hob sie hoch und sie schlang ihre Beine um seine Hüften…spürte dabei, dass er anscheinend schon wieder erregt war. „Oh Tom. Du kannst wohl immer, oder?“, fragte sie und aus ihrem Tonfall konnte er entnehmen, dass auch sie nichts gegen ein Liebesspiel unter der Dusche einzuwenden hatte. „Du doch auch. Oder versehe ich mich da?“ Er stellte sie auf den Boden und beugte sich zu ihren Brüsten, deren Knospen verhärtet waren. Federleicht strich er mit seinem Zeigefinger drüber und sie keuchte verlangend auf. „Hmm…ich glaube, das ist Beweis genug, dass du es auch willst“ Er schloss endgültig die Glastür und stellte das warme Wasser an, das sanft auf sie niederregnete und ihre Körper benässte.

Anna begann, über seinen harten Oberkörper zu streicheln und kostete mit ihrem Mund den süßen Geschmack seiner herrlichen Haut, die für sie fast so lebenswichtig war, wie seine Stimme, seine Hände und sein Mund. Tom ließ alles mit sich geschehen, auch als sie vor ihm in die Hocke ging und ihn betrachtete. „Du lieber Himmel“, entfloh es ihr. So oft hatte sie ihn schon in diesem Zustand gesehen, aber in diesem Moment fühlte es sich an, als sei es noch viel aufregender als alle Male zuvor. Sie begann, ihn leicht zu massieren und küsste dabei seinen Bauch. Tom stöhnte lusterfüllt und griff in ihre Haare, was sie aber nicht abhielt, weiter zu machen. Sie entfernte ihre Hand und ließ ihren Mund folgen, tat alles, um ihn zu befriedigen. Tom stöhnte laut und intensiv…ungläubig, dass sie dies wirklich tat. Er hatte nichts dagegen, er liebte es, aber sie machte auch nach den vielen Malen, die sie miteinander geschlafen hatten, noch immer den Eindruck eines so unschuldigen Engels, dass er es einfach nicht fassen konnte. Sie wurde leidenschaftlicher in ihren Bemühungen und spürte, dass er sich immer mehr seinem Höhepunkt näherte. Das wollte sie auf keinen Fall, doch sie hörte nicht auf, ihn weiter zu liebkosen. Erst als er laut stöhnte und sie warnte, ließ sie von ihm ab und keuchte….rang nach Luft, was unter diesen Umständen mehr als schwer war.

„Du machst mich fertig“, hauchte Tom und zog sie wieder auf die Beine, um sie zu küssen. Als Belohnung für ihre wundervolle Liebkosung, aber vor allem, um sie abzulenken. Sein Plan funktionierte. Sie ließ sich komplett auf ihn ein und ließ es zu, dass er seine Zunge in ihren Mund tauchen ließ, um sie bis zur Besinnungslosigkeit zu küssen. Anna ließ alles mit sich geschehen, auch als er sie umdrehte und sich sanft an ihren Rücken schmiegte. Sie wusste nicht, was spannender war. Seine Erregung, die sie immer noch sehr intensiv spüren konnte, seine küssenden Lippen, die ihre noch immer gnadenlos gefangen hielten, oder seine Hände, die sanft über ihren Körper strichen und sich ihren Weg zu Annas Brüsten bahnten. Tom begann, sie zu massieren, mit seinen Fingern über die empfindlichen Spitzen zu streichen und sanft in sie zu kneifen, was Anna mit einem wollüstigen Stöhnen belohnte. Tom küsste ihre Schultern, ihren Hals und knapperte an ihrer empfindlichen Haut, was Anna wieder einmal um den Verstand brachte. Laut seufzend ergab sie sich ihm völlig und taumelte, als er sich kurz von ihrem Rücken löste und sie den Schutz seines Körpers verlor. Nach einigen Sekunden war er wieder bei ihr, um sie mit Duschgel einzureiben…natürlich auf seine verführerische Weise. „Wir wollten uns doch waschen“, erklärte er und fuhr unbeirrt fort. Egal wie sehr sie sich langsam zu wehren versuchte. „Halt still“, forderte er und als sie sich weiter wehrte, schnappte er mit seinem Mund nach ihrem Ohr und ließ seine Zunge in ebenjenes tauchen. Sofort hielt sie still und er grinste. „Bitte Tom. Ich will auch“, hauchte sie und er lachte leise. „Du hast doch schon.“, kam seine Antwort und sie schüttelte den Kopf. Mit einer Kraft, die sie sich selbst nichtmehr zugetraut hatte, drehte sie sich um und drängte ihn an die Wand. Schnell griff sie nach dem Duschgel und ließ eine große Menge in ihren Hand tropfen, ehe sie sich wieder an ihn wand und begann, seinen Körper einzuseifen. „Oh Tom. Ich bin einfach nur verrückt nach dir“, hauchte sie voller Lust und ließ ihre Hand abermals zu seinen Lenden wandern. „Erlöse mich endlich“, flehte sie und er konnte erkennen, dass sie es wirklich brauchte…sonst wäre sie genauso durchgedreht, wie er. Er drehte sich mit ihr, hob sie hoch und drückte sie gegen die Wand. Sofort spreizte sie ihre Beine und er drängte sich zwischen sie, um endlich in sie gleiten zu können. Beide stöhnten gleichzeitig auf und Tom begann, sich schnell zu bewegen. Anna kam jeder Bewegung so gut sie konnte entgegen und beide spürten, dass sie nichtmehr lange brauchen würden. Laut und voller Ekstase schrien sie auf, als der Höhepunkt sie beide gleichzeitig überrollte.

