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 Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"

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Mini_2010

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BeitragThema: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Mi Jul 04 2012, 10:11

das Eingangsposting lautete :

Anna und Tom, beide in ihrer Vergangenheit gefangen, haben nach vielen Auf's und Ab's in einem eher unberechenbaren Verhältnis zueinander eine leidenschaftliche Nacht im Hotel verbracht. Das Erwachen am Morgen danach verläuft leider alles andere als romantisch. Und sowohl Anna als auch Tom müssen sich nach diesem Erlebnis die Frage stellen, ob sie bereit sind, die schmerzhafte Vergangenheit mit all ihren Dämonen hinter sich zu lassen, und einen Neuanfang zu wagen ... Aber, wie auch immer sie sich entscheiden mögen - Liebe findet ihren Weg ...


Teil 1

Das Türblatt wackelte bedrohlich, noch lange nachdem Tom es hinter sich zugeworfen hatte. Anna fixierte das Holz und versuchte zu begreifen, was soeben passiert war. Als die Erkenntnis, dass er sie soeben abserviert hatte, in ihrem Hirn angekommen war, brach sie unvermittelt in Tränen aus. Was sollte das jetzt? Hatte sie irgendetwas falsch gemacht? Der Stich in ihrem Herzen ließ sie sich zusammenkrümmen. Sie keuchte auf, versuchte, den Schmerz zu verdrängen und kämpfte einen neuen Schwall Tränen beiseite. Doch die Wucht der Emotionen war stärker. Laut schluchzend sank sie auf dem Bett zusammen und wünschte sich einmal mehr, sie wäre damals wirklich vom Dach gesprungen. Ihr Leben war schon kompliziert genug. Warum nur konnte es nicht einfach mal jenen berühmten Lichtstreif am Horizont geben? Warum nur war Tom manchmal der liebste Mensch der Welt, nur um dann zehn Minuten später wieder zu dem unausstehlichen Kotzbrocken zu mutieren? Er wechselte seine Stimmung schneller als ein Victoria Secrets Model die vorzuführende Unterwäsche auf einem Catwalk. Gott, wenn man sich sein Verhalten so verinnerlichte, bekam die Bezeichnung „Multiple Persönlichkeit“ eine ganz neue Bedeutung. Was soll’s, hier liegen zu bleiben und sich selbst zu bedauern, brachte sie auch nicht weiter … und spätestens wenn der Zimmerservice sie in ein paar Stunden fand, würde sie sich der Tatsache stellen müssen, dass hier nicht der geeignetste Ort war, sich vor der Welt zu verstecken. Also warum nicht gleich verschwinden. Und außerdem hatte sie noch etwas mit Tom zu besprechen. Sie verdiente zumindest eine Erklärung.

***************************************

Gedankenverloren starrte Tom durch die Windschutzscheibe seines Wagens und versuchte, der Flut seiner Erinnerungen an die vergangene Nacht Herr zu werden. Verdammt, da hatte er aber wahrlich Mist gebaut. Warum nur hatte er heute Morgen zu ihr gesagt, dass die Nacht zwar schön war, aber keine Bedeutung hatte, wenn er es doch eigentlich gar nicht so gemeint hatte? Warum war er nicht in der Lage, genau das auszusprechen, was in ihm vorging? Gestern in diesem Schwimmbad hatte es doch auch funktioniert. Klar, war es am Anfang unangenehm gewesen. Er hatte selten in seinem Leben geweint … und schon gar nicht vor einer Frau. Diese Art von Schwäche offen zu zeigen, hätte ihn normalerweise zutiefst verwirrt, aber bei Anna hatte er das Gefühl, dass er davor keine Scheu haben musste … dass sie ihn verstand. Sie hatte ihn aufgefangen, ihn festgehalten und dann … Er seufze, während er den Kopf gegen die Nackenstütze lehnte und an die Decke starrte. Er hatte es verbockt … wieder mal. Doch damit hätte er leben können. Womit er nicht leben konnte, war die Tatsache, dass er Anna offensichtlich ziemlich heftig vor den Kopf gestoßen hatte. Das wollte er nicht, aber als er heute Morgen neben ihr aufgewacht war – auch wenn er im Grunde kaum geschlafen hatte, weil ihn die Ereignisse derart aufgewühlt hatten, dass er keine Ruhe fand –, wusste er plötzlich nicht mehr, was richtig war und was nicht. Es hatte sich gut angefühlt, sie im Arm zu halten … irgendwie richtig. Doch dann war ihm Carla durch den Kopf gegeistert und sein Gewissen hatte sich gemeldet. Carla, die Frau, die an seiner Seite stand und das seit fast zwei Jahren. Die immer da war, wenn er jemanden brauchte. Sie ergänzten sich gut, mochten sich auf eine Weise, die weit über eine gewöhnliche Freundschaft hinausging … aber reichte es für … Liebe? Und dann war da Anna, die ihn verstand, wie es noch nie jemand getan hatte. Und sein Herz sehnte sich nach diesem Gefühl, mit diesem Schmerz nicht allein sein zu müssen. Ihre Worte berührten ihn, schenkten ihm Trost, so dass er anfing zu glauben, irgendwann in seinem Leben einen Punkt erreichen zu können, an dem er mit dem Verlust von Fanni abschließen konnte. Anna vermochte es … und sie war die Einzige. Was sie miteinander verband, war zu groß, um es als Freundschaft zu bezeichnen. Liebe? Er wusste es nicht. Sicher, da waren Gefühle … die er kannte, doch sie waren ihm in den Jahren fremd geworden.

***************************************


Zuletzt von Mini_2010 am Mi Jul 04 2012, 10:30 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Di Dez 18 2012, 09:37

Weiter gehts. Sorry, hat dieses Mal etwas länger gedauert ... Viel Spaß beim Lesen.


Teil 75


Wie ein Blitz schoss Anna von ihrem Schreibtisch hoch. Der Schwung hätte sie um ein Haar mitsamt ihrem Stuhl zu Fall gebracht, doch sie fing sich in letzter Sekunde, indem sie sich an der Tischkante festklammerte. Hektisch und mit wirrem Blick sah sie sich um. „Was? … Wo? … Wie? …“, rief sie und rieb sich mit einer fahrigen Bewegung über die Augen. Sie blinzelte ein paar Mal, ehe ihr Blick auf Tom fiel, der, seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, gerade schwer bemüht war, nicht in schallendes Gelächter auszubrechen. Ihre Augen weiteten sich überrascht. „Wo bin ich?“, murmelte sie und taxierte prüfend ihre Umgebung. Erkennen stahl sich in ihren Gesichtsausdruck. Zwei Sekunden später richtete sie ihr Augenmerk wieder auf den Mann, der vor ihrem Schreibtisch stand und sie mit neugierigem Blick musterte. Wie auf Kommando breitete sich ein schiefes Grinsen auf ihrem Gesicht aus. „Tom, … was machs su hier?“ Offensichtlich hatte sie Mühe, ihre Zunge zu steuern, so dass die Worte von einem genuschelten Lallen begleitete wurden. Toms Blick fiel auf das Weinglas und eine Augenbraue hob sich wissend. Kein Wunder … Belustigt grinste er sie an. „Ich wollte dich überraschen und …“ Sein Blick glitt erneut über das kreative Chaos, ehe er intensiv ihr verwirrtes Gesicht taxierte. “… dir ein wenig bei der Arbeit zugucken.“, sagte er und es klang, als hätte er bereits genug gesehen. Anna strich mit den Händen über ihr Gesicht und beförderte einige verirrte Strähnen hinter ihre Ohren. Ein herzhaftes Gähnen folgte, dann ein angestrengtes Blinzeln, ehe sie sich ausgiebig streckte und schließlich geräuschvoll die Luft ausstieß. „Wie spät isses denn?“, nuschelte sie. „Fast zwölf.“, grinste Tom und neigte nachdenklich den Kopf, während seine Augen intensiv ihr Gesicht taxierten. „Sag mal, ist das die berühmte kreative Selbstfindungsphase, von der mein Vater immer erzählt?“, wollte er wissen und gab sich nicht die Mühe, den seichten Spott in seiner Stimme zu verbergen. Anna blinzelte ungläubig, dann grinste sie wieder. Ruckartig sprang sie von ihrem Stuhl auf, vollführte eine schwungvolle Drehung und wollte im nächsten Schritt zur Theke gehen, als sie plötzlich zu schwanken begann. „Uih …“ Sie legte die Hand an ihren Kopf und stützte sich mit der anderen auf der Schreibtischplatte ab. Offensichtlich hatte sie Probleme mit ihrem Gleichgewicht. „Also Anna, ich muss schon sagen, …“, vernahm sie Toms mahnende Stimme. „Alkohol während er Arbeit … tse …“ Missbilligend schüttelte er den Kopf. Anna blinzelte und sah ihn ungläubig an, ehe ihr Blick seinem folgte, der auf das leere Weinglas gerichtet war.

Unvermittelt begann sie zu kichern, so sehr, dass sie sich gar nicht mehr beruhigen wollte. Toms Augen weiteten sich, ahnungslos schüttelte er den Kopf. Als sie sich wieder beruhigt hatte und erneut Anstalten machte, frei zu stehen, geriet sie abermals ins Wanken. Tom grinste belustigt. „Hast du die Flasche alleine getrunken?“, fragte er frei heraus, als er die Flasche entdeckte, die leer und verlassen auf der Theke der Sushibar stand. Bei diesen Worten riss Anna die Augen auf, starrte geschockt auf die leere Flasche, dann auf Tom. Mit einiger Verzögerung schüttelte sie den Kopf … zu schnell. Erneut machte ihr mangelnder Gleichgewichtssinn sich bemerkbar. Sie keuchte leise und griff sich mit beiden Händen an ihre Stirn, massierte mit den Daumen ihre Schläfen. Des Haltes beraubt, geriet sie erneut ins Wanken. Tom machte einen Schritt nach vorn und fing Anna auf, ehe sie zu Boden gehen konnte. Wieder begann sie zu kichern. „Hast du irgendwas genommen?“, gluckste Tom amüsiert. Ihre großen Augen sahen ihn ernst an, was so lustig wirkte, dass Tom wieder grinsen musste. Eilig schüttelte sie den Kopf. „Neee … Nur Wein.“ „Wie viel?“ Anna hob ihre rechte Hand und begann, an ihren Fingern die Anzahl der Gläser abzuzählen, die sie getrunken hatte. Einen Moment später hielt sie inne, schaute ihn grübelnd an. „Eins …“ Sie runzelte die Stirn. „Oder … vielleicht doch zwei?“, nuschelte sie und zuckte unbekümmert die Schultern. „Oder vielleicht doch die ganze Flasche.“, ergänzte Tom schmunzelnd. Anna runzelte streng die Stirn, dann blies die die Luft aus. Sie hatte keine Ahnung. „Wo hast du eigentlich den Wein her?“, wollte Tom wissen und ließ Anna los, um seinen Mantel abzulegen. Annas Mund verzog sich zu einem schiefen Grinsen, während sie versuchte, ohne seine Hilfe ihre Bewegungen zu koordinieren. „Carla war hier …“, verkündete sie schließlich lallend. „… und wir ham … Brüderschaft getrunken …“ Sie hielt kurz inne und zog nachdenklich die Lippen kraus. „Nennt man das bei Frau’n auch Brüderschaft? … oder doch eher Schwesterschaft … aber das klingt doch voll blöd …“, nuschelte sie, ehe sie ihn mit einem strahlenden Lächeln ansah.

