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 AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht

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Staffi_94

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BeitragThema: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Jul 02 2012, 18:33

das Eingangsposting lautete :

Nach drei Jahren steht Tom auf einmal wieder in der Firma. Wie werden seine Freunde auf ihn reagieren? Was ist der Grund für sein Verschwinden gewesen? Und vor allem: Werden Anna und seine Kinder ihm verzeihen können?

Prolog:

Anna saß in ihrem Büro bei Lanford. Sie arbeitete nach wie vor als Designerin. Sie hatte noch immer einen hohen Stellenwert in der Firma und hätte auch als Chefdesignerin arbeiten können, da Carla von ihren Eltern auch aus diesem Unternehmen degradiert wurde. Warum es so war, wusste selbst Carla nicht, aber ihre Eltern hatten noch ungehaltener als sonst gewirkt. Anna arbeitete jetzt offiziell ganz intensiv mit Nina zusammen, die ihr damals zu ihrem größten Glück verholfen hatte und, ähnlich wie sie, ein ungeheures Maß an kreativem Talent in sich hatte. Und dieses Talent wurde nicht durch ein unnützes Studium eingeengt, sondern konnte sich frei entfalten. Und noch eine große Gemeinsamkeit hatten die beiden Frauen: sie waren unsterblich in die Söhne von Bruno Lanford verliebt. Nina hatte vor zwei Jahren Luca, den noch vor drei Jahren für alle unbekannten unehelichen Sohn Brunos, geheiratet und war jetzt schwanger. Sie war so glücklich, dass Anna jedes Mal neidisch wurde, wenn sie die beiden sah. Denn sie hatte ihren Lanford- Sprössling nichtmehr bei sich: Tom. Tom war das für sie, was man wohl als DIE Liebe des Lebens bezeichnete. Von der man nie wieder los kam, wenn man ihr einmal begegnete. Und besonders ihre Begegnung damals, die alles auf den Kopf stellte, konnte nicht bedeutungsvoll genug sein. Damals auf dem Dach, als sie sich umbringen wollte, weil sie geglaubt hatte, dass sie mit dem Tod ihres geliebten ersten Mannes, Jonas, nicht umgehen könnte. Aber da hatte auf einmal ein blonder, männlicher Engel mit wunderschönen blauen Augen hinter ihr gestanden und hatte sie gerettet. Sie beide hatten sich gegenseitig so oft in jeder Hinsicht gerettet, wie man einen Menschen nur vor dem Unglück bewahren konnte. Nachdem sie nach vielen Hindernissen endlich geheiratet hatten, hatte sie gedacht, dass ab diesem Zeitpunkt alles gut werden würde. Sie hatten sich geliebt und unglaublich viel Spaß miteinander gehabt. Und ja, dachte Anna, du hättest wissen müssen, dass das nicht ewig halten könnte. So viel Glück kann’s doch gar nicht geben.
An dem Abend, als sie ihm freudestrahlend verkünden wollte, dass sie schwanger war, hatte sie eine leere Wohnung mit einem leeren Kleiderschrank, in dem sonst Toms Sachen hingen, aufgefunden und einen Brief, der ganz eindeutig von ihrem Ehemann stammte. Anna konnte sich immer noch ganz eindeutig an diese Worte erinnern, denn sie hatten diesen Brief gefühlte 100.000-mal gelesen.

Mein lieber Schatz,

wenn du diesen Brief hier liest, bin ich schon weit weg von dir. Es tut mir leid, aber es geht nicht anders, ich muss mich von dir trennen. Es ist etwas passiert, was unsere Beziehung für eine gewisse Zeit unmöglich macht. Ich weiß, dass du gerade ganz ungläubig auf diese Worte starrst und nicht glauben kannst, was du liest. Doch es ist etwas geschehen, was mit schon jahrelang große Probleme bereitet und ich möchte dich nicht dort mit rein ziehen. Ich werde eine Zeitlang nicht bei dir sein, aber ich bitte dich auf mich zu warten. Bitte stell keine Nachforschungen an, es wäre zu gefährlich für dich, wenn wir beide weiterhin Kontakt zueinander hätten. Bitte, mein Liebes, vernichte diesen Brief so schnell es geht. Anbei liegen Papiere…Papiere die mir schier das Herz zerreisen und die mich verrückt machen, weil ich sie unterschreiben musste. Bitte tu es mir gleich und setzte alles Weitere dafür in Bewegung. Solltest du es nicht über dich bringen, so schick es bitte an die auf der Rückseite geschriebene Adresse. Unterschrieb diese Papiere, sonst haben wir beide nie wieder die Chance zusammen zu kommen.

Ich muss jetzt gehen. Vergiss nie, dass ich dich über alles liebe und es nie eine andere Frau für mich geben wird als dich.

Machs gut, mein süßer Engel,
Dein Tom


Die beigefügten Zettel waren ein Antrag zur Annullierung ihrer Ehe gewesen. Als sie dies gesehen hatte und Toms Unterschrift, war sie weinend zusammengebrochen und hatte, entgegen Toms Bitte, bei ihm angerufen. Doch zu ihrer großen Bestürzung hatte Tom sein Handy zu Hause gelassen. Tagelang hatte sie sich in ihrer gemeinsamen Wohnung eingeschlossen, das Schriftstück ständig mit sich geschleppt und schließlich, nachdem sie sich den Brief immer wieder durchlas und Toms Worte in sich aufnahm, unterschrieben. Er hatte Recht gehabt, sie hatte diesen Schrieb nicht irgendwo abgeben können, um ihrem großen Unglück einen Anfang zu geben und hatte diese an eine Adresse in Köln geschickt. Nach zwei Wochen hatte sie sie Bestätigung in der Hand gehabt, dass sie nichtmehr mit Tom Lanford verheiratet war. Doch sie vertraute bis heute auf Tom und hatte in sich das bestärkende Gefühl, dass sie ihn bald wiederhaben würde und mit ihm und ihren beiden Kindern endlich glücklich sein könnte.
Sie schaute raus. Es wurde langsam dunkel und sie hatte überhaupt keine Ideen mehr für eine neue Kollektion. Also packte sie zusammen, verabschiedete sich von Natascha, die ihr Büro nebenan hatte und ging die Treppe runter, vorbei an ihrem Arbeitsplatz. Sie sah auf Toms Büro. Luca hatte es vor einiger Zeit beziehen wollen, doch Anna hatte schon fast mit Kündigung gedroht, sollte er sich dort einnisten. Dieses Büro gehörte nur einem Geschäftsführer Lanfords und zwar Tom. Und auch ihr Arbeitsplatz sollte so lange unbesetzt bleiben, bis er wieder da war. Und wenn es sein musste, würden diese zwei Plätze für immer leer sein.

***************

Tom Lanford saß in einem Flugzeug in Moskau, das ihn zurück nach Berlin bringen würde. Zurück in seine Heimat, zu seiner Familie, zu seiner Frau. Er hatte endlich alles überstanden und er würde endlich alles aufklären können, was ihm in seinem Leben immer schon Probleme bereitet hatte. Und er würde seine Kinder kennen lernen, denn durch Enrique, seinem einzigen Bindeglied zu seinem alten Leben, hatte er erfahren, dass er Vater zweier kleiner süßen Jungs war. Die Freundschaft zu Enrique war durch diese Zeit noch intensiver geworden und wenn alles so klappen würde, wie er es sich vorstellte, dann würde er Enrique auf eine ganz besondere Art danken. Wie genau das aussehen sollte, wusste er noch nicht, aber das würde noch kommen.

Als Tom Stunden später in Berlin ankam, machte er sich als erstes auf den Weg zu dem Hotel, in dem Enrique ihm ein Zimmer reserviert hatte. Dort hielt er sich eine Zeit auf, duschte sich, machte sich frisch und versuchte, ganz besonders gut auszusehen. Denn wenn sein Plan funktionierte, würde er sein Engelchen heute wieder sehen. Sein Herz zog sich vor Freude zusammen. Er sah auf seinen rechten Ringfinger, an dem noch immer sein Ehering prangte. Er hatte ihn nie abgenommen. Er küsste ihn kurz, zog sich etwas Schönes an und machte sich auf den Weg zu seiner alten Arbeitsstätte. Als er das große Gebäude sah, wurde ihm ganz mulmig. Reiß dich zusammen, und geh rein, Tom. Dies tat er auch und schloss, einmal drinnen, kurz die Augen und sog den Duft ein. Ganz eindeutig LANFORD, dachte er lächelnd.

Zurück in dein neues altes Leben, dachte er sich und ging auf den Fahrstuhl zu, der ihn unweigerlich zum Atelier führen würde.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Jul 09 2012, 15:28 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Staffi_94

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:02

Kapitel 44

Schnell rannte Christian durch das Haus, verzweifelt auf der Suche nach den Kindern. In Seelenruhe kam Carla ihm hinterher und betrachtete ihn teils amüsiert, teils verärgert. „Wo sind die beiden? Wo hast du sie gelassen? Nun rede doch endlich, verdammte S.cheiße!“, brüllte er sie an und seine Augen begannen zu glänzen. Carla lächelte süffisant. „Die Kinder sind dir wirklich wichtig, oder?“, fragte sie beinahe zärtlich, doch Christian kannte sie gut genug, um den spöttischen Unterton in ihren Worten zu verstehen. Er schnaufte ungehalten und streckte seine Arme aus, zweifelsohne, um ihr ihren schlanken Hals umzudrehen. Von dieser Geste etwas verunsichert, hob sie ihre Arme und deutete auf die hinterste Tür, die sich ganz rechts befand. Schnell lief Christian zu dem Raum und riss die Tür auf. In dem bequemen Bett lagen Ben und Max mit scheinbar friedlichem Gesichtsausdruck, doch wenn man genau hinsah, erkannte man die noch immer nicht getrockneten Tränen und die leicht gequälten Züge zeigten die Qualen, die die beiden süßen Kinder hatten erleiden müssen. Kurz fragte Christian sich, ob das alles hier wirklich richtig war. Schon von Anfang an gefiel es ihm nicht richtig, den beiden sowas an zu tun. Doch der Wunsch, Tom nach all der Schmach, die er ihm in seinem Leben angetan hatte, endlich wirklich leiden zu sehen und daraus vielleicht Anna für sich zu gewinnen, war größer und so drängte er seine Skrupel in den hintersten Winkel seines Kopfes.

Schnell lief er auf sie zu und rüttelte an ihren Schultern, was sie mit einem mürrischen Laut bedachten, aber nicht aufwachten. „Ben, Max. wacht auf. Hey“, rief er und schüttelte sie ein bisschen mehr. Aus dem Hintergrund hörte er ein spöttisches Lachen und er sah zu seiner Komplizin, die er am liebsten zu seinem Opfer gemacht hätte. „Hör auf damit. Die beiden brauchen ihren Schlaf.“, forderte sie und er sah sie scharf an, ehe er sich wieder an die Kinder wand und sich daran machte, sie weiter zu wecken. „Hör jetzt auf…du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich zwei Kindern Schlaftabletten gebe! Schon gar nicht in den Mengen.“ Abrupt hielt Christian inne und sah sie wieder an, ungläubig darüber, was er da gerade gehört hatte. „Sag, dass das nicht wahr ist“ Er schritt langsam auf sie zu, ohne sie aus den Augen zu lassen und nur wegen der Kinder darauf bedacht, sie nicht anzuschreien und sonstige Dinge mit ihr zu tun. Sie zuckte mit den Schultern. „Die beiden brauchten die gar nicht. Nach stundenlangem Plärren, lautem Gekreische und Gezeter sind sie ganz von alleine eingeschlafen“ Christian wollte grade etwas erwidern, als sie plötzlich ein leises Stimmchen aus der Richtung der Kinder vernahmen. „Mama? Papa?“, hauchte Ben und Christian ging zu ihm, um ihm leicht über den kleinen Kopf zu streicheln und liebevoll zu antworten. „Mama und Papa kommen bald. Sie sind nur für ein paar Tage nicht da. Aber ich bin da und werde immer auf euch achten. Und jetzt schlaf wieder, mein Süßer“ Ben gab sich zufrieden und legte sich vollkommen erschöpft in die Kissen, um eine Minute wieder zu träumen und im Schlaf vor sich hin zu murmeln, was sich verdächtig nach „Ich hab dich lieb, Mami“, anhörte.

Christian packte Carla an der Hand und zog sie aus dem Raum. Er schleifte sie in die stilvoll eingerichtete Küche und baute sich vor ihr auf. Völlig unerwartet schlug er ihr mit der blanken Hand ins Gesicht, sodass es laut klatschte und sie erschrocken aufkeuchte. Er packte sie grob und drückte sie brutal an die Wand, seine Augen blitzen bedrohlich und voller Missgunst. „Wage es nicht noch einmal, sowas mit mir zu machen oder die Kinder in irgendeiner Weise zu berühren…ich schwöre dir, ich bringe dich um und spucke auf dein erbärmliches Erbe“ Noch einmal hob er bedrohlich seine Hand und Carla zuckte zusammen, die Augen vor Angst geweitet. „Los, sag es. Sag, dass du sowas nie wieder tust“ Carla nickte schwach und sah ihm in die Augen. „Ich…ich mache d..das nie wie…wieder“, wisperte sie stockend und er ließ sie los, sodass sie kraftlos auf den Boden sank und er verächtlich auf sie niederschaute. „Gut, es wäre sonst dein Ende“

*********************

Mit zitternden Beinen betrat Tom die Küche und sein Blick fiel direkt auf Anna, die mit glasigen Augen auf die gegenüberliegende Wand starrte und ihn nicht wahrzunehmen schien. Er hatte sie überreden können, sich anzuziehen und ihre Eltern zu verständigen, die gleich versprochen hatten, zu ihnen zu kommen. Kurz hatte er sie gefragt, ob sie glaubte, dass ihr Vater seine Finger im Spiel hatte, doch sie hatte nur mit dem Kopf geschüttelt. Nach ihrem ehrlichen Gespräch, in dem sie ihm offen und ehrlich gesagt hatte, dass er keinen von ihnen mehr zu Gesicht bekommen würde, wenn er etwas tat, das ihrer Familie schaden könnte, wusste sie, dass er das nicht war. Und außerdem würde er sowas sowieso niemals machen…ihr Vater war voller Liebe zu ihr und den Kindern und er hätte nie etwas gemacht, was sie so unglücklich gemacht hätte. Und wenn sie jetzt in der Hand eines…eines Pädophilen sind?, dachte Anna und ihr wurde schlagartig noch übler, als ihr sowieso schon war. Erschrocken sah sie zu Tom und rannte schließlich mit vor den Mund gehaltener Hand zum Bad, um sich über der Toilette zu übergeben. Tom lief ihr hinterher und versuchte, ihren bebenden und von Krämpfen geschüttelten Körper durch sanftes Streicheln zu beruhigen. Tränen rannen über sein Gesicht, die von seiner großen Angst um seine Kinder und der unglaublichen Sorge um seine große Liebe zeugten.