*********************

Mit zitternden Beinen kamen beide aus der Dusche und Anna setzte sich auf den Badewannenrand, um wieder zu Atem zu kommen. Tom lehnte sich an die Glaswand und sie griff nach seiner Hand, um sie ganz zart zu drücken. „Es ist unglaublich schön mit dir, Tom.“, hauchte sie und er sah, dass sich Tränen in ihren Augen sammelten. Sofort ging er vor ihr in die Hocke. „Anna, was ist denn los? Du brauchst doch nicht weinen“, flüsterte er etwas hilflos und urplötzlich warf sie sich in seine Arme. „Ich liebe dich so sehr“, hauchte sie immer wieder und ihn erfüllte ein unbändiges Glücksgefühl. Minuten saßen sie so da und Tom versuchte immer wieder, sich von ihr zu lösen. „Nein“, hauchte sie bei jedem seiner Versuche, doch irgendwann merkte er, dass ihre Umklammerung immer schwacher wurde. Er schaffte es, in ihr Gesicht zu blicken und sah in ihre müden Augen, die nach wie vor glitzerten. „Wir sollten schlafen gehen“, sagte er fürsorglich und sie nickte. „Aber nicht so“, antwortete sie und deutete auf ihre noch immer feuchten Körper. Tom lächelte und erhob sich, um ein frisches großes Badetuch hervorzuzaubern. „Komm her“, forderte er sanft und sie stellte sich vor ihn. Er begann, sie abzurubbeln…nur an den Stellen, von denen er wusste, dass sie dort besonders empfindlich war, wurde er vorsichtiger und strich sanft drüber. Sofort reagierte Anna mit einem Seufzen und sie schloss die Augen, während sie den Kopf in den Nacken warf und einfach nur seine kleinen Spielchen genoss.

Nachdem sie endlich trocken war, nahm Anna ihm das Handtuch aus der Hand und begann, ihn auf ähnlich Weise zu verwöhnen. Leises Seufzen und zärtlich gehauchte Worte erfüllten den Raum, bis sie beide trocken voreinander standen. Zum erneuten Mal in dieser Nacht hob Tom sie auf seine Arme und trug sie zu ihrem Bett. Sanft legte er sie nieder und kuschelte sich mit ihr unter die warmen Decken. „Sag mal, was hat es eigentlich mit deinem Kram auf sich?“, flüsterte sie unvermittelt kuschelte sich an seine Brust. „Ben und Max haben heute erklärt, dass ich zu Hause wohnen soll. Und ich dachte, dass du dich freuen würdest…das tust du doch, oder?“, fragte er und sie lächelte ob seiner plötzlichen Unsicherheit. Sie blickte zu ihm auf und küsste ihn sanft. „Du bist der Mann meines Lebens…was kann es da Schöneres für mich geben, als dass du mit mir und unseren Kindern in einer Wohnung lebst? Außerdem füllst du jetzt endlich den Platz, den ich all die Zeit für dich freigehalten habe“ Dieses Mal war es Tom, der sich zurückhalten musste, um nicht in Tränen auszubrechen. „Hab ich dir schon mal gesagt, dass du die wunderschönste Frau der Welt bist?“, hauchte er mit erstickter Simme und streichelte über ihre wundervolle Goldmähne. „Ja, aber ich kann es nicht oft genug hören“, murmelte sie und ihr fielen endgültig die Augen zu. „Schlaf schön“, murmelte sie und war schon fast eingeschlafen. „Ich liebe dich, mein Engel“, wisperte er und sie antwortete nur mit einem „Hmm“ und einem glücklichen Lächeln. Mit diesem Gesichtsausdruck entfloh sie in das Land der Träume und Tom beobachtete sie noch eine Weile, ehe auch ihn der Schlaf übermannte und er mit Anna in seinen Armen einschlief.


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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:01

Kapitel 40

Am nächsten Tag wachte Anna mit einem wunderschönen Gefühl am ganzen Körper auf. Zugegeben, ihre Arme und Beine fühlten sich schwer an wie Blei und sie würde einige Tage brauchen, um sich von ihrem Muskelkater zu erholen, aber das unglaubliche Erleben einer erfüllten Liebe machte diese körperlichen Schmerzen mehr als wett. Plötzlich bemerkte sie eine Berührung an ihrer rechten Hand und drehte sich um, wodurch sie sogleich in Toms blaugraue Augen schaute. Es überkamen sie ein wohliger Schauer und ein so unbändiges Glücksgefühl, dass sie am liebsten über ihn hergefallen wäre. „Guten Morgen“, hauchte er zärtlich und seine Stimme war eine einzige Liebkosung. „Guten Morgen“, wisperte sie ebenso zurück und lächelte, als Tom über ihren rechten Ringfinger strich. "Hast du gut geschlafen?", fragte er sanft und sie nickte. Sie sahen sich eine Weile an...vollkommen versunken in dem Blick des anderen. „Du trägst deinen auch noch“, stellte er nach einer ganzen Weilen fest, sanft über ihren Finger streichelnd und sie nickte, ehe sie auch nach seiner Hand schnappte und den Ehering betrachtete. „Du doch auch. Es hat sich ja auch nichts geändert.“ Tom schüttelte den Kopf. „Nein, es hat sich alles geändert. Ich hätte nie geglaubt, dass dies möglich gewesen wäre, aber ich habe mich geirrt: Ich liebe dich noch mehr, als damals“ Anna traten Tränen in die Augen. „Und darum möchte ich, dass unsere Liebe auch wieder offiziell bekannt ist“ Er lächelte ihr kurz zu und wühlte sich dann durch die Decken. Er hatte schon eine Jogginghose an, was ihr zeigte, dass er schon länger wach war. Du willst doch wohl nicht etwa?, fragte sie im Stillen und es überkam sie eine Gänsehaut.