„Carla?“, wiederholte Tom und hob misstrauisch die Brauen. Anna nickte eifrig. „Jaaah … die war richtig nett su mir … wollte mir sogar helf’n, die Entwürfe fertig su machen, die sie … kaputt gemacht hat.“ Tom starrte sie fassungslos an. „Carla war hier? Die Carla?“ Entsetzen packte ihn. Anna grinste. „Ja, die Carla … groß, brünett, boshaft, arrogant … bunt angemalt … und schlecht angezogen.“, seufzte sie, ehe sie wieder zu schwanken begann. Tom streckte die Arme aus, bereit sie aufzufangen, doch Anna wich zurück. „Ich kann alleine stehen.“, erklärte sie gewichtig und verschränkte selbstbewusst die Arme vor der Brust. Natürlich, mein Schatz …, dachte Tom und betrachtete sie auf eine Weise, die unmissverständlich sagte, dass er ihre Aussage bezweifelte. Dann schüttelte er leicht den Kopf. „Glaub ich nicht.“, bemerkte er trocken. Aus zusammengekniffenen Augen sah sie ihn an, dann streckte sie ihm unvermittelt die Zunge raus und grinste wieder. Toms Kinnlade klappte nach unten. Was ist nur mit dir los? Das ist doch nicht normal … Da stimmt doch was nicht. Kichernd lief Anna um ihren Schreibtisch herum und machte sich daran, die Stoffballen vom Boden auf ihren Schreibtisch zu hieven. Tom wollte sie davon abhalten, doch Anna schubste ihn entschieden zur Seite. „Lass das, ich kann das alleine.“, lallte sie. Eine Weile beobachtete Tom mit einer Mischung aus Skepsis und Belustigung, wie Anna versuchte, Ordnung in das Chaos um und auf ihrem Schreibtisch zu bringen. Ein wirklich amüsantes Bild. „Ich sollte dich ins Bett bringen.“, verkündete er schließlich. Anna hielt in ihrem Eifer inne, drehte sich schwungvoll zu ihm um und wäre beinahe der Länge nach hingeknallt, aber sie fing sich in letzter Sekunde, indem sie ihre Finger in die Schreibtischplatte krallte und ihren Halt zurückfand. „In welches Bett?“, grinste sie und bedachte ihn mit einem herausfordernden Blick, ehe sie sich hastig Luft zufächelte. „Puh … ganz schön heiß hier drin.“

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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Mo Dez 31 2012, 19:35

Zum Jahresabschluss noch einen Teil von mir. Viel Spaß beim Lesen.
Rutscht gut rein in 2013.


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Teil 76


Tom hob süffisant eine Augenbraue, ehe er entschlossen auf Anna zutrat. Die wich erneut zurück, wobei sie vage Anstalten machte, abzuhauen. Doch mit ihren, offensichtlich dem Alkohol geschuldeten Koordinationsproblemen kam sie nicht wirklich weit. Sie hielt kurz inne und sah Tom an, der wie ein Raubtier auf dem Sprung wirkte. „Ich … muss aufs Klo.“, platzte es aus ihr raus. Auf wackeligen Beinen steuerte sie in Richtung Toilette. „Huih … Haben wir ein Erdbeben oder warum wackelt der Raum so sehr?“, gluckste sie. „Nicht der Raum wackelt, sondern du.“, witzelte Tom und folgte Anna auf dem Fuß. An der Tür hatte er sie eingeholt. Brüsk verschränkte sie die Arme vor der Brust und sah ihn ernst an. „Da geh ich alleine hin. Oder willst du mir den Klodeckel hochhalten, während ich pinkle …?“, sagte sie und bohrte ihm provokativ den Zeigefinger in die Rippen. Tom zuckte zusammen. Überrascht blinzelte er sie an, zu sprachlos, um etwas darauf zu erwidern. Anna warf ihm einen strengen Blick zu – so weit das in ihrem Zustand möglich war – und trat in den Waschraum. Tom schüttelte grinsend den Kopf, während er gleich einem Hund vor der Tür wartete. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam Anna wieder heraus. Ihr Gesicht war feucht und ihre Augen wirkten glasig. „Meine Güte, war der Boden da drin schon immer so uneben?“, nuschelte sie und schob sich geschickt an Tom vorbei. „Oh Mann, das ist viel zu warm hier drin.“, erklärte sie und zog sich prompt das Shirt über den Kopf, was sie achtlos fallen ließ. Tom sah sie vollkommen verdattert an, während Anna in einem hübschen schwarzen BH kopflos durch die Gegend stiefelte. Als sie schließlich ihren Schreibtisch mit einigen Umwegen gefunden hatte, plumpste sie laut seufzend auf ihren Stuhl.

Tom folgte ihr schweigend und beobachtete sie gleichsam interessiert wie amüsiert. „Is dir nich warm?“, fragte sie ihn und grinste wieder. Er lächelte vielsagend. „Im Moment nicht. Aber wenn du mit dem Striptease weitermachst, könnte sich das noch ändern.“ Anna hob die Brauen und sah an sich herab. „Oh …“ Wieder kicherte sie. Dann stand sie auf, zog sich umständlich die Hose aus und schleuderte sie quer durch das Büro. Tom schluckte schwer. Also das ging jetzt eindeutig zu weit. Eilig sammelte er ihre Klamotten auf, während Anna laut gackernd durch das Büro stolperte. Tom schüttelte seufzend den Kopf, ehe er sie schließlich einfing, ihre Beine umfasste, und sie über seine Schulter warf. Anna quiekte laut auf und brach gleich darauf abermals in lautes Gekicher aus. Mit dem glucksenden Bündel auf seiner Schulter steuerte Tom auf direktem Weg sein Büro an. Zum Glück hatte er die sichtbaren Spuren seines Wutausbruchs vom Nachmittag bereits beseitigt. „Hat dir schon ma jemand gesagt, dass du einen echt hinreißenden Hintern hast?“, gluckste Anna über seiner Schulter, langte nach unten und kniff einmal kräftig in selbigen. Tom zuckte kurz zusammen, knurrte leise und quittierte ihren Vorstoß mit einem Klaps auf ihren spärlich bedeckten Po. Dass Anna offensichtlich sämtliche Hemmungen verloren zu haben schien, irritierte ihn, wenn auch es ihn auf eine seltsam befremdliche Weise faszinierte. Was Alkohol so alles anrichten kann ... Mit einem gezielten Fußtritt warf er die Tür hinter sich ins Schloss und setzte die halbnackte Anna auf seinem Schreibtisch ab. Er maß sie mit einem ernsten Blick. „Du bleibst jetzt hier sitzen, verstanden!“ Anna straffte sich, atmete geräuschvoll aus und nickte sehr ernst. Kaum hatte Tom sich umgewandt, fing sie wieder an zu kichern. Er sah sich um, und Anna setzte augenblicklich wieder eine ernste Miene auf. „Was immer du auch nimmst, nimm zukünftig weniger davon.“, bemerkte er halb ernst, halb belustigt. Die ganze Sache kam ihm mehr als spanisch vor, aber die Tatsache, dass er sie in diesem Zustand heute nirgendwo mehr hinbekommen würde, begann ihm mit jeder Minute mehr zu gefallen.

Nachdem er die Vorhänge vor der Glaswand seines Büros zugezogen hatte, trat er wieder zu ihr an seinen Schreibtisch. „Huh … es is dunkel … und ich hab sooo Angst.“, kicherte sie. „Du solltest deinen Rausch ausschlafen.“, entschied er streng. Anna schüttelte grinsend den Kopf und musterte ihn intensiv. „Und du solltest dich ausziehen, du hast eindeutig zuviel an.“, bemerkte sie amüsiert. Tom sah sie fassungslos an, während ihm langsam ein sehr seltsamer Gedanke kam. Währenddessen streckte Anna ihre Hände nach ihm aus, zuppelte an seinem Pullover und begann, Tom auszuziehen. Mit einer Geschicklichkeit, die er ihr in diesem Zustand gar nicht zugetraut hätte, hatte sie ihn innerhalb weniger Sekunden aus dem Pullover gepellt. Übergangslos machte sie sich an seiner Hose zu schaffen. Er fing ihre Hände ein und sah sie ernst an. Dann trat er um den Schreibtisch herum, nahm die Karaffe vom Sideboard und goss ihr ein Glas Wasser ein. „Hier, trink das.“, forderte er. Anna starrte ihn an, dann griff sie das Glas und trank einen Schluck. „Warum bissu eigentlich hier?“, nuschelte sie undeutlich. Er lächelte und seufzte leise. „Eigentlich wollte ich einen Wein mit dir trinken.“ Annas Augen wurden groß, ehe sie das Gesicht verzog und angestrengt die Luft ausstieß. „Neee … keinen Wein … Ich kann nich mehr.“ „Ganz meine Meinung.“, grinste Tom. „Bissu nur wegen dem Wein hergekommen? Oder wolltessu … noch etwas anderes?“ Mit einem verführerischen Augenaufschlag, der Tom beinahe aus den Socken haute, sah sie ihn an. Er setzte ein schiefes Lächeln auf und trat näher zu ihr. Langsam streckte er seine Hand aus und strich ihr mit den Fingern zärtlich über das Gesicht. „Eigentlich hatte ich einen romantischen Abend zu zweit mit einem Wein im Sinn. Hätte ich jedoch gewusst, dass du mir direkt die Klamotten vom Leib reißt und für mich einen Striptease hinlegst, … Himmel, ich wäre wirklich früher hierher gekommen.“ Anna sah ihn an und feixte. „Du wolltest mich in ein Bett bringen.“, erinnerte sie ihn mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Ich sehe hier keins.“ Toms intensiver Blick heftete sich in ihre Augen. Er trat näher und umfasste ihr Gesicht mit seinen Händen. Wortlos legte er seine Lippen auf ihre und verschloss sie zu einem stürmischen Kuss. Als hätte sie nur darauf gewartet, ging Anna auf seinen sinnlichen Vorstoß ein. Keuchend verschlangen ihre Lippen einander. Seine Hände fassten ihre Oberschenkel und schoben sie auseinander, eher er sich zwischen ihre Beine drängte. Sie lachte an seinen Lippen, sinnlich und herausfordernd. Er knurrte tief in der Kehle, als er ihre Hüften umfasste und sie mit einem festen Ruck an die Tischkante zog, … sie eng an sich presste …

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Di Jan 01 2013, 15:48

Hallo meine liebe Mini,
einen guten Rutsch hatte ich ja gewünscht, da bleibt mir jetzt noch dir ein wundertolles neues Jahr zu wünschen. Smile

Und jetzt werde ich zum neuen Jahr mit einem schönen neuen Teil von dir begrüßt. super
Aber trotzdem muss ich direkt mal ein bisschen meckern.
Wie kannst du diesen Teil (ich kann mich vage erinnern, dass ich ihn schon mal gelesen habe Wink ) auseinanderreißen. Das ist ja mal echt gemein? Mad

Aber natürlich ein absoluter Leseschmaus. Und ich freu mich auf die Fortsetzung Wink

LG meine Süße,
Katha

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Mi Jan 02 2013, 12:49

katha schrieb:
Hallo meine liebe Mini,
einen guten Rutsch hatte ich ja gewünscht, da bleibt mir jetzt noch dir ein wundertolles neues Jahr zu wünschen.