Schließlich hörte Anna auf zu würgen, lehnte sich erschöpft an seine Brust und schluchzte laut auf. Ihre Haare klebten schweißnass an ihrer Stirn und sie hielt ihre Hand an ihren Kopf, in dem Versuch, sich wieder zu beruhigen. Doch es ging nicht. Sie weinte immer lauter und schließlich ließ sie es zu, dass Tom sie sanft in seine Arme nahm. Kurz schmiegte sie sich an ihn und löste sich dann schnell wieder. „Tom…es geht grad nicht. Ich. Entschuldige bitte, ja?“, fragte sie und strich kurz über seine Wange. Etwas erleichtert sah sie sein verständnisvolles Lächeln und ging zum Waschbecken, um ihren Mund auszuspülen. Sie sah in den Spiegel und erschrak, als sie ihren glanzlosen Augen sah. Das könnt ihr doch nicht machen…warum muss mir immer das genommen werden, was mir am meisten bedeutet?, fragte sie sich und ein neuer Schwall Tränen bahnte sich seinen Weg in ihre Augen. Ich kann nicht mehr.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 13:24 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Staffi_94

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:02

Kapitel 45

Noch immer stand Anna am Waschbecken und sah schließlich in den Spiegel. Sie merkte, dass Tom etwa einen Meter hinter ihr stand und in ihr Gesicht schaute. Lange hielten sie den Blick des jeweils anderen gefangen, ehe Anna sich räusperte und sich zu ihm drehte. „Nimm es mir bitte nicht übel“, bat sie ihn und er sah sie mit einem verständnislosen Blick an. „Ich kann das gerade nicht, weil…es tut mir leid, dass ich dich abgewiesen habe“, sagte sie mit zitternder Stimme und sah ihn flehend an. Tom wollte auf sie zu gehen, doch er zögerte leicht. Er wollte sie nicht bedrängen. Es war schon komisch. Vor noch zwei Stunden hatten sie zusammen im Bett gelegen und die wundervollsten Sachen mit dem Körper des anderen angestellt und jetzt traute er sich noch nicht mal, ihr etwas näher zu kommen. Anna streckte die Hand nach ihm aus. „Ich bin froh, dass du hier bist, Tom.“, flüsterte sie und ging nun ihrerseits auf ihn zu. „Aber ich weiß nicht, ob ich das kann“, schluchzte sie plötzlich auf und Tom nahm sie reflexartig in die Arme. „Tom. Ben und Max sind weg…weg. Was soll ich denn nur ohne sie machen?“, weinte sie und klammerte sich an ihn. Tom kämpfte mit den Tränen und strich ihr sanft über das Haar. „Wir kriegen sie wieder…ganz sicher. Vielleicht findet Christian sie ja“, versuchte er ihr und sich selbst Mut zu machen…was ihm nicht gelang.

Nach zehn Minuten klingelte es an der Haustür und Anna löste sich erschrocken aus seiner Umarmung. Schnell lief sie zur Tür, in der stillen und unmöglichen Hoffnung, dass ihre Kinder vor eben jener stehen würden. Schnell riss sie die Tür auf und vor ihr standen Paule, Bruno und Natascha, alle mit dem gleichen leidenden und schmerzerfüllten Gesichtsausdruck. Annas Herz zog sich zusammen und sie glaubte, ersticken zu müssen. Diese Blicke sagten mehr als tausend Worte und machten ihr unwiderruflich klar, dass ihre Kinder unauffindbar waren. Tom trat neben sie und eine ganze Weile sahen sich die fünf stumm an, ehe Tom sich leise räusperte und ein zittriges „Wollt ihr nicht reinkommen?“, wisperte. Die anderen nickten und traten in die Wohnung, ehe Tom die Tür schloss und sie bat, sich zu setzen. Er umschloss sanft Annas Hand und zum ersten Mal nach unzähligen Minuten schien wieder sowas wie Leben in ihr zu erwachen. Er zeigte mit dem Kopf zur Couch und sie nickte mechanisch. „Was ist passiert?“, fragte Anna schwach und ausdruckslos, als sie sich neben ihren Verlobten setzte und schaute in die Augen ihrer ehemaligen Schwiegermutter. „Wir wissen es nicht, Anna. Ich…ich kann mir das einfach nicht erklären“, flüsterte sie und eine einsame Träne bahnte sich ihren Weg über Nataschas Wange und sie griff nach der Hand ihres besten Freundes Bruno. „Wir haben Verstecken gespielt…ganz normal, wie wir es immer getan haben“, ergriff Paule das Wort und ihr Bruder und seine Frau sahen sie augenblicklich an. „Was heißt, wir?“, hakte Tom nach, den jede Information konnte wichtig sein. „Wir alle, die wir auf der Insel waren: Natascha, Papa, Christian, Paloma, die Kinder und ich“, erzählte Paule weiter und Tom nickte kurz. „Und welche Insel war das?“, fragte er weiter und Bruno meldete sich zu Wort. „Die Insel, an die Paule und du schon früher immer ran geschippert seid und gespielt habt“ Tom erinnerte sich vage und wusste, dass dort auch mehr geschah, als dass sich ein paar Verirrte ins Gras setzten und rasteten. Dort lebten Menschen, die vielleicht irgendwas gesehen hatten oder aber…oder aber die beiden in ihrer Gewalt haben, schoss es Tom durch den Kopf und er hätte sich beinahe, so wie Anna vor kurzer Zeit, übergeben.

„Und habt ihr nicht versucht, mit irgendjemanden zu reden und sie zu suchen?“, fragte Anna ungläubig und die anderen sahen sie bestürzt an. „Natürlich. Erst haben wir alles abgesucht und dann sind wir zu nahegelegenen Häuser gegangen, doch keiner der Leute hat irgendwas mitbekommen. Christian hat noch gesagt, dass er sich weiter umhören will und, wenn er nichts herausfindet, die Polizei verständigt“, erklärte Natascha und Anna sackte in sich zusammen. „Aber es ist dunkel. Was ist, wenn die beiden durch den düsteren Wald irren und keine Orientierung haben? Oder wenn sie bei irgendeinem kranken Typen sind, der sonst was mit ihnen anstellt. Herrgott nochmal. Zwei Kinder können doch nicht so einfach verschwinden, ohne jedes Zeichen!!“ Annas Stimme überschlug sich fast und Tränen der Wut und des Schmerzes liefen über ihre Wangen. „Hättet ihr nicht besser aufpassen können?“, herrschte sie die drei anderen an, die in sich zusammen sackten und betroffen auf ihre Finger blickten. Anna sah sie mit großen Augen an und plötzlich wurde ihr klar, welche Vorwürfe sie den anderen gerade gemacht hatte. „Entschuldigt bitte“, flüsterte sie und umklammerte krampfhaft Toms Hand, sodass es schmerzhaft zog. Er stieß, ehe er es hätte verhindern können, einen Schmerzenslaut aus und Anna sah ihn entschuldigend an. Tom schüttelte mit dem Kopf und strich sanft über ihren Handrücken. „Und es ist wirklich nichts passiert, das anders war als sonst?“, fragte Tom und seine Gegenüber schüttelten mit den Köpfen. Tom sah fassungslos zu ihnen und glaubte, dass dies alles hier nur ein schlechter Traum war. Kaum bin ich wieder hier, passiert solch eine Katastrophe…ob Carla etwas damit zu tun hat?, ging es ihm durch den Kopf, doch er verwarf diesen Gedanken schnell wieder. Nein, die ist in sicheren Händen bei ihrem Vater, dachte er und starrte vor sich hin.

Nach einer ganzen weilen des Schweigens, das bedrückend auf alle niederging und ihnen das Herz noch schwerer werden ließ, klingelte es an der Tür und Anna sprang abermals erschrocken auf und rannte hin, die verdutzten Blicke der anderen ignorierend. Vor ihr standen ihre Eltern, die sie verständnislos und ängstlich ansahen. Anna seufzte herzzerreißend und ließ die beiden rein, ehe sie sich in die schützenden Arme ihre Mutter warf und leise schluchzte. „Ben und Max sind weg. Einfach verschwunden“, hauchte sie und ihre Mutter zuckte zusammen. Nein!, schoss es ihr immer wieder in den Kopf und sie sah in das ebenso verwirrte und erschrockene Gesicht ihres Ehemannes. „Was ist passiert, Mäuschen?“, fragte sie und führte ihre Tochter vorsichtig zu den anderen. Paule wollte gerade beginnen, zu erzählen, doch plötzlich klingelte Toms Handy und alle sahen ihn an. „Entschuldigt bitte“, sagte er und griff nach seinem Handy. „Lanford“, meldete er sich und wollte sich schon erheben, als folgende Worte gesprochen wurden: „Guten Abend, Herr Lanford. Herr Lindenberg entschuldigt die späte Störung, doch er hat eine dringliche Mitteilung zu machen“, drang die gewichtige Stimme einer jungen Dame an sein Ohr. Toms Herz drohte, seinen Dienst zu versagen und in seine Hose zu rutschen. „Ja…geben Sie mir ihn bitte“, antwortete er mechanisch und die Verbindung wurde unterbrochen. Ein paar Sekunden später knackte es in der Leitung und die tiefe Stimme eines Mannes im mittleren Alter erklang. „Guten Abend, Tom. Ich habe Ihnen eine schlechte Nachricht zu überbringen“, kam er gleich zur Sache und seine Stimme klang unendlich traurig und fassungslos. „Ja?“, zitterte Toms Stimme und es traten Tränen in seine Augen. „Carla ist verschwunden“, sagte Bernd Lindenberg und Tom sackte kraftlos in sich zusammen. „Nein“, hauchte er nur und alle sahen ihn erschrocken an. „Ich habe schon alle Mittel in Bewegung gesetzt, die nach ihr suchen“ Tom bejahte kurz und verabschiedete sich, ehe er den Anruf einfach beendete und in die Runde sah. „Carla…sie ist nichtmehr bei den Lindenbergs…sie hat es geschafft, zu entkommen“, erklärte er und neben ihm schrie Anna schmerzerfüllt auf…Nein, bitte nicht. Nicht Carla, dachte sie voller Verzweiflung und die Hoffnung, ihre Kinder jemals wieder lebendig vor sich zu sehen, zerplatzte für sie wie eine schillernde Seifenblase.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 13:29 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Staffi_94

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:03

Kapitel 46

Tom lag im Bett und grübelte. Immer wieder flossen einzelne Tränen aus seinen Augen. Er fühlte sich so machtlos und leer. In den drei Jahren hatte er immer wieder vor Dingen gestanden, die ihn an seine Grenzen gebracht hatten…die ihm gezeigt hatten, dass er nicht die Kontrolle über alles haben konnte. Doch immer hatte er einen Ausweg finden können, hatte sich Mut und Hoffnung machen können. Aber das hier war das Schlimmste, was er je miterlebt hatte. Carla hat meine Kinder…unsere Kinder. Für Tom konnte es keine andere Person geben, die so krank war und zwei kleine, unschuldige Menschen entführte. Einerseits war er froh, dass sie wussten, mit wem sie es zu tun hatten…auf der anderen Seite konnte es nichts Schlimmeres geben, als das. Wenn sie bei Carla sind, dann…dann. Er konnte diesen Gedanken nicht zu Ende führen. Hoffentlich tut sie ihnen nichts an. Er spürte neben sich eine Bewegung und merkte, dass Anna leise aufstand. Sie war nach ihrem Schmerzensschrei einfach ohnmächtig geworden und Tom hatte sie gerade so festhalten können. Alle hatten alarmiert zu ihm gesehen und hatten eine Krankenwagen rufen wollen, doch Tom hatte nur abwehrend mit dem Kopf geschüttelt und sie vorsichtig hochgehoben, um sie in ihr Bett zu tragen. Als er sie sanft niedergelegt hatte, hatte er vorsichtig über ihre Wange gestreichelt und sie mit leiser Stimme angesprochen. Doch sie hatte einfach nicht reagiert. Sofort war Susanne zu ihnen gekommen, mit einem Glas Wasser bewaffnend und Tom hatte vorsichtig ein paar Tropfen auf Annas Stirn verteilt…und gerade, als auch er überlegt hatte, einen Arzt zu verständigen, war sie wieder aufgewacht und hatte schwach seinen Namen gehaucht. „Ich…will, alleine…mit dir sein“, hatte sie unverständlich gewispert, doch er und Susanne hatten sie verstanden. Schnell hatten sie sich zugenickt und Annas Mutter hatte ihrer Kleinen noch schnell einen Kuss auf die Stirn gehaucht, ehe sie mit tränenverschleierten Augen zu den anderen gegangen war und alle gebeten hatte, die Wohnung zu verlassen. Und Tom, der nach wie vor an Annas Seite war, hatte gehört, wie nach einer Minute die Tür zuschlug und die beiden alleine waren. Sofort hatte er eine zarte Hand an seinem Arm gespürt und sich wieder an Anna gewandt, die ihn flehend betrachtet hatte. „Komm zu mir, bitte“, hatte sie leise geschluchzt und er hatte sich zu ihr gelegt. Sofort hatte sie sich an seine Brust geschmiegt und nach einigen Minuten hatte er gespürt, wie sich ein nasser Fleck auf seinem T-Shirt gebildet hatte. Er hatte sie dichter an sich gedrückt und beruhigend über ihren Rücken gestrichen und sanfte Worte geflüstert. Nach einer Weile hatte er ihr regelmäßiges Atmen vernommen und hatte beruhigt die Augen geschlossen. Tom hatte lange gegrübelt und gegrübelt und schließlich hatten die Anstrengungen des Tages ihre Wirkungen gezeigt und er war in einen unruhigen Schlaf gefallen, der alles andere als erholend war und schon nach einer Stunde geendet hatte.