Nervös kam Tom wieder zurück…mit einem liebevoll dekorierten Frühstückstablett, in dessen Mitte eine kleine Schatulle direkt ins Auge fiel. Er stellte es auf dem Nachttisch ab und setzte sich zu ihr, um ihre Hand zu ergreifen und sie zart zu drücken. Er räusperte sich und begann, mit klarer und vor Liebe überquellender Stimme zu sprechen. „Wir beide haben viel erlebt, Anna. Ich bin weg gegangen, in der Ungewissheit, ob nach meiner Rückkehr wirklich alles so sein würde, wie es war. Und ich hatte Glück. Es war noch viel schöner: Du hast nie aufgehört, an uns zu glauben. Du hast für mich und unsere Liebe gekämpft, hast mich nie vergessen und hast mich geliebt. Und vor allem: Du hast mir zwei Kinder geschenkt, die ich so sehr liebe, wie ich nur dich lieben kann. Du bist das Größte, das Schönste und das Wertvollste, was ich je in meinen Armen halten durfte. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass du Mein bist und es jeder weiß. Und darum möchte ich dich ein zweites Mal fragen: Willst du meine Frau werden?“ Während er diese Worte gesprochen hatte, waren leise Tränen aus seinen Augen gelaufen und Anna sah ihn geschockt an. Obwohl diese Frage naheliegend war…auch sie hatte schon überlegt, ob sie den ersten Schritt machen sollte, waren seine Worte einfach zu ergreifend, als dass sie mit einem schnöden „Ja“ hätte antworten können. „Ich weiß, eigentlich wollten wir uns Zeit lassen. Und wenn es für dich zu früh ist, dann verstehe ich das. Vergiss einfach, was ich gesagt habe, okay?“, bat er total verunsichert durch ihr Schweigen und setzte sich hin, die Schatulle vom Tablett nehmend und ihr ebenjenes reichend. „Möchtest du Kaffee oder Tee?“, fragte er und sie spürte wie bemüht er war, die Fassung zu bewahren. Sag mal Anna, spinnst du, oder was? Du kannst doch nicht etwa dabei belassen. Hallo, Tom hat dir grad einen Heiratsantrag gemacht. Tom, Heiratsantrag an dich. Also sag endlich ja, du doofe Nuss. „Tom…“, hauchte sie und griff nach seiner Hand, die zitternd versuchte, ihr sowohl eine Tasse Kaffee, als auch eine Tasse Tee einzugießen. „Garnichts von beiden? Lieber einen Orangensaft? Haben wir auch, kein Problem“ Er wollte sich erheben, doch sie packte ihn am Arm. „Tom“, sagte sie beschwörend.

„Ja“, sagte sie einfach nur, was er mit einem fragenden Blick beantwortete. „Ja?“, hauchte er mit zitternder Stimme. Anna lächelte und umschloss sein Gesicht mit ihren Händen. „Ich liebe dich, Tom. Mehr als ich es in Worte fassen könnte. Wenn du mir in die Augen siehst…ja, genauso wie jetzt“, neckte sie, als er sie mit seinem hinreißenden Dackelblick betrachtete, „Glaube ich, dass mein Herz vor Liebe zu zerspringen droht. Wenn du mich küsst, mich berührst, dann schwebe ich auf Wolken. Wenn du mich liebst, vergesse ich alles Böse auf der Welt. Du bist das Beste, was mir je in meinem Leben passieren konnte und ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als wieder offiziell deine Frau Lanford sein.“ Voller Rührung sah er sie an. Sein Mund öffnete und schloss sich dann wieder, ohne einen Laut von sich gegeben zu haben. Dies wiederholte sich ein paarmal, ehe Anna zärtlich lachte und durch seine Haare strich. „Nun schau nicht so wie ein Fisch im Trockenen. JA, ich will deine Frau werden, Tom Lanford….Und ich will ja nichts sagen, aber ich würde jetzt gerne diesen Ring da sehen“ Tom erwachte aus seiner Trance, strahlte überglücklich und stellte das Tablett wieder weg. Er tastete den Boden ab, auf dem er das Kästchen kurzfristig deponiert hatte und wand sich wieder an Anna. „Ich hoffe, er gefällt dir. Er ist ganz anders, als der, den ich dir damals geschenkt hatte“ Gespannt betrachtete sie seine Hände, die ganz langsam den Ring zum Vorschein brachten…Anna stockte der Atem. Solch ein Geschenk konnte nur von Tom kommen. So schlicht, so unpompös, aber einfach wunderschön. „Ich habe ihn gesehen und dachte gleich an dich. Auch du bist so rein, schillernd und wertvoll, wie dieses Silber“, sagte er mit liebevoller Stimme. „Und so sanft und schlicht, aber trotzdem wunderschön, wie dieser kleine Diamant. Gefällt er dir?“ Anna sah ihn mit einem Meer von Tränen in den Augen an. „Selbst wenn er mir nicht vorher schon gefallen hätte, dann wäre es durch deine Worte geschehen…Oh Gott, Tom“, hauchte sie mit tränenerstickter Stimme und er griff nach ihrer Hand, um ihr den Ring sanft überzustreifen. „Passt wie angegossen. Es ist so wunderschön, Tom“, wisperte sie und warf sich endlich in seine Arme. Sie drückte sich fest an ihn und spürte glücklich, dass er sich ebenso fest an sie klammerte. Sie griff nach seinem Kopf und drehte ihn zu sich. „Ich. Liebe. Dich. So. Sehr“ Nach jedem Wort drückte sie ihm einen zärtlichen Kuss auf den Mund und krabbelte anschließend auf seinen Schoß. „Irgendwie will ich nicht, dass die beiden schon wiederkommen“, sagte Anna und fühlte sich im gleichen Moment sehr schäbig. Du bist Mutter, Anna. Doch Tom sah sie verständnisvoll und gleichzeitig verschmitzt an. „Mach dir keine Gedanken. Ich habe schon bei Natascha angerufen. Sie wollen heute den ganzen Tag mit den beiden verbringen. Irgendwie haben sie eine so bombastische Idee gehabt, dass die beiden ihre Sehnsucht nach Mama und Papa vergessen haben. Und Paloma und Christian wollen wohl auch mitkommen“ Anna lächelte glücklich und beugte sich zu ihm runter. „Dann haben wir also immer noch sturmfrei“, stellte sie fest und begann, seinen nackten Oberkörper liebevoll zu streicheln. „Ja. Und du bist nackt“, lächelte Tom und seine Augen bekamen einen lüsternen Glanz. „Aber du nichtmehr. Was eine bodenlose Frechheit ist. Aber was nicht ist, kann ja noch werden“ Sie rutschte ein bisschen tiefer und griff unter seinen Hosenbund, was er mit einem verzückten Laut quittierte. „Oh, der Herr hat auf Unterwäsche verzichtet. Sehr gut“ Sie beugte sich zu ihm runter und sie begannen, ihre Verlobung auf ihre ganz eigene Art zu feiern…nichts ahnend, dass dies für eine lange Zeit der letzte unbeschwerte Tag sein sollte…..