Und jetzt werde ich zum neuen Jahr mit einem schönen neuen Teil von dir begrüßt.
Aber trotzdem muss ich direkt mal ein bisschen meckern.
Wie kannst du diesen Teil (ich kann mich vage erinnern, dass ich ihn schon mal gelesen habe ) auseinanderreißen. Das ist ja mal echt gemein?

Aber natürlich ein absoluter Leseschmaus. Und ich freu mich auf die Fortsetzung

LG meine Süße,
Katha

Ach, meine liebe Katha,

ich wünsche dir natürlich auch ein wundervolles neues Jahr. Du und meckern? Nein! Die Teilung des Teils war Absicht, aber nicht, um meine Leser zu ärgern, sondern weil der Teil sonst viel zu lang gewesen wäre. Außerdem bleibt doch so die Spannung ein wenig erhalten ...

Danke dir für deinen süßen Kommi ...


LG, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Fr Jan 04 2013, 13:27

Ich hoffe, es besteht hier noch Interesse an der Story. Irgendwie hat man das Gefühl, es liest gar keiner mehr. Sollte das der Fall sein, dann bitte sagen. Dann stelle ich die Story ein.

Gruß, Mini

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Teil 77


Wutentbrannt war Carla nach Hause gestiefelt. Was zum Teufel hatte Darcy ihr da für ein Zeug gegeben? Er hatte ihr gesagt, sie solle fünf Tropfen in ein Getränk geben. Zugegeben, sie wollte auf Nummer sicher gehen, also hatte sie die halbe Flasche in Annas Glas gekippt. Und dann hatte sie geduldig gewartet. Zum Glück hatte sie damit gerechnet, dass die Broda misstrauisch über ihren Besuch werden würde und vorsichtshalber die Gläser vorab vertauscht, so dass sie ihr glaubhaft machen konnte, dass sie nichts im Schilde führte. Tja, und dann hatte sie eine Stunde lang gewartet, bis das Zeug wirkte. Doch anstatt dass die dumme Broda einfach umfiel, hatte sie irgendwann angefangen wie blöde zu kichern und sich gar nicht mehr eingekriegt. Und zur Krönung hatte sie sich dann noch über sie lustig gemacht … über sie, Carla Rhonstedt … Was für eine bodenlose Frechheit. Und die absolute Höhe war, dass sie sie als die schlecht gekleidetste Person von ganz Lanford betitelt hatte. Von ihrem Make-up hatte sie gesagt, sie sähe aus, als wäre sie in einen Farbtopf gefallen, und was ihre Frisur betraf, die wäre das Langweiligste, was sie je gesehen hätte. Pah, was bildet sich diese Tussi eigentlich ein … Ausgerechnet die Broda spuckt solche Töne … die kleine Kakerlake, die einen Modegeschmack hat, den noch nicht mal die Höhlenmenschen geteilt hätten ..., grollte es in Carla. Und als wäre das noch nicht genug, hatte sie ihr sogar angeboten, ihr Mode- und Stylingtipps zu geben. Carla wäre um ein Haar explodiert. Um das zu verhindern, war sie regelrecht aus dem Atelier geflüchtet. Kochend vor Wut hielt sie nun das Telefon in der Hand, während sie Davids Nummer aus dem Verzeichnis raussuchte. Hier war eindeutig eine Erklärung fällig … und eine Entschuldigung …

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David hatte es sich mit seinem Laptop auf dem Sofa gemütlich gemacht und studierte gerade die Börsennachrichten. Das schale Fernsehprogramm war ihm einfach zuwider. Er trank einen Schluck von seinem Rotwein und ließ ihn voller Genuss über seine Zunge rollen. Mhmm, … ein ausgezeichneter Jahrgang …, dachte er zufrieden, während er einen flüchtigen Blick auf seine Uhr warf. Eigentlich war er hundemüde, aber er wartete noch auf einen Anruf. Wie auf Kommando klingelte sein Telefon. Er blickte auf das Display, und sein Mund verformte sich zu einem breiten Grinsen. „Na das wurde auch langsam Zeit.“, murmelte er vor sich hin, dann betätigte er die Annahmetaste und hielt das Handy ans Ohr. „Hallo Carla.“, begrüßte er sie übertrieben gut gelaunt, während er diebisch in sich hineingrinste. „Was zum Teufel haben Sie mir da für ein bescheuertes Zeug gegeben? Ich hab eine Stunde darauf gewartet, dass die Broda umfällt. Stattdessen hat die blöde Kuh sich auf eine unglaubliche Weise über mich lustig gemacht.“, fauchte sie ohne Begrüßung durch das Telefon. David begann, noch breiter zu grinsen und konnte es nicht verhindern, dass ihm ein leises Lachen entschlüpfte. Er versuchte, sich vorzustellen, wie Carla gerade am anderen Ende vor Wut kochte. Zugegeben, dass er ihr diese kleine Falle gestellt hatte, war nicht geplant gewesen, aber sie ging ihm mit ihren Eifersuchtsdramen einfach tierisch auf den Wecker. Sie hätte das Zeug besser selbst nehmen sollen, vielleicht wäre sie dann mal etwas entspannter.

David seufzte theatralisch. „Ups …“, entschlüpfte es ihm. „… da hab ich wohl das Rattengift mit den Glückstropfen verwechselt. Sorry Carla, ich sollte dringend mal meinen Giftschrank in Ordnung bringen.“, fügte er mit seichtem Spott hinzu. „Das war kein Gift, was Sie mir da gegeben haben?“, tönte es ungläubig durch das Telefon. David konnte sich ihren verdatterten Blick nur zu gut vorstellen. „Sind Sie eigentlich vollkommen bescheuert?“, brüllte es im nächsten Moment durch den Hörer. David hatte das Handy vorsorglich schon mal einige Zentimeter von seinem Ohr entfernt gehalten, sonst wäre ihm in diesem Moment ein Hörschaden sicher gewesen. Er holte tief Luft und versuchte, seinen aufkeimenden Ärger im Zaum zu behalten. Er war nicht in der Stimmung, sich auf diese Weise anblöken zu lassen. „Jetzt komm mal wieder runter ... von Gift war nie die Rede.“, erwiderte er scharf. Carla verstummte augenblicklich. Amüsiert schüttelte er den Kopf. „Carla, wenn du wirklich geglaubt hast, ich würde dir einfach so ein Gift in die Hand drücken, damit du die kleine Broda auf direktem Weg um die Ecke bringen kannst, dann bist du noch naiver, als ich gedacht habe.“ Carla schwieg am anderen Ende. Was gut war, denn nun hatte er ihre volle Aufmerksamkeit. „Warum?“, zischte sie äußerst beherrscht. „Na ja, ich dachte, nach der ganzen Aufregung, die du der Broda heute beschert hast, könnte sie ein paar Glückstropfen vertragen.“ David grinste in sich hinein. Carlas Schnaufen am anderen Ende wurde energischer. Und in ihm keimte das ungute Gefühl, dass sie gleich platzen würde, wenn er sie weiter auf diese Art reizte.

Übertrieben genervt stieß David die Luft aus. „Du hast der Broda lediglich eine äußerst effektive Droge verabreicht.“, meinte er ungerührt. Dann seufzte er dramatisch. „Bei einer kleinen Menge wäre Anna sehr redselig geworden und hätte dir mit Sicherheit sogar wichtige Antworten gegeben … Aber dafür stellst du ja lieber mich an …“, knurrte er leise. „Zudem hättest du die Chance gehabt, auf viel effektivere Weise Rache zu üben, indem du sie in diesem Zustand zu Dummheiten verleitest. Sie hätte dir förmlich aus der Hand gefressen.“ Er hielt einen Moment inne und erinnerte sich an den Wortschwall, den er aus Carlas Wutausbruch vernommen hatte. Wieder seufzte er. „Aber so wie du Annas Reaktion schilderst, hast du die Dosis wohl ein wenig erhöht.“, bemerkte er sarkastisch und lachte trocken auf. „Tja, die Wirkung ist durchaus sehr interessant … Denn eine zu hohe Dosis enthemmt, macht recht offensiv und ziemlich ungezwungen, möchte ich meinen … ein kleiner Glücklichmacher eben, der ein wenig die Sinne vernebelt …“ Er hielt einen Moment inne und schüttelte resigniert den Kopf. „Aber anstatt selbst diese Möglichkeit zu nutzen, hast du dich in deinem Stolz gekränkt gefühlt und bist beleidigt gegangen.“, fügte er tadelnd hinzu. Ein leises widerwilliges Grummeln war das Einzige, was er zur Antwort bekam. „Aber vielleicht tröstet es dich ja, dass dieses Zeug echt beschissene Nebenwirkungen hat.“ Er gluckste amüsiert. „Die kleine Broda wird morgen das Gefühl haben, dass ihr Kopf von einer Abrissbirne massiert wurde …“ „Ha ha, … witzig.“, grollte Carla unvermittelt. „Wollen Sie mich gegen sich aufbringen, Darcy?“, fauchte sie ihn schließlich an. David schnaubte herablassend. „Nein, ich wollte dir lediglich das Gefühl von Befriedigung geben, ohne dabei wirklich ernsthaft Schaden anzurichten.“, schoss er mit einem lässigen Zungenschnalzen zurück. „Aber vielleicht hättest du das Zeug besser selbst nehmen sollen …“, fügte er ungerührt hinzu.

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Sa Jan 05 2013, 08:31

Nein, nein, nein! Ich finde sie toll. Es sei denn du lieferst mir so viel anderes, dass ich das verschmerzen kann - zumindest vorübergehend Embarassed Wink
Na, Süße, bist du auch mal wieder an dem Punkt angekommen, dass du ein wenig deprimiert bist, weil es eigentlich kaum Beteiligung im Treff gibt. idontknow
Ich kenn das nur zu gut crying Und ich kann dich so gut verstehen.

Aber soll ich dir was sagen? Ich bin hier, und ich freue mich über jedes einzelne Wort, das du schreibst. super
Und ich bin sicher, dass es da auch noch andere gibt. Immerhin gibt es Leser aus weiter Ferne. Wie war das? USA, hat River neulich geschrieben ...