Ängstlich sah er ihr hinterher und wollte schon aufstehen, doch er besann sich und wartete, bis sie wiederkam. Sie ist sicher nur kurz auf Toilette, dachte er bei sich und setzte sich auf. Als sie nach fünf Minuten immer noch nicht da war, wurde er ungeduldig und schaute im Sekundentakt auf den Wecker. Mensch Anna, was ist denn?, ging es ihm durch den Kopf und schließlich hielt er es nicht mehr aus und sprang aus dem Bett. Er machte vorsichtig die Tür auf und schaute sich um, doch von seiner Liebsten war keine Spur auszumachen. Wo bist du?, dachte er ängstlich und horchte auf, doch von nirgendwo her drang ein Laut zu ihm. Er tappte zum Bad, zur Küche und in alle anderen Räume, ehe nur noch das Kinderzimmer übrig. Mist, ging es ihm durch den Kopf und er ging schnurstracks zum Raum von Ben und Max. Er horchte an der Tür und hörte ein leises Weinen, was ihn erschaudern ließ. Er schob die Tür auf und lugte herein…sofort sah er Anna, die in einem der Sitzkissen lag und ein Kuscheltier in dem linken Arm und ein Bild in der rechten Hand hielt. Sie starrte auf das Bild, ohne es richtig wahr zu nehmen. Vorsichtig ging Tom auf sie zu und kniete sich schließlich vor sie. Sie reagierte nicht auf ihn und er griff nach ihrer Hand. Wortlos und ohne ihn anzusehen, neigte sie das Bild, sodass er es erkennen konnte…ihm blieb das Herz stehen. Es zeigte die drei wichtigsten und meist geliebtesten Menschen in seinem Leben, wie sie fröhlich auf einer Wiese lagen und strahlend in die Linse schauten. „Anna“, hauchte er nur und ihr Blick wand sich ihm zu. „Das war letzten Sommer…auf der Insel. Da war alles gut. Wir hatten Spaß, wir waren zusammen. Und jetzt? Jetzt“, schluchzte sie verzweifelt. „Jetzt sind sie weg und ich weiß nicht, was mit ihnen passiert ist. Wären wir doch nur mitgegangen, dann wäre das nicht passiert. Ich hätte sie nicht verloren. Es ist unsere Schuld, Tom. Unsere. Weil wir nur an uns gedacht haben und nicht an unsere Kinder. Weil wir unbedingt unseren Tag im Bett verbringen mussten…unsere Liebe ist verflucht. Einfach verflucht. Von Anfang an. Und jetzt sind auch noch meine Kinder in der Hand einer Irren…Bekloppten und Geistesgestörten“, warf sie sich und Tom vor und wurde bei jedem Wort hysterischer. Tom, der wusste, dass man ihr in solch einem Moment nicht ins Wort fallen durfte, saß stumm da…nicht wissend, was er tun sollte. „Warum sagst du nichts?“, fragte sie und er sah ihr in die Augen, die ihn anblitzten und nichts Gutes verhieß. „Anna. Das glaubst du doch selber nicht, oder? Wir sind nicht schuld daran. Wir nicht. Anna, du hast dich all die Jahre aufgeopfert…es war richtig, dass du an dich gedacht hast“ Anna schüttelte den Kopf und entriss ihm ihre Hand, die er schon die ganze Zeit hielt. „Ach ja? Und was ist dabei rausgekommen? Was?? Ich…ich kann nicht…Nein…Nein“, brach sie schließlich zusammen und war sich in seine Arme. „Ben…Max“, schluchzte sie immer wieder und jedes Wort, dass aus Toms Mund klang und aufmunternd wirken sollte, verfehlte sein Ziel und löste nur ein noch heftigeres Schluchzen aus. „Anna“, hauchte er und umfasste ihr Gesicht. „Anna, hey“, sagte er etwas energischer, als sie an ihm vorbei schaute. „Sieh mich an“ Sie drehte ihren Kopf zu ihm, doch sie schien nur durch ihn hindurch zu schauen. „Ich werde heute gleich zur Polizei gehen und Carla anzeigen…wir werden die beiden wieder kriegen. Carla wird nicht davon kommen…diesmal nicht“, versprach er ihr, auch wenn er es selbst nicht glaubte. Doch er wollte sie beruhigen, ihr helfen, sich helfen. „Und warum soll es diesmal klappen? Warum soll sie diesmal wirklich bestraft werden? Und wer oder was sagt mir, dass die beiden überhaupt noch leben? Wer, Tom?“, fragte sie etwas ruhiger, doch noch immer liefen unzählige Tränen über ihre roten Wangen. Sanft strich er über ihre Wange und lehnte seine Stirn an ihre. „Was sagt dein Gefühl? Fühlt es sich an, als wären sie aus deinem Herzen gerissen?“ Anna sah genau in seine Augen und ging in sich. Nein, das fühlt sich nicht so an, dachte sie und erinnerte sich an Jonas‘ Tod…damals hatte es sich so angefühlt, als wäre ein Teil von ihr gestorben. Und mit ihm war sie nie so verbunden gewesen, wie mit ihren Kindern. „Nein, es fühlt sich nicht so an“ „Wie fühlt es sich denn an, wenn du auf das Bild da guckst? Wie Trauer oder wie Freude und Liebe?“, wisperte er leise und Anna löste sich von ihm. Ihre Mundwinkel wanderten ein kleines Stück nach oben. „Wie Liebe. Und Zukunft“, hauchte sie und hob ihre Hand, um ihm sanft über die Wange zu streicheln. „Dann wird auch alles gut. Ich verspreche es dir, Anna. Alles wird wieder gut. Und dann sind wir eine Familie. Dafür werde ich weiterkämpfen…immer.“ Anna nickte und zog ihn sanft an sich, um ihn vorsichtig zu küssen. „Wir werden immer kämpfen“, flüsterte sie an seinen Lippen und er nickte. Sie lösten sich voneinander und Tom wollte sich erheben, doch Anna hielt ihn zurück und schüttelte mit dem Kopf. „Ich will hierbleiben“ Tom nickte verstehend und erhob sich trotzdem, um schnell den anderen Sitzsack ran zu ziehen und die beiden Decken aus den Betten zu holen. Dann ging er wieder zu Anna und deckte sie zu. Er legte sich vorsichtig neben sie und zog seine Decke ebenfalls hoch. Beide waren sie bis zur Nase zugedeckt und gleichzeitig rochen sie an der Bettwäsche…sie roch nach Kind. Nach ihren Kleinen und Tom griff nach ihrer Hand, als er merkte, dass sie wieder die Fassung verlor. „Bald werden sie wieder hier liegen…in der Mitte. Mit uns beiden. Vergiss das nie, Anna“, hauchte er und sie schloss seufzend die Augen. „Ja, Tom. Ja“ Sie lächelte leicht, doch aus ihren Augen rann eine einzelne Träne…eine Träne der Traurigkeit, aber auch der Hoffnung. Der Hoffnung auf ein glückliches Leben mit ihren drei Liebsten.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 13:34 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Staffi_94

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:03

Kapitel 47

Anna saß auf einer Wiese. Es war schönster Sommer, die Luft war voller Gerüche und Eindrücke, die ihr spontan die Sinne etwas vernebelten und sie glücklich lächeln ließ. Es war wunderbar warm und sie hörte das bunte Gezwitscher der Vögel und das Brummen der Hummeln und Bienen, die sich irgendwo in diesem schönen Blumenmeer neue Nahrung suchten. Anna schaute sich um, in der Hoffnung, jemanden sehen zu können, den sie kannte. Und da! Plötzlich kam von Weitem ein Mann auf sie zu, begleitet von zwei kleinen Menschen, die sich lachend um ihn herumbewegten und sich von ihm ärgern ließen. Anna lachte laut auf und als die drei bei ihr waren erkannte sie, dass es IHRE drei Männer waren: Tom, Ben und Max. Sie kamen liebevoll lächelnd auf sie zu und ihre Söhne stürzten sich gleich in ihre Arme. „Mama“, riefen sie und drückten ihr jeweils einen Kuss auf die Wange, so wie sie es schon immer getan hatten. Anna traten Tränen der Freude in die Augen. „Meine Süßen…geht es euch gut?“, fragte sie und hatte noch immer ihre Fassung nicht ganz wiedererlangt. Sie spürte, wie Tom sich etwas hinter sie setzte und sie lehnte sich an ihn, genoss seinen Schutz und die Geborgenheit, die ihr sein Körper gab. „Ja“, antworteten sie synchron und nickten eifrig, sodass ihre halblangen Haare durch die Luft flogen und nur noch wilder wurden. Anna lächelte voller Zärtlichkeit und zog die beiden in ihre Arme…voller Erleichterung, dass die beiden wieder bei ihr waren. Vielleicht habe ich das auch nur geträumt? Kann doch sein…puh, Gott sei Dank ist alles gut, ging es ihr durch den Kopf und sie bemerkte verschmitzt lächelnd, wie die beiden sich von ihr wegdrängten. „Wir wollen spielen…macht ihr mit?“, fragten sie und endlich ergriff Tom das Wort. „Ja, gleich. Geht doch schon mal vor, ja?“ Die beiden umarmten ihre Eltern noch einmal und stürmten dann los, um sich gegenseitig zu fangen und lachten laut dabei. Anna und Tom sahen den beiden hinterher, ehe er ihre Hand ergriff und ihr tief in die Augen sah. „Hab ich es dir nicht gesagt, Anna? Alles wird wieder gut.“ Sie nickte und versank in seinem Blick, der so viel Liebe und Zuneigung ausdrückte, bis sie sich seufzend zu ihm beugte und ihn küsste. Tom erwiderte diesen Kuss sofort und begann, sanft über ihren Rücken zu streicheln. Nach einer Zeit lösten sie sich voneinander und schauten sich um…die beiden Kinder waren nicht zu sehen. „Ben? Max? Hey, wo habt ihr euch versteckt?“, rief Tom nach ihnen und löste sich von Anna, um aufzustehen und nach ihnen zu suchen. „Hey?“, rief er immer wieder und suchte hinter den Bäumen und in den Sträuchern nach ihnen. Nach einer Weile kam er wieder, schulterzuckend und ohne Kinder. „Ich weiß nicht“ In Anna breitete sich schlagartig Panik aus…Nicht schon wieder, ging es ihr ständig durch den Kopf und sie begann, nach ihnen zu schreien und wild durch die Gegend zu laufen…bis sie plötzlich einen Arm spürte, der sich um sie schlang und sie abhielt. „Nein, Anna. Nein.“, hauchte diese Stimme und Anna merkte, dass dies nicht Tom war. Verwundert darüber, wer noch auf dieser Wiese war, drehte sie sich um und sah nur einen Schatten…“Wer bist du? Weißt du, wo meine Kinder sind?“, fragte sie und der Schatten nickte. „Ja und wenn du machst, was das Richtige ist, werde ich dir die beiden auch zurück geben“, antwortete die Stimme, die ihr so bekannt vor kam…bis ihr plötzlich klar wurde, wer das sein musste. Gerade wollte sie seinen Namen aussprechen, als sie plötzlich, wie aus weiter Ferne, Toms Stimme hörte, die nach ihr rief. Sie drehte sich nach ihm um, suchte ihn und konnte ihn nicht finden…bis sie plötzlich eine Hand an ihrer spürte und aufschreckte….

*********************

Nicht sehr weit von Anna entfernt saßen ihre Kinder in einem Bett und sahen sich an. Sie wussten nicht, wo sie waren und wo ihre Mama und ihr Papa war…das machte ihnen große Angst. Ben krabbelte näher an seinen Bruder heran, der die Arme öffnete und den etwas Jüngeren der Zwillinge in seine Arme zog. Diese Umarmung machte den beiden wieder neuen Mut und beide waren froh, den anderen zu haben, auch wenn sie sich manchmal ein bisschen ärgerten. „Mama?“, fragten sie beide immer wieder und wünschten sich nichts sehnlicher, als dass sie endlich durch diese Tür da kam und ihnen sagte, warum sie hier waren und nicht zu Hause. „Papa wollte doch mit uns spielen“, seufzte Max und erneut liefen Tränen über seine Wangen…er mochte das hier nicht, das war so anders als bei Mama zu Hause. Da war es immer warm und kuschelig…es roch immer so gut und immer wieder sah ihre Mutter zu ihnen, um sie anzulächeln und mit ihnen zu spielen. Und außerdem war jetzt auch ihr Papa da, den sie schon immer kennenlernen wollten und jetzt hatte ihnen Christian auf einmal gesagt, dass die beiden weg waren. Und irgendwie glaubten sie das nicht, denn ihre Mama hatte nie sowas gesagt…und bis jetzt hatte sie immer alles gesagt, wenn sie etwas Neues machen wollten. „Ich will nach Hause“, schluchzte sein Bruder neben ihm und die beiden Jungen drückten sich noch näher aneinander. „Ich auch“, hauchte Max und sah etwas auf, als plötzlich die Tür aufging. „Guten Morgen“, erklang die vertraute Stimme von Christian und die beiden fühlten sich schlagartig etwas sicherer. „Wo ist Mama?“, fragten sie direkt, in der Hoffnung, dass er ihnen sagte, dass Anna sie heute wieder zu sich holen würde. „Mama ist im Urlaub“, kam die Antwort direkt zurück und die beiden verzogen den Mund.