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 13:10 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:01

Kapitel 41

Aus dem Schlafzimmer der Lanfords waren leises Gekicher und liebevoll gehauchte Worte zu hören. Noch immer lagen Anna und Tom im Bett, obwohl es schon längst Nachmittag war. Eigentlich hatten sie sich vorgenommen, ein wenig durch Berlin zu wandern. Alte, geliebte Orte zusammen wieder neu entdecken und einfach ihre Liebe genießen. Doch natürlich hatten sie es wieder mal nur bis zur Dusche geschafft, um festzustellen, dass es im Bett eigentlich viel gemütlicher war. Gerade sahen sie sich alte Fotos an, die sie irgendwann am Anfang ihrer Beziehung gemacht hatten. Künstlerisch gesehen zum Davonlaufen, doch sie strahlten so viel Liebe und Freude aus, dass sie wieder schön waren. Gerade hielt Anna ein Bild hoch, auf dem sie beide…um es mal ganz vorsichtig auszudrücken, richtig bescheuert aussahen. Sie hatten damals den Selbstauslöser eingestellt und sich strahlend vor die Kamera gesetzt und gewartet…gewartet und gewartet, bis es ihnen zu langweilig geworden war und sie sich dem jeweils anderen zugewandt hatten. Und gerade, als sich ihre Lippen zu einem liebevollen Kuss berührt hatten, hatte die Kamera das Bild ihrer Liebe festgehalten. Zusammen mit einem halben Dutzend anderer Fotos, auf denen sie reichlich dümmlich in die Kamera glotzten.

Tom hielt sich den Bauch vor Lachen. „Oh man, Anna. Schau mal, wie du guckst“, gluckste er und ihr empörter Gesichtsausdruck ließ ihn erneut in schallendes Gelächter ausbrechen. „Du schaust auch nicht besser aus“, grummelte sie und er entriss ihr das Bild. Sich langsam wieder beruhigend legte er den Kopf schief. „Nun ja, ich gucke nicht ganz so verdutzt, wie du. Aber das hier ist gut“, sagte er und reichte ihr ein Bild, auf dem er wie ein Model in die Linse schaute. Anna lachte laut auf. „Ja, ich frage mich ernsthaft, warum du nie einen Modeljob bei uns angenommen hast…mit diesen Bildern machst du Virgin ernsthaft Konkurrenz“ Bestürzt sah er sie an und sie lachte nur noch lauter. „Du vergleichst mich mit Virgin?“, fragte er ungläubig und seine Augen drohten aus seinem Gesicht zu fallen. Anna nickte und grinste frech. „Warum nicht? Es kann wirklich schlimmere Vergleiche geben. Virgie ist gutaussehend, loyal, ein sehr netter und guter Freund, hilfsbereit, lustig….“ „…und schwul“, fiel er ihr ins Wort, da er große Angst bekam, dass diese Lobhudelei noch Stunden weitergehen würde. Anna sah ihm in die Augen und ihr strahlendes Blaugrün nahm einen lüsternen Glanz an. „Tja, das bist du wohl nicht“, stellte sie fest und streichelte sanft über seinen Oberkörper. Tom lächelte und sein Blick wirkte auf sie wie ein samtiges Streicheln auf ihrer Haut. „Hast du etwas dagegen?“ Anna schüttelte leicht den Kopf. „Gott bewahre. Was würde ich denn dann machen? Ohne Mann im Bett kann es bisweilen langweilig werden…und die kalten Füße erst“, beschwerte sie sich und Tom knurrte leicht. „So ist das also? Ich diene als dein Fußwärmer“ „…und als Liebhaber. Weißt du, das ist uns Frauen auch sehr wichtig.“, konterte sie frech und er baute sich bedrohlich auf. „Als Liebhaber also, ja? Als Liebhaber“, flüsterte er und schnappte nach einem Kissen. Kichernd wich Anna ihm aus. „Ja, wenn du willst, kannst du immer bei mir üben. Meine Bettdecke ist immer offen für dich“, lachte sie und er griff nach ihrer Hüfte. „Ich werde es mir überlegen“ Anna quietschte auf, als er begann, in ihre Seiten zu pieken. Sie lachte laut und wand sich in seinen Armen, als er sie kitzelte und piekste und küsste und ärgerte…sich einfach an ihr rächte.