Ich drück dich ganz fest, ... und überlegs dir nochmal Wink

Ach so, zur Story vielleich auch noch ein paar Worte.
Ich finde es sehr lustig, wie Darcy sich über Carla lustig macht. Manchmal könnte er einem fast sympathisch sein, wenn er nicht immer mit der Falschen unter einer Decke stecken würde.
Aber, auch wenn es schön ist zu lesen, wie sich Carla über Annas Frechheiten ärgert Laughing , will ich wissen, wie es da bei Anna und Tom weiter geht bounce

Katha


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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Sa Jan 05 2013, 13:42

katha schrieb:
Nein, nein, nein! Ich finde sie toll. Es sei denn du lieferst mir so viel anderes, dass ich das verschmerzen kann - zumindest vorübergehend Embarassed Wink
Na, Süße, bist du auch mal wieder an dem Punkt angekommen, dass du ein wenig deprimiert bist, weil es eigentlich kaum Beteiligung im Treff gibt. idontknow
Ich kenn das nur zu gut crying Und ich kann dich so gut verstehen.

Aber soll ich dir was sagen? Ich bin hier, und ich freue mich über jedes einzelne Wort, das du schreibst. super
Und ich bin sicher, dass es da auch noch andere gibt. Immerhin gibt es Leser aus weiter Ferne. Wie war das? USA, hat River neulich geschrieben ...

Ich drück dich ganz fest, ... und überlegs dir nochmal Wink

Ach so, zur Story vielleich auch noch ein paar Worte.
Ich finde es sehr lustig, wie Darcy sich über Carla lustig macht. Manchmal könnte er einem fast sympathisch sein, wenn er nicht immer mit der Falschen unter einer Decke stecken würde.
Aber, auch wenn es schön ist zu lesen, wie sich Carla über Annas Frechheiten ärgert Laughing , will ich wissen, wie es da bei Anna und Tom weiter geht bounce

Katha


ja, irgendwie ist hier tote Hose. aber gut, solange du noch weiterschreibst und liest, bleibe ich noch dabei. ja, und demnächst gibt's wirklich mal was neues. bin zwar noch nicht ganz fertig, aber ich glaube, so langsam könnte man es wagen

und was Anna und Tom betrifft, nur Geduld. ich weiß, das fällt dir schwer, aber du schaffst das Razz

LG, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Sa Jan 05 2013, 16:50

Hey Mini,

ICH BIN AUCH NOCH DAAA ... ich lese deine FF im Stillen immer mit, nur habe ich keine Lust einen Kommi zu schreiben, denn was ich von dieser genialen FF halte, haste ja bereits im Audl-Forum oft gesagt bekommen von mir! Wink Embarassed

Bitteee nicht aufhören ... es ist toll die FF nochmal von vorne zu lesen ...... auch wenn ich sie mittlerweile schon auswendig kann ... Embarassed Smile
Aber mit mehreren Personen zu lesen ist irgendwie schöner! Razz
(Booaahh ... mein Deutsch war auch mal besser ... aber nach der Party gestern, bei der ich übelst übertrieben habe ... da arbeitet der Kopf heute kein Stück ... Evil or Very Mad )

Lass dir mal liebe Grüße daaa! Razz

P.S. Du hast da was von was neuem erzählt ... was AnTom neues!? Embarassed
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   So Jan 06 2013, 11:41

*~Butterfly~* schrieb:
Hey Mini,

ICH BIN AUCH NOCH DAAA ... ich lese deine FF im Stillen immer mit, nur habe ich keine Lust einen Kommi zu schreiben, denn was ich von dieser genialen FF halte, haste ja bereits im Audl-Forum oft gesagt bekommen von mir!

Bitteee nicht aufhören ... es ist toll die FF nochmal von vorne zu lesen ...... auch wenn ich sie mittlerweile schon auswendig kann ...
Aber mit mehreren Personen zu lesen ist irgendwie schöner!
(Booaahh ... mein Deutsch war auch mal besser ... aber nach der Party gestern, bei der ich übelst übertrieben habe ... da arbeitet der Kopf heute kein Stück ... )

Lass dir mal liebe Grüße daaa!

P.S. Du hast da was von was neuem erzählt ... was AnTom neues!?

Hey Butterfly,

uih, Partys sind wirklich manchmal tödlich. Umso erstaunter bin ich, dass du trotzdem einen kommi dagelassen hast. Danke dir dafür.

Ja, ich hab tatsächlich eine neue AnTom-Story in Mache. Aber du weißt ja selbst, wie das manchmal mit der Motivation ist. Ich bastle da nun schon seit drei Monaten dran. Aber gut, ich gebe nicht auf.

LG, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   So Jan 06 2013, 16:12

EEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEECCCCCCCCCCCCCCCCHHHHHHHHHHHHHHHHHHHTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTT!?!?! JAAAAAAAAAAAAWOOOOOOOOOOOOLLLL!!! Very Happy Very Happy Very Happy

ENDLICH WIEDER EINE NEUE ANTOM-FF VON DIR ... ICH FREU MICH SOOOOO!!! Very Happy Embarassed

Dachte schon es kommt gar nichts mehr von dir ... also bezüglich der Serie mein ich jetzt! Embarassed

Zitat :
uih, Partys sind wirklich manchmal tödlich. Umso erstaunter bin ich, dass du trotzdem einen kommi dagelassen hast. Danke dir dafür
.

Naja ... als ich gelesen habe das du evtl. aufhören willst, weil du dachtest das keiner deine FF mehr liest ... da MUSSTE ich dich einfach wissen lassen das es noch eine gibt, die deine FF noch mit liest ... zwar im Stillen ... ABER ich lese sie! Wink Smile

Bin schon üüüüüüüüüüüübeeeeelllsstt gespannt auf dein neues Werk ... und da ich schon sowieso weiß das ich es LIEBEN werde ... Very Happy

Hoffentlich dauert das nicht mehr allzu lange ... bin echt gespannt und froh das du doch noch was über AnTom schreibst! Wink Embarassed

GlG
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Do Jan 10 2013, 11:55

Eine kleine Fortsetzung für euch. Viel Spaß ...

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Teil 78


„Halten Sie Ihre gottverdammte Klappe.“, kreischte Carla außer sich vor Zorn. David, der Carlas Ausbruch bereits vorhergesehen hatte, hatte das Handy sicherheitshalber einige Zentimeter von seinem Ohr entfernt gehalten, während er geduldig darauf wartete, dass ihr Anfall vorüber ging. Genervt rollte er die Augen und schluckte den Anflug von Groll, der sich seinen Weg nach oben bahnte, entschieden hinunter. „Meine Liebe, du hast ein Arrangement mit mir geschlossen, weil du davon überzeugt bist, dass du mit mir am schnellsten deine Ziele erreichen kannst … Und glaub mir, ich bin erfahren genug, um zu wissen, dass Komplizen zur Gefahr werden und ihr Wissen ganz schnell gegen mich verwenden können, wenn es hart auf hart kommt. Hältst du mich wirklich für so blöd?“, bemerkte David mit einer Schärfe in der Stimme, die Carla für einen Moment verstummen ließ. Ein kaum hörbares Grummeln ertönte schließlich vom anderen Ende. Dass Carla unfähig war, sich einzugestehen, dass sie Mist gebaut hatte, war David nicht neu. Im Gegenteil, er hatte gar nichts anderes erwartet. „Davon mal abgesehen, was interessiert mich die Broda? Zugegeben, sie ist klein, blond und lästig … aber was kümmert mich ihr Techtelmechtel mit Tom? Ich will Bruno zu Fall bringen und genau deshalb solltest du dich um Tom kümmern.“, presste er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. Je beschäftigter Tom ist, umso mehr kann ich mich auf das Wesentliche konzentrieren. Carla atmete tief durch. „Tom hat sich von mir getrennt …“, ertönte es nüchtern vom anderen Ende. Für einen Sekundenbruchteil entgleisten Davids Gesichtszüge, ehe er sich vernehmlich räusperte. „Dann lass deinen Charme spielen … Zugegeben, Tom ist ein harter Brocken, aber schlussendlich auch nur ein Mann ...“, säuselte er. Ein verächtliches Schnauben war alles, was vom anderen Ende zu hören war. David war es reichlich egal, ob Tom sich nun mit Carla oder Anna vergnügte … hauptsache er war abgelenkt genug, damit er seine Aufmerksamkeit ungestört auf Bruno lenken konnte. „Vielleicht ist es auch ganz gut so, dass die Broda sich jetzt um Tom kümmert …“, bemerkte er beiläufig. „Das kommt nicht infrage ...“, fauchte Carla unvermittelt auf. „Geben Sie mir das Gift und ich kümmere mich um die Broda.“ David lachte gemein. „Carla … Carla … Carla, Rache genießt man am besten kalt. Du, meine Liebe, bist zu hitzig zugange … nicht dass ich das an anderer Stelle nicht zu würdigen wüsste …“, bemerkte er mit einem anzüglichen Unterton. „Ach, was wissen Sie schon?“, blaffte sie durch das Telefon. „Zumindest genug, um zu wissen, dass hitzige Rache einen die Objektivität verlieren lässt. Carla … du bist so zerfressen davon … Pass auf, dass du nicht Opfer deiner eigenen Intrigen wirst.“, warnte er sie in scharfem Ton. Ein unwilliger Ton drang durchs Telefon, dann herrschte Schweigen.

David erhob sich gemächlich von seinem Sofa, trat an die Fensterfront seines Wohnzimmers und blickte über das nächtliche Berlin. „Ich gebe dir einen guten Rat, Carla.“ Ein widerwilliges Stöhnen ertönte. „Steig morgen in den Flieger und halt die Füße still. Deine Aktionen haben schon genug Dreck aufgewühlt. Ich sehe zu, was ich hinsichtlich deiner Kündigung tun kann.“, bot er – jetzt gang Anwalt – an. „Du musst aus der Firma heraus agieren können, ansonsten wird es schwierig. Alles andere ist erst mal … nebensächlich.“ Er betonte das Wort mit eindringlicher Stimme, die für Carla eine zusätzliche Warnung sein sollte. „Erwarten Sie keine umfangreiche Bezahlung, Darcy.“, bemerkte sie schroff. Dann war die Leitung tot. Der leise Ärger in David wich aufbrodelnder Wut. Diese Frau war wirklich zu nichts zu gebrauchen, außer für eine gute Nummer. Seufzend steckte er das Handy in seine Hosentasche. Er hatte Tom und Bruno immer für die größten Dickschädel der Welt gehalten, aber offensichtlich toppte Carla selbst dies noch. Grundsätzlich hatte David nichts gegen Frauen, die wussten, was sie wollten. Doch bei ihr warnte ihn sein Instinkt. Von Eifersucht zerfressene Frauen waren unberechenbar. Er würde sie im Auge behalten müssen. Die kleine Diva könnte ihm sonst sein ganzes Unternehmen zunichte machen.