Christian betrachtete die beiden und spürte, dass sein Herz etwas schwer wurde. Es tat ihm wirklich leid, die tränenverschmierten Wangen zu sehen und zu spüren, wie groß die Sehnsucht der beiden nach Anna war. „Mama fährt immer nur mit uns weg“, sagte Ben und schaute trotzig zu Christian, so als wolle er ihm klar machen, dass er seine Lüge entlarvt hatte. „Aber dieses Mal ist eure Mama mit Tom weggefahren…um alleine zu sein“ Er konnte sich den missbilligenden Unterton bei den letzten Worten nicht verkneifen und dank ihrer schnellen Auffassungsgabe merkten die Kinder dies gleich sofort. „Magst du Papa nicht?“, fragten sie entsetzt und ihre Augen verengten sich zu Schlitzen. Christian spürte, dass er die beiden nicht in irgendeiner Weise verärgern sollte…die beiden waren einfach schon klug genug, um ihm einen Strich durch die Rechnung zu machen. „Doch, natürlich mag ich euren Papa. Wir sind doch schon ganz lange Freunde.“, antwortete er und wollte, nachdem er das leichte Nicken der beiden gesehen hatte, gleich ein anderes Thema anschneiden, um sie abzulenken. „Wollt ihr was essen? Carla hat ganz viele schöne Dinge für uns alle besorgt“ Erschrocken sah er, wie die Gesichter der beiden sich schlagartig angewidert verzogen. „Wir mögen die nicht“, stellte Max klar. „Und wir essen nicht, was die isst“, ergänzte Ben und beide sahen ihn stoisch an. „Auch nicht euer Lieblingsmüsli, was Mama immer für euch macht…mit ganz viel Obst?“ Die beiden schüttelten den Kopf. „Das kann nur Mama und nicht die…wir wollen die nicht. Und ich will Mama“ Ratlos sah er zu den beiden und versuchte es noch eine Weile, doch Ben und Max wollten partout nicht zu Carla. S.cheiße, da muss ich mir was neues einfallen lassen. „Wollen wir denn gleich zu dem Bäcker fahren? Ich kauf euch auch alles, was ihr essen wollt.“, schlug er letztendlich vor, er durfte es einfach nicht riskieren, dass die beiden nichts aßen. Ben schaute kurz zu seinem Bruder rüber, der nickte und sich leicht den Bauch hielt, der genau in diesem Moment laut knurrte. „Ja…aber wir wollen Mama“, sagte er nochmal und wartete, bis Christian endlich raus ging. Dieser ging gleich zu Carla, die in der Küche vor dem vollgedeckten Tisch saß und auf sie wartete. Als er alleine zurück kam, sah sie ihn fragend an und er sagte nur: „Wir haben ein Problem…die beiden Kinder wollen mit dir nichts zu tun haben, geschweige denn, etwas von deinem Essen essen. Und darum musst du zurück deinem Vater…ich kann es nicht zulassen, dass die beiden deinetwegen in den Hungerstreik treten.“ Entsetzt sah Carla ihn an. „Das ist jetzt nicht dein Ernst! ICH soll wieder in die Höhle des Löwen?? Wie stellst du dir das vor? Die werden mich doch schon angezeigt haben.“ Christian zuckte mit den Schultern und trank einen Schluck Kaffee. „Umso besser. Du kommst zurück und wirst die Ahnungslose spielen…denk dir was aus, was du die Nacht gemacht hast. Du bist eine freie Bürgerin, die werden dich nicht verhaften können, nur weil du eine Nacht nicht zu Hause bei Papi warst.“ Sie sah ihn scharf an und schnaubte schließlich auf. „Ha und du glaubst, dann wäre für mich alles gut, ja? Bernd hat mich auf dem Kieker, Tom ist wieder da und David lebt!! Du glaubst doch nicht, dass alles für mich gut läuft. Außerdem habe ich es satt, in diesem Gemäuer eingesperrt zu sein.“ Christian sah sie mitleidslos an, ehe er spöttisch auflachte. „Du armes Ding kannst einem wirklich richtig leidtun. Wenn ich irgendwann Zeit habe, werde ich dich bedauern…aber ich habe keine Zeit. Hier geht es nicht um dich, hast du mich verstanden? Hier geht es ganz allein die Kinder und die wollen dich nicht hier haben. Außerdem, dir kann nichts passieren. Ich bin doch der einzige, der alles von deinen Machschaften weiß. Und die ganzen Beweise sind doch vernichtet.“ Carla sprang auf und der Stuhl, auf dem sie gesessen hatte, schlug polternd zu Boden. „DAS BRINGT MIR ABER GARNICHTS, WENN DAVID WIRKLICH NOCH LEBT“, brüllte sie und er griff grob nach ihrem Arm. „Hör auf so zu brüllen. Es ist noch gar nicht sicher, ob der Kerl wirklich lebt. Und außerdem, hier geht es nicht um dich, verdammt noch mal. Hier geht es um Ben und Max. Es ist doch gar nicht so verkehrt, dass du wieder zurück gehst. Da wird der Verdacht gleich von dir genommen.“ Carla lachte auf. „Ach ja. Du hast leicht reden. Dich erwartet ja auch nicht so ein Gefängnis. Ach und außerdem: Wie willst du bei diesem wunderbaren Plan deine Tarnung aufrecht erhalten? Das fällt doch auf, wenn du nie bei deiner Süßen zu Hause bist.“, sagte sie sarkastisch und er zog sie über den Tisch näher an sich. „Ich lass mir was einfallen. Und du gehst jetzt packen, in einer halben Stunde bringe ich dich zur Fähre…den Rest wirst du doch wohl alleine hinkriegen, nicht?“


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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:03

Kapitel 48

Keuchend schlug Anna die Augen auf und sah in das erschrockene Gesicht von Tom. „Anna, endlich bist du wach“, seufzte er und sie hörte sofort seine Erleichterung heraus. Sie schaute sich erschrocken um und sah dann in sein Gesicht, das ganz offensichtlich Sorge und Ängstlichkeit aussagte. „Was ist passiert, Anna? Hast du schlecht geträumt?“, fragte er fürsorglich und streichelte sanft über ihre Wange. Bei dieser Frage kam die Erinnerung an das eben Erlebte wieder und Anna, die die Berührung seiner Hand einen kurzen Moment genossen hatte, löste sich von ihm und nickte schließlich. „Magst du mir davon erzählen, mein Schatz?“, wisperte er und setzte sich neben sie in den Sitzsack...kuschelte sich ebenfalls in die Decke und erst jetzt bemerkte Anna, dass er halb nackt war. „Ich habe geträumt...von uns. Ben, Max, du und ich“, begann sie und sofort traten Tränen in ihre Augen. „Wir saßen im Gras und haben glaube ich gepicknickt. Bis die beiden zum Spielen gelaufen sind und wir beide kurz alleine geblieben sind, um uns zu küssen. Und als...als...“ Annas Magen verkrampfte sich bei der Erinnerung daran und sie griff schutzsuchend nach seiner Hand. „Als wir wieder zu den Kindern sahen...waren sie weg. Einfach weg. Und als wir beide sie suchten, da fasste mich auf einmal ein Mann an. Er kannte mich und ich ihn auch...er war wie ein Schatten. Ich konnte nur seine Stimme hören, die mir sagte, dass ich nur das Richtige machen müsste., und die Kinder wären wieder da..und dann habe ich seine Stimme erkannt. Er hatte unsere Kinder in meinem Traum“ Ihre Erklärung war etwas wirr, aber Tom verstand es und sah sie stirnrunzelnd an. „Wer war es? Kannst du dich daran erinnern?“ Anna schloss die Augen...schon die ganze Zeit versuchte sie zu rekapitulieren, wer es gewesen sein mochte. Doch ihr wollte einfach nichts einfallen. „Nein, ich weiß es nicht...aber ich weiß, dass ich sehr schockiert war, dass gerade er es ist. Ich weiß es nicht...“ Die beiden sahen sich nachdenklich an. Nach einer Weile unterbrach Tom die Stille, indem er sie vorsichtig in seine Arme zog und ihr einen kleinen, sanften Kuss auf die Stirn drückte. „Glaubst du, dass der Traum etwas zu bedeuten hat?“, fragte sie und Tom spürte, wie erneut Tränen über ihre Wange liefen und auf seine nackte Haut fielen. „Ich weiß es nicht...ich weiß gar nichts mehr. Nur bei einem bin ich mir sicher: Wir werden sie bald wieder haben. Und dann werde wir immer zusammen auf sie aufpassen.“ Anna sah ihm ins Gesicht und versuchte, zu lächeln. „Was macht dich da so sicher?“ Tom griff nach ihrer Hand und führte sie an seine Brust. Sofort spürte sie das rhythmische Schlagen unter ihren Fingern und sie schaffte es, wirklich zu lächeln. Erfreut sah Tom das leichte Strahlen ihrer Augen, das sofort die Tränen und die traurigen Gesichtszüge verblassen ließ. „Mein Herz. Und mein Herz hat mich noch nie belogen“, wisperte er und drückte sie näher an sich. Eine Weile blieben sie so liegen, bis Anna das Wort ergriff: „Wann willst du zur Polizei gehen?“ Tom öffnete die Augen, denn er hatte es kurz geschafft, sich ein wenig zu entspannen und streichelte über ihr Haar. „Ich wollte erst mal in die Firma und dann wollte ich zur Polizei...könntest du...ich meine, würdest du mich begleiten?“, druckste er ein wenig herum und Anna schaute auf. „Ja, natürlich komme ich mit. Ich lass dich doch da nicht alleine. Und vor allem will ich von Anfang an dabei sein, wenn Carla endlich das Handwerk gelegt wird.“ Tom spürte eine gewissen Erleichterung in sich und war froh, dass Anna endlich wieder neuen Mut fasste...und auch er konnte es nicht mehr erwarten, Carla endlich für alles büßen zu lassen, was sie je in ihrem Leben verbrochen hatte. Ich werde euch beide wieder zurück holen...und dann wird das alles hier nur noch eine kleines, in Vergessenheit geratenes schwarzes Kapitel unseres Lebens sein.

*******************

Bruno Lanford saß mit Natascha Broda in deren Büro. Die beiden hatten die ganze Nacht zusammen gesessen und gegrübelt...überlegt, wie sie dieses Desaster hätten verhindern können. Doch sie beide waren zu dem Entschluss gekommen, dass sie nichts falsch gemacht hatten. Diese Erkenntnis brachte sie aber auch nicht weiter. Alles in allem kamen sie immer wieder bei dem gleichen Ergebnis an: Die Kinder waren weg...und die Gefahr bestand, dass Carla sie in ihrer Gewalt hatte. Etwas Schlimmeres konnte es nicht geben. Carla war gefährlich und sie wollte Anna schon immer all das nehmen, was ihr wichtig war. Dass sie dabei noch nicht einmal vor Ben und Max Halt machte, schockierte die beiden aber doch. „Was ist bei dieser Frau nur falsch gelaufen? Ich meine, unglücklich verliebt war jeder Mensch einmal...aber einer nie da gewesenen Liebe kann man doch nicht Jahre nachtrauern...und dem Menschen, den man angeblich liebt, auch noch so das Leben kaputt machen“, sagte Natascha und guckte nachdenklich in ihre Kaffeetasse. „Carla ist krank...psychisch krank. Und wir alle waren zu blind, um das zu merken. Für uns war sie immer nur die Intrigantin, der man das Handwerk legen muss...dass sie aber viel mehr ist, viel gefährlicher ist, das hat keiner von uns gesehen. Sie suchte immer nur nach Anerkennung. Bei ihrem Vater, bei Tom und bei mir auch. Doch wir sahen immer nur jemanden anderes. Bernd sah sein anderes Kind Andreas, der immer die Lorbeeren geerntet hat. Und Tom und ich? Für uns beide war immer Anna die erste Wahl. Und zwar sowohl in privater, als auch in beruflicher Sicht. Ist es da nicht normal, dass ein sowieso schon schwacher Mensch vollends auf die schiefe Bahn gerät?“, philosophierte Bruno und Natascha sah ihn nachdenklich an. „Vielleicht...aber alles kann man auch nicht immer nur den anderen vorwerfen. Carla hat selbst vieles falsch gemacht, ohne dass andere Einfluss darauf hatten...und Ben und Max sind jawohl die letzten, die daran schuld sind, dass Carla ihr Leben nicht in den Griff bekommt....Oh Gott, was müssen sie leiden. Ohne ihre Mama sind die beiden verloren. Was sie ihnen wohl erzählt hat, warum sie bei ihr sind? Die beiden wissen doch, wie wenig Anna diese Frau mag. Das haben wir oft genug vor ihnen gesagt..Es muss so schnell wie möglich ein Ende haben. Sonst weiß ich nicht, wie Anna und die Kinder das aushalten sollen...“

Natascha wurde unterbrochen, als die Tür zu ihrem Büro aufgemacht wurde und ein freudestrahlender Luca mit seiner Frau im Arm in das Zimmer spaziert kam. „Einen wunderschönen guten Morgen, ihr beiden“, trällerten die beiden strahlend und für einen Moment vergaßen die beiden Älteren ihre Sorgen. Es war einfach schön, die beiden so glücklich zu sehen. Doch schnell kam die Erinnerung an ihre Probleme zurück und die beiden sackten in ihren Stühlen zusammen. „Morgen“, antworteten sie beide wenig enthusiastisch und Luca und Nina schauten fragend. „Was ist denn mit euch passiert? Ist während unseres Kurzurlaubs etwas falsch gelaufen?“, fragte Nina und Bruno sah sie verwundert an. „Ihr wart im Urlaub? Ach daher hab ich euch nie zu Gesicht bekommen.“ Luca lächelte ihn leicht an und klopfte auf seine Schulter. „Das hab ich dir doch zwei mal gesagt, dass ich Nina überraschen will...hast du das etwa wieder vergessen, alter Mann?“, fragte Luca und grinste spitzbübisch. Bruno nickte nur. „Ja, tut mir leid. Aber das habe ich wirklich vergessen“, murmelte Bruno und verstummte schließlich...schloss die Augen und massierte sich die Schläfen. „Mir scheint, dass hier wirklich etwas passiert ist, was euch beiden nicht gut getan hat. Erzählt, wir sind ganz Ohr“, sagte Luca schließlich ernst, als die Reaktion von seinem Vater so verwunderlich war. Er sah kurz zu seiner Frau, die ebenfalls ratlos war und mit den Schultern zuckte. „Ja, ich glaube, es ist besser, wenn ihr bescheid wisst. Setzt euch...und besonders du Nina, solltest dich setzen“ Alarmiert schlang Luca seinen Arm um deren Taille und fragte: „Was ist hier los?“ Bruno sah ihn an und lächelte etwas. „Dein Bruder ist wieder da.“ Sowohl Luca, als auch Nina wollten die Augen beinahe aus den Höhlen fallen. „Tom? Wie...ich meine, was? Also, das ist eine gute Nachricht. Aber warum jetzt? Und warum in Gottes Namen zieht ihr so eine Trauermiene?“, fragte Luca, der jetzt endlich wissen wollte, was hier los war...besonders, da es was mit Nina zu tun haben schien. Tom ist wieder da...schön, dann muss ich mich ja nicht mehr alleine um den Satansbraten kümmern, ging es ihm durch den Kopf und er dachte dabei an ihre gemeinsame Schwester, zu der er in der letzten Zeit ein wirklich gutes Verhältnis aufgebaut hatte. „Wie gesagt, Tom ist wieder da. Und seit ihr beide weg wart, ist so viel passiert. Ihr solltet euch wirklich setzen. Los.“, forderte Natascha resolut und deutete auf die Sitzecke.