**********************

Sie hatte es geschafft. Sie konnte es zwar immer noch nicht fassen, dass sie sich so einfach an ihren Wachhunden hatte vorbeischleichen können, aber es hatte geklappt. Nun saß sie hier in diesem kleinen Haus, in dem Christian bald mit den Kindern erscheinen sollte. Sie beide wollten Ben und Max eine Weile hier behalten. Und Carla freute sich auf sie. Sie kannten sich natürlich schon und sie mochte die beiden…obwohl sie Kinder sonst eher als lästig und störend ansah. Aber bei den beiden war es was anderes…sie waren von Tom. Dass sie die dazugehörige Mutter von Grund auf hasste, blendete sie dabei aus. Können die beiden ja nichts dafür, dass sie solch eine Mutter haben…dafür ist der Vater umso besser. Christian wollten sie eine Weile bei sich behalten und es vor ihnen so aussehen lassen, dass sie einfach nur Urlaub machten, um Mama und Papa etwas Zeit für sich zu geben. Carla grinste diebisch in sich hinein. Die werden sie noch haben…um sich wieder voneinander zu trennen. Carla war klar, dass sie gleich in Verdacht geraten würde und so wollte sie dieses Haus auch nichtmehr verlassen. Christian würde immer zu den anderen gehen müssen, um nicht aufzufallen und während dieser Zeit könnte sie sich immer um die Kinder kümmern.

Ihr Plan war genial und das Beste war, dass der große Bruno Lanford selbst den Startschuss gegeben hatte. Er hatte ein Segelboot gemietet, um die beiden von zu Hause abzulenken. „Anna und Tom brauchen etwas Zeit für sich….mögt ihr nicht mitkommen?“, hatte Christian ihn nachgeäfft. Carlas Magen drehte sich um, als sie daran dachte, was die beiden wohl gerade machen würden. Aber genießt nur euer Glück…bald sieht es ganz anders aus. Christian wollte das Ganze weiter arrangieren…sie wusste nicht wie, aber allein die Vorstellung, dass Tom wieder auf dem Wasser zwei über alles geliebte Menschen verlieren sollte…oder zumindest sollte er das denken, war für ihren Plan genau das Richtige. Eure Beziehung wird daran zu Grunde gehen…und ich werde als die große Retterin eurer Kinder brillieren. Und dann bist du endlich mein, Tom Lanford. Sie glaubte fest daran…fest an eine Liebe, die es nie gegeben hatte.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 13:13 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:02

Kapitel 42

Verzweifelt versuchte Natascha, Tom und Anna zu erreichen. Beide Handys waren aus und auch bei dem Haustelefon nahm keiner ab. „So eine verdammte S.cheiße“, fluchte sie und vergaß dabei ihre gute Kinderstube. Es konnte einfach nicht sein. Die Kinder waren weg…einfach nichtmehr da. Immer und immer wieder rekapitulierte sie den Nachmittag, doch es wollte ihr einfach nicht einfallen, was sie falsch gemacht hatten. Nach einer ganzen Weile auf dem Wasser hatten sie sich dazu entscheiden, auf einer kleinen Insel Rast zu machen, um wieder Boden unter den Füßen zu haben. Besonders sie, Paloma und auch Paule waren über diesen Zustand mehr als froh gewesen. Sie hatten sich alle zusammen ein leckeres Picknick zusammengestellt und sich in den Rasen gesetzt, bis sie schließlich pappe satt auf der Decke gesessen und sich müde in die Augen geschaut hatten. Und dann war Christian auf einmal auf die Idee gekommen, dass ein kleines Versteckspiel doch der beste Abbau für die neu draufgeschlagenen Kalorien war…natürlich hatten die Kinder gleich freudestrahlend zugestimmt und Bruno musste sich zusammen mit den Frauen geschlagen geben. Eine ganze Weile hatten sie sich vergnügt mit dem Spiel beschäftigt, bis Paule dran gewesen war. Jeden der Erwachsenen hatte sie in Null Komma Nichts gefunden, nur bei den Kindern hatte es lange gedauert. Am Anfang hatte es sie noch nicht beunruhigt, die beiden fanden immer die besten Verstecke…doch als sie die beiden nach zehn Minuten immer noch nicht gefunden hatten, waren alle alarmiert gewesen und hatten sich auf die Suche gemacht.