***************************************

Das wirst du mir büßen, David Darcy …, brüllte es wie tosende Sturmböen durch Carlas Kopf. Wut und Zorn begehrten in ihr auf. Sie würde sich von David nicht sagen lassen, was sie zu tun und zu lassen hatte. Und wenn er ihr mit der Broda nicht half, dann würde sie eben selbst dafür sorgen. Zugegeben, sie hatte sich von seinem Angebot mit dem vermeintlichen Gift hinreißen lassen … sicherlich kein guter Schachzug. Ganz offensichtlich wollte David ihr Spiel nicht mitspielen. Kein Problem, sie hatte genügend Trümpfe in der Tasche, um das Spiel für sich zu entscheiden. Und sie wäre nicht Carla Rhonstedt, wenn sie ihre Vorteile nicht für sich zu nutzen wüsste. Wie sagte man so schön: „Beziehungen schaden dem, der keine hat.“ Und davon hatte Carla genügend. Fest entschlossen, ein paar alte Kontakte wieder zu ihrem Nutzen aufzufrischen, scrollte sie durch das Adressbuch ihres Handys, suchte die entsprechende Nummer und wählte. Es klingelte dreimal, dann wurde abgenommen. „Hallo.“ „Hallo, Frank … Ich bin’s, Carla.“ „Carla …“, erwiderte ihr Gegenüber überrascht. „Das ist aber lange her …“ „Ja …“, säuselte sie mit lieblicher Stimme. „Ich brauch deine Hilfe, Frank.“ „Tatsächlich …“, erklang es mit leichtem Unglauben. „Worum geht’s?“ Carla holte tief Luft. „Ich schicke dir ein Bild rüber. Der Mann darauf ist Tom Lanford … Ich will wissen, wer die Frau ist.“, verlangte sie. „Kein Problem. Sonst noch was?“ Eine kurze Pause entstand, ehe Carla sich vernehmlich räusperte. „Ja, ich möchte, dass du jemanden im Auge behältst. Die Informationen schicke ich die per E-Mail.“ Frank lachte leise, ehe er zynisch meinte „Du klingst wie eine Frau, die ihren Mann observieren lassen will.“ Das geht dich nichts an …, grollte es in Carla. „Was ist passiert?“, wollte Frank wissen. Entschieden schluckte Carla den Kloß aus Groll hinunter und atmete leise durch. „Nicht jetzt, Frank … Ich bin die nächsten Tage nicht im Land.“, lehnte sie schroff ab. „Schick mir einfach alles per Mail. Ich melde mich dann bei dir.“ Abermals entstand eine kurze Pause. „Carla, wir sind Freunde, du kannst dich auf mich verlassen … Und du kannst auch über alles mit mir reden.“, erinnerte er sie behutsam. Carla nickte. Sie und Frank kannten sich seit der Schulzeit, sie wusste, dass sie ihm vertrauen konnte. Dass er eine Detektei hatte, hatte ihr schon so manches Mal geholfen. „Ja, das weiß ich, Frank … Danke“, erwiderte sie und legte schließlich auf.

Kurze Zeit später klappte Carla ihren Laptop auf und verfasste die Mail an Frank. Sie lächelte leicht, als sie auf Senden drücke. Doch so richtig zufrieden war sie noch nicht. Augenblicklich spulte sich das Gespräch mit David in ihrem Kopf ab. Er hatte ihr versprochen, sich um die Misere mit ihrer Kündigung zu kümmern. „Du musst aus der Firma heraus agieren können, ansonsten wird es schwierig.“, hatte er gesagt. Doch Carla wollte nicht nur den Fuß in der Firma haben, wie David es ausgedrückt hatte. Sie wollte ihre alte Stellung zurück … ihre Machtposition. Besser noch, Bruno sollte auf Knien vor ihr kriechen und sie anbetteln, dass sie zurückkommt. Und Carla hatte auch schon eine Idee, wie sie ihn dazu bewegen konnte. Zum dritten Mal an diesem Abend griff sie nach ihrem Handy und wählte eine weitere Nummer. Es klingelte ein paar Mal, ehe am anderen Ende die Mobilbox ansprang. „Hallo Beate … Carla hier. Wir haben uns lange nicht gesehen, und ich dachte, es wäre doch schön, wenn wir uns auf einen Kaffee treffen könnten. Ruf mich zurück, wenn du das abhörst … bis dann.“ Carla legte auf und lächelte zufrieden. Tja, sieht wohl ganz so aus, als ob ich meinen Urlaub verschieben müsste. Ihre Augen funkelten siegessicher. Anna, du kleine lästige Kakerlake … Wenn ich mit dir fertig bin, wirst du dir noch wünschen, du hättest nicht auf Tom gehört und wärst vom Dach gesprungen …

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Do Jan 10 2013, 13:32

Ach Carla und David schon wieder. Wenn die wüssten, wie sehr sie die Welt mit ihrer puren Anwesenheit belästigen. Mad Einfach widerlich. Aber schon schön zu sehen, dass Carlas Pläne nicht immer aufgehen. Na ja, das Schlimme ist wohl, dass sie dafür sofort beginnt, neue und noch schlimmere Pläne zu schmieden. Evil or Very Mad
Anna pass auf dich auf, kann man da nur sagen.

So, aber jetzt haben wir den beiden lang genug gelauscht, und wollen doch endlich wieder zu Anna und Tom zurückkehren, gelle Wink

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Do Jan 10 2013, 13:56

katha schrieb:
Ach Carla und David schon wieder. Wenn die wüssten, wie sehr sie die Welt mit ihrer puren Anwesenheit belästigen. Einfach widerlich. Aber schon schön zu sehen, dass Carlas Pläne nicht immer aufgehen. Na ja, das Schlimme ist wohl, dass sie dafür sofort beginnt, neue und noch schlimmere Pläne zu schmieden.
Anna pass auf dich auf, kann man da nur sagen.

So, aber jetzt haben wir den beiden lang genug gelauscht, und wollen doch endlich wieder zu Anna und Tom zurückkehren, gelle

LG, Katha

Ja ja, du wieder ... kein Sinn für Nebenschauplätze.
Danke dir für deinen lieben Kommi ... War wie immer eine Freunde, ihn zu lesen ...

LG, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Mo Jan 14 2013, 10:08

So, Katha, du wolltest doch wissen, was Tom und Anna machen ...

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Teil 79


Unter halb gesenkten Lider sah Anna zu Tom auf und fuhr sich in einer äußerst verführerischen Geste mit der Zunge über die Unterlippe, als Tom sich von ihrem Mund löste. „Du nutzt die Hilflosigkeit einer Frau aus, Tom Lanford.“, säuselte sie mit schiefgelegtem Kopf. Tom lachte leise, den Blick verlangend auf diese sinnliche Geste gerichtet. Sein erhitztes Blut fing wie auf Kommando an zu kochen, brachte seinen Puls zum Rasen. Die Ernüchterung folgte prompt, als ihre Worte in seinem Hirn angekommen waren und er deren Bedeutung verinnerlicht hatte. Als hätte man ihm einen Eimer Eiswasser über den Kopf gekippt, starrte er sie an, und für einen unendlichen Moment lang ereilten ihn echte Gewissensbisse. Annas Zustand derart auszunutzen, widerstrebte ihm, auch wenn sein Körper etwas völlig anderes im Sinn hatte. Wieder fragte er sich, was nur mit ihr los war, hatte dieses unverblümte Verhalten ihn doch auf eine Weise angestachelt, die er sich selbst nicht erklären konnte. „Tue ich das?“, fragte er ein wenig verunsichert. „Oh ja.“, hauchte sie und senkte die Lider, blickte durch ihre dichten Wimpern zu ihm auf. Tom schluckte hart. Ein zittriges Lächeln erschien auf seinen Lippen, und erneut erfasste ihn jenes Unbehagen, diese Situation auf eine recht unschickliche Weise auszunutzen. Er wusste, dass aus Anna vorrangig der Alkohol sprach. Und wenn nicht? Er räusperte sich leise und flüsterte ganz nah an ihrem Ohr „Darf ich dich daran erinnern, dass du dich ganz freiwillig ausgezogen hast?“ Er bemühte sich, den nötigen Tadel in seine Stimme zu legen, versagte jedoch kläglich. Er zuckte unmerklich zusammen, als zur Antwort ihre Hände von seinen Schultern über seinen Rücken glitten und sich schließlich recht ungeniert in sein Hinternteil krallten. „Ja, und du hast immer noch zuviel an, mein Lieber.“, säuselte sie. Tom keuchte leise auf, und eine neue ungezügelte Welle der Begierde durchströmte ihn, als sie sich abermals an seiner Hose zu schaffen machte. Mit fahrigen Bewegungen, die zweifellos ihre Ungeduld zum Ausdruck brachten, zerrte sie ihm den Stoff von den Hüften. „So, jetzt ist es wieder ausgeglichen.“, grinste sie. Stirnrunzelnd sah Tom an sich herab, bis sein Blick erneut den ihren fand. Sie intensiv musternd, zog er eine Braue hoch und lächelte. „Nicht ganz, du hast ein Teil zuviel an.“, flüsterte er, dann presste er seine Lippen auf ihre. Mit sanfter Eindringlichkeit zwang er sie, ihm Einlass zu gewähren. Im selben Moment, in dem sie ihre Lippen öffnete und gleich darauf mit glühender Intensität seinen Mund zu erkunden begann, waren die Gewissensbisse hinsichtlich der Umstände dieses tête-à-tête vergessen. Ein erregtes Stöhnen entfloh seiner Kehle, als er ihrem Vorstoß nachkam und seine Zunge zwischen ihre Lippen gleiten ließ, während gleichzeitig seine Finger am Verschluss ihres BHs nestelten und selbigen von ihren Schultern streiften.

Der Kuss war von einnehmender Intensität, wild und fordernd, und sie atmeten beide schwer, als sie sich kurz voneinander lösten. Toms Hände strichen über Annas Arme zu ihren Schultern hinauf. Zärtlich streichelte er ihr Gesicht. Die befremdliche Ungeduld, die seit dem Moment in ihr wühlte, als er das Atelier betreten hatte, schickte einen tiefen Blick in seine Augen. Fast beiläufig krallte sie ihre Finger in sein Haar und zog ihn zu sich hinunter, um erneut seine Lippen in Beschlag zu nehmen. Hatte er vor wenigen Minuten noch soetwas wie Unbehagen empfunden, so war dieses in jenem Moment völlig aus seinem Hirn gewischt. Ohne sich lange bitten zu lassen, kam Tom ihrer Aufforderung nach. Sein warmer Atem strich über ihr Gesicht hinab zu ihrem Hals. Seufzend warf Anna den Kopf in den Nacken, während er sie fester an sich drückte. Die Erregung erreichte einen neuen Höhepunkt. Sich wiegend im Taumel der Lust, fegte Tom mit einer schnellen Armbewegung die Unterlagen von seinem Schreibtisch und drückte Anna rücklings auf die Platte. Die keuchte leise auf, als das kalte Holz sich in ihren Rücken schmiegte. Einen Moment lang hielt er inne, sah sie unter halb geschlossenen Lidern an. Seine blaugrauen Augen glühten vor ungezügelter Leidenschaft, während er jeden Zentimeter ihres nackten Körpers mit seinen Händen liebkoste. Ohne den Blick aus ihren Augen zu wenden, beugte er sich vor, um mit seinen Lippen der Spur seiner Hände zu folgen. Ein ersticktes Keuchen entwich ihren Lippen, Worte, die Tom nicht verstand, drangen an seine Ohren. Ihr Körper bäumte sich ihm entgegen, und als sie Anstalten machte, sich aufzurichten, ließ er ihr Vorhaben in einem weiteren verzehrenden Kuss in Nichts auflösen. Schwer atmend schmiegten sich ihre Leiber aneinander. Tom lachte rau an ihren Lippen, als Anna sich ihm abermals entgegenbog, woraufhin seine Finger sich ihren Weg in tiefere Gefilde bahnten. Ein leiser Schrei entwich ihrer Kehle, als sich seine Finger unter den Bund ihres Höschens schoben und jenen sensiblen Punkt berührten, der sie fast zum Explodieren brachte. Ihr lustverschleierter Blick zauberte Tom ein zufriedenes Lächeln auf die Lippen, ehe sich ihre Hände erneut in sein Haar krallten und seinen Kopf bestimmend zu sich herabzogen. Ihr Atem kam abgehackt und ihre Augen verdrehten sich erregt, während Tom seine süße Folter unerbittlich fortführte. Anna stöhnte und wand sich unter seinen kundigen Fingern. Als sie schließlich, gefangen in ihrer Lust, mit den Fingernägeln über seinen Rücken kratzte, knurrte Tom tief in der Kehle. Für einen Moment ließ er von ihr ab, doch nur um sie mit beiden Händen zu umfassen und von dem Schreibtisch zu heben.