******************

„Danke, Palomi...und melde dich bitte, wenn du etwas von Christian hörst...ja, ich weiß....Nein, mir geht es schon wieder etwas besser...wirklich, du brauchst dir nicht so viele Sorgen zu machen...Ja, Tom ist immer da...Ja, sicher melde ich mich, wenn wir bei der Polizei fertig sind...Mach dir keine Sorgen, das mit Chris wird ganz sicher eine einfache Erklärung haben...ja, mach ich. Gut, tschüss“ Anna pustete etwas erleichtert die Luft aus, als sie beide endlich das Telefonat beendeten. Manchmal redest du einfach zu viel, dachte sie und lächelte leicht. Doch als ihr der Inhalt des Gesagten wieder in den Sinn kam, änderte sich ihr Gesichtsausdruck schlagartig. „Was hat Paloma gesagt? Hat Christian irgendwas heraus gefunden?“, unterbrach Tom ihre verwirrten Gedankengänge und sie schaute zu ihm. „Sie weiß es nicht...er ist ist nicht nach Hause gekommen“, erklärte sie schnell, als Tom sie fragend anblickte. Verblüfft schnellte seine Augenbraue nach oben. „Und gemeldet hat er sich auch nicht?“, fragte er misstrauisch und Anna schüttelte mit dem Kopf. „Er hat wohl einmal angerufen und gesagt, dass er nichts gefunden habe...aber er wollte weiter schauen und sich melden. Aber anscheinend ist ihm was dazwischen gekommen. Ich hoffe nur, ihm ist nichts passiert. Das wäre das letzte, was jetzt noch kommen dürfte“, sagte sie besorgt und Tom trat näher an sie heran...blieb genau vor ihr stehen und griff nach ihrer Hand. „Er ist dir sehr wichtig geworden in den letzten Jahren, oder?“ Anna sah ihn verblüfft an, nickte dann aber schließlich und streichelte sanft über seinen Handrücken. „Ja, du hast recht. Er hat mir sehr geholfen...Aber mehr ist da nicht. Er ist ein wirklich netter Mensch, den ich sehr ins Herz geschlossen habe...aber er hat auch seine Macken, die ich nicht so an ihm schätze...besonders..“ Anna biss sich auf die Zunge. Es gibt andere Dinge, als jetzt über diesen Blick zu reden, den er dir immer wieder zu wirft...außerdem weißt du, wie eifersüchtig Tom werden kann. Und das wäre jetzt am wenigsten angebracht. „Besonders?“ Anna sah ihm in die Augen. „Dass er sich gerne in Dinge einmischt, die ihn nichts angehen. Aber ich will jetzt nicht über Christian reden. Bist du fertig?“, fragte sie und schaute an ihm herunter. „Ja, fertig für meinen ersten Tag als LANFORD-Mitarbeiter .“ Anna nickte und die beiden lösten sich voneinander. Suchten schnell ihre Sachen zusammen und gingen dann angespannt aus der Wohnung...hinein in einen neuen Tag, der genauso turbulent werden sollte, wie die letzten.


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 13:46 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Staffi_94

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:04

Kapitel 49

„So, meine Süßen. Was wollt ihr denn haben?“, fragte Christian erschöpft, während er nach hinten schaute. Dieser Morgen war so anstrengend gewesen, dass er sich am liebsten in die nächste Ecke verkrochen hätte, um zu schlafen und von allem Ruhe zu haben. Man man man, eh…das hier wird auch immer komplizierter. Ich hoffe nur, dass Carla ihre Klappe hält. Sonst ist es zappenduster…für sie und für mich auch. Er hatte sie zu der Fähre gebracht und den Kindern währenddessen etwas zu trinken gegeben und den Fernseher angemacht. Er hatte gar nicht versucht, sie in ein Auto mit Carla zu zerren. Natürlich hatte sie einen großen Aufstand gemacht und als er ihr auch noch den Mietwagen, den sie besorgt hatte, einfach unter dem Hintern weggeschnappt hatte, hätte sie ihm wohl am liebsten eine übergebraten, das er nichts mehr zu lachen gehabt hätte. Bei dieser Erinnerung lachte er unwillkürlich auf und sah durch den Rückspiegel, dass die beiden sich abschnallten und die Türen aufmachten. „Wo wollt ihr denn hin?“, fragte Christian alarmiert…er hatte nicht vorgehabt, sie beide mit rein zu nehmen in die Bäckerei. Doch die beiden Flinkflöter waren schon draußen und er folgte ihnen schnell. „Ben, Max. Ihr solltet im Auto bleiben“, sagte er streng, doch die beiden ließen sich nicht beeindrucken und sahen ihn offen an. „Wir wollen selber gucken, was es gibt.“, stellte Ben klar und beide sahen ihn stur an. Dieser Blick erinnerte ihn sofort an Tom und er musste sich Mühe geben, nicht laut zu fluchen. Egal, was auch kommen würde…die beiden würden ihn immer an Tom erinnern…den Mann, den er so verachtete, wie keinen anderen Menschen auf der Welt. Mit Ausnahme von Enrique vielleicht.

Widerwillig nahm er sie an den Händen und führte sie in die Bäckerei, wo sie sogleich voller Entzückung betrachtet wurden. Sowohl von der gut gebauten Verkäuferin, als auch von den leckeren Süßwaren. „Einen wunderschönen guten Tag…was kann ich denn für euch beiden Süßen tun?“, fragte sie liebevoll und strahlend zu den beiden niedlichen Kindern. Solch goldige Kunden hatten wir ja schon lange nicht mehr. „Guten Tag. Wir hätten gerne so viel Süßes, wie nur irgend geht“, sagte Christian lächelnd, als er merkte, dass die beiden es mal wieder nur durch ihr Erscheinen geschafft hatten, eine neue Frau zu erobern. „Ja, Pfannkuchen“, riefen die beiden begeistert, als die das Backwerk erkannten. „Und was ist das da?“, fragte Max und tippte mit seinem kleinen Finger auf die Glasscheibe. „Das sind Streuselschnecken“ Die beiden Kindern sahen sich an und nickten. „Zwei bitte“, sagten sie synchron und hielten zur Verdeutlichung zwei Finger nach oben. Die ältere Frau lachte auf und schüttelte den Kopf. „Ihr seid mir ja zwei…aber gerne doch, wenn ihr das wünscht“ Die drei Männer bestellten noch ein paar andere Sachen und als Christian ihr schließlich einen 20€- Schein herüber reichte, fragte sie an die beiden gewandt, wie sie denn hießen. „Ich bin Ben Lanford…und das da ist Max“, stellte er sich und seinen Bruder vor. Christian verlor fast die Kontrolle und als Max dann auch noch sagte. „Und das ist Christian, unser Patenonkel“, war es zu spät. Er zischte den beiden zu, dass sie nicht so vorlaut sein sollten, schnappte sich die Tüten und griff nach ihren Händen, um sie aus dem Laden zu ziehen. „Hey, Ihr Wechselgeld“, rief die Verkäuferin ihnen hinterher, doch Christian rief nur ein „Stimmt so“, nach hinten und knallte die Tür hinter sich zu. „Was war das denn für einer?“, fragte ihr Mann, als die Frau etwas perplex da stand und den Kopf schüttelte. „Keine Ahnung…aber irgendwie war der Kerl komisch. Aber die Kinder waren wirklich herzallerliebst“, schwärmte sie und ihr Mann lächelte verstohlen. Ja ja, die Menschen vom Festland sind schon komische Kreaturen.

***********************

Gemeinsam betraten Anna und Tom das Atelier LANFORDs und sahen direkt zu Steffi, die in ihre Arbeit vertieft war und traten näher an sie heran. Sie erkannte die beiden und lächelte breit, als sie sah, dass sie sich an den Händen hielten. „Guten Tag, ihr beiden. Das freut mich aber, Sie hier wieder zu sehen, Herr Lanford. Werden Sie jetzt wieder für uns arbeiten?“ Tom hob abwehrend die Hände und lächelte sie herzlich an. „Nun nun, Steffi. Immer ruhig mit den jungen Pferden. Ich muss erst mal wieder ankommen, hier in Berlin. Außerdem glaube ich, dass mein Bruder Luca die Geschäfte doch ganz gut im Griff hat, oder?“ Steffi wiegte den Kopf hin und her und sah ihn dann lächelnd an. „Ja, das sicher. Aber ich muss zugeben, dass ich mit Ihnen als Chef immer am liebsten zusammen gearbeitet habe. Auch wenn Sie ab und an etwas…schwierig waren“ Nun lächelte auch Anna, als sie sich an Szenen erinnerte, in denen Tom weniger nett zu Steffi gewesen war. Besonders an eine, nach der sie wutschnaubend in sein Büro gestürmt war und Tom den Kopf gewaschen hatte. „Ja, Tom kann sehr schwierig sein. Aber wir sind nicht zum Arbeiten hier. Sind Bruno und Natascha da?“ Steffi nickte. „Ja, in ihrem Büro“ Tom und Anna sahen sie dankend an und wandten sich schon ab, als Tom noch etwas einfiel. „Wenn Enrique kommt, sagen Sie ihm bitte, dass er auch vorbei schauen soll. Und Paloma auch. Sofort, wenn es geht, es ist wirklich sehr dringend.“ Steffi nickte pflichtbewusst und als die beiden schon Richtung Büros gingen, rief sie noch hinterher: „Wie geht es eigentlich Ben und Max?“ Anna erstarrte und sah mit zusammen gepressten Lippen zu Tom, ehe sie sich umdrehte und bemüht freundlich sagte: „Den beiden geht es sehr gut. Mama ist gerade bei ihnen und kümmert sich um sie“ Mit diesen Worten griff sie nach Toms Hand und zog ihn weiter.

„Bitte was? Das ist ja unglaublich“, rief Luca aus, der seine Frau im Arm hielt und seinen Vater voller Erstaunen und Abscheu ansah. Bruno hatten ihnen beiden alles erzählt, was er von Tom wusste und besonders bei der Geschichte mit Andreas war für Nina eine Welt zusammen gebrochen. Sie hatte sich zwar zusammen gerissen, doch ihr Mann wusste, dass er nachher, wenn sie beide alleine waren, mit ihr darüber sprechen und sie beruhigen musste. Dieses D.reckstück…und auf sowas habe ich mich vor Jahren mal kurz eingelassen, dachte er an ihre kurze Beziehung und schüttelte sich. „Und wo ist Carla jetzt?“, fragte Nina erschöpft und umschloss seine Hand noch fester. „Wir wissen es nicht. Sie war bei den Lindenbergs unter Beobachtung…aber irgendwie ist sie entkommen. Und gerade dann, als sie es irgendwie geschafft hat, zu fliehen, passiert so ein Unglück“ Alarmiert sah Luca auf und betrachtete sowohl seinen Vater, als auch dessen beste Freundin mit einem scharfen Blick. „Was für ein Unglück?“ Natascha holte tief Luft, schloss kurz die Augen und sagte dann: „Ben und Max sind spurlos verschwunden. Gestern Nachmittag. Und wir wissen nicht, wo sie sind. Keiner von uns hat sie gefunden…und genau in diesem Moment ist Carla verschwunden. Ihr könnt euch denken, was das für Anna und Tom bedeutet“ Während sie das sagte und die betroffenen Gesichter betrachtete, ging die Tür auf und die Eltern der beiden Entführten kamen herein. Sie schienen alles ihrer Aussage vernommen zu haben, denn Anna sagte: „Nein, das können sie wahrscheinlich nicht. Aber ich hoffe auch, dass ihr das nie werdet erleben müssen mit eurem Kind“ Nina drehte sich zu ihr um und die beiden Freundinnen sahen sich tief in die Augen, ehe Nina aufsprang und schnell auf Anna zuging, um sie zu umarmen. „Es tut mir sehr leid, was Carla dir angetan hat“, wisperte Anna und Tränen standen in ihren Augen. „Nun ja. Mit dir hat sie ja auch sehr viele schlimme Dinge gemacht…und besonders das. Es tut mir so unendlich leid.“