Seit einer geschlagenen Stunde suchten sie alle nach den beiden, während Natascha an ihrem Aufenthaltsort geblieben war, in der Hoffnung, dass die beiden zurück kommen würden. Doch nichts. Und auch Anna und Tom waren nicht zu erreichen. Ja ist das ein Wunder? Natascha gönnten ihnen ihre Zweisamkeit, aber sie brauchte die beiden jetzt. Auf einmal hörte sie ein Rascheln und drehte sich sogleich um. Noch nie in ihrem Leben war sie so enttäuscht gewesen, Bruno auf sich zukommen zu sehen…alleine. „Ich weiß nicht, wo sie sind. Ich hab überall nachgeguckt“, wisperte er, als er vor ihr stand und seine Stimme schien gleich zu versagen. „Haben sich die anderen gemeldet?“, fragte er mit tränenerstickter Stimme und Natascha schüttelte den Kopf. Beide griffen nach der Hand des jeweils anderen und drückten sie sanft. Einer wird sie gefunden haben, machten sie sich selbst Mut und warteten gemeinsam. Innerhalb von einer Viertelstunde kamen sie alle aus ihren Löchern und bei jedem hielten sie gespannt und voller Hoffnung die Luft an…doch nichts. Nicht einer hatte die Kinder bei sich. „Nein“, hauchten die Frauen und jeder Einzelnen traten Tränen in die Augen. Bruno wirkte wie weggetreten. „Wie…wie sollen wir das nur den beiden erklären?“, fragte er verzweifelt und legte einen Arm um Paule. Alle sahen sich ratlos und voller Angst an…und keiner von ihnen bemerkte das zufriedene Glitzern in den Augen von Christian, der seine Freundin in den Armen hielt. Tja, das steht wohl in den Sternen, wann ihr die beiden wiederseht, dachte er boshaft und legte eine leidende Miene auf.

*******************

Lustvolles Seufzen war aus dem Schlafzimmer zu hören, in dem Anna und Tom im Bett lagen und sich voller Liebe küssten und streichelten. Sie hatten es tatsächlich geschafft, raus zu gehen und eine Kleinigkeit zu essen. Doch sobald sie beide fertig gewesen waren, hatten sie schnell gezahlt und waren wieder nach Hause gegangen. So oft hatten sie sich in den letzten vierundzwanzig Stunden geliebt und verwöhnt, dass es ein Wunder war, dass sie noch immer nicht die Finger voneinander lassen konnten. Kurz hatten sie sich gefragt, ob es wohl schon in eine Art Sucht ausartete, doch sie hatten sich wieder beruhigt, als sie sich daran erinnerten, dass sie ja drei Jahre darauf verzichtet hatten…und was waren diese paar Male schon gegen knapp 1100 verpasste Nächte? Ein Witz.

Voller Leidenschaft küssten sie sich und strichen über den Körper des anderen. In den letzten Stunden hatte sich immer wieder den Körper des anderen gekostet und festgestellt, dass es immer noch so himmlisch und unwiderstehlich wie damals war. Sobald Anna ihn sah, es reichte schon sein nackter Oberkörper, wünschte sie sich, ihn endlich wieder mit Haut und Haar spüren zu dürfen. Und sobald er nackt war, waren alle Gedanken, die nur ansatzweise ein rationales Denken oder Handeln möglich machten, wie in Luft aufgelöst. Und Tom schien es genauso zu gehen, jedenfalls war er genauso zügellos und erregt, wenn sie nur ihre Bluse ein Stückchen öffnete. „Oh Anna. Du bist schlimmer als jede Droge“, hauchte Tom atemlos, als sie sich wieder voneinander gelöst hatten. Anna strich durch seine Haare und zog seinen Kopf schon fast brutal zu sich, um ihre Lippen wieder auf seine zu pressen. „Und du bist meine Droge. Bitte Tom, lass mich endlich wieder auf Wolken schweben“, wisperte sie und öffnete einladend die Beine. Tom schluckte bei diesem Angebot. „Du hast wirklich schon genug von unserem kleinen Vorspiel?“, fragte er und grinste diebisch, während er sanft über die Innenseiten ihrer Oberschenkel strich, bis er an ihrer empfindlichsten Körperstelle ankam. Sofort stöhnte Anna willig auf und nickte. „Oh ja, mehr als genug…bitte Tom, nimm deine Hand da weg…ich brauche etwas anderes“, flüsterte sie und wurde auf einmal rot vor Verlegenheit, als sie sich ihrer eigenen Worte bewusst wurde.

Tom lächelte lüstern. „Was brauchst du denn da?“, fragte er, ohne seine streichelnde Hand von ihr zu lassen. Anna sah ihn mit verklärtem Blick an und freute sich sichtlich über sein lustvolles Stöhnen, als sie nach seiner Erregung griff. „Das hier“ Sie begann, ihn zärtlich zu streicheln, bis er ein ergebenes Seufzen von sich gab und sich ihr völlig auslieferte. Schnell drängte sie Tom auf den Rücken und setzte sich auf ihn. Lächelnd betrachtete sie sein angespanntes, vor Lust verzerrtes Gesicht und schließlich konnte sie nichtmehr an sich halten. Langsam ließ sie sich auf ihn niedersinken und nahm ihn ganz in sich auf, was sie beide mit einem befreiten Stöhnen quittierten. Sie bewegte sich ganz vorsichtig auf ihm, um das Gefühl seiner Nähe ganz und gar genießen zu können. Jede ihrer Bewegungen wurde von Tom mit einem wohligen Keuchen belohnt, was sie anstachelte, schneller und leidenschaftlicher zu werden. „Anna“, stöhnte er auf und umfasste ihr Becken, um ihre Bewegungen besser kontrollieren zu können und einen gewissen Halt in seiner passiven und unterlegenen Lage zu erhalten. Doch plötzlich geschah etwas, was ihn sofort aus seinem gefühlvollem Schweben riss: Anna keuchte vor Schmerz auf.