Sein glühender Blick bohrte sich tief in ihre fiebrigen Augen. Wieder fanden sich ihre Lippen, verschlangen ihre Zungen einander in wildem Tanz. Haltsuchend schlang Anna ihre Beine um seine Hüften, während Tom blind durch das Büro stolperte ... und schließlich gegen das Sofa stieß. „Autsch“, stieß er zischend aus, als ein beißender Schmerz in seinem Schienbein aufflammte. Und für einen kurzen Moment war die brennende Leidenschaft gedämpft. Einen Wimpernschlag lang sahen sie einander überrascht an. "Ups ...", entwich es Anna mit einem mädchenhaften Kichern. Ihre Augen blitzten vergnügt.Toms Lippen verzogen sich zu einem schiefen Grinsen, als er sich zusammen mit ihr rücklings auf das Sofa sinken ließ. Kurzerhand krabbelte Anna auf seinen Schoß, bis sie rittlings auf ihm saß. Seine Hände, die noch immer auf ihren Hüften ruhten, stahlen sich erneut unter ihr Höschen und massierten sanft ihren Po. Einen Moment lang betrachtete sie sein vollkommen entspanntes Gesicht. Die Augen halb geschlossen, der Kopf gegen die Lehne gelegt, sah er sie an. Er wirkte so jung und voller Lust und Liebe. Atemberaubend …, flammte es in einem Moment völliger Klarheit durch ihr Hirn. So entspannt, so verführerisch … Hätte man ihr vor zwei Monaten gesagt, dass es in Tom auch eine sinnliche Seite gab, sie hätte denjenigen ausgelacht. Ihr kühler Eisklotz war ein echter Mann mit Gefühlen und Leidenschaft. Verflucht, und er sah so verteufelt lecker aus, wie er sie da so ansah … Schließlich beugte sie sich zu ihm und küsste ihn sanft auf den Mund. Ganz langsam bahnte sie sich mit ihren Lippen einen Weg von seinem Mundwinkel über die Linie seines Kinns. Zärtlich knabberte sie an seinem Hals, strich mit der Zunge seine Brust hinab bis unterhalb seines Bauchnabels. Tom schloss entspannt die Augen und genoss die sanfte Verführung. Als sie am Bund seiner Shorts angekommen war, kam Toms Atem hektischer. Anna sah auf und begegnete seinem glühenden Blick, als sie ihn schließlich von seinem letzten Kleidungsstück befreite. Ein anerkennendes Lächeln spielte um ihre Mundwinkel, als sie ihn in seiner vollkommenen Ursprünglichkeit bewunderte. Schließlich beugte sie sich über ihn, bedeckte seinen Bauch mit sanften Küssen, glitt über den Nabel hinab und liebkoste die zarte empfindliche Haut. Tom sog scharf die Luft ein, als er ihren warmen Atem auf seiner Haut spürte, und krallte seine Finger haltsuchend in die Polster. Das Leder protestierte knirschend. Nur Sekunden später brannte sein Körper lichterloh, und wenn er nichts dagegen unternahm, würde das kleine Intermezzo ein schnelleres Ende finden als ihm lieb war. Kurzerhand fasste er sie bei den Schultern, zog sie mit einer schnellen Bewegung wieder auf sich und verschaffte sich damit eine kurze Atempause. Hungrig presste er seinen Mund auf ihren, erkundete ihn mit einer Intensität, die eine wunderbar bleierne Schwere in ihre Glieder schickte und jenes angenehm schwerelose Gefühl verursachte. Spielerisch knabberte Tom an ihrer Unterlippe. Sein schwerer Atem stieß gegen die Linie ihres Kinns. „Anna …“, wisperte er mit sinnlich heiserer Stimme, in der ein Hauch Ehrfurcht mitschwang.

Anna lächelte und verschloss ein weiteres Mal seinen Mund mit ihren Lippen, erstickte den Wunsch, der hervorbegehrte. Geschickt fing er ihre Hände ein, die erneut seinen Körper zu erkunden gedachten. Er schloss die Augen und versank in diesem berauschenden Gefühl ihrer Nähe, ließ sich einhüllen von ihrer Wärme und dem Duft ihrer Haut. Schließlich richtete er sich auf, drehte sie auf den Rücken und befreite sie mit wenigen Handgriffen von dem winzigen schwarzen Höschen. Ihr erwartungsvoller Blick vereinte gleichsam Lust und Liebe und ließ sein Herz dreimal so schnell schlagen, ... ließ seinen Atem wieder schneller kommen. „Anna …“, wisperte er an ihren Lippen, bevor der darauffolgende tiefe, leidenschaftliche Kuss sie beide gleichsam in einen Rausch sinken ließ. Anna riss sich von seinen Lippen los und stieß einen leisen Schrei aus, als er in ihr versank. Das Murmeln zärtlicher Worte begleitete das gleichmäßige Keuchen schweren Atems und hallte durch die intime Dunkelheit des Büros. Wie eine Decke umhüllte es sie, wärmte sie in der Sinnlichkeit dieser Vereinigung. Sein Körper auf ihrem, ihre Hände, die ihn fordernd an sich zogen, … Haut auf Haut, verschmolzen sie zu einem Ganzen … ließen sich auf einer Woge schäumender Leidenschaft davon treiben. Und während sich dieses Karussell berauschender Liebe drehte, schien die Welt um sie herum zum Stillstand zu kommen. Die Zeit entschwand in einer unbedeuteten Komponente, als sie nach diesem leidenschaftlichen Höhenflug schließlich gemeinsam ihre Erlösung fanden. Erschöpft und erfüllt von köstlicher Befriedigung sanken sie ineinander verschlungen in die Polster. Und während sie langsam wieder zu Atem kamen, zog Tom eine weiche Decke über sie. Auf dem viel zu schmalen Sofa eng aneinander gekuschelt, lauschten sie dem wilden Herzschlag des jeweils anderen, versunken in den eigenen Gedanken. Berauscht und erfüllt von tiefer Glückseligkeit ergaben sie sich schließlich der Müdigkeit, und Tom dankte dem Schicksal einmal mehr, dass es ihm Anna gegeben hatte.

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Mo Jan 14 2013, 15:03

Wow,
Mini, und sowas am hellichten Tag. Embarassed
Ich würde mal meinen, dass Anna und Tom eine wirklich schöne Nacht hatten. Und dass sie gerade seeeehhr glücklich sind, sich gefunden zu haben.
Das ist so schön Smile

LG, Katha

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Mo Jan 14 2013, 21:14

katha schrieb:
Wow,
Mini, und sowas am hellichten Tag.
Ich würde mal meinen, dass Anna und Tom eine wirklich schöne Nacht hatten. Und dass sie gerade seeeehhr glücklich sind, sich gefunden zu haben.
Das ist so schön

LG, Katha

Ja ja, sowas am hellichten Tag. Aber gut, bei Anna und Tom war es ja mitten in der Nacht ...
Danke für deinen Kommi ... Hach, seufz ... immer wieder schön ...

LG, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Mi Jan 23 2013, 14:11

Nach langer Zeit auch hier mal wieder ein neuer Teil. Ich hoffe, er gefällt, wenn auch er recht kurz ist ... LG, Mini

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Teil 80

Als Anna langsam die Augen aufschlug, lag ein seliges Lächeln auf ihren Lippen. Die vergangene Nacht in all ihren Facetten spielte sich so deutlich in ihrem Kopf ab, als befände sie sich noch immer in diesem sinnlichen Reigen aus Liebe, Verlangen und Sehnsucht. Und sie fühlte sich glücklich und erfüllt wie schon lange nicht mehr. Es dauerte einige Sekunden, bis sie aus dem zähen Teer ihres Unterbewusstseins, was noch immer Toms Haut auf ihrer fühlte, in die Realität eintauchte und sich schlagartig der Umgebung von Toms Büro gewahr wurde. Erschrocken fuhr sie von dem schwarzen Ledersofa hoch. Die Decke fest an sich gepresst, sah sie sich panisch um. Sie war allein. Augenblicklich überkamen sie Kälte und Einsamkeit … begleitet von einem hammermäßigen Schmerz in ihrem Kopf. Keuchend presste sie eine Hand gegen ihre Stirn und sank zurück auf das Sofa. Himmel, was war nur passiert? Sie erinnerte sich daran, dass sie Wein getrunken hatte … Gott, aber davon bekam man doch nicht solche Kopfschmerzen. Verstärkt wurden das Hämmern in ihrem Kopf durch merkwürdig dröhnende Geräusche, die an einen … oder mehrere Staubsauger erinnerten. Staubsauger? …, schoss es durch ihren Kopf, woraufhin ihr Schädel schmerzhaft protestierte. Stöhnend richtete Anna sich auf und lugte durch den Spalt der Vorhänge ins Atelier. Geschockt riss sie die Augen auf. Verdammt, das waren Staubsauger. Die Putzkolonne, die täglich die Büros reinigte, was schon aktiv dabei, ihren Job zu tun. Dass sie Anna noch nicht entdeckt hatten, kümmerte diese jedoch nur zweitrangig. Vielmehr beschäftigte sie die Tatsache, dass Tom ganz offenbar verschwunden war. Er hatte sie allein gelassen … schon wieder … Augenblicklich spürte sie, wie die Dämonen, die ihre Ängste schon so oft geschürt hatten, erneut grausam nach ihr griffen, ihre hässlichen Gesichter zeigten und sie mit einem diabolischen Lachen in die altbekannte dunkle Trostlosigkeit hinabziehen wollten, aus der sie sich so vehement herausgekämpft hatte. Zutiefst enttäuscht erhob sie sich von dem Sofa, als ihr Blick auf ein Blatt Papier fiel, welches vor der Couch lag.