Währenddessen näherten sich die Brüder vorsichtig und sahen sich unsicher an. Luca lächelte verhalten und sah sofort, dass es für Tom ebenso schwierig war, die richtigen Worte zu finden. Also öffnete er nur mit einem Lächeln die Arme und Tom nahm diese Geste ebenso lächelnd an. „Schön, dass du wieder da bist, großer Bruder. Und das mit euren Kinder, das werden wir schaffen. Ich verspreche es dir“, sagte er liebevoll und zum ersten Mal spürten die Brüder, wie sehr sie sich im Grunde schon immer gewünscht hatten, solch einen Vertrauten zu haben. Tom nickte an seinen Schultern. „Und ich danke dir, dass du hier die Stellung gehalten hast. Und es mit unserem Vater ausgehalten hast“ Luca lachte leise und die beiden lösten sich voneinander. „Du weißt ja selbst, wie schwierig er manchmal ist. Aber wenn man ihn zu nehmen weiß, ist er eigentlich ganz pflegeleicht“


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 13:51 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:04

Kapitel 50

Nach einer Viertelstunde erscheinen auch Paloma und Enrique in dem Büro. Sie sahen sich mürrisch an, ehe sie sich jeweils ihren besten Freunden widmeten und den anderen ignorierten. „Hat sich Chris endlich bei dir gemeldet?“ Paloma schüttelte den Kopf und machte sich zusehends Sorgen um ihren Freund. „Ich weiß nicht, was los ist, Anna. Ich weiß es nicht“, flüsterte sie ängstlich zurück. Anna sah sie ebenso besorgt an, doch schließlich tätschelte sie die Hand ihrer besten Freundin und sah sie beruhigend an. „Ihm wird schon nichts passiert sein…er wird sich bald melden“ Paloma sah sie skeptisch an, nickte dann aber lächelnd und fragte: „Und wie geht es euch?“ Anna schüttelte mit dem Kopf. „Darüber will ich ehrlich gesagt gar nicht nachdenken…ich hoffe einfach nur, dass die beiden heute Abend wieder bei uns sind und wir diesen Vorfall so schnell wie möglich vergessen können“ Paloma nickte verständnisvoll und schließlich wurde ihr Gespräch unterbrochen, als Tom das Wort ergriff. „So, da wir jetzt alles versammelt sind…Anna und ich wollen gleich zur Polizei und Anzeige erstatten gegen Carla. Währenddessen wäre es uns lieb, wenn jemand von euch noch einmal auf die Insel fahren könnte, um vielleicht endlich mal heraus zu finden, was Christian da treibt und…“ Tom atmete tief durch, ehe er sich in Rage reden konnte. „Ich würde das machen…was ist mit dir, Bruno? Kommst du mit? Immerhin brauchen wir jemanden, der auch da war und vielleicht doch noch einen Einfall hat, wo die beiden…oder drei, sein könnten“, ergriff Luca das Wort und sah seinen Vater auffordernd an. Bruno nickte und so meldete sich Tom wieder zu Wort. „Okay, wenn wir das geklärt haben, hätte ich es gerne, wenn noch einer zu Bernd Lindenberg fahren könnte. Wie wäre es mit euch, Paloma und Enrique?“ Enrique sah seinen besten Freund bestürzt an und wollte schon abwehrend den Kopf schütteln, doch Tom machte alles mit einer Handbewegung zunichte. „Mich interessieren eure privaten Problemchen nicht…also, könntet ihr euch vorstellen, euren Kleinkrieg für ein paar Stunden zu beenden?“ Paloma raunte ihrer besten Freundin was zu, was sich verdächtig nach „…aber nur für dich“ anhörte und nickte widerwillig, ebenso wie Enrique, der nur die Augen verdrehte. „Ja, meinetwegen“ Tom lächelte ihn an. „Geht doch. Ich möchte, dass ihr uns sofort Bescheid sagt, wenn irgendetwas Neues passiert, habt ihr mich verstanden?“ Wieder nickten sie.

Tom atmete tief durch und wandte sich dann an Natascha. „Könntest du bitte hier bleiben und dich umhören, ob sich Christian bei irgendjemand gemeldet hat? Und ob vielleicht jemand weiß, ob Carla irgendwas Außergewöhnliches vorgehabt hat“ Sofort nickte diese und versuchte zu lächeln. „Ja, sicher. Ich bleibe hier und kümmere mich um alles. Du kannst dich auf mich verlassen, Tom“, sagte sie und bewunderte ihn für seine Stärke, die Dinge in seiner Situation so in die Hand nehmen zu können. „Da bis jetzt noch keine Lösegeldforderung oder ähnliches eingetroffen ist, bin ich mir sicher, dass es einen anderen, viel schwerwiegenderen Grund für diese Entführung gibt…also müssen wir besonders vorsichtig vorgehen…ich, nein wir, wollen auf keinen Fall, dass irgendetwas passiert, was die beiden zusätzlich in Gefahr bringt.“ Alle nickten und schwiegen einen Moment, ehe die Tür aufgerissen wurde und Paule rein gestürmt kam. „Gibt es schon was Neues?“, fragte sie aufgeregt und alle schüttelten mit dem Kopf. „Nein…aber du kannst uns gleich einen Gefallen tun“, sagte Tom und ging auf Anna zu, um ihre Hand in seine zu legen und sie sanft zu drücken. „Ja, was soll ich machen?“ Paule war sofort Feuer und Flamme. „Du könntest Anna und mich zur Polizei begleiten. Es wäre gut, wenn jemand mit bei ist, der gestern alles miterlebt hat“ Paule nickte sofort und ging auf die beiden zu. „Natürlich komm ich mit.“ Die Geschwister lächelten sich kurz zu. „Gut, dann hätten wir ja alles geklärt, denke ich?“ Alle Anwesenden nickten. Der eine vielleicht etwas widerwilliger als der andere, aber im Grunde war jeder damit einverstanden. „Gut. Ich würde sagen, jeder macht sich auf den Weg? Habt ihr alle eure Handys parat, damit man immer erreichbar ist“ Nach einigem Wühlen nickten alle bestätigend und Anna ergriff das Wort. „Danke, dass ihr uns alle helft…ihr wisst gar nicht, was uns das bedeutet.“ Sie alle lächelten sie liebevoll an und schüttelten mit dem Kopf. Gerührt sah Anna zu ihnen und setzte sich dann in Bewegung. „Ich denke, es ist das Beste, wenn Tom und ich uns jetzt auf den Weg machen.“

***********************

„Kannst du mir verraten, warum Tom unbedingt uns beide zusammen zu den Lindenbergs schickt? Hast du ihn darum gebeten oder was?“, keifte Paloma ihren Nebenmann an, während dieser den Wagen lenkte und sie scharf ansah. „Bilde dir bloß nicht immer so viel ein, meine Liebe. Ich hätte viel lieber mit jedem anderen diesen Job gemacht, als ausgerechnet mit dir. Das kannst du mir glauben, auch wenn ja sowieso jedes Wort, was aus meinem Mund kommt, für dich eine Lüge zu sein scheint“, pampte er ebenso zurück und Paloma begann, sich auf zu plustern. „Ja, und warum wohl? Weil du ein eingebildeter, egozentrischer, schamloser und anstandsloser Möchtegern-Schönling bist, der jedes willige Weib sofort in sein Bett zerrt.“ Enrique lachte hämisch auf. „Ist Fräulein Greco eifersüchtig, ja?“, fragte er schnippisch. „Nein, bin ich nicht. Ich bin nämlich froh, dass ich mich damals nicht auf dich eingelassen habe, sondern mit Christian zusammen gekommen bin. Das kannst DU mir glauben“ Enrique schüttelte mit dem Kopf und bog schließlich in die Straße, die sie beide zu dem Anwesen der Lindenbergs führen würde. „Warum du dich für ihn entschieden hast, habe ich bis heut nicht begriffen. Bei aller Liebe zu meinem kleinen Wonneproppen, aber Chrischi passt nicht zu dir“ Paloma sah ihn empört an. „Ach ja, woher willst DU das bitteschön wissen? Du, der ja so viel Ahnung von mir und meinen Bedürfnissen hat. Christian macht mich glücklich, verstehst du das? Weil er nicht nur nach dem Äußeren geht, sondern auch daran denkt, dass Frauen mehr ausmachen, als T.itten und ein geiler A.rsch“, schrie sie ihn beinahe an, doch er blieb vollkommen unbeeindruckt. „Außerdem, hör endlich auf ihn wegen seines Körpers aufzuziehen. Nicht jeder ist so ein Hänfling wie du!“ Enrique sah sie belustigt an. „Aha, das ist es also. Um mit dir zusammen zu sein, müsste ich noch ein bisschen zulegen…Nee, ich bin eigentlich ganz zufrieden mit meiner Figur. Was zum Kuscheln würde ich dir nie bieten können“ Paloma lachte verächtlich. „Nein, zum Kuscheln kommt es bei dir ja nicht. Bei dir ist es ja nur das typische Rein-Raus und dann muss der Papi schlafen, nicht wahr?“ Enrique verdrehte die Augen. „Ja, ja. Du hast ja recht. Ich bin ein liebestoller Mistkerl, der in einer Frau nicht mehr sieht, als ein Lustobjekt. Habe ich vernommen. Könntest du jetzt vielleicht wieder etwas runter kommen? Wir sind ja nicht unseretwegen, sondern wegen Anna, Tom und der Kinder hier!“ Verdutzt sah Paloma ihn an und nickte dann. „Ausnahmsweise hast du mal recht“

**************************

Gemeinsam verließen Luca und Bruno die Fähre und betraten die Insel. „Es ist wirklich sehr schön hier“, sagte Luca und sah sich lächelnd um. „Ja, darum sind wir ja auch immer so gerne hier gewesen. Ich hab mir damals, als ich mit Tom, Paule und ihrer Mutter hier war, oft gewünscht, dass du auch da wärst“ Bruno wirkte bei der Erinnerung daran plötzlich sehr nachdenklich und Luca griff mit einem Lächeln nach seinem Arm. „Es ist in Ordnung, Vater. Die letzten Jahre haben alles wett gemacht.“ Bruno gab ein Seufzen von sich und ermahnte sich schließlich, sich wieder auf das konzentrieren, weswegen sie hier waren. „Wie wäre es, wenn wir erst mal zur Polizei gehen? Hier wird es doch sicher einen zuständigen Wachtmeister geben. Vielleicht war Christian ja gestern noch bei ihm…versprochen hatte er es ja“ Bruno nickte bei Lucas Vorschlag und gemeinsam machten sie sich auf den Weg, um die zuständige Person zu suchen. Immer wieder, wenn endlich mal ein Mensch an ihnen vorbei ging, fragten sie nach, ob sie die drei gesehen hatten und zeigten ihnen Fotos. Doch bis jetzt konnte keiner ihnen weiterhelfen, aber immerhin erfuhren sie, wo sie hin mussten, um endlich ihr Ziel zu erreichen. Entschlossen betraten sie das Gebäude und wurden schließlich, nach erneutem Gefrage, endlich von dem schlitzohrig wirkenden, älteren Wachtmeister Kreienbaum begrüßt. „Einen schönen guten Tag, was kann ich für Sie tun?“, fragte er freundlich und die beiden lächelten ihn unwillkürlich an. Ja, dieser Mann hatte etwas sehr vertrauenerweckendes. „Wir hätten eine Frage…und wir möchten eine Kindesentführung melden“

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„Ja…danke Steffi. Wenn er sich bei Ihnen meldet, dann sagen Sie mir bitte sofort Bescheid…gut“ Natascha legte auf und schüttelte resigniert mit dem Kopf. Das kann doch nicht sein, dass Christian jetzt auch noch verschollen ist, ging es ihr durch den Kopf und sie sah zu Nina, die noch immer bei ihr war. „Das ist alles mehr als eigenartig. Ich meine…erst verschwinden die Kinder sang- und klanglos und dann auch noch Christian…warum sollte Carla auch noch ihn entführen?“, fragte Nina und konnte sich diese Frage selbst beantworten. Carla war skrupellos, falsch und einfach nur das Schlimmste, was ihnen allen jemals passiert war. Kurz dachte sie daran, dass sie durch ihre Schuld so lange unschuldig im Gefängnis gesessen hatte, doch diese Gedanken schob sie lieber nach hinten…sie wollte nicht hier und jetzt, ohne den Schutz ihres Mannes im Rücken, in Tränen ausbrechen. Ihr muss endlich das Handwerk gelegt werden. „Weil sie jeglichen Menschenverstand verloren hat…Carla ist zu allem fähig. Ihr ist es egal, ob einer zu Schaden kommt oder nicht. Im Gegenteil: Ich glaube fast, dass ihr dies unglaublichen Spaß macht…besonders, da sie Anna schaden kann damit. Ihr Hass hat sich in absoluten Größenwahn verwandelt. Und wir müssen handeln, ehe sie jeden Realitätssinn verliert und den Kindern irgendetwas antut“ Nina nickte und sah nachdenklich auf die Tischplatte. „Ich bewundere die beiden…wie Anna und Tom so ruhig geblieben sind vorhin. Ich glaube, ich könnte das nicht.“ Natascha nickte bestätigend und lächelte leicht. „Ja, Tom hat mir auch imponiert…der Junge musste in den letzten Jahren so viel einstecken…und kaum ist er endlich wieder bei seinen Lieben, passiert das. Aber es ist gut, dass er gerade jetzt ruhig bleibt. Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren. Alle miteinander.“


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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:05