Ein schmerzvoller Stich, so wie sie ihn noch nie in ihrem Leben gefühlt hatte, durchzuckte ihr Herz und sie hielt abrupt in ihrem Liebesspiel inne. Sofort riss ihr Liebster seine Augen auf. „Was ist, Anna? Hab ich dir weh getan?“, fragte er erschrocken und sie spürte, wie sich die erregte Energie in diesem Raum von der einen auf die andere Sekunde verflüchtigte. Sie schüttelte den Kopf. „Nein aber…aua“, keuchte sie und löste sich endgültig von ihm. Sie setzte sich auf den Bettrand und versuchte, dieses Stechen in ihrer Brust durch ein vorsichtiges Ein-und Ausatmen wieder loszuwerden. Und auf einmal schlich ein Bild vor ihr geistiges Auge…ein Bild, dass sie leise aufschreien ließ. „NEIN“ Sie sah ihre Kinder vor sich, die voller Angst nach ihr schrien…die weinten und zu ihrer Mama wollten. „Was ist denn los, Anna?“, hörte sie Toms ängstliche Stimme und spürte sogleich seinen schützenden Körper an ihrem Rücken. „Ben und Max“, hauchte sie und es traten Tränen in ihre Augen. „Was ist mit ihnen?“, fragte er und sie hörte die aufkommende Panik, die auch ihren Körper langsam in Beschlag nahm. „Sie…es…da…stimmt etwas nicht“, keuchte sie voller Schmerz. Tom drehte sie zu sich. „Wie kommst du darauf?“, fragte er ungläubig und sie zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Es ist so ein Gefühl. Spürst du denn gar nichts?“ Tom schüttelte den Kopf und drückte sie an sich. „Soll ich bei Natascha anrufen und fragen, ob alles in Ordnung ist?“ Anna nickte sofort dankbar. „Ja, ich muss wissen, was da los ist“ Tom griff nach seinem Handy und schaltete es an. Gott sei Dank hatte Natascha ihre Nummer behalten, sodass er sie gleich anrufen konnte. Als das Handy an war, erschien auf dem Display die Nachricht, dass sie schon ein Dutzend Mal versucht hatte, ihn zu erreichen. „Sie hat mich zwölf Mal angerufen“, hauchte er und er spürte, dass ihn langsam die gleiche Panik wie Anna gefangen nahm. Sein Herz krampfte sich schmerzhaft zusammen, als er ihre Nummer wählte…in der Hoffnung, dass dies alles nur einen harmlosen Hintergrund hatte.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 13:15 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:02

Kapitel 43

Nach dem dritten Rufsignal ging Natascha mit einem kläglichen „Ja“ an das Telefon, da sie schon gesehen hatte, wer da auf der anderen Seite war. Sofort war Tom alarmiert und auch bei ihm wurde das Gefühl immer stärker, dass etwas gewaltig in die falsche Richtung lief. „Natascha, ist alles in Ordnung bei euch? Wie geht es Ben und Max?“, kam er gleich zur Sache und Anna krallte sich in seinen Arm, sodass es schmerzhaft spannte. Autsch. Er keuchte kurz und sah ihr in die Augen, bis er auf seinen Arm deutete und sie schnell die Hand zurück zog. „Stell auf laut“, bat sie ihn und er machte den Lautsprecher an. „Ach, wir sind schon auf den Weg zu euch. In einer Stunde sind wir da.“, gab sich Natascha locker und fröhlich, doch die beiden kannten sie schon lange genug und wussten, dass es nur gespielt war. „Bist du dir sicher? Was ist los bei euch?“, bohrte Tom weiter und Anna nickte zustimmend. „Nein, es ist alles in Ordnung“, versuchte Natascha sie weiter zu beruhigen. „Gut, dann gib uns mal bitte kurz Ben und Max“, mischte Anna sich in ihr Gespräch ein. Plötzlich begann Natascha zu drucksen und schien um Worte zu ringen. „Ich kann….die beiden schlafen“ „Dann weck sie…ich will mit ihnen reden, nur ganz kurz“, sagte Anna bestimmt und wurde mit einem Mal total unruhig. Wenn du mir die beiden nicht gibst, dann…“Ich kann nicht“ Annas Augen blitzten bedrohlich und dies war nie ein gutes Zeichen. „Und warum nicht? Die beiden werden schon nichts dagegen haben…ich möchte einfach nur kurz ihre Stimmen hören“, sagte Anna flehend und Natascha rang mit sich. „Anna, es geht wirklich nicht…wirklich“ „UND WARUM NICHT, VERDAMMT NOCHMAL?“, verlor Anna die Beherrschung und Tom, der die ganze Zeit geschwiegen hatte und mit streichelnden Händen beruhigend über ihren Rücken gefahren war, zuckte erschrocken zusammen. „Weil…weil ich nicht…nicht weiß, wo die beide sind“, antwortete Natascha mit leiser, stockender Stimme. Aus Annas Körper schien alle Energie zu flüchten und sie sackte in sich zusammen. Tom war ebenso fassungslos und brachte nur ein „Was?“ heraus. „Die beiden sind verschwunden, Anna.“, hauchte Natascha tränenerstickt…Nein, das kann nicht sein. Das darf nicht sein, dachte Anna verzweifelt. Das war nur ein böser Traum…nichts weiter.