Die Stirn in Falten gezogen hob Anna den Zettel auf, auf dem in eleganter Handschrift ihr Name stand. Mit plötzlich heftig klopfenden Herzen faltete sie das Blatt Papier auseinander und hielt die Luft an. In rasender Geschwindigkeit überflog die Zeilen, bis sie Toms Namen erkannte, dann begann sie erneut zu lesen, verinnerlichte Wort für Wort und begann schließlich übers ganze Gesicht zu strahlen. „Guten Morgen, mein süßer kleiner Engel, … danke für die wunderschöne Nacht … Frühstück zu zweit um 10.00 Uhr in der Goldelse … Freu mich auf dich. Tom.“ Anna hätte vor Freude am liebsten aufgeschrien und einen Freudentanz durchs Büro vollführt. Nur mit Mühe konnte sie sich davor zurückhalten, dem Scheuerlappengeschwader jenseits dieser Glasfront eine bühnenreife Gratisvorstellung vollkommener Bloßstellung zu präsentieren. Wieder und wieder las sie die Zeilen und dem ersten Schwarm Schmetterlinge folgte ein weiterer, setzte zu einem noch wilden Kamikazeflug in ihrem Bauch an, als sie an ihre gemeinsame Nacht zurückdachte und sie mit Toms Worten in Einklang brachte. Gott, ich könnte die ganze Welt umarmen … Sie sah auf ihre Uhr und erstarrte … Zehn vor Acht. In einer halben Stunde würden die ersten Kollegen kommen – davon mal abgesehen, dass das Scheuerlappengeschwader eifrig zugange war – und sie saß immer noch hier … splitternackt. Hastig griff sie ihre Sachen, die fein säuberlich über einer Stuhllehne hingen und zog sich an. Sie ließ einen prüfenden Blick durchs Büro gleiten … Heilige Scheiße, hier sieht’s vielleicht aus …, dachte sie. Ihre Aufmerksamkeit richtete sich auf das Reinigungspersonal. Verflixt …, fluchte sie in sich hinein. Das können wir unmöglich so lassen …, ging es ihr durch den Kopf, bückte sich schließlich und hob die auf dem Boden verteilten Unterlagen auf, ehe sie sie in einem eher unordentlichen Stapel auf Toms Schreibtisch legte. So ist es schon besser …, dachte sie zufrieden, bückte sich abermals und sammelte einen Brieföffner und Stifte auf, die sie ebenfalls auf den Schreibtisch legte. Kreatives Chaos …, schmunzelte sie in sich hinein. Nicht dass noch man noch auf die Idee kommt, jemand hätte Spaß auf diesem Schreibtisch gehabt. Grinsend zuckte sie die Schultern und verschwand aus dem Büro. Zehn Minuten später befand sie sich auf dem Weg nach Hause. Toms Nachricht in ihrer Jackentasche und ein breites Grinsen im Gesicht betrat sie zwanzig Minuten später die Küche ihrer Eltern. Susanne und Ingo sahen irritiert auf. „Wo kommst du denn jetzt her?“ Anna räusperte sich und versuchte ihre überflutenden Gefühle – genauso wie die übermäßig dröhnenden Kopfschmerzen – in den Griff zu bekommen … zumindest solange, um eine vernünftige Antwort geben zu können. „Ich war … arbeiten.“ Stimmt ja auch, … na gut, fast … „Die ganze Nacht?“ Ihre Mutter war entsetzt. „Nein, äh … ja …, aber … Mama … das ist schon okay. Ich … ich geh nur schnell duschen, dann muss ich auch schon wieder los.“, sagte sie hastig und steuerte das Bad an, während Ingo und Susanne ihr fassungslos nachsahen.

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Mi Jan 23 2013, 15:08

Hach, kann die Liebe schön sein, trotz dröhnendem Kopf. Ich glaube, ein paar der Schmetterlinge haben sich glatt zu mir veriirt, so freue ich mich mit Anna. Very Happy
Und bald treffen sie sich schon wieder. Juchuuu!
Ich freu mich!!!

LG, Katha

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Do Jan 24 2013, 13:40

AAAAAAAAAAAAAhhhh soooooooooo schöne Teile liebe Mini ... und nach dem überarbeiten einfach perfekt! Embarassed I love you

Es ist immer wieder zu schön die beiden glücklich zu lesen ... auch wenn ein kleiner pessimistischer Punkt im Hinterkopf ständig sagt, dass es bald vorbei sein wird! pale

Aber gut ... bis da hin dauert das noch etwas! Wink

Freue mich riesig aus Wiedersehen ... biitte Mini mach gaanz schnell weiter, ja!?

Knutschi
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Di Jan 29 2013, 14:46

Huhu ... Nachschub ... Viel Spaß beim Lesen ... LG, Mini

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Teil 81


Vollkommen orientierungslos und in Gedanken noch in der vergangenen Nacht, stolperte Anna durch die Wohnung. Sie hatte sich zwei Kopfschmerztabletten eingeworfen und hoffte inständig, dass diese Dosis ausreichen würde, um das Hämmern in ihrem Schädel zumindest erträglicher zu machen, ansonsten wäre sie heute nicht arbeitfähig. Viermal wanderte sie zwischen dem Bad und ihrem Schlafzimmer hin und her, weil sie jedes Mal, wenn sie dachte, sie könne jetzt endlich ihre Dusche genießen, wieder etwas vergessen hatte. Als sie eine halbe Stunde später dann doch endlich unter der Dusche stand, seufzte sie befreit auf. Heißes Wasser rann über ihre Haut und erfüllte ihren Körper mit einer wohltuenden Wärme. Währenddessen drifteten ihre Gedanken erneut in die vergangene Nacht. Ihr Herzschlag legte einen Zahn zu, als sie sich an Toms wundervollen Körper erinnerte, und ein fast schon schmerzhafte Kribbeln schoss in ihren Unterleib, schürte eine neue Sehnsucht, die gleich darauf von einem heftigen Stich in ihren Schläfen vertrieben wurde. Seufzend lehnte sie ihre Stirn gegen die kühlen Fliesen und schloss die Augen. Sie hasste Kopfschmerzen, … mindestens genauso sehr wie Carla. Apropos Carla …, ging es Anna durch den Kopf, als sie sich wieder an ihren unheimlichen Besuch erinnerte. Was zum Geier wollte sie eigentlich? Sich entschuldigen? Pah … eine Carla Rhonstedt entschuldigt sich nicht, Anna … das solltest du eigentlich wissen …, tadelte sie sich selbst und rieb sich erneut über ihre Schläfen. Irgendwie schienen die Tabletten nicht zu wirken. Gott, warum musste ich mich auch von Carla breitschlagen lassen ... jetzt hab ich den Salat …, fluchte sie leise und unterdrückte ein Jammern, als es in ihren Schläfen erneut zu hämmern begann. Ich trinke nie wieder Wein …, schwor sie sich und atmete leise durch. Bestimmt hat die blöde Kuh da was reingemischt … Unweigerlich musste Anna lachen. Als Carla gestern so unvermittelt aufgetaucht war, hatte sie echt gedacht, dass ihre verhasste Rivalin sie vergiften wollte. Nun gut, so abwegig war das ja nun auch wieder nicht. Carla war schließlich eine böse heimtückische Kobra mit fiesen Giftzähnen … die in Anna ein süßes kleines wehrloses Häschen sah. Was für ein treffender Vergleich …, gluckste Anna. Ihre Gedanken wirbelten wieder zu Toms Büro. Oh Gott. Anna holte tief Luft und stieß sie schnell wieder aus, einmal, zweimal … noch ein drittes Mal. Es gelang ihr einfach nicht, sich zu beruhigen. Kein Wunder, wenn Tom sich immer wieder nackt in ihre Gedanken drängte.

Nachdem ihre Haut schon ganz schrumpelig war, trat Anna seufzend aus der Dusche, griff nach einem Handtuch und trocknete sich ab. Ein Blick in den Spiegel ließ sie innehalten. Die Person, die sie da sah, kam ihr irgendwie fremd vor. Die Wangen waren gerötet und ihre Augen leuchteten. Unweigerlich schlich sich ein Grinsen in Annas Gesicht. Was so ein Schwarm Schmetterlinge alles bewirken kann ..., dachte sie und seufze leise, ehe sie Anstalten machte, ihre Haare in den Griff zu bekommen. Ihre Hände zitterten vor Nervosität, und ihr Mund war staubtrocken. Ganz zu schweigen von den lästigen Kopfschmerzen, die mittlerweile ein wenig an Intensität verloren hatten. Nachdem ihre Haare einigermaßen annehmbar aussahen, huschte sie zurück in ihr Zimmer und riss ihren Schrank auf. Sie fackelte nicht lange, kramte einen Rock und Shirt hervor und zog sich an. Dann huschte sie erneut ins Bad und begutachtete sich. Unruhig wie ein aufgescheuchtes Kaninchen hibbelte sie durch ihr Zimmer. Gott, sie fühlte sich wie ein frisch verliebter Teenager, der sein erstes Date hatte. Na ja, im Grunde war das ja auch ihr erstes richtiges Date mit Tom. Beruhigend redete sie auf ihr Spiegelbild ein und wechselte indessen ein weiteres Mal ihr Outfit. Reiß dich zusammen, Anna, das ist nur ein Frühstück … und danach gehst du auf Arbeit wie jeden Tag …, schalt sie sich. Die Frau im Spiegel blickte skeptisch und schüttelte gleichsam den Kopf wie Anna. Gott, wann war ich das letzte Mal so durch den Wind? Ihr Handy piepste, woraufhin Anna erschrocken aufquietschte. Auch das noch. Kopflos begann sie, ihr Handy zu suchen und fand es schließlich in ihrer Jackentasche. Eine SMS. Mit zitternden Händen öffnete sie die Nachricht und grinste schief. „Ich vermisse dich, Tom“ Ich dich auch ..., dachte sie und fragte sich gleichzeitig, ob er schon da war. Eilig schlug sie sich die Hände vors Gesicht, versuchte das Glühen darin aufzuhalten, ehe sie mit hochrotem Kopf Tom gegenübertreten musste. Sicherlich würde er sich darüber amüsieren. Dann blickte sie prüfend an sich herab. Ob sie nicht vielleicht doch besser was anderes anziehen sollte.