Kapitel 51

Schwungvoll parkte Tom seinen Wagen vor dem Revier und machte den Motor aus. Er schloss kurz die Augen und atmete tief durch, ehe er zur Seite sah und in Annas Augen sah, die ihn genauso besorgt, ängstlich und unsicher ansahen, wie er sich fühlte. Er griff nach ihrer Hand und drückte sie aufmunternd. Er schaute durch den Rückspiegel zu Paule und die Geschwister lächelten sich zu. „Ich denke, wir sollten jetzt rein gehen. Nicht, dass die noch zu machen, ehe wir drin gewesen waren“, sagte Paule, in dem Versuch, die Stimmung ein wenig zu lockern und stieg aus. Die beiden folgten ihr sogleich und sahen sich dann noch einmal an, ehe sie die Schultern strafften und gemeinsam hinein gingen.
Sie kamen an dem Tresen an und sahen die Polizisten, die an den Schreibtischen saßen, die hintereinander an der Fensterfront standen und dabei waren, Akten zu sortierten. Die junge Frau, wahrscheinlich erst seit Kurzem Polizistin, sprach ihren älteren Kollegen von hinten an, als sie die drei Lanfords erblickte. „Lothar…Kundschaft“, wisperte sie und der Mittfünfziger sah zum Tresen, ehe er sich zu ihr drehte und sie fragend ansah. „Ja und? Kannst doch du auch übernehmen, Nicki“, sagte er etwas tranig und Tom verdrehte die Augen, als er sah, wie sie den Kopf schüttelte und unter seinem Blick etwas errötete. „Das da ist Tom Lanford…der von der Modefirma. Ich kenn den ganze genau. Mit dem kann ich nicht sprechen. Der ist…mach du das“, hauchte sie, für die drei nicht hörbar…aber ihnen war das auch egal, sie wollten jetzt endlich mal zur Sache kommen. „Könnten Sie sich vorstellen, uns anzuhören? Wir haben nämlich eine Anzeige zu machen. Ich meine, nur wenn es Ihnen gerade passt.“, spöttelte Tom mit erhobener Stimme und Nicki sah vertraulich zu ihrem väterlichen Kollegen. „Siehste, das meine ich. Der soll ein ganz scharfer sein…nun ja, haben se ja eigentlich auch recht, wenn ich ihn mir mal so näher betrachtete“ Die junge Frau begutachtete Tom anerkennend, während Lothar Krüger sich erhob und etwas schwerfällig auf die drei zuging. „Einen wunderschönen guten Tag, wünsche ich Ihnen erstmal. Was können wir denn für Sie tun?“

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Ernst sah der stattliche Herr Luca und seinen Vater an, während sie ihm erklärten, was passiert war. Sie scheuten nicht davor zurück, ihm ihre Hauptverdächtige zu nennen und er nickte ab und an, als sie ihm sagten, was schon alles zwischen den Eltern der Kinder und Carla Rhonstedt vorgefallen war. "Und daher möchten wir Sie bitten, schnellstmöglich alles zu tun, damit die beiden gefunden werden können“ Wieder nickte der Wachtmeister. „Natürlich, wir beginnen sofort mit der Suche. Haben Sie
Sich vielleicht schon einmal umgehört?“ Die beiden nickten und schließlich schoss Bruno wieder ein, was Christian ihnen versprochen hatte. „Ein Freund meines Sohnes hatte gestern versprochen, zu Ihnen zu kommen. War er hier?“ Verwundert sah Kreienbaum ihn an und schüttelte mit dem Kopf. „Nein, ich war den ganzen Tag hier…und eine Anzeige oder dergleichen gab es gestern nicht“
Vater und Sohn sahen sich in die Augen. Mehr als komisch, die ganze Chose hier, dachte Luca und schüttelte mit dem Kopf. „Es ist komisch. Dieser Mann wollte sich bei Ihnen melden und nun ja…er ist seit dem ebenfalls verschwunden“ Stirnrunzelnd sah der ältere Mann sie an und sein vormals noch so verschmitztes Gesicht wirkte mit einem Mal so seriös und autoritär. „Das ist wirklich äußerst merkwürdig. Glauben Sie, ihm könnte auch etwas zugestoßen sein. Hatte Frau Rhonstedt auch irgendeinen Grund, ihm etwas anzutun? Ihn gar mit zu entführen?“ Vater und Sohn sahen sich an und beide überlegten, ob es jemals zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden gekommen war. Doch sie konnten sich an nichts Auffälliges erinnern. „Nein, ich wüsste nicht, dass da irgendwas vorgefallen ist. Ich muss aber auch zugeben, dass ich zu Herrn Schneider keinen sehr engen Kontakt habe.“ Der ältere Mann nickte. „Okay…haben Sie ein paar Fotos dabei?“ Bruno nickte eifrig und gab den kleinen Stapel rüber. Der Wachtmeister betrachtete die beiden Kleinen und sein Herz ging auf. „Na, das sind ja mal zwei kleine Rabauken…“, murmelte er und lächelte warmherzig. „Ich denke, wenn ich das Foto zeige, werden alle helfen, um sie zu finden.“

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Enrique parkte sein Auto und verdrehte die Augen, als Paloma vor sich hin brummte und schnell die Tür öffnete, um den sehr geringen Abstand zwischen ihnen wieder zu vergrößern. Als ob ich so ein Ekelpaket bin…riech ich etwa?, fragte er sich und hob kurz den Arm. Hmm, das ist doch noch ganz annehmbar. „Für Körperpflege ist es doch jetzt ein bisschen zu spät…wieder haben wichtigeres zu tun, also komm.“ Man, was war er froh, wenn er diese Zicke endlich wieder los sein würde. Das war ja nicht zum Aushalten. Sie gingen die fein geschwungene Treppe hinauf und klingelten an der riesigen Tür dieses noch größeren Hauses…ja, es hatte fast schon was von einem Schloss an sich. Nach ein paar Sekunden wurde sie auch schon geöffnet und der etwas in die Jahre gekommene Butler steckte sein Antlitz durch die Tür. „Schönen guten Tag. Was kann ich für Sie beide tun?“, fragte er freundlich, doch er betrachtete Paloma etwas abfällig. Die fühlte sich unter seinem skeptischen Blick gleich ziemlich unwohl und wurde nervös, was Enrique gleich bemerkte und sich ein Grinsen verkneifen musste. Tja, du bist halt nicht standesgemäß. „Guten Tag. Wir möchten zu Herrn Lindenberg“, wand er sich an den älteren Herrn, der bedauernd den Kopf schüttelte. „Es tut mir leid, aber Herr Lindenberg möchte heute nicht gestört werden. Wichtige familiäre Angelegenheiten“ Paloma stöhnte leise auf und wurde gleich von einem blitzenden Augenpaar betrachtet, das jetzt noch abschätzender auf sie niederblickte. „Aber wir sind angemeldet bei ihm. Tom Lanford hat vorhin bei ihm angerufen und bescheid gegeben, dass wir her kommen“ Der Butler hob die Augenbraue…er wusste also was davon und dass sie kommen sollten, war ihm wohl auch nicht unbekannt. „Wie heißen Sie denn?“, fragte er gebieterisch und Paloma wollte schon ansetzten, doch Enrique war schneller. „Mein Name ist Enrique Vegaz und die reizende junge Dame hier“, er deutete auf Paloma, die genervt die Augen verdrehte. „ist Paloma Greco“ Der alte Griesgram schien kurz zu überlegen und wollte sie anscheinend mit seinen blauen Augen durchleuchten, doch schließlich nickte er und trat zur Seite. „Herr Linderberg erwartet Sie schon“


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 14:03 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:06

Kapitel 52

„Herr Vegaz, gut, dass Sie da sind. Oh, guten Tag, Frau Greco“, begrüßte Bernd die beiden eingetroffenen Personen, die Tom Lanford angekündigt hatte. Was genau dies sollte, verstand er nicht so ganz, aber er wollte nicht zweifeln…schon lange hatte er gemerkt, dass er dem vertrauen konnte, was Tom machte. Er mochte den jungen Mann. Vielleicht wäre er wirklich das Richtige für Carla gewesen. Vielleicht hätte er sich wirklich zu einem besseren Menschen machen können. Aber dieses „Hätte-Wäre-Könnte“ brachte ihn auch nicht weiter. Carla war so, wie sie war…und das machte ihn als Vater unendlich traurig. Sie war doch immer seine kleine, süße Tochter gewesen, die er beschützen musste. Sicher, vielleicht hatte er sie manchmal ihrer Eigenständigkeit beraubt und ihrem Selbstbewusstsein einen erheblichen Knacks versetzt, in dem er sein Vertrauen seinem Sohn gegeben hatte…jedenfalls, was das Geschäftliche betraf. Aber was sollte er machen? Andreas war der bessere Mann gewesen…das muss sie doch verstehen. Das hatte nie was an seinen Gefühlen für sie geändert. Ja, aber warum hast du nie was gesagt? Warum, Bernd? Du hast deine Tochter zerstört…du bist mit verantwortlich für diese ganze Geschichte. Dafür, dass Carla so geworden ist. Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als sich Enrique leise räusperte. Er wand sich ihnen wieder zu und lächelte entschuldigend, während die beiden ihn mit einem verständnisvollen Lächeln betrachteten. „Ich bin ein sehr unhöflicher Gastgeber. Bitte, setzen Sie sich doch. Darf ich Ihnen etwas zu trinken holen lassen? Einen Tee vielleicht.“ Ohne den beiden die Möglichkeit zu geben, zu verneinen oder Zustimmung aus zu sprechen, rief er nach dem Butler und wies an, ihnen dreien frischen Tee zu bringen, zusammen mit etwas Gebäck. Nachdem sich der Alte wieder entfernt hatte, drehte sich Bernd wieder zu ihnen und lächelte sie beide an. „Ich weiß ehrlich gesagt nicht wirklich, warum Tom Sie beide zu mir geschickt hat. Carla war nicht hier. Und ich denke auch nicht, dass sie wieder vor der Tür stehen wird.“

Enrique schüttelte mit dem Kopf. „Tom möchte nur, dass jemand da ist. Dass sich jemand schnell melden kann, wenn etwas passiert. Außerdem möchten wir Sie fragen, ob Sie vielleicht wissen, ob Carla Kontakt zu Christian Schneider hat“ Bernd hob die Augenbrauen. Christian Schneider…Schneider…“Wenn ich ehrlich sein soll, weiß ich momentan gar nicht, um wen es sich handelt“ Bernd kümmerte sich nicht um die Belange bei LANFORD. Er vertraute Luca voll und ganz. Und außerdem: er hatte sowieso schon fast mit dieser Firma abgeschlossen. Bald wäre sie sowieso wieder in dem Besitz von Bruno Lanford und seinen Kindern. „Herr Schneider ist der Marketingchef bei LANFORD. Wir haben auch ein Foto…Moment bitte“ Enrique kramte kurz in seiner Hosentasche und holte ein Bild raus, das Christian mit den beiden Kindern zeigte. „Das ist er“, sagte er und reichte das Bild herüber. In dem Moment kam der alte Kauz rein und servierte den bestellten Tee und die Beilagen. „Hmm…nicht, dass ich wüsste. Was ist denn mit dem Mann? Und was soll Carla gerade mit ihm zu tun haben?“ Enrique schüttelte mit den Schultern. Von der Seite kam aber eine Reaktion. „Hören Sie, Herr Lindenberg. Dieser Mann ist mein Lebensgefährte und er ist ebenso, wie die Kinder, seit gestern verschwunden. Er wollte auf der Insel nach den beiden suchen. Aber er ist verschwunden.“ Erschrocken sah Bernd zu ihr und sah sie mitleidig an. „Das tut mir leid. Aber ich weiß wirklich nichts. Ehrlich gesagt…ich will endlich wissen, ob Carla wirklich dahinter steckt. Wir verdächtigen hier meine Tochter, ohne zu wissen, ob sie es wirklich war.“ Bernd war nervlich sehr angespannt und dass Carla jetzt vielleicht noch einen weiteren Menschen gefangen halten könnte, machte die Situation nicht gerade leichter. Doch plötzlich räusperte sich hinter ihm jemand. Er drehte sich um und sah in die Augen seines Bediensteten, der das Foto in seiner Hand anstarrte. „Was ist, Albert?“, wollte er wissen und schließlich wand sich der Alte wieder an ihn. „Dieser Mann war vor einen Tagen bei ihrer Tochter…ich hatte ihm gesagt, dass Sie es nicht wünschen, dass ihre Tochter Besuch kommt, wenn Sie nicht im Haus sind. Aber er hatte noch einige Unterlagen, die Ihrer Tochter gehörten und anscheinend noch etwas mit ihr zu besprechen. Ich hatte ihm ein paar Minuten eingeräumt. Es wirkte wirklich ganz harmlos. Aber da ich wusste, dass Sie es eigentlich nicht tolerieren würden, habe ich mich hinter die Tür gestellt…ich konnte zwar kaum etwas verstehen, aber wie sie miteinander umgegangen waren, wirkte sehr vertraut“, sagte er mit kratziger Stimme und wurde langsam rot, wie eine Tomate. „Es tut mir sehr leid, Herr Lindenberg, dass mich Ihren Anweisungen widersetzt habe…Ich werde heute noch das Haus verlassen“ Bernd, der die ganze Zeit still und mit einem immer mürrischer werdenden Gesichtsausdruck zugehört hatte, hob die Augenbrauen und schüttelte mit dem Kopf. „Nun mal immer ruhig. Keiner wird hier kündigen. Aber ich muss Sie trotzdem noch einmal darauf aufmerksam machen, dass MEINE Anweisungen zu befolgen sind. Haben Sie mich verstanden, ja?“, fragte er mit gebieterischem Ton. Der Alte nickte eifrig und wirkte mit einem Mal sehr entspannt. „Natürlich, Herr Lindenberg“ Bernd nickte und in dem Moment hörten Sie, wie es an der Tür klingelte. „Gut gut. Dann gehen Sie bitte wieder Ihrer Arbeit nach. Sie wissen doch, was zu tun ist?“ Schnell nickte er und murmelte noch einmal ein „Danke“ vor sich hin, während Bernd sich wieder an seine Gegenüber wandte. Bernd zuckte mit den Schultern. „Er ist eben schon so lange bei mir und kennt das alles. Ich wäre schön blöd, wenn ich ihn gehen lassen würde. Außerdem hätten Sie ohne ihn nicht diese Information“ Nachdenklich nickte Enrique und sah neben sich zu Paloma, die leichenblass war und ungläubig vor sich hin starrte. Vorsichtig griff er nach ihrer Hand und sie sah zu ihm auf. Kurz sahen sie sich tief in die Augen, ehe Paloma sich von ihm löste. „Das wird alles eine ganz harmlose Erklärung haben…vielleicht spinnt der Alte auch schon ein wenig“, wisperte Enrique so leise, dass nur sie es verstehen konnte. Sie hob die Augenbraue, so als wolle sie ihn fragen, ob er das wirklich ernst meinte, was er das sagte. Ehe sie weiter darüber nachdenken, geschweige denn, diese ganzen Informationen verarbeiten konnte, ging erneut die Tür auf und ein aufgeregter Albert kam herein. „Entschuldigen Sie, aber…“, stammelte er, als er die erschrocken Augen sah und den Blick von Bernd, der jetzt langsam wirklich überlegte, ob er sich nicht doch einen neuen Butler suchen sollte. Weiter kam Albert nicht, denn eine zeternde junge Frau drängte ihn zur Seite und trat ein. „Sie müssen mich nicht lang und breit anmelden, Sie alter Narr. Sie wissen doch, dass ich hier wohne, Menschenskind. Hallo Papa“, lächelte Carla…doch dieses falschen Grinsen änderte sich schlagartig, als sie den Blick ihres Vaters sah. Aber noch schlimmer waren seine Gäste. Was wollen die beiden hier…Gott, ist die mal wieder nuttig angezogen, dachte sie und betrachtete die Spanierin abfällig. So bieder, wie ihre Freundin ist, so nuttig ist sie. „Carla“ Durch das gehauchte Wort ihres Vaters aus ihren Gedanken gerissen. „Wo warst du?“