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Christian hatte es geschafft, sich von den anderen zu lösen, indem er vorgegeben hatte, noch einmal sehr intensiv nach ihnen suchen zu wollen. Es hatte alles wunderbar geklappt und er war noch immer überrascht, wie gut. Er hatte sich mit beiden zusammen versteckt, bis er ihnen ein ganz tolles Versteck versprochen hatte, wo sie nie einer finden sollte. Und natürlich hatten sie sich gleich gefreut über die Hilfe ihres Lieblingserwachsenen, sodass sie ihm einfach brav gefolgt waren. Gemeinsam sind sie an einer kleinen Hütte angekommen. „Hier müsst ihr rein. Da findet euch niemand. Und wenn alles vorbei ist, hole ich euch wieder ab und es gibt eine kleine Überraschung“ Die beiden hatten ganz eifrig genickt. „Aber bestimmt nicht so toll, wie die von Papa“, hatten sie ganz unbewusst den wundesten Punkt bei Christian getroffen, woraufhin er sich bemüht liebevoll von ihnen verabschiedet hatte. Er liebte diese kleinen Rabauken wirklich, doch dass sie nach zwei Tagen mit Tom ihn schon als ihren Papa vergessen hatten, war ein herber Tritt in die Magengrube. Dabei war ich es doch, der euch immer alles gezeigt hat.

Er hatte danach eine Weile mitgespielt und war zu den anderen zurück gegangen, bis sich alle in heller Panik, wo die beiden denn seien, auf die Suche nach ihnen gemacht hatten. Und das war der Startschuss für ihn gewesen, so schnell wie möglich zu ihnen zu gelangen und sie zu Carla zu bringen. Als er wieder bei ihnen angekommen war, waren die beide vor Langweile eingeschlafen und so war es ein Leichtes für ihn gewesen, sie einfach nur hoch zu heben und zu ihrem neuen zu Hause zu bringen. Gleich waren sie aufgewacht. „Du warst lange weg…wir waren schon ganz traurig“, hatte Ben gesagt und er hatte ihm liebevoll zugelächelt. „Das tut mir leid, aber ihr habt das ganz fein gemacht. Und euer geduldiges Warten werde ich auch belohnen.“ Die beiden hatten ihn stolz an genickt. „Was du sagst, machen wir. Du bist unser liebster Chris“ Diese Worte hatten für Christian die für ihn übertriebene Freude über Tom wieder wett gemacht und er war mit beiden im Arm an dem kleinen Haus angekommen, an dessen Tür Carla schon wartete. Ben und Max hatten sie gleich erkannt und mürrisch den Mund verzogen. „Was will die denn hier?“, hatte Ben gefragt, weil er wusste, dass seine Mami die Frau nicht mochte. „Die ist doof“, hatte Max ganz ehrlich gesagt und die beiden hatten begonnen, auf seinem Arm zu strampeln. „Wir wollen nicht zu der…lieber wieder zurück zu den andern“ Christian hatte nur den Kopf geschüttelt. „Nein, wir bleiben jetzt erst mal eine Weile hier…ihr werdet sehen, Carla ist ganz toll.“ Beide hatten den Kopf geschüttelt. „Mama mag die nicht…und wir auch nicht. Wir wollen zu Mama und Papa“, hatten die beiden gebettelt und begonnen, zu weinen. S.cheiße, war es ihm durch den Kopf gegangen, dass es so schwer wird, habe ich nicht gedacht. Ja sicher, er hatte immer gewusst, wie sehr Anna auch in der Anwesenheit der Kinder betont hatte, wie sehr sie Carla verabscheute, aber das es so schlimm war? Naja, wir werden das schaffen…muss sie sich eben auch mal ein bisschen anstrengen.

Nachdem er sie beide bei Carla abgeliefert hatte und die beiden unter allergrößtem Protest in das Haus hineingezerrt wurden, war er wieder zurück gegangen und hatte den leidenden Christian gespielt…bis die anderen zurückwollten und ihn gebeten hatten, noch weiter zu suchen und die Polizei zu verständigen. Dies hatte er natürlich nicht gemacht, sondern war gleich zu den dreien gelaufen. Und jetzt stand er vor der Tür und war gespannt, wie es gelaufen war. Leise schloss er die Tür auf und horchte…doch kein Laut drang zu ihm. Hast du irgendwas…? Weiter kam er nicht, denn plötzlich wurde er gepackt und an die nebenliegende Wand gedrückt. „Warum hast du mir nicht gesagt, wie sehr Anna die beiden aufgehetzt hat, du Volli.diot? Die hätten mir beinahe die ganze Insel zusammen geplärrt, die beiden Rotzgören“ Christian lächelte süffisant und griff galant nach ihrem Arm, um ihn dann ruckartig von sich zu lösen. „Ach echt? Ich hab nichts gehört. Und auch jetzt scheint alles ruhig zu sein“ Carla zuckte mit den Schultern. „Tja, ich hab den beiden ja auch eine doppelte Dosis Schlaftabletten gegeben“, lächelte sie boshaft. Christian riss erschrocken die Augen auf. „Du hast was? Sag mal, bist du jetzt total bekloppt, du dummes Miststück?“


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 13:19 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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