Ein leises Klopfen riss sie aus ihren Gedanken. „Ja.“ Ihre Stimme klang nervös, und Anna wäre am liebsten im Boden versunken. Ein flüchtiger Blick auf ihre Uhr sagte ihr, dass es halb zehn war. „Anna?“ Anna zuckte beim Klang der Stimme erschrocken zusammen. „Mama … was ist?“, piepste sie. Ein Räuspern war zu hören. „Tom wartet unten auf dich.“ Ihr Atem stockte, ihr Mund verwandelte sich in eine Wüste, und ihre Gedanken begannen, Achterbahn zu fahren. „Ich komme gleich.“ Ihre Stimme klang noch immer viel zu hoch … ihre Nervosität hatte zweifelsfrei eine neue Stufe erklommen. Und Anna schalt sich dafür, dass sie nicht in der Lage war, sich, ihren Kopf und ihren Körper unter Krontrolle zu bekommen. Gott, sie stand kurz vorm Durchdrehen. „Ich sag ihm Bescheid, dass du gleich kommst.“, antwortete ihre Mutter knapp, und Anna atmete erleichtert auf. Missmutig starrte sie wieder auf ihr Spiegelbild. Es ist nur ein Frühstück … ein stinknormales Frühstück … Und jetzt tue nicht so, als hätte er dir einen Antrag gemacht … wir haben schließlich letzte Nacht ganz andere Sachen getrieben ... Himmel, wenn sie bei einem einfachen Frühstück schon die Nerven verlor, wohin sollte das dann noch führen? Fest entschlossen, sich vor Tom nicht zu blamieren, zwang sie ihre Contenance zurück und schlüpfte aus dem blauen Kleid, was sie nun spontan als unpassend deklariert hatte, in eine frische Jeans und wählte eine blaue Bluse, die perfekt ihre Augen betonte. Dann warf sie sich vorsorglich noch eine Schmerztablette ein, schnappte ihre Tasche und zog Jacke und Schuhe über. Nach einem letzten prüfenden Blick in den Spiegel floh sie schließlich aus ihrem Zimmer.

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Di Jan 29 2013, 20:30

AAahhhhr, ich bin mindestens genauso aufgeregt wie Anna. bounce Hach, so eine frische Liebe ist schon was wunderbares. Smile
Mini, wieder mal total packend geschrieben, einfach toll. Und jetzt will ich mit zu Tom, also auf Anna ...

Ich freu mich auf den nächsten Teil Very Happy

LG, Katha

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Mi Jan 30 2013, 08:35

Danke dir, meine Liebe. Ja ja, das ist schon schön, wenn die Schmetterlinge auf Hochtouren arbeiten und man nicht mehr weiß, wo vorne und hinten ist. Arme Anna. Sie könnte mir fast leidtun, ... aber nur fast ...

LG, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Di Feb 05 2013, 13:41

Auch hier gehts mal wieder weiter ... Viel Spaß ...

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Teil 82


Tom fokussierte mit starrem Blick den oberen Treppenabsatz. Es war kurz vor zehn, und er rutschte inzwischen nervös auf seinem Stuhl herum. Susanne hatte alles an Leckereien gebracht, von dem er überzeugt war, dass es zu einem guten Frühstück gehörte. Doch wo blieb nur Anna? Ob sie sauer auf ihn war, weil er sie allein in seinem Büro zurückgelassen hatte? Er fuhr sich nervös durch sein Haar – zum x-ten Mal in den letzten zehn Minuten … Mit Sicherheit stand es mittlerweile total wirr von seinem Kopf ab. Aber das war ihm gleich. Unruhig begann er, die Sekunden zu zählen, als plötzlich Anna am oberen Ende der Treppe erschien. Sein Herz machte einen schmerzhaften Hüpfer, und seine Rippen konnten gerade noch verhindern, dass es aus seinem Brustkorb sprang. Wie festgetackert saß er auf seinem Stuhl, den Blick starr auf Anna gerichtet, obwohl alles in ihm danach schrie, aufzuspringen, zu ihr zu laufen und sie in seine Arme zu reißen. Zögerlich lächelnd trat sie die Treppe herunter und kam vor dem Tisch zum Stehen. „Guten Morgen.“, krächzte sie. „Morgen“, antwortete er, grinste und deutete ihr, sich zu setzen. Augenblicklich war seine Anspannung wie weggewischt. Tom deutete auf das reichhaltige Frühstück, von dem locker drei Personen eine Woche satt geworden wären und erklärte mit einem unschuldigen Schulterzucken: „Ich hab keine Ahnung, was du magst, also hab ich einfach alles bestellt.“ Anna sah ihn an und begann, verlegen auf ihrer Unterlippe herumzukauen. „Ich glaub, ich bekomme ohnehin nichts runter.“, murmelte sie schließlich. Tom lächelte, ging es ihm doch kaum anders. Susanne kam aus der Küche und brachte eine Kanne Kaffee, während sie die beiden mit einem glücklichen Lächeln anstrahlte. Eine Weile betrachteten Tom und Anna schweigend das Arrangement auf dem Tisch, ohne dass einer wagte, den Anfang zu machen.

Schließlich holte Anna tief Luft und sah ihn vorsichtig an. „Hast du gut geschlafen?“ Tom stellte die Ellbogen auf den Tisch, verschränkte die Hände ineinander und stützte seinen Kopf darauf ab. Dann lächelte er, ehe sich seine Stirn in tiefe Falten zog. „Obwohl ich zugeben muss, dass die Nacht … sehr schön war …“ Anna sah ihn starr an. Ihr Herz klopfte schmerzhaft gegen ihre Rippen, weil ihr sein offensichtliches Aber plötzlich Angst machte. Tom verzog gequält das Gesicht. „… aber dein Bett ist weitaus bequemer.“ Anna lächelte und stieß erleichtert die Luft aus. „Und du?“, fragte er und verzog einen Mundwinkel zu einem schiefen Grinsen. Anna seufzte niedergeschlagen. „Abgesehen von diesen fürchterlichen Kopfschmerzen und deinem unbequemen Sofa … ganz gut.“ Tom lächelte und nickte verstehend. „Wenn man eine ganze Flasche Wein trinkt, muss man sich über die Nebenwirkungen nicht wundern.“, bemerkte er fast schon belehrend. Ja ja, Papi …, ging es Anna säuerlich durch den Kopf und bedachte ihn mit einem mürrischen Blick. „Ich hab nur ein Glas getrunken. Carla hat den Rest genommen.“, korrigierte sie seine Aussage. Tom grinste leicht und ließ den eher schwachen Versuch eines Protests im Raum stehen. Gut gelaunt griff er nach der Kanne und goss sich einen Kaffee ein, ehe er auch Annas Tasse füllte. Nachdem er die Kanne zurückgestellt hatte, hob er nachdenklich die Brauen … dann schüttelte er verwirrt den Kopf. „Von einem Glas sollte man eigentlich keine Kopfschmerzen bekommen.“ Ein sanfter Tadel, gehüllt in eine liebevolle Stimme, in der gleichsam ein sorgenvoller Unterton mitschwang. Anna blies gequält die Luft aus und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. „Mann, ich hab das Gefühl, als hätte mich ein fahrender Güterzug geküsst.“ Tom betrachtete sie schweigend, während sich die Erinnerungen an die vergangene Nacht in seine Gedanken zurückschoben. „Das ist wirklich … merkwürdig.“, murmelte er mit nachdenklich zusammengekniffenen Augen. Einen Moment lang barg seine Miene irgendwas zwischen Wachsamkeit und tiefer Besorgnis, ehe sie sich mit leichtem Amüsement erhellte. „Aber irgendwie bin ich nicht traurig darüber …“ Er streckte seine Hand über den Tisch und strich ihr sanft über die Wange. Anna wurde übergangslos knallrot. Tom lächelte. Ihre Reaktion überraschte ihn nicht wirklich. Was sie letzte Nacht getrieben hatten … Oh Himmel … Nicht, dass er etwas gegen ihre Offensive einzuwenden hätte, aber diese Zügellosigkeit hatte ihn schon ziemlich verwundert.

Annas Blick war zögernd auf ihn gerichtet, und Tom hatte das Gefühl, dass ihr etwas auf dem Herzen lag. Neugierig musterte er sie und schmunzelte. „Ein Königreich für deine Gedanken.“ Anna schüttelte betreten den Kopf und starrte angespannt auf ihre Finger. „Ich … also …, als ich heute aufgewacht war …“ Sie sah ihn verschämt an. Tom verzog streng das Gesicht. „Du hast gedacht, ich wäre wieder geflüchtet.“, sprach er das aus, was sie offenbar nicht zustande brachte. Sie zuckte leicht die Schultern. „Ich musste noch mal nach Hause, ein paar Unterlagen holen … Außerdem hatte ich eine Dusche nötig …“, erklärte er und lächelte entschuldigend. „Davon mal abgesehen wollte ich dich nicht wecken. Du sahst so …“ Seine Augen begannen zu strahlen. „… bezaubernd aus, wie du da gelegen und geschlafen hast … wie ein Engel.“ Er streckte seine Hand über den Tisch und legte sie auf ihre, während er ihr lange und tief in die Augen sah. „Zählt diese Nacht trotzdem?“, fragte er schließlich, unfähig, den Anflug von Unsicherheit in seiner Stimme gänzlich zu verbergen. Verwirrt hoben sich Annas Brauen, fragend sah sie ihn an. „Na ja, im Grunde bin ich abgehauen …“, fügte er schuldbewusst hinzu. Anna lachte leise. „Schon gut, … ich glaub, dein Brief hat das wieder wett gemacht.“ Tom maß sie mit ruhigem Blick, dann stieß er langsam die Luft aus. „Das wird nicht noch einmal passieren.“, versprach er. „Ich meine es wirklich ernst … sehr ernst.“, fügte er eindringlich hinzu und drückte Annas Hand zur Untermalung seines Versprechens. Anna nickte lächelnd und schwieg schließlich wieder. Tom ließ derweil einen neuerlichen Blick über das Frühstücksarrangement schweifen, ehe er nach einem Stück Obst griff und es ihr ohne Vorwarnung in den Mund schob. „Iss etwas!“, forderte er. Anna riss die Augen auf und schnappte überrascht nach Luft, während sie hastig das Stück Obst hinunterwürgte, bevor sie es wieder ausspucken konnte. Ihre Finger krampften sich in ihre Jeans, während sie sich leise zur Ruhe zwang. Ein wenig unschlüssig ließ sie den Blick schweifen. Die Aufregung hatte nicht gerade ihren Appetit gefördert. Schließlich und endlich griff sie nach dem Brotkorb, woraufhin ihr Magen wild aufknurrte und die Idee von Brötchen mit Marmelade und Butter begeistert willkommen hieß …

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Mi Feb 06 2013, 14:55

Hach die Beiden sind ja schon süß. Embarassed
So aufgeregt. Und Tommi amüsiert und besorgt zu gleich. Einfach schön, wie sie den Tag gemeinsam beginnen. Aber ihre letzten Zweifel könnten sie dann doch mal in den Müll werfen und die Tonne ganz fest zubinden. Mad

Auch hier freue ich mich auf mehr. Mann, so viele Kommi´s auf einmal schreiben. Unglaublich! Und das nur, weil ich einen einzigen Tag nicht hier war. Aber so ist´s richtig. Smile

Katha

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"   Do Feb 07 2013, 00:28

Süüüüüßiii Smile ... die beiden sind echt niedlich wenn sie was ausgefressen haben! Smile Embarassed

Da stimme ich Kati aber zu, immer diese unnötigen Zweifel! Man, man, man ... Mad
Bin gespannt wie es weiter geht, hab das leider nicht mehr im Kopf! Rolling Eyes

LG Wink
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Anna und die Liebe - AnTom FF (Part I) "Liebe findet ihren Weg"
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