Zuletzt von Staffi_94 am Mo Feb 11 2013, 14:07 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 11 2013, 10:07

Kapitel 53

„Nein, tut mir leid, ich hab keinen von ihnen gesehen“, sagte eine ältere Dame zu Luca und Bruno, die resigniert in sich zusammen sackten. Diesen Satz konnten sie langsam schon mitsingen und es machte sie immer ungeduldiger und vor allem mutloser. Denn mit jedem Inselbewohner, der die beiden nicht gesehen hatte, verringerte sich die Chance, die Kinder wieder lebend bei sich zu haben. Und wenn Carla schon längst nicht mehr auf der Insel ist?, fragte Bruno sich und hörte Lucas Magen, der laut knurrte. „Oha, da hat aber einer Hunger. Schau mal, da ist eine Bäckerei. Soll ich dich auf einen Kaffee und ein Stück Kuchen einladen? Es bringt doch nichts, wenn einer von uns verhungert.“, lächelte er und Luca schaute skeptisch nach unten, ehe er ergeben nickte. „Ja, du hast recht. Ich hab richtig Kohldampf. Außerdem: da drinnen waren wir noch nicht. Vielleicht haben die was gesehen“ Bruno nickte und beide machten sich mit strammen Schritten auf den Weg zum Eingang der Bäckerei. Einerseits des Hungers wegen, andererseits wegen der neuen Möglichkeit. Hoffentlich haben die wenigstens was gesehen.
Die beiden betraten Seite an Seite die Bäckerei und wurden sofort von einer drallen Frau in weißer Kluft begrüßt, die ihnen ein „Einen wunderschönen guten Tag“ entgegen zwitscherte. Ob dieser Tag noch gut werden kann, werden wir noch sehen, dachte Bruno sarkastisch. „Tag“, schnaufte er unfreundlich und sein Sohn gab ihm einen Hieb in die Seite. Das hast du mal wieder super angefangen, Bruno. Äußerst charmant. Luca schüttelte den Kopf und sah entschuldigend zu der Bäckerin, die leicht angesäuert zu ihnen sah. „Einen schönen guten Tag, werte Dame. Würde es Ihnen etwas ausmachen, uns eine Tasse Kaffee zu bringen…Nein, auch du trinkst einen Kaffee, Bruno. Wir haben jetzt keine Zeit noch deinen Jasmintee oder was auch immer zu organisieren“, sagte er streng, als Bruno anfing, zu zetern. „Ja, gerne“, sagte sie, schien jetzt aber wieder etwas besänftigt zu sein, als sie die kurze Kappelei bemerkte. Naja, jeder hat mal einen schlechten Tag.

Zehn Minuten später, Luca hatte sich inzwischen noch ein schönes Stück Schokoladentorte ausgesucht, während Bruno sich verbissen weigerte, seine Tasse auch nur anzusehen, fasste sich Luca ein Herz und sprach die nette Frau an. „Entschuldigen Sie bitte?“, sagte er und sie wandte sich sofort an sie beide, da kein Kunde in Sicht war. „Kann ich Ihnen noch etwas anbieten? Vielleicht noch einen Kaffee“ Bruno schnaufte laut auf. „Oder vielleicht einen Tee“, sagte sie betont freundlich und bedachte Bruno mit einem undefinierbaren Seitenblick. „Nein, danke. Wir sind bestens bedient. Aber wir haben eine Frage, die…nun ja, frei heraus gesagt, wir vermissen zwei junge Männer…besser gesagt drei“ Die beiden wurden von ihr bestürzt betrachtet. „Oh, das tut mir leid. Aber: Wie soll ich Ihnen dabei helfen? Da müssen Sie schon zu unseren Wachtmeister gehen.“Luca schüttelte lächelnd mit dem Kopf. „Bei dem waren wir schon. Wir möchten nur wissen, ob sie die drei vielleicht gesehen haben“ Sie schüttelte mit den Schultern. „Naja. Hier gehen sehr viele Menschen aus und ein. Heute vielleicht nicht so viele, aber die letzten Tage war schon etwas mehr los. Können Sie die drei Männer denn beschreiben?“ Luca freute sich über ihre Neugier und die Hilfsbereitschaft, die sie an den Tag legte. Er kramte schnell in seinen Jackentaschen und fischte das Bild der drei heraus. „Hier, das sind die drei.“ Er reichte das Foto weiter und wartete gespannt auf ihre Reaktion…und dieses Mal wurde er nicht enttäuscht. Die Augen der Frau leuchteten auf. „Ja, die kenne ich. Die waren gerade heute hier…Eddie, kommst du mal?“, rief sie nach hinten und ein bulliger, aber sehr liebeswerter Mann kam um die Ecke. „Ja, was ist denn?“, fragte er und kam neben ihr zum Stehen. „Die beiden Herren suchen die Zwillinge, die uns heute besucht haben…ich glaube, einer von ihnen hieß Ben?“, fragte sie, als auch ihr Mann sich an die drei zu erinnern schien. Luca, der die beiden schon die ganze Zeit voller Unglauben betrachtet hatte, nickte eifrig. „Ja, Ben und Max Lanford. Und der Mann heißt Christian Schneider, der…“, weiter kam er nicht, denn sie unterbrach ihn sofort. „Patenonkel, ja, das haben die beiden mir erzählt. Ein sehr komischer Kerl, wenn Sie mich fragen“ Bruno horchte auf. „Bitte was? Sie meinen, er war mit den beiden hier?“, fragte er entsetzt und die beiden Inselbewohner nickten unschlüssig. „Ja…und er wirkte sehr nervös. Besonders, als die beiden erzählten, wie sie heißen“ Luca sah seinen Vater an. Was läuft hier eigentlich?

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Seufzend verließ Tom das Gebäude und wand sich kopfschüttelt an seine Begleiterinnen. „Meint ihr, das hat was gebracht? Die beiden wirkten nicht gerade kompetent auf mich“, zweifelte er, doch Anna griff nach seiner Hand. Sie wusste, dass ihn besonders die Geschichte, die noch einmal so ausführlich von ihm niedergelegt werden musste, bedrückte und nicht die scheinbare Inkompetenz der Polizisten. „Das Protokoll hast du doch selbst durchgelesen. Dieser Krüger hat das alles schon richtig gemacht. Mach dir nicht so viele Sorgen, Tom“, versuchte Paule ihn zu beruhigen. Tom schnaufte auf. „Ich soll mir keine Sorgen machen? Das meinst du doch nicht ernst, oder?“, fragte er aufgebracht und starrte seine Schwester ungläubig an. „Hört ihr bitte auf damit? Das Letzte, was ich jetzt gebrauchen kann, ist Streit“, ging Anna energisch dazwischen und schüttelte mit dem Kopf. „Und jetzt tun wir etwas sinnvolleres, als hier rum zu stehen und Däumchen zu drehen. Los!“ Sie griff nach ihren Händen und zog sie zu dem Auto. „Einsteigen, Mund halten.“, wies sie an und wäre ihre Situation nicht so ernst gewesen, hätte Tom über ihre forsche Art gelacht. In diesem Moment konnte er sie aber nur bewundernd betrachten. Nachdem sie alle endlich im Auto saßen und Anna den Wagen starten wollte, klingelte Toms Handy. Er holte es schnell aus seiner Tasche und nahm den Anruf an. „Enrique, was gibt es Neues?...WAS? Nein, das glaub ich nicht. Plötzlich stand sie wieder in der Tür? Und was hat sie gesagt?...Gar nichts….Ach so, sie hat es nicht nötig. Ja, wir kommen gleich. Natürlich. Sie soll mir ins Gesicht sagen, dass sie damit nichts zu tun hat. Ich danke dir, Enrique. Ja, bis gleich. Ciao.“ Er legte auf und sah ungläubig in den Hörer. „Was ist los, Tom?“ Anna wirkte noch beunruhigter, als sie ohnehin schon war. „Carla ist wieder aufgetaucht…einfach so stand sie wieder in der Tür.“, sagte er fassungslos und die beiden Frau schrien gleichzeitig auf. „WAS?“ Tom nickte abwesend. „Ja…wir müssen sofort zu den Lindenbergs…SOFORT! Ich will sie sehen…ich muss sie sehen. Ich MUSS wissen, ob sie was mit dieser Geschichte zu tun hat. Los!“, forderte er Anna auf, die noch immer wie gelähmt am Lenkrad saß. Warum ist sie wieder da? Und was hat sie mit den Kindern gemacht? Sie hat sie doch wohl nicht? „Nein!“, entwich es ihr und Tom sah sie beschwörerisch an. „Anna, bitte“ Sie sah zur Seite und schien erst jetzt zu verstehen, was er meinte. „Ja…ja, natürlich“ Sie startete den Wagen und gemeinsam machten sie sich auf den Weg zu den Lindenbergs.

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So weit war ich gekommen. Man, da hab ich ja wirklich noch zu tun. Ich dachte, ich wäre schon weiter. Huch!
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Do Feb 21 2013, 02:24

Very Happy Very Happy Very Happy YAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAJJJJJJJ. Very Happy Very Happy Very Happy
Staffi ist wieder da, ich freue mich RIIEESIIG!!! Dachte schon du hast uns und deine wunderschönen FF's komplett vergessen oder hast einfach keine Lust mehr zu schreiben!

Kann es kaum erwarten, wenn es hier weiter geht! Very Happy

GlG
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P.S. ... Habe ich schon erwähnt das ich mich freue!? Razz Wink
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Feb 25 2013, 13:08

YEJ, wat geht ab, du Schmetterling du. Setz mich nicht unter Druck, du. Smile

Man, bin ich doof.

Danke für deinen Kommi...die sind ja anscheinend immer noch so herrlich bekloppt wir vor einem Jahr Laughing
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Di Feb 26 2013, 16:04

Hahaha .. ich und unter Druck setzten!? Shocked NIEMALS! Twisted Evil

Ist das auch "unter Druck setzten", wenn ich frage wann's weiter geht!? Cool kloppe

Nee jetzt ma im ernst ... wann erlöst du mich endlich!? What a Face


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katha

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Do Mai 16 2013, 17:24

Hallo meine liebe Staffi,
da ich gerade dabei bin, vermissten Personen zu schreiben, will ich mich doch auch hier mal melden. Ich hoffe, du schaust einfach mal wieder vorbei! Rolling Eyes

Ich habe nämlich neulich tatsächlich hier deine Story nochmal gelesen.
Sie ist einfach so toll! super Und so unglaublich schön geschrieben. Ilikeit
Diese Annäherung zwischen Anna und Tom ist einfach herzzerreißend, und dann bin ich an die Stelle gekommen, als die Kinder verschwunden sind. Eigentlich wollte ich gar nicht weiterlesen, aber dann habe ich es natürlich doch getan. Und Mann, ich habe geheult wie ein Schlosshund. Die Beiden tun mir so leid ...
Und na ja, ich habe es dann doch nicht bereut weiter gelesen zu haben. Es war trotz der Traurigkeit unglaublich toll zu lesen.

Na ja! Eigentlich erzähl ich dir ja nichts Neues. Ich habe dir das ja alles schon mal gesagt.

Ich wünsch dir was!
Liebe Grüße
Katha

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Manche Dinge brauchen einfach keine Worte ...
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Carla3939

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   So Mai 19 2013, 15:53

Hallo Staffi huhu , bitte bitte schreib doch weiter.
Lg.Carla

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"Jemand der einem nicht nur das Leben rettet sondern auch die liebe." -Anna, über Tom
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leseratte

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Aug 12 2013, 08:03

He ich hoffe du schreibst die geschichte zu ende
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schreiber_fan

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Mo Jan 06 2014, 11:17

Wirklich klasse geschrieben.
Ich hoffe es geht bald weiter ich bin echt aufgeregt.
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~Nicky-Anna..B~

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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   Di Apr 01 2014, 23:31

Hey Smile

bin auch seid langen wieder da, eine sehr schöne und traurige Geschichte Sad
Freue mich auf mehr Smile
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BeitragThema: Re: AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht   

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AudL...Anna und Tom - Eine Liebe, die nie vergeht